Direkt zum Seiteninhalt
Toncabaum
Der Tonkabohnenbaum, auch Toncabaum oder Sarrapia genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dipteryx in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie kommt im nördlichen Südamerika vor. Ein Anbau erfolgt in Südamerika, auf Trinidad und im tropischen Afrika. Die Samen dieser Art werden Tonkabohnen genannt und in der Küche verwendet; es finden sich auch die Bezeichnungen Toncabohnen, Tongobohnen oder Tonkobohnen. Falsche Tonkabohnen stammen von Taralea oppositifolia (kleiner Tonkabaum), Taralea cordata, diese sind kleiner. Auch sogenannte punktierte Tonkabohnen Dipteryx punctata sowie Dipteryx rosea und Dipterix polyphylla, Dipteryx alata liefern cumarin­haltige Bohnen. Als Tonkabohnenersatz gelten auch die Samen von Amburana cearensis. Das Holz wird als Cumarú oder Brasilianisches Teakholz bezeichnet und ist sehr begehrt. Das Wort „tonka“ ist aus der Galibi (Carib) Sprache entnommen, die von den Eingeborenen von Französisch-Guayana gesprochen wird; es erscheint auch in Tupi, einer anderen Sprache derselben Region, wie der Name des Baumes. Der alte Gattungsname, Coumarouna, wurde von einem anderen Tupi-Namen für "Baum", „cumarú“, gebildet.
Steckbrief
Heilwirkung: Fieber, Herzschwäche, Husten, Verdauungsfördernd, anregend, blutverdünnend, entzündungshemmend, krampflösend
wissenschaftlicher Name: Dipteryx odorata
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Verwendung
Tonkabohnen
Tonkabohnen haben einen süßlichen, leicht bitteren der Vanille ähnlichen Geschmack und werden deshalb als Vanilleersatz verwendet. Als Gewürz werden sie sehr sparsam in Desserts verwendet, die häufig auf Mohn oder Kokos basieren, ebenso nutzt man sie in Gebäck. Die Tonkabohnen als Gewürz sind von der Spitzengastronomie wiederentdeckt worden. Sie sind sehr hart und werden am besten mit einer Muskatreibe abgerieben oder 1–2 Bohnen mit einem Liter Milch ca. 10 Minuten gekocht und über Nacht stehen gelassen. Für Desserts auf Sahne- oder Milchbasis werden die Bohnen etwa zehn Minuten ausgekocht (sie können bis zu zehnmal verwendet werden). Ebenso können sie auch in Rum eingelegt werden. Wegen des Gehalts an Cumarin (zwei bis drei Prozent), das im Verdacht steht, krebserregend zu sein, ist der Gebrauch zurückgegangen. Auch wird daraus Tonkabohnenöl hergestellt. Die Verwendung der Tonkabohne zur Zubereitung in Lebensmitteln war in Deutschland ab 1981 zeitweise verboten. Seit 1991 existiert dieses Verbot in eingeschränkter Form. Die Verwendung der Tonkabohne ist nur erlaubt, wenn die zulässigen Höchstwerte für Cumarin in der zubereiteten Speise nicht überschritten werden. Cumarin gehört als Toxin laut Aromenverordnung EG 1334/2008 zu den Stoffen, die Lebensmitteln nicht als solche zugesetzt werden dürfen (Anhang III, Teil A der Aromenverordnung) und unterliegt bestimmten Höchstmengen, wenn es von Natur aus in Aromen oder Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften vorkommt. Die zulässigen Höchstmengen liegen je nach Art des Lebensmittels zwischen 5 mg/kg bei Des-sertspeisen und 50 mg/kg bei traditionellen und/oder saisonalen Backwaren, bei denen Zimt in der Kennzeichnung angegeben ist. Die Höchstgrenzen gelten für Cumarin als Aromastoff in Lebensmitteln, nicht jedoch bei der Verwendung als Riechstoff, wie beispielsweise in Parfums oder Kerzen.
In den Vereinigten Staaten von Amerika ist die Verwendung der Tonkabohne in Lebensmitteln durch die Food and Drug Administration untersagt. Die Tonkabohnen finden neben der Zubereitung von Lebensmitteln und Speisen bei der Herstellung von Parfüms ihre Verwendung, der duftende Extrakt der Tonkabohne wird durch Alkoholextraktion der getrockneten Bohnen gewonnen. Dem Duft der Tonkabohne wird eine hypnotische, erotisierende Wirkung nachgesagt, er findet häufig bei der Herstellung von Herrenparfums und der Aromatisierung von Tabak Verwendung. Die Bohnen können auch als Räuchermittel verwendet werden, sie werden frisch zu Pulver zermahlen und Räuchermischungen in kleinen Mengen beigegeben. Beim Verbrennen verströmen die Tonkabohnen einen süßlich-würzigen Duft (ähnlich wie Mandel und Vanille).
Im frühen 19. Jahrhundert entdeckte Alexander von Humboldt, dass die Wäsche in Venezuela wunderbar duftete, weil man in Caracas die Bohnen zwischen die Wäsche legt, damit sie einen angenehmen Duft erhält. In Südamerika werden ihr große magische und heilende Kräfte zugesprochen, als Schutzamulett gegen Krankheiten, in der Geldbörse für Wohlstand und Erfolg sowie zur Erfüllung von Wünschen.
Beschreibung
Der Tonkabohnenbaum wächst bis zu 25–30 Meter hoch, mit einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter. Die Baumrinde ist anfänglich glatt und fleckig, später furchig und gräulich, während das Holz rötlich-braun ist. Er bevorzugt schattige Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit, er toleriert nährstoffarme, durchlässige Böden, gedeiht aber am besten auf humusreichen Böden. Er ist eine Calcifuge (Kalkmeider) und bildet Brettwurzeln.
Der Baum hat unpaarig gefiederte, bis 20 cm lange und 8 cm breite Blätter, mit drei bis sechs eiförmig bis elliptischen, gelegentlich ungleichen, ledrigen, glänzenden und dunkelgrünen Blättchen. Die vielblütigen, rispigen Blütenstände sind etwa 5–9 cm lang. Die kleinen, duftenden, weiß, rosa und zwittrigen Schmetterlingsblüten sind zygomorph mit zwei bräunlichen, flügeligen Kelchblättern. Die Staubblätter sind zweibündelig verwachsen und Dipteryx odorata wird von Insekten bestäubt. Jede entwickelte eiförmige bis ellipsoide, anfangs grüne, später bräunliche, glatte Steinfrucht von 5–10 cm Länge und 3–6 cm Breite, enthält einen mandelförmigen, harten, ledrig-holzigen, rötlich-braunen, rund 3–5 cm langen und 1–2 cm breiten Samen der in einem faserigen Perikarp liegt. Der Kern besteht aus zwei ölhaltigen, cremefarbenen Kotyledonen zwischen welchen Cumarin-Schichten lagern. Das wenige, gelbe Fruchtfleisch ist klebrig und geschmacklos, mit schlechtem Geruch. Der ge-trocknete, dunkelbraune bis schwarze Samen mit einer schrumpeligen Oberfläche wird als Tonkabohne bezeichnet. Tonkabohnen sind hocharomatisch, duf-ten süß und erinnern im Aroma an Vanille und Waldmeister.
Die schlimmsten Schädlinge sind die Fledermäuse, aber auch Vögel (Papageien), weil sie das breiige Fruchtfleisch fressen, allerdings dient dies auch gleichzeitig der zoochoren Verbreitung der Samen. Einige bekannte Pilze können zu Problemen führen: Anthostomella abdita, Diatrype ruficarnis, Macrophoma calvuligera und Myiocopron cubense. Die Samen können nicht gekeimt werden wie die meisten Regenwaldsamen, sie sind nur eine kurze Zeit lebensfähig und haben keine „Ruheperiode“. Eine Vermehrung wird durch Marcottage, Knospen und Stecklinge erreicht.

Wintergrün
Wintergrün ist eine Gattung wintergrüner krautiger Pflanzen aus der Familie der Heidekrautgewächse. Früher wurden sie als eigene Familie Wintergrüngewächse behandelt, heute werden sie zu der Unterfamilie Monotropodieae geerechnet. Nach der Eigenschaft, im Winter nicht die Blätter einzuziehen, wird die Gattung Wintergrün genannt. Wintergrün, genannt auch Birnraut, ist nicht zu verwechseln mit dem Wintergrünstrauch.
Steckbrief
Heilwirkung: Diabetes, Epilepsie (beruhigend), Geschwüre, Harnsteine, Nierenprobleme, Prostataentzündung, Rheuma, Verstopfung, Wassersucht, Wunden, harntreibend, Ödeme
wissenschaftlicher Name: Pirola umbellata
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Sammelzeit: Juni bis August
Verwendung
Die Pyrola-Arten und ihre Verwandten enthalten das (giftige) Glycosid Arbutin, welches abgebaut wird und im Harn das desinfizierende Hydrochinon bildet. Aus diesem Grund wurden sie in der Volksmedizin zur Behandlung von Blasenleiden eingesetzt. Wintergrün ist auch eine geschmacksgebende Zutat zum amerikanischen Root-Beer.
Merkmale
Wintergrüngewächse sind ausdauernde, kleinwüchsige krautige Pflanzen, deren Blätter in Rosetten angeordnet sind. Die Blätter sind derb und wintergrün. Die zwittrigen Blüten sind radiär oder glockig gewölbt und vier- bis fünfzählig. Sie besitzen 8 bis 10 Staubblätter (Antheren) und einen oberständigen Fruchtknoten, aus dem Kapselfrüchte entstehen. Wie alle Heidekrautartigen produzieren auch die Pyrola-Arten ihren Pollen in Antheren, welche sich an apikalen Poren öffnen. Der Pollen selbst wird in Tetraden gebildet und ist klebrig, da er durch Insekten, vor allem Fliegen, verbreitet werden soll. Die Blüten werden im Sommer gebildet und die zahlreichen kleinen Samen im Herbst aus den unscheinbaren Samenkapseln entlassen. Zudem kommt es zur vegetativen Vermehrung durch Ausläufer. Sowohl für die Keimlingsentwicklung als auch für die Nährstoffversorgung spielen Wurzelpilze (Mykorrhiza) eine entscheidende Rolle.

Bachblüte
Man unternimmt keinerlei Anstrengungen mehr, in seinem Leben etwas zum Positives zu verändern (Wild Rose)
- Diese Menschen unternehmen keinerlei Anstrengungen mehr, in deren Leben etwas zum Positiven zu verändern
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dies abstreifen
Bachblüte
Ich bin schwermütig (Willow)
- Diese Menschen sind schwermütig
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das Schwermütige ablegen
Nehmen sie sich Zeit und genießen sie ihr Essen! (Regel 9)
Bewusstes Essen hilft, richtig zu essen. Wichtig ist es, sich beim Essen ausreichend Zeit zu nehmen, denn das natürliche Sättigungsgefühl setzt erst nach 15 bis 20 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit ein. Wer sein Essen mit allen Sinnen genießt, isst in der Regel vielseitiger und ausgewogener.
Zurück zum Seiteninhalt