Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.07.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juli > 15.07.19-21.07.19


RÖMISCHE KAMILLE

Den Kamillentee dürfe jeder aus seiner Kindheit kennen. Je nach Land ist die enthaltene Kamille eine andere.
Es gibt zwei wichtige "Kamille"-Kräuter, einmal die  Echte Kamille und zum anderen die römische Kamille. So ist in Deutschland eher die Echte Kamille, in Frankreich und England die Römische Kamille beliebter. Von der römischen Kamille gibt es zwei Varianten: Gefüllte Römische Kamille, ungefüllte Römische Kamille.
Das Mutterkraut wird auch als römische Kamille bezeichnet, ist aber eine andere Pflanze. Die römische Kamille ist ein bitteres Kraut mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Die Römische Kamille hat nahezu die gleiche Heilwirkung wie die  Echte Kamille. In der Pflanzenheilkunde werden vor allem die Blütenköpfe der gefüllten römischen Kamille verwendet. Das ätherische Öl wird mit Wasserdampfdestillation aus den Blüten gewonnen. In der Homöopathie wird das blühende Kraut der ungefüllten römischen Kamille genutzt.
Die Römische Kamille ist eine Pflanzenart der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird ähnlich wie die Echte Kamille als Heilpflanze verwendet
.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Blähungen, Krämpfe, Magenprobleme, Menstruationsprobleme
Heilwirkung:
antibakteriell, antidepressiv, appetitanregend, beruhigend, blähungstreibend, blutbildend, des-infizierend, entwässernd, entzündungshemmend, fiebersenkend, galletreibend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, menstruationseinleitend, nierenanregend, rheumalindernd, schlaffördernd, schmerzlindernd, schweißtreibend, stimmungsaufhellend, verdauungsfördernd, windtreibend, wurmabtötend
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche, Akne, Arthritis, Asthma, Blähungen,  Blasenentzündung, Brechreiz, Bronchialstau, Darmparasiten, Dermatitis, Divertikulitis, Durchfall, Fieber, Furunkel, Fußpilz, Gelbsucht, Gelenkentzündung, Gelenkschmerzen, Hautentzündung, Hautunreinheiten, Herpes, Koliken,  Kopfschmerzen, Leberleiden, Magenkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Morgenübelkeit, Muskelkater, Muskelschmerzen, Nervenschmerzen, Nervosität, Neuralgie, Ohrenschmerzen, Regelschmerzen, Pickel, Pilzinfektion, PMS, Psoriasis, Reisekrankheit, Schlaflosigkeit, Schuppenflechte, Seekrankheit, Stress, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Verstauchung, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Würmer, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Anthemis nobilis L., Chamaemelum hortense, Chamaemelum nobile L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Roman Chamomile
volkstümlicher Name:
Dickköpfe, Große Kamille, Hemdknöpf, Härmelchen, Kathreinenblume, Kuhmelle, Römische Kamille, Wälsche Öpfelblumli, Welsch Kamillen, Tüfelschrut
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut, Blüten
Inhaltsstoffe:
Angelikasäure-Ester, Antheocotulid, Ätherische Öle, Azulen, Bitterstoffe, Chamazulen, Flavonglykoside, Harz, Isobuttersäure, Nobilin, Pinocarvon, Polyacetylene
Sammelzeit:
Juli - Oktober
Nebenwirkungen:
selten allergische Reaktionen, bei Dauergebrauch: Nervosität, Schwindel
Kontraindikation:
Korbblütlerallergie, Schwangerschaft, Stillzeit

Anwendung
Tee
1-2TL (frische/getrocknete Blüten oder Kraut) mit 250ml kochendem Wasser übergießen, bedecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Etwa 2-3 Tassen lauwarmen Tees pro Tag. Hilft gegen Verdauungsprobleme, Schlaflosigkeit und Nervosität. Tee maximal 3 Wochen lang trinken.
Spülungen
Gurgeln mit dem Tee hilft bei Schleimhautentzündungen im Mund oder Rachen.
Umschlag
Ein Umschlag mit frischen Blätter oder Blüten oder einem Tee hilft bei der Wundheilung. Bei frischen Pflanzenteilen kann es aber zu unerwünschte Reaktionen der Haut kommen.
Gesichtsdampfbad
Gesichtsdampfbad mit dem Öl oder Tee dient der Hautpflege.
Einreibungen
Einreibungen mit dem Öl oder Tee helfen bei Magen-Darm-Problemen.
Sitzbäder
Sitzbäder mit Tee bei Magen-Darm-Problemen und Hautproblemen.
Salben/Cremes
Salben/Cremes helfen gegen Hautprobleme, Rezept unter Kamillen-Zink-Creme
Inhalation
Asthma und Bronchialstau
Haarpflege
Tee als Haarwasser zur Aufhellung von nachgedunkeltem blondem Haar.
Aromatherapie
Das ätherische Römische Kamille-Öl duftet fruchtig und wirkt ausgleichend, besänftigend - gegen Ärger, Missmut und Stress.
Homöopathie
Genutzt wird das blühende Kraut der Ungefüllten Römischen Kamille. Hilft bei Beschwerden durch nervöse Anspannung.
Medizin
Die Römische Kamille wird in Westeuropa, besonders in Frankreich, Belgien und Großbritannien, wie die Echte Kamille verwendet. Verwendet werden die Blütenköpfchen, die als  Droge einen Mindestgehalt an ätherischen Ölen aufweisen müssen. Anwendungsgebiete sind - wiederum vor allem in Westeuropa – Menstruationsbeschwerden und als Karminativum bei Verdauungsproblemen. Weiters bei Nervosität, Hysterie und allgemeiner Schwäche. Äußerliche Anwendungen (Aufgüsse) erfolgen zur Wundspülung, bei Entzündungen etwa im Mundbereich.  Mit warmen Aufgüssen kann blondes Haar aufgehellt werden.  

Geschichtliches
Mit Rom oder den Römern hat die römische Kamille nur den Namen gemeinsam. Die alten Ägypter weihten die Römische Kamille dem Sonnengott Ra. In der europäischen Volksheilkunde war die Römische Kamille schon immer eine sehr wichtige Heilpflanze. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Pflanze in Europa als Heilpflanze dokumentiert, vor allem im Großraum London, da war die römische Kamille ein verbreitetes Unkraut. Tee wurde bei Trotzanfällen bei Kindern eingesetzt. Die römischen Kamille soll andere Pflanzen heilen, daher hat man früher die römischen Kamille neben kranke Pflanze gesetzt.


Pflanzenbeschreibung

Die Römische Kamille ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die intensiv aromatisch riecht. Sie erreicht Wuchshöhen von 15 bis 30 cm, ist zerstreut behaart und hat verzweigte Blütensprosse und kurze sterile Sprosse. Die Blätter sind sitzend, haben einen länglichen Umriss und sind zwei- bis dreifach  fiederschnittig. Die einzelnen Abschnitte sind linealisch und spitz. Die Blütenköpfchen stehen einzeln endständig und sind lang gestielt. Ihr Durchmesser beträgt 18 bis 25 mm. Die Hülle der Körbchen ist 4 bis 6 mm lang und halbkugelig. Die Hüllblätter stehen in wenigen Reihen, sind länglich bis verkehrt-eiförmig, angedrückt behaart, grün, breit und mit einem durchscheinenden Hautrand. Der Boden der Köpfchen ist kegelförmig und markig. Die Spreublätter sind spatelförmig, stumpf und haben einen grünen Mittelstreifen und einen durchsichtigen Rand. Die Zungenblüten sind weiblich, rund 10mm lang und weiß. Recht häufig fehlen sie auch. Die  Röhrenblüten haben eine gelbe Krone, die am Grund rundum eine schiefe Aussackung besitzt. Die Blütezeit ist Juli bis Oktober.  Die Früchte sind rund 1 bis 1,3 mm lang, haben einen rundlichen Querschnitt und sind glatt und bräunlich.
Die römische Kamille kommt ursprünglich aus Nordafrika und ist in Westeuropa und rund ums Mittelmeer heimisch. Selten in der Natur meist nur in Kulturen, Gärten oder um Siedlungen zu finden. Sie wächst bevorzugt auf Grasfluren und an Gebüschen. Die mehrjährige winterharte Staude wächst dichtbüschig und wird zwischen 10 und 35 Zentimeter hoch. Die Blätter sind doppelt fiederspaltig. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Juli und Oktober. Die Blüten sind weiß, haben ein gelbes Inneres. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 2 cm. Die gefüllte ist etwas kleiner als die ungefüllte Variante.

Anbautipps
Pflegeleicht.
Ungefüllte römische Kamille
Im Frühjahr in Reihen mit etwa 45 cm Abstand aussäen.
Gefüllte römische Kamille
Die wird vegetativ vermehrt, da steril. März oder September auspflanzen, im Abstand von etwa 30-40 cm. Der Standort sollte volle Sonne haben und der Boden nährstoffreich, locker und trocken sein. Ein guter Bodendecker und einfach in Balkonkästen zu kultivieren. Nach der ersten Blüte zurückschneiden. Wenig düngen, wenig gießen und Staunässe verhindern.

Sammeltipps
Blüten in der Vollblüte am frühen Morgen ernten. Geerntete Blüten weiter verarbeiten oder im Schatten trocknen, die Temperatur darf 40°C nicht überschreiten, damit die aromatischen Öle nicht verfliegen. Getrocknete Blüten innerhalb eines Jahres verbrauchen. Bei der Krauternte etwa 5 Zentimeter über dem Boden abschneiden, damit die restliche Pflanze nicht vertrocknet. Bei zu häufigem Kontakt mit der Pflanze ist eine Hautentzündung (Dermatits) möglich, daher am bestem mit Handschuhen ernten.




SONNENTAU

Der Sonnentau ist eine hochinteressante Pflanze, die aus dem Reich der Mythen zu stammen scheint. Seine rundlichen Blätter haben rote Tentakel mit klebrigen Tropfen, an denen Insekten hängenbleiben, von denen sich der Sonnentau ernährt. Die Tatsache, dass der Sonnentau Insekten verspeist, ist jedoch noch gar nicht so lange bekannt. Viel länger weiß man schon von den Heilkräften des rundblättrigen Sonnentaus. Er wurde schon seit vielen Jahrhunderten als Heilpflanze gegen Husten und Lungenerkrankungen aller Art verwendet.
Die Gattung Sonnentau zählt zur Familie der Sonnentaugewächse und bildet mit ihren annähernd 200  Arten die zweitgrößte Gattung fleischfressender Pflanzen. Charakteristisch sind die mit Klebedrüsen besetzten Blätter der Pflanzen, die ihr den Fang von Beute und so das Gedeihen auch in nährstoffarmen Gebieten ermöglichen. Die Gattung ist annähernd weltweit verbreitet, Hauptverbreitungsgebiete sind Australien, Südamerika und Südafrika. Zahlreiche der Arten sind durch den Menschen gefährdet. Einige wenige Arten allerdings werden als Zierpflanzen geschätzt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Reizhusten
Heilwirkung:
antibiotisch, entzündungshemmend, krampflösend, sekretlösend, reizlindernd
Anwendungsbereiche:
Asthma, Bluthochdruck, Bronchitis, COPD, Hauterkrankungen, Husten, Keuchhusten, Krampfhusten, Verdauungsbeschwerden, Früher: Epilepsie, Tuberkulose, Psychosen, Unfruchtbarkeit, Warzen
wissenschaftlicher Name:
Rundblättriger Sonnentau: Drosera rotundifolia
Pflanzenfamilie:
Sonnentaugewächse = Droseraceae
englischer Name: Common Sundew
volkstümlicher Name:
Bauernlöffel, Brockkraut, Brunstkraut, Bullenkraut, Egelkraut, Engelkraut, Fettkraut, Fliegenfalle, Foaste, Frickatau, Frisminit, Gideonswurz, Goldener Widerton, Himmelstau, Immertau, Insektenfressa, Jungfernblut, Jungfernblüte, Jungfernöl, Jungferntröpfle, Kälberblume, Löffelkraut, Mandeln, Marienträne, Perlknöpf, Rossoli, Sindaw, Sinnau, Sinnthau, Sondau, Sonnenbrand, Sonnenlöffel, Stierkraut, Wettertau, Widerton
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut (Pflanze geschützt)
Inhaltsstoffe:
Droseron = Plumbagin = Naphthochinonderivate, Gerbstoff, Ameisensäure, Apfelsäure, Essigsäure, Zitronensäure, Bitterstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Anthocyan, roter Farbstoff, Schleimstoffe
Sammelzeit:
Juli und August

Anwendung
Sonnentau kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Fertigpräparat anwenden. Die häufigste Art, Sonnentau anzuwenden ist traditionell der Tee, aber heutzutage wird der Sonnentau häufiger als Fertigarznei verwendet. Da der Sonnentau geschützt ist, darf man ihn in der Natur nicht selber sammeln. Man erhält jedoch Sonnentaukraut in manchen Kräuterhandlungen und -onlineshops. Im Handel wird meistens Sonnentau aus außereuropäischen Ländern angeboten, teilweise auch andere Sonnentauarten, die jedoch die gleiche Heilwirkung haben.
Tee
Für einen Sonnentautee übergießt man einen Teelöffel Sonnentaukraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis zwei Tassen täglich.
Achtung!
Da der Sonnentau eine starke Wirkung hat, sollte man nicht mehr als zwei Tassen täglich davon trinken. Die Folge einer Überdosierung wäre möglicherweise verstärkter Husten oder gar Atemnot. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Sonnentautee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Sonnentau-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Sonnentaut inktur selbst herzustellen, übergießt man frischen oder getrockneten Sonnentau in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-20 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Fertigpräparate
Vom Sonnentau gibt es zahlreiche Fertigpräparate in Apotheken. Wahlweise gibt es den Sonnentau als Tinktur beziehungsweise Extrakt oder in homöopathischer Zubereitung. In homöopathischer Form wird der Sonnentau häufig mit anderen geeigneten Mitteln zu zugenannten Komplexmitteln gemischt. Die jeweiligen Fertigarzneien werden entsprechend dem Beipackzettel angewendet.
Innerlich
Sonnentau kann man innerlich, als Tee, Tinktur oder Fertigmittel vor allem gegen Husten aller Art einsetzen. Der Sonnentau wirkt in mehrfacher Hinsicht gut bei den meisten Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. Er wirkt entkrampfend und schleimlösend, sodass der Hustenschleim gut und entspannt abgehustet werden kann. Quälender Hustenreiz wird gelindert. Außerdem wirkt Sonnentau entzündungshemmend, was hilfreich bei entzündlichen Prozessen in den Atemwegen ist. Da der Sonnentau zudem eine ausgeprägte antibiotische Wirkung hat, kann er gegen Keuchhusten, Bronchitis und sogar Lungenentzündung oder Tuberkulose eingesetzt werden. Bei diesen schweren Erkrankungen sollte man jedoch in erster Linie die ärztlich verschriebenen Medikamente, z.B. Antibiotika anwenden. Der Sonnentau kann den Heilungsvorgang allenfalls unterstützen. Außerdem hilft Sonnentau gegen Störungen der Verdauungsorgane, was jedoch eher unbekannt ist. Manche Menschen verwenden den Sonnentau auch gegen Bluthochdruck.
Hinweis!
Bei der innerlichen Anwendung des Sonnentaus verfärbt sich der Urin grün-braun. Die hängt mit einem erhöhten Eiweißzerfall im Körper zusammen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Sonnentautee, verdünnte Tinktur oder Salbe in Form von Umschlägen, Bädern, Waschungen oder Einreibungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man verschiedene Hauterkrankungen lindern.
Homöopathie
Die Homöopathie setzt den Sonnentau unter der Bezeichnung "Drosera" sowohl in niedrigen Potenzen als auch in mittleren Potenzen gegen Husten und andere Erkrankungen der Atemwege ein. Man verwendet Drosera aber der Urtinktur bis hin zur Potenz D12. Als typisches Kennzeichen zur Indikation werden nächtliche Hustenanfälle mit Brechneigung und Erstickungsangst angesehen.
Heilpflanze
Im Sonnentau sind verschiedene medizinisch wirksame Inhaltsstoffe enthalten, nämlich Naphthochinonderivate (Plumbagin, Droseron, Ramentaceon) und Flavonglykoside (Quercetin, Myricetin, Kampferöl). Sonnentau wurde gegen Reizhusten, zur Herzstärkung und als Aphrodisiakum, aber auch zur Behandlung von Sonnenbrand und gegen Sommersprossen verwendet. Als Hustenmedizin wurde er Anfang der 1990er Jahre noch in 200–300 zugelassenen Präparaten der Medizin eingesetzt, zumeist in Kombination mit weiteren Wirkstoffen. Unter den Präparaten sind heutzutage auch einige aus der  Homöopathie vertreten, wobei Sonnentau und andere Wirkstoffe als Urtinktur verwendet werden. Auf Wildsammlungen in Deutschland wird allerdings mittlerweile verzichtet; stattdessen werden entweder Gebiete in Madagaskar, Spanien, Frankreich, Polen und dem Baltikum abgeerntet oder es wird Sonnentau aus deutschen Zuchten verwendet, dort vor allem die schnellwüchsigen Arten Drosera madagascariensis, Drosera ramentacea, aber auch der Rundblättrige und der  Mittlere Sonnentau.
Zierpflanzen
Durch ihre Karnivorie und die als anmutig empfundenen Fangblätter sind Sonnentauarten beliebte Zierpflanzen. Die meisten Arten haben allerdings aufgrund meist schwieriger Haltungsbedingungen oder der komplizierten Vermehrung nur geringe Marktchancen. Wenige, robuste Arten sind jedoch neben der Venusfliegenfalle als geläufige Karnivoren für den Massenmarkt mittlerweile in vielen Gartencentern oder Baumärkten erhältlich, insbesondere der Kap-Sonnentau und Drosera aliciae. Auch die anderen Sonnentauarten werden von einem mehrere Tausende starken, weltweiten Kreis von Sammlern kultiviert; es befinden sich derzeit so gut wie alle Arten in Kultur. Da viele Sonnentau-Arten sehr eng begrenzte Verbreitungsgebiete haben und auch in diesen selten sind, hat dies durch starke Absammlungen zu Rückgang und Gefährdung einiger Arten beigetragen.

Magische Anwendung
Im 13. Jahrhundert wurde der Sonnentau von vielen Alchemisten verwendet, in der Hoffnung, damit Gold herstellen zu können. Sie verwendeten den Sonnentau jedoch auch, um naheliegendere Ziele zu erreichen, beispielsweise zur Herstellung eines Lebenselixiers oder einer Goldtinktur. Auch Jäger verwendeten den Sonnentau in magischer Weise. Wenn ein Jäger den Sonnentau mit sich führt, dann soll er beim Schießen immer zuverlässig treffen. Der Sonnentau wurde im Mittelalter auch von Jedermann als Abwehrzauber verwendet. Wer Sonnentau mit sich führt soll vor Schadenszauber sicher sein. Man glaubte auch, dass man den Sonnentau verwenden könne, um Gifte zu erkennen. Sonnentau vermischt mit einem Gift solle Glas zerbrechen oder die Flüssigkeit zum Sieden bringen. Amulette aus Sonnentau sollten bei schweren Geburten helfen. Auch gegen Zahnschmerzen und Psychosen wurden Sonnentau-Amulette verwendet. Sowohl bei Menschen als auch bei Rindern galt Sonnentau als aphrodisierendes und fruchtbarkeitsförderndes Mittel.

Geschichtliches
Im Altertum wurde der Sonnentau vermutlich noch nicht als Heilpflanze verwendet. Zumindest sind aus dieser Zeit keine medizinischen Beschreibungen des Sonnentaus bekannt. Das ist auch nicht weiter erstaunlich, weil es den Sonnentau in Griechenland nicht gibt. Erst im späten Mittelalter finden wir Hinweise auf die Anwendung des Sonnentaus als Heilpflanze. Im 12. Jahrhundert nutzt Matthäus Platearius von der Schule von Salerno den "herba sole" genannten Sonnentau gegen Husten. Gegen 1300 erforschte der bekannte Arzt Arnoldus de Villanova die medizinische Wirkung des Sonnentaus. Er produzierte mithilfe des Sonnentaus sein bekanntes "Goldwasser", das nahezu als Allheilmittel galt. Seine Forschungsergebnisse und Schriften wurden jedoch im Rahmen der Inquisition vernichtet. Im 15. Jahrhundert wurde der Sonnentau im "Hortus Sanitatis" gegen Epilepsie empfohlen. Dazu sollte man morgens auf nüchternen Magen Sonnentau-Saft trinken. Im 16. Jahrundert wurde der Sonnentau auch gegen die Pest verwendet, vermutlich weil die Pest in dieser Zeit so bedrohlich war, dass alle wirksamen Heilpflanzen als Mittel ausprobiert wurden. Durch seine antibiotischen Wirkungen ist eine Wirkung des Sonnentaus gegen die Pest nicht ganz ausgeschlossen. In der Neuzeit wurde der Sonnentau von mehreren Kräuterkundigen empfohlen, beispielsweise von Tabernaemontanus oder Prof. Dr. Ossiander. Sie verwendeten den Sonnentau in erster Linie gegen Erkrankungen der Atemwege und teilweise auch gegen Unfruchtbarkeit. In Schottland wurde der Sonnentau unter dem Namen "lusnafeàrnaich" als Farbstoff verwendet, um damit die Farbe Purpur zu erzeugen. Erst im 19. Jahrhundert entdeckte Darwin die fleischfressende Eigenschaft des Sonnentaus. Er beobachtete, dass zahlreiche Insekten in den Tropfen und Ausläufern des Sonnentaus gefangen waren. Nach ausführlichen Beobachtungen und Forschungen kam er zu dem Schluss, dass der Sonnentau eine fleischfressende Pflanze ist. Im Jahr 1992 war der Sonnentau in Deutschland die Blume des Jahres.

Pflanzenbeschreibung
Der Sonnentau ist fast auf der ganzen Nordhalbkugel heimisch. Er wächst bevorzugt in Mooren der Höhenlagen. Man findet ihn häufig zusammen mit dem Torfmoos. Auf kalkhaltigem oder trockenem Boden findet man ihn nicht. Der Standort des Sonnentaus ist meisten sehr sonnig, also in offenen Mooren. Die mehrjährige Pflanze bildet im Winter einen sogenannten Hibernakel, eine Art Winterknospe. Aus dieser Winterknospe sprießt im Frühjahr eine Rosette, deren Stängel und Blätter in Bodennähe bleiben. An den Enden der Blattstiele wachsen rundliche Blätter, die mit roten Tentakeln (Drüsenhaare) bewachsen sind. Die roten Tentakel bilden ein Sekret, das an ihrem Ende als durchsichtige Tropfen austritt. Diese Sekret-Tropfen sehen aus wie Tautropfen, die auch bei Sonnenschein nicht verschwunden, was dem Sonnentau seinen Namen eingebracht hat. Ende Juni wächst aus der Rosette ein bis zu 20 cm hoher Blütenstängel, an dem ab Juli - August in einer Traube bis zu 25 kleine, weiße oder zartrosa Blüten wachsen. Die Blüten werden etwa einen Zentimeter groß. Sie haben fünf Blütenblätter. Die Blüten des Sonnentaus öffnen sich nur bei Sonnenschein. Sie sind eher unscheinbar und wirken vergleichsweise normal im Gegensatz zu den bizarr wirkenden Blättern des Sonnentaus. Daher werden diese Blüten von Laien oft gar nicht zum Sonnentau zugehörig betrachtet. Aus den Blüten entwickeln sich nach der Bestäubung Kapseln, in denen die bräunlich-schwarzen Samen heranreifen. Die Samen sind leicht genug, um mit dem Wind an entferntere Orte gebracht zu werden. Sonnentauarten sind selten ein-, meist aber mehrjährige krautige Pflanzen, rosettenbildend, aufrecht oder kletternd mit einer Wuchshöhe von einem bis einhundert Zentimetern, je nach Art; kletternde Sonnentau-Arten können jedoch eine wesentlich größere Länge erreichen, über 3 Meter sind berichtet worden. Sie können nachweislich ein Alter von über 50 Jahren erreichen. Die Gattung ist so sehr auf die Aufnahme von Stickstoff durch Insektenfänge spezialisiert, dass ihr, zumindest bei den Zwergsonnentauarten, das Enzym Nitratreduktase vollständig fehlt, das Pflanzen normalerweise zur Aufnahme von bodengebundenem Nitrat benötigen. Vegetative Vermehrung findet durch oberirdische Ausläufer,  Stolonen, oder – je nach Wuchsform – durch  Knollenbildung oder  Brutschuppen statt.
Wuchsformen
Die Gattung lässt sich in verschiedene Wuchsformen einteilen: Temperierte Formen: Hierzu zählen alle in Europa vorkommenden Arten. Die Pflanzen ziehen zur Überwinterung in eine Überwinterungsknospe, einen sogenannten Hibernakel ein, aus dem sie im Frühjahr wieder austreiben (= Hemikryptophyt). Interessanterweise existieren von einigen solchen Arten auch Formen unter subtropischen bis tropischen Bedingungen, die keine Winterruhe einlegen und dementsprechend auch keine Hibernakel ausbilden (Langblättriger Sonnentau, Mittlerer Sonnentau). Subtropische Formen: Die Pflanzen haben unter klimatisch annähernd gleich bleibenden Bedingungen eine ganzjährige Vegetationsperiode. Zwergdrosera: Eine Gruppe von rund 40 australischen Arten, die sich durch Zwergwuchs, die Bildung von Brutschuppen und die Ausbildung einer dichten Behaarung im Herzen der Rosette auszeichnen. Diese dient der Pflanze dazu, sich vor der intensiven Sonne im australischen Sommer zu schützen. Sie entspricht der  Sektion Bryastrum. Knollendrosera: Über vierzig australische Arten ziehen zur Überdauerung eines extrem trockenen Sommers in eine unterirdische Knolle ein, aus der sie im Herbst wieder austreiben. Diese sogenannten Knollendrosera werden weiter unterteilt in aufrechtwachsende, kletternde und rosettenförmige Arten. Die Gruppe entspricht weitgehend der  Untergattung Ergaleium. Petiolaris-Komplex: Eine tropische Gruppe australischer Arten, die unter gleich bleibend hohen Temperaturen, aber in wechselfeuchten Bedingungen lebt. Einige der 14 Arten der Gruppe haben dazu spezielle Strategien herausgebildet, zum Beispiel eine dichte Behaarung, die gleichermaßen vor Austrock-nung schützt wie zum Auffangen von Kondenswasser aus der Luft dient; dies ist etwa beim Morgentau der Fall. Sie entspricht weitgehend der  Sektion Lasiocephala. Obwohl nicht durch eine Wuchsform im strengen Sinne definiert, wird häufig noch eine weitere Gruppierung angeführt: Queenslanddrosera: Eine kleine Gruppe dreier Arten, die bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit und geringer Lichtintensität in  Regenwäldern des nord-ostaustralischen Bundesstaates  Queensland gedeihen.
Wurzeln
Das Wurzelsystem der meisten Sonnentauarten ist nur schwach ausgeprägt. Es dient hauptsächlich der Verankerung der Pflanze im Untergrund und zur Wasseraufnahme; für die Nährstoffversorgung sind die Wurzeln nahezu bedeutungslos. Einige südafrikanische Arten speichern in ihrer Wurzel Wasser und auch Nährstoffe. Bei manchen australischen Arten sind zu diesem Zwecke Knollen als Speicherorgane angelegt; sie dienen zur Überdauerung der Pflanze in extremer Trockenheit. Die Pfahlwurzeln von Zwergsonnentauarten sind oft extrem verlängert im Verhältnis zu ihrer Größe, eine ein Zentimeter große Pflanze kann eine Pfahlwurzel von bis zu 15 Zentimetern Länge ausbilden. Stämmchenbildende Zwergsonnentauarten bilden häufig im Alter Stützwurzeln aus, die von der Krone herab zum Boden wachsen.
Blätter
Innerhalb der Gattung haben sich zahlreiche, teils sehr verschiedene Blattformen entwickelt, mit oder ohne Stiel. Die ungewöhnlichste Form hat dabei sicher die ein- bis mehrfach gegabelte  Drosera binata. Je nach Art ist das gesamte Fangblatt unterschiedlich stark beweglich und unterstützt so den Fangvorgang, so kann der  Kap-Sonnentau sein Blatt um mehr als 360° biegen und seine Beute dadurch nahezu völlig einschließen.
Drüsententakel
Unabhängig von ihrer Form zeichnen sich alle Sonnentauarten durch ihre mit klebrigen  Sekreten besetzten Tentakel auf den  Blättern aus, die bei allen Arten der Gattung bewegt werden können. Diese sind gestielte Drüsen, die ein klebriges, zuckerhaltiges Sekret absondern, dessen Schimmern Insekten anzieht, die dann am Sekret kleben bleiben. Die Tentakeln in der unmittelbaren Umgebung um die Beute neigen sich daraufhin ebenfalls in Richtung des Fangs und verstärken so die Haftung und spätere Verdauung. Die gefangenen Tiere finden entweder durch Erschöpfung den Tod oder ersticken am zähen Sekret, das in ihre Tracheen einsickert und diese verstopft. Die Tentakel sondern derweil  Enzyme wie  Esterase, Peroxidase, Phosphatase und  Protease ab, die nun die Beute langsam zersetzen und die darin enthaltenen Nährstoffe lösen. Die so gelösten Nährstoffe werden dann von den auf der Blattoberfläche sitzenden Drüsen aufgenommen und für den Wachstumsprozess verwendet. Letztere können bei einigen Arten aber auch fehlen, so zum Beispiel bei  Drosera erythrorhiza.
Schnelltentakel
Der Begriff Schnelltentakel wurde Anfang des Jahrtausends von Jan Schlauer geprägt, weil diese aufwärts schnellen und dabei gleichzeitig sehr schnell sein können. Viele Droseraarten bilden zumindest als Sämlinge Schnelltentakel, deren Geschwindigkeit, Funktion und Morphologie sich jedoch in verschiedenen Sektionen unterscheidet. Sogar schneller als die Venusfliegenfalle zuklappt, biegen sich diese in den Katapult-Leimfallen von D. glanduligera in nur 75 ms um etwa 180° und schleudern dabei Beutetiere von der Peripherie der Rosette mit einer Beschleunigung von 7,98 m/s 2 meist rücklings in die Leimtentakel der Falle. Allerdings ist der bei dieser Geschwindigkeit auftretende hydraulische Druck so hoch, dass die Gelenkzone in welcher die Bewegung stattfindet, dadurch bei dieser Art zerstört wird. Daher funktionieren solche Katapulte nur einmal. Eigentlich biegen sich die katapultierenden Tentakel in der Gelenkzone sogar um 360°, allerdings wird diese Bewegung durch das Auftreffen auf die Lamina vorzeitig gestoppt. Alle anderen bisher unter-suchten Schnelltentakel funktionieren mehrmals, wobei die Katapult-Leimfallen der Zwergdrosera im Bereich von Zehntelsekunden in etwa die Geschwindigkeit von Dionaea zeigen. Im Unterschied zu den übrigen Schnelltentakeln, die sich im Bereich weniger Sekunden bis hin zu mehreren Minuten einbiegen, dienen die schnellen Katapulte mit ihren sehr dünnen Stielen nicht der Fixierung der Beute. Schnelltentakel entspringen mit einer breiten Basis waagerecht am äußersten Punkt der Blattspreiten, sind deutlich verlängert und sondern weder Klebetropfen noch Enzyme ab. Die Bewegung findet immer in einer Gelenkzone statt, deren Funktion und Morphologie jedoch unterschiedlich ausfällt. Im Gegensatz zu den in alle Richtungen beweglichen, senkrecht auf der Lamina stehenden Leimtentakeln, können sich Schnelltentakel nur aufwärts oder abwärts bewegen, das jedoch aufgrund der breiten Basis recht kraftvoll und schnell. Unter Berücksichtigung der Katapult-Leimfallen, verfügen nun alle Gattungen der Sonnentaufamilie über Fangmechanismen im Millisekundenbereich (<= 100 ms).
Nichtdrüsige Emergenzen
Einige Arten (Drosera hartmeyerorum, Drosera indica) haben neben den Fangtentakeln auch modifizierte Tentakeln entwickelt mit teils noch ungeklärter Funktion. Diese scheiden weder Fangsekrete noch Enzyme aus und unterscheiden sich in Größe und Struktur deutlich von Fangtentakeln. Im Falle von Drosera hartmey-erorum dienen sie möglicherweise der Anlockung durch ihre auffällige Färbung. Die auf den Fangblättern über die ganze Blattfläche verteilten Emergenzen von Drosera indica sind zwischen 0,1 und 1,0 mm klein, pilzförmig und besitzen bei australischen Varietäten einen halbkugelförmigen gelben Kopf, während afrikanische Varietäten einen  transluziden, gewellt tellerförmigen Kopf aufweisen. Diese sind so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar sind, eine optische Attraktivität für Insekten gilt daher als eher unwahrscheinlich. Bei Drosera hartmeyerorum befinden sich die gut sichtbaren, 3–4 mm großen, leuchtend gelben Emergenzen konzentriert an der Blattbasis der immer dunkelroten Fangblätter sowie über den dunkelroten sichelförmigen Brakteen des Blütenstandes, wo sie eine regelrechte Lichterkette bilden. Sie zeigen eine komplexe Struktur: Auf einem transparenten Tentakelstiel sitzt als Kopf eine aus wabenförmigen, transparenten Riesenzellen gebildete, linsenartige Struktur, die einfallendes Licht auf ein kompaktes, leuchtend gelbes Zentrum fokussiert. Fällt nun Licht auf die Emergenzenköpfe, leuchten diese hellgelb auf. Besonders durch die auf den roten Brakteen des Blütenstandes sitzenden „Linsententakel" entsteht durch Lichteinfall eine regelrechte gelbe Lichterkette. Da Insekten eine andere Farbwahrnehmung haben, ist das Dunkelrot der Pflanze für sie ein fast schwarzer Hintergrund, vor dem die Emergenzen kontrastreich leuchten.  
Blüten, Früchte und Samen
Die  Blüten des Sonnentaus stehen, wie bei fast allen  Karnivoren üblich, an sehr langen Blütenständen über der Pflanze, damit mögliche Bestäuberinsekten nicht durch die Blätter gefangen werden. Die meist ungegabelten  Blütenstände sind in der Regel  Wickel, deren Blüten sich einzeln öffnen und meist nur kurz blühen. Entscheidend für die Öffnung der Blüte ist vor allem die Intensität der Sonne; die Blütenstände sind außerdem „heliotrop", wenden sich also zur Sonne hin. Die  radiären, zwittrigen Blüten sind immer einfach und fünfzählig; nur zwei Arten fallen diesbezüglich aus dem Rahmen, nämlich die vierzählige Drosera pygmaea und die acht- bis zwölfzählige Drosera heterophylla. Die Blüten der meisten Arten sind ausgesprochen klein, einige wenige haben jedoch Blüten mit einer Größe von bis zu vier Zentimetern Durchmesser. In der Regel sind Sonnentaublüten weiß oder rosa. Eine etwas größere Farbvielfalt herrscht bei den australischen und afrikanischen Arten; dort kommen vereinzelt auch orange, rote, gelbe oder gar violett-metallicfarbene vor. Die Fruchtknoten sind oberständig. Es werden Kapselfrüchte mit sehr vielen kleinen Samen gebildet. Viele Sonnentauarten sind selbstbefruchtend; häufig werden große Mengen an Samen produziert. Die Samen sind schwarz, staubfein und lichtkeimend, verlieren aber schnell an Keimfähigkeit. Fast alle Arten sind Windstreuer, bei einigen wenigen Arten gibt es eine spezielle Verbreitungsform, bei denen die Samen durch den „Aufschlag" eines Regentropfens aus der Samenkapsel herausgeschleudert werden (Regentropfen- oder Splash-Cupverbreitung). Arten temperierter Zonen sind  Frostkeimer.

Fleischfressende Pflanze
Die Besonderheit des Sonnentaus ist, dass er eine fleischfressende Pflanze ist. Diese Tatsache wurde erst im 19. Jahrhundert von Charles Darwin entdeckt. Die roten Drüsenhaare der Blätter sondern ein eiweißspaltendes Enzym ab, das die Verdauung der Insekten ermöglicht. Außerdem ist das Sekret so klebrig, dass Insekten darin kleben bleiben, wenn sie sich auf den Blättern niederlassen. Die Insekten werden also vom Sekret festgehalten und anschließend verdaut. So kommt der Sonnentau zu den dringend benötigten Proteinen und Stickstoffen, die in nährstoffarmen Mooren fehlen.
Andere Arten
Vom Sonnentau gibt es zahlreiche Arten. Viele dieser Arten sind genau so heilkräftig wie der bekannte rund-blättrige Sonnentau.
Mittlerer Sonnentau - Drosera intermedia
Die Rosette des mittleren Sonnentaus wächst ein wenig höher als die des rundblätrigen Sonnentaus. Er wird etwa 10 cm hoch und hat eiförmige, längliche Blätter.
Langblättriger Sonnentau - Drosera anglica
Der langblättrige Sonnentau besitzt längliche, linealische Blätter.
Madagaskar Sonnentau - Drosera madagascariensis
Eine Sonnentau-Art, die in Afrika und Madagaskar heimisch ist, wir heutzutage vorwiegend als Heilpflanze geerntet, weil der hiesige rundblättrige Sonnentau geschützt ist. Der Madagaskar Sonnentau wächst nicht bodennah in einer Rosette, sondern entlang eines Stängels. Seine Blüten sind rosa bis violett.

Sammeltipps
Da der Sonnentau geschützt ist, darf man ihn nicht in der freien Natur sammeln. Nur selbst angebauter Sonnentau im eigenen Garten darf geerntet werden. Der blühende Sonnentau ohne Wurzel wird im Juli oder August gesammelt. Getrocknet wird er an einer schattigen, luftigen Stelle. Man kann auch die frische Pflanze als Tinktur ansetzen.


BACHBLÜTEN
Eine eben gefällte Entscheidung, zweifelt man schon im nächsten Moment wieder an (5 Cerato)
- Diese Menschen zweifeln bei einer eben gefällten Entscheidung, im nächsten Moment wieder an
- Mit der dementsprechender Bachblüte können diese Zweifel ausgeräumt werden


BACHBLÜTEN
Mit andere bin ich häufig unzufrieden (8 Chicory)
- Diese Menschen sind mit ihren Mitmenschen sehr häufig unzufrieden
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Unzufriedenheit ablegen  


ERNÄHRUNG
Lebensmittelgruppe Getränke
Welche Getränke bevorzugen sie und wie viel trinken sie davon?
Haben sie sich auch schon einmal Gedanken gemacht, was sie da eigentlich trinken?
Trinkwasser als Lebensmittel
Der durchschnittliche Verbrauch (ohne Einbeziehung von Gewerbe, Industrie oder Großverbrauchern) liegt bei ca. 35l/Tag und Person


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