Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 15.04.19-21.04.19


BINGELKRAUT
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Das Bingelkraut ist ein Unkraut, wie es im Buche steht: vermehrungsfreudig, anspruchslos und unscheinbar. Aber schon in der Antike war das Bingelkraut als Heilpflanze bekannt und geschätzt. Im Mittelalter kam es auch in Mitteleuropa zu hohen Ehren. Doch heutzutage wird es kaum noch verwendet, obwohl zumindest seine abführende Wirkung unbestritten ist. Ob es daran liegt, dass es frisch leicht giftig ist und getrocknet nicht besonders wohlriechend?
Das Einjährige Bingelkraut ist eine  Pflanzenart aus der  Gattung  Bingelkräuter, die keinen Milchsaft enthält, innerhalb der  Familie der  Wolfsmilchgewächse

Steckbrief
Heilwirkung:
Nur getrocknet verwenden! entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, schleimlösend, Husten, Bronchitis, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Rheuma, Gicht, Wassersucht, Ödeme, Menstruationsregelnd, Milchbildungshemmend, Wunden, Warzen
wissenschaftlicher Name:
Mercurialis annua
Pflanzenfamilie:
Wolfsmilchgewächse = Euphorbiaceae
englischer Name:
Annual Mercury
volkstümliche Namen:
Einjähriges Bingelkraut, Büngelkraut, Gartenbingelkraut, Hundskohl, Schuttbingel, Schutt-Bingelkraut, Stinkerich, Wintergrün
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Amine, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbsäure, Saponine, Schleim, Scharfstoffe, Trimethylamin, Farbstoff Hermidin
Sammelzeit:
April bis November

Anwendung
Nur getrocknet!
Das Bingelkraut sollte man nur getrocknet verwenden, da es in getrocknetem Zustand nicht mehr giftig ist.
Tee
Am besten nimmt man das Bingelkraut als Tee (Abkochung) zu sich. Dazu setzt man einen Teelöffel des getrockneten Krautes mit kaltem Wasser und bringt diese Mischung zum Sieden. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen.
Abführmittel
In erster Linie gilt das Bingelkraut heutzutage als Abführmittel. Das Bingelkraut ist ein relativ starkes Abführmittel, seine Wirkung entfaltet sich aber erst nach ein paar Tagen vollständig.
Achtung! Abführmittel sollte man generell nur kurzfristig verwenden, weil sonst ein Wasser- und Mineralstoffmangel droht.
Entwässerung
Da das Bingelkraut harntreibend wirkt, kann man es zur Entwässerung gegen Wassereinlagerungen (z.B. geschwollene Füße) verwenden. Dadurch hilft es außerdem bei Rheuma und Gicht.
Atmungsorgane
Man kann das Bingelkraut auch gegen Husten und Bronchitis einsetzen. Es löst den Schleim und wirkt entzündungshemmend.
Frauenheilkunde
Das Bingelkraut wirkt regulierend auf den Menstruationszyklus. Außerdem soll es bei Beschwerden bei der Monatsblutung helfen. Es hemmt auch den Milchfluss, wenn man als stillende Mutter abstillen will.
Äußerlich
Äußerlich kann man Bingelkraut-Tee gegen Wunden als Waschung, Umschlag oder als Teilbad anwenden. Auch gegen Warzen soll das Bingelkraut helfen, aber dafür muss man es wohl konzentrierter auftragen. Möglicherweise eignet sich hierfür eine Tinktur aus dem getrockneten Kraut.
Heilpflanze
In der  Antike und im  Mittelalter wurden getrocknete Pflanzen des Einjährigen Bingelkrautes als Heilpflanze vor allem bei Frauenleiden und gegen Verdauungsprobleme verwendet.
Giftigkeit
Dagegen ist das frische Bingelkraut schwach giftig und kann unter Umständen bei Weidevieh zu Vergiftungen führen.

Giftwirkung
Die frische Bingelkraut-Pflanze ist giftig. Da es nicht zur Einnahme in großen Mengen verlockt, sind schlimme Vergiftungen beim Menschen nicht bekannt. Aber Weidevieh kann schwerwiegende Vergiftungen erleiden.
Vergiftungssymptome sind (manchmal erst nach Tagen): Durchfall, verstärkter Speichelfluss, Appetitlosigkeit, schwankende Körpertemperatur, Schwäche und Rotblaufärbung des Harns.
Erste Hilfe: Erbrechen herbeiführen und Kohle-Pulver. In schwereren Fällen sollte man einen Arzt zu Rate ziehen. Getrocknet ist das Bingelkraut nicht mehr giftig.

Geschichtliches
Das Bingelkraut war schon in der Antike bekannt und wurde bereits vierhundert Jahre vor unserer Zeitrechnung von den Schülern Hippokrates als Heilpflanze bei Frauenkrankheiten geschätzt. Diese Wertschätzung wurde von Dioskurides und Plinius Secundus aufgegriffen. Dioskurides empfahl die Einnahme der männlichen Bingelkrautpflanzen sogar, um zu bestimmen, dass ein männliches Kind geboren wird und die Einnahme der weiblichen Pflanze, um eine Tochter zu bekommen. Aber er verwechselte die Pflanzengeschlechter und hielt die weiblichen Bingelkräuter für die männlichen. Im Mittelalter wird das Bingelkraut in vielen Kräuterbüchern empfohlen und nicht nur für Frauenbeschwerden, sondern auch bei Verdauungsprobleme, Verschleimung, Stoffwechselkrankheiten, melancholische Gemütszustände und Wassersucht. Auch gegen Wetterfühligkeit wurde das Bingelkraut verwendet. Angeblich war das Bingelkraut sogar ein narkotisch wirkender Bestandteil der Hexensalben. Außerdem war es in Liebestränken enthalten. Später galt das Bingelkraut sogar als wirksam bei Syphilis. In England gab es immer mal wieder das Gerücht, dass Bingelkraut in Deutschland als Salat gegessen würde. Aber das beruht wohl auf einem Irrtum, denn frisch ist das Bingelkraut ja giftig.

Pflanzenbeschreibung
Das einjährige Bingelkraut ist in Europa heimisch. Es wächst als Unkraut in Gärten, auf Feldern, Schuttplätzen und Wegrändern. Wenn der Boden locker und nährstoffreich ist, breitet sich das Bingelkraut freudig aus und kann leicht zum häufigsten Unkraut eines Gartens werden. Von der Gestalt her ist das Bingelkraut ein Unkraut, wie es im Bilderbuch steht, wenn auch eher von der harmlosen Sorte. Es keimt sehr hartnäckig, seine Samen überstehen bis zu zehn Jahre im Boden und sind sehr keimfreudig. Seine Form ist durchschnittlich und so normal, dass es kaum auffällt und auch seine gelbgrünen Blüten sind unspektakulär. Ehe man sich versieht, ist die Pflanze ausgewachsen und hat neue Samen gebildet, die dann zur weiteren Verbreitung beitragen können. Obwohl das Bingelkraut zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehört, hat es keinen Milchsaft in seinem Stängel. Es ist auch weniger giftig als seine Wolfsmilchverwandten. Die einjährige Pflanze wird bis zu vierzig Zentimeter hoch. Der kahle Stängel ist im oberen Bereich verzweigt. Die schmalen, ovalen Blätter wachsen gegenständig am Stängel. Sie haben einen gewellten Rand. Ab April blüht das Bingelkraut. Das Bingelkraut ist zweihäusig, das heißt, es gibt getrennte männliche und weibliche Pflanzen. Die männlichen Blüten sind gelblich und wachsen ährenförmig auf Stängeln. Die weiblichen Blüten sind grün und wachsen in kleinen Gruppen in den Blattachseln. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich höckrige Fruchtkapseln, die jeweils zwei Samen enthalten. Jede Pflanze kann bis zu zweitausend Samen entwickeln. Daher verbreitet sich das Bingelkraut auch stark, wenn man es lässt. Ein naher Verwandter des einjährigen Bingelkrautes ist das mehrjährige Bingelkraut, das im Wald wächst und giftiger als das einjährige Bingelkraut ist.

Anbautipps
Normalerweise kommt wohl niemand auf die Idee, das Bingelkraut anzubauen. Ganz im Gegenteil stellen sich die meisten Gärtner wohl eher die Frage, wie sie das Bingelkraut aus ihrem Garten vertreiben können. Wer es aber doch anbauen will, besorgt sich am besten Samen, um das Bingelkraut auszusäen. Gesät wird im zeitigen Frühjahr. Die gekeimten Bingelkraut-Pflanzen sind sehr robust und anspruchslos, brauchen also kaum Pflege.

Sammeltipps
Man sammelt vom blühenden Bingelkraut das ganze oberirdische Kraut. Dann bindet man es zu kleinen Sträußen und trocknet es möglichst zügig an schattiger, luftiger Stelle. Beim Trocknen färbt sich das Bingelkraut bläulich und riecht eher unangenehm. Das ist wohl auch der Grund, warum man das Bingelkraut auch "Stinkerich" nennt.




TRAUBEN-HOLUNDER

Der Trauben-Holunder ist ein breitbuschiger Strauch, der bis zu 4 Meter hoch werden kann und meist in bergigen Gegenden wächst. Im Frühling locken große Blütenrispen mit weißgrünen Blüten die Insekten und im Spätsommer die roten Beeren viele Vögel an. Die Früchte kann man zu Marmeladen verarbeiten oder als Abführ- und Brechmittel einsetzen. Die Blüten sind harntreibend und die Wurzeln entzündungshemmend und helfen gegen Warzen.
Der Rote Holunder, auch Hirsch-, Trauben- oder Berg-Holunder genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der  Holunder innerhalb der Familie der Moschuskrautgewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Abführmittel
Heilwirkung: abführend, blutreinigend, entzündungshemmend, fiebersenkend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Abführmittel, Brechmittel, Emetikum, Fieber, Husten, Laxans, Skorbut, Vitamin-C-Mangel, Warzen, Wunden
wissenschaftlicher Name: Sambucus racemosa L.
Pflanzenfamilie: Moschuskrautgewächse = Adoxaceae, Geißblattgewächse = Caprifoliaceae
englischer Name: Red Berried Elder, Red elder
volkstümlicher Name: Berg-Holunder, Hirsch-Holunder, Roter Holunder, Trauben-Holunder
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Beeren, Wurzel
Inhaltsstoffe: Carotinoide, Chelerythrin, Chlorogensäure, Gerbstoffe, Invertzucker, Pektin, Sambunigrin, Vitamin B1, Vitamin C
Sammelzeit: Frühling, Spätsommer, Herbst

Anwendung
Wie der  Schwarze Holunder lassen sich die Früchte zu Gelee, Marmelade, Saft und ähnlichem verarbeiten. Sie sind jedoch nicht jedem zuträglich. Die roten Früchte sind reich an Karotinoiden (beispielsweise an  Provitamin A), Vitamin C und  fettem Öl (trocken bis zu 35 %). Letzteres gibt ein gutes  Speiseöl, wenn durch Raffination die harzigen, stark Schleimhaut reizenden Wirkstoffe entfernt sind. Auch als  Heilkraut findet der Rote Holunder Verwendung.
Tee
Für einen  Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel getrockneter Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis zwei Tassen täglich. Er wirkt schweißtreibend und harntreibend. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Blütentee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Blütenwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Saft/Marmelade
Die Beeren kann man zu Saft pressen oder kochen und zu Marmelade weiter verarbeiten. Dabei sollten die Kerne nicht beschädigt werden, die abführenden gelblichen Fettaugen sollten von der Oberfläche abgeschöpft werden. Hilft bei Vitamin-C-Mangel.
Beeren
Die rohen Beeren wirken abführend und lösen Erbrechen aus, vor allem wenn die giftigen Kerne gekaut werden. Nur sinnvoll, wenn man beide Wirkungen zusammen haben möchte.
Wurzeln
Die zerkleinerten Wurzeln helfen als Umschlag gegen Entzündungen und Warzen.

Geschichtliches
Die Beeren wurden zeitweise als Farbstoff genutzt. Die Beeren sind in den Bergregionen für Marmeladen eingekocht worden. Die Beeren mit den giftigen Samen würden zeitweise als Abführmittel oder Brechmittel genutzt. Wird heute aber nicht mehr eingesetzt.

Pflanzenbeschreibung
Der Trauben-Holunder ist in Europa, Nordasien und Nordamerika heimisch. Er wächst bevorzugt in Waldlichtungen. Der mehrjährige Strauch wird zwischen 1 und 4 Meter hoch. Die Blätter sind unpaarig gefiedert. Die grün-weißen Blüten erscheinen zwischen April und Mai. Die Blüten sitzen an eiförmigen Rispen mit bis zu 10 cm Durchmesser. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Juli und September die Beeren. Die kugeligen Beeren sind scharlachrot und haben einen Durchmesser von etwa 5 mm. Die Samen in den Beeren enthalten den Hauptanteil des Giftes.  Der Rote Holunder wächst als laubabwerfender, großer  Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 3, selten bis zu 8 Meter erreicht. Die Laubblätter sind (selten zweifach) unpaarig fiedrig geteilt. Der Blattrand ist gesägt. Die auch schon an relativ jungen Sträuchern gebildeten, endständigen, aus zymösen Teilblütenständen zusammengesetzten schirmrispigen Gesamtblütenstände enthalten viele Blüten. Die relativ kleinen  Blüten sind  radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die fünf  Kronblätter sind weiß oder cremefarben bis gelblich-grün. Drei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem drei- bis fünfkammerigen  Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält nur eine  Samenanlage. Der kurze Griffel endet in drei bis fünf Narben. Die  Steinfrucht enthält drei bis fünf Samen. Die Früchte von Sambucus racemosa lassen sich ebenso wie die deutlich größeren Beeren des Schwarzen Holunders verwerten. Die Fruchtstände des Roten Holunders stehen aufrecht, während die des Schwarzen Holunders aufgrund ihres Eigengewichts in der Regel nach unten hängen. Die Früchte reifen im Juli bis August leuchtend rot.

Anbautipps
Der Traubenholunder ist anspruchslos. Der Boden sollte locker, humos und kalkarm sein. Die Pflanze wächst vor allem in höheren Lagen gut.

Sammeltipps
Die Blütenrispen zügig an einem luftigen schattigen Ort trocknen, nach dem Trocknen die Blüten abstreifen. Beeren werden im Spätsommer bis Herbst geerntet. Die Wurzeln im Spätherbst ausgegraben.



BACHBLÜTEN
Man nimmt in vieldeutigen Situationen, die Schuld für andere mit auf sich (24 Pine)
- Diese Menschen nehmen in vieldeutigen Situationen, die Schuld für andere mit auf sich  
- Mit der dementsprechender Bachblüte nehmen sie keine Schuld mehr auf sich

BACHBLÜTEN
Man hat sich von einem bestimmten Menschen nie richtig abnabeln können (25 Red Chestnut)
- Diese Menschen haben sich von einem bestimmten Menschen noch nicht richtig abnabeln

- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie sich endlich komplett abnabeln

ERNÄHRUNG
Inhaltsstoffe im Getreide
Getreide weist ein sehr ausgewogenes Verhältnis an Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten (darunter auch die essentielle Linolsäure), Mineralstoffe und Vitaminen, vor allem der B-Gruppen, auf. Der Gehalt an Mehrfachzucker bewirkt eine lang anhaltende Energieversorgung.
Die Schale, die den Keim und den Mehlkörper schützt, liefert Ballaststoffe und enthält auch Enzyme und Öle.


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