Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 16.07.18-22.07.18



ENGLISCHE WASSERMINZE  

Die Englische Wasserminze ist eine Minze, die im Wasser an Ufern, seichten Gewässern oder feuchten Wiesen wächst. Wenn die Pflanze noch nicht blüht, sieht sie dem Rosmarin auf den ersten Blick sehr ähnlich.
Es gibt Pflanzen mit bläulichen bis violetten und selten mit weißen Blüten. Die Duftpflanze riecht stark nach Menthol/Minze und wird zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
Die Minzen sind eine  Pflanzengattung aus der  Familie der Lippenblütengewächse. Die meisten der je nach Quelle etwa 20 bis über 30 Arten sind in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel beheimatet; auf der  Südhalbkugel (Australien und Afrika) kommen nur wenige Arten vor. Alle Minze-Arten gedeihen meist an feuchten Standorten.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magen-Darm-Beschwerden
Heilwirkung:
anästhetisch, antibakteriell, beruhigend, desinfizierend, fiebersenkend, gallebildend, harntreibend, krampflösend, magenstärkend, menstruationsfördernd, schmerzlindernd, tonisierend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Blähungen, Brechreiz, Fieber, Galleproduktion, Heiserkeit, Husten,  Kopfschmerzen,
Magenkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Müdigkeit, Mundgeruch, Kopfschmerzen, Reisekrankheit, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Seekrankheit, Übelkeit
wissenschaftlicher Name:
Mentha cervina, Mentha punctata, Preslia angustifolia, Preslia cervina
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Hart's pennyroyal
volkstümlicher Name:
Englische Wasserminze, Cervina Minze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Gerbstoffe, Limonen, Menthol
Sammelzeit:
Juni-Juli
Kontraindikation:
Kleinkinder, Leberkrankheiten, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen:
Leberschäden bei Dauergebrauch

Anwendung
Minzen werden schon sehr lange in Gärten angebaut. Im Jahr 812 schrieb Karl der Große bereits vier Minzearten für den Anbau in Gärten in seinem Reich vor: Polei-Minze, Wasser-Minze, Ähren-Minze und Ross-Minze.
Ferner ist zum Thema Artenvielfalt der Minze das folgende kurze Zitat aus dem 9. Jahrhundert überliefert:
„Wenn aber einer die Kräfte und Arten und Namen der Minze / samt und sonders zu nennen vermöchte, so müsste er gleich auch / wissen, wie viele Fische im Roten Meere wohl schwimmen, / oder wie viele Funken Vulkanus, der Schmelzgott aus Lemnos, / schickt in die Lüfte empor aus den riesigen Essen des Aetna."
–  Walahfrid Strabo : aus Liber de cultura hortorum (kurz Hortulus)
Die Englische Wasserminze ist nicht zur innerlichen Daueranwendung geeignet, da einige Inhaltsstoffe z.B. die Leber schädigen können. Das Öl der Englischen Wasserminze sollte nur äußerlich eingesetzt werden, auch wenn in einigen Gegenden das Minzöl in der Volksheilkunde innerlich genutzt wurde. Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
2 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250ml heißem Wasser übergießen, 5 Minuten abgedeckt ziehen lassen,
abseihen. Hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwäche, Übelkeit und Fieber.
Minzöl
Einige Tropfen mit Essig gemischt als Gurgelmittel gegen Mundgeruch, nicht verschlucken. Als Badezusatz zur Erfrischung und Stärkung. Als Einreibemittel von schmerzenden Gelenken.

Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. In allen Zeiten gab es Versuche die Minzen genau zu beschreiben, sehr schwer bei den vielen Arten und Hybriden. Die englische Wasserminze hat je nach Jahrhundert einen anderen botanischen Namen bekommen. Die Pflanze und Öl wurden auch als Mittel gegen Mäuse und Ratten ausgebracht. Zur Anwendung gegen Magen-Darm-Beschwerden kam sie in der Volksheilkunde schon immer, allerdings ist heute diese Anwendung wegen der Warnungen vor möglicher Nebenwirkungen selten geworden. Heute dient die Pflanze als Lieferant von Aromaölen und als Zierpflanze an Gartenteichen.

Pflanzenbeschreibung
Minze-Arten sind aromatische und ausdauernde krautige Pflanzen mit unterirdischen Ausläufern oder  Rhizomen. Sie besitzen meistens einfache oder verzweigte Haare. Die aufrechten bis kriechenden Stängel können verzweigt sein. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach und haben meistens einen gezähnten oder gesägten Rand. Ein Blattstiel kann vorhanden sein. Die Blüten sind in überwiegend vielblütigen  Scheinquirlen angeordnet, die unterbrochene Scheinähren mit laubigen Tragblättern oder dichte Scheinähren mit kleinen Hochblättern bilden. Die mittelgroßen Blüten sind zwittrig bis funktional eingeschlechtig und  zygomorphmit doppelter Perianth. Funktional eingeschlechtige Blüten kommen bei vielen Arten häufig vor; besonders männ-ich-sterile Blüten treten bei bis zu 40% oder sogar mehr Individuen einer Population auf. Die fünf ungleichen Kelchblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen. Die fünf vorwiegend weißlichen bis rosa-farbenen  Kronblätter sind verwachsen und nur schwach zweilippig. Die Oberlippe ist meist so groß wie einer der drei Lappen der Unterlippe. Hierdurch scheint die Blüte fast regelmäßig vierspaltig. Es sind nur vier ungleiche Staubblätter vorhanden, die deutlich aus der Kronröhre herausragen. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknotenverwachsen; er ist durch falsche Scheidewände in vier Kammern gegliedert; jede der vier Kammern enthält nur eine Samenanlage. Der aus der Kronröhre herausragende Griffel endet zweiästig. Bei einigen Arten sind die Blüten vormännlich. Die Klausenfrucht zerfällt in vier kleine Klausen, die eiförmig bis kugelig sind mit einer glatten oder deutlich netzartigen Oberfläche.
Die Englische Wasserminze ist im südlichen Westeuropa und westlichen Nordafrika heimisch. Sie wächst bevorzugt an feuchten Standorten. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind etwa 3-4 cm lang und für Minzen mit etwa 3 mm sehr schmal. Die weißen bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juni und September. Die Blüten sitzen direkt an den Stängeln. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen. Die Englische Wasserminze neigt wie alle Minzen zur Hybridisierung.

Anbautipps
Die Englische Wasserminze wird meist aus Wurzelablegern gezogen, um sicherzustellen, dass man auch die gewünschte Pflanze erhält. Eine Aussaat im frühen Frühling in Töpfen, die feucht gehalten werden müssen. Die Samen keimen schnell, allerdings ist wegen der Hybridisierung der Minzen nicht sicher, dass man auch die gewünschte Pflanzen erhält. Die Pflanzen am besten an einem Teichrand setzen, maximal in 5 cm Wassertiefe. Die Pflanze vermehrt sich langsam über Ausläufer weiter, wächst aber nicht ins tiefere Wasser hinein. Die Englische Wasserminze mag Halbschatten bis Sonne und verträgt keinen starken Frost.

Sammeltipps
Frische Blätter können ständig geerntet werden. Zum Trocknen: Die Stängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die Blätter in geschlossenen Behältern lagern.




GOLDRUTE

Die Goldrute ist das üppige Gelb des Spätsommers. In großen Kolonien wächst sie auf Schotter und an Wegen und lässt die Welt ein wenig leuchten, wenn die Blumen des Hochsommers längst verblüht sind. Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist der Nieren-Blasen-Apparat. Sie wirkt stark harntreibend.
Die Goldruten, auch Goldrauten genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler. Die etwa 100  Arten sind hauptsächlich in  Nordamerika verbreitet.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, harntreibend,  blutreinigend,  entzündungshemmend,  Blasenentzündungen, Blähungen, Darmentzündung, Diabetes, Durchfall, Insektenstiche, Nierengrieß und -steine,  Nierenleiden, Ödeme, Störungen der Harnabsonderung,  Wundheilung,  Rheuma,   Gicht, Wassersucht
wissenschaftlicher Name:
Solidago virgaurea
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:  Goldenrod
volkstümliche Namen:
Heilwundkraut, Machtheilkraut, Gülden Wundkraut, Petrusstab, Wisselnkraut, Himmelbrand, Pferdskraut, Ochsebrot
Verwendete Pflanzenteile:
das blühende Kraut
Inhaltsstoffe:
Saponin, Bitterstoff, Inulin, Gerbstoff, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Juli-Oktober

Anwendung
In der Phytotherapie wird die  Droge der blühenden Pflanze der Gewöhnlichen Goldrute als Aquaretikum zur (vorbeugenden) Behandlung von Harnsteinen und Nierengrieß, bei Reizblase sowie zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt. Adjuvant wird die Droge bei rheumatischen Beschwerden genutzt. Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe sind  Flavonoide, Saponine,  Phenylglykoside, Gerbstoffe sowie ätherisches Öl. Als Leitsubstanzen gelten Leicarposid und Virgaureosid. Solidaginis virgaurea herba hat diuretische, schwach spasmolytische, antiphlogistische, antibakterielle sowie antioxidative Wirkungen und hemmt die Glutathion-S-Transferase. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird auch das Kraut der Riesengoldrute eingesetzt, es ist jedoch klinisch weniger erforscht.  Bei mittelalterlichen Texten wie der Physica von  Hildegard von Bingen muss beachtet werden, dass damals mit Solidago der Beinwell gemeint war. Aus Stängeln und Blättern kann ein Farbstoff gewonnen werden, je nach Konzentration und Beize erhält man goldene bis braunrote Färbungen. In England werden Goldruten als Gartenpflanzen verwendet, seit den 1980er Jahren auch in den USA. In Deutschland und der Schweiz sind sie als  Neophyten eher ungeliebt, da sie heimische Pflanzenarten zu verdrängen drohen. Die Goldrute ist die „Nationalblume" der US-Bundesstaaten Nebraska und Kentucky. In der Überlieferung des Christentums gilt die gelbblütige Goldrute wegen ihrer medizinischen Bedeutung als „Laurenzilorbeer" in Erinnerung an den Heiligen Laurentius von Rom. Goldruten stehen im Verdacht, allergische Reaktionen wie Heuschnupfen auszulösen, obwohl die  Pollen der Goldruten schwer und klebrig sind und nicht weit fliegen können. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch  Insekten. Verschiedene Schmetterlingslarven nutzen Goldruten als Futterpflanze.
Die Goldrute kann man als Tee trinken. Man kann sie auch als Tinktur oder Kräuterwein ansetzen. Dazu wird das Goldrutenkraut zur Zeit der Blüte verwendet. Vor allem die kanadische Goldrute kann man zerstampft auf Insektenstiche legen. Manche Indianer kauen die Blüten auch bei Halsentzündungen.

Pflanzenbeschreibung
Trockene Waldwiesen, lichte Wälder oder Kahlschläge sind die bevorzugte Heimat der Goldrute. Sie gedeiht sowohl auf kalkreichen als auch auf sauren Böden in fast ganz Europa bis hin nach Nordafrika. Goldrute ist eine mehrjährige Pflanze, die Jahr für Jahr an der gleichen Stelle wieder wächst. Die echte Goldrute wird bis zu 1m hoch. Der aufrechte Stängel, der sich normalerweise nicht verzweigt (außer ganz oben), hat meistens nur wenige Blätter. Die Blätter sind länglich lanzettlich. Ab Ende Juli, Anfang August blüht die Goldrute leuchtend gelb mit vielen kleinen Blüten. Häufiger als die echte Goldrute kommt inzwischen die kanadische Goldrute vor, deren Wirkstoffe und Einsatzspektrum ähnlich sind, wie bei der echten Goldrute. Die Blütenstände der kanadischen Goldrute sind breiter, vor allem an ihrer Basis. Das gibt ihnen ein dachähnliches Aussehen.
Vegetative Merkmale
Solidagoarten sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 5 bis 100, selten bis 200 Zentimetern erreichen. Viele Arten bilden Rhizome als Überdauerungsorgane. Die Stängel sind meist aufrecht, seltener niederliegend. Manchmal sind sie verzweigt. Die Stängel sind meist glatt oder manchmal behaart. Die wechselständigen, gestielten oder ungestielten Laubblätter sind einfach und glatt oder behaart. Die Blattränder sind oft gesägt.
Generative Merkmale
In ganz unterschiedlich aufgebauten, oft auch verzweigten  Blütenständen  stehen meist viele (zwei bis 1500) kleine körbchenförmige Teilblütenstände; sehr selten stehen die Blütenkörbchen einzeln. Die Blütenkörbchen sind glockenförmig bis zylindrisch und weisen Durchmesser von 1,7 bis 10 Millimetern auf. Der Körbchenboden ist von zehn bis 35  Hüllblättern in drei bis fünf Reihen umgeben. Im Blütenkörbchen stehen am Rand meist zwei bis 15 (selten fehlen sie oder es sind bis zu 24) Zungenblüten und im Zentrum meist zwei bis 35 (selten bis zu 60) Röhrenblüten. Die Zungenblüten, auch Strahlenblüten genannt, sind zygomorph, weiblich,  fertil, meist ungehaart und meist gelb oder selten weiß. Die radiärsymmetrische  Röhrenblüten, auch Scheibenblüten genannt, sind gelb, zwittrig, fertil und fünfzähnig. Die Achänen weisen meist acht bis zehn Rippen auf. Der Pappus besteht aus 25 bis 45 Borsten in zwei Reihen; manchmal sind die Borsten zusätzlich von 0,25 bis 0,5 Millimeter langen Schuppen umgeben.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mich kraftlos (Scleranthus)
-
Diese Menschen fühlen sich deren öfteren kraftlos
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie wieder Kraft tanken


BACHBLÜTEN
Unangenehme Gefühlserlebnisse, klingen zu lange in einem nach (Star of Bethlehem)
-
Bei diese Menschen klingen unangenehme Gefühlserlebnisse sehr, sehr lange nach
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Erlebnisse rasch verarbeiten


ERNÄHRUNG
3 Gruppen von Kohlenhydrate
Einfachzucker (Monosaccharide), Zweifachzucker (Disaccharide), Vielfachzucker (Polysaccharide)
Monosaccharide: zu den Monosacchariden gehört die Glukose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker) und Galaktose (Schleimzucker)
Sie schmecken süß, sind leicht verdaulich, müssen nicht weiter verarbeitet werden und sind wasserlöslich.
Disaccharide: zu den Disaccharide rechnen wir die Saccharose (Rohr- und Rübenzucker), sie wird unter Laien als „Zucker" bezeichnet. Ferner zählen die Maltose (Malzzucker) und die Laktose (Milchzucker) dazu.
Sie schmecken süß, sind wasserlöslich und müssen durch die Verdauung in Einfachzucker abgebaut werden.
Polysaccharide: es gibt verdauliche und nicht verdauliche Polysaccharide.
Stärke ist das Speicherkohlenhydrat der Pflanze.
Glykogen ist das Speicherkohlenhydrat im menschlichen und tierischen Körper.
Faserstoffe (früher Ballaststoffe) sind ebenfalls Polysaccharide.
Faserstoffe sind unverdauliche Polysaccharide, ein wichtiger Vertreter ist die Zellulose.


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