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Verbena
Die Zitronenverbena ist die südamerikanische Schwester des heimischen Eisenkrautes. Allerdings sieht die Verbena ziemlich anders aus und riecht auch stark zitronig, ganz anders als ihr Verwandter. Deshalb wird sie auch häufig "Zitronenverbene" genannt. Man kann die Verbene ähnlich einsetzen wie das Eisenkraut, sie eignet sich aber auch sehr gut als wohlschmeckender Haustee für den reinen Genuss. Im Sommer kann Verbenen-Tee wohltuend erfrischend sein.
Die Verbenen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Eisenkrautgewächse. Die nur noch etwa 74 Arten sind fast weltweit verbreitet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältung, Nervosität
Heilwirkung: aktivierend, antibakteriell, appetitanregend, ausgleichend, belebend, beruhigend, entspannend, erfrischend, harntreibend, konzentrationsfördernd, krampflösend, menstruationsfördernd, milchbildend, motivierend, stärkend, stoffwechselanregend, tonisierend, verdauungsfördernd, wehenfördernd
Anwendungsbereiche: Akne, Augenringe, Bindegewebsschwäche, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Fieber, Husten, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Magenschwäche, Migräne, Muskelschmerzen, Nervöse Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Schwindel, Übelkeit, Unruhe, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Verbena triphylla, Lippia citriodora, Aloysia triphylla
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name: Verbena
andere Namen: Eisenkraut, Zitronen-Verbene, Citronelle, Punschkraut, Verbene, Verbenenkraut, Verveine, Vervaine, Zitronenduftstrauch, Zitronenkraut, Zitronenstrauch, Zitronenblatt, Zitronenverbena
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl: Citral, Neral, Geranial, Geraniol, Limonen, Linalool, Nerol; Flavonoide
Sammelzeit: Sommer
 
Anwendung
Sorten einiger Arten und Hybriden werden als Zierpflanzen verwendet. Zudem können sie als Geschmacksverstärker in Tee eingesetzt werden.
Die Verbene hört auf zahlreiche Namen, einige davon sehr unterschiedlich, wie beispielsweise Zitronenstrauch oder Eisenkraut. Mit all diesen Namen ist die gleiche Pflanze genannt. Eisenkraut und Verbena sind aber auch die Namen einer mitteleuropäischen Heilpflanze, die der Zitronenverbene nur in wenigen Eigenschaften ähnelt. Das kann zunächst etwas verwirrend sein. Man kann die beiden Pflanzen aber leicht daran unterscheiden, das nur die Zitronenverbene aus Südamerika ein intensives Zitronenaroma hat. Die heimische Verbena schmeckt einfach bitter. Außerdem ist die heimische Verbene als Pflanze deutlich kleiner als die Zitronenverbena. Hier auf dieser Seite geht es um die südamerikanische Verbena mit Zitronenduft. Verbena kann man wahlweise als Tee oder als ätherisches Öl anwenden. Auch in der Küche wird die Verbene eingesetzt. Die häufigste Art, Verbena anzuwenden ist der Kräutertee.
Tee
Für einen Verbenatee übergießt man ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Verbenablätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Verbenatee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Verbenatee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Lang-zeitwirkungen verhindert und die erwünschte Verbenawirksamkeit bleibt erha-lten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. Verbene eignet sich auch sehr gut als Bestandteil in Mischtees. Sie verbessert den Geschmack der Teemischungen, sodass sie frisch und leicht zitronig schmecken.
Kaltauszug als Erfrischungsgetränk
Als reines Erfrischungsgetränk kann man die Verbene als Kaltauszug zubereiten. Am besten eignen sich dazu frische Verbeneblätter, man kann aber auch getrocknete nehmen. Dazu gibt man zwei Teelöffel frische oder getrocknete Verbeneblätter zusammen mit einer Zitronenscheibe in eine Karaffe mit kaltem Wasser. Diese Mischung lässt man über Nacht im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Tag erhält man ein erfrischendes Kaltgetränk. Je nach Wunsch kann man das Verbenegetränk süßen oder nicht.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Verbene ist leider relativ teuer, was zunächst erstaunt, weil die Verbenebätter so intensiv duften, dass man denkt, man könnte jede Menge ätherisches Öl daraus gewinnen. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Man kann das ätherische Öl in Duftlampen verdampfen, um die Raumluft zu erfrischen. Man kann es auch in Pflanzenöl träufeln als Körper- und Massageöl, z.B. 10 Tropfen auf 100 ml Pflanzenöl. Auch selbstgemachte Cremes und Salben kann das ätherische Verbene-Öl mit seinem Duft bereichern.
Badezusatz
In manchen Badezusätzen ist ätherisches Verbeneöl enthalten. Ein solches Bad entspannt und belebt zugleich. Man wird also ruhig, ohne müde zu werden und man wird belebt, aber bleibt gelassen.
Kräutersäckchen
Mit Verbeneblättern in ein Stoffsäckchen eingenäht kann man einen Raum, einen Kleiderschrank oder ein Bett für längere Zeit mit frischem Zitronenduft versorgen. Ein solches Duftsäckchen hat eine milde Wirkung gegen Insekten und wirkt sowohl belebend als auch entspannend, ähnlich wie die Duftlampe oder ein Verbene-Bad.
Verbena in der Küche
Die frischen Blätter der Verbene können sehr gut in der Küche verwendet werden. Obstsalate und andere fruchtige Süßspeisen erhalten dadurch eine gewisse Zitronenwürze. Auch in salzigen Salaten oder Gemüsegerichten machen sich Verbeneblätter sehr gut. Man kann die Verbene auch mit gebratenem Fleisch versuchen.
 
Wirkung
Die wichtigsten Wirkungen der Verbene scheinen zunächst widersprüchlich, denn sie aktiviert und beruhigt zugleich. Doch diese beiden Wirkungen ergänzen sich in der Praxis wunderbar. Wer gestresst ist, will zwar entspannen, aber nicht unbedingt müde werden. Wer sich schlapp fühlt, will belebt werden, aber nicht in Hektik ausbrechen. So sorgt die Verbene für ein angenehmes Wohlgefühl. Abends kann sie sogar beim Einschlafen helfen, weil sie nicht aufputscht, sondern nur sanft wirkt. Außerdem stärkt die Verbene den Stoffwechsel und hilft bei der Verdauung. Krankheitserreger werden bekämpft, Krämpfe gelindert, aber Wehen gestärkt.
Nebenwirkung
Zu viel oder zu intensiver Genuss der Zitronenverbene kann auf den Magen schlagen und Übelkeit verursachen. Das ätherische Öl kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Wenn man helle Haut hat, sollte man sich im Sommer nicht mit einer verbenereichen Creme einreiben, wenn man in die Sonne geht.
Gegenanzeigen
Weil Verbena menstruationsfördernd und wehenfördernd wirkt, sollte man sie nicht in der Schwangerschaft anwenden, zumindest nicht in größeren Mengen. Nur zur Unterstützung der Geburt ist die Verbene dann wieder geeignet.
Achtung! Keine Verbene in der Schwangerschaft!
 
Anwendungsgebiete
Verbene kann man für viele Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden einsetzen.
Innerlich
Als Tee getrunken kann man Verbene bei Müdigkeit oder auch Nervosität einsetzen. Ein nervöses Herz wird beruhigt, bei Depressionen und Lustlosigkeit wird die Lebensenergie verstärkt. Auch Spannungskopfschmerzen und Migräne werden verringert. Ein gereizter Magen fühlt sich wieder wohler mit Verbenetee, außer wenn man zu viel davon trinkt. Auch Verstopfung lässt nach, weil die Verbena die Verdauung anregt. Bei Erkältung fühlt man sich gestärkt und gesundet schneller, wenn man Verbene-Tee trinkt. Man kann auch andere Erkältungskräuter mit der Verbene mischen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Zusammen mit Hirtentäschelkraut kann man Verbene bei der Geburt trinken. Die Verbene verstärkt die Wehen, wirkt aber zugleich krampflösend, sodass die Wehen leichter zu ertragen sind. Mit ihrem frischen Duft hilft Verbene außerdem, die mühsamen Stunden der Geburt besser durchzuhalten.
Äußerlich
Pflanzenöl vermischt mit ätherischem Verbenaöl kann man für Fußmassagen oder Sportmassagen benutzen. Die Muskeln werden besser durchblutet und entspannen sich. In eine leichte Tagescreme eingearbeitet, kann Verbeneöl bei Akne und fette Haut helfen. In einer Bodylotion hilft Verbenaöl die Bindegewebe zu stärken.
 
Magische Anwendung
Die Verbene soll gegen schlechte Träume schützen, wenn man ihren Saft trinkt oder sich einen Zweig um den Hals hängt. Auch als Liebesmittel soll sich die Verbena eignen, sowohl in Liebestränken als auch umgehängt, um potentielle Partner anzulocken. Zusammen mit anderen magischen Pflanzen wirkt die Verbena verstärkend. Wenn man sie zur Räucherung verwendet oder in der Duftlampe, soll Verbene den Raum und die Atmosphäre reinigen - eine durchaus vernünftige Annahme, wenn man die Wirkung ihrer ätherischen Öle bedenkt.
 
Geschichtliches
Ursprünglich stammt die Verbene aus dem Süden Südamerikas, wo sie schon seit sehr langer Zeit als Heilpflanze und Teekraut verwendet wurde. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Verbene in Europa eingeführt, und 1784 wurde die Zitronenverbene erstmals wissenschaftlich als Art beschrieben. Kurz nach ihrer Einführung in Europa war die Verbene eine beliebte Zierpflanze in europäischen Gärten. Inzwischen sieht man sie jedoch nur noch selten in Gärten, und wenn, dann sind es Liebhaber ihres zitronigen Aromas, die sie kultivieren. Als erfrischende Pflanze für den Haustee ist die Verbene sehr beliebt und wird außerdem als Heilpflanze gern verwendet. Auch als Duftöl wird sie gerne benutzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Verbena ist in Südamerika in Argentien, Uruguay und Chile heimisch. Sie wird jedoch auch in Südeuropa angebaut, weil sie dort gut gedeiht. Sie wächst bevorzugt auch nährstoffreichem Sandboden und liebt volle Sonne und einen geschützten Standort. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 3 Meter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst zunächst neue Stängel aus, aber auch die verholzten Stängel vom Vorjahr wachsen weiter. An den Stängeln entspringen ab Mai die länglichen Blätter, die zu dritt quirlig wachsen, also immer drei auf gleicher Höhe rund um den Stängel. Die ausgewachsenen Blätter sind ein wenig rau und duften stark zitronig. Sie haben einen leicht gezackten Rand. Ab August erscheinen an der Spitze der Stängel die kleinen, weißen Blüten. Sie haben jeweils vier winzige Blütenblätter. Zahlreiche dieser Blüten bilden zusammen eine lockere Ähre.
Verbenaarten sind meist einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher bis Sträucher. Die meisten Arten verströmen einen angenehm würzigen Duft. Die jungen Stängel sind vierkantig. Die kreuzgegenständig, selten wirtelig angeordneten Laubblätter sind einfach. Die Blattränder sind gezähnt. Nebenblätter fehlen.
Die einfachen oder zusammengesetzten, ährigen, rispigen oder zymösen Blütenstände stehen meist end-, selten seitenständig und enthalten Hochblätter. Die zwittrigen Blüten sind vier- bis fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die vier bis fünf Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die vier- bis fünfrippige, gerade oder gebogene Kelchröhre endet in vier oder fünf ungleichen Kelchzähnen. Der Kelch ist bei Fruchtreife nicht vergrößert. Die fünf Kronblätter sind verwachsen. Die Oberlippe besteht aus zwei und die Unterlippe aus drei Kronblättern. Es ist nur ein Kreis mit vier Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind verwachsen, sie sind durch eine falsche Scheidewand zu einem vierlappigen, vierkammerigen, oberständigen Fruchtknoten gegliedert mit einer Samenanlage je Kammer. Der Griffel endet in einer ungleich zweilappigen Narbe. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten. Die Zerfallfrucht zerfällt in vier längliche, kantige Nüsschen.
 
Anbautipps
In Mitteleuropa kann man die Verbene am besten im Kübel anpflanzen, weil sie nur bedingt winterhart ist. Man kann sie entweder aus Samen anziehen, über Stecklinge vermehren oder fertige Pflanzen kaufen. Als dauerhaftes Gefäß braucht man einen sehr großen Kübel, weil die Verbena sehr stattlich (3m hoch) werden kann, wenn sie sich wohl fühlt. Die Pflanzen sollten ausreichend gegossen werden, vertragen aber keine Staunässe. Wenn man sie im Winter nicht in einen Wintergarten o.ä. stellen kann, dann schneidet man die Zweige zurück und deckt sie ab. Dann wird sie an einen möglichst geschützten Platz gestellt. So kann sie mit etwas Glück kurze Phasen mit bis zu -15°C über-stehen. Bei längeren Frostperioden kann man den Kübel vorübergehend in den Keller stellen.
 
Sammeltipps
Für Heilzwecke und Haustee werden vor allem die Blätter der Verbena geerntet. Man kann aber auch die Blüten verwenden. Die Blätter werden vor und während der Blütezeit geerntet. Dazu kann man entweder einzelne Blätter abpflücken, wenn man nur sehr wenig Pflanzenmaterial braucht. Oder man schneidet einen ganzen Trieb ab, bzw. dessen obere Hälfte. Wenn man direkt über einem Blattpaar abschneidet, verzweigt sich die nachwachsende Pflanze und sie wird buschiger und üppiger. Die Blätter und evtl. Blüten werden schonend und möglichst zügig im Halbschatten getrocknet.

Uzara
Uzara ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse. Sie ist in Südafrika beheimatet. Aus ihrer Wurzel gewinnt die südafrikanische Volksmedizin seit vielen Generationen Heilmittel, die das Volk der Xhosa „Uzara-Medizin“ nennt. Afrikanische Heiler wenden die Uzara-Medizin bei Verdauungsstörungen, Regelbeschwerden, Migräne und Erkältungen an. In Deutschland wird seit 1911 aus der Uzara-Wurzel ein Trockenextrakt gewonnen. Mit ihm werden u. a. Durchfallerkrankungen behandelt.
Die Uzarawurzel ist eine traditionelle Heilpflanze aus Südafrika, die vor allem gegen Durchfall verwendet wird. Sie wird seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern Südafrikas verwendet und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von auf der Reise erkrankten Europäern entdeckt. Infolgedessen wurde die Uzara auch in Europa eine beliebte Heilpflanze. Die Uzarawurzel hilft nicht nur überraschend schnell gegen Durchfallerkrankungen, sondern kann auch gegen Menstruationsbeschwerden und andere krampfbedingte Erkrankungen helfen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Durchfall
Heilwirkung: beruhigend, brechreizlindernd, entspannend, krampflösend, spasmolytisch, wundheilend
Anwendungsbereiche: Abszesse, Bauchkrämpfe, Brechdurchfall, Diarrhoe, Erbrechen, Erkältungen, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Nachwehen, Ödeme, Reisekrankheit, Verdauungsbe-schwerden, Wunden
wissenschaftlicher Name: Xysmalobium undulatum
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
andere Namen: Uzarawurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Cardenolidglykoside: Uzarin, Xysmalorin, Phytosterine, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit: Wurzeln von 2 bis 3 Jahre alten Pflanzen
 
Anwendung
Uzara kann man wahlweise als Tee, Tinktur oder als Fertigpräparat in Tablettenform anwenden. Die häufigste Art, Uzara anzuwenden sind Tinkturen aus der Apotheke. Unbearbeitete Pflanzenteile sind von der Zuarapflanze in Mitteleuropa kaum erhältlich. Von der Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein oder wie auf der Packungbeilage angegeben. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Dragees nimmt man entsprechend der Packungsbeilage ein. Traditionell wird das Pulver der Wurzel auf Verletzungen und Abszesse gestreut
Uzara-Medizin (Volksmedizin)
„Uzara-Medizin“ nennt das Volk der Xhosa das pflanzliche Heilmittel aus der Wurzel der Xysmalobiumundulatum-Pflanze. Es hat in der südafrikanischen Volksmedizin seit mindestens 160 Jahren seinen Platz – bei Einheimischen und europäischen Zuwanderern. Afrikanische Heiler setzen es bei verschiedenen Beschwerden ein: zum Beispiel bei Verdauungsstörungen und Regelbeschwerden, aber auch bei Migräne und Erkältungen. Mit dem Milchsaft der Uzara-Pflanze behandeln sie auch eiternde Wunden.
Medizinische Verwendung in Deutschland
In Deutschland wird aus der Uzara-Wurzel seit 1911 ein rein pflanzlicher Extrakt gewonnen, mit dem akute Durchfallerkrankungen behandelt werden.
 
Wirkung
Die Uzarawurzel wirkt nicht nur schnell durchfallhemmend, sondern verhindert auch, dass zu viele Elektrolyte mit dem Durchfall ausgeschieden werden. Diese Zusatzwirkung ist bei Durchfall besonders wichtig, denn viele Probleme bei Durchfallerkrankungen sind eine Folge des Elektrolytverlustes. Die Wirkung der Uzarawurzel tritt sehr schnell ein, weil ihre Glykoside schnellwirkend sind. Die glatte Muskulatur des Darms (und anderer innerer Organe) wird entspannt und so werden Darmkrämpfe und krampfhafte Darmentleerungen verhindert. Der gleiche Wirkmechanismus hilft auch gegen Periodenkrämpfe und andere krampfartige Beschwerden im Bauchraum. Die Zulus aus Südafrika halten die Uzarawurzel außerdem für eine wichtige Traumpflanze, weil sie eine ausgeprägte Wirkung auf die Träume haben soll.
Die Uzara-Wurzel enthält Cardenolid-Glykoside wie Uzarin und Xysmalorin, die sehr schnell wirken. Chemisch sind sie mit den Digitalis-Glykosiden verwandt. Man nimmt als Wirkungsmechanismus an, dass Uzara-Glykoside das vegetative Nervensystem beeinflussen.
Uzara-Glykoside hemmen die Bewegungen der glattmuskeligen Organe, unter anderem die Peristaltik (Muskeltätigkeit) des Darms und des Harn- und Genitalbereichs. Sie wirken deshalb auch entkrampfend. So muss bei akutem Durchfall zum Beispiel nicht mehr so häufig die Toilette aufgesucht werden. Die hohe StuhlgangFrequenz wird normalisiert, ohne eine vorübergehende Lähmung des Darmes. Hierin unterscheidet sich die Wirkung der Uzara-Glykoside von der Wirkung anderer Präparate, etwa der von Opiaten. Letztere schalten die Darmfunktion vorübergehend komplett aus. Der Darm kann sich deshalb nicht entleeren und somit auch nicht entgiften. Gifte wie die toxischen Ausscheidungen von Bakterien sind jedoch häufig die Ursache von Durchfall und sollten nicht im Darm verbleiben.
Neben der beruhigenden und hemmenden Wirkung auf die Bewegung glattmuskeliger Organe vermindern die Uzara-Glykoside den Übertritt von Wasser und Elektrolyten ins Darmlumen und senken somit den Wasser- und Mineralverlust.
Aktuelle klinische Studien zur Wirksamkeit liegen nicht vor.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen bei der bestimmungsgemäßen Behandlung mit Uzarawurzeln sind nicht bekannt. Da in der Uzarawurzel jedoch ähnliche Glykoside wirken, wie bei den herzwirksamen Digitalisglykosiden, sollten Herzpatienten mit Digitalisbehandlung die Uzarawurzel nur unter ärztlicher Beobachtung anwenden. Uzara-Präparate sollen möglichst nicht gespritzt werden, da sie bei dieser Anwendungsform gefährlich sein können.
Uzara-Glykoside unterscheiden sich von Digitalis-Glykosiden in der Zucker-Verknüpfung und der räumlichen Konfiguration. Aus diesem Grund weisen Uzara-Glykoside in therapeutischer Dosierung keine Wirkung auf den Herzmuskel auf. Dennoch sollten digitalisierte Patienten wissen, dass bei unachtsamen Überdosierungen Wechselwirkungen auftreten können.
Uzara-Glykoside beeinflussen Labortest zur Bestimmung des Digitalis-Spiegels und können so falsch-hohe Konzentrationen von Digoxin und Digitoxin vortäuschen.

Geschichtliches
In Südafrika ist die Uzarawurzel den Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze gegen Durchfall und andere Erkrankungen bekannt. Die Xhosa benutzen sie seit jeher und nennen sie "Uzara", was der Pflanze auch den in Europa bekannten Namen gegeben hat. 1891 wurde die Heilwirkung der Uzarapflanze von einem deutschen Reisenden in Südafrika kennengelernt. Er litt unter starkem Durchfall und erhielt von Eingeborenen den Tipp, die Uzarawurzel als Heilmittel zu versuchen. Er kaute die Uzarawurzel und nach kurzer Zeit ging es ihm wieder gut. Zurück in Deutschland sorgte er dafür, dass die Heilwirkung der Uzarapflanze genauer untersucht wurde. Seit 1911 wird die Uzarawurzel in Deutschland medizinisch verwendet und als Trockenextrakt angeboten.
 
Pflanzenbeschreibung
Uzara ist in Südafrika heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sie braucht nur relativ wenig Wasser. Die Wurzeln der Uzarapflanze sind dick, knollig und haben viele Seitenwurzeln, wenn die Pflanze etwas älter geworden ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Der runde Stängel kann bis zu 3 Zentimeter dick werden. Er führt reichlich Milchsaft. Von ihm gehen im Abstand von etwa 8 Zentimetern die kreuzständigen Blätter ab. Die Blätter sind lanzettförmig und ledrig. Sie stehen an einem kurzen Stiel. Der Rand der Blätter ist häufig gewellt. Aus den Blattachseln wachsen die Blütenstände. Die Blüten stehen in runden Dolden von jeweils bis zu 12 Einzelblüten. Die meisten der Blüten haben 5 Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich Balgfrüchte, die bis zu 7 Zentimeter lang werden können. Uzara ist eine bitter schmeckende, auf einer geraden Hauptachse senkrecht nach oben wachsende ausdauernde krautige Pflanze. Nach einem frühen sekundären Dickenwachstum wird eine Knolle ausgebildet mit vielen Seitenwurzeln. Die Sprossachse führt viel Milchsaft. In einer Vegetationsperiode kann die Uzara-Pflanze bis zu einem Meter wachsen. Ihre behaarte Sprossachse hat einen kreisrunden Quer-schnitt von bis zu 3 Zentimetern Durchmesser. Der Abstand zwischen zwei Knoten beträgt circa 7 bis 10 cm. Die kurzstieligen, lanzettförmigen, ledrigen Laubblätter sind 7 bis 15 cm lang und stehen über Kreuz. Der glatte Blattrand wellt sich durch die versteifte Blattspreite. Auf einem achselständigen Blütenstandsschaft sitzt ein doldiger Blütenstand mit bis zu zwölf Blüten. Die radiärsymmetrische Blüte ist überwiegend fünf-zählig. Die bis zu 7 cm langen Balgfrüchte öffnen sich bei Reife einseitig. In der Frucht befinden sich etwa 300 schuppenartig angeordnete, dunkelbraune Samen mit einem Flugapparat aus vielen feinen weißen Härchen.
Uzara ist eine bitter schmeckende, auf einer geraden Hauptachse senkrecht nach oben (orthotroph, monopodial) wachsende ausdauernde krautige Pflanze. Nach einem frühen sekundären Dickenwachstum wird eine Knolle ausgebildet mit vielen Seitenwurzeln. Die Sprossachse führt viel Milchsaft. In einer Vegetationsperiode kann die Uzara-Pflanze bis zu einem Meter wachsen. Ihre behaarte Sprossachse hat einen kreisrunden Querschnitt von bis zu 3 Zentimetern Durchmesser. Der Abstand zwischen zwei Knoten (Internodiallänge) beträgt circa 7 bis 10 cm. Die kurzstieligen, lanzettförmigen, ledrigen Laubblätter sind 7 bis 15 cm lang und stehen über Kreuz. Der glatte Blattrand wellt sich durch die versteifte Blattspreite.
Auf einem achselständigen Blütenstandsschaft sitzt ein doldiger Blütenstand mit bis zu zwölf Blüten. Die radiärsymmetrische Blüte ist überwiegend fünfzählig.
Die bis zu 7cm langen Balgfrüchte öffnen sich bei Reife einseitig. In der Frucht befinden sich etwa 300 schuppenartig angeordnete, dunkelbraune Samen mit einem Flugapparat aus vielen feinen weißen Härchen.
Außen umschließt ein Abschlussgewebe (Periderm) die Wurzel. Es besteht hauptsächlich aus meist zwei bis drei Lagen dünnwandiger Korkzellen. Das Rindenparenchym besteht aus rundlichen oder tangential gestreckten Zellen mit deutlich getüpfelten Wänden und gasgefüllten Hohlräumen (Interzellularen). Im Kambium liegen großlumige Tüpfelgefäße. Den gesamten Holzteil durchziehen Gefäßbündel. In allen Parenchymzellen der Wurzel sind Stärkekörner unterschiedlicher Form und Größe. Zudem enthält sie auffallend viele Hohlräume mit Calciumsalzkristallen.
 
Anbautipps
Die Uzarapflanze ist nicht winterhart, daher kann man sie in Mitteleuropa nur im Kübel (Wintergarten) oder als Zimmerpflanze anbauen. Im Winter sollte man die Uzarapflanze möglichst trocken halten. Dann verliert sie meistens ihr Laub, das im Frühjahr wieder erscheint. Die gelblichen Blüten erscheinen im Sommer.
 
Sammeltipps
Wenn man die Uzara-Pflanze erfolgreich angebaut hat, kann man die Wurzeln der 2 bis 3 jährigen Pflanzen ernten, in kurze Stücke schneiden und an der Luft im Halbschatten trocknen. Die Wurzeln sind fleischig und wenn man nur einen Teil abschneidet, kann die Pflanze weiter wachsen (wenn man Glück hat).

Bachblüten
Arbeitest lieber allein, andere mit seinem Arbeitstempo mithalten (Impatiens)
Diese Menschen arbeiten lieber alleine, da ihre Mitmenschen mit ihrem Arbeitstempo mithalten können
Mit der Blüte lernen sie wieder mit andere zu arbeiten und akzeptieren deren Arbeitstempo
Bachblüten
Ich bin mutlos (Larch)
Sie sind zu mutlos für irgendetwas
Mit der Blüte können sie wieder Mut fassen
Leberglykogen versus Muskelglykogen
Das Leberglykogen sorgt für eine konstante Blutzuckerkonzentration und somit für kognitive Leistung wie eine Konzentration- und Koordinationvoraussetzung. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und das Nierenmark sind von der permanenten Versorgung mit Glucose abhängig. Ist diese nicht gegeben, beispielsweise durch den intensiven Verbrauch an Reserven, kommt es zwangsläufig zu einer Unterzuckerung. Dieser äußert sich durch Zittern, Schweißausbrüchen, Schwächeanfällen, bei schweren Fällen bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Das Muskelglykogen kann entgegen dem Leberglykogen nur in der Muskelzelle selbst verwertet werden. Bei den Energiebereitstellungsprozessen wurde bereits festgestellt, das auch Glykogen dem Körper nur begrenzt zur Verfügung steht.
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