Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

19.03.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > März > 18.3.19-24.3.19


GUNDERMANN

Der Gundermann wächst klein und unauffällig überall in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur. Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist. Außerdem sieht er im Garten sehr schön als Bodendecker aus und ist extrem pflegeleicht. Seine lilanen Blüten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue.
Der Gundermann, auch Echt-Gundelrebe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Schlecht heilende Wunden
Heilwirkung:
entzündungshemmend,  schleimlösend, stoffwechselfördernd
Anwendungsbereiche:
Blasenschwäche, Chronischer Schnupfen, Chronischer Husten, Nierenschwäche, Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name:
Glechoma hederacea
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Ground Ivy
andere Namen:
Gundelrebe, Blauhuder, Buldermann, Donnerrebe, Hederich, Erdefeu, Grundrebli, Gundelrieme, Gunelreif, Silberkraut, Soldatenpetersilie, Huder, Udram, Zickelskräutchen
falsche Schreibweisen:
Gunderman
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sammelzeit:
März bis Juni, aber auch noch später, solange er sprießt

Anwendung
Äußerlich
Äußerlich kann der Gundermann für schlecht heilende Wunden, vor allem bei Eiter (Gund) verwendet werden. Dazu kannst du das Pflanzenöl, Kompressen oder Salben verwenden.
Innerlich
Innerlich dient er der Anregung der Stoffwechsels und hilft bei langwierigen Krankheiten. Auch hier besteht der Bezug zum Eiter. So hilft er bei chronischer Bronchitis, chronischem Schnupfen, Blasen- und Nierenkrankheiten. Hierfür eignet sich eine  Tinktur.
Küchen-Gewürz
Da der Gundermann angenehm würzig schmeckt, liebe ich ihn auch als Küchengewürz und gebe ihn zu Kräuterquark, Kräutersuppen, Kräuterbutter und allem anderen, wofür ich Gartenkräuter verwende.

Magische Anwendung
Früher setzte man sich zur Walpurgisnacht Gundermann-Kränze auf den Kopf. Solch ein Kranz sollte den Träger oder die Trägerin befähigen, Hexen zu erkennen. Statt Kranz auf dem Kopf kann man den Gundermann auch unten um eine gelbe Kerze herumwinden. Wenn man diese Kerze an einem Dienstag abbrennt, soll man erkennen können, wer einem Böses will, beziehungsweise, wer einen Schadzauber gegen einen bewirkt hat.

Pflanzenbeschreibung
Der Gundermann (auch Gundelrebe) wächst ähnlich wie Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Die Blätter sind herz- bis nierenförmig mit eingekerbtem Rand. Die violetten Blüten erscheinen schon recht früh im Jahr und stehen innerhalb der Blattachseln in Scheinquirlen. Da er gerne wuchert, bedeckt er innerhalb eines Jahres ziemlich große Bodenflächen und kann daher auch im Garten als gesunder Bodendecker eingesetzt werden. Ich habe ein paar Pflänzchen zwischen meine hochwüchsigen Heilpflanzen gesetzt. Dort kümmert er sich gut um die Bedeckung der Zwischenräume. Wenn man ein Gundermannblatt zwischen den Fingern reibt, riechen diese herb-würzig und fühlen sich leicht schmierig an. Das schmierige Gefühl kommt durch das enthaltene Öl, das der Hauptwirkungsträger für seine hautheilenden Eigenschaften ist.
Erscheinungsbild und Blatt
Der Gundermann wächst als  wintergrüne,  ausdauernde  krautige Pflanze. Die Behaarung der Pflanzenteile ist variabel: Häufig ist sie fast kahl, sie kann aber auch dicht weich behaart sein. Stängel und Blattunterseite sind häufig purpurn überlaufen. Die nichtblühenden Sprossachsen kriechen als Ausläufer am Boden, besitzen einen quadratischen Querschnitt und sind an vielen Knoten bewurzelt. Aufgrund ihres sehr raschen Wachstums und ihrer reichen Verzweigung sorgen sie für eine vegetative Vermehrung; der Hauptspross kann bis zu 2 Meter Länge erreichen. Der Gundermann ist ein Flachwurzler; die Blütentriebe sind 10 bis 30 Zentimeter hoch, aufsteigend bis aufrecht, und haben ebenfalls einen quadratischen Querschnitt. Die Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet. Die Blattstiele sind in der Länge sehr variabel, jedoch kürzer als die  Internodien. Ihre Länge reicht von rund einem Zentimeter bis zu 20 Zentimetern in dichter Vegetation. Die Blattspreiten sind mit einer Länge von 0,4 bis 3,5 Zentimeter und einer Breite von 0,6 bis 4 Zentimeter, meist jedoch nicht breiter als 3 Zentimeter, nierenförmig bis rundlich-herzförmig mit stumpfer oder spitzlicher Blattspitze. Der Blattrand ist grob gekerbt. Es können gelegentlich aber auch Blattspreiten mit bis zu 8 Zentimetern Durchmesser vorgefunden werden.
Blütenstand und Blüte
Die zwei- bis fünfblütigen Blütenstände entspringen den Achseln von Laubblättern. Die Deckblätter (Brakteolen) der einzelnen Blüten sind 1 bis 1,5 Millimeter groß und behaart. Die Blüten sind die für die Lippenblütler typischen  zygomorphen Lippenblüten. Der  Kelch ist röhren- bis glockenförmig, leicht zweilippig und besitzt 15 Nerven. Die Krone ist meist 15 bis 22 (6 bis 25) Millimeter lang und von blau-violetter Farbe mit purpurnen Flecken an der Unterlippe; selten ist die Krone rosa oder weiß. Die Oberlippe der  Krone ist flach und hat drei dreieckige Zähne, die rund 0,2- bis 0,3-mal so lang wie die Kronröhre sind. Die Unterlippe hat zwei Zähne. Die Kronröhre ist schmal konisch, gerade und behaart. Es sind zwei lange und zwei kurze  Staubblätterausgebildet. Sie befinden sich an der Unterseite der Oberlippe. Die Pollensäcke öffnen sich mit Längsschlitzen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, vierfächrigen Fruchtknoten verwachsen, wobei jedes Fach eine Samenanlage beinhaltet. Die Blüten sind zwittrig. Es kommen auch männlich sterile Blüten vor. Diese sind meist kleiner, und die reduzierten Staubblätter sind in die Kronröhre integriert. Klone bilden dabei entweder nur zwittrige oder nur männlich-sterile Blüten. Die Ausbildung des Geschlechts ist nicht rein genetisch bedingt. Unter günstigen Wachstumsbedingungen können viele männliche Klone zwittrige Blüten hervorbringen. In seltenen Fällen wurden rein weibliche Blüten beobachtet. Die Blütezeit liegt meist zwischen April und Juni (Juli).
Frucht
Die Klausenfrucht zerfällt in vier Teilfrüchte. Jedes Fruchtknotenfach entwickelt sich zu einer nüsschenartigen Teilfrucht (Klause). Jede Klause ist eiförmig und glatt und dabei an den Seiten, wo sie die Nachbarn berührt, leicht eingedrückt. Die Klausen tragen einen grauen Auswuchs, der als  Elaiosom gedeutet wird. Bei der Reife verschleimt das  Perikarp. Das Gewicht der Klausen beträgt rund 0,7 Milligramm. Die Samen sind 1,9 mal 1,1 Millimeter groß. Die Klausen werden durch Kleb-Ausbreitung und durch Ameisen ausgebreitet. Die Fruchtreife erfolgt zwischen Juni und August.


Verbreitung des Gundermanns
Der Gundermann kommt vor allem in Europa und in Nordasien vor. In Mitteleuropa ist er häufig, in anderen europäischen Ländern kommt er nicht ganz so häufig vor. Auf einigen Mittelmeerinseln kommt der Gundermann nicht vor. Auch ganz oben im Nordeuropa findet man keinen Gundermann. In Asien wächst der Gundermann eher im Norden und zwar von Westasien bis nach Japan. In Nordamerika und Neuseeland wurde der Gundermann eingeschleppt.

Sammeltipps
Die Blätter des Gundermanns kann man fast das ganze Sommerhalbjahr über sammeln. Da der Gundermann sehr verbreitet ist, kann man relativ leicht Stellen finden, wo der Gundermann wächst. Man sollte jedoch darauf achten, dass man ihn nicht an einer Stelle erntet, wo viele Hunde ausgeführt werden oder wo viele Autos fahren. Am besten verwendet man den Gundermann frisch in der Küche. Man kann ihn aber auch an einer schattigen Stelle trocknen, als Tinktur ansetzen oder zu einer Salbe verarbeiten.




SEIFENKRAUT

Seifenkraut hat seinen Namen von seinem hohen Gehalt an Saponinen. Der Saponinanteil ist sogar so hoch, dass man mit Seifenkraut waschen kann. Die Saponine sind nicht nur zum Waschen geeignet, sondern sie helfen auch bei Husten und wirken harntreibend. Auch bei verschiedenen Hautleiden kann man Seifenkraut einsetzen.
Das Gewöhnliche Seifenkraut, auch Echtes Seifenkraut, Seifenwurz oder Waschwurz genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung der Seifenkräuterinnerhalb der Familie der Nelkengewächse. Sie ist in  Eurasien weitverbreitet. Die für manche Tiere giftige Pflanze wurde früher als Waschmittel genutzt. Heute findet sie noch in der Naturmedizin Anwendung, wozu sie vorwiegend in China, Iran und der Türkei kultiviert wird.

Steckbrief
Heilwirkung:
schleimlösend, harntreibend, fungizid, abführend, blutreinigend, Bronchitis, Husten, trockene Nase, Verdauungsanregend, Pfortaderstauung, Bauchspeicheldrüsen anregend, Stoffwechsel anregend, chronische Hautleiden
wissenschaftlicher Name: Saponaria officinalis
Pflanzenfamilie:
Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name:
Soapwort
volkstümlicher Name:
Hustenwurzel, Rote Seifenwurzel, Waschlaugenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Saponine, Flavonglykosid
Sammelzeit:
Wurzel: März und April und September und Oktober, Blätter: Juni und Juli,

Anwendung
Das Gewöhnliche Seifenkraut ist für  Wildpflanzengärten zu empfehlen. In Gärten kann man auch eine Form mit gefüllten Blüten finden. Alle Pflanzenteile enthalten (in der Wurzel 3 bis 8%)  Triterpensaponine mit dem  Aglykon Quillajasäure. Als Hauptkomponenten finden sich dabei  Saponariosid A, B, C, F und G neben weiteren Saponariosiden (wie zum Beispiel  Gypsogenin).
Seifenkrauttee bereitet man, indem man einen Teelöffel Seifenkrautwurzel mit einem Viertel Liter kaltem Wasser ansetzt und einige Stunden ziehen lässt. An-schließend bringt man den Ansatz zum Sieden und seiht ihn dann ab. Bei Husten kann man zwei Tassen von diesem Tee täglich trinken. Auch für Waschungen und Umschläge kann man diesen Tee verwenden, am besten vermischt mit Kamillentee, sofern man Kamille verträgt. Anwendungen mit Seifenkraut sollte man keinesfalls überdosieren, denn aufgrund des hohen Saponingehaltes können Sie die Verdauungsorgane und den Harnapparat reizen.
Medizinische Verwendung
Als Arzneidrogen dienen die getrockneten Wurzeln und Rhizome, seltener die krautigen Pflanzenteile. Traditionell werden die Pflanzenteile seit dem Altertum als Expektorans bei Bronchitiden mit zähem, trockenem Sekret eingesetzt. Hierfür gibt es auch Fertigpräparate. Hierbei ist zu beachten, dass das Seifenkraut wie alle Saponindrogen in höheren  Dosen Erbrechen auslösen kann und demnach schwach giftig ist. In der Tumorbehandlung wird das ebenfalls aus dem Seifenkraut gewonnene pflanzliche  Proteintoxin  Saporin bereits in  Tests angewendet.
Seifenkraut als Reinigungsmittel
Das Gewöhnliche Seifenkraut ist ein  Kulturbegleiter und wurde vermutlich seit der  Jungsteinzeit gepflanzt. Wegen der waschaktiven Wirkung ihrer Inhaltsstoffe dienten  Auszüge aus Rhizom und Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert als Seifenersatz (Pflanzenname). Deshalb wurde das Gewöhnliche Seifenkraut auch in Europa noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts angebaut. In der Slowakei werden noch heute Wäschestücke mit angeschnittenen Rhizomstückchen „eingeseift". Umweltbewusste Betriebe und Privatpersonen verwenden heute Seifenkrautlösung beispielsweise zur Teppich- und Polsterreinigung. In  Restauratorenwerkstätten wird Seifenkrautlösung zur Reinigung von historischen Textilien und Möbelstücken verwendet.
Lebensmittelzusatzstoff
Seifenkraut wird als  Aufschlagmittel etwa in der Herstellung von  Halva eingesetzt.

Pflanzenbeschreibung
Seifenkraut wächst an sandigen Ufern, auf Schutt- und Geröllhalden, an Hecken, Gebüschen und in Auwäldern. Das Seifenkraut wird bis zu 80 cm hoch und ist im oberen Bereich verzweigt. Die länglichen Blätter stehen gekreuzt gegenständig. Zwischen Juni und September blüht das Seifenkraut mit zartrosa Blüten, die büschelig in Rispen angeordnet sind. Jede Blüte hat fünf Blütenblätter.
Erscheinungsbild und Blätter
Das Gewöhnliche Seifenkraut ist eine ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern. Sie bildet stark verzweigte, unterirdische  Ausläufer, die zu fingerdicken Rhizomen auswachsen. Die Primärwurzel ist dabei rübenartig verdickt. Der aufrechte, meist unverzweigte Stängel ist weich behaart und dicht belaubt. Die kreuzgegenständig angeordneten Laubblätter sind drei- bis fünfnervig, bei einer Länge von 5 bis 10 Zentimetern lanzettlich und relativ breit.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. In den Achseln der Stängelblätter stehen dichte, trugdoldige  Blütenstände. Die schwach duftenden Blüten sind fünfzählig. Die Kelchblätter sind zu einer 20 bis 25 Millimeter langen Kelchröhre verwachsen. Die fünf ungeteilten, blassrosafarbenen bis weißen Kronblätterbilden einen Kreis von gut 2 Zentimetern Durchmesser und eine kleine Nebenkrone am Schlundeingang. Die Fruchtreife tritt von September bis Oktober ein. Die trockenen  Kapselfrüchte öffnen sich oben vierzähnig. Die schwarz-braunen, rauen Samen sind mit einer Länge von etwa 1,5 Millimetern relativ klein und rundlich, nierenförmig.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mich unruhig (18 Impatiens)
- Diese Menschen fühlen sich unruhig
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die unruhige Art abstreifen  

BACHBLÜTEN
Ich habe Angst, etwas falsch zu machen (19 Larch)
- Diese Menschen haben große Angst, etwas falsch zu machen  
- Mit der dementsprechender Bachblüte vergeht die Angst, etwas falsch zu machen  

ERNÄHRUNG
BMI
BMI = Body Mass Index
BMI ist die Zahl, zur Bewertung und Einteilung des Gewichtes einer Person
BMI = Gewicht in kg/Körpergröße in m 2
Starkes Untergewicht < 16   Übergewicht  25 – 30
Mäßiges Untergewicht 16 – 17    Adipositas Grad I  30 – 35
Leichtes Untergewicht 17 – 18,5  Adipositas Grad II  35 – 40
Normalgewicht  18,5 – 25            Adipositas Grad III  > 40


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü