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19.02.2020

tägliche News > Februar > 17.02.20 - 23.02.20
Diptam
Wenn man dem Diptam das erste Mal in der freien Natur begegnet, sieht man sofort, dass es sich um eine besondere Pflanze handelt, denn die in Trauben stehenden Blüten sehen beeindruckend schön aus. Da der Diptam sehr selten ist, ist die Pflanze geschützt und darf daher nicht gesammelt werden. Früher war der Diptam eine geschätzte Heilpflanze, und wurde vor allem in der Frauenheilkunde gerne verwendet. Selbst als Verhütungsmittel wurde der Diptam früher eingesetzt. Außerdem stärkt er die Funktion der Verdauungsorgane und kann die Nerven stärken.
Achtung! Nicht in der Schwangerschaft anwenden!
Außerdem macht der Diptam lichtempfindlich.

Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Fieber, Blähungen, Verdauungsfördernd, Menstruationsfördernd, Nervenschwäche
wissenschaftlicher Name: Dictamnus albus
Pflanzenfamilie: Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name: Dittany
volkstümlicher Name: Brennender Busch, Brennkraut, Eschenblättriger Diptam, Escherwurz, Pfefferkraut, Spechtwurzel, Weißer Diptam
Inhaltsstoffe: Alkaloid, ätherisches Öl, Bergapten, Bitterstoffe, Saponine, Fla-vonglycoside, Xanthotoxin
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt!

Verwendung als Heilpflanze
Gartenpflanze
Da der Diptam im Altertum als Heilpflanze angesehen wurde und im blühenden Zustand dekorativ ist, hat man sehr frühzeitig mit seiner Kultivierung im Garten begonnen. In der Renaissance war er bereits eine verbreitete Gartenpflanze. Heute ist er in Gärten eher selten zu finden, was auf seine spezifischen Standort-ansprüche und seine Giftigkeit zurückzuführen ist.
Heilpflanze
Der Diptam wird heute wegen seiner teilweise giftigen Inhaltsstoffe nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt, zumal sich für die früher geschilderten Wirksamkeiten keine Belege gefunden haben.

Beschreibung
Diptam ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit kriechendem, weißlichem Rhi-zom, die eine Wuchshöhe von 60 bis 120 cm erreicht. Der unverzweigte Stängel ist aufrecht. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit 3 bis 5 Fiederpaaren und besitzen einen zitronenartigen Duft. Die länglich-eiförmigen Fiedern sind bis 8cm lang. Die fünfzähligen, leicht zygomorphen Blüten stehen in Trauben und messen 4 bis 6 cm im Durchmesser. Die rosafarbenen, selten weißlichen Kronblätter besitzen eine dunkle Aderung; das nach unten zeigende Kronblatt ist etwas kleiner als die vier anderen, nach oben und seitwärts gerichteten. Die zehn Staubblätter sind nach oben gekrümmt. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, die Fruchtreife liegt im Hochsommer. Die Frucht ist eine Kapsel. Bei viel warmem Wind trocknen die Früchte ein. Dabei reißen die Fruchtschalen auf, rollen sich ein und schleudern den kugelförmigen, etwa 4 mm kleinen Samen heraus. Da der Diptam meist klonal in Gruppen wächst, kann man das manchmal gemeinsame Knallen der Früchte im Sommer hören. Die Samen können bis etwa fünf Meter weit weggeschleudert werden.

Echter Lein
 
Früher war der Lein eine wichtiges Pflanze, um daraus Kleidungsstoffe herzustellen. Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen und begleitet den Menschen seit der Steinzeit. Leinen gehörte zu den edlen Stoffen früherer Zeit, weil es fein und küh-lend ist. Heutzutage ist vor allem der Lein-Samen beliebt, denn in Feuchtigkeit eingebracht er ist so schleimig, dass er harten Stuhlgang weicher macht und so gegen die verbreitete Verstopfung hilft. Die einhüllenden und lindernden Eigenschaften des Leins kann man auch gegen Entzündungen in den Atemwegen und Verdauungsapparat einsetzen. Außerdem werden entzündliche Hautprozesse gelindert. Das lateinische Artepitheton usitatissimum bedeutet meist verwendet und bezieht sich auf die vielfältige Verwendbarkeit. „Flachs“ leitet sich von „flechten“ ab und bezieht sich auf die Verarbeitung.
 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Verstopfung
 
Heilwirkung: abführend, einhüllend, erweichend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend
 
Anwendungsbereiche: Samen und Öl: Drüsenschwellungen, Furunkel, Gallensteine, Geschwüre, Gürtelrose, Halsschmerzen, Hautauschlag, Heiserkeit, Gesichtsneuralgien, Ischias, Kehlkopfentzündung, Krebsvorbeugung, Magen-schleimhautentzündung, Magenübersäuerung, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Rheumatische Schmerzen, Schnupfen, Schuppenflechte, Sodbrennen, Unterleibsschmerzen, Zahnschmerzen, Homöopathie: Asthma, Harnblasenreizung, Heufieber, Heuschnupfen, chronischer Durchfall, Zungen-lähmung
 
wissenschaftlicher Name: Linum usitatissimum L.
 
Pflanzenfamilie: Linaceae = Leingewächse
 
englischer Name: Flax
 
volkstümlicher Name: Faserlein, Flachs, Flachsbeere, Flas, Flax, Gemeiner Lein, Glix, Haarlinsen, Lein, Leinbleaml, Leinsamen, Öl-Lein, Saat-Lein
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen, Blüte (Homöopathie)
 
Inhaltsstoffe: Aminosäuren, Ballaststoffe, cyanogene Glykoside, Lignanglyko-side, Linolsäure, Schleimstoffe, Phosphatide, Proteine, Sterole, Triterpene, unge-sättigte Fettsäuren
 
Sammelzeit: August bis Oktober
 
 
Anwendung
 
Die Verarbeitung der Flachsfasern ist aufwändig. Die Flachsstängel werden zunächst geröstet, dabei werden durch Mikroorganismen im Wasser (Wasserröste) oder am Feld liegend (Tauröste) die Bastfasern gelöst. Nach der Röste wird der Lein gebrochen, dadurch wird der Holzkörper zerkleinert und es entstehen die Schäben. Anschließend wird der Lein geschwungen, dabei wird der Werg, der Kurzfasern enthält, von den hochwertigen Langfasern getrennt. Rund 15% der Stängelmasse sind Langfasern. Diese werden durch Hecheln gereinigt und dann gesponnen. Die Produktion von Flachsfasern dient zu etwa 61% der Gewinnung von Langfasern. Leinenfasern, für die die Langfaser genutzt wird, haben einen Marktanteil bei den Textilien von unter einem Prozent. Rund 40% des Lei-nens werden zu Bekleidung verarbeitet, 25% zu Haushaltswäsche, 20% zu Heimtextilien und 15% für technische Zwecke. Das als Nebenprodukt entstehende Werg (Kurzfasern) kann zu Papier verarbeitet werden. Er findet in Polstermöbel-füllungen, Verbundwerkstoffen und Dämmstoffen Verwendung. Die Schäben werden unter anderem in Pressspanplatten als Füllstoff verarbeitet, auch als Tier-einstreu verwendet. Das Leinwachs fällt im Staub an, kann leicht isoliert werden und findet in der Kosmetik und Pharmaindustrie Verwendung. Die Samen werden sowohl vom Öllein wie vom Faserlein verwertet. Die Leinsamen werden nur zu einem geringen Teil direkt in Backwaren, als Reformkost und als Arzneimittel bei Verstopfung verwendet. Andere medizinische Anwendungen sind wissenschaft-lich nicht ausreichend abgesichert. Der überwiegende Teil wird zur Ölgewinnung eingesetzt. Leinöl kann als Speiseöl verwendet werden. Durch den Gehalt von 50 % bis 67 % Linolensäure ist es ein trocknendes Öl. In der Industrie wird es zu Farben, Lacken, Firnissen, Druckfarben, Wachstüchern, Schmierseife und Linoleum verarbeitet sowie für die Herstellung von Kosmetika und Pflegemitteln eingesetzt. In Farben und Lacken ist es weitgehend durch synthetische Produkte er-setzt worden, wird aber auch heute in Druckfarben sowie für Lacke und Firnisse im Holzschutz benutzt. Nebenprodukte der Ölgewinnung sind Leinkuchen und Leinschrot, wegen des Reichtums an Protein werden sie als Tierfutter, besonders für Rinder und Kälber verwendet.
 
Innerlich Samen
 
Gegen Verstopfung wendet man den Leinsamen folgendermaßen ein: an nimmt ein bis zwei Esslöffel geschroteten Leinsamen und vermischt ihn mit Jogurt, Müsli oder einer Flüssigkeit. Durch die Feuchtigkeit hat der Leinsamen die Gelegenheit, etwas auszuquellen und seinen Schleim abzusondern. Nach kurzer Einwirkzeit isst man den Leinsamen mit dem Jogurt oder Müsli. an sollte anschließend noch etwa 1/2 Liter Wasser trinken, damit der Leinsamen im Magen-Darm-Trakt vollständig aufquellen kann. Dadurch wird der Stuhl weicher und kann besser durch den Darm gleiten. Verstopfung wird gelindert.
 
         
Achtung! Leinsamen   sollte nicht bei Verdacht auf Darmverschluss oder Darmlähmung angewendet   werden. Darmverschluss und Darmlähmung gehören in ärztliche Behandlung.
          
 
Tee
 
Aus den Samen kann man einen Tee aufbrühen, der eine positive Wirkung auf die Harnsysteme hat.
 
Umschlag
 
Ein Umschlag aus zerquetschten oder gemahlenen Samen hilft gegen Bronchitis, Husten, Hautentzündungen, Geschwüren.  Ein Umschlag aus einem kurz aufge-kochten Samenbrei hilft gegen Furunkel. Solch einen Breiumschlag kann man auch mit Honig und Olivenöl ergänzen, um die Heilwirkung gegen Furunkel zu verstärken.
 
Leinöl
 
Das aus Leinsamen gepresste Öl hilft gegen Hautauschläge. Leinöl wird auch als eröffnendes Klistier eingesetzt. Eine innerliche Kur mit Leinöl (50 Gramm je Trunk) hilft bei Gallensteinkoliken. Täglich ein Löffel Leinöl beugt dem Herzinfarkt vor.
 
Homöopathie
 
Das Mittel wird aus den Blüten hergestellt und wirkt gegen Asthma, Harnblasen-reizung, Heufieber, Heuschnupfen, chronischer Durchfall und Zungenlähmung.
 
 
Geschichtliches
 
Lein ist einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Im Jahre 2005 war deshalb Lein die Pflanze des Jahres um an diese Bedeutung zu erinnern. Lein ist Nahrungsmittel (wenn auch selten genutzt), Heilpflanze und vielseitiger Rohstoff. Die Anfänge für die Nutzung des Leins findet sich in der Steinzeit, zunächst für die Herstellung von Stoffen und Seilen. Im alten Ägypten wurden die reichen Toten in Leintücher gehüllt. Viele alte Heiler (z.B. Hippokratiker wie Theophrast, Hildegard von Bingen) nutzten Leinsamen zu medizinischen Zwecken sowohl innerlich und äußerlich. Obwohl heute Lein auf der ganzen Welt angebaut wird, spielt Lein nur noch eine Randrolle. Die Bedeutung als Heilpflanze nimmt aber wieder zu.
 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Lein ist im Mittelmeerraum und Vorderasien heimisch. Er wächst bevorzugt im gemäßigtem Klima, dort wurde er überall als Kulturpflanze angebaut. Die ein-jährige Pflanze wird zwischen 30 und 150 Zentimeter hoch. Die Blätter sind schmal, lanzettlich, dicht besetzt und wechselständig. Die weiß-blauen bis blauen 5-zähligen Blüten erscheinen zwischen Juni und August und haben einen Durchmesser von etwa 2-3 cm. Die Blütengriffel sind himmelblau. Aus den Blüten entwickeln sich die Samen in rundlichen Kapseln (8-10 Samen) und können von August bis Oktober geerntet werden.
 
 
Anbautipps
 
Die Pflanze ist anspruchslos. Der Lein mag sonnigen und nährstoffreichen Boden, Aussaat im Frühling (April/Mai). Ist es zu trocken, sollte man gießen. Ist es zu nass, werden keine Blüten und Samen gebildet. Schnecken mögen die jungen Pflanzen.
 

Sammeltipps
 
Blüten sammelt man am frühen Morgen, da Nachmittags die Blüten oft geschlos-sen oder verblüht sind. Für die Samengewinnung wird die ganze Pflanze direkt am Boden abgeschnitten und getrocknet. Am besten über Backpapier oder ähnlichem aufhängen, da einige Sorten Samenkapseln haben, die beim Trocknen aufplatzen. Nur reife Samen nutzen, da unreife Samen giftige cyanogene Glyko-side enthalten.

Bachblüten
 
In meinen Gedanken bin ich verloren (16 Honeysuckle)
 
-        Diese Menschen sind in ihren Gedanken sehr oft verloren
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte verlieren sie sich kaum noch in ihre Gedanken
Bachblüten
Meine Gedanken sind träge (17 Hornbeam)
-        Diese Menschen sind die Gedanken träge und begreifen oft recht langsam   
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte werden ihre Gedankengänge rascher und begreifen leichter    
Fette
 Fette machen Speisen geschmackvoller, da die meisten Aromastoffe fettlöslich sind. Sie sind eine wichtige Energiequelle, Reservestoff und fettlösliche Vitamine A, D, E und K. außerdem erfüllen sie eine wichtige Funktion in der Zellmembran.
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