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Uzara
Uzara ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse. Sie ist in Südafrika beheimatet. Aus ihrer Wurzel gewinnt die südafrikanische Volksmedizin seit vielen Generationen Heilmittel, die das Volk der Xhosa Uzara-Medizin nennt. Afrikanische Heiler wenden die Uzara-Medizin bei Verdauungsstörungen, Regelbeschwerden, Migräne und Erkältungen an. In Deutschland wird seit 1911 aus der Uzara-Wurzel ein Trockenextrakt gewonnen. Mit ihm werden u. a. Durchfallerkrankungen behandelt.
Die Uzarawurzel ist eine traditionelle Heilpflanze aus Südafrika, die vor allem gegen Durchfall verwendet wird. Sie wird seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern Südafrikas verwendet und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von auf der Reise erkrankten Europäern entdeckt. Infolgedessen wurde die Uzara auch in Europa eine beliebte Heilpflanze. Die Uzarawurzel hilft nicht nur überraschend schnell gegen Durchfallerkrankungen, sondern kann auch gegen Menstruationsbeschwerden und andere krampfbedingte Erkrankungen helfen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Durchfall
Heilwirkung: beruhigend, brechreizlindernd, entspannend, krampflösend, spasmolytisch, wundheilend
Anwendungsbereiche: Abszesse, Bauchkrämpfe, Brechdurchfall, Diarrhoe, Erbrechen, Erkältungen, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Nachwehen, Ödeme, Reisekrankheit, Verdauungsbeschwerden, Wunden
wissenschaftlicher Name: Xysmalobium undulatum
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
andere Namen: Uzarawurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Cardenolidglykoside: Uzarin, Xysmalorin, Phytosterine, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit: Wurzeln von 2 bis 3 Jahre alten Pflanzen
 
Anwendung
Uzara kann man wahlweise als Tee, Tinktur oder als Fertigpräparat in Tablettenform anwenden. Die häufigste Art, Uzara anzuwenden sind Tinkturen aus der Apotheke. Unbearbeitete Pflanzenteile sind von der Zuarapflanze in Mitteleuropa kaum erhältlich. Von der Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein oder wie auf der Packungbeilage angegeben. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Dragees nimmt man entsprechend der Packungsbeilage ein. Traditionell wird das Pulver der Wurzel auf Verletzungen und Abszesse gestreut
Uzara-Medizin (Volksmedizin)
„Uzara-Medizin“ nennt das Volk der Xhosa das pflanzliche Heilmittel aus der Wurzel der Xysmalobium-undulatum-Pflanze. Es hat in der südafrikanischen Volksmedizin seit mindestens 160 Jahren seinen Platz – bei Einheimischen und europäischen Zuwanderern. Afrikanische Heiler setzen es bei verschiedenen Beschwerden ein: zum Beispiel bei Verdauungsstörungen und Regelbeschwerden, aber auch bei Migräne und Erkä-ltungen. Mit dem Milchsaft der Uzara-Pflanze behandeln sie auch eiternde Wunden.
Medizinische Verwendung in Deutschland
In Deutschland wird aus der Uzara-Wurzel seit 1911 ein rein pflanzlicher Extrakt gewonnen, mit dem akute Durchfallerkrankungen behandelt werden.
 
Wirkung
Die Uzarawurzel wirkt nicht nur schnell durchfallhemmend, sondern verhindert auch, dass zu viele Elektrolyte mit dem Durchfall ausgeschieden werden. Diese Zusatzwirkung ist bei Durchfall besonders wichtig, denn viele Probleme bei Durchfallerkrankungen sind eine Folge des Elektrolytverlustes. Die Wirkung der Uzarawurzel tritt sehr schnell ein, weil ihre Glykoside schnellwirkend sind. Die glatte Muskulatur des Darms (und anderer innerer Organe) wird entspannt und so werden Darmkrämpfe und krampfhafte Darmentleerungen verhindert. Der gleiche Wirkmechanismus hilft auch gegen Periodenkrämpfe und andere krampfartige Beschwerden im Bauchraum. Die Zulus aus Südafrika halten die Uzarawurzel außerdem für eine wichtige Traumpflanze, weil sie eine ausgeprägte Wirkung auf die Träume haben soll.
Die Uzara-Wurzel enthält Cardenolid-Glykoside wie Uzarin und Xysmalorin, die sehr schnell wirken. Chemisch sind sie mit den Digitalis-Glykosiden verwandt. Man nimmt als Wirkungsmechanismus an, dass Uzara-Glykoside das vegetative Nervensystem beeinflussen.
Uzara-Glykoside hemmen die Bewegungen der glattmuskeligen Organe, unter anderem die Peristaltik (Muskeltätigkeit) des Darms und des Harn- und Genitalbereichs. Sie wirken deshalb auch entkrampfend. So muss bei akutem Durchfall zum Beispiel nicht mehr so häufig die Toilette aufgesucht werden. Die hohe Stuhlgang-Frequenz wird normalisiert, ohne eine vorübergehende Lähmung des Darmes. Hierin unterscheidet sich die Wirkung der Uzara-Glykoside von der Wirkung anderer Präparate, etwa der von Opiaten. Letztere schalten die Darmfunktion vorübergehend komplett aus. Der Darm kann sich deshalb nicht entleeren und somit auch nicht entgiften. Gifte wie die toxischen Ausscheidungen von Bakterien sind jedoch häufig die Ursache von Durchfall und sollten nicht im Darm verbleiben.
Neben der beruhigenden und hemmenden Wirkung auf die Bewegung glattmuskeli-ger Organe vermindern die Uzara-Glykoside den Übertritt von Wasser und Elektrolyten ins Darmlumen und senken somit den Wasser- und Mineralverlust.
Aktuelle klinische Studien zur Wirksamkeit liegen nicht vor.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen bei der bestimmungsgemäßen Behandlung mit Uzarawurzeln sind nicht bekannt. Da in der Uzarawurzel jedoch ähnliche Glykoside wirken, wie bei den herzwirksamen Digitalisglykosiden, sollten Herzpatienten mit Digitalisbehandlung die Uzarawurzel nur unter ärztlicher Beobachtung anwenden. Uzara-Präparate sollen möglichst nicht gespritzt werden, da sie bei dieser Anwendungsform gefährlich sein können.
Uzara-Glykoside unterscheiden sich von Digitalis-Glykosiden in der Zucker-Verknüpfung und der räumlichen Konfiguration. Aus diesem Grund weisen Uzara-Glykoside in therapeutischer Dosierung keine Wirkung auf den Herzmuskel auf. Dennoch sollten digitalisierte Patienten wissen, dass bei unachtsamen Überdosierungen Wechselwirkungen auftreten können.
Uzara-Glykoside beeinflussen Labortest zur Bestimmung des Digitalis-Spiegels und können so falsch-hohe Konzentrationen von Digoxin und Digitoxin vortäuschen.

Geschichtliches
In Südafrika ist die Uzarawurzel den Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze gegen Durchfall und andere Erkrankungen bekannt. Die Xhosa benutzen sie seit jeher und nennen sie Uzara, was der Pflanze auch den in Europa bekannten Namen gegeben hat. 1891 wurde die Heilwirkung der Uzarapflanze von einem deutschen Reisenden in Südafrika kennengelernt. Er litt unter starkem Durchfall und erhielt von Eingeborenen den Tipp, die Uzarawurzel als Heilmittel zu versuchen. Er kaute die Uzarawurzel und nach kurzer Zeit ging es ihm wieder gut. Zurück in Deutschland sorgte er dafür, dass die Heilwirkung der Uzarapflanze genauer untersucht wurde. Seit 1911 wird die Uzarawurzel in Deutschland medizinisch verwendet und als Trockenextrakt angeboten.
 
Pflanzenbeschreibung
Uzara ist in Südafrika heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen bis halbschat-tigen Standorten. Sie braucht nur relativ wenig Wasser. Die Wurzeln der Uzarapflan-ze sind dick, knollig und haben viele Seit-enwurzeln, wenn die Pflanze etwas älter geworden ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Der runde Stängel kann bis zu 3 Zentimeter dick werden. Er führt reichlich Milchsaft. Von ihm gehen im Abstand von etwa 8 Zentimetern die kreuzständigen Blätter ab. Die Blätter sind lanzettförmig und ledrig. Sie stehen an einem kurzen Stiel. Der Rand der Blätter ist häufig gewellt. Aus den Blattachseln wachsen die Blütenstände. Die Blüten stehen in runden Dolden von jeweils bis zu 12 Einzelblüten. Die meisten der Blüten haben 5 Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich Balgfrüchte, die bis zu 7 Zentimeter lang werden können. Uzara ist eine bitter schmeckende, auf einer geraden Hauptachse senkrecht nach oben wachsende ausdauernde krautige Pflanze. Nach einem frühen sekundären Dickenwachstum wird eine Knolle ausgebildet mit vielen Seitenwurzeln. Die Sprossachse führt viel Milchsaft. In einer Vegetationsperiode kann die Uzara-Pflanze bis zu einem Meter wachsen. Ihre behaarte Sprossachse hat einen kreisrunden Querschnitt von bis zu 3 Zentimetern Durchmesser. Der Abstand zwischen zwei Knoten beträgt circa 7 bis 10 cm. Die kurzstieligen, lanzettförmigen, ledrigen Laubblätter sind 7 bis 15 cm lang und stehen über Kreuz. Der glatte Blattrand wellt sich durch die versteifte Blattspreite. Auf einem achselständigen Blütenstandsschaft sitzt ein doldiger Blütenstand mit bis zu zwölf Blüten. Die radiärsymmetrische Blüte ist überwiegend fünfzählig. Die bis zu 7 cm langen Balgfrüchte öffnen sich bei Reife einseitig. In der Frucht befinden sich etwa 300 schuppenartig angeordnete, dunkelbraune Samen mit einem Flugapparat aus vielen feinen weißen Härchen.
Uzara ist eine bitter schmeckende, auf einer geraden Hauptachse senkrecht nach oben (orthotroph, monopodial) wachsende ausdauernde krautige Pflanze. Nach einem frühen sekundären Dickenwachstum wird eine Knolle ausgebildet mit vielen Seitenwurzeln. Die Sprossachse führt viel Milchsaft. In einer Vegetationsperiode kann die Uzara-Pflanze bis zu einem Meter wachsen. Ihre behaarte Sprossachse hat einen kreisrunden Querschnitt von bis zu 3 Zentimetern Durchmesser. Der Abstand zwischen zwei Knoten (Internodiallänge) beträgt circa 7 bis 10 cm. Die kurzstieligen, lanzettförmigen, ledrigen Laubblätter sind 7 bis 15 cm lang und stehen über Kreuz. Der glatte Blattrand wellt sich durch die versteifte Blattspreite.
Auf einem achselständigen Blütenstandsschaft sitzt ein doldiger Blütenstand mit bis zu zwölf Blüten. Die radiärsymmetrische Blüte ist überwiegend fünfzählig.
Die bis zu 7 cm langen Balgfrüchte öffnen sich bei Reife einseitig. In der Frucht befinden sich etwa 300 schuppenartig angeordnete, dunkelbraune Samen mit einem Flugapparat aus vielen feinen weißen Härchen.
Wurzel
Außen umschließt ein Abschlussgewebe (Periderm) die Wurzel. Es besteht hauptsächlich aus meist zwei bis drei Lagen dünnwandiger Korkzellen. Das Rindenparenchym besteht aus rundlichen oder tangential gestreckten Zellen mit deutlich getüpfelten Wänden und gasgefüllten Hohlräumen (Interzellularen). Im Kambium liegen großlumige Tüpfelgefäße. Den gesamten Holzteil durchziehen Gefäßbündel. In allen Parenchymzellen der Wurzel sind Stärkekörner unterschiedlicher Form und Größe. Zudem enthält sie auffallend viele Hohlräume mit Calciumsalzkristallen.
 
Anbautipps
Die Uzarapflanze ist nicht winterhart, daher kann man sie in Mitteleuropa nur im Kübel (Wintergarten) oder als Zimmerpflanze anbauen. Im Winter sollte man die Uzarapflanze möglichst trocken halten. Dann verliert sie meistens ihr Laub, das im Frühjahr wieder erscheint. Die gelblichen Blüten erscheinen im Sommer.
 
Sammeltipps
Wenn man die Uzara-Pflanze erfolgreich angebaut hat, kann man die Wurzeln der 2 bis 3 jährigen Pflanzen ernten, in kurze Stücke schneiden und an der Luft im Halbschatten trocknen. Die Wurzeln sind fleischig und wenn man nur einen Teil abschneidet, kann die Pflanze weiter wachsen (wenn man Glück hat).

Venushaar
Der Frauenhaarfarn, auch Venushaar genannt, ist eine der weltweit häufigsten und verbreitetsten Farnarten. Er gehört zur Gattung der Frauenhaarfarne. Er ist die einzige Frauenhaarfarnart, die in Europa vorkommt. Es sind oder waren, zum Teil auch nur regional, auch folgende Bezeichnungen gebräuchlich: Frähenhor (Siebenbürgen), Frauenhaar, Frauenzopf, Güldenwiderthon (Rendsburg), Jungfrawenhaar (mittelhochdeutsch), Minnenhaar (mittelhochdeutsch) und Vrowenhaar (mittelniederdeutsch).
 
Steckbrief
Heilwirkung: Husten
wissenschaftlicher Name: Adiantum capillus-veneris
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
 
Nutzung
Medizin
Bei Husten, Erkältung, Heiserkeit oder Bronchialkatarrh kann ein Aufguss oder eine Alkoholtinktur aus den Wedeln der Pflanze eingenommen werden.  
 
Beschreibung
Es handelt sich um grazile Farne, deren Wedel von einem kurzen, kriechenden Stämmchen entspringen, das mit goldbraunen bis mittelbraunen häutigen Schup-pen bedeckt ist. Die Wedel sind hängend bis aufrecht und überhängend. Meist wachsen sie relativ dicht. Sie sind 15–75 cm (meist 20–35 cm) lang und im Umriss dreieckig bis lanzettlich. Sie sind unregelmäßig zwei- bis dreifach gefiedert, wobei die einzelnen Fiederabschnitt in ihrer Form zwischen rhombisch, fächerförmig oder keilförmig schwanken, insgesamt aber ungefähr so lang wie breit sind. Der vordere Rand der Fiederchen ist nur sehr wenig gelappt. An ihrer Basis sind die sehr zarten Fiederchen schmal oder breit keilförmig verschmälert. Die Achsen der Wedel sind dünn, glänzend, und zumindest nahe der Basis, meist aber weit hinauf, dunkel gefärbt.

Bachblüte
Verfolgungsängste, Bestrafungsängste, Angst vor einer unsichtbaren Macht und Kraft (Aspen)
- Diese Menschen haben große Ängste vor Verfolgung und Bestrafung, sie haben auch Ängste vor einer unsichtbaren Macht und Kraft
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Ängste in den Griff bekommen
Bachblüte
Du willst tolerant sein, bist aber sehr kritisch (Beech)
- Diese Menschen wollen tolerant sein, sind jedoch sehr kritisch
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie tolerant sein und sind kaum mehr kritisch
Wann und wie esse ich richtig?
Zwischenmahlzeiten
Die in den Medien manchmal propagierenden Pausen für die Verdauung sind angesichts der Tatsache, dass man eine fett- und eiweißhaltigen Mahlzeit sowie 5 und mehr Stunden verdaut, nicht nachvollziehbar. Der Magen dient dabei als „Zwischenpuffer“ und gibt nach und nach verdaubare Portionen and den Dünndarm weiter. Trotzdem ist eine Verdauungspause unumstritten wichtig – NACHTS!!!
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