Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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20.03.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > März > 19.03.18-25.03.18


BLUTAMPFER  
Der Blutampfer hat auffallend rote Adern in den grünen Blättern und wird daher als Zierpflanze kultiviert. Die Blätter sind nicht nur schön anzusehen, sondern werden auch als Salatbeigabe in einer blutreinigenden Frühjahrskur genutzt. Die Blätter des Blutampfers sind spürbar milder als die des  Sauerampfers und werden auch viel besser vertragen.
Der Hain-Ampfer oder Blut-Ampfer ist eine Art aus der Pflanzenfamilie der  Knöterichgewächse. Er ist in Mitteleuropa an feuchten, teils gestörten Waldstandorten anzutreffen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Blutreinigung
Heilwirkung:
adstringierend, appetitfördernd, blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche:
Blutreinigung, Mundschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name:
Rumex sanguineus, Rumex sanguineus var. sang-uineus
Pflanzenfamilie:
Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name:
Bloody Wood Dock
volkstümlicher Name:
Blutampfer, Hain-Ampfer
Verwendete Pflanzenteile:
junge Blätter und Triebe, Saft
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Hyperosid, Kaliumoxalat, Oxalsäure, Vitamin C
Sammelzeit: Frühling
Kontraindikation: Nierenkrankheiten
Nebenwirkungen:
Hautreizungen, Übelkeit, Zahnschäden

Anwendung
Obwohl der Blutampfer milder als der  Sauerampfers ist, sollte man den Blutampfer nicht in größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum essen. Für eine blutreinigende Frühjahrskur nutzt man täglich eine kleine Menge über 2 Wochen. Der Blutampfer eignet sich im Gegensatz zum  Sauerampfers nicht zum kochen.
Salatbeilage
Zur Blutreinigung werden frische junge Blätter oder sehr junge Triebe dem Salat beigegeben. Manch einer frittiert die Blätter für die Salatbeilage.
Suppenbeilage
Kleingeschnittene Blätter der Suppe beigeben.
Mundspülung
Der Frischsaft hilft als Mundspülung gegen Entzündungen im Mundraum.

Geschichtliches
Als Heilpflanze werden die vielen Sauerampferarten schon immer genutzt, der Blutampfer wurde und wird gerne als Zierpflanze kultiviert. Zur Blutreinigung wurde er früher in einer Frühjahrskur eingesetzt, heute dient er als interessante und gesunde Salatbeilage.

Pflanzenbeschreibung
Der Hain-Ampfer ist ein ausdauernder Hemikryptophyt und erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 80 (selten 120) Zentimetern. Die Stängel sind oft rötlich überlaufen. Die Grundblätter sind länglich-eiförmig und besitzen einen herzförmigen bis gestutzten Spreitengrund. Der Blattstiel ist dabei so lang wie die  Spreite. Die Spreite ist dunkelgrün, bis zu 14 Zentimeter lang und bis 6 Zentimeter breit. Die oberen Stängelblätter sind am Grund gerundet oder keilförmig. Der  Blütenstand ist bis zur Mitte beblättert. Die Blütenknäuel sind eher lockerblütig und voneinander entfernt. Die meisten Blüten sind zwittrig. In Fällen, wo die  Blüten eingeschlechtig sind, sind die Pflanzen zumindest einhäusig. Die äußeren Blütenhüllblätter liegen zur Fruchtzeit den inneren an. Die inneren sind schmal länglich, 3 bis 3,8 Millimeter lang und 0,5 bis 1,5 Millimeter breit. Sie sind dünnhäutig. Nur das vordere besitzt eine große, kugelförmige Schwiele. Die übrigen Blütenhüllblätter sind schwielenlos oder besitzen nur einen verdickten Mittelnerv. Die Früchte sind schwarzbraune, 1,6 bis 2 Millimeter lange  Nüsse. Die Fruchtstiele sind deutlich länger als die inneren Blütenhüllblätter.
Der Blutampfer ist im Mittelmeerraum heimisch. Er wächst bevorzugt an feuchten Stellen z.B. in Auwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die grünen Blätter sind mit blutroten Adern durchzogen. Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mail und Juli. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.

Anbautipps
Aussaat Januar bis April in Töpfen oder ab April ins Freiland. Stockteilung im März. Der Boden sollte humos und sauer bis schwach sauer sein. Der Blutampfer braucht feuchten Boden und auch feuchte Luft. Er verträgt keine Trockenheit. Er passt daher gut an den Rand eines Gartenteichs. Der Standort sollte warm, halbschattig bis sonnig sein. Je sonniger desto feuchter muss der Standort sein. Der Blutampfer eignet sich auch als Topfpflanze.

Sammeltipps
Die jungen zarten Blätter und Triebe für Salate ernten, die alten Blätter sind zu hart. Wenn sich eine Blüte entwickelt, diese entfernen, dann wachsen bis in den Herbst weiter frische Blätter für Salate.




GUNDERMANN


Der Gundermann wächst klein und unauffällig überall in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur. Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist. Außerdem sieht er im Garten sehr schön als Bodendecker aus und ist extrem pflegeleicht. Seine lilanen Blüten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue.
Der Gundermann, auch Echt-Gundelrebe genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Familie der  Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Schlecht heilende Wunden
Heilwirkung:
entzündungshemmend,  schleimlösend, stoffwechselfördernd
Anwendungsbereiche:
Blasenschwäche, Chronischer Schnupfen, Chronischer Husten, Nierenschwäche, Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name:
Glechoma hederacea
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Ground Ivy
andere Namen:
Gundelrebe, Blauhuder, Buldermann, Donnerrebe, Hederich, Erdefeu, Grundrebli, Gundelrieme, Gunelreif, Silberkraut, Soldatenpetersilie, Huder, Udram, Zickelskräutchen
falsche Schreibweisen:
Gunderman
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sammelzeit:
März bis Juni, aber auch noch später, solange er sprießt

Anwendung
Äußerlich
Äußerlich kann der Gundermann für schlecht heilende Wunden, vor allem bei Eiter (Gund) verwendet werden. Dazu kannst du das Pflanzenöl, Kompressen oder Salben verwenden.
Innerlich
Innerlich dient er der Anregung der Stoffwechsels und hilft bei langwierigen Krankheiten. Auch hier besteht der Bezug zum Eiter. So hilft er bei chronischer Bronchitis, chronischem Schnupfen, Blasen- und Nierenkrankheiten. Hierfür eignet sich eine  Tinktur.
Küchen-Gewürz
Da der Gundermann angenehm würzig schmeckt, liebe ich ihn auch als Küchengewürz und gebe ihn zu Kräuterquark, Kräutersuppen, Kräuterbutter und allem anderen, wofür ich Gartenkräuter verwende.

Magische Anwendung
Früher setzte man sich zur Walpurgisnacht Gundermannkränze auf den Kopf. Solch ein Kranz sollte den Träger oder die Trägerin befähigen, Hexen zu erkennen. Statt Kranz auf dem Kopf kann man den Gundermann auch unten um eine gelbe Kerze herumwinden. Wenn man diese Kerze an einem Dienstag abbrennt, soll man erkennen können, wer einem Böses will, beziehungsweise, wer einen Schadzauber gegen einen bewirkt hat.

Pflanzenbeschreibung
Der Gundermann (auch Gundelrebe) wächst ähnlich wie Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Die Blätter sind herz- bis nierenförmig mit eingekerbtem Rand. Die violetten Blüten erscheinen schon recht früh im Jahr und stehen innerhalb der Blatt-achseln in Scheinquirlen. Da er gerne wuchert, bedeckt er innerhalb eines Jahres ziemlich große Bodenflächen und kann daher auch im Garten als gesunder Bodendecker eingesetzt werden. Ich habe ein paar Pflänzchen zwischen meine hochwüchsigen Heilpflanzen gesetzt. Dort kümmert er sich gut um die Bedeckung der Zwischenräume. Wenn man ein Gundermannblatt zwischen den Fingern reibt, riechen diese herb-würzig und fühlen sich leicht schmierig an. Das schmierige Gefühl kommt durch das enthaltene Öl, das der Hauptwirkungsträger für seine hautheilenden Eigenschaften ist.
Erscheinungsbild und Blatt
Der Gundermann wächst als wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Die Behaarung der Pflanzenteile ist variabel: Häufig ist sie fast kahl, sie kann aber auch dicht weich behaart sein. Stängel und Blattunterseite sind häufig purpurn überlaufen. Die nichtblühenden Sprossachsen kriechen als Ausläufer am Boden, besitzen einen quadratischen Querschnitt und sind an vielen Knoten bewurzelt. Aufgrund ihres sehr raschen Wachstums und ihrer reichen Verzweigung sorgen sie für eine  vegetative Vermehrung; der Hauptspross kann bis zu 2 Meter Länge erreichen. Der Gundermann ist ein Flachwurzler; die Blütentriebe sind 10 bis 30 Zentimeter hoch, aufsteigend bis aufrecht und haben ebenfalls einen quadratischen Querschnitt. Die  Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet. Die Blattstiele sind in der Länge sehr variabel, jedoch kürzer als die Internodien. Ihre Länge reicht von rund einem Zentimeter bis zu 20 Zentimetern in dichter Vegetation. Die Blattspreiten sind mit einer Länge von 0,4 bis 3,5 Zentimeter und einer Breite von 0,6 bis 4 Zentimeter, meist jedoch nicht breiter als 3 Zentimeter, nierenförmig bis rundlich-herzförmig mit stumpfer oder spitzlicher Blattspitze. Der Blattrand ist grob gekerbt. Es können gelegentlich aber auch Blattspreiten mit bis zu 8 Zentimetern Durchmesser vorgefunden werden.
Blütenstand und Blüte
Die zwei- bis fünfblütigen Blütenstände entspringen den Achseln von Laubblättern. Die  Deckblätter der einzelnen Blüten sind 1 bis 1,5 Millimeter groß und behaart. Die Blüten sind die für die Lippenblütler typischen  zygomorphen Lippenblüten. Der  Kelch ist röhren- bis glockenförmig, leicht zweilippig und besitzt 15 Nerven. Die Krone ist meist 15 bis 22 (6 bis 25) Millimeter lang und von blau-violetter Farbe mit purpurnen Flecken an der Unterlippe; selten ist die Krone rosa oder weiß. Die Oberlippe der  Krone ist flach und hat drei dreieckige Zähne, die rund 0,2- bis 0,3-mal so lang wie die Kronröhre sind. Die Unterlippe hat zwei Zähne. Die Kronröhre ist schmal konisch, gerade und behaart. Es sind zwei lange und zwei kurze Staubblätter ausgebildet. Sie befinden sich an der Unterseite der Oberlippe. Die Pollensäcke öffnen sich mit Längsschlitzen. Zwei  Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, vierfächrigen  Fruchtknoten verwachsen, wobei jedes Fach eine  Samenanlage beinhaltet. Die Blüten sind zwittrig. Es kommen auch männlich- sterile Blüten vor. Diese sind meist kleiner, und die reduzierten Staubblätter sind in die Kronröhre integriert. Klone bilden dabei entweder nur zwittrige oder nur männlich-sterile Blüten. Die Ausbildung des Geschlechts ist nicht rein genetisch bedingt. Unter günstigen Wachstumsbedingungen können viele männliche Klone zwittrige Blüten hervorbringen. In seltenen Fällen wurden rein weibliche Blüten beobachtet. Die Blütezeit liegt meist zwischen April und Juni (Juli).
Frucht
Die  Klausenfrucht zerfällt in vier Teilfrüchte. Jedes Fruchtknotenfach entwickelt sich zu einer nüsschenartigen  Teilfrucht (Klause). Jede Klause ist eiförmig und glatt und dabei an den Seiten, wo sie die Nachbarn berührt, leicht eingedrückt. Die Klausen tragen einen grauen Auswuchs, der als  Elaiosom gedeutet wird. Bei der Reife verschleimt das  Perikarp. Das Gewicht der Klausen beträgt rund 0,7 Milligramm. Die Samen sind 1,9 mal 1,1 Millimeter groß. Die Klausen wer-den durch Kleb-Ausbreitung und durch Ameisen ausgebreitet. Die Fruchtreife erfolgt zwischen Juni und August.


Verbreitung des Gundermanns
Der Gundermann kommt vor allem in Europa und in Nordasien vor. In Mitteleuropa ist er häufig, in anderen europäischen Ländern kommt er nicht ganz so häufig vor. Auf einigen Mittelmeerinseln kommt der Gundermann nicht vor. Auch ganz oben im Nordeuropa findet man keinen Gundermann. In Asien wächst der Gundermann eher im Norden und zwar von Westasien bis nach Japan. In Nordamerika und Neuseeland wurde der Gundermann eingeschleppt.

Sammeltipps
Die Blätter des Gundermanns kann man fast das ganze Sommerhalbjahr über sammeln. Da der Gundermann sehr verbreitet ist, kann man relativ leicht Stellen finden, wo der Gundermann wächst. Man sollte jedoch darauf achten, dass man ihn nicht an einer Stelle erntet, wo viele Hunde ausgeführt werden oder wo viele Autos fahren. Am besten verwendet man den Gundermann frisch in der Küche. Man kann ihn aber auch an einer schattigen Stelle trocknen, als Tinktur ansetzen oder zu einer Salbe verarbeiten.



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ERNÄHRUNG
Energiebilanz
Die Energiebilanz zeigt das Verhältnis zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch, wenn sie ausgeglichen sind (Energiezufuhr = Energieverbrauch) bleibt das Körpergewicht konstant. Sie kann auch positiv (Energiezufuhr < Energieverbrauch) oder negativ (Energiezufuhr > Energieverbrauch) sein.


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