Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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18.09.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > September > 17.09.18-23.09.18


UZARA  

Die Uzarawurzel ist eine traditionelle Heilpflanze aus Südafrika, die vor allem gegen Durchfall verwendet wird. Sie wird seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern Südafrikas verwendet und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von auf der Reise erkrankten Europäern entdeckt. Infolgedessen wurde die Uzara auch in Europa eine beliebte Heilpflanze. Die Uzarawurzel hilft nicht nur überraschend schnell gegen Durchfallerkrankungen, sondern kann auch gegen Menstruationsbeschwerden und andere krampfbedingte Erkrankungen helfen.
Uzara ist eine  Pflanzenart aus der Unterfamilie der  Seidenpflanzengewächse. Sie ist in Südafrika beheimatet. Aus ihrer Wurzel gewinnt die südafrikanische Volksmedizin seit vielen Generationen Heilmittel, die das Volk der  Xhosa „Uzara-Medizin" nennt. Afrikanische Heiler wenden die Uzara-Medizin bei Verdauungsstörungen, Regelbeschwerden, Migräne und Erkältungen an. In Deutschland wird seit 1911 aus der Uzara-Wurzel ein Trockenextrakt gewonnen. Mit ihm werden u. a.  Durchfallerkrankungen behandelt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Durchfall
Heilwirkung:
beruhigend, brechreizlindernd, entspannend, krampflösend, spasmolytisch, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Abszesse, Bauchkrämpfe, Brechdurchfall, Diarrhoe, Erbrechen, Erkältungen, Kopf-schmerzen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Nachwehen, Ödeme, Reisekrankheit, Verdauungsbeschwerden, Wunden
wissenschaftlicher Name:
Xysmalobium undulatum
Pflanzenfamilie:
Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
andere Namen:
Uzarawurzel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Cardenolidglykoside: Uzarin, Xysmalorin, Phytosterine, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit:
Wurzeln von 2 bis 3 Jahre alten Pflanzen

Anwendung
Uzara kann man wahlweise als Tee, Tinktur oder als Fertigpräparat in Tablettenform anwenden. Die häufigste Art, Uzara anzuwenden sind Tinkturen aus der Apotheke. Unbearbeitete Pflanzenteile sind von der Zuarapflanze in Mitteleuropa kaum erhältlich. Von der Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein oder wie auf der Packungbeilage angegeben. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Dragees nimmt man entsprechend der Packungsbeilage ein. Traditionell wird das Pulver der Wurzel auf Verletzungen und Abszesse gestreut
Uzara-Medizin (Volksmedizin)
„Uzara-Medizin" nennt das Volk der Xhosa das pflanzliche Heilmittel aus der Wurzel der Xysmalobium-undulatum-Pflanze. Es hat in der südafrikanischen Volksmedizin seit mindestens 160 Jahren seinen Platz – bei Einheimischen und europäischen Zuwanderern. Afrikanische Heiler setzen es bei verschiedenen Beschwerden ein: zum Beispiel bei Verdauungsstörungen und Regelbeschwerden, aber auch bei Migräne und Erkältungen. Mit dem Milchsaft der Uzara-Pflanze behandeln sie auch eiternde Wunden.
Medizinische Verwendung in Deutschland
In Deutschland wird aus der Uzara-Wurzel seit 1911 ein rein pflanzlicher Extrakt gewonnen, mit dem akute Durchfallerkrankungen behandelt werden.

Wirkung
Die Uzarawurzel wirkt nicht nur schnell durchfallhemmend, sondern verhindert auch, dass zu viele Elektrolyte mit dem Durchfall ausgeschieden werden. Diese Zusatzwirkung ist bei Durchfall besonders wichtig, denn viele Probleme bei Durchfallerkrankungen sind eine Folge des Elektrolytverlustes. Die Wirkung der Uzarawurzel tritt sehr schnell ein, weil ihre Glykoside schnellwirkend sind. Die glatte Muskulatur des Darms (und anderer innerer Organe) wird entspannt und so werden Darmkrämpfe und krampfhafte Darmentleerungen verhindert. Der gleiche Wirkmechanismus hilft auch gegen Periodenkrämpfe und andere krampfartige Beschwerden im Bauchraum. Die Zulus aus Südafrika halten die Uzarawurzel außerdem für eine wichtige Traumpflanze, weil sie eine ausgeprägte Wirkung auf die Träume haben soll.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen bei der bestimmungsgemäßen Behandlung mit Uzarawurzeln sind nicht bekannt. Da in der Uzarawurzel jedoch ähnliche Glykoside wirken, wie bei den herzwirksamen Digitalisglykosiden, sollten Herzpatienten mit Digitalisbehandlung die Uzarawurzel nur unter ärztlicher Beobachtung anwenden. Uzara-Präparate sollen möglichst nicht gespritzt werden, da sie bei dieser Anwendungsform gefährlich sein können.

Geschichtliches
In Südafrika ist die Uzarawurzel den Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze gegen Durchfall und andere Erkrankungen bekannt. Die Xhosa benutzen sie seit jeher und nennen sie "Uzara", was der Pflanze auch den in Europa bekannten Namen gegeben hat. 1891 wurde die Heilwirkung der Uzarapflanze von einem deutschen Reisenden in Südafrika kennengelernt. Er litt unter starkem Durchfall und erhielt von Eingeborenen den Tipp, die Uzarawurzel als Heilmittel zu versuchen. Er kaute die Uzarawurzel und nach kurzer Zeit ging es ihm wieder gut. Zurück in Deutschland sorgte er dafür, dass die Heilwirkung der Uzarapflanze genauer untersucht wurde. Seit 1911 wird die Uzarawurzel in Deutschland medizinisch verwendet und als Trockenextrakt angeboten.

Pflanzenbeschreibung
Uzara ist in Südafrika heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sie braucht nur relativ wenig Wasser. Die Wurzeln der Uzarapflanze sind dick, knollig und haben viele Seitenwurzeln, wenn die Pflanze etwas älter geworden ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Der runde Stängel kann bis zu 3 Zentimeter dick werden. Er führt reichlich Milchsaft. Von ihm gehen im Abstand von etwa 8 Zentimetern die kreuzständigen Blätter ab. Die Blätter sind lanzettförmig und ledrig. Sie stehen an einem kurzen Stiel. Der Rand der Blätter ist häufig gewellt. Aus den Blattachseln wachsen die Blütenstände. Die Blüten stehen in runden Dolden von jeweils bis zu 12 Einzelblüten. Die meisten der Blüten haben 5 Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich Balgfrüchte, die bis zu 7 Zentimeter lang werden können. Uzara ist eine bitter schmeckende, auf einer geraden Hauptachse senkrecht nach oben wachsende ausdauernde  krautige Pflanze. Nach einem frühen sekundären Dickenwachstum wird eine Knolle ausgebildet mit vielen Seitenwurzeln. Die Sprossachse führt viel  Milchsaft. In einer  Vegetationsperiode kann die Uzara-Pflanze bis zu einem Meter wachsen. Ihre behaarte Sprossachse hat einen kreisrunden Querschnitt von bis zu 3 Zentimetern Durchmesser. Der Abstand zwischen zwei Knoten beträgt circa 7 bis 10 cm. Die kurzstieligen, lanzettförmigen, ledrigen Laubblätter sind 7 bis 15 cm lang und stehen über Kreuz. Der glatte Blattrand wellt sich durch die versteifte Blattspreite. Auf einem achselständigen Blütenstandsschaft sitzt ein doldiger Blütenstand mit bis zu zwölf Blüten. Die radiärsymmetrische  Blüte ist überwiegend fünfzählig. Die bis zu 7 cm langen Balgfrüchte öffnen sich bei Reife einseitig. In der Frucht befinden sich etwa 300 schuppenartig angeordnete, dunkelbraune Samen mit einem Flugapparat aus vielen feinen weißen Härchen.
Wurzel
Außen umschließt ein Abschlussgewebe (Periderm) die Wurzel. Es besteht hauptsächlich aus meist zwei bis drei Lagen dünnwandiger Korkzellen. Das Rindenparenchym besteht aus rundlichen oder tangential gestreckten Zellen mit deutlich getüpfelten Wänden und gasgefüllten Hohlräumen (Interzellularen). Im  Kambium liegen großlumige Tüpfelgefäße. Den gesamten Holzteil durchziehen Gefäßbündel. In allen Parenchymzellen der Wurzel sind Stärkekörner unterschiedlicher Form und Größe. Zudem enthält sie auffallend viele Hohlräume mit Calciumsalzkristallen.

Anbautipps
Die Uzarapflanze ist nicht winterhart, daher kann man sie in Mitteleuropa nur im Kübel (Wintergarten) oder als Zimmerpflanze anbauen. Im Winter sollte man die Uzarapflanze möglichst trocken halten. Dann verliert sie meistens ihr Laub, das im Frühjahr wieder erscheint. Die gelblichen Blüten erscheinen im Sommer.

Sammeltipps
Wenn man die Uzara-Pflanze erfolgreich angebaut hat, kann man die Wurzeln der 2 bis 3 jährigen Pflanzen ernten, in kurze Stücke schneiden und an der Luft im Halbschatten trocknen. Die Wurzeln sind fleischig und wenn man nur einen Teil abschneidet, kann die Pflanze weiter wachsen (wenn man Glück hat).



WASSERFENCHEL tt

Der Große Wasserfenchel, auch als Wasser-Rebendolde oder Wasserpferdesaat bekannt, zählt innerhalb der Familie der Doldenblütler zur Gattung Wasserfenchel. Im Englischen wird die Art als „Waterfennel“ bezeichnet.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Früher gegen Husten und Blähungen
wissenschaftlicher Name: Oenanthe aquatica
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Sammelzeit: Spätsommer

Anwendung
Achtung! Giftig. Wasserfenchel nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Giftigkeit
Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber das Kraut. Das Kraut soll als Hauptwirkstoff Oenanthotoxin mit Cycutotoxinwirkung enthalten. Vergiftungserscheinungen beim Menschen sind nicht bekannt. Empfindlich reagieren Pferde, Rinder und Schweine. Die Aufnahme der Pflanze führt bei ihnen zu Gastroenteritis mit Durchfall und Krämpfen.
Medizinische Verwendung
Früher wurde der Große Wasserfenchel volksmedizinisch gegen Husten, Blähungen und zur Entwässerung eingesetzt. Heutzutage nimmt sich dieser Pflanze nur noch die Homöopathie an und verwendet sie bei Erkrankungen der Atemwege und Brustdrüsen, bei Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündungen sowie als Zusatzmittel bei Tuberkulose.

Pflanzenbeschreibung
Der Große Wasserfenchel ist eine einjährige oder mehrjährig-hapaxanthekrautige Pflanze mit einer Gesamthöhe von 30 bis 120 (selten 150) cm. Der Stängel ist rund, hohl, gerillt und verzweigt sich abstehend. Im Wasser stehend erreicht er bis zu 5cm Durchmesser. Während der Blütezeit von Juni bis September zeigen sich die weißen, flachen Doldenblüten. Die schmalscheidigen Laubblätter sind zwei- bis fünffach gefiedert, im Wasser untergetauchte Blätter sind fein behaart, was auf die Luftblätter nicht zutrifft. Die bis 5 mm großen Früchte sind grob oval geformt.


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ERNÄHRUNG
Würzmittel (Kräuter und Gewürze)  
Gewürze und Kräuter sind neben den Nährstoffen wichtige Bestandteile der Speisen, die schließlich nicht nur satt machen, sondern außerdem gut schmecken, aromatisch duften und appetitlich aussehen sollen.
Gewürze und Kräuter leisten aber noch mehr. Die meisten von ihnen enthalten wertvolle ätherische Öle und Wirkstoffe, die die Verdauung anregen und das Essen bekömmlicher machen. Frische Kräuter sind auch bekannt für ihre Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem sind viele der Inhaltsstoffe von Kräuter, so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, die eine hohe antioxidative Aktivität haben


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