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20.06.2020

tägliche News > Juni > 15.06.20 - 21.06.20
Stechender Hohlzahn
Der Gemeine Hohlzahn, auch Dorn-Hohlzahn, Gewöhnlicher Hohlzahn, Stechender Hohlzahn, Stacheliger Hohlzahn oder Hanfnessel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hohlzahn innerhalb der Familie der Lippenblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautkrankheiten, Husten
Heilwirkung: adstringierend, erweichend, krampflösend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Blutreinigung, Hautkrankheiten, Heiserkeit, Husten, Katarrh
wissenschaftlicher Name: Galeopsis tetrahit L.
Pflanzenfamilie: Lippenblütengewächse = Lamiaceae
englischer Name: common hemp-nettle
volkstümlicher Name: Gemeiner Hohlzahn, Gewöhnlicher Hohlzahn, Stechen-der Hohlzahn
Verwendete Pflanzenteile: Samen, blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Iridoide, Kiesel-säure, Saponine
Sammelzeit: Sommer-Spätherbst
 
Anwendung
Tee
2 Teelöffel Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, abgedeckt 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Kann mit Honig oder Zucker gesüßt werden. Hilft gegen Husten und Heiserkeit.
Tee-Umschlag
Ein Umschlag mit Tee hilft gegen Hautkrankheiten.
Umschlag
Frische zerquetschte Blätter helfen gegen Hautkrankheiten.
Salat
Die Blätter als Ergänzung von Salaten oder Spinat-/Wirsing-Gerichten, hilft gegen Blutarmut.
Samenöl
Das aus den Samen gepresste Öl wirkt stärkend.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Gewöhnliche Hohlzahn ist eine einjährige krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 20 bis 30, selten bis 60 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist an den Blattknoten stark verdickt und borstig bis stachelig behaart.
Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Auch der Kelch der Blüten ist stachelig-borstig behaart; daher der Trivialname Stacheliger Hohlzahn. Die Krone ist etwa 1,5-mal so lang wie der Kelch. Die 15 bis 20 Millimeter langen Blütenkronen können sehr unterschiedlich gefärbt sein, von weiß über rötlich und purpurfarben bis bläulich-violett kommen alle Farben vor; meist sind sie aber rosafarben. Der Mittellappen der Unterlippe ist meist etwas dunkler gemustert mit einem gelblichen Hintergrund.

Wermut
Gemeiner Wermut, Echt-Wermut oder Wermutkraut, auch Bitterer Beifuß oder Alsem, ist eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia aus der Familie der Korbblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: blutbildend, blutreinigend
Anwendungsbereiche: Allgemeine Schwäche, Blähungen, Magenschwäche, Mundgeruch, Würmer, Gallenbeschwerden, Gelbsucht, Nierenschwäche, Kreislauf stärkend, Menstruationsfördernd, Wehen fördernd, Ohrenschmerzen, Offene Wunden, Verstauchungen, Quetschungen
wissenschaftlicher Name: Artemisia absinthium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Vermouth
andere Namen: Absinth, Aetsch, Bermet, Bitterals, Else, Eisenkraut, Gottverges-se, Hilligbitter, Magenkraut, Mottenstock, Ölde, Wärmede, Wermat, Wörmken, Würmut, Wiegenkraut, Wolfszausert
falsche Schreibweisen: Wermuth, Wehrmut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Absinthol, Glykosid Absinthin, Bitterstoffe, Artemi-sin, Absinthiin, Anabsinthiin, Bernsteinsäure
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Wermut wird seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt. Ihm wurden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, darunter die Förderung von Appetit, Verdauung und Menstruation sowie Hilfe bei Kopfschmerzen, Gelbsucht und Entzündungen. Auch als Abtreibungsmittel (Abortivum) ist Wermut bekannt. Im alten Griechen-land war die Pflanze der jungfräulichen Jagdgöttin Artemis geweiht, in Ägypten, wo sie auch als Liebeszauber eingesetzt wurde, der Fruchtbarkeitsgöttin Bastet. Im Mittelalter wurde der Einsatz als Heilpflanze unter anderem von Hildegard von Bingen ausführlich beschrieben, die vor allem die äußerlichen Anwendungen betonte. Daneben wurde Wermut zur Abwehr von Mäusefraß an Büchern in Schreibtinte verwendet und gegen Motten in Kleiderschränke gehängt. Er galt außerdem als wirksames Abwehrmittel gegen Hexerei und dämonische Einflüsse und wurde bei verschiedenen Ritualen sowie in Kräutermützen gegen Schlaflosigkeit eingesetzt.
Auch heute wird eine Wirksamkeit zur Appetitanregung, bei Beschwerden des Verdauungstraktes, wie Gastritis oder Blähung, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei krampfartigen Störungen des Darm- und Gallenwegbereichs vermutet. Die verdauungsfördernde Wirkung wird dabei auf die enthaltenen Bitterstof-fe zurückgeführt. Verwendet werden Bruchstücke der Zweigspitzen blühender Pflanzen. Diese werden in verschiedenen kommerziell erhältlichen Phytopharmaka als wässrige oder wässrig-alkoholische Auszüge verarbeitet oder können als Tee zubereitet werden.
Nebenwirkungen können bei starker Überdosierung oder der Verwendung alko-holischer Extrakte auftreten und gehen auf die toxische Wirkung des Thujons zurück. Sie können Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und in schweren Fällen Nierenschäden und Störungen des Zentralnervensystems um-fassen. Wässrige Auszüge enthalten im Gegensatz zu alkoholischen relativ geringe Mengen an Thujon. Das reine ätherische Öl wird aufgrund des Thujongehalts von bis zu 40 % nicht medizinisch verwendet.
Neben der Verwendung als medizinische Droge kann Wermut auch als verdau-ungsförderndes Gewürz zu fetten Speisen verwendet werden.
Wermut ist Bestandteil des Absinth, eines alkoholischen Getränks mit Auszügen von Wermut, Fenchel, Anis und Melisse, das besonders im 19. Jahrhundert zur Modedroge wurde und aufgrund des Thujongehalts und der vermuteten gesundheitsschädlichen Wirkung zeitweise in verschiedenen europäischen Ländern verboten war. Wermutkrautextrakte werden auch verwendet zur Herstellung des Getränks Wermut, eines mit Gewürzen und Kräutern aromatisierten und aufgespriteten Weins.
In der Homöopathie wird Wermut auch gegen Erregungszustände und Krampf-leiden eingesetzt. Bei dieser Anwendung handelt es sich allerdings um homöo-pathische Potenzierungen, in denen Wermut nur während der Herstellung eine Rolle spielt, im fertigen Präparat aber kaum oder gar nicht mehr vorhanden ist.      
Achtung!   Wermut   sollte nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Auch in der   Schwangerschaft sollte man auf Wermut verzichten.
     
Pflanzenbeschreibung
Der Wermut ist eine ausdauernde, meist krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 40 bis 60, gelegentlich bis 150 Zentimetern. Die Pflanze erscheint oberirdisch gräulich-grün und duftet stark aromatisch.
Aus einem waagerecht wachsenden Rhizom gehen die aufrechten, dicht beblät-terten Sprossen hervor, die am Grund manchmal verholzen und sich im oberen Bereich mehrfach verzweigen.
Die Sprossachsen sind leicht gestreift, weisen sehr kleine punktförmige Öldrüsen auf und sind dicht anliegend behaart oder nahezu unbehaart.
Die tiefer sitzenden Blätter weisen bis zu 10 Zentimeter lange Blattstiele und eine 8 bis 15 Zentimeter lange und 4 bis 8 Zentimeter breite, in 2 bis 3 Lappen je Seite gespaltene Blattspreite auf. Die oberen Blätter sind kürzer gestielt bis fast sitzend und weisen weniger sowie stärker lanzettlich geformte Lappen auf. Die Blätter im Bereich des Blütenstands sind klein, sitzend und dreilappig oder ungeteilt. Die Blattoberseiten sind dicht behaart.
Die Blüten sitzen in kurz gestielten, hängenden Köpfchen, die in bis zu 30 Zen-timeter langen, pyramidenförmigen, rispenartigen Gruppen zusammengefasst sind. Die Hüllblätter sind zwei bis drei mal drei bis fünf Millimeter groß und breit eiförmig. Die Kelchblätter sind außen dicht seidig behaart. Die einzelnen Blüten sind gelb mit ein bis zwei Millimeter langen Kronröhren, die bei den äußeren, 9 bis 20 rein weiblichen Blüten zwei Spitzen und bei den 30 bis 50 zwittrigen Blüten im Inneren des Köpfchens fünf Spitzen aufweisen.
Die Früchte sind eiförmige bis zylindrische, etwa einen halben Millimeter lange Achänen.
Wermut kommt natürlich im gemäßigten Eurasien, in Indien, Marokko und Algerien vor. Er wächst bevorzugt auf trockenen oder auf sandigtonigen Böden in der Nähe von Wasserläufen in Höhen bis zu 3500 Meter. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Onopordetalia, kommt aber auch in Gesellschaften der Klasse Agropyretea vor. In Nordamerika wurde der Wermut eingeführt und kommt in sich selbst erhaltenden Populationen vor.
Die alteingebürgerten Vorkommen in allen Bundesländern Österreichs werden als häufig bis selten angegeben.

Bachblüte
Man hat eine wichtige Lebensentscheidung gefällt, es ist nur noch der letzte Schritt zur Verwirklichung zu machen (33 Walnut)
-        Diesen Menschen haben eine wichtige Lebensentscheidungen gefällt, nur der letzte Schritt zur Verwirklichung fehlt     
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie den letzen Schritt zur Verwirklichung gehen, wofür sie sich entschieden haben      
Bachblüte
Hält sich für etwas Besseres (34 Water Violet)
-        Diese Menschen halten sich für etwas Besseres          
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte verhalten sie sich wie ihre Mitmenschen          
Küchenkräuter nach Hildegard
Gewürznelken (bei Hildegard als Heilmittel für Ohrensausen und Kopfschmerzen, was heute mit Bluthochdruck gleichgesetzt wird)
Galgant (Hildegard empfahl bei Herzschwäche, aus heitiger Sicht auch bei Verdauungsstörungen und Blähungen angesagt).
 Fenchel (Hildegard zitiert: wie immer er gegessen wird macht er Menschen fröhlicher, er mittelt ihm angenehme Wärme, guten Schweiß und gute Verdauung).
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