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Labkraut
Das Echte Labkraut, auch Gelbes Waldstroh, Liebfrauenbettstroh, Liebkraut, Gliedkraut, Gelb-Labkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Labkräuter innerhalb der Familie der Rötegewächse. Sie ist in Eurasien verbreitet.
Das Klettenlabkraut kennen die meisten nur daher, dass sich die kleinen Kletten beim Spazierengehen an ihren Hosen festsetzen. Als Heilpflanze ist es eher unbekannt - zu unrecht, denn es leistet wertvolle Dienste für unsere Gesundheit, vor allem für die Haut und das Verdauungssystem. Außer dem Klettenlabkraut kann man auch das echte Labkraut als Heilkraut verwenden.
Das Klettenlabkraut (Galium aparine) ist ein bei uns häufig vorkommendes Wildkraut. Früher nutzte man das Kraut u.a. als Ersatz für tierisches Lab, um vor allem Käse herzustellen. In der Volksmedizin nutzt man die klettige Labkrautart vor allem bei Nieren- und Harnbeschwerden, da einige Inhaltsstoffe eine diuretische Wirkung besitzen. Wildkräuterliebhaber können die Blätter und Samen des Klettenlabkrauts auf vielfache Art verwenden. Insgesamt eine universelle Wildpflanze, die häufig unterschätzt wird.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Hautleiden, Flechten, Ekzeme, Fingernagelgeschwür, Hautunreinheiten, Zungenentzündung, Magenentzündung, Darmentzündung, Wasserstauungen, harntreibend, Blasenentzündung, Nierensteine, Nierengries, Blasensteine, Blasengries, Übergewicht
wissenschaftlicher Name: Galium aparine
englischer Name: Clivers
volkstümliche Namen: Klabergras, Klebgras, Klimme, Hafta, Wundkraut, Zaunkleber
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Glykosid, Saponine, Rubichlorsäure, Zitronensäure, Galitannsäure, Alizarinthypus, Asperulosid, Spurenelemente
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Äußerlich für Hautprobleme wird das Labkraut am besten als Frischsaft angewendet. Den frischen Saft kann man auf die betroffene Stelle träufeln und antrocknen lassen. Falls Frischsaft nicht verfügbar ist, kann man das Klettenlabkraut auch als Tee verwenden. Mit dem Tee kann man die betroffene Stelle spülen oder man legt eine Kompresse auf. Innerlich trinkt man das Klettenlabkraut als Tee. In der Volksheilkunde wird der Tee sogar empfohlen, um herannahende epileptische Anfälle zu verhindern. Die Früchte wurden früher als Gerinnungsmittel zur Käseherstellung verwendet und geröstet kann man sie sogar als Kaffeeersatz benutzen.  Wie andere Galiumarten enthält das Echte Labkraut das Labferment, das bei der Käseherstellung genutzt wird. Heute hat man allerdings andere Quellen für das Labferment. Doch für die Herstellung von englischem Chesterkäse wird das Kraut noch heute genutzt. Die Farbstof-fe der Blüten geben dem Chesterkäse seine gelblich-orange Farbe und sind verantwortlich für den besonderen Geschmack. In Schottland wird das Echte Labkraut noch heute als Färbemittel verwendet; die Wurzeln färben rot, die Blüten gelb. Die blühende Pflanze ist auch zum Aromatisieren und Gelbfärben von Getränken geeignet. Das Echte Labkraut wird als Zierpflanze und in Wildpflanzengärten verwendet. Es lässt sich zur Kultur auch vegetativ durch Wurzelausläufer vermehren.
Verwendung als Heilmittel
Als pharmazeutische Droge dient das getrocknete, zur Blütezeit gesammelte Kraut. Wirkstoffe sind: Flavonoide, Iridoid-Glykoside, wie Asperulosid und Monotropein; weiterhin, Chlorogensäure, in Spuren Anthrachinon-Derivate; im frischen Kraut ist auch ein dem Labenzym ähnliches Protein, das Milch zur Gerinnung bringt. Anwendungen: Das Echte Labkraut wird vor allem in der Volksmedizin genutzt. Im Vordergrund stehen die harntreibenden Eigenschaften des Krauts, das man als Tee bei geschwollenen Knöcheln und bei Katarrhen der Harnwege gibt, auch äußerlich wird es gelegentlich noch eingesetzt bei schlecht heilenden Wunden. Hierbei muss aber hervorgehoben werden, das es bisher keine Belege für die Wirksamkeit bei diesen Indikationen gibt.
Klettenlabkraut als Heilkraut
In der modernen Heilpflanzenkunde spielt das Kletten-Labkraut nur eine untergeordnete Rolle, wenngleich es über einige wirksame Inhaltsstoffe verfügt. In der Volksheilkunde hat man das Klettenlabkraut (Galium aparine) genau wie das Echte Labkraut (Galium verum) vor allem bei Blasen- und Nierenleiden verwendet. Lange Zeit hatte es vor allem bei der armen Bevölkerung einen Namen als natürliches Diuretikum (harntreibendes Mittel).
In älteren Kräuterbüchern fand das Klettenlabkraut u.a. als Gegengift bei Natternbissen sowie als Heilmittel bei Durchfällen angewendet. Üblich waren u.a. Heilweine sowie Aufgüsse aus Blättern. Der Saft der Pflanze, die man früher als Kleberkraut bezeichnete, wurde u.a. bei Ohrenschmerzen empfohlen. Die damaligen Anwendungsempfehlungen sind jedoch nicht mehr auf die heutige Zeit zu übertragen.
Für Anwendungszwecke in der heutigen Naturheilkunde sollte zunächst ein Blick auf das Wirkstoffpotenzial des Kletten-Labkrauts geworfen werden. Die oberirdischen Pflanzenbestandteile enthalten höhere Anteile an Phytosterolen (v.a. beta-Sitosterin und Campesterol) und Gerbstoffe bzw. Phenolsäuren wie Kaffeesäure und Chlorogensäure als Ester der Kaffeesäure. Außerdem sind zahlreiche Flavone, einige ätherische Ölverbindungen sowie freie organische Säuren wie die Palmitinsäure enthalten.
Klettenlabkraut als Küchenkraut
Das Kletten-Labkraut hat als Küchenkraut keine wirtschaftliche Bedeutung, jedoch ist es vielen Wildkräuterliebhabern zusammen mit dem Echten Labkraut durchaus bekannt. Es gibt einige Möglichkeiten die Pflanze zu verarbeiten. Mit etwas Aufwand lassen sich sogar recht schmackhafte Gerichte aus den Blättern zubereiten.
Der Geschmack der Blätter selbst lässt sich als leicht nussig und typisch grün beschreiben.
Gewöhnungsbedürftig sind die Blätter mit ihren hakigen Drüsenhaaren, die meist nur mit Widerwillen roh gegessen werden. Werden die Blätter und Stängel jedoch vorsichtig gedämpft und passiert, können diese deutlich besser verzehrt werden. Gedämpfte Labkrautblätter eignen sich hervorragend als Füllung für Teigtaschen oder Kartoffeln oder auch als Zutat für Gemüse- oder Wildkräutersuppen. Als geschmackliches Highlight können die gedämpften oder auch pürierten Blätter mit Kerbel oder zerstoßenen Fenchelsamen gewürzt werden.
Die Blätter des Klettenlabkrauts können auch problemlos mit Frischkäse oder Quark vermischt werden. Ein Kräuterquark mit Labkrautblättern und etwas zerstoßenem Kümmel harmoniert bestens auf frisch gebackenem Brot. Der feinnussige Geschmack der Blätter kann auch gut mit Knoblauch oder Schnittlauch ergänzt werden.
Eine gute Figur macht die heimische Labkrautart in grünen Smoothies. Dort lassen sich die Blätter mit anderen Wildkräutern wie Spitzwegerich, Löwenzahn oder Gundermann gut kombinieren. Um einen solchen Smoothie geschmacklich aufzuwerten, sollten Salz und Pfeffer sowie saure Sahne oder vegane Alternativen (z.B. Hafersahne) nicht fehlen.
Die Samen des Klettenlabkrauts fanden in Notzeiten als Kaffeeersatz Verwendung. Die Samen können in einem Mörser oder einer Kaffeemühle zerkleinert und wie Kaffee aufgebrüht werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Bei den Labkräutern gibt es zwei heilkräftige Arten mit etwa gleichem Wirkungsspektrum. Verbreiteter ist das Klettenlabkraut mit seinen weißen Blüten, das echte Labkraut, erkennbar an den gelben Blüten, ist sogar noch heilkräftiger. Das Klettenlabkraut wird über einen Meter hoch, wenn es sich irgendwo festhalten kann. Es hält sich durch Klimmen und nicht durch Ranken fest, d.h. es hat keine Ranken, sondern haftet mit seinen waagrechten Zweigen und den winzigen Stachelchen überall leicht fest. Dadurch erweckt es auch den Eindruck der Klebrigkeit. Die Blätter sind schmal und stehen vom Stängel ab wie kleine Quirle. Den ganzen Sommer über blüht das Klettenlabkraut mit sternför-migen kleinen Blüten. Aus den Blüten entstehen die Kletten, die an Kleidern und Tierfell haften, um von Mensch und Tier verbreitet zu werden. Das gelb blühende echte Labkraut hat im Gegensatz zum Klettenlabkraut umgerollte Blätter.
Vegetative Merkmale
Das Echte Labkraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 20 bis 70 Zentimetern, selten bis zu 1 Meter. Es werden unter- und oberirdische Ausläufer gebildet. Die aufrechten oder aufsteigenden bis niederliegenden, rundlichen Stängel sind abstehend kurz behaart und besitzen oben vier erhabene Leisten. Die Laubblätter sind zu sechst bis zwölft im quirl angeordnet. Die Blattspreiten sind bei einer Länge von 15 bis 25 Millimetern sowie einer Breite von etwa 1 Millimeter schmal linealisch, nadelf-örmig, gefurcht, am Rand zurückgerollt und einnervig oder undeutlich nervig sowie unterseits weichhaarig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die Blüten sind rispigen Blütenständen angeordnet. Die relativ kleinen Blüten riechen intensiv nach Honig. Die gold- bis zitronengelbe Krone ist radförmig; die Kronzipfel sind kurz bespitzt, nicht grannenspitzig. Die Frucht ist glatt.

Kondurango
Der Kondurangostrauch ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hundsgiftgewächse. Bestandteile der Pflanze werden traditionell als Arzneimittel verwendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magensaft anregend, Rekonvaleszenz, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Marsdenia cundurango
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
 
Anwendung
Der Kondurangostrauch findet in der Phytomedizin als Bitterdroge Verwendung. Der Rindenauszug  wird da-bei als Stomachikum bei Appetitlosigkeit eingesetzt. Als gebräuchliche Einzeldosis wird ein Kaltwasserauszug von 1,5g der Droge auf 1 Teetasse angegeben. Bei unsachgemäßer Anwendung sind Vergiftungserscheinungen möglich. Je nach Dosis reichen die Symptome von Erbrechen und Krampfanfällen bis hin zur Lähmung des Respirationszentrums. Erste Symptome treten bei subkutaner und stomachaler Anwendung erst nach mehreren Stunden auf, intravenös bereits nach einer viertel bis halben Stunde. Die letale Dosis für Hunde und Katzen wird mit 0,02 – 0,024 g Condurangin/kg Körpergewicht bei intravenöser Verabreichung angegeben. Traditionell wurde die Pflanze von den Ureinwohnern Südamerikas auch als Heilmittel bei Schlangenbissen verwendet.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Pflanze wächst als Kletterstrauch und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 9m bei einem Stammdurch-messer von bis zu 60 cm. Der Stamm von älteren Exemplaren verholzt. Die Rinde ist grau-braun mit stellenweise weißen Flecken. Die Blätter wachsen kreuzgegenständig und sind spießförmig. Sie sind stark behaart bei einer Länge von 8 – 10 cm und Breite von 5 – 8 cm. Die Blüten sind glockenförmig und 5-zählig. Aus ihnen entwächst eine Balgfrucht deren Samen mit Haarschöpfen versehen sind.

Bachblüten
Ich bin verbittert (Holly)
Sie sind zu sehr verbittert
Hier können sie ihre Verbitterungen
Bachblüten
Man kann schlecht abwarten, das Dinge sich entwickeln (Impatiens)
Diese Menschen können schlecht abwarten, das sich die Dinge entwickeln
Mit der Blüte können sie leichter die Dinge abwarten
Der Spät-Abend-Snack
Nach dem viele Menschen tagsüber sehr wenig oder kaum essen, wird der Energiebedarf meist erst abends gedeckt. Dies geschieht oft in mehreren kleinen Mahlzeiten und häufig auch noch zu sehr später Stunde.
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Letzte Abendmahlzeit: 3 Stunden vor dem Zu-Bett-gehen!
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Manchmal passiert es, dass trotz eines Abendessens nur wenige Stunden später der Magen knurrt und sich der kleine Hunger meldet. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man ignoriert das "Loch im Bauch" oder man tut etwas dagegen. Dass die Häppchen keinesfalls direkt auf den Hüften landen müssen, zeigt unsere Auswahl an Abendsnacks gegen späten Hunger.
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