Direkt zum Seiteninhalt

19.06.2020

tägliche News > Juni > 15.06.20 - 21.06.20
Melisse
Die Melisse ist eigentlich eine südeuropäische Pflanze. Da sie aber so vielfältige Heilwirkungen hat, wird sie schon lange in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Im Mittelalter musste sie sogar per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie schon damals für sehr wertvoll und unentbehrlich gehalten wurde. Sie riecht beim Zerreiben leicht zitronenartig, daher wird sie auch oft Zitronenmelisse genannt. Wenn sie einmal in einem Garten heimisch geworden ist, wuchert sie Jahr für Jahr vor sich hin und bietet sich als Haustee und vielfältige Medizin an. Das Haupteinsatzgebiet der Melisse ist die Beruhigung des Nervensystems, womit sie gegen nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und viele andere nervlich bedingte Beschwerden helfen kann. Die Melissen  sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler. Die etwa vier Arten sind vom Mittelmeerraum bis zum westlichen Malesien verbreitet. Die bekannteste Art dieser Gattung ist die Zitronen-Melisse. Die Bezeichnung „Melisse“ ist aus dem griechischen Wort für Honigbiene abgeleitet. Weil Bienen von der Pflanze scheinbar angezogen werden, wurde früher vor Bienenhäusern oft Melissen angepflanzt. Die Bienenkästen selbst wurden zusätzlich auch mit dem Pflanzensaft ausgerieben, der aufgrund der antiseptischen Wirkung der Ausbreitung von Krankheiten entgegenwirken sollte.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Unruhe, Nervosität
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, aufmunternd, beruhigend, entspannend, krampflösend, kühlend, pilzhemmend, schmerzstillend, schweißtreibend, virus-hemmend
Anwendungsbereiche: Angstzustände, Appetitlosigkeit, Asthma, Augenringe, Blähungen,  Blutergüsse, Bronchitis, Erkältung, Fieber, Geschwüre, Gicht, Grippe Herzbeschwerden (nervöse),  Husten, Insektenstiche, Ischias, Kopfschmerzen, Lippen-Herpes, Magenkrämpfe, Magenleiden,  Menstruationsfördernd, Menstruationsbeschwerden,  Migräne,  Milchstau, Neuralgien,  Ohrenschmerzen,  Periodenkrämpfe, Quetschungen, Reizbarkeit, Rheuma, Schlafstörungen,  Sodbrennen, Unruhezustände,  Unterleibskrankheiten, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name: Melissa officinalis
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Balm
andere Namen: Bienenfang, Bienenkraut, Bienensaug, Citronenmelisse, Darm-gichtkraut, Englische Brennessel, Gartenmelisse, Hasenohr, Herzbrot, Herzkraut, Herztrost, Honigblum, Immenchrut, Ivenblatt, Limonikraut, Mutterkraut, Mutterwurz, Nervenkräutel, Pfaffenkraut, Riechnessel, Salatkräutle, Spanischer Salbei, Wanzenkraut, Zahnwehkraut, Zitronenkraut, Zitronella, Zitronen-Melisse
falsche Schreibweisen: Melise
Verwendete Pflanzenteile: das ganze Kraut
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Schleim, Glykosid, Saponin, Thymol
Sammelzeit: Juni / Juli
 
Anwendung
Die Melisse gehört zu den Kräutern, die in der Volksheilkunde fast gegen alle Arten von Beschwerden verwendet wird. Die Schulmedizin spricht der Melisse hingegen nur eine förderliche Wirkung gegen Unruhe und Schlafstörungen zu.
Innerlich
Aufgrund ihres angenehmen Zitronenaromas und ihrer vielfältigen Wirkungen eignet sich die Melisse sehr gut zur Anwendung als Tee. Man kann sie sowohl als reinen Melissentee trinken oder auch in Teemischungen, wo sie die Mischung geschmacklich aufwertet. Abends hilft Melissentee, auf Wunsch mit Honig, beim Zur-Ruhe-kommen und Einschlafen. Morgens oder bei Abgespanntheit wirkt Melissentee hingegen belebend und erfrischend und gibt Stärke. Das ist kein Widerspruch, denn Entspannung und Kräftigung passen durchaus zusammen. Bei Er-kältung hilft die Melisse die Atmung zu verbessern und eventuelles Fieber besser auszuhalten. Sogar bei Asthma kann Melissentee die Atmung erleichtern. Melisse hilft auch bei der Verdauung und wirkt entkrampfend auf Magen und Darm. Nach längerer Krankheit kann sie den Appetit steigern. Sie kann auch Kopfschmerzen und Reizungen des Nervensystems lindern, was für ihren Einsatz gegen Neural-gien, Reizbarkeit und Unruhe spricht. Auch bei Menstruationsbeschwerden kann die Melisse hilfreich sein. Sie entkrampft die Unterleibsorgane, sodass Schmer-zen während der Periode schwinden. In den Wechseljahren kann die Melisse gegen viele der typischen Beschwerden helfen. Vor allem wenn man nachts nicht einschlafen kann, oder auch tagsüber von Unruhe oder schlechter Laune geplagt wird, hilft ein Melissentee wieder zur eigenen Mitte zu finden. Auch gegen die typi-schen Hitzewallungen und das Herzklopfen kann man die Melisse einsetzen. Kommen wir zu einem besonders wichtigen Einsatzgebiet der Melisse: der nervösen Herzschwäche. Wenn man ärztlich abgeklärt hat, dass das Herz organisch gesund ist, kann man mithilfe der Melisse die Beschwerden lindern, die aufgrund innerer Unruhe oder anderen innerlichen Gründen bestehen können.
Aus den Blättern der Melisse kann man auch eine Tinktur zubereiten. Diese Tinktur kann man gegen die gleichen Beschwerden einsetzen wie Melissentee. Aller-dings entfällt dann die entspannende Wirkung, die das Trinken eines warmen Tees ausüben kann.
Äußerliche Anwendung
Melissen-Tee kann man auch äußerlich als Umschlag oder Kompresse anwen-den. Dazu tränkt man ein Baumwolltuch mit Melissentee und legt es auf die betrof-fene Stelle. Mit solchen Melissenumschlägen kann man Geschwüre, Beulen, Blutergüsse, Insektenstiche, aber auch Nervenentzündungen und Milchstau bei stillenden Müttern behandeln. Auch der käufliche Melissengeist eignet sich für die äußerliche Anwendung. Man kann damit rheumatische Beschwerden, Prellungen und Gliederschmerzen lindern.
Melisse in der Küche
Auch in der Küche kann man die Melisse nutzen. Ihre Blätter sind ein erfrischendes Gewürzkraut für Salate. Bei exotischen Gerichten kann man sie auch mitkochen, beispielsweise als Ersatz für Zitronengras. Haustees gibt die Melisse ein erfrischendes Aroma, was sie besonders im Sommer zu einem beliebten Getränk macht.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Melissen-Arten sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind meisteiförmig mit gesägtem Blattrand. Die grünen Pflanzenteile duften bei Berührung zitronenartig.
Jeweils wenig Blüten, stehen in blattachselständigen Scheinquirlen zusammen. Die Tragblätter sind laubblattähnlich, aber kleiner. Die Deckblätter sind winzig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen. Der Kelch hängt nach der Anthese. Der mehr oder weniger behaarte Kelch besitzt 13 Nerven und ist zweilippig mit einer flachen, kurzdreizähnigen Ober- und einer zweizähnigen Unterlippe. Die weißen, gelblich-weißen bis gelben, rötlichen oder blassrosa-farbenen Blütenkronen sind zweilippig. Die Kronröhre ist aufwärts gebogen und oberhalb der Mitte bauchig erweitert. Der Schlund besitzt keinen Haarkranz. Die Oberlippe ist aufrecht oder zurückgebogen, flach bis wenig gewölbt, ausgerandet. Die Unterlippe ist dreilappig. Staubblätter und Griffel sind länger als die Kronröhre, daher sichtbar. Es gibt vier fruchtbare Staubblätter, zwei längere und zwei kürzere, die zusammenneigen. Die Griffeläste besitzen ungefähr die gleiche Länge und sind zurückgebogen. Die glatten Klausen sind eiförmig.

Rittersporn
Die Rittersporne sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Hahnenfußge-wächse. Die 300 bis 350 Arten sind in der Holarktis weitverbreitet. 2015 wurden die Rittersporne Giftpflanze des Jahres.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Fettsucht, blutreinigend, harntreibend
wissenschaftlicher Name: Delphinium consolida
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Sammelzeit: Juni bis August
 
Zierpflanze
Der Ritterspornsorten einzelner Arten sind beliebte Zierpflanzen für Parks und Gärten. Sie werden sehr häufig in Staudenbeetenangepflanzt und werden auch in Bauerngärten regelmäßig gepflegt.
 
Beschreibung
Ritterspornarten wachsen selten als ein- bis zweijährige, meist als ausdauernde krautige Pflanzen. Die Laubblätter sind dreiteilig, handförmig gelappt bis stark zerteilt. In traubigen oder schirmtraubigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen mit Hochblättern; selten stehen die Blüten einzeln. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph, gespornt und kelchartig geformt. Von den fünf äußeren Blütenhüllblättern ist eines gespornt und umschließt die beiden inneren, gespornten Blütenhüllblätter. Es sind zwei Blütenhüllblattkreise vorhanden. Von den vier inneren, freien Blütenhüllblättern sind die beiden oberen gespornt und enthalten Nektar; die beiden unteren sind ungespornt. Es sind viele Staubblättervorhanden. Es sind meist drei (seltener vier bis zehn) freie Fruchtblätter vorhanden mit vielen Samenanlagen. Der Griffel besitzt eine deutlich erkennbare Narbe. Es werden schmale Balgfrüchte gebildet. Die Samen besitzen schmale Flügel.

Bachblüte
Ich bin intolerant (31 Vervain)
-        Diesen Menschen sinid sehr häufig intolerant  
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte werden sie wieder toleranter
Bachblüte
Ich bin ein eigensinniger Mensch (32 Vine)
-        Diese Menschen können sehr eigensinnig sein und werden
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das eigensinnige allmählich ablegen  
Küchenkräuter nach Hildegard
Bertram (Hildegard zitiert: es ist gut, weil er die Fäulnis im gesunden Menschen mindert, das gute Blut vermehrt und einen klaren Verstand bereitet. Auch der schwer Kranke bringt er wieder zu Kräften.
Zurück zum Seiteninhalt