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20.03.2020

tägliche News > 16.03.20 - 22.03.20
Braunwurz t
 
Die knotige Braunwurz sieht selbst in der Blütezeit so unspektakulär aus, dass man sie leicht übersieht. Dabei ist sie gar nicht so klein, sondern wird bis zu einen Meter hoch. Ihre Blüten sind jedoch bräunlich und klein und ihre Blätter eiförmig spitz, sodass kaum jemand zweimal hinschaut, wenn er ihr begegnet. Auch in der Kräuterheilkunde führt sie ein Schattendasein, denn in der offiziellen Phytotherapie wird sie nicht verwendet. Nur die Volksmedizin benutzt sie bei Ekzeme im Gesicht und zum Abschwellen von Lymphknoten, häufig als "Drüsen" bezeichnet.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Skorfulose
 
Heilwirkung: abschwellend, anregend, entzündungshemmend, harntreibend,
schmerzlindernd
 
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Allergieneigung, chronische Gesichtsekzeme, chronische Mandelentzündung, Ekzeme, Halsgeschwüre, Hautflechten, Hautleiden, Lymphknotenschwellungen, Ohrenekzem, Verstopfung
 
wissenschaftlicher Name: Scrophularia nodosa
 
Pflanzenfamilie: Braunwurzgewächse = Scropholariaceae
 
englischer Name: Knotted Figwort
 
volkstümliche Namen: Feigwurzel, Hexenkraut, Knotenbraunwurz, Knotige Braunwurz, Nachtgewächs, Rauchwurzel, Skrofel
 
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
 
Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonglycoside, Flavone, Alkaloid, Digitalis-Glykoside, Harpagoid
 
Sammelzeit: Zeitiges Frühjahr und Spätherbst

 
 
Anwendung
 
Die Braunwurz wird heutzutage kaum noch angewendet. Sie ist weitgehend in Vergessenheit geraten.
 
Skrofulose als Haupt-Einsatzzweck
 
Möglicherweise liegt das nicht nur an dem eher unangenehmen Geruch der Pflanze, sondern auch daran, dass die Skrofulose, die Krankheit wogegen die Braunwurz früher vorwiegend verwendet wurde, praktisch abgeschafft wurde. Kein Arzt würde eine Krankheit heutzutage noch als Skrofulose bezeichnen. Stattdessen spricht man von Infektneigung, Allergien, Lymphknotenschwellungen, Mandelentzündung und allerlei anderen Krankheiten. Früher wurden all diese Gesundheitsbeschwerden und Krankheiten unter dem Begriff Skrofulose zusammengefasst. Skrofulose war die Krankheit, wenn ein Mensch nicht recht gedieh, ständig krank wurde und unter verschiedenen Schwellungen litt. Ein aufgequollenes Gesicht mit Laufnase war eine typische Erscheinung für die Skrofulose. Vor allem Kinder waren von der Skrofulose betroffen, darunter besonders viele blonde Kinder. Heutzutage gibt es diese infektanfälligen Kinder immer noch, aber man spricht nicht mehr von Skrofulose. Gegen all die Krankheiten, die früher als Skrofulose bezeichnet wurden, kann die Braunwurz helfen. Doch tut sie das nur im Rahmen der Volksheilkunde. Die wissenschaftlich orientierte Phytotherapie hat der Braunwurz noch nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet.
 
Braunwurztee
 
Traditionell kann man einen Braunwurztee zubereiten und gegen entzündliche Krankheiten trinken, beispielsweise bei Lymphknotenschwellungen oder Hautentzündungen. Dazu kann man eine dreiwöchige Kur mit Braunwurztee durchführen. Der Braunwurztee wird als Kaltauszug zubereitet. Dazu nimmt man einen Teelöffel der getrockneten Braunwurz und setzt ihn mit einer Tasse kalten Wasser an. Diesen Kaltauszug lässt man mindestens 8 Stunden ziehen, beispielsweise über Nacht. Dann seiht man den Tee ab. Man wärmt den Tee auf Wunsch leicht an. Dann trinkt man ihn in kleinen Schlucken, am besten über den gesamten Tag verteilt. Solch eine 3 wöchige Kur kann man vier Mal im Jahr durchführen, in jeder Jahreszeit einmal, wenn man zu Infektionen, Entzündungen und Lymphknotenschwellungen neigt.
 
Äußerliche Anwendung als Bad oder Waschung
 
Mit einem Tee (normaler Aufguss) aus den Braunwurzblättern oder einem Kaltauszug aus den Wurzeln kann man Waschungen und Bäder gegen Hauterkrankungen durchführen. Je nachdem, wie groß das Bad sein soll, braucht man zwischen einem Esslöffel und 500g Braunwurzblätter oder Wurzeln für ein Bad. Das Bad lässt man 20-30 Minuten auf die Haut einwirken.
 
Braunwurzsalbe
 
Für die regelmäßige äußerliche Anwendung kann man eine Braunwurzsalbe herstellen. Man kann sie bei Ekzemen und anderen chronischen Hauterkrankungen einsetzen. Eine einfache Braunwurzsalbe kann man beispielsweise nach dem Rezept für die Beinwellsalbe zubereiten. Eine Braunwurzcreme könnte man nach dem Rezept für die Ringelblumencremezubereiten. Anstelle der Beinwellwurzel bzw. der Ringelblumenblüten verwendet man die Braun-wurz-Wurzel. Am besten wäre frische Braunwurzwurzel, falls die nicht verfüg-bar ist, kann man jedoch auch getrocknete Wurzelstücke verwenden.

 
 
Geringe Giftigkeit
 
In sehr großen Mengen wäre die Braunwurz möglicherweise leicht giftig, denn sie enthält in geringen Mengen Herzglykoside, die denen des Fingerhutes ähneln. Diese Herzglykoside bedingen teilweise auch die Wirkung der Braunwurz, denn sie haben eine milde herzstärkende Wirkung. Auch die Saponine in der Braunwurz haben Heil- und Giftwirkung in einem. Saponine fördern die Harnbildung und dessen Ausscheidung. Dadurch werden Wasseransammlungen (Ödeme) ausgeschwemmt. Zu viel Saponine wirken jedoch reizend auf die Nieren und können die Nieren dadurch schädigen. Wenn man die Braunwurz in normalen Mengen als Heilpflanze anwendet, braucht man jedoch keine Giftwirkung zu fürchten, denn sie enthält nur geringe Mengen der potentiell giftigen Wirkstoffe. In diesen geringen Mengen wirken diese Substanzen als Heilstoffe. Doch man sollte sicherheitshalber die Braunwurz innerlich nicht länger als 6 Wochen am Stück anwenden und danach eine mindestens dreiwöchige Pause einlegen. Gefährlich wäre die Braunwurz nur, wenn man sich vorwiegend davon ernähren würde. Freiwillig würde das bestimmt niemand tun, weil die Braunwurz erstens nicht sehr gut schmeckt und außerdem normalweise nicht in solch enormen Mengen anzutreffen ist.

 
 
Geschichte
 
Die Braunwurz wurde schon im Altertum als wichtige Heilpflanze geschätzt. Dioskurides erwähnte sie im 1. Jahrhundert n. Chr. in seinen Schriften. Auch im Mittelalter war die Braunwurz noch sehr beliebt. Im 16. Jahrhundert überlieferte Hieronymus Bock ein Salbenrezept mit der Braunwurz. In dieser Zeit wurde die Braunwurz auch gerne gegen Hexerei verwendet.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 50 und 100 Zentimeter erreicht. Der Name Knotige Braunwurz bezieht sich zum einen auf die an der Oberfläche knotigen Anschwellungen des Rhizoms, zum anderen auf die braunen Blüten der Pflanze. Die Pflanze hat einen aufrechten Stängel, der sich meist erst im Blütenstand verzweigt. Er ist scharf vierkantig, in der Höhe des Blütenstandes auch mit ausgeprägteren Kanten, ist jedoch nicht geflügelt. Die Laubblätter sind ungeteilt oder höchstens am Grund mit ein oder zwei kleinen Seitenlappen. Ihr Rand ist doppelt gesägt. Die Blüten stehen in endständigen rispenähnlichen Thyrsen. Die Krone ist vorne braun-rot, am Grunde eher grünlich. Die Kelchblätter sind vorne abgerundet und oft schmal häutig berandet. Ansonsten entspricht der Blütenaufbau genau dem im Artikel über die Braunwurzen beschriebenen Schema.
 
Die Braunwurz ist in Mittel-Europa relativ verbreitet. Sie gedeiht auch in Süd-europa, Westasien und Russland vor. Man findet die Braunwurz vor allem in Wäldern an eher feuchten Stellen. Auch an Waldrändern, in Gebüschen und in der Nähe von Gewässern trifft man die Braunwurz an. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Der viereckige Stängel wächst unverzweigt nach oben. Die spitz herzförmigen Blätter sitzen an kurzen Stielen gekreuzt gegenständig am Stängel. Die Blätter riechen unangenehm, wenn man sie zerreibt. Der rispenähnliche Blütenstand besteht vorwiegend aus kleinen grünlichen Kugeln, den Knospen. Immer nur weniger Blüten sind gleichzeitig geöffnet. Die winzigen Blüten sind bräunlich bis purpurfarben. Wenn man sie genau anschaut, sind sie eigentlich sehr attraktiv. Doch sie sind so klein, dass sie meistens übersehen werden. Die Form der Blüten ist dazu geeignet, dass sie von Wespen bestäubt werden können. Die Wurzel hat verdickte Knollen, was der Braunwurz den Namen "knotige Braunwurz" eingebracht hat. Diese Knollen erinnern an die Lymphknoten, was ursprünglich entsprechend der Signaturen-Lehre der Anlass dazu war, die Heilwirkung der Braunwurz im Bereich der Lymphknoten und bei Schwellungen zu suchen. Die Wurzel riecht faulig und modrig, was bei der Zubereitung und Anwendung etwas unangenehm sein kann.
 
Andere Braunwurzarten
 
Außer der heilkräftigen knotigen Braunwurz gibt es auch noch andere Braunwurzarten. Diese werden normalweise nicht als Heilpflanze verwendet. In Mitteleuropa findet man an Gewässern beispielweise die geflügelte Braunwurz mit flügeligen Streifen entlang der Stängel. Außerdem kann man die Hunds-Braunwurz antreffen.

 
Gundermann
 
Der Gundermann wächst klein und unauffällig überall in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur. Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist. Außerdem sieht er im Garten sehr schön als Bodendecker aus und ist extrem pflegeleicht. Seine lilanen Blüten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Schlecht heilende Wunden
 
Heilwirkung: entzündungshemmend,  schleimlösend, stoffwechselfördernd
 
Anwendungsbereiche: Blasenschwäche, Chronischer Schnupfen, Chronischer Husten, Nierenschwäche, Rekonvaleszenz
 
wissenschaftlicher Name: Glechoma hederacea
 
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
 
englischer Name: Ground Ivy
 
andere Namen: Gundelrebe, Blauhuder, Buldermann, Donnerrebe, Hederich, Erdefeu, Grundrebli, Gundelrieme, Gunelreif, Silberkraut, Soldatenpetersilie, Huder, Udram, Zickelskräutchen
 
falsche Schreibweisen: Gunderman
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
 
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe
 
Sammelzeit: März bis Juni, aber auch noch später, solange er sprießt

 
 
Anwendung
 
Äußerlich
 
Äußerlich kann der Gundermann für schlecht heilende Wunden, vor allem bei Eiter (Gund) verwendet werden. Dazu kannst du das Pflanzenöl, Kompressen oder Salben verwenden.
 
Innerlich
 
Innerlich dient er der Anregung derStoffwechsels und hilft bei langwierigen Krankheiten. Auch hier besteht der Bezug zum Eiter. So hilft er bei chronischer Bronchitis, chronischem Schnupfen, Blasen- und Nierenkrankheiten. Hierfür eignet sich eine Tinktur.
 
Küchen-Gewürz
 
Da der Gundermann angenehm würzig schmeckt, liebe ich ihn auch als Küchengewürz und gebe ihn zu Kräuterquark, Kräutersuppen, Kräuterbutter und allem anderen, wofür ich Gartenkräuter verwende.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Gundermann (auch Gundelrebe) wächst ähnlich wie Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Die Blätter sind herz- bis nierenförmig mit eingekerbtem Rand. Die violetten Blüten erscheinen schon recht früh im Jahr und stehen innerhalb der Blattachseln in Scheinquirlen. Da er gerne wuchert, bedeckt er innerhalb eines Jahres ziemlich große Bodenflächen und kann daher auch im Garten als gesunder Bodendecker eingesetzt werden. Ich habe ein paar Pflänzchen zwischen meine hochwüchsigen Heilpflanzen gesetzt. Dort kümmert er sich gut um die Bedeckung der Zwischenräume. Wenn man ein Gundermannblatt zwischen den Fingern reibt, riechen diese herb-würzig und fühlen sich leicht schmierig an. Das schmierige Gefühl kommt durch das enthaltene Öl, das der Hauptwirkungsträger für seine hautheilenden Eigenschaften ist.

 
 
Verbreitung des Gundermanns
 
Der Gundermann kommt vor allem in Europa und in Nordasien vor. In Mitteleuropa ist er häufig, in anderen europäischen Ländern kommt er nicht ganz so häufig vor. Auf einigen Mittelmeerinseln kommt der Gundermann nicht vor. Auch ganz oben im Nordeuropa findet man keinen Gundermann. In Asien wächst der Gundermann eher im Norden und zwar von Westasien bis nach Japan. In Nordamerika und Neuseeland wurde der Gundermann eingeschleppt.

 
 
Sammeltipps
 
Die Blätter des Gundermanns kann man fast das ganze Sommerhalbjahr über sammeln. Da der Gundermann sehr verbreitet ist, kann man relativ leicht Stellen finden, wo der Gundermann wächst. Man sollte jedoch darauf achten, dass man ihn nicht an einer Stelle erntet, wo viele Hunde ausgeführt werden oder wo viele Autos fahren. Am besten verwendet man den Gundermann frisch in der Küche. Man kann ihn aber auch an einer schattigen Stelle trocknen, als Tinktur ansetzen oder zu einer Salbe verarbeiten.

 
Bachblüte
 
Ich fühle mich elend (38 Willow)
 
-        Diese Menschen fühlen sich elendig   
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dass elendige allmählich hinter sich lassen   
Bachblüte
 
Ich mag keine Konflikte (1 Agromony)
 
-        Diese Menschen mögen keine Konflikte, egal ob es ihnen betrifft oder wenn zwei anderen einen haben       
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte nehmen sie die Konflikte als normal hin und scheuen diese nicht mehr
Genetische Einflüsse
Da Übergewicht und Adipositas familiär gehäuft auftreten kann, lag schon immer die Vermutung nahe, dass genetische Ursache anderen Entstehung beteiligt sind.
 
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