Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.08.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > August > 19.08.19-25.08.19


KORNBLUME

Die Kornblume galt früher als Ackerunkraut und wurde als solches so erfolgreich bekämpft, dass sie fast ausgestorben ist. Daher steht sie inzwischen unter Naturschutz. Ihre leuchtend blauen Blüten trifft man heutzutage eher in Gärten als in Kornfeldern an, denn viele naturverbundene Gartenbesitzer haben sich ihrer angenommen, um ihr eine Chance zum Überleben zu geben. Die Bitter- und Gerbstoffe der Kornblume machen sie vor allem zu einer Heilpflanze gegen Probleme des Verdauungsapparates. Mit ihren adstringierenden Eigenschaften kann sie jedoch auch Hautprobleme lindern und gereizte Schleimhäute beruhigen, was gegen Husten und Mundschleimhautentzündungen helfen kann. In Teemischungen wird sie gerne eingesetzt, weil sie die Kräutermischung optisch aufwertet. Sie gilt als sogenannte Schmuckdroge.
Die Kornblume, auch Zyane genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Cyanus innerhalb der Familie der  Korbblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Augenkrankheiten, Hautprobleme, Verdauung
Heilwirkung:
adstringierend, antirheumatisch, appetitanregend, blutreinigend, entwässernd, entzündungshemmend, harntreibend, hustenstillend, schleimlösend, tonisierend, zusammenziehend
Anwendungsbereiche:
Akne, Appetitlosigkeit, Augenentzündung, Bindehautentzündung, Bittermittel, Darmbeschwerden, Fieber, Galle, Gelbsucht, Genitalfluor, Gicht, Hornhautgeschwüre, Husten, Insektenstiche, Juckreiz, Kopfschmerzen, Kopfschuppen, Leberschwäche, Magenbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Mundschleimhautentzündung, Nierenschwäche, Ödeme, Quetschung, Rheuma, Spinnenbisse, Stärkungsmittel, Tonikum, Verdauungsstörungen, Verstopfung, schlecht heilende Wunden
wissenschaftlicher Name:
Centaurea cyanus L., Cyanus arvensis, Cyanus segetum, Cyanus vulgaris
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Cornflower
volkstümlicher Name:
Blauchrut, Blaumütze, Cyane, Hunger, Hungerblume, Kaiserblume, Kornbeißer, Kornblume, Kornfresser, Kornmutter, Kornnägeli, Kornnelke, Kreuzblume, Blaue Kronblume, Rockenblume, Roggenblume, Schanelke, Sichelblume, Sträpsen, Trämpsen, Tremisse, Zachariasblume, Ziegenbein
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Blütenköpfe, Blütenstand
Inhaltsstoffe:
Anthocyane, Bitterstoffe, Blauer Farbstoff, Centaurocyanin, Flavonglykoside, Gerbstoff, Glykosid, Harz, Salizylsäure, Salze, Schleim, Succinylcanin, Wachs
Sammelzeit:
Juni bis Oktober (geschützt!)
Kontraindikation:
Schwangere, Stillende
Nebenwirkungen:
Es gibt Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren

Anwendung
In der Heilkunde wird die Kornblume zur Behandlung von Kopfschmerzen, Akne, Fieber, Husten und Insektenstichen verwendet. Obwohl der Kornblume keine direkte Heilkraft nachgewiesen werden kann, benutzt man sie oft gegen Entzündungen, Hautrötungen und Bindehautreizungen. Selten ist sie auch Bestandteil von Kosmetika. In der Imkerei ist die Kornblume aufgrund des hohen Zuckergehalts ihres  Nektars (34%) und seines hohen Zuckerwerts (bis zu 0,20mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte  Nebentracht.  In Tees werden getrocknete Kornblumenblüten als  Schmuckdroge eingesetzt, beispielsweise in der Mischung Lady Grey. Einige Sorten werden als  Zierpflanze verwendet.
Tee
1 Esslöffel Blüten mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Fördert den Appetit, stärkt die Verdauung, Galle und Leber. Getrunken wird eine Tasse vor den Mahlzeiten. Kornblumenblüten werden aber meistens nur anderen Teemischungen (z.B. Hustentees) beigegeben.
Umschläge
Kompressen mit dem Tee helfen bei geschwollenen Augen.
Bäder
Teebäder helfen bei Hauterkrankungen und juckender Haut. Zwei Fußbäder täglich helfen gegen Ödeme.
Gesichtswasser
Ein Tee mit 3 Esslöffeln auf 250 ml Wasser kann als Gesichtswasser bei unreiner oder gereizter Haut eingesetzt werden.
Wein
Blüten in Wein aufgekochten und abseihen. Hilft gegen Fieber, regt die inneren Organe an und eignet sich zur Mundspülung.
Blütenfrischbrei
Die frischen Blüten werden zu einem Brei zerquetscht, dieser Brei wird zur Heilung von Wunden und Geschwüren aufgetragen.
Blüten-Saft und -Brei
Frischer saftiger Brei aus der Kornblume wird äußerlich gegen Schuppen und Kopfgrind eingesetzt.
Tinktur
Die Kornblume ist Teil Tinktur aus blauen Blüten zur Konzentrationsstärkung und Vitalisierung.
Augentropfen
1 Esslöffel in 250 ml Wasser geben 5-10 Minuten kochen, anschließend noch 30 Minuten ziehen lassen und abfiltern. Hilft gegen entzündete Augen. Da selbstgemacht Augentropfen mit einigen Gefahren (Fremdkör-per, Bakterien) verbunden sind, sollte man auf eine eigene Herstellung verzichten.
Salat
Die frischen und jungen Blütenblätter in den Salat geben, ist nicht nur eine schöne essbare Dekoration, sondern fördert die Verdauung und ist leicht harntreibend.


Geschichtliches
Da die Kornblume die gleichen Bedingungen mag, wie Getreide, wurde die Kornblume vom östlichen Mittelmeer mit dem Getreide-Saatgut in den Jahrtausenden des Ackerbaus über die ganze Welt verteilt. Im Antiken Griechenland wurde die Kornblume zur Wundheilung eingesetzt. Im Mittelalter galt sie sogar als Mittel gegen Pest, was aber wohl zu viel von der milden Blume verlangt ist. Ansonsten war ihr Einsatzweck die Heilung von Augenerkrankungen. Die Volksheilkunde setzte die Kornblume für Spülungen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum ein. Die Kornblume wurde auch als magische Augenpflanze eingesetzt: Z.B. nimmt man die erste Blüte der Kornblume und bestreicht damit seine Augen. So hat man das ganze Jahr Ruhe vor Augenproblemen. Die Kornblume durfte allerdings nicht ins Haus gebracht werden, da sie Brot schimmelig machen sollte. Zeitweise wurde die Kornblume auch als Färbemittel genutzt. Durch moderne Landwirtschaft mit reinem Saatgut und Unkrautbekämpfungsmittel ist die Kornblume fast überall verschwunden. Sie steht deshalb unter Naturschutz und darf nicht mehr gesammelt werden. In der modernen Kräuterheilkunde hat die Kornblume nur noch eine Bedeutung als Schmuckdroge.

Pflanzenbeschreibung
Die Kornblume ist im östlichen Mittelmeerraum heimisch, ist aber mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden. Sie wächst bevorzugt auf Unkrautfluren, Schuttplätzen und an Getreidefeldern. Die einjährige bis zweijährige Pflanze wird zwischen 20 und 80 Zentimeter hoch. Der Stängel ist kantig. Der Stängel und Blätter sind weiß-grau-filzig behaart. Die Blätter sind lanzettlich und wechselständig. Die blauen Röhrenblüten/ Körbchenblüten erscheinen zwischen Juni und Oktober und haben einen Durchmesser zwischen 15 und 50 mm. Aus den Blüten entwickeln sich im Herbst die Samen.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Kornblume ist eine  einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Der aufrechte, einfache bis im oberen Bereich verzweigte Stängel ist locker filzig behaart. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind mehr oder weniger locker grau filzig behaart. Bei den untersten Stängelblättern ist die Blattspreite bei einer Länge von 3 bis 10 Zentimetern  linealisch-lanzettlich mit spitzem oberen Ende oder manchmal fiederspaltig. Ihr Blattrand ist einfach oder besitzt entfernt linealische Blattlappen. Die übrigen Stängelblätter sind linealisch und meist ganzrandig; meistens sind sie nach oben hin nicht deutlich kleiner, außer denen direkt unter den Blütenständen.  
Blütenstand, Blüte und Frucht
In einem offenen, gerundetem bis mehr oder weniger abgeflachten zymösen Gesamtblütenstand stehen über Blütenstandsschäften die körbchenförmigen Blütenstände. Das Involucrum ist bei einer Höhe von 12 bis 16 Millimetern glockenförmig. Die anfangs filzig behaarten und dann verkahlenden Hüllblätter sind am Rand und an den aufrechten Anhängseln trockenhäutig, dunkelbraun bis schwarz, die mit etwa 1 Millimeter langen Zähnen gefranst sind. Die äußeren Hüllblätter liegen eng an und sind grün gefärbt und eiförmig. Die inneren Hüllblätter stehen lockerer, sind violett überlaufen und länglich. Der flache Körbchenboden besitzt keine Spreublätter. Die diskusförmigen Blütenkörbchen enthalten 25 bis 35  Röhrenblüten.  Die Röhrenblüten sind unterschiedlich blau, können aber auch weiß, rosa- oder purpurfarben sein. Die am Rand der Körbchen stehenden Röhrenblüten sind steril, ihre Krone ist auffallend auf eine Länge von 20 bis 25 Millimetern vergrößert, deutlich zygomorph mit fünf-, selten bis zu achtlappigen oberen Ende. Die im inneren des Blütenkorbes stehenden Röhrenblüten sind fertil und ihre Krone ist 10 bis 15 Millimeter lang. Die strohfarbenen oder silbergrauen, fein behaarten  Achänen sind 4 bis 5 Millimeter lang. Der Pappus besteht aus ungleichen, steifen Borsten, die mit einer Länge von 1 bis 4 Millimetern meist kürzer als die Achäne sind.  

Anbautipps
Die Kornblume ist pflegeleicht. Die oft erhältlichen Ziersorten haben keine Heilwirkung, daher die echte Kornblumen-Samen kaufen. Aussaat im Frühling oder Herbst. Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein. Der Boden sollte kalkarm, durchlässig und nährstoffreich sein, verträgt keine Überdüngung. Die Kornblume mag keine Staunässe oder viel Feuchtigkeit, daher sparsam gießen. Die Kornblume blüht bis in den späten Herbst hinein, wenn man die verblühten Blüten entfernt oder die frischen Blüten erntet.

Sammeltipps
Da die Pflanze unter Naturschutz steht, darf sie nicht in der Natur gesammelt werden. Geerntet werden Blüten, die sich gerade erst geöffnet haben. Blüten kann man zupfen, diese müssen schnell aber schonend getrocknet werden, damit die blaue Farbe erhalten bleibt. Gelingt nicht immer. Man kann auch das Kraut mit den Blüten ernten und als Bündel an einem schattigen und luftigen Ort trocknen, so bleibt die blaue Farbe am sichersten erhalten. Nach dem Trocknen werden die Blüten gezupft oder Blütenkelch und Blütenboden entfernt. Die getrockneten Blüten müssen dunkel gelagert werden, da Licht die getrockneten Blüten schnell ausbleicht.




KREUZBLUME

Die Bittere Kreuzblume, volkstümlich auch Bittere Ramsel oder Blaue Milchblume, ist eine auch in Mitteleuropa heimische Art aus der Familie der  Kreuzblumengewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
Bronchitis, Husten, Magen stärkend, milchfördernd
wissenschaftlicher Name: Polygala amara
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Sammelzeit:
Mai und Juni

Pflanzenbeschreibung
Merkmale

Die Bittere Kreuzblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze von fünf bis 20 Zentimetern Wuchshöhe. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend. Sie entspringen zahlreich aus der Mitte einer grundständigen Blattrosette. Die Blätter sind krautig. Die Rosettenblätter schmecken bitter. Die Stängelblätter sind in der Mitte am breitesten und am Ende zugespitzt. Die Blüten trauben stehen meist einzeln und endständig und sind acht- bis 25 (-40)-blütig. Die Tragblätter sind 1,5 bis 2,5 Millimeter lang, und so lang oder wenig länger als der Blütenstiel. Die Blüten sind in der Regel kräftig blau. Die äußeren  Kelchblätter sind über drei Millimeter lang; die Flügel sind (4,5) fünf bis 8,5 Millimeter lang, und (1,8) zwei bis 5,5 Millimeter breit. Die Nerven der Flügel sind wenig verzweigt. An der Spitze sind sie nicht mit dem Mittelnerv verbunden. Zur Fruchtzeit bilden sie null bis vier Netzmaschen. Die Blütenkrone ist 3,5 bis 6,5 (bis acht) Millimeter lang und ist deutlich in Röhre, Kiel und Anhängsel gegliedert. Die Kronblattanhängsel haben 12 bis 35 Fransen. Die Blütezeit dauert von Mai bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Die Kapselfrucht ist 3,5 bis 5,5 Millimeter lang und 3,5 bis 4,5 Millimeter breit. Sie hat einen 0,2 bis 0,3 Millimeter breiten Rand, der so breit oder ein wenig breiter ist als die Flügel. Die Samen sind 2,1 bis 2,8 Millimeter lang. Die Samenanhängsel (Elaiosomen) sind wie der Same behaart und ungleich lange Lappen. Die Bittere Kreuzblume ist ein Windstreuer (Anemochorie), die ausgestreuten Samen werden von  Ameisen weiter verbreitet.



BACHBLÜTEN
Man arbeitet am liebsten allein, sein eigenes Tempo (18 Impatiens)
- Diese Menschen arbeiten am liebsten alleine, sein eigenes Tempo
- Mit der dementsprechender Bachblüte arbeiten sie kaum mehr alleine  

BACHBLÜTEN
ich habe Selbstzweifel (19 Larch)
- Diese Menschen haben sehr große Selbstzweifel
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie ihre Selbstzweifel aufräumen  


ERNÄHRUNG
Schlachtfette
Sorten
Es gibt Rindertalg, Rindernierenfett, Schweineschmalz, Flomen- und Griebenschmalz und Gänseschmalz
Weitere tierische fette sind z.B. Seetier-Öle (Tran), z.B. aus dem Depotfett von Robben, Fischleberöle (Lebertran) aus dem Lebern von Dorsch, Heilbutt oder Schellfisch.


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