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17.12.2019

tägliche News > 2019 > 16.12.19 - 22.12.19

MAIGLÖCKCHEN tt
Mit dem duftenden Maiglöckchen wird so mancher Maifeiertag begangen. In vielen Gegenden sind an diesem Tag junge Menschen unterwegs, die kleine Maiglöckchensträuße verkaufen. Da kann man immer nur hoffen, dass diese Sträuße aus Gärtnereien stammen, denn das wildwachsende Maiglöckchen steht unter Naturschutz. Heutzutage denkt kaum jemand an eine medizinische Anwendung beim Anblick der hübschen weis-sen Blütentrauben. Doch das Mai-glöckchen ist ein wertvolles Heilmittel, das schwache Herzen stärkt und unregelmäßigen Herzen wieder zu einem Rhythmus verhilft. Es wirkt deutlich milder und ungefährlicher als der viel verwendete Fingerhut. Früher wurde das Maiglöckchen sogar als Allheilmittel betrachtet, doch seine Giftigkeit hat den Einsatz des Maiglöckchens für Alltagsbeschwerden nahezu vollständig zum Erliegen gebracht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Homö-opathisch ab D1! Asthma, Verstopfung, Herzschwäche, Herzwassersucht, Herzrhythmusstörungen, Niedri-ger Blutdruck, Schlaganfall (vorbeugend), Nervenschwäche, Epilepsie
wissenschaftlicher Name: Convallaria majalis
Pflanzenfamilie: Maiglöckchengewächse = Convallariaceae
englischer Name: Lily of the Valley
volkstümliche Namen: Augenkraut, Chaldron, Faldron, Galleieli, Glasblümli, Herrenblümli, Maiblume, Maiblümchen, Maienlilie, Maizauken, Marienglöckchen, Marienriesli, Niesekraut, Schillerlilie, Schneetrop-fen, Springauf, Tallilie, Zaucken
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Convallatoxin, Convallarin, Convallatoxol, Digitalis-Glykoside, Asparagin, Flavonoide, Sapo-nine
Sammelzeit: Mai
 
Anwendung    
Achtung! Giftig. Maiglöckchen nur in   Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Das Ausmaß der   Giftigkeit des Maiglöckchens ist jedoch umstritten. Berichte über ein totes   Kind, das Maiglöckchen-Blumenwasser getrunken hatte, ließen sich nicht   belegen, andere Todesfälle sind nicht bekannt. Allerdings kann es vor allem   bei kleinen Kindern, die die Beeren gegessen haben, zu Durchfall und   Erbrechen kommen, manchmal gepaart mit Herzrhythmusstörungen. Zum Essen ist   das Maiglöckchen also keinesfalls geeignet.
Früher galt das Maiglöckchen als Allheilmittel, doch dann wurde seine Giftigkeit festgestellt und seine Anwendung geriet nahezu in Vergessenheit.
Maiglöckchen als Herzmittel
Später wurde jedoch herausgefunden, dass die Glykoside, die im Maiglöckchen enthalten sind, ähnlich wir-ken wie das Herzmittel Strophanthin, aber weniger giftig sind. Maiglöckchen sind auch weniger giftig als der vielfach benutzte Fingerhut, und sie sammeln sich zudem nicht schädlich im Körper an. Daher werden Präparate mit Maiglöckchen-Wirkstoffen heutzutage gerne gegen eine Vielzahl von Herzbeschwerden einge-setzt. Sie helfen bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Altersherz. Auch bei herzbedingtes Asthma kann das Maiglöckchen in ärztlich verschriebenen Fertigpräparaten helfen
Maiglöckchen für das Nervensystem
In der Volksheilkunde wurde das Maiglöckchen früher gegen alle Arten von Krankheiten eingesetzt. Davon ist vor allem die Anwendung bei Problemen des Nervensystems übrig geblieben. Manchmal wird es zur Vor-beugung gegen und zu Nachbehandlung von Schlaganfall benutzt. Auch gegen Epilepsie wird es traditionell angewandt, jedoch ist der Nutzen dieser Anwendung nicht belegt. In homöopathischer Verdünnung ab D1 kann man das Maiglöckchen vorsichtig anwenden.
  
Pflanzenbeschreibung
Das Maiglöckchen ist in Europa und Nordamerika heimisch. Es wächst in Laubwäldern, bevorzugt Buchen-wäldern, und kommt selten vor. Dort wo es wächst, steht es aber meistens in größeren Beständen. Aus dem ausdauernden Wurzelstock treiben im Frühjahr lange, ovale Blätter mit Spitze aus, die paarweise zusammengewachsen sind. Zwischen den beiden Blättern wächst ein Blütenstängel, der eine einseitig hängende Traube von kleinen, weißen Blüten trägt. Die Blüten sehen aus wie kleine Glöckchen. Sie duften sehr stark und wohlriechend. Aus den Blüten entwickeln sich später leuchtend rote Beeren.
Achtung! Die Pflanze darf nicht gesammelt werden, denn sie steht unter Naturschutz!
Erscheinungsbild
Das Maiglöckchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht. Es besitzt ein bis zu 50 cm tief wurzelndes Rhizom als Speicher- und Überdauerungsorgan und wird daher zu den Rhizomgeophyten gezählt. Das relativ dünne, kriechende und ausläuferartige Rhizom verzweigt sich monopodial. Die oberirdischen Sprosse bilden sich daher jeweils hinter der Rhizomspitze. Mit Hilfe ihrer an-fangs kegeligen Form durchbrechen die jungen Sprosse im Frühjahr den Erdboden. Der ansonsten unbeblätterte, aufrecht wachsende und kantige Stängel besitzt an seiner Basis meist zwei Laubblätter in geroll-ter Knospenlage, die ihn scheidig einhüllen.
Blatt
Das Maiglöckchen zeigt zwei bis drei Laubblätter, die direkt dem Rhizom entspringen. Sie gliedern sich in eine stielähnliche, einen Scheinstängel bildende Blattscheide und die Blattspreite. Die Länge der Scheide beträgt etwa 4 bis 30 Zentimeter. Die ganzrandige Blattspreite ist unbehaart. Ihre Länge variiert zwischen 12 und 20 Zentimeter, die Breite umfasst zwischen 2,5 und 5 Zentimeter. Sie ist breit-lanzettlich geformt und läuft in einer kurz zugespitzten Blattspitze aus. Blattober- und Blattunterseite zeigen eine dunkelgrüne Fär-bung, die Blattoberseite ist deutlich glänzend. Zum Blattgrund hin verschmälert sich das Blatt in den Schein-stängel, wobei die stielähnliche Scheide des niedriger stehenden Blattes die des höher stehenden Blattes scheidenförmig umschließt. Zusätzlich umhüllen mehrere sich umfassende häutige Niederblätter scheidig die Basis der Scheinstängel.
Blütenstand und Blüte
Zwischen März und Juni entwickeln sich in einem mehr oder weniger einseitswendigen traubigen Blüten-stand fünf bis zehn nickende, breitglockige Blüten. Jede Blüte steht über einem häutigen, 4 bis 20 mm lan-gen, lanzettförmigen Tragblatt, das in etwa halb so lang wie das 5 bis 11 mm lange Blütenstielchen ist und dieses an der Basis umhüllt. Kennzeichnend für die Blüten des Maiglöckchens ist der charakteristische, intensiv süßliche Duft, über den potenzielle Bestäuber angelockt werden. Bestimmend für die Duftnote gilt das aromatische Aldehyd Bourgeonal. Die reinweiße Blütenhülle des Maiglöckchens ist einheitlich gestaltet und, wie bei der Unterfamilie Nolinoideae weit verbreitet, erfolgt keine Unterteilung in Kelch und Krone. Die sechs 5 bis 9 mm langen Perigonblätter sind bis auf ihre sechs kurzen, 1 bis 3 Millimeter langen, zurückgebo-genen Zipfel fast vollständig glockenförmig miteinander verwachsen. Die Perigonblätter sind mit mikrosko-pisch kleinen Drüsen besetzt. Das Perigon ist meist rein weiß, selten haben Exemplare innen, wo die Staubblätter eingefügt sind, sechs purpurviolette Flecken. Die Blüte des Maiglöckchens ist zwittrig, d. h., sie enthält Staub- und Fruchtblätter in einer Blüte. Es sind zwei Kreise mit je drei untereinander freier, fertiler Staub-blättern vorhanden. Die kurzen, meist schwach rötlich gefärbten Staubfäden sind mit der Basis der Blüten-hüllblätter verwachsen und überragen diese nicht. Die gelben, länglichen bis lanzettlichen Staubbeutel besitzen zwei Theken. Sie öffnen sich auf beiden Seiten von oben nach unten mit einer Längsspalte um den Pollen zu entlassen. Drei Fruchtblätter sind zu einem rundlichen, oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer beinhaltet vier bis acht Samenanlagen. Den kurzen, dicken, gerade stehenden Griffel schließt eine kleine, schwach dreilappige bis kopfige Narbe ab. Der Griffel überragt die Blütenhülle nicht.
Frucht und Samen
Die mit einem Durchmesser von sechs bis zwölf Millimeter kugeligen, dreifächerigen Beeren färben sich bei Reife leuchtend rot. Sie enthalten Fruchtfleisch und ein bis fünf Samen. Die gelben bis hell-braunen Samen sind etwa drei bis vier Millimeter lang und fast kugelig bis kantig geformt. Sie benötigen Kälte zum Keimen und gelten als kurzlebig.


PASTINAK
 
Der Pastinak, auch die Pastinake, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Pastinaken in der Familie der Doldenblütler. Als Wildform gilt Pastinaca sativa subsp. sativa var. Pratensis (Wiesen-Pastinak); die Kulturform Gemüse-Pastinak wird als Pastinaca sativa subsp. sativa var. sativa bezeichnet. Der Pastinak wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt zum Gemüse des Jahres 2011/2012 in Deutschland gewählt.

 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: Blähungen, Fieber, Lungenleiden, Magenschmerzen, Nierensteine, Rheuma, Schlaflosigkeit, Wassersucht, Ödeme
 
wissenschaftlicher Name: Pastinaca sativa
 
Verwendete Pflanzenteile: Früchte und Wurzel
 
Sammelzeit: Früchte: August, Wurzel: Herbst

 
 
Verwendung
 
Küche
 
Der Geschmack der vorwiegend im Winter geernteten Wurzeln ist süßlich-würzig, teilweise auch herb. Dieser erinnert an Karotten und Sellerie und ist dem der Petersilienwurzel ähnlich, nur milder. Sie lassen sich backen oder kochen und zu Cremesuppen und Pürees verarbeiten. Pürierter Pastinak wird besonders wegen seines geringen Nitratgehalts als Baby-Gemüsebrei in Gläschen verkauft. Gerieben kann er wie Sellerie auch als Salat zubereitet werden. Pastinak sollte nicht zu dunkel angebraten werden, da er ansonsten einen bitteren Geschmack bekommt. Auch zu lange Lagerung kann Bittergeschmack hervorrufen. Zu den Klassikern der englischen Küche gehört Pastinakenpüree, Mashed parsnips, das ebenso wie Kartoffelpüree zubereitet wird, jedoch wesentlich aromatischer ist. Es wird traditionell zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch gereicht. Ähnlich der Kartoffel werden aus Pastinak auch Chips hergestellt. Seines hohen Stärkegehalts wegen wurde Pastinak früher auch zur Herstellung von Bier und Pastinakenwein genutzt. Aus dem Saft lässt sich ein dickflüssiger Sirup kochen, der als Brotaufstrich und Süßmittel diente. Die Blätter des Pastinak können, ähnlich wie Petersilie, als Würzkraut verwendet werden. Zur Aufbewahrung werden die Wurzeln in Würfel oder Streifen geschnitten, blanchiert und anschließend tiefgefroren. Auch für Suppenmischungen werden sie verwendet. Als zerkleinerte und getrocknete Ware ist Pastinak ebenfalls gebräuchlich.

 
 
Beschreibung
 
Pflanzenaufbau
 
Pastinak wächst als zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern. Es handelt sich um eine Halbrosettenpflanze mit fleischiger Rübe, im Bau ähnlich der Möhre. Der intensive, angenehme Geruch der ganzen Pflanze ist süßlich, etwas dem wilden Fenchel ähnlich. Der Stängel ist kantig gefurcht. Nach dem ersten Jahr wird eine Rübe als Speicherorgan ausgebildet. Die Rübe ist von gelblich-weißer Farbe; bei der Wildform ist sie dünn und hart, bei den Kulturvarietäten bis zu 6 Zentimeter dick, 20 Zentimeter lang, kegelförmig und bis zu 1,5 Kilogramm schwer. In Abgrenzung zur Petersilienwurzel hat die Pastinakenrübe einen ausgeprägten Rand um den Austrittsbereich der Blätter. Die Wurzeln sind frost-hart. Ihre Laubblätter sind ein- bis zweifach gefiedert mit zwei bis sieben Fiederpaaren.
 
Blütenstand, Blüten und Früchte
 
Viele Blüten stehen in sieben- bis 20-strahligen doppeldoldigen Blütenständen zusammen. Hüllblätter sind keine vorhanden. Die Blüten sind zwittrig. Die Kelchzähne sind winzig und dreieckig. Die Kronblätter sind gelb. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Blüten sind „nektarführende Scheibenblumen vom Hera-cleum-Typ“. Sie werden von Insekten aller Art besucht. Die Windbestäubung ist zwar möglich, findet jedoch praktisch nicht statt. Die Früchte sind Doppelachänen, die in schmal geflügelte Teilfrüchte zerfallen. Es sind Wind- und Tierstreuer. Auch Zufallsausbreitung durch Huftiere und Menschenausbreitung ist möglich. Das Saatgut ist ein bis zwei Jahre gut keimfähig. Das TKG (Tausendkorngewicht) entspricht 2,5 bis 4 g.

BACHBLÜTEN
Bin abergläubisch (2 Aspen)
- Diese Menschen sind sehr leicht abergläubisch
- Mit der dementsprechender Bachblüte bekommen sie ihr abergläubisches Wesen ablegen
BACHBLÜTEN
Vor fremden Menschen habe ich Angst (3 Beech)
- Diese Menschen haben vor fremden Personen oft sehr große Angst
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Angst überwinden  
ERNÄHRUNG
 
Polysaccharide
 
VERWERTBARE POLYSACCHARIDE
 
Dextrine
 
-        Aus kurzen Glucoseketten, schmeckt deshalb schon leicht süß
 
-        Abbauprodukte von Glucose und Glykogen
 
-        Entsteht bei der enzymetrischen Spaltung oder trockenen Erhitzung von Stärke wie rösten oder Backen à süßlicher Geschmack von Zwieback, Toast …
 
-        Ist leicht verdaulich und deshalb für die Diätküche von Bedeutung
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