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18.03.2020

tägliche News > 16.03.20 - 22.03.20
Wildes Stiefmütterchen  
 
Das Stiefmütterchen kennt fast jeder aus unseren Gärten und Blumenbeeten selbst neben Straßen. Es ist eine sehr beliebte Zierpflanze, um dem frühen Frühling und dem Herbst etwas bunte Blüten-Farbe zu verleihen. Dass es auch wilde Stiefmütterchen gibt, weiß kaum jemand, denn diese sind nicht so häufig, wie ihre gezüchteten Vettern. Die wilde Form des Stiefmütterchens ist sogar eine vielfältige Heilpflanze, die dank ihrer milden Eigenschaften vor allem den Kindern gute Dienste erweisen kann. Das Stiefmütterchen hilft gegen Husten, Probleme der Harnorgane, ein empfindliches Nervensystem und kann auch viele Hautbeschwerden lindern.

 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, Husten, Asthma, Bronchitis, Keuchhusten, Herzbeschwerden, Arteriosklerose, Verstopfung, Durchfall, Darmkolik, Blasenentzündung, Bettnässen, Blasengries, Nierenschwäche, Stoffwechsel anregend, Gelenkentzündungen, Rheuma, Gicht, Nervosität, Nervenentzündungen, Schlaflosigkeit, Fieberkrämpfe, Müdigkeit, Hautleiden, Ekzeme, Psoriasis, Herpes, Säuglingsekzeme, Milchschorf, Eitergrind, Akne, Unreine Haut, Hautausschläge
 
wissenschaftlicher Name: Viola tricolor
 
Pflanzenfamilie: Veilchengewächse = Violaceae
 
englischer Name: Heartsease
 
volkstümliche Namen: Ackerveilchen, Dreifaltigkeitsblume, Jelängerjelieber, Kathrinchen, Samtblümlein, Samtveigerl, Siebenfarbenblume, Stiefkinder, Tag- und Nachtblümlein, Unnütze Sorge
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut, Wurzel
 
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Anthocyanin, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Gaultherin, Methylsalicylat, Myrosin, Odoratin, Salicin, Salizylsäure, Saponine, Schleim, Violaxanthin, Violanin, Violaquercitrin, ätherisches Öl
 
Sammelzeit: Kraut: März bis August, Wurzel: August und September

 
 
Anwendung
 
Vom wilden Stiefmütterchen wird in der Kräuterheilkunde meistens das Kraut verwendet. Das Garten-Stiefmütterchen hat anscheinend keine deutliche Heil-wirkung. In erster Linie wird das Stiefmütterchenkraut zur Anregung des Stoffwechsels verwendet. Doch mit seinen vielfältigen Fähigkeiten kann man es auch für vielerlei Beschwerden einsetzen.
 
Innerlich als Tee
 
Aus dem Stiefmütterchen-Kraut kann man einen Tee wahlweise als Kaltauszug oder als Aufguss zubereiten. Auch als Bestandteil von Teemischungen eignet sich das Stiefmütterchen. Der Haupt-Einsatzzweck des Stiefmütterchens ist seine blutreinigende und stoffwechselfördernde Wirkung. Man kann es also im Rahmen einer Frühjahrskur zur Stärkung des Stoffwechsels und für die allgemeine Gesundheit einsetzen. Auch Rheuma und Gicht können durch regelmäßigen Stiefmütterchen-Tee gelindert werden. Das Stiefmütterchen wirkt auch leicht harntreibend und antibakteriell, was es zu einem Mittel gegen Beschwerden des Harnapparates macht. Dank seiner schleim- und krampflösenden Eigenschaften zusammen mit der entzündungshemmenden Wirkung ist das Stiefmütterchen auch ein gutes Hustenkraut, das man vom normalen Husten bis hin zu Keuchhusten und Asthma einsetzen kann. Auch Arteriosklerose und leichte Herzbeschwerden werden vom Stiefmütterchen gelindert. Selbst das Nervensystem profitiert vom Stiefmütterchen und daher kann man es gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und auch zur Verringerung der Neigung zu Fieberkrämpfen bei Kindern einsetzen. Überhaupt ist das Stiefmütterchen eine gute Kinder-Heilpflanze, denn es ist milde und lindert viele Beschwerden der Kinder.
 
Äußerlich als Tee
 
Stiefmütterchen-Tee kann man auch äußerlich für Waschungen und Umschläge verwenden. Er kann ein breites Spektrum von Hautproblemen lindern, beispielsweise Ekzeme, Schuppenflechte oder Herpes. Auch gegen Hautprobleme im Säuglingsalter kann man Stiefmütterchen versuchen. Die Volksheilkunde empfiehlt es gegen Milchschorf und Windeldermatitis.
 
Äußerlich als Pulver
 
Das trockene Pulver des Krautes empfiehlt die Volksheilkunde zum Streuen in Wunden. Zusammen mit Honig kann man aus dem Pulver eine Art Salbe zur Behandlung von alten Wunden machen.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Das wilde Stiefmütterchen ist in Mitteleuropa heimisch. Es wächst im Flachland und auch in gebirgigen Gegenden. Als Zierpflanze ist eine Zuchtform in den meisten Hausgärten anzutreffen. Das Stiefmütterchen ist einjährig und wird etwa zwanzig Zentimeter hoch. Der Stängel ist kantig und hohl. Die Blätter haben lange Stiele und sind ei- oder herzförmig. Sie sind leicht eingekerbt. Die Blüten wachsen an langen Stielen und sind mehrfarbig. Beim Acker-Stiefmütterchen haben die Blüten meistens vorwiegend Gelbtöne, beim Wiesen-Stiefmütterchen, das auch gerne in den Bergen wächst, haben die Blüten auch violette Anteile. Die Blüten sind zur Mitte hin symmetrisch, aber oben und unten sehen sehr verschieden aus. Die oberen beiden Blütenblätter sind ein wenig wie zwei große Ohren. Unten wachsen drei Blütenblätter, von denen das mittlere meistens das größte ist. Das wilde Stiefmütterchen hat einen kleinen Bruder, das Acker-Stiefmütterchen, das ähnliche Heilwirkungen hat, jedoch weniger bekannt ist. Eine Pflanzenart, die dem Stiefmütterchen sehr ähnlich ist, ist das Hornveilchen (Viola cornuta). Sie wird als Zierpflanze angepflanzt.

Blutampfer
 
Der Blutampfer hat auffallend rote Adern in den grünen Blättern und wird daher als Zierpflanze kultiviert. Die Blätter sind nicht nur schön anzusehen, sondern werden auch als Salatbeigabe in einer blutreinigenden Frühjahrskur genutzt. Die Blätter des Blutampfers sind spürbar milder als die des Sauerampfers und werden auch viel besser vertragen.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Blutreinigung
 
Heilwirkung: adstringierend, appetitfördernd, blutreinigend, harntreibend
 
Anwendungsbereiche: Blutreinigung, Mundschleimhautentzündung
 
wissenschaftlicher Name: Rumex sanguineus, Rumex sanguineus var. sanguineus
 
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
 
englischer Name: Bloody Wood Dock
 
volkstümlicher Name: Blutampfer, Hain-Ampfer
 
Verwendete Pflanzenteile: junge Blätter und Triebe, Saft
 
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Hyperosid, Kaliumoxalat, Oxalsäure, Vitamin C
 
Sammelzeit: Frühling
 
Kontraindikation: Nierenkrankheiten
 
Nebenwirkungen: Hautreizungen, Übelkeit, Zahnschäden

 
 
Anwendung
 
Obwohl der Blutampfer milder als der Sauerampfers ist, sollte man den Blutampfer nicht in größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum essen. Für eine blutreinigende Frühjahrskur nutzt man täglich eine kleine Menge über 2 Wochen. Der Blutampfer eignet sich im Gegensatz zum Sauerampfers nicht zum kochen.
 
Salatbeilage
 
Zur Blutreinigung werden frische junge Blätter oder sehr junge Triebe dem Salat beigegeben. Manch einer frittiert die Blätter für die Salatbeilage.
 
Suppenbeilage
 
Kleingeschnittene Blätter der Suppe beigeben.
 
Mundspülung
 
Der Frischsaft hilft als Mundspülung gegen Entzündungen im Mundraum.

 
 
Geschichtliches
 
Als Heilpflanze werden die vielen Sauerampfer-Arten schon immer genutzt, der Blutampfer wurde und wird gerne als Zierpflanze kultiviert. Zur Blutreinigung wurde er früher in einer Frühjahrskur eingesetzt, heute dient er als interessante und gesunde Salatbeilage.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Hain-Ampfer ist ein ausdauernder Hemikryptophyt und erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 80 (selten 120) Zentimetern. Die Stängelsind oft rötlich überlaufen. Die Grundblätter sind länglich-eiförmig und besitzen einen herzförmigen bis gestutzten Spreitengrund. Der Blattstiel ist dabei so lang wie die Spreite. Die Spreite ist dunkelgrün, bis zu 14 Zentimeter lang und bis 6 Zentimeter breit. Die oberen Stängelblätter sind am Grund gerundet oder keilförmig. Der Blütenstand ist bis zur Mitte beblättert. Die Blütenknäuel sind eher lockerblütig und voneinander entfernt. Die meisten Blüten sind zwittrig. In Fällen, wo die Blüten eingeschlechtig sind, sind die Pflanzen zumindest einhäusig. Die äußeren Blütenhüllblätter liegen zur Fruchtzeit den inneren an. Die inneren sind schmal länglich, 3 bis 3,8 Millimeter lang und 0,5 bis 1,5 Millimeter breit. Sie sind dünnhäutig. Nur das vordere besitzt eine große, kugelförmige Schwiele. Die übrigen Blütenhüllblätter sind schwielenlos oder besitzen nur einen verdickten Mittelnerv. Die Früchte sind schwarzbraune, 1,6 bis 2 Millimeter lange Nüsse. Die Fruchtstiele sind deutlich länger als die inneren Blütenhüllblätter. Der Blutampfer ist im Mittelmeerraum heimisch. Er wächst bevorzugt an feuchten Stellen z.B. in Auwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die grünen Blätter sind mit blutroten Adern durchzogen. Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mail und Juli. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.

 
 
Anbautipps
 
Aussaat Januar bis April in Töpfen oder ab April ins Freiland. Stockteilung im März. Der Boden sollte humos und sauer bis schwach sauer sein. Der Blutampfer braucht feuchten Boden und auch feuchte Luft. Er verträgt keine Trockenheit. Er passt daher gut an den Rand eines Gartenteichs. Der Standort sollte warm, halbschattig bis sonnig sein. Je sonniger desto feuchter muss der Standort sein. Der Blutampfer eignet sich auch als Topfpflanze.

 
 
Sammeltipps
 
Die jungen zarten Blätter und Triebe für Salate ernten, die alten Blätter sind zu hart. Wenn sich eine Blüte entwickelt, diese entfernen, dann wachsen bis in den Herbst weiter frische Blätter für Salate.

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