Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 15.05.17-21.05.17


Pfefferminze
     
Die Pfefferminze ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen. Sie ist eine – vermutlich zufällig entstandene – Kreuzung zwischen M. aquatica und M. spicata, wobei M. spicata wiederum eine Kreuzung von M. rotundifolia und M. longifolia ist. Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze vor allem durch den hohen Menthol- und niedrigen Carvongehalt bzw. durch den schärferen Geschmack (daher der Name Pfefferminze). Die Pfefferminze wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2004 gekürt.
Die Pfefferminze ist bestimmt jedem als Kräutertee bekannt, den man auch trinkt, wenn man nicht krank ist. Dabei hat die Pfefferminze eigentlich eine ziemlich starke Heilwirkung und ist von daher gar nicht allzu sehr als Haustee geeignet. Wer sie aber gut verträgt, braucht nicht auf seinen regelmäßigen Pfefferminztee zu verzichten. Pfefferminze wächst ziemlich unkompliziert in Hausgärten und kommt Jahr für Jahr wieder, wenn sie erst mal heimisch geworden ist. Andere Minzenarten, wie z.B. die Wasserminze oder Nanaminze haben ähnliche Wirkungen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, entzündungswidrig,  keimtötend, galletreibend, krampflösend,  schmerzstillend,  tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen,  Brechreiz,  Durchfall, Erkältung, Gallenbeschwerden,  Grippe, Herzschwäche, Hexenschuss, Ischias, Kopfschmerzen,  Magenkrämpfe, Magenschmerzen, Migräne, Mundgeruch, Nervenschmerzen, Nierenschwäche, Rheuma, Schlaflosigkeit,  Schlecht heilende Wunden, Schmerzhafte Regel, Schnupfen, Übelkeit,  Verdauungsschwäche, Wechseljahrsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Mentha piperita
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Peppermint
volkstümliche Namen: Aderminze, Balsam, Edelminze, Englische Minze, Gartenminze, Peperminte, Schmeckerts, Teeminze
falsche Schreibweisen: Pfeferminze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherische Öle (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Enzyme, Valeriansäure
Sammelzeit: im Frühsommer vor der Blüte

Anwendung
Die Blätter enthalten ätherisches Pfefferminzöl und werden gern als teeähnliches Getränk oder Gewürz verwendet. Wichtigster Inhaltsstoff ist das Menthol, das in den älteren Blättern vermehrt zu finden ist. Die erste Jahresernte findet kurz vor der Blüte statt (Blütezeit Juni bis August) und erbringt die höhere Güte; die zweite Ernte im Herbst die geringere. Die Blätter kommen teils frisch, vorwiegend jedoch getrocknet in den Handel (Pfefferminztee). Weiterhin werden große Mengen zur Gewinnung des ätherischen Pfefferminzöls benötigt. Pfefferminzöl findet ausgedehnte Anwendung als Geruchs- und Geschmacksstoff. Da die Pfefferminze erst seit 1696 bekannt ist, fehlt sie in den Kräuterbüchern der Antike und des Mittelalters. Andere Minzen wurden jedoch schon früher verwendet.
Heilpflanze
Die Pfefferminze ist eine der beliebtesten Heilpflanzen, wenngleich die übliche Lebensmittelqualität einen für die arzneiliche Anwendung meist viel zu geringen Wirkstoffgehalt aufweist. Eine befriedigende Wirkung setzt jedoch eine ausreichend hohe Dosierung voraus; daher in Arzneibuchqualität erforderlich (unter anderem mindestens 1,2 Prozent ätherisches Öl, Lebensmittelqualität zum Teil drastisch niedriger). Wichtigster Wirkstoff ist das ätherische Öl, ferner auch Labiatengerbstoffe, Flavonoide und andere. Pfefferminze wirkt anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, antimikrobiell und antiviral. Daher wird sie bei Gallenbeschwerden (auch leichteren Gallenkoliken) und „verdorbenem Magen“ mit Erfolg eingesetzt. Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet; hierbei gilt wie für alle starkriechenden ätherischen Öle: Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern. Bei Erkältung steht die subjektiv wahrgenommene Kühlwirkung im Vordergrund, die als erfrischend und angenehm empfunden wird; eine messbare abschwellende Wirkung existiert nicht. Spezielle Zubereitungen, die so präpariert sind, dass sie sich erst im Darm auflösen, werden auch bei Reizdarmsyndrom angewandt. Darüber hinaus besitzen die Wirkstoffe der Pfefferminze auch einen leicht beruhigenden Effekt. Pfefferminze kommt daher auch in Tees zur Nervenberuhigung und Schlafförderung zum Einsatz. Wenig bekannt ist, dass Beschwerden bei Sod-brennen mit starkem Säurerückfluss (Refluxösophagitis) in die Speiseröhre durch Pfefferminze verstärkt werden können.
Getränk
nicht alkoholisch

Pfefferminztee ist als Erfrischungsgetränk verbreitet. Dabei werden frische oder getrocknete Blätter der Pflanze mit heißem Wasser übergossen. Der Geschmack wird durch die ätherischen Öle und die schwach adstringierende Geschmackswirkung der Gerbstoffe bestimmt. Auch bei Daueranwendung sind schädliche Effekte nicht zu erwarten. Auch frische Pfefferminze aus dem Hausgarten wird verwendet, die oft jahrelang ohne besondere Pflege, teils verwildert, gedeiht. Hierbei wird häufig nicht zwischen den verschiedenen Minze-Arten unterschieden, die erheblich unterschiedlich schmecken können.
In arabischen und nordafrikanischen Ländern ist Pfefferminztee ein Nationalgetränk. Pfefferminztee wird auch in Europa häufig als Genussmittel getrunken.
alkoholisch
Pfefferminze kann für den kalt zubereiteten Mojito und andere Cocktails verwendet werden. Pfefferminzessenzen werden für die Zubereitung von Pfefferminzlikör benutzt.
Süßigkeiten
Pfefferminze wird auch häufig zur Aromatisierung von Pfefferminzbonbons, Pfefferminzkaugummis oder für Schokoladenfüllungen sowie als Eissorte verwendet.
Innerlich als Tee
Die Pfefferminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt. So hilft sie innerlich bei Magen-Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen. Auch als Haustee im Alltag ist sie beliebt, weil sie so erfrischend schmeckt. In arabischen Ländern ist die Minze sogar allgegenwärtiges Nationalgetränk.
Äußerliche Anwendungen
Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguss für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden. Bei Kopfschmerzen kann man Stirnumschläge mit Pfefferminztee machen.
Ätherisches Öl - äußerlich
Als ätherisches Öl kann man die Pfefferminze bei Erkältungen inhalieren oder einreiben. Das ätherische Öl ruft zunächst ein Kältegefühl und anschließend ein Wärmegefühl hervor. Es lindert Schmerzen und löst Krämpfe, außerdem erweitert es die Atemwege. Daher erleichtert es die Atmung und lindert Kopfschmerzen. Rechtzeitig angewandt kann es Migräneanfälle abschwächen oder verhindern. Auch Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Neuralgien können damit gelöst werden. In die Augen sollte man ätherisches Pfefferminzöl jedoch nicht bringen, da es die Augen zu sehr reizen würde.
Ätherisches Öl - innerlich
Hochwertiges Pfefferminzöl kann man niedrig dosiert und mit Flüssigkeit verdünnt auch innerlich einnehmen. Es fördert dann die Ausschüttung von Gallensaft, stärkt die Verdauungstätigkeit und kann Krämpfe lösen. Allerdings ist innerlich eingenommenes Pfefferminzöl sehr stark und sollte nicht zu oft eingenommen werden.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man die Pfefferminze, wie alle Minzarten, nicht verwenden, denn sie könnte eventuell Fehlgeburten auslösen. Außerdem vertragen manche Menschen keine Pfefferminze. Sie bekommen dadurch Magenschmerzen. Solche Menschen sollten auf die Anwendung von Pfefferminze verzichten. In manchen Fällen wird die mildere Wasserminze besser vertragen.

Pflanzenbeschreibung
Die Pfefferminze ist eine Bastardart der Krauseminze, die im 17. Jahrhundert spontan in England entstand. Daher kommt die Pfefferminze in der Natur ursprünglich nicht wild vor. Die Pfefferminze vermehrt sich von selbst durch Wurzelausläufer, aus denen jeweils neue Pfefferminzpflanzen sprießen. Sie wird ca. 30cm hoch und hat kantige Stängel, die sich nach oben hin verzweigen, wenn sie genug Platz haben. Die feingesägten länglichen dunkelgrünen Blätter stehen kreuzgegenständig entlang des Stängels. Wenn man an ihnen reibt, riecht man das typische Pfefferminzaroma. Ab Juni blüht die Pfefferminze in Form von Ähren an den Spitzen der Triebe mit weiß-rosanen kleinen Blüten.

Andere Sorten
Von der Pfefferminze gibt es mehrere Unterarten bzw. Sorten. Einige Duftpflanzen gehören dazu, bei denen die Minzen andere Duftnoten haben als die normale Pfefferminze. Auf dem Foto sehen Sie beispielsweise die Kölnischwasser-Minze, die nach Kölnisch Wasser duftet.



Strand-Männertreu      

Die Stranddistel, auch Meer-Mannstreu genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler.

Steckbrief
Heilwirkung:
Insektenstiche, Leberschwäche, Nierenschwäche, belebend
wissenschaftlicher Name:
Eryngium maritinum
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Sammelzeit:
Herbst und Frühjahr

Beschreibung
Die zweijährige bis ausdauernde  Dünenpflanze wird 10 bis 40 Zentimeter hoch und ist mit einer kräftigen, bis zu zwei Meter tief reichenden Pfahlwurzel fest im Erdreich verankert. Die Pflanze bildet mehrere starke Stängel aus, die mit steifen, derb borstigen Blättern besetzt sind. Die Grundblätter sind lang gestielt, die Stängelblätter kurz gestielt, die oberen Stängelblätter gewöhnlich stängelumfassend. Die blaugrünen Blätter sind handförmig gelappt. Der weißliche Blattrand ist in sich gewellt. Er bildet mehrere Zacken aus, die in einen langen, spitzen Dorn übergehen. Die gesamte Pflanze ist durch eine Wachsschicht bläulich bis weiß bereift. Die ungestielten Blüten stehen in fast kugelförmigen, dornigen Köpfen dicht zusammen. Unterhalb des Blütenstandes befinden sich eiförmige, seicht dreilappige und dornige Hüllblätter, deren Ränder einander überlagern. Die amethystblaue Einzelblüte setzt sich aus jeweils fünf Kron- und Kelchblättern sowie fünf gelblichen Staubblättern zusammen. Die mit kleinen hakenförmigen Schuppen versehene Kelchröhre endet in fünf markanten stachelspitzigen und eiförmig-lanzettlichen Kelchzähnen. Die Spitzen der ausgerandeten eiförmig-länglichen Kronblätter neigen sich nach innen zum Blütenzentrum. Der unterständige, zweifächrige Fruchtknoten geht in zwei lange Griffel über, die einem flachen drüsigen Griffelpolster aufsitzen. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Oktober. Die Stranddistel wird von Schmetterlingen und anderen Insekten bestäubt, die Samen werden über den Wind verbreitet. Die Pflanze enthält Saponine. Die bläuliche Wachsschicht schützt die Stranddistel vor Verdunstung und zu starker Sonnenbestrahlung. Das Wachs hält das Wasser in der Pflanze zurück und reflektiert die Sonnenstrahlen. Die extrem harten Blätter werden als Anpassung an Flugsand gedeutet, dessen Schärfe der eines  Sandstrahlgebläses nahekommt.

Vorkommen
Die Stranddistel findet man an den  Küsten  Europas auf nährsalzhaltigen Sand-böden der  Weißdünen. Sie ist eine Charakterart des Elymo-Ammophiletum aus dem Verband der Weißdünen-Gesellschaften (Ammophilion arenariae), kommt aber auch in den Graudünen-Gesellschaften des Koelerion albescens vor. Das Areal umfasst Nordeuropa nördlich bis zu den Shetlandinseln und der norwegischen Südküste, die Ostseeküste bis Öland, Gotland und dem Baltikum, die Atlantikküste, südlich bis zum Süden von Marokko, die Küsten des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres. Sie wächst einzeln oder in kleineren Gruppen, häufig in Begleitung von  Strandhaferbüscheln. Sie ist verbreitet, gilt jedoch als stark gefährdet und gehört zu den Arten, deren Bestände nahezu im gesamten heimischen Verbreitungsgebiet deutlich zurückgehen oder regional verschwunden sind. In Deutschland sind zerstreute Bestände der Küsten von Nord-Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bekannt. Die Stranddistel wurde zur  Blume des Jahres  1987 gewählt.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mich wie in einer Starre (31 Vervain)
- Diese Menschen fühlen sich ständig in einer Starre und können es sich nicht erklären
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie sich aus dieser Starre lösen


BACHBLÜTEN
Angst vor der Angst, aber man traut sich mit niemanden darüber zu sprechen (2 Aspen)
- Diese Menschen haben Angst vor der Angst und können mit niemanden darüber sprechen, aus Angst nicht
 ernst genommen zu werden
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Angst überwinden


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