Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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20.06.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 19.03.17-25.06.17


ACKER-RINGELBLUME

Die Acker-Ringelblume ist die wilde und kleine Schwester der sehr bekannen  Ringelblume. Ab Juni taucht sie einige warme Ecken (z.B. Weinberge) in leuchtendes Gelb-Orange. Ihre kleinen Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel. Man kann die Acker-Ringelblume auch innerlich anwenden, um Verdauungsbeschwerden zu lindern und gegen Frauenprobleme zu helfen. Die Acker-Ringelblume ist sehr selten und geschützt, sie darf nicht in der Natur gesammelt werden.
Die Acker-Ringelblume ist eine  Pflanzenart aus der Gattung Ringelblumen und innerhalb der Familie der Korbblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Hautentzündungen,  Kopfschmerzen
Heilwirkung:
abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
 Afterjucken, Angstzustände, Offene Beine, Blutergüsse, Brandwunden (leichte), Brechreiz, Ekzeme, Erysipel, Furunkel, Gallenbeschwerden, Geschwüre, Gesichtsrose, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Entzündungen und Vereiterungen der Haut, Unreine Haut, Hautkrebs, Hautleiden, Krampfadern,  Kopfschmerzen, Leberschwäche, Gesprungene Lippen, Lymphknotenschwellung, Magen- und Darmstörungen, Magengeschwür, Menstruationsförderung, Menstruationsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Narbenwucherungen, Pickel, Quetschungen, Schlaflosigkeit, Schnittwunden, Schwindel, Schmerzen in Amputationsstümpfen, Sonnenbrand, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung,  Warzen, Wechseljahresbeschwerden, Windeldermatitis, Wunde Babypopos, Wunde Brustwarzen, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Wundliegen, Zerrungen
wissenschaftlicher Name:
Calendula arvensis L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Field marigold
volkstümlicher Name:
Acker-Ringelblume
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Flavonoide, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Salizylsäure, Taraxasterol, Violaxanthin
Sammelzeit:
Juni-Oktober
Sammelhinweis:
Geschützt! darf in der Natur nicht gesammelt werden.

Anwendung
Wichtig: Die Acker-Ringelblume ist geschützt!

Man kann die Acker-Ringelblume innerlich und äußerlich einsetzen. Die äußerliche Anwendung ist zwar bekannter, aber auch innerlich hat die Acker-Ringelblume einiges zu bieten. Innerlich kann man die Acker-Ringelblume als Tee, in Mischtees oder als Tinktur einnehmen.
Für einen Acker-Ringelblumen-Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Acker-Ringelblumenblüten mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man bei stärkeren Beschwerden drei Tassen täglich.
Verdauungsorgane
Acker-Ringelblumentee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre abzuheilen. Auch eine leichte Abführwirkung hat die Acker-Ringelblume. Außerdem werden Leber und Galle gestärkt.
Nervensystem
Acker-Ringelblumentee oder -tinktur kann bei Kopfschmerzen und Einschlaf-störungen helfen. Schwindelanfälle werden gemildert. Man kann die Acker-Ringelblume auch gegen Panikattacken verwenden.
Frauenbeschwerden
Die Acker-Ringelblume hat einige Wirkungen in der Frauenheilkunde. Durch ihre krampflösenden Eigenschaften kann die Acker-Ringelblume Periodenkrämpfe lindern. Außerdem ist in der Acker-Ringelblume Beta-Sitosterol enthalten, ein östrogenartiger Wirkstoff, der unregelmäßige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert. Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus. Auch Unfruchtbarkeit kann behoben werden, wenn sie aufgrund von fehlendem Eisprung besteht.
Äußerlich
Das Haupteinsatzgebiet der Acker-Ringelblume ist die äußerliche Anwendung.
Die zerquetschten Blätter helfen als Breiumschlag gegen Kopfschmerzen. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut. Außerdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend, antibakteriell und pilzhemmend. Häufig wird auf die Wirkungsverwandtschaft von Ringelblume und Arnika hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch milder, was sie im Endeffekt stärker macht, weil man sie auch in Fällen einsetzen kann, wo Arnika zu scharf wäre. Man kann Acker-Ringelblumen-Tee als Umschlag, für Waschungen und als Bad anwenden. Auch mit verdünnter Acker-Ringelblumen-Tinktur kann man Einreibungen vornehmen und Umschläge machen.
Außerdem wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt. Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen einsetzen. Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand und Ekzeme kann man mit Ringelblumen-Salbe behandeln. Nach Verletzungen hilft Ringelblumensalbe bei Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken. Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre können mit Ringelblumensalbe behandelt werden, ebenso wie Wunden durch Wundliegen (Dekubitus) und offene Beine. Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Acker-Ringelblumen-Blättern bekämpfen.
Hautkrebs
Traditionell wird die Ringelblume auch bei Hautkrebs eingesetzt. Hierbei geht es eher um den verbreiteten hellen Hautkrebs und weniger um Melanome. Ob die Acker-Ringelblume tatsächlich gegen Hautkrebs hilft ist fraglich und bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Die Ringelblume soll bei chronischen Geschwüren helfen, die Entwicklung zu einem Hautkrebs zu verhindern. Solange ein Geschwür noch kein Krebs ist, kann man das durchaus versuchen (unter ärztlicher Aufsicht). Sobald sich aber ein Krebs entwickelt hat, sollte man unbedingt dem ärztlichen Rat folgen, der in den meisten Fällen auf eine operative Entfernung hinausläuft. Zur Nachbehandlung kann man dann aber wieder die Ringelblume einsetzen.
Salben und Cremes mit Acker-Ringelblume
Außer all diesen Cremes ist traditionell auch noch Ringelblumen-Butter beliebt, die aus zerquetschten Ringelblumen-Blättern zu gleichen Teilen vermischt mit Ziegenbutter besteht. Sie wird genauso eingesetzt wie Ringelblumen-Salben.

Geschichtliches
Acker-Ringelblumen wurden schon seit der Steinzeit in den wärmeren Regio-nen genutzt. Die Acker-Ringelblume ist vermutlich Vorfahr der großen Garten-Ringelblume. Nachdem die Ringelblume aus Südeuropa nach Mitteleuropa ein-geführt wurde, fand sie ab dem 12. Jahrhundert ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Ringelblume und nannte sie "Ringula" oder "Ringella". Traditionell schmückt die Ringelblume auf Friedhöfen die Gräber und setzt mit ihrer lebendigen Wuchskraft einen Kontrapunkt zum Tod. Durch diesen Gebrauch hat die Ringelblume auch den Namen "Totenblume" bekommen. Der Name "Calendula" leitet sich von den "Calendae" ab, den römischen Bezeichnungen für den Monatsanfang. Die Ringelblume erhielt diesen Namen, weil sie an so vielen Monatsanfängen blüht, bis hinein in den Herbst. Gerne wurde die Ringelblume auch als Liebesorakel verwendet und zwar einerseits zum Zupfen mit der Frage "er liebt mich - er liebt mich nicht", andererseits als Salbe mit Essig und Honig, die vor dem Schlafen aufgetragen Träume vom zukünftigen Liebsten bringen sollte, sofern man außerdem den Heiligen Lukas anrief. Heute ist die Acker-Ringelblume sehr selten geworden und ist geschützt, eingesetzt wird nur noch die normale Ringelblume. In den Zier- und Kräutergärten findet man immer öfter die Acker-Ringelblume, da im Internet Saatgut angeboten wird.

Pflanzenbeschreibung
Die Acker-Ringelblume wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern. Die niederliegenden oder bogig aufsteigenden, verzweigten Stängel sind bis zu den Blütenkörben beblättert. Die unteren Laubblätter sind spatelförmig, kurz gestielt, ganzrandig oder entfernt stumpf gezähnt, die oberen sind lanzettlich mit seicht herzförmigem, stängel-umfassendem Grund. Die  Körbchen weisen einen Durchmesser von meist 1 bis 2 (selten bis zu 3,5) Zentimetern auf. Die weit glockig Hülle besteht aus grünen  Hüllblättern, die an der Spitze oft rötlich überlaufen und weißhäutig berandet sind. Die  Blüten sind meist zitronengelb, seltener goldgelb. Die Zungenblüten sind 7 bis 12 mm lang und meist weniger als doppelt so lang wie die Hüllblätter. Die stark gekrümmten, am Rücken dornigen  Achänen sind innerhalb eines Korbes meist von dreierlei Gestalt. Die äußeren, Hakenfrüchte genannten, enden in einem zweischneidigen Schnabel und sind ungeflügelt und doppelt so lang wie die Hülle, die mittleren, Kahnfrüchte genannten, sind schwach kahnförmig, die inneren, Larvenfrüchte genannten, sind ringförmig eingerollt und am Rücken quer gerieft. Die Acker-Ringelblume blüht in Mitteleuropa zwischen April und Oktober, im  Mittelmeerraum meist von November bis Mai, selten auch ganzjährig.
Die Acker-Ringelblume ist in Südeuropa heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen Standorten (Weinberge). Die einjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Die Blätter sind länglich. Die gelben bis gelborangen Blüten er-scheinen zwischen Juni und November. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 1 cm. Aus den Blüten entwickeln sich von Spätsommer bis Spätherbst die Samen.

Anbautipps
Die Acker-Ringelblume braucht einen warmen und sonnigen Standort. Der Boden sollte nicht zu mager und nicht zu nährstoffreich sein. Im Frühling direkt ins Freiland säen. Da die Ringelblume einjährig ist, muss sie jedes Jahr neu angesät werden. Im Spätsommer kann man dann einige der verblühten Blütenstände stehen lassen, damit sich Samen bilden können. Sobald die Samen braun sind, kann man sie ernten und für das nächste Jahr aufheben.

Sammeltipps
Geschützt, darf nicht in der Natur gesammelt werden.

Von der Acker-Ringelblume werden in erster Linie die Blüten gesammelt. Dazu erntet man die ganzen, frisch aufgeblühten Blütenköpfe bei trockenem, sonnigen Wetter und trocknet sie ein paar Tage vor. Dann erst werden die Zungenblüten abgezupft und anschließend fertig getrocknet. Man kann aber auch die gesamten Blütenköpfe fertig trocknen und verwenden. In der Volksheilkunde werden auch die Blätter der Acker-Ringelblume verwendet. Man kann sie frisch auspressen und ihren Saft verwenden oder man zerquetscht die Blätter um einen Breiumschlag herzustellen.




FIEBERKLEE


Der Fieberklee ist eine Sumpfpflanze und wächst in Sümpfen, Mooren und an Ufern. Den Namen hat der Fieberklee, wegen der 3 kleeähnlichen Blätter und seiner Nutzung gegen Fieber. Mit dem Klee hat er außer den ähnlich aussehenden Blättern nichts zu schaffen, er ist mit dem Enzian verwandt. Die Pflanze ist daher sehr bitter, mit einem stark schwankenden Bitterwert von etwa 1:1000 bis 1:10.000 und ist leicht giftig. Die Inhaltsstoffe fördern die Magensaft- und Speichelsekretion. Da viele Sümpfe trocken gelegt wurden, in Mooren Torf gewonnen wurde, ist die ehemals verbreitete Pflanze sehr selten geworden. Daher steht der Fieberklee in vielen Ländern unter Naturschutz und auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzen. Mittlerweile gibt es diese Pflanze im Gartencenter für den heimischen Teich.
Der Fieberklee oder Bitterklee ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Menyanthes in der  Familie der  Fieberkleegewächse . Diese Sumpf- oder Wasserpflanze ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Appetitlosigkeit, Fieber, Verdauungsstärkung
Heilwirkung:
appetitanregend, blutreinigend, blutverbessernd, blutvermehrend, entzündungshemmend, fiebersenkend, harntreibend, krampflösend, reinigend, schweißtreibend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Altersschwäche, Blähungen, Bleichsucht, Blutarmut, Blutreinigung, Ekzem, Galle,  Gallensteine, Gastritis, Gelbsucht, Gicht, Hautauschläge, Husten, Hypochondrie, Infektionen, Leber, Magen, Migräne, Muskelschwäche, Nervosität, Oberbauchbeschwerden, Ohrenschmerzen, Rheuma, Sodbrennen, Trigeminus-Neuralgie, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wassersucht, Wechselfieber, Homöopathie: Kopfschmerzen, Magen-Darm Beschwerden, Muskelschmerzen, Ohrensausen, Zahnschmerzen (heiße Backe)
wissenschaftlicher Name:
Menyanthes palustris, Menyanthes trifoliata L., Trifolium castoris
Pflanzenfamilie:
Fieberkleegewächse = Menyanthaceae, Enziangewächse = Gentianaceae
englischer Name:
Common bog bean
volkstümlicher Name:
Bachgräslein, Bachgräsli, Biberklee, Bitterblad, Bitterblatt, Bitterklee, Bocksbohnenblätter, Bohnenblad, Butterklee, Dreeblatt, Dreiblatt, Dreiblättriger Fieberklee, Feverkrut, Fieberklee, Fröschekohl, Gallkraut, Gottvergessentee, Hasenohr, Kreuzklee, Magenklee, Monatsblume, Moosklee, Scharbocksklee, Sumpf-Bitterklee, Sumpfklee, Wasserfieberklee, Wasserfieberkraut, Wasserklee, Ziegenlappen, Zottelblume, Zottenblume
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Bitterstoffe, Cumarine, Dihydrofoliamenthin, Emulsin, fettes Öl, Flavanoide, Gerbstoffe, Gentianin, Loganin, Menyanthin, Mineralien, Palmitin, Saponine, Tannine
Sammelzeit:
Mai bis Juni
Nebenwirkungen:
Bei starker Überdosierung: Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen
Kontraindikation:
Darmentzündungen, Durchfall, Magengeschwüre

Anwendung
Den getrockneten Blättern der blühenden Pflanze wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Wirkstoffe sind: Bitter schmeckende Secoiridoidglykoside wie Dihydrofoliamenthin und Iridoidglykoside wie Loganin;  Monoterpenalkaloide wie Gentianin entstehen wohl erst bei der Aufarbeitung der Pflanze, Flavonoide,  Cumarine, Phenolcarbonsäuren und Gerbstoffe. Als Bittermittel fördert die Droge die Speichel- und Magensaftsekretion und wird dementsprechend bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen sowie bei Völlegefühl oder Blähungen eingesetzt. Auch in bitteren Kräuterlikören und -schnäpsen sind gelegentlich Auszüge enthalten. Fieberkleeblätter werden überwiegend in Teemischungen verwendet. Die früher übliche Einnahme gegen Fieber kann auf Grund der Inhaltsstoffe nicht nachvollzogen werden. Heutige Zubereitungsvorschriften sind im  Homöopathischen Arzneibuch (HAB) aufgeführt. Im 19. Jahrhundert wurde der frisch ausgepresste Saft der „eben zur Blüte aufbrechenden ganzen Pflanze" mit der gleichen Menge  Weingeist gemischt.
Kaltauszug oder  Aufguss
Der bittere Tee wird nicht gesüßt!
Bei Fieber schluckweise trinken. Zur Appetitanregung 30 Minuten vor der Mahlzeit schluckweise trinken. Nicht mehr als 2 Tassen pro Tag trinken. Eine Mischung aus gleichen Teilen Fieberklee, Salbei, Tausendgüldenkraut und Wermut. 1 Teelöffel auf 250ml Wasser. Als  Aufguss zubereiten. Nur ungesüßt trinken. Hilft bei Darm-, Gallen-, Magen-, Leber-Problemen. Nicht mehr als 2-3 Tassen trinken.
Gurgeln
Mit dem Tee gurgeln, hilft gegen fiebrige Halsleiden.
Umschläge
Umschläge mit Tee, frisch gepresstem Saft, frischem zerkleinertem Kraut oder Wurzel helfen bei Hautkrankheiten.
Tinktur
Aus dem Fieberklee kann eine  Tinktur gegen Appetitlosigkeit und zur Verbesserung der Verdauung hergestellt werden.
Homöopathie
Trifolii fibrii (ab D1) gegen Magen-Darm-Beschwerden, insbesondere bei verdorbenen Speisen und bei Kopfschmerzen, die sich durch den Druck mit der Hand lindern lassen.

Geschichtliches
Über eine medizinische Nutzung in der Antike gibt es keine Dokumente. Das erste mal wurde der Fieberklee im 16. Jahrhundert beschrieben und im 17. Jahrhundert zu heilenden Zwecken eingesetzt. In Lappland wurde das Wurzelpulver zum Brotbacken und in England als Hopfenersatz beim Bierbrauen genutzt. Die Bauern haben Magen-Darmkranken Tieren frische Pflanzen oder den Fieberklee-Tee gegeben. Beides wird von kranken Weidetieren gerne angenommen. Der Fieberklee war und ist ein Bestandteil von Bitterschnäpsen zur Verdauung. Heute wird der Fieberklee vor allem zur Verdauung und Appetitanregung genutzt, der Einsatz zur Fiebersenkung hat keine Bedeutung mehr.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Der Fieberklee wächst als  ausdauernde,  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 30cm erreicht. An den  Knoten der kriechenden, etwa fingerdicken  Rhizome stehen die  Laubblätter. Die Laubblätter sind in einen 12 bis 20 (selten bis 30) cm langen, basisnah verbreiterten Blattstiel und eine dreizählig gefiederte  Blattspreite gegliedert. Die drei fast sitzenden  Blättchen sind elliptisch und ganzrandig.
Generative Merkmale
In den Blattachseln stehen auf einem 20 bis 30 cm langen, blattlosen Schaft die aufrechten, traubigen  Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf kleinen, grünen Kelchblätter sind am Grunde verwachsen. Die fünf schmalen Kronblätter sind bis etwa 1,5 cm lang und außen anfangs häufig lebhaft rosa, so dass die knospigen Blütenstände insgesamt rosa erscheinen. Innen sind die Kronblätter von vielen kräftigen, langen  Fransenhaaren bedeckt und von sehr hell rosa bis fast rein weißer Farbe. In voller Blüte sind sie leicht nach hinten zurückgerollt. Die fünf violetten, abwechselnd zu den Kronblättern stehenden Staubblätter öffnen sich längs, spreizen die Pollensäcke pfeilförmig ab und entlassen orangefarbenen Pollen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, der einen fadenförmigen Griffel mit zwei Narbenästen trägt. Diese Art ist  heterostyl (verschiedengrifflig). Es wird eine zweiklappige Kapselfrucht gebildet, die einen Durchmesser von 6 bis 7 mm aufweist. Sie enthält mehrere glatte, braune, eiförmige  Samen, die einen Durchmesser von 2 bis 2,5 mm aufweisen.
Der Fieberklee ist auf der nördlichen Erdhälfte heimisch. Er wächst bevorzugt in Sümpfen, an Mooren und Ufern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 35 Zentimeter hoch. Die Blätter sind 3 zählig, der Stängel ist hohl. Der Fieberklee hat einen kriechenden Wurzelstock, der bis zu einem Meter lang wird. Die weiß-rötlichen Blüten erscheinen in Trauben an einem Stiel zwischen Mai und Juni. Die Blüten haben einen Durchmesser von ca. 1,5 cm. Der Fieberklee kann im Herbst ein zweites mal blühen. Aus den Fieberklee-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die eiförmigen Kapseln.

Anbautipps
Keine Pflege nötig, am Teichrand wächst die Pflanze wie Unkraut. Vermeh-rung durch Stecklinge oder Rhizomteilung im Frühling.

Sammeltipps
Der Fieberklee ist geschützt und selten, darf daher nicht in der Natur gesammelt werden. Die voll entwickelten Blätter während der Blute im Mai und Juni ernten, dabei die Blätter mit einem Stückchen Blattstiel abschneiden. Zügig am schattigen, luftigen Ort trocknen. Nach dem Trocknen die von der Farbe her auffallenden Blätter wegwerfen. Zerkleinerten Blätter in einem Glas oder einer Dose aufbewahren. Bei guter trockener und lichtfreier Lagerung durchaus 3 Jahre haltbar.



BACHBLÜTEN
Ich bin ein übersensibler Mensch (1 Agrimony)
-
Diese Menschen sind sehr übersensibel und nehmen alles viel zu ernst
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen diese Übersensible allmählich ablegen


BACHBLÜTEN
Unkonzentriert, man springt im Gespräch von Thema zu Thema (28 Scleranthus)
- Diese Menschen sind so unkonzentriert, dass sie im Gespräch mit anderen immer wieder das Thema
 wechseln
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen besser konzentrieren und springen im
 Gespräch nicht von Thema zu Thema


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