Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.09.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > September > 16.09.19-22.09.19


HERBSTZEITLOSE
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Im Herbst öffnet die Herbstzeitlose ihre Blüten, die an Krokus oder Safran erinnern. Ganz ohne Blätter stehen die schönen Blüten in der Wiese, als hätten sie sich in der Jahreszeit verirrt. Die stark giftige Herbstzeitlose ist nahezu das einzige Mittel, das wirksam bei akutem Gichtanfall hilft. Aufgrund der Giftigkeit ist die Anwendung der Herbstzeitlose jedoch sehr heikel und gehört unbedingt in die Hand des Arztes.
Die Herbstzeitlose oder Herbst-Zeitlose ist die bekannteste Pflanzenart aus der ca. 100 Arten umfassenden Familie der Zeitlosengewächse. Die Herbstzeitlose blüht im Spätsommer bis Herbst und ist in Europa weit verbreitet und auch als Zierpflanze bekannt. Sie kann gelegentlich mit herbstblühenden Krokussen verwechselt werden. Die Laub- und Fruchtbildung erfolgt im Frühjahr und Sommer. Wirkstoffe dieser sehr stark giftigen Pflanze werden gelegentlich in Medizin und Pflanzenzucht verwendet. Sie wurde 2010 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Gicht
Anwendungsbereiche: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Als Fertigpräparat: Rheuma, Neuralgien, Hautkrebs, Leukämie, Homöopathisch ab D4! Erbrechen, Übelkeit, Darmentzündung, Durchfall, Herzstörungen, Kopfneuralgien, Magenentzündung, Reizhusten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Colchicum autumnale
Pflanzenfamilie: Colchicum autumnale
englischer Name: Autumn Crocus
volkstümliche Namen: Aegidibleamerl, Anbaubleamerl, Butterwecken, Giftblume, Giftkrokus, Gramatbleaml, Hennengift, Hennenverrecka, Herbstblume, Herbstlilie, Heugucken, Herbstkunkel, Hundsblume, Hundshoden, Hundszwiebel, Nackte Jungfer, Kaiblbuschen, Nackte Kathl, Kathrinenblume, Kuckucksbrot, Kuheuter, Lausblume, Laustaschen, Leichenblume, Lichtblume, Michaeliblime, Mönchskappen, Pumperhosen, Wiesen-Safran, Schulblume, Spinnblume, Teufelsbrot, Teufelstabakbeutel, Teufelswurz, Wiesenlilie, Wilde Zwiebel, Zosen
Verwendete Pflanzenteile: Knolle, Samen
Inhaltsstoffe: Colchicin, weitere Alkaloide, Öl, Proteine, Gerbstoffe

Anwendung
Achtung! Stark giftig.
Herbstzeitlose nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

Fertigpräparate werden üblicherweise aus der Knolle der Herbstzeitlose hergestellt. Ein genau überprüfter, standartisierter Gehalt des giftigen Alkaloids Colchicin ist bei Präparaten der Herbstzeitlose besonders wichtig. Die Herbstzeitlose in unverdünnter Form hilft nur gegen den akuten Gichtanfall und seine Schmerzen. Die Wirkung der Herbstzeitlose gegen die starken Schmerzen des Gichtanfalls beruht darauf, dass die wei-ßen Blutkörperchen in dem entzündeten Gewebe des betroffenen Gichtgelenks schmerzhaft zu spüren sind. Zur dauerhaften Behandlung der Gicht und zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut ist die Herbstzeit-lose nicht geeignet. Außerdem wird die Herbstzeitlose gegen Neuralgien, starke rheumatische Schmerzen und manche Formen von Leukämie und Hautkrebs eingesetzt. Präparate der Herbstzeitlose werden vom Arzt verordnet und dürfen nur genauso angewendet werden, wie vom Arzt verordnet.
Giftwirkung
Bei einer Vergiftung durch das Zellgift Colchicin der Herbstzeitlosen kommt es zunächst zu einer Blutfülle aufgrund einer Lähmung der Kapillargefäße. Anschließend kommt es zu heftigen Blutungen. Außerdem kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Koliken, kombiniert mit ausgeprägtem Durst. Hinzu kommt starke Angst, Schwindelanfälle, Delirien und Herzzusammenbruch. Schwere Vergiftungen können zum Tod führen.
Homöopathische Anwendung
Als homöopathisches Mittel kann man Colchicum entsprechend der Ähnlichkeitsregel gegen alle Gesundheitsprobleme anwenden, zu denen es bei der Vergiftung durch die konzentrierte Pflanze kommt. Man kann Colchicum ab der Potenz D4 also gegen Erbrechen, Durchfall, Herzbeschwerden und andere Symptome anwenden. Wichtig zur Verordnung von Colchicum ist eine besondere Überempfindlichkeit gegen Speisengerüche und den Anblick von Speisen, der bereits zu Übelkeit und Würgreiz führt.
Anwendung
Neben dieser toxischen Wirkung findet Colchicin aber auch Anwendung in der Medizin und bei der Pflanzenzucht. Colchicin hat auch in der heutigen Zeit noch einen hohen Stellenwert in der Behandlung der akuten Gicht. Herbstzeitlosen-Pulver wurde bereits im Mittelalter zur äußerlichen Behandlung von geschwürig zerfallenden Hauttumoren (wie dem Basaliom) benutzt. Demecolcin wird u. a. in der Krebstherapie eingesetzt. In der Homöopathie wird aus den zerkleinerten und in Alkohol angesetzten frischen Zwiebelknollen (im Herbst gesammelt) der Herbstzeitlosen das Homöopathikum Colchicum autumnale hergestellt, welches zum Beispiel bei Gicht, Gastroenteritis, Rheuma, Katarakt, Perikarditis und Schwangerschaftsübelkeit verabreicht wird. In Deutschland ist Colchicum autumnale verschreibungspflichtig bis einschließlich D3-Potenz. In der Pflanzenzucht verwendet man Colchicin zur Polyploidisierung und damit zur Vergrößerung von Zuchtpflanzen, wie zum Beispiel bei Erdbeeren. Diese Wirkung wird erzielt, da Colchicin die Mitose unterbricht, so dass sich die DNA-Menge im Zellkern bei jeder unterbrochenen Teilung verdoppelt, wodurch jede einzelne Zelle weitaus größer wird.

Geschichtliches

Die Herbstzeitlose stand früher in dem Ruf, in Verbindung mit der Hexe Medea von Kolchis aus der griechischen Sage zu stehen. Daher hat die Herbstzeitlose auch ihren wissenschaftlichen Namen Colchicum bekommen. Aufgrund ihrer Blütezeit im Herbst galt die Herbstzeitlose als Winterkünderin. Sie sollte gegen Schäden helfen, die vom Winter verursacht werden können. Die zerriebenen Blüten wurden entweder pur oder in Form einer Salbe auf die Hände gerieben, um Frostschäden und Wundsein durch harte Arbeit zu verhindern. In der Volksmedizin war früher eine Tinktur aus den Samen der Herbstzeitlose gegen Gichtanfälle üblich. Wegen des schwankenden Wirkstoffgehaltes ist solch eine Tinktur aber gefährlich und kann schädliche Nebenwirkungen haben.

Pflanzenbeschreibung

Die Herbstzeitlose ist eine ausdauernde, äußerst giftige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 30 Zentimeter erreicht. Es handelt sich um einen Geophyten; denn nur die unterirdischen Pflanzenteile überdauern die ungünstigen Jahreszeiten. Während des Winters wird die ursprüngliche Sprossknolle abgebaut und darüber eine neue angelegt. Gleichzeitig wächst der Seitenspross zu einer neuen Knolle heran. Im Sommer bildet die Herbstzeitlose eine braunschuppige Sprossknolle mit einem Durchmesser von 2,5 bis 5 Zentimeter und einer Länge bis zu 7 Zentimeter. Die trichterartig schräg bis steil aufwärts stehenden, durch eine leichte Einrollung schmal erscheinenden, aber eigentlich ziemlich breit-lanzettlichen Laubblätter erscheinen zusammen mit der noch unreifen Kapselfrucht im Frühsommer und sind bis 40 Zentimeter lang. Sie sind auffallend dicklich-steif und an der Spitze "kahnförmig" und knötchenartig zusammengezogen. Dies ist ein wichtiger, grundsätzlicher Unterschied zu den dünnen, ebenen und rasch schlaffen Blättern von Bärlauch. Außerdem sind die Blätter von Herbstzeitlosen immer leicht linksschraubig verdreht. Es werden ein bis fünf Blüten pro Exemplar gebildet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen, meist blassrosa bis violett, selten weiß gefärbten Blütenhüllblätter sind zu einer langen Röhre verwachsen. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Der aus drei Fruchtblättern verwachsene Fruchtknoten befindet sich tief in der Erde. Die drei Griffel sind bis zum Grund frei. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie), zum Beispiel durch Bienen und Fliegen; diese Art ist selbstfertil. Die Blütezeit reicht von September bis Oktober, selten auch im Frühjahr. Die länglich-eiförmige Kapselfrucht bildet sich erst zur Reifezeit im Frühsommer (Mai bis Juni) innerhalb des "Trichters" aus meist drei Laubblättern, der sich ab zeitigem Frühjahr bildet. Bei Reife im Sommer ist die Kapselfrucht leicht blasig angeschwollen und braun. Die kleinen, schwarzbraunen Samen besitzen ein weißes Elaiosom, das die Ausbreitung durch Ameisen begünstigt; auch Windausbreitung ist möglich.
Die Herbstzeitlose ist in Mitteleuropa heimisch. Sie bevorzugt Wiesen und Weiden als Standort. Die mehrjährige Pflanze überwintert durch ihre ausdauernde Zwiebel. Im Frühjahr wachsen elliptische, spitze Blätter aus der Zwiebel, die relativ leicht mit Bärlauchblättern oder Maiglöckchenblättern verwechselt werden können. Die krokusähnlichen Blüten erscheinen erst im Herbst, zwischen Ende August und Anfang November, wenn von den Blättern kaum noch etwas zu sehen ist. Die Blüten sind rosa bis violett und sehen kelchähnlich aus. Aus den Blüten entwickelt sich bis zum nächsten Sommer eine Kapsel mit zahlreichen Samen.

Anbautipps
Die Herbstzeitlose braucht leicht sauren, durchlässigen Boden und einen Standort, der nicht zu heiß ist, am besten Halbschatten. Auch ein sonniger Standort ist geeignet, wenn es nicht zu heiß ist. Die einfachste Anbauweise ist das Stecken der Knollen. Die Knollen werden im Juli 5 bis 10 cm tief in den Boden gesteckt. Die Vermehrung durch Samen ist auch möglich, dauert aber oft bis zu 18 Monate bei 15°C. Die Samen werden am besten in ein Saatbeet oder ein kaltes Frühbeet gesät.

Sammeltipps
Kein Bestandteil der Herbstzeitlose sollte gesammelt werden, weil die eigenmächtige Anwendung der giftigen Pflanze zu gefährlich ist.



JABORANDISTRAUCH
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Die Rautengewächse sind eine artenreiche Pflanzenfamilie innerhalb der Ordnung der Seifenbaumartigen. Zu ihr gehören 150 bis 183 Gattungen mit 1200 bis 1900 Arten. Unter anderem gehören auch alle Zitrusfrüchte hierher.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Homöopathisch ab D3!, harntreibend
wissenschaftlicher Name: Pilocarpus jaborandi
Verwendete Pflanzenteile: Blätter

Anwendung
Achtung! Stark giftig.
Jaborandistrauch nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmal

Es sind überwiegend Bäume oder Sträucher, seltener auch krautige Pflanzen. Sie sind immergrün oder laub-abwerfend. Die meisten dieser Pflanzenarten enthalten ätherische Öle. Die gestielten Laubblätter sind von Art zu Art verschieden: wechsel- oder meist gegenständig und sind einfach oder meist zusammengesetzt. Nur selten sind Nebenblätter vorhanden. Die Blattflächen sind oft durchscheinend punktiert.
Generative Merkmale
Selten stehen die Blüten einzeln, meist stehen sie in unterschiedlich gebauten Blütenständen zusammen. Die Blüten sind meist zwittrig, wenn sie eingeschlechtig sind dann sind die Pflanzen einhäusig bis zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die kleinen bis mittelgroßen Blüten sind radiärsymmetrisch, seltener auch etwas zygomorph, mit doppelter Blütenhülle (Perianth) und drei- bis fünfzählig. Die Kelchblätter sind frei oder an der Basis verwachsen und sind bei einigen Taxa stark reduziert. Die (drei-) vier oder fünf Kronblätter sind frei oder verwachsen. Die Zahl der Staubblätter kann ganz unterschiedliche sein zwei, drei, fünf, acht, zehn, oder 20 bis 60. Die Staubfäden sind meist breit und frei oder oft untereinander an ihrer Basis ringförmig verwachsen. Es ist ein intrastaminaler Diskusvorhanden. Es sind meist (ein bis) vier bis fünf (bis 100) oberständige Fruchtblätter vorhanden, sie können frei sein bis verwachsen sein. Bei Fruchttypen sind die Rutaceae sehr variabel: Beeren, Steinfrüchte, Samaras, Kapselfrüchte und Balgfrüchte kommen vor.


BACHBLÜTEN
Man gibt oft mehr, als man hat (4 Centaury)
- Diese Menschen geben oft viel mehr, als man eigentlich hat
- Mit der dementsprechender Bachblüte geben sie nicht mehr so viel

BACHBLÜTEN
Man wacht wie eine Glucke über die Bedürfnisse, Wünsche und Entwicklungen seiner Familie und seines Freundeskreises (8 Chicory)
- Diese Menschen wachen sie wie eine Glucke über die Bedürfnisse, Wünsche und diverse Entwicklungen ihrer Familie und ihrer Freunde
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie davon abstand nehmen und halten  


ERNÄHRUNG
Nacht- und Schichtarbeiter
Sind außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt. Ihr Verdauungssystem wird besonders beansprucht. Es muss essen verdauen, obwohl es eigentlich auf Sparflamme läuft. Darauf sollte der Nachtarbeiter Rücksicht nehmen.
Eine fettarme warme Mahlzeit um Mitternacht. Eventuell eine Tasse Kaffee oder Tee zur Anregung der Verdauungssäfte. Um das früh morgendliche Tief zu vertreiben, sollte gegen 4 Uhr eine kleine Zwischenmahlzeit eingelegt werden. Der Magen und das Verdauungssystem lieben Regelmäßigkeiten.


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