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Laminaria
Laminaria ist eine Braunalgen-Gattung aus der Ordnung der Laminariales. Die Arten bilden ausgedehnte Tangwälder an den Küsten von Nord- und Südatlantik und Nordpazifik. Sie werden zur Gewinnung von Alginat wirtschaftlich genutzt. Die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft hat im Jahre 2007 die Gattung Laminaria zur ersten Alge des Jahres gekürt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Quellstifte für chirurgische Zwecke (früher)
wissenschaftlicher Name: Laminaria clustoni
Verwendete Pflanzenteile: Stiele
 
Nutzung
Laminariaarten besitzen eine große wirtschaftliche Bedeutung als Lieferant von Alginat. In Europa werden dazu meist natürliche Bestände abgeerntet. Im Jahr 2005 wird für Norwegen eine Produktion von 154.000t angegeben und für Frankreich etwa 75.000t. Weitere Inhaltsstoffe aus Laminarien werden vielseitig verwendet, beispielsweise für Kosmetik, für Nahrungsergänzungsmittel, als Heilmittel, als Zusatz zum Tierfutter sowie als Dünger. Da Laminaria sehr saugfähig ist und sich beim Aufsaugen von Flüssigkeiten infolgedessen stark ausdehnt, wird sie in Stäbchenform in der Frauenheilkunde verwendet, um bei bestimmten Prozeduren, z. B. Kürettagen, die Cervix zu öffnen. Außerdem können Laminarien zur biologischen Sanierung bei Verschmutzung oder Eutrophierung eingesetzt werden, oder um die Erosion von Küsten zu verringern. Auch als Bioreaktor in der molekularen Biotechnologie oder als nachwachsender Rohstoff (Brennstoffersatz) können sie genutzt werden.
 
Beschreibung
Merkmale
Die Laminaria-Sporophyten sind über ein Meter große, mehrjährige Seetange, die ein Alter von zwei bis 18 Jahren erreichen können. Sie gliedern sich in ein Haftorgan, einen Stiel und eine blattartige Fläche. Das Haftorgan ist gewöhnlich verzweigt, seltener scheibenförmig oder rhizomartig. Der im Querschnitt runde oder abgeflachte Stiel kann innen mit Mark erfüllt oder hohl sein. Bei einigen Arten sind im Stiel Jahresringe zu erkennen. Das Phylloid ist entweder ganzrandig und ungelappt, oder es besitzt einen deutlichen zentralen Strang, oder ist unvollständig in fingerartige Segmente zerteilt. Die Blattfläche ist meist glatt, manchmal mit beulig-blasiger oder kräuseliger Oberfläche, und weist we-der eine Mittelrippe noch Längsrippen auf.
Laubwechsel
Die Blattfläche wird in jedem Jahr von der Basis her erneuert. Bereits im Winter werden dazu die im alten Laub gespeicherten Reservestoffe in die Wachstumszone am Übergang zum Stiel verlagert. Mit zunehmendem Licht wächst dort im Frühling ein neues Phylloid heran, dem das vorjährige Blatt anfangs noch aufsitzt. Bei einigen Arten wird das alte Blatt als ganzes abgestoßen, bei anderen degeneriert es allmählich an den Enden.
Gewebetypen
Laminaria-Sporophyten besitzen verschiedene differenzierte Gewebe: ein zentrales Mark (fehlend im Haftorgan), eine parenchymatische Rinde und das äußere Meristoderm, das sowohl photosynthetischaktiv ist als auch die Funktion eines Bildungsgewebes hat. Im Mark verlaufen echte Leitungsbahnen, in denen die Photosyntheseprodukte transportiert werden. In der Rinde von Stiel und Phylloid kommen vernetzte Schleimkanäle vor, die bei einigen Arten in Sekretionszellen an der Oberfläche münden.

Mädesüß
Das Echte Mädesüß ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Sie ist in fast ganz Europa heimisch und man findet sie auf nährstoffreichen Feucht- und Nasswiesen, an Gräben und Bachufern sowie in Erlen-Eschenwäldern. An selten gemähten und nährstoffreichen Gewässerrändern ist das Echte Mädesüß eine Leitpflanze der Mädesüß-Hochstaudenfluren.
Das Mädesüß hat viele Namen, was zeigt, dass es von vielen Menschen von alters her sehr geschätzt wurde. Man nennt es Geißbart, Spierstaude oder Wiesenkönigin und das sind noch lange nicht alle Namen. Bei Erkältungen oder gar Grippe wird man seine fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung schätzen lernen, gehört es doch zu den wenigen Schmerzmitteln, die die Natur uns bietet.
Achtung! Mädesüß enthält Acetylsalicylsäure. Bei   bekannter Allergie bei Acetylsalicylsäure (Aspirin) sollte diese Pflanze   nicht verwendet werden.
       
Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, entgiftend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend, schweißtreibend, Blasenprobleme, Darmprobleme, Erkältungen, Grippe, Fieber, Gicht, Magenprobleme, Nierenprobleme, Rheuma, Schmerzen, Migräne, Kopfschmerzen, Wassersucht, Ödeme
wissenschaftlicher Name: Spiraea ulmaria, Filipendula ulmaria, Ulmaria palustris
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Meadowsweet
volkstümliche Namen: Beinkraut, Geißbart, Spierstaude, Wiesenkönigin, Wilder Flieder, Krampfkraut, Wiesengeißbart
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Salizylsäureverbindungen, Heliotropin, Vanillin, Zitronensäure, Gerbsäure, Gaultherin, Kieselsäure, Terpene, Wachs, Fett, Farbstoff Spiraein
Sammelzeit: Blüten: Juni bis August, Wurzeln: Herbst und Frühling
 
Anwendung
Vom Mädesüß werden vorwiegend die Blüten und die Wurzeln verwendet. Ein Mädesüßtee eignet sich hervorragend bei Erkältungen oder grippalen Infekten. Sogar bei echter Grippe kann er lindernd wirken. Er senkt nicht nur das Fieber, sondern erleichtert auch Schmerzen und hilft beim Abschwellen der Schleimhäute. Auch gegen die meisten Arten von Ödemen hilft Mädesüßtee sehr gut. Seine harntreibende und entgiftende Wirkung lässt ihn auch bei Problemen des Harnapparates und des Stoffwechsels helfen. Ein Tee aus den Blüten wird als Aufguss gekocht. Wurzel-Tee wird hingegen kalt angesetzt und sechs Stunden stehen lassen, bevor er kurz aufgekocht wird. Dann lässt man ihn zwei Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab. Beide Tees trinkt man zwei bis drei Tassen am Tag in kleinen Schlucken und ungesüßt. Mädesüß enthält unter anderem Salicylate, Flavonoide, Gerbsäuren, ätherisches Öl und Zitronensäure, außerdem ein schwach giftiges Glykosid, das bei entsprechend hoher Dosierung Kopfschmerzen auslösen kann.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Mädesüß ist eine alte Heilpflanze, jedoch in Antike und Mittelalter kaum über schriftliche Quellen greifbar. Erst das Circa instans (Mitte des 12. Jahrhunderts) aus der Schule von Salerno beschreibt die Pflanze ausführlich. Adam Lonitzer schrieb in seinem Kräuterbuch: Dieses Kraut Wurzel ist gut für den Stein, desgleichen denjenigen, die mit Mühe harnen und die Lendensucht haben. Das Pulver der Wurzel dient denjenigen, die einen kalten Magen haben und nicht gut verdauen können. Gegen Asthma nimm das Pulver und Enzian im gleichen Gewicht und gebrauche es in der Speise, es hilft ohne Zweifel.
Medizingeschichtlich ist Mädesüß interessant, da lange Zeit aus ihren Blüten-knospen Salicylaldehyd gewonnen wurde, ein entzündungshemmender Wirkstoff, der heute in abgewandelter Form als synthetisch hergestellte Acetylsalicylsäure verkauft wird. Das Echte Mädesüß, das man damals botanisch noch den Spiersträuchern zuordnete, hat zur Entwicklung des Markennamens Aspirin beigetragen. Während das „A“ für Acetyl steht, ist „spirin“ aus dem Begriff „Spiraeasäure“ abgeleitet. Offizinell ist das Mädesüßkraut, welches unter dieser Bezeichnung im Europäischen Arzneibuch monographiert ist und aus den blühenden Stängelspitzen besteht. Nach Ph. Eur. ist ein Gehalt von mindestens 1 ml wasserdampfflüchtiger Substanzen (gebildet durch Säurehy-drolyse aus Phenolglykosiden) je kg Droge gefordert. Weiterhin monographiert der Deutsche Arzneimittel-Codex Mädesüßblüten mit der älteren Bezeichnung der Droge Spiraeae flos. Wichtige Wirkstoffe sind: Penolglykoside wie Monotropidin und Spiraein, aus denen beim Trocknen in geringen Mengen ätherisches Öl mit Salicylaldehyd und mit Methylsalicylat entstehen; Flavonoide wie Spiraeosid und Gerbstoffe. Medizinische Anwendungen: Mädesüßblüten haben schweiß- und harntreibende Eigenschaften. Der Gehalt an Salicylsäureverbindungen, die ähnlich wie Aspirin wirken könnten, ist jedoch gering, so dass eine entzündungshemmende Wirkung bezweifelt wird. So wird die Droge nur noch zu Schwitzkuren empfohlen wie man sie gern unterstützend bei beginnenden Erkältungen nutzt. Der Einsatz bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht zur Erhöhung der Harnmenge ist in der Volksheilkunde bekannt. Die Blüten und die jungen Blätter des Mädesüß werden zu Tee verarbeitet, dem eine gute harntreibende, entzündungshemmende sowie antirheumatische Wirkung nachgesagt wird. Da die in der Pflanze enthaltenen Stoffe jedoch wie bei vielen anderen pflanzlichen Mitteln abhängig von Standortbedingungen in ihrer Dosis stark schwanken, wird in der Regel empfohlen, sich die Pflanzenbestandteile in der Aptheke zu besorgen. Mädesüß soll die übermäßige Produktion von Magensäure eindämmen und so Sodbrennen entgegenwirken.  
Verwendung als Duftpflanze
Aufgrund des süß-herben Duftes, der von vielen Menschen als angenehm empfunden wird, war Mädesüß einst ein beliebtes Streukraut. Man bestreute am Morgen den Holzfußboden mit verschiedenen Kräutern und kehrte die Blätter und Stängel wieder aus, wenn sie abends vertrocknet waren und ihren Duft nicht mehr verströmten. Allerdings war es auch gängig, Mädesüßstreu tage- bis wochenlang zu benutzen, da es seinen Duft noch sehr lange verströmt. In England wird Mädesüß Duftpotpourris beigemischt, um diesen eine etwas rundere Note zu verleihen. So war sie die bevorzugte Aromapflanze der en-glischen Königin Elisabeth I. Allerdings wird der Duft nicht von allen gleichermaßen geschätzt. Von einigen Menschen wird der Geruch als zu aufdringlich empfunden, was der Pflanze auch den volkstümlichen Namen „Wiesenschabe“ eingetragen hat.
Gesundheit
Mädesüß soll eine antirheumatische, reinigende, harntreibende, zusammenziehende, schmerzlindernde, schweißtreibende und blutstillende Wirkung haben. Ein aufgebrühter Tee soll Erkältungskrankheiten, Nierenprobleme und rheumatische Beschwerden lindern. Eine äußerliche Anwendung in Form von Packungen und Aufgüssen soll schmerzende und geschwollene Gelenke beruhigen.
 
Pflanzenbeschreibung
Mädesüß liebt die Ufer von Flussläufen, doch auch mit feuchten Wiesen und Gräben gibt es sich zufrieden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 m hoch. Aus dem kriechenden Wurzelstock treiben mehrere kantige Stängel aus. Die Stängel sind im oberen Bereich verzweigt. Die behaarten Blätter wachsen im unteren Bereich dichter, nach oben hin spärlicher werdend. Die Blätter ste-hen unpaarig gefiedert und haben einen gesägten Rand. Die Rispen der weißlichen Blüten sind in Trugdolden angeordnet. Sobald sie richtig aufgeblüht sind, sehen die Blüten wattig aus.
Erscheinungsbild und Blatt
Das Echte Mädesüß ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 50 und 150, bisweilen 200 Zentimetern. Die Stängel sind rötlich überlaufen und verzweigen sich erst im oberen Teil. Die Laubblätter sind dunkel-grün gefiedert und stark geadert sowie an der Unterseite weiß beflaumt. Die Fiederblättchen der Laubblätter erinnern an die Blätter der Ulmen, worauf auch die wissenschaftliche Bezeichnung "ulmaria" hindeutet. Beim Zerreiben setzen sie einen Geruch nach Salicylaldehyd (wie Rheumasalbe) frei. Wie die Rinde der Weiden enthält auch die einst Spiraea ulmaria genannte Filipendula ulmaria Salicylsäure. Das Medikament Aspirin erhielt seinen Namen von der "Spiraea". Die Laubblätter besitzen die höchste bekannte Spaltöffnungsdich-te von 1300 je Quadratmillimeter.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht in Deutschland von Juni bis Juli, in Mitteleuropa von Juni bis August. Auffällig sind die schirmrispigen Blütenstände des Echten Mädesüß, die viele Einzelblüten enthalten. Die Blüten verströmen insbesondere abends einen intensiven, honig- bis mandelartigen Geruch. Es kommen Pflanzenexemplare mit männlichen und mit zwittrigen Blüten vor. Die relativ kleinen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind selten länger als 1 Millimeter. Die fünf creme- bis gelblich-weißen Kronblätter besitzen eine Länge bis zu 5 Millimetern. Die zahlreichen Staubblätter bestehen aus weißen Staubfäden sowie gelben Staubbeuteln. Die sechs bis zehn freien Fruchtblätter sind eiförmig und grün. Die weißen Griffelenden jeweils in rundlichen, gelben Narben.
Frucht und Samen
Je Blüte entwickeln sich meist sechs bis acht leicht schraubig miteinander verdrillte, zusammenstehende Nüsschen, die in ihrer Gesamtheit den Eindruck einer einzelnen Fruchtvermitteln. Die unscheinbaren, zweisamigen, dünnwandigen, lufthaltigen, sich bei der Reife nicht öffnenden, balgartigen Nüsschen sind bei einer Länge von bis zu 3 Millimeter sichelförmig gekrümmt. Aufgrund dieser spezifischen Fruchtform lässt sich das Echte Mädesüß gut vom Kleinen Mädesüß unterscheiden, bei dem die Nüsschen eine gerade Form haben. Mit zunehmender Reife verändert sich die Farbe der Nüsschen von grün zu braun. Im Oktober sind die Nüsschen ausgereift, haben eine flache Form und eine hellbraune, harte Fruchtwand. In den Nüsschen befinden sich die lediglich 1 Millimeter langen Samen.

Bachblüten
Man lebt in unpassenden beruflich oder privaten Verhältnissen (Wild Oat)
- Diese Menschen leben in einer unpassenden beruflichen oder privaten Verhältnissen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dort ausbrechen
Bachblüten
Man fühlt sich chronisch gelangweilt, gleichgültig und innerlich leer (Wild Rose)
- Diese Menschen fühlen sich chronisch gelangweilt, gleichgültig und auch innerlich leer
- Mit der dementsprechenden Bachblüte fühlen sich nicht mehr gelangweilt, ist nicht mehr gleichgültig und auch nicht mehr innerlich leer
Säure-Basen-Diät
Einführung
Nach Meinung der Vertreter der Säure-Basen-Diät können viele gesundheitliche Störungen durch eine Übersäuerung des Organismus zustande kommen, wie Müdigkeit, Konzentrationsmangel, glanzlose Haare, brüchige Fingernägel, blasse Gesichtsfarbe, Kopfschmerzen etc. Viele Menschen neigen vor allem in den industrialisierten Ländern zu einer Übersäuerung. Dies sei in erster Linie auf eine Ernährung, die viele Säurebildner enthält, wie Zucker und alle Arten von Süßigkeiten, Weißmehlprodukte, Fast Food, zu viel Fleisch, sowie Alkohol- und Vitaminmissbrauch zurückzuführen.
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