Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > September > 18.09.17-24.09.17


ARONIA

Die Aronia ist eine kleine Beere, auch Apfelbeere genannt, die von ihrer Gestalt her an Heidelbeeren erinnert. Aronia-Bäume stammen ursprünglich aus Amerika, sind aber schon lange in Europa heimisch. In Russland und Osteuropa wird die Aroniabeere schon seit Jahrzehnten als Heilpflanze angewendet. Erst in den letzten Jahren wurde auch in Mitteleuropa die Heilkraft der Aroniabeere erkannt. Seitdem wird sie gerne bei Herzkreislauferkrankungen und Entzündungen aller Art eingesetzt.
Die Apfelbeeren sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die nur drei Arten stammen ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika und wachsen dort als Strauch von ein bis zwei Metern Höhe. Die auf Grund ihrer Apfelfrüchte am häufigsten angebauten beiden Arten sind die Filzige Apfelbeere und die Schwarze Apfelbeere.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Bluthochdruck, Arteriosklerose, Entzündungen
Heilwirkung:
blutdruckregulierend, durchblutungsfördernd, entkrampfend, entzündungshemmend, herzschützend, immunstimulierend
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche, Allergien, Arteriosklerose, Arthrose, Blasenentzündung, Darmentzündung, Diabetes, Gallenschwäche, Gallensteine, Gelenkschmerzen, Harnwegserkrankungen, Hautentzündungen, Infektanfälligkeit, Krebs (unterstützend bei Chemotherapie), Leberschwäche, Magenschleimhautentzündung, Rheuma, Scharlach, Schilddrüsen-Krankheiten, Thrombose-Neigung, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name:
Aronia melanocarpa
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse - Rosaceae
englischer Name:
Chokeberry
volkstümlicher Name:
Aroniabeere, Apfelbeere, Schwarze Apfelbeere, Schwarze Eberesche
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren (Früchte)
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Flavonoide, Polyphenole, Anthocyanfarbstoffe, Gerbstoffe, Eisen, Jod, Folsäure, Magnesium
Sammelzeit:
Herbst

Anwendung
Die auf Grund ihrer  Apfelfrüchte am häufigsten angebauten beiden Arten sind die  Filzige Apfelbeere und die  Schwarze Apfelbeere. Aronia-Sorten sind wenig anfällig für Pflanzenkrankheiten. Die hohe  Flavonoid-Konzentration in der Schale macht sie unempfindlich gegen äußere Einflüsse wie Ultraviolettstrahlungoder Schädlinge. Die  obstbauliche Nutzung begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den russischen Biologen und Obstzüchter Iwan Mitschurin, der die Aronia um 1910 mit anderen Obstsorten wie Ebereschen und Mispeln gekreuzt oder sie zumindest veredelt haben soll. In Deutschland wird die Apfelbeere vor allem in Sachsen, Brandenburg und Bayern angebaut. Hier wurden im Jahr 2016 rd. 86 % der gesamtdeutschen Erntemenge erzeugt. Im Jahre 2015 wurden rund 470 Tonnen geerntet. Laut statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2016 rd. 1.100 Tonnen auf knapp 560 Hektar geerntet. Dabei stieg die Anbaufläche um rd. 41 % gegenüber dem Vorjahr 2015. Die erbsen-großen, schwarzen, häufig  wachsartig überzogenen Früchte, die ab Mitte August bis Oktober geerntet werden können, schmecken süß-säuerlich-herb und ähnlich der Heidelbeere. Die Beeren werden entweder getrocknet (wie Rosinen) verwendet, zu  Konfitüre verarbeitet (beispielsweise zusammen mit Orangen), oder nach  Dampfentsaften als  Saft getrunken. Sie finden in gemahlener Form auch häufig Verwendung in selbstgemixten Frucht- Smoothies. Aufgrund des hohen  Flavonoid-,  lt Folsäure-, Pro-  Vitamin-A-,  Vitamin-B2-,  Vitamin-K- und  Vitamin-C-Gehalts zählt(e) die Aronia in Polen und Russland zu den Heilpflanzen. In vitro wurde nachgewiesen, dass Frucht extrakt von Aronia mela-nocarpa den oxidativen Stress, hervorgerufen durch Operation oder in verschiedenen Phasen der Chemotherapie, bei Patienten mit  invasivem  Brust-krebs dank seiner antioxidativen Wirkung signifikantreduziert. Wegen ihrer krä-ftigen roten Farbe ( Anthocyane) wird sie ferner als Ersatz für Lebensmittelfarben (vor allem Cochenillerot A) verwendet. Wie viele pflanzliche Lebensmittel enthalten auch Apfelbeeren  cyanogene Glycoside, der  Blausäuregehalt frischer Früchte beträgt typischerweise etwa 0,6 bis 1,2 Milligramm pro 100 Gramm. Nach Einschätzung des  Max Rubner-Instituts ist der Genuss kleiner Portionen unbedenklich. Durch Erhitzung reduziert sich der Blausäuregehalt, so dass entsprechend verarbeitete Früchte auch regelmäßig konsumiert werden können. Die Anwendung der Aroniabeere ist sehr vielfältig und ähnelt der Anwendung anderer Beeren. Aronia kann man als Saft, Mus, Marmelade, aber auch als Tee nutzen. Im Handel findet man Aroniabeeren auch als Fruchtriegel, Fruchtbällchen oder Kapseln.
Tee
Für einen Aronia-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel getrocknete Aronia-Beeren mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn 15 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Aronia-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Aronia-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Saft
Eine besonders intensive Anwendung der Aroniabeere ist das Trinken des Aronia-Saftes. Im Aronia-Saft sind die Wirkstoffe der Aronia-Beere in hohen Konzentrationen enthalten. Der Aronia-Saft schmeckt säuerlich-herb. Täglich sollte man 50 ml bis 100 ml Aroniasaft trinken. Die Wirkung stellt sich erst nach einer Weile ein (mindestens eine Woche).
Achtung! Der Aroniasaft hat eine stark färbende Wirkung. Der starke natürliche Farbstoff, der in der Aroniabeere enthalten ist, ist der entscheidende, heilende Wirkstoff und daher aus gesundheitlicher Sicht erwünscht. Man sollte mit dem Saft jedoch nicht unnötig kleckern, weil Flecken nur schwer wieder entfernt werden können. Auch Zunge und Zähne können vom Aronia-Saft vor-übergehend verfärbt werden. Um diese Verfärbung zu verhindern, kann man den Saft mit einem Strohhalm trinken.
Den Aroniasaft kann man kurmäßig trinken bei allen Arten von Herz-Kreislauferkrankungen und Durchblutungsstörungen. Er hilft bei Bluthochdruck, aber auch bei niedrigen Blutdruck, weil der den Blutdruck reguliert. Die Durchblutung wird verbessert und die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall wird verringert. Außerdem hilft Aroniasaft (oder Tee) gegen die unangenehmen Folgen einer Chemotherapie. Durch den Saft wird die Chemotherapie besser verkraftet und man fühlt sich gesünder als ohne ihn. Durch seine immunstimulierende Wirkung kann man mit Aroniasaft gegen Erkältungen vorbeugen. Ein überschießendes Immunsystem wird hingegen beruhigt, sodass Aroniasaft auch gegen Allergien und Autoimmunkrankheiten wie Rheumatismus helfen kann.
Aronia-Saft selbermachen
Wenn man eigene Aronia-Bäume im Garten hat, kann man sich den Aronia-Saft auch selbst herstellen. Dazu gibt man die frisch geernteten, möglichst reifen Aroniabeeren in einen Topf und gießt eine kleine Menge Wasser hinzu. Dann bringt man die Beeren und das Wasser zum Kochen. Es sollte etwa 20 Minuten leicht köcheln. Anschließend gibt man Beeren und Wasser in ein sauberes Tuch, das über einer Schüssel hängt. Das Tuch bindet man oben zusammen und drückt es aus, sodass der Aronia-Saft unten in die Schüssel tropft. Man kann das zusammengebundende Tuch an der Decke oder einem, über die Schüssel gestellten, Hocker festbinden und den Saft über Nacht austropfen lassen. Im Kühlschrank hält der Saft einige Tage. Wenn man ihn einkocht, kann man ihn auch für mehrere Monate haltbar machen. Den Trester, also den Rest, der im Tuch übrigbleibt, kann man ausgebreitet im Backofen schonend trocknen (bei 50-70°C). Getrocknet kann man daraus Aronia-Tee kochen. Einfacher geht die Saftherstellung mit einem Saft-Kochtopf.

Geschichtliches
Ursprünglich stammt die Aronia aus Nordamerika. Dort wurde sie von den Ureinwohnern als Frucht genossen, vor allem als Wintervorrat. Um 1900 wurde die Aronia nach Russland eingeführt und angebaut. Erst im 20. Jahrhundert galt die Aronia offiziell als Obst und wurde anschließend nach und nach in ganz Osteuropa angebaut. Von dort aus gelangte die Aronia schließlich auch nach Deutschland, zunächst in den Osten. In den östlichen Bundesländern, vor allem Sachsen, wird sie heute verstärkt als gesunde Frucht angebaut und vermarktet. Die Heilkräfte der Aronia wurden in Russland vor etwa 50 Jahren entdeckt, wo die Aroniabeere auch schon seit Jahrzehnten als Heilpflanze genutzt wird. Erst seit wenigen Jahren wird die Aronia auch in Mitteleuropa als Heilpflanze erkannt und genutzt.

Pflanzenbeschreibung
Aronia-Arten sind sommergrüne Sträucher mit spitzen, auffallend weinroten Winterknospen. Die einfachen  Laubblätter sind elliptisch bis verkehrt-eiförmig, 2 bis 8 Zentimeter lang, meist kurz zugespitzt, fein kerbig gesägt, oberseits auf der Mittelrippe mit schwarzroten Haaren mit leuchtend roter Herbstfärbung. In  schirmrispigen Blütenständen stehen zehn bis zwanzig Blüten zusammen. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, fünfzähligen Blüten weisen einen Durch-messer von etwa einem Zentimeter auf. Es sind fünf  Kelchblätter vorhanden. Die fünf freien  Kronblätter sind weiß oder blass rosa. Die meist zwanzig purpurnen, behaarten Staubblätter sind an ihrer Basis verwachsen. Die roten oder schwarzen, apfelförmigen Früchte weisen einen Durchmesser von 5 bis 12 Millimetern auf und besitzen ein Kerngehäuse. Aronia ist verwandt mit dem Apfelbaum, aber die Früchte sind sehr viel kleiner. Die Aronia ist ursprünglich in Nordamerika heimisch. Von dort gelangte sie zunächst nach Russland und von dort aus schließlich über Osteuropa auch nach Deutschland. Ab dem zweiten Jahr trägt der Aronia-Strauch Früchte und kann beerntet werden. Er lebt etwa 20 Jahre oder länger. Der Aroniastrauch hat graubraune Stämme mit relativ glatter Rinde. Im Winter kann man schon die weinroten Knospen-Spitzen sehen. Die elliptischen Blätter mit feiner Kerbung sprießen im Frühjahr und sind über den Sommer hinweg saftig grün. Im Herbst verfärben sie sich leuchtend rot. Zwischen Mai und Juli erscheinen die kleinen weißen Blüten. Sie ähneln allen Blüten der großen Familie der Rosengewächse. In ihrer Größe erinnern sie aber besonders den Blüten von Weißdorn oder Schlehdorn. Die Blüten bilden eine dichte Schirmrispe. Aus den Blüten entwickeln sich bis August oder Okto-ber die kleinen schwarzblauen Früchte. Diese Früchte sehen nicht nur ähnlich aus wie Heidelbeeren, sie schmecken auch ähnlich, wenn sie erst einmal voll-reif sind. Verwechslungsmöglichkeit besteht unter anderem mit der Felsenbirne. Die Felsenbirne ist auch ein kleiner Baum, der heidelbeerartige Früchte trägt. Diese Früchte sind aber schon im Hochsommer reif und bilden lockerere Trauben als die Beeren des Aronia-Strauches.

Anbautipps
In gut sortierten Baumschulen und bei einigen spezialisierten Versandhändlern kann man junge Aronia-Sträucher erhalten. Der bis zu 2 Meter hohe kleine Aronia-Strauch ist sehr robust und gedeiht auch in rauem Klima. Auch gegen Schädlinge und Pilzerkrankungen kann sich der Aroniastrauch meistens erfolgreich wehren. Aronia ist recht anspruchslos in Hinblick auf den Boden. Zu sandig oder zu lehmig sollte der Boden jedoch nicht sein. Sonnig sollte der Standort für den Aronia-Strauch sein, damit die Früchte gut heranreifen können. Am besten pflanzt man den jungen Aronia-Strauch im Herbst in den Garten. Es dauert dann etwa zwei Jahre, bis man die ersten Früchte ernten kann.

Sammeltipps
Zwischen August und Oktober kann man die Aronia-Beeren sammeln, sofern man über eigene Aronia-Sträucher verfügt. Die Beeren werden gepflückt und die Stängel entfernt. Je nachdem, was man mit den Beeren machen will, kann man sie trocknen, zu Saft oder Mus verarbeiten. Die Trocknung erfolgt schonend im Backofen, damit die saftigen Früchte schnell genug trocken werden. Unverarbeitet kann man die Aroniabeeren etwas zwei Wochen lang aufbewahren.




SONNENBLUME


Die Sonnenblume steht oft mannshoch in vielen Gärten und eifert mit ihren großen Korbblüten der Sonne nach. Wenn sie verblüht ist und Samen in ihrem Korb trägt, ist sie eine beliebte Anlaufstelle für Vögel. Aber auch wir Menschen haben es auf die Sonnenblumenkerne abgesehen. Aus den Samen wird ein Speiseöl hergestellt, man kann die Samen aber auch naschen, in Müslis verwenden oder in Brote einarbeiten. Innerlich eingenommen helfen die Sonnenblumenkerne und das Öl gegen Darmreizungen. Äußerlich hilft das Sonnenblumen-Öl bei Hautprobleme. Sogar Neurodermitis soll von ihm gelindert werden.
Die Sonnenblume, auch Gewöhnliche Sonnenblume genannt, ist eine  Pflanzenart aus der  Gattung der  Sonnenblumen in der  Familie der  Korbblütler.

Steckbrief
Heilwirkung:
wundheilend, Dysenterie, Hautentzündung, Neurodermitis
wissenschaftlicher Name:
Helianthus annuus
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Sunflower
Verwendete Pflanzenteile:
Samen, Öl
Sammelzeit:
September und Oktober

Nutzung
Ab dem 17. Jahrhundert verwendete man die Kerne für Backwaren oder geröstet als Ersatz für  Kaffee und Trinkschokolade. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird die Sonnenblume auch als  Ölpflanze genutzt. Außerdem werden die Kerne als „Imbiss" gegessen sowie direkt zum Kochen und als Zugabe zu Salaten verwendet. Schon die Indianer haben die fettreichen Samen als Nahrung verwendet. Sonnenblumenkerne werden auch zur Keimung verwendet und entfalten dabei umso mehr ihre Inhaltsstoffe. Daneben spielt die Verwendung als Vogelfutter eine große Rolle. Hauptanbaugebiete sind heute China, die Vereinigten Staaten, Russland, die  Ukraine und das übrige Europa.
Sonnenblumenkerne
Zu den Inhaltsstoffen gehören über 90 % ungesättigte  Fettsäuren,  Vitamin E,  Vitamin B,  Vitamin A,  Vitamin F,  Karotin,  Calcium,  Iod und  Magnesium. Sie machen die Sonnenblumenkerne zu einem gesunden Nährmittel. „In 100 g der kleinen, knackigen Kerne steckt mehr Eiweiß als in einem Steak." In Russland und auf dem Balkan werden geröstete Sonnenblumenkerne als sogenannte Semetschki gegessen. Dort sind sie bereits abgepackt in Tüten zu kaufen und werden unterwegs zerbissen und gegessen, die Schalen werden danach ausgespuckt. Ein ähnliches Produkt, die pipas de girasol, ist in Spanien sehr beliebt. Auch in der  Türkei ist das Produkt unter dem Namen „Çekirdek" bekannt.
Sonnenblumenöl
Das  Sonnenblumenöl ist wertvoll für die menschliche  Ernährung, sollte aber wegen des hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht als Frittieröl verwendet werden (mit Ausnahme der  high-oleic-Varianten). Bei landwirtschaftlich genutzten Sonnenblumen liegt der Ölgehalt der Frucht zwischen 48 und 52 %. Sonnenblumenöl, gepresst aus den Samen, wird zum Kochen verwendet. Unraffiniertes Öl, wie es in osteuropäischen Ländern häufiger anzutreffen ist, weist im Gegensatz zu raffiniertem Öl einen starken Eigengeschmack auf und eignet sich daher besonders als Geschmacksträger für die Zubereitung von warmen Speisen und Salaten. Raffiniertes Öl kann in Schmieröl, Treibstoffen und Weichmachern verwendet werden. Die Pressrückstände bzw. das entfettete Mehl können als  Viehfutter dienen. Neben der Verwendung als Speiseöl wird Sonnenblumenöl auch in Pharmazie und Medizin sowie für industrielle Verwendungen eingesetzt. In der Pharmazie stellt das Öl ein Füllmaterial in Weichgelatinekapseln dar, daneben wird es für Salben und Cremes verwendet und kann  Olivenöl oder  Erdnussöl in Medizinprodukten ersetzen. Traditionell angewendet wird Sonnenblumenöl bei Verstopfung sowie äußerlich zur Wundbehandlung und bei Rheuma.
Industriell wird Sonnenblumenöl für Farben und Lacke verwendet, zudem ist es in Öl- und Künstlerfarben enthalten. Auch in der Lederbearbeitung und in der Tuchfabrikation (Konservierungsmittel) wird es eingesetzt. Als  Biokraftstoff kann reines Sonnenblumenöl als  Pflanzenölkraftstoff eingesetzt werden, anders als bei Rapsölkraftstoff sind die Kraftstoffqualitäten jedoch nur wenig erforscht und die Ermäßigung der Mineralölsteuer entfällt. Üblich ist dagegen die Erzeugung von Biodiesel aus Sonnenblumenöl: Rund 10 % des 2007 in Europa erzeugten Biodieselsbestehen aus Sonnenblumenöl- Methylester (SME), das aus Sonnenblumenöl und  Methanol durch  Umesterung hergestellt wird.

Beschreibung
Die Sonnenblume ist eine  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 1 bis 2, seltener 2,2 Meter erreicht. Sie bildet keine Knollen. Der Stängel ist rauhaarig. Die fast alle wechselständigen am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis 40 Zentimeter und einer Breite von bis zu 35 Zentimetern breit herzförmig mit gesägtem Rand. Die nickenden Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 10 bis 40 Zentimetern auf. Die meist gelben Zungenblüten sind 6 bis 10 Zentimeter lang und die  Röhrenblüten sind braun.
Die Sonnenblume ist eine bis zu 2m tief wurzelnde einjährige kultivierte Pflanze. Sie ist sehr  photosyntheseaktiv; eine große Pflanze bindet pro Tag das in einem Raum von 100 Kubikmetern vorhandene Kohlenstoffdioxid. Allerdings sind die Pflanzen sehr lichtabhängig d. h., die Netto-Photosyntheserate steht in direktem Verhältnis zum Logarithmus der Lichtintensität, deshalb bleiben bereits geringfügig schlechter besonnte Pflanzen wesentlich kleiner. Sie ist eine typische Pflanze warmer Standorte, d. h., sie ist ein Wärmekeimer, sie hat ihr maximales Wachstum bei 20 Grad Celsius und ihre  Keimblätter legen sich nachts zusammen. Ihre  Scheinblüte sind große „Körbchenblumen", die oft aus über 15.000 Einzelblüten bestehen. Die Blüten sind vormännlich. Die zungenförmigen Randblüten sind steril und haben eine hohe UV-Reflexion. Die Scheibenblüten sind zwittrig. Die  Bestäubung erfolgt durch verschiedene  Insekten. Der  Nektar hat zur Zeit der Hauptproduktion zwischen 10 und 14 Uhr auch den höchsten Zuckergehalt von 35%. Die Blütenköpfe richten sich fast immer auf „Mittag" ein; die Sonnenblumen sind also  Kompasspflanzen. Die Eigenart der Pflanze, sich immer dem Sonnenlicht zuzuwenden, nennt man  Heliotropismus. An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne von Ost nach West, während sie sich nachts oder in der Morgendämmerung nach Osten zurückdreht. Auch wenn dies für die reifende Pflanze angenommen wird, so drehen sich nur die Blätter und Knospen zur Sonne, nicht jedoch die  Fruchtstände. Diese weisen in der Regel nach Osten. Der Stamm verhärtet am Ende der Knospenstufe seine östliche Ausrichtung und, wenn die Überstrahlungsstufe erreicht wird, „friert" der Stamm sie gewissermaßen ein. Blühende Sonnenblumen sind nicht mehr heliotrop, und die meisten Köpfe zeigen in Richtung des Sonnenaufgangs. Blütezeit ist von Ende Juni/Juli bis September. Die  Früchte sind Achänen ohne  Pappus, dafür befinden sich auf dem Korbboden viele harte Spreublätterals Tragblätter der Einzelblüten; diese dienen der  katapultartigen Ausbreitung der Früchte, besonders bei der Bearbeitung durch Vögel. Dazu kommt eine Versteckausbreitung z. B. durch  Mäuse. Außerdem breiten sich die Früchte als Regenschwemmlinge aus. Sie sind Licht- und Wärmekeimer. Die Blätter werden vom  Sonnenblumenrost befallen.



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