Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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20.04.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > April > 17.04.17-23.04.17


hohes Fingerkraut
     
Das Hohe Fingerkraut, auch Aufrechtes Fingerkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fingerkräuter innerhalb der Familie der Rosengewächse. Sie ist in Eurasien und im nordwestlichen Afrika weitverbreitet.
Das Hohe Fingerkraut ist ein schwefelgelb blühendes Fingerkraut, das gerne an Straßenböschungen und Magerwiesen wächst. Es ist in ganz Europa, großen Teilen von Asien und Nordamerika verbreitet, aber im Vergleich zu den anderen Fingerkräutern seltener zu finden. Von dem Hohen Fingerkraut gibt es mehrere Unterarten, sodass die Pflanze je nach Standort schon sehr unterschiedlich aussehen kann. Als Heilpflanze spielt das Hohe Fingerkraut nur eine kleine Rolle, es wurde zur Wundbehandlung und gegen Durchfall einge-setzt.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Durchfall, Wunden
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, antidiarrhoisch, antiinflammatorische, antioxidativ, antiviral, entzündungshemmend, immunstimmulierend, stopfend
Anwendungsbereiche:
Durchfall, Hautkrankheiten, Wunden, Zahnfleischentzündungen
wissenschaftlicher Name:
Potentilla recta L.
Pflanzenfamilie
: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Rough-Fruited Cinquefoil, Sulphur Cinquefoil
volkstümlicher Name:
Aufrechtes Fingerkraut, Hohes Fingerkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Fettsäuren, Flavonoide, Gerbstoffe, Triterpene
Sammelzeit:
Blätter: Frühling, Sommer, Wurzel: Herbst
Nebenwirkungen:
Narbenbildung

Anwendung

Tee

1TL Wurzeln mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Sobald der Tee lauwarm ist, ungesüßt trinken. Hilft bei Durchfall.
Mundspülung

Das Gurgeln mit dem Tee hilft bei Entzündungen im Mundraum.
Umschlag

Ein Breiumschlag aus frischen zerquetschten Blättern hilf bei kleineren oder schwer heilenden Wunden und einigen Hautkrankheiten. Allerdings begünsti-gen die Inhaltsstoffe eine Narbenbildung.

Geschichtliches

Die verschiedenen Fingerkräuter wurden schon in der Antike und im Mittel-alter als Heilpflanzen genutzt. Das Hohe Fingerkraut wurde seltener genutzt, da es in der Heilwirkung nicht so stark ist und viel seltener als ihre Schwestern ist. Der Samen diente in Notzeiten als Nahrungsmittel. Heute wird das Hohe Fingerkraut als Zierpflanze in Gärten kultiviert.

Pflanzenbeschreibung

Erscheinungsbild und Blatt

Das Hohe Fingerkraut wächst als ausdauernden krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimetern. Der meist steif aufrechte Stängel ist beblättert und verzweigt sich im oberen Bereich. Der Stängel ist locker bis dicht abstehend langhaarig, dazwischen mit sehr kurzen Borstenhaaren sowie im oberen Teil drüsig behaart. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die gefingerte Blattspreite besitzt fünf bis sieben Blättchen. Die Blättchen sind bei einer Länge von 3 bis 8 Zentimetern verkehrt-lanzettlich bis eiförmig und kräftig gesägte bis fast fiederspaltig. Die Blättchen sind mehr oder weniger dicht und lang behaart, aber nie filzig. Es sind Nebenblätter vorhanden.
Generative Merkmal

Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Es wird ein endständiger, reich- und lockerblütiger, rispiger Blütenstand gebildet. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 20 bis 25 Millimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Außenkelchblätter sind lanzettlich und 7 bis 8 Millimeter lang; sie vergrößern sich später auf 10 bis 12 Millimeter und sind etwas länger als die Kelchblätter. Die fünf Kelchblätter sind dreieckig-eiförmig und spitz. Die fünf blassgelben bis goldgelben Kronblätter sind herzförmig. Meist werden mehr als 100 runzelige Früchtchen gebildet. Das Hohe Fingerkraut ist im mittleren und südöstlichen Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt an Wegen und auf Magerrasen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 und 70 Zentimeter hoch. Stängel und Blätter sind behaart. Die handförmigen Blätter sind 5 bis 7 zählig und die Blättchen 2 bis 9 cm lang. Die schwefelgelben Blüten erscheinen zwischen Mai und August an oben verzweigten Stielen. Die Blüten haben einen Durchmesser von 20-25 mm. Aus den Blüten entwickeln sich vom Spät-sommer bis in den Spätherbst die Samen.

Anbautipps

Am besten im frühen Frühling (Kaltkeimer) in Töpfen aussäen und im nächsten Jahr in der frostfreien Zeit auspflanzen. Der Standort sollte halbschattig, besser sonnig sein. Die Pflanze mag einen trockenen Boden.

Sammeltipps

Die Wurzel im Herbst ausgraben, reinigen, zerkleinern und luftigem Ort trocknen.  



Myrrhe  

Myrrhe  ist das Gummiharz von mehreren Arten der Gattung Commiphora aus der Familie der Balsambaumgewächse, in erster Linie Commiphora myrrha. Dieser bis zu drei Meter hohe, dornige Strauch wächst in Somalia. Andere Myrrhe produzierende Arten gedeihen in Südarabien und Äthiopien.

Steckbrief

Heilwirkung:
Husten, Bronchitis, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name:
Commiphora molmol
Pflanzenfamilie:
Balsambaumgewächse = Burseraceae
Verwendete Pflanzenteile:
Gummiharz

Geschichte

Im alten Ägypten nutzte man bereits vor 3000 Jahren Myrrhe zur Einbalsamierung. Das getrocknete, gelb-braune Harzgranulat wird seit Jahrtausenden vor allem in Jemen, Äthiopien, Sudan und Somalia verwendet. Im Judentum gehörten Myrrhe und Aloe zur ordnungsgemäßen Bestattung des Leichnams; sie waren aber auch Bestandteil von kultischen Salbungen. Vor Christi Geburt wurde Myrrhe unter anderem als Aphrodisiakum verwendet. Frauen und Männer trugen es als Parfüm, Betten wurden vor dem Geschlechtsverkehr damit beträufelt. Aus dem Myrrhenharz (gemäß Avicenna mit Aloe und Safran) wurden im Mittelalter in Europa Pestpillen hergestellt und diesem auch eine fiebersenkende Wirkung zugesprochen. Als erster europäischer Wissenschaftler beschrieb Christian Gottfried Ehrenberg 1829 den Myrrhestrauch, auf den er bei seiner Reise durch Südarabien 1826 gestoßen war.
Mythologie

In der griechischen Mythologie wurde Smyrna, die Tochter des Priesters und Königs Kinyras von Zypern, von ihrem Vater geschwängert. Bei der Geburt ihres Kindes, des Adonis, verwandelte sie sich in einen Myrrhe-Baum.
Bibel

Im Alten Testament findet sich eine Beschreibung für die Herstellung von Salböl: „Nimm dir Balsam von bester Sorte: fünfhundert Schekel erstarrte Tropfenmyrrhe, halb so viel, also zweihundertfünfzig Schekel, wohlriechenden Zimt, zweihundertfünfzig Schekel Gewürzrohr und fünfhundert Schekel Zimtnelken, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl, und mach daraus ein heiliges Salböl...“ (Ex 30,23-25 EU). Myrrhe war Bestandteil des Salböls, mit dem die Stiftshütte und die Priester im Tempel gesalbt wurden.
Das Neue Testament berichtet, dass die Weisen aus dem Orient (sogenannte Heilige Drei Könige) als Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe mitführten (Mt 2,11 EU). Diese achtungsbezeugenden Gaben waren seinerzeit sehr wertvoll. Bei der Grablegung Jesu spendete der Pharisäer Nikodemus  hundert Pfund Aloe und Myrrhe (Joh 19,39 EU). Auch beim Tod Jesu spielt Myrrhe eine Rolle. Von den Evangelienschreibern erzählt nur Markus, dass Jesus am Kreuz mit Myrrhe gemischter Wein angeboten wurde (Markus 15:23), den er aber ablehnte.

Verwendung

Räucherwerk

Myrrhe wird ähnlich wie Weihrauch als Räucherwerk verbrannt.
Medizin

Als Myrrhentinktur hat Myrrhe heute pharmazeutische Bedeutung bei Entzündungen der Mundschleimhaut: Sie ist desinfizierend, zusammenziehend und fördert die Narbenbildung, darüber hinaus besitzt sie blutstillende Wirkung. Sie wirkt auch Krampflösend, wird also auch bei Darmerkrankungen eingesetzt: Die alte Heilpflanze setzt den Spannungszustand der „glatten“ Darmmuskulatur herab; dadurch verringert sich die Zahl der Darmkontraktionen, Darmkrämpfe werden gelindert. Außerdem reduziert Myrrhe im Darm entzündungsfördernde Prozesse und besitzt die Fähigkeit, dort die Bildung freier Radikale zu vermindern und somit das antioxidative Schutzsystem zu verstärken. Kombiniert mit anderen Heilpflanzen wie Kaffeekohle und Kamille ist eine noch größere antientzündliche Wirkung zu beobachten. Innerlich angewendet wirkt sie ebenso bei Bronchitis wie bei Darmentzündungen. Die Anwendung erfolgt durch Zerkauen (bitter) oder Einnahme von Myrrhepräparaten in Tablettenform. In Kombination mit Kaffeekohle und Kamille wird Myrrhe sowohl bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerose oder Morbus Crohn als auch beim Reizdarmsyndrom angewendet und wissenschaftlich erforscht: Eine klinische Studie hat gezeigt, dass diese pflanzliche Therapie zur Erhaltung der schubfreien Phase bei Colitis ulcerosa vergleichbar wirksam ist wie die Standardtherapie mit Mesalazin. Weiter dokumentierte eine Multi-Center-Studie die Wirksamkeit bei Darmerkrankungen mit akutem bzw. chronischem Durchfall. Besonders wirksam war die pflanzliche Dreierkombination bei Reizdarmpatienten mit Blähungen und Durchfall.
Parfümerie

Myrrhe und Opoponax (Harz) zeichnen sich durch einen sehr schönen, naturhaften, warmen, leicht würzig-süßen Duft von balsamischer Feinheit aus und werden gerne in der Parfümerie eingesetzt. Während das Harz eher als fixierende Komponente verwendet wird, wirkt das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Öl bereits in der Kopfnote.



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