Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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18.04.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > April > 16.04.18-22.04.18


BÄRWURZ

Die weiß blühende Bärwurz ist eine alte Heilpflanze, die in Europa auf Magerwiesen und lichten Laubwäldern von Mittelgebirgen wächst. Die buschige Pflanze riecht kräftig und würzig. Wegen der aromatischen ätherischen Öle, die an Fenchel und Liebstöckel erinnern, wird die Bärwurz auch in der Küche verarbeitet. Die Magenschnäpse mit dem Namen Bärwurz werden aus dem ähnlichen Alpen-Mutterwurz hergestellt. Diese Alpen-Pflanze ist etwas kleiner und kräftiger.
Die Bärwurz ist die einzige Art in der monotypischen Pflanzengattung Meum innerhalb der Familie der  Doldenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magen, Verdauung
Heilwirkung:
aphrodisierend, appetitfördernd, entblähend, entgiftend, entschlackend, harntreibend, herzstärkend, magenstärkend, menstruationsfördernd, tonisierend, verjüngend, wärmend, windtreibend
Anwendungsbereiche:
Altersschwäche, Appetitlosigkeit, Blähungen, Blasenerkrankungen, Darmkatarrh, Dysmenorrhoe, Gelbsucht, Gicht, Hautausschläge, Herzschwäche, Hysterie, Koliken, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Nierenleiden, Stress, Verdauungsstörungen, Vergiftungen, Weißfluss
wissenschaftlicher Name: Meum athamanticum Jacq., Athamanta meum, Meum meum, Meum nevadense
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Baldmoney, Spignel
volkstümlicher Name:
Baerpudel, Bärwurz, Barekümmel, Bärendill, Bärenfenchel, Bärkümmel, Bärmutterkrut, Bärnzotten, Bärwurzel, Berwurtz, Dillblattwurz, Gewöhnliche Bärwurz, Herzwurz, Köppernickel, Mutterwurz, Wilder Fenchel
Verwendete Pflanzenteile:
frische Blätter, Samen, Wurzelstöcke
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Fettes Öl, Gummi, Harz, Ligustilid, Monoterpe-ne, Kaffeesäuren, Phthalide
Sammelzeit:
April bis August

Anwendung
Gemäß Tabernaemontanus sind die Heilkräfte des Bärwurzes zahlreich: „Beerwurtzwasser getruncken/ eröffnet die verstopffung der Leber/ der Nieren/ Harngäng/ und der Blasen/ vertreibet die Geelsucht/ Wassersucht/ den schmertzen der Därm und der Mutter/führet auss den Stein/ treibet den/ vertreibt die  Harnwinde/ und das tröpfflingen harnen."                     – New Kreuterbuch 1588
„Tröstlich ist auch, dass dass Rindvieh jsset dz Kraut von der Beerwurtz fast gern/ unnd bekommen die Kühe viel Milch davon/ darauss treffentliche gute Käss im Schwarzwald unnd andersswo gemacht werden."
In der neuzeitlichen Pflanzenheilkunde wird Bärwurz in der Hildegard-Medizin eingesetzt. Der sogenannte Bärwurzbirnenhonig enthält als Kräuterhauptbestandteil getrocknete und gehäckselte Bärwurzel neben anderen
Kräutern.
Frische Blätter
Können in der Küche wie Petersilie eingesetzt werden. Regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Können als gequetschtes Kraut für Umschlage bei Hautkrankheiten oder Gichtschmerzen eingesetzt werden.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen, hilft bei Verdauungsprobleme. 1 Teelöffel Samen mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft bei Migräne, Appetitmangel, Blasenleiden.
Abkochung
Eine  Abkochung der Wurzeln hilft vor allem bei Verdauungsproblemen.
Tinktur
Um eine Bärwurz tinktur selbst herzustellen, übergießt man Wurzeln der Bärwurz in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Bärwurztee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautkrankheiten lindern.
Homöopathie
Gegen Fieber, Herzschwäche.

Geschichtliches
Bärwurz wurde oft in Klostergärten angebaut, doch welche Bärwurz in den Klostergärten angebaut wurde und dessen Anwendung in Kräuterbüchern zu finden ist schwer zu beurteilen. In der Hexenmedizin ist es eines der Mutterkäuter und wird zur Geburt eingesetzt. In der Küche: Als Gewürz oder Ergänzung zu Gemüse, Salate, Fisch, Suppen, Erbsengerichte, auch als Ersatz für Pastinaken. Im Erzgebirge wird mit Bärwurz die Köppernickelsuppe gekocht. An Vieh wurde meist die getrocknete Bärwurz verfüttert, da die frische Pflanze vom Weidevieh gemieden wird. Die Bärwurz im Bayerischen Wald (Alpen-Mutterwurz/Ligusticum mutellina) ist eine ähnliche Pflanze aus der gleichen Pflanzenfamilie, daraus wird seit Jahrhunderten der Bärwurzkräuterschnaps hergestellt.

Pflanzenbeschreibung
Die Bärwurz ist in Europa heimisch. Der Wurzelstock ist winterhart. Sie wächst bevorzugt auf Wiesen und in lichten Laubwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 15 und 50 Zentimeter hoch. Die Staude wächst buschig. Der Stängel ist hohl. Der Wurzelstock (das dicke Rhizom) hat einen Faserschopf. Die Blätter sind haarfein gefiedert. Die weißen bis gelblichweißen Blüten erscheinen zwischen Mai und August auf einer 5-15 strahligen Blütendolde. Aus den Bärwurzblüten entwickeln sich im Herbst die Samen. Die Samen sind ca. 7 mm lang und 3mm dick. Die Bärwurz hat einen starken Geruch, selbst noch getrocknet (etwa im Herbarium). Er ähnelt insgesamt dem  Fenchel. Im Französischen wird Bärwurz Berg- oder Alpenfenchel genannt.
Vegetative Merkmale
Die Bärwurz ist eine  ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis zu 60 Zentimetern. Ihr  Rhizom ist walzlich, lang und dick und trägt oben einen Faserschopf. Sie bilden Horste. Die  Stängelsind aufrecht bis aufsteigend, kahl, kantig-gerieft und nur im oberen Bereich mit ein oder zwei Blättern besetzt. Die  Laubblätter sind in einen langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist im Umriss länglich oder eiförmig und zwei- bis vielfach fiederschnittig. Die Abschnitte letzter Ordnung sind haardünn, 4 bis 6 Millimeter lang und fast quirlig gebüschelt.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Viele Blüten stehen in einem  doppeldoldigen  Blütenstandzusammen. Die Dolden sind 6- bis 15-strahlig; ohne oder mit ein- bis acht Hüllblättern. Ihre Strahlen sind glatt und fast kahl, aber zur Fruchtzeit ungleich verlängert. Die Döldchen sind reichblütig; meist sind nur die Randblüten und die Mittelblüte zwittrig, die restlichen sind männlich. Es sind drei- bis acht Hüllchenblätter vorhanden. Die  Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kronblätter sind weiß oder gelblich-weiß. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Die Frucht ist nussbraun, 6 bis 10 Millimeter lang sowie 3 bis 5 Millimeter breit und sechskantig.

Anbautipps
Üblicherweise wird die Bärwurz durch Wurzelteilung nach der Blüte vermehrt, es reichen schon kleine Wurzelstücke um daraus eine Pflanze zu ziehen. Deutlich schwieriger ist die Anzucht aus Samen. Möglichst im Herbst in Töpfen aussäen oder sehr früh im Frühling im Freien, die Samen sind nicht lange keimfähig. Die Bärwurz mag sandigen, lehmigen, mageren und feuchten Boden, der Standort sollte sonnig oder halbschattig sein. Man kann die Bärwurz auch in größeren Töpfen aufziehen. Nicht mit Kalk düngen. Da die Pflanze gleichmäßige Bedingungen liebt, z.B. gleiche Bodenfeuchtigkeit, ist sie etwas schwierig zu kultivieren.

Sammeltipps
Die Wurzel (Bärenwurzel, Bärenfenchelwurzel) der Bärwurz sollte nur geerntet werden, wenn man sich mit der Bestimmung der Pflanze auskennt, da es ähnlich aussehende aber giftige Pflanzen gibt. Die frisch zerriebenen Blätter riechen nach Anis. Die Wurzel wird gereinigt, geschnitten und im luftigen Schatten gut getrocknet. In einem geschlossenen Behälter lagern, damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen. Die feinen Blätter sollten geerntet werden, wenn diese frisch ausgetrieben sind.




KUCKUCKS-LICHTNELKE


Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine rosarot blühende Nelke mit zerzaust aussehenden Blüten. Sie wächst an feuchten Stellen in Mooren, Wiesen und Sümpfen. Da immer mehr Flächen trockengelegt werden, wird die Kuckucks-Lichtnelke in der Natur immer seltener, wird dafür immer öfter als Pflanze an Gartenteichen kultiviert. Oft findet sich an der Kuckucks-Lichtnelke, ein schleimiges Gebilde, die Kuckucksspucke. Als Heilpflanze wird sie nur selten eingesetzt, z.B. gegen Grützbeutel.
Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine  Pflanzenart in der Familie der Nelkevgewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Grützbeutel
Heilwirkung:
antibakteriell, antimikrobiell, immunmodulierend

Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Atherom, Grützbeutel, Weichteiltumor, Blüten-Essenz: fördert Fluss der Lebensenergie, gibt Kraft, gegen Vergif-tungen

wissenschaftlicher Name: Lychnis flos-cuculi, Silene flos-cuculi
Pflanzenfamilie:
Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name:
Ragged Robin, Cuckoo Flower, Thunder Flower
volkstümlicher Name:
Kuckucks-Lichtnelke, Kuckuck-Lichtnelke
Verwendete Pflanzenteile:
Samen, Blüten
Inhaltsstoffe:
Saponine
Sammelzeit:
Frühling, Spätherbst

Anwendung

Früher hatte die Kuckucks-Lichtnelke eine geringe Bedeutung in der Volksmedizin. Heute wird sie als  Zierpflanze in Gärten oder an Gartenteichen verwendet.
Volksheilkunde
Leider konnten wir noch nicht die genaue Anwendungsform der Volksheilkunde in Erfahrung bringen. Bei anderen Lichtnelken wird der gemörserte Samen als Breiumschlag eingesetzt.
Blüten-Essenz
Eine Blüten-Essenz aus den frischen Blüten: Herstellung der Bachblüten. Fördert Fluss der Lebensenergie, gibt Kraft und befreit von Vergiftungen und Blockaden.

Geschichtliches
Der Name Kuckucks-Lichtnelke dürfte von der Kuckucksspucke kommen, die sich oft an der Pflanze findet. Kuckuck hat weniger mit dem Vogel zu tun, es war früher ein anderes Wort, wenn man nicht Teufel oder Hexe sagen wollte. Der richtige Name für die Pflanze ist also eher Teufels-Lichtnelke oder Hexen-Lichtnelke. Die Pflanze selbst wurde auch mit Teufel, Kobolden, bösen Geistern und Dämonen in Verbindung gebracht. Trotzdem ist in einigen Gegenden die Kuckucks-Lichtnelke ein magischer Hinweisgeber wer als künftiger Partner in Frage kommt. Als Heilpflanze spielt die Kuckucks-Lichtnelke nur in Notzeiten eine Rolle, wenn sonst keine Heilpflanze vorhanden ist. Teilweise wurde die Wurzel als Seifenersatz genutzt.

Pflanzenbeschreibung
Die Kuckucks-Lichtnelke ist in Europa und Teilen von Asien heimisch. Sie wurde im 19. Jahrhundert nach Nordamerika gebracht und verbreitet sich auch dort. Sie wächst bevorzugt an feuchten Standorten wie Moore, Sümpfe und Feuchtwiesen und zeigt einen hohen Grundwasserspiegel an. Die einjährige Pflanze wird zwischen 30 und 80 Zentimeter hoch. Die Blätter sind unten spatenförmig und nach oben lanzettenartig. Die rosaroten Blüten mit 5 Kronblättern erscheinen zwischen April und Juli. Die Blüten sind vierfach gespalten und haben einen Durchmesser von etwa 3 - 4 cm. Aus den Kuckucks-Lichtnelke-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. An der Kuckucks-Lichtnelke findet sich oft ein schleimiges Gebilde, der sogenannten Kuckucksspucke, ein Schaumnest der Schaumzikade.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 90 cm erreicht. Es werden Blattrosetten, kurze Stängel ohne Blüten und hohe, aufrechte, blühende Stängel ausgebildet. Die gestielten Grundblätter sind am Rand gewimpert und spatelartig geformt. Die oberen gegenständigen Stängelblätter sind lanzettlich geformt.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Es wird ein lockerer, trugdoldiger Blütenstand ausgebildet. Die Blüten sind überwiegend zwittrig, doch kommen auch rein weibliche und rein männliche Pflanzenexemplare vor. Die  Blüten sind fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle und besitzen einen Durchmesser von etwa 4 Zentimetern. Die fünf Kelchblätter sind zu einer 6 bis 10 Millimeter langen, zehnnervigen, unbehaarten Kelchröhre verwachsen. Die fünf  Kronblätter sind 15 bis 25 mm lang und vierfach (selten nur zweifach) tief geschlitzt, dabei bilden sie eine Nebenkrone aus. Die meisten Pflanzenexemplare blühen zwar rot, aber es kommen auch weiße Exemplare vor. Es sind fünf Griffel vorhanden.
Frucht und Samen
Die Kapselfrucht ist bei einem Durchmesser von bis zu 8 Millimetern kugelig und öffnet sich oben mit fünf Zähnen; dort entlässt sie die Samen. Die dunkelbraunen, nierenförmigen, etwa 1 Millimeter großen Samen besitzen eine Oberfläche, die dicht mit winzigen Spitzen besetzt ist. Fruchtreife erfolgt von Juli bis Oktober.


Anbautipps

Im frühen Frühling direkt ins Freiland aussäen. Oder im Frühling bestehende Pflanzengruppe teilen. Der Boden sollte tiefgründig, lehmig, humusreich und immer feucht sein. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Die Kapseln mit dem Samen im Herbst sammeln, ausschütteln und nachtrocknen. Für die Herstellung von Blüten-Essenzen sollen die Blüten nicht berührt werden. Dazu kann man ein Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und so geschützt die Blüten vorsichtig abzupfen.



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ERNÄHRUNG
Osteoporose
Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, die durch eine Verringerung der Knochendichte gekennzeichnet ist. Die Folgen sind schwache und bruchanfällige Knochen, in Begleitung ständiger Knochenschmerzen:
Osteoporose wird unweigerlich immer mit den Schlagwörtern Frauen, Alter und Kalzium in Verbindung gebracht.


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