Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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19.04.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > April > 17.04.17-23.04.17


Färberwaid t

Der Färberwaid, Pastel oder Deutsche Indigo ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Er stammt aus Westasien, wurde aber bereits vor vielen Jahrhunderten in Europa als Färberpflanze kultiviert. Aus dem Färberwaid wurde in Deutschland Indigo (Indigoblau) gewonnen. Erst an der Luft oxidiert der Farbstoff und wird langsam blau.
Der Färberwaid ist eine Pflanze, die im mittleren/südlichen Europa und Vorderasien vorkommt. Die Pflanze liefert einen blauen Farbstoff, der in der Vergangenheit sehr wichtig war. Über die Jahrhunderte wurde es ruhig um den Färberwaid, ein paar verwilderte Pflanzen findet man auf Unkrautfluren und in Weinbergen. Heute entdeckt man die pilzhemmende Färbewirkung und den Nutzen für die Gesundheit neu. Man untersucht heute die Wirkung auf Tumore und Viren.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Entzündungen, Pilze, Tumore, Viren
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, antikarzinogen, antiviral, blutstillend, fiebersenkend, immunstärkend
Anwendungsbereiche:
Abszesse, Blutstillung, Entgiftung, Fieber, Hautentzündungen, Geschwüre, Halsschmerzen, Hepatitis, Hirnhautentzündung, Krämpfe, Mumps, Pilze, Schuppenflechte, Schwellungen, Tumore, Viren
wissenschaftlicher Name:
Isatis tinctoria L.
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütengewächse = Brassicaceae
englischer Name:
Glastum, Woad
volkstümlicher Name:
Deutscher Indigo, Falscher Indigo, Färberwaid, Waid
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Farbstoffe, Gerbstoffe, Indican
Sammelzeit: Frühling:
Blätter, Herbst: Wurzel

Anwendung

Die Blätter enthalten das farblose Glykosid Indican, das nach der Ernte enzymatisch in Zucker und Indoxyl gespalten und zu Indigo oxidiert wird (Fermentation). Die vollständige Umwandlung nach einem Färbevorgang nimmt etliche Stunden in Anspruch. Die Behauptung, hiervon leite sich der Ausdruck blaumachen ab, ist nur eine von mehreren ungesicherten Vermutungen (siehe hierzu den Artikel Blauer Montag).
Zur Farbstoffgewinnung wurden Ende Mai, Anfang Juni die Blattrosetten des Waids in seinem ersten Standjahr geerntet. Man benutzte dafür ein Waideisen, mit dem man den Blattschopf von der Wurzel abstieß. Darum sprach man bei der Waidernte auch vom „Stich“. Nach einem Stich trieb die Wurzel neu aus und nach etwa sechs Wochen konnte der nächste Stich erfolgen. In einem witterungsbedingt günstigen Jahr konnte man so bis zu vier Ernten einfahren. Meistens erreichte man eine höhere Zahl Stiche nach der Aussaat von Winterwaid, der gleich nach der Schneeschmelze keimte und früher reif für den ersten Stich wurde. Nach den Stichen im ersten Jahr ließ man nur einen Teil der Pflanzen ihren Zweijahres-Zyklus vollenden, um von diesem Waid Samen zu erhalten. Die Blattrosetten der gestochenen Waidpflanzen wurden zum Waschen zu einem fließenden Gewässer gebracht, wo die Bauern sie mit Harken unter das Wasser drückten, um sie vom Schmutz des Feldes zu befreien. Anschließend breitete man sie auf Wiesen aus und ließ die Blätter anwelken. Danach kamen sie unter das Rad der Waidmühle, das sie zu Waidmus zerquetschte. Aus diesem Mus wurden faustgroße Bällchen geformt, die sogenannten Waidballen. Diese legte man zum Trocknen auf Horden, wo sie um etwa zwei Drittel schrumpften. Dieser getrocknete Ballenwaid wurde dann auf Fuhrwerke verladen und zum Waidmarkt gebracht, wo ihn die Waidjunker begutachteten und den Bauern ein Angebot unterbreiteten. Erst die Waidhändler ließen das Halbprodukt weiterverarbeiten, indem sie die Bällchen auf den Waidböden zerschlagen und mit Wasser sowie Urin anfeuchten ließen. Während der sodann einsetzenden Gärung erfolgte die vorbeschriebene Aufspaltung des Indican. Für die im Herstellungsprozess des Farbstoffs benötigte Alkalie „Pottasche“ (im Wesentlichen Kaliumkarbonat) wurde „Waidasche“ meist aus Buchenholz oder anderen Harthölzern verwendet. Wegen des Holzschutzeffektes (gehemmtes Pilzwachstum) eignet sich die aus Färberwaid gewonnene blaue Farbe auch zum Streichen von beispielsweise Türen, Deckenbalken und Kircheninnenräumen. Aus den Wurzeln der Färberwaidpflanze wird der Waidbitterlikör hergestellt. Außerdem wird die Färberwaidwurzel als traditionelles chinesisches Heilmittel zur Bekämpfung von Grippeinfektionen (aber auch Masern und Mumps) verwendet.
Tee

Tee aus Wurzeln oder Blättern als zum Gurgeln gegen Husten, Rachenentzündung und Pilzinfektionen im Mund-Rachen-Raum. Der Aufguss hilf äußerlich bei Hautkrankheiten, Schwellungen und stoppt Blutungen bei kleineren Wunden. Innerlich hilft der Aufguss bei Krebs und Virenerkrankungen, ist aber wegen der schwierigen Dosierung und der Giftwirkung gefährlich.
Salbe

Hildegard von Bingen stellte aus einer Waid-Abkochung, Hirschtalk und Geierfett eine Salbe gegen Lähmungen her.
Samen-Öl

Das gepresste Öl hilft gegen Hautkrankheiten.
TCM

Blätter und Wurzeln werden gegen Viruserkrankungen eingesetzt.
Homöopathie

Gegen einige Virenerkrankungen.

Geschichtliches

Die Pflanze wird seit dem Altertum als Färberpflanze kultiviert. Die Briten rieben sich laut Caesar vor kriegerischen Auseinandersetzungen mit Färberwaid ein. Dass es sich bei dem genannten vitrum um Waid gehandelt haben kann, machen Färberwaid-Funde aus dem britischen Dragonby wahrscheinlich. „Alle Britannier hingegen färben sich mit Waid blaugrün, wodurch sie in den Schlachten um so furchtbar aussehen; auch tragen sie lange Haare...“ Die dominierende Farbe des Mittelalters war wahrscheinlich die Farbe des Färberwaids: Blauviolett. Färberwaid war bis ins 16. Jahrhundert wichtig für die Herstellung von blauem Leinen. Er wurde dann durch den echten Indigo aus dem tropischen Schmetterlingsblütler Indigofera tinctoria, der ursprünglich aus Indien stammte, aber hauptsächlich in den amerikanischen Kolonien angebaut wurde, verdrängt. Mit der kommerziellen Herstellung synthetischen Indigos seit 1897 verschwand auch der natürliche Indigo vom Markt. Waid hat heutzutage als Ökofarbe wieder eine gewisse Bedeutung. Mancherorts wird heute Gewebe wieder mit ‚Erfurter Blau‘ gefärbt. Nach dem Mauerfall gab es vor allem in Thüringen eine starke Nachfrage nach der blauen Farbe aus Färber-waid zur originalgetreuen Restaurierung von Kirchen und anderen Gebäuden.
Der Färberwaid wird seit mindestens zwei Jahrtausenden als Rohstoff für einen blauen Farbstoff angebaut. Gefürchtet war der Gestank, der durch die Vergärung entstand, die nötig war um den Farbstoff Indigo zu gewinnen. Der Färberwaid wurde in England, Thüringen, Elsass und Südfrankreich angebaut. Im 17. Jahrhundert löste Indigo aus dem Indigostrauch den aus Färberwaid ab. Auch als Heilpflanze hat er eine lange Tradition, sowohl in Europa als auch in Asien. Innerlich wurde Färberwaid in Europa selten eingesetzt, er wurde meist in Salben verarbeitet. Nachdem der Färberwaid sowohl als Farbstoff als auch als Heilpflanze fast vergessen war, wird der Färberwaid heute wieder verstärkt genutzt. Zum einen eignet sich der Färberwaid für die Behandlung (gegen Pilze) und Färben von Holz und es wird die Wirkung auf Viren und Tumore untersucht.

Pflanzenbeschreibung

Im ersten Jahr bildet die zweijährige Pflanze eine Blattrosette mit 20 bis 30cm langen lanzettlichen und ganzrandigen Blättern von blau-grüner Färbung. Diese sind meist kahl, nur später gebildete sind behaart. Der Färberwaid erreicht in der Regel eine Größe von 30 bis 150 Zentimetern. Im zweiten Jahr wachsen bis zu 120 bis 150cm hohe aufrechte Stängel, die oben verzweigt und kahl, unten mit einzelnen Haaren besetzt sind. Die untersten Blätter sterben zur Blütezeit ab. Der Färberwaid blüht zwischen Mai und Juli. Die Blütenstände bestehen aus mehreren Trugdolden mit gelben, rapsähnlichen Blüten, die sich am Stängelende zu einem ausladenden Gesamtblütenstand verbinden. Die Einzelblüten sind tragblattlos, die vier gelben Blütenblätter haben einen Durchmesser von 4 bis 8 Millimetern, sind spatelig-zungenförmig und an der Spitze abgerundet. Es sind zudem vier gelblich-grüne, schmale, eiförmige Kelchblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist keulenförmig und flach. Die bläuliche Frucht ist ein Schötchen von 0,8 bis 2 Zentimetern Länge und 3 bis 7 Millimetern Breite mit je ein bis zwei ölhaltigen Samen. Sie hängt an einem 5 bis 8 Millimeter langen Stiel, der sich zum Fruchtansatz hin verdickt.
Der Färberwaid ist in Südosteuropa und Westasien heimisch. Er wächst bevorzugt als verwilderte Kulturpflanze auf trockenen und warmen Unkrautfluren und Weinbergen. Die zweijährige Pflanze wird zwischen 50 und 150 Zentimeter hoch. Die blaugrünen Blätter haben eine Lanzettenform. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juli und August im zweiten Jahr. Die Blüten haben einen Durchmesser von 3-6 mm und sitzen an einer Blütentraube. Aus den Waid-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in schwarzbraunen geflügelten Schötchen. Die herabhängenden flachen Schötchen haben einen Durchmesser von etwa 10-25mm.

Anbautipps

Im Frühling oder Spätsommer direkt an den gewünschten Standort aussäen.
Der Färberwaid liebt einen warmen kalkreichen, stickstoffreichen und lockeren Boden. Die Pflanze sollte nicht ständig am gleichen Standort kultiviert werden.

Sammeltipps

Im Sommer die Blätter pflücken, in der Sonne oder im Backofen trocknen. Im Herbst die Wurzeln ausgraben, reinigen und im Backofen trocknen.


Kolanuss  
    
Die Kolanuss ist der Samen des in den Tropen, vor allem in West- und Zentralafrika beheimateten Kolabaumes (Cola). Besonders kultiviert wird er unter anderem in Nigeria.

Steckbrief

Heilwirkung:
Antriebsarmut, Migräne, Neuralgien, Rekonvaleszenz, anregend
wissenschaftlicher Name:
Cola nitida
Verwendete Pflanzenteile:
Samen

Inhaltsstoffe

Die Hauptwirkstoffe sind bis zu 3,5 % Koffein und Theobromin (nur zu 0,05 % enthalten). Damit liegt der Koffeingehalt der Kolanuss deutlich über dem von herkömmlichem Kaffee. Außerdem sind enthalten: Catechin, Epicatechin, Procyanidine, Gerbstoffe, bis zu 45 % Stärke, Proteine, Zucker, Fette und Mine-ralstoffe.

Wirkung/Verwendung

Ursprünglich wurden Extrakte der Kolanuss und des Cocastrauchs zur Herstellung von Erfrischungsgetränken wie Cola verwendet, mittlerweile sind die meisten Hersteller jedoch auf das deutlich billigere Koffein ausgewichen, das bei der Herstellung von entkoffeiniertem Kaffee abfällt. Colagetränke, die heute noch Extrakte der natürlichen Kolanuss enthalten, sind etwa Fritz-Kola, Club-Mate Cola, Mio Mio Cola oder Red Bull Cola. Auch die Energie-Schokolade Scho-Ka-Kola enthält 1,6 Prozent Kolanusspulver. Die Kolanuss findet auch als Zutat von Kräuter- und Früchtetees Verwendung. In Afrika ist die Kolanuss schon seit Jahrhunderten ein gängiges Genussmittel. Dort werden die leicht bitteren, erdig schmeckenden, etwa walnussgroßen Samen entlang der Naht aufgebrochen, in kleinere Teile zerbrochen, etwa eine Stunde gekaut und anschließend ausgespuckt. Die Kolanuss entfaltet aufgrund ihres hohen Koffeingehaltes unter anderem stimulierende Wirkung. Das Koffein ist in der Kolanuss anders gebunden als im für Koffein bekannteren Kaffee und entfaltet deshalb eine andere Wirkungsweise als letzterer. Die infolge von Kaffeekonsum oft auftretenden Nebenwirkungen wie beispielsweise Herzrasen und Nervosität treten bei der Kolanuss deshalb nur bedingt auf. Weitere Wirkungsweisen sind eine verdauungsanregende und schmerzstillende Wirkung. Sie regt die Darmperistaltik an. Es wird auch von aphrodisierender Wirkung berichtet, die wohl auf das für Koffein und Theobromin übliche gesteigerte Adrenalin- und Serotoninniveau zurückzuführen ist. In vielen afrikanischen Kulturen kommt der Kolanuss eine besondere kulturelle Bedeutung zu. So ist es in manchen Volksgruppen üblich, als Geschenk an Gäste Kolanüsse zu überreichen, sie gelten als Symbol von Gastfreundschaft. Dem Konsum der Kolanuss kommt dabei ähnliche Bedeutung zu wie dem Friedenspfeiferauchen in uramerikanischen Kulturen. Auch ist es mancherorts üblich, dass der Bräu-tigam vor der Hochzeit den Eltern der Braut einen Korb Kolanüsse überreicht.

Beschreibung

Kolanüsse reifen in einer sternförmigen Sammelbalgfrucht, in der sich insgesamt bis zu sechzehn Nüsse befinden können. Sie sind länglich-oval, haben eine wellige Oberfläche und werden bis zu 14cm lang. Die Kolanuss ist in Europa im Handel meist zu Pulver zermahlen erhältlich.


BACHBLÜTEN
Unaufhörlicher inneres Geplapper, Echohalle im Kopf (35 White Chestnut)

- Diese Menschen leiden deren öfteren an unaufhörlichem inneren Geplapper oder haben eine Echohalle im Kopf
- Mit der dementsprechenden Bachblüte kann dieses unaufhörlicher inneres Geplapper oder der Echohalle im Kopf leiser
 
werden oder kann vielleicht sogar verschwinden

BACHBLÜTEN
Kinder, die ständig Zuwendung fordern (8 Chicory)

- Diese Kinder fordern von jedem eine ständige Zuwendung
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Kinder ihre Forderungen allmählich zurückschrauben und
 
brauchen nicht mehr die ständige Zuwendung

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