Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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17.11.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > 11.11.19-17.11.19


SKAMMOMIUM (mexikanische)
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Die Prunkwinden (auch als Prachtwinden bekannt) sind eine Pflanzengattung, die mit etwa 650 Arten die artenreichste Gattung der Familie der Windengewächse ist. Die meisten Arten sind krautige Kletterpflanzen, einige auch Sträucher. Einige der Arten sind sukkulent. Die wirtschaftlich bedeutendste Art ist die Süßkartoffel.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Früher als Abführmittel
wissenschaftlicher Name: Ipomoea orizabensis
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel

Anwendung
Achtung! Giftig.
Skammonium mexikanisch nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Die ökonomisch bedeutendste Art ist die Süßkartoffel, auch Batate genannt. Besonders in asiatischen Ländern wird der Wasserspinat als Gemüse genutzt. Zahlreiche Prunkwinden-Arten und ihre Sorten werden weltweit als Zierpflanzen kultiviert, in Mitteleuropa besonders die Purpur-Prunkwinde und Himmelblaue Prunkwinde. Samen der Prunkwinden-Art Ipomoea tricolor waren und sind den indigenen mexikanischen Stämmen aufgrund ihrer medizinischen (psychoaktiven) Eigenschaften unter dem Namen „Tlitliltzin“ (in Nahuatl) bekannt. Sie enthalten den Wirkstoff LSA, der auch LA-111 genannt wird. Durch das Einweichen der Samen in Wasser und den Konsum der entstehenden Emulsion können halluzinogene Rauschzustände erzielt werden. In den Samen sind Wirkstoffe mit psychomimetischen und halluzinogenen Wirkstoffen enthalten.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Prunkwinden-Arten wachsen als Kletterpflanzen, Sträucher oder Bäume, meist kletternd, gelegentlich aber auch niederliegend oder auch schwimmend. Die meist gestielten Laubblätter sind sehr variabel und können auch an einer Pflanze in Form und Größe variieren. Sie können ganzrandig, gelappt, geteilt oder selten auch zusammengesetzt sein, am Blattstiel werden gelegentlich Pseudonebenblätter gebildet.
Blütenstände und Blüten
Die Blüten stehen meist achselständig in dichasialen Blütenständen aus einer bis vielen Blüten, selten sind die Blütenstände rispig. Die zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchblätter sind krau-tig oder nahezu lederig, variieren in Größe in Form und können unbehaart oder behaart sein. An der Frucht sind die Kelchblätter oftmals etwas vergrößert. Die relativ kleinen bis recht großen Kronen sind meist radiärsymmetrisch, können aber auch selten leicht zygomorph sein. Die verwachsenen Kronblätter bilden einen Trichter oder eine Glocke, seltener ist die Krone röhrenförmig oder stieltellerförmig. Die Färbung der Krone kann violett, rot, rosafarben, weiß oder selten auch gelb sein. Der Kronsaum ist schwach oder selten auch stark gelappt. Die Staubblätter stehen nur selten über die Krone hinaus, meist sind sie von ihr eingeschlossen. Die Staubfäden sind fadenförmig und an der Basis oftmals dreieckig verbreitert. Meist sind sie unterschiedlich lang. Die kugelförmigen und stacheligen Pollenkörner sind über die gesamte Oberfläche mit Poren (runden bis ovalen Aperturen) versehen (pantoporate). Der Fruchtknoten kann unbehaart oder behaart sein, er ist meist zwei- oder vierfächrig mit insgesamt vier Samenanlagen, selten ist er dreifächrig mit sechs Samenanlagen. Der Griffel ist einfach, fadenförmig und meist nicht über die Krone hinausstehend. Er endet in einer köpfchenförmigen Narbe, die nicht geteilt oder in zwei (oder selten drei) kugelförmige Anhänge geteilt ist.
Früchte und Samen
Die kugel- oder eiförmigen Kapselfrüchte springen mit meist vier (bis sechs) Klappen oder selten auch unregelmäßig auf und enthalten meist vier, selten auch sechs oder weniger Samen. Die Samen können behaart oder unbehaart sein.
Inhaltsstoffe
Die Samen und oberirdischen vegetativen Teile einiger Arten der Prunkwinden enthalten Mutterkornalkaloide. Zum Vorkommen dieser Stoffe innerhalb der Gattung gibt es eine große Anzahl Untersuchungen unterschiedlicher Qualität, mit teilweise gegensätzlichen Ergebnissen. Eine umfassende und genaue Aussage über das Vorkommen lässt sich daraus nicht entnehmen. Von 79 untersuchten Arten kann von 23 Arten mit Sicherheit gesagt werden, dass sie Mutterkornalkaloide enthalten; bei 15 Arten sind die in der Literatur zu findenden Angaben widersprüchlich, oder die den Untersuchungen zu Grunde liegenden Methoden zweifelhaft. Bei den restlichen 41 Arten treten keine Mutterkornalkaloide auf. Das Auftreten dieser Sekundären Pflanzenstoffe ist innerhalb der Windengewächse nur aus der Tribus Ipomoeeae bekannt, auch in der Schwesterfamilie, den Nachtschattengewächsen, treten sie nicht auf. Innerhalb der Gattung haben die Mutterkornalkaloide jedoch keine taxonomische Bedeutung, da sie in verschiedenen Untertaxa der Gattung auftreten. Die Prunkwinden sind neben Evolvulus die einzige Gattung der Familie, in denen Anthocya-ne nachgewiesen wurden, während sie in den anderen untersuchten Gattungen fehlen. Beispielsweise wur-den in Blüten, Laubblättern, Stängeln sowie in den Wurzeln und Knollen der Süßkartoffel Anthocyane nachgewiesen.



STECHAPFEL
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Der Stechapfel ist eine markant aussehende Pflanze mit schönen Trichterblüten und stacheligen Fruchtkapseln. Man findet ihn vereinzelt auf Brachland oder an Wegrändern. Als giftiges Nachtschattengewächs ist der Stechapfel stark giftig, hat aber auch erhebliche Heilkräfte, die früher gegen Asthma und Nervosität genutzt wurden. Heutzutage wird der Stechapfel nicht mehr medizinisch genutzt, weil die Giftigkeit letztlich größer als seine Heilkraft ist. Nur in der Homöopathie wird der Stechapfel noch gelegentlich verwendet, weil er in homöopathischer Potenzierung ungefährlich ist.
Die Stechäpfel sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse. Die weltweit etwa 9 bis 13 Arten sind alle stark giftig.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Asthma (früher)
Heilwirkung: beruhigend, hustenstillend, krampflösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Früher: Keuchhusten, Krampfhusten, Nervosität, Neuralgien, Rheuma (äußerlich), Homöopathie (D4 bis D6): Augenentzündungen, Infektionskrankheiten, Keuchhusten, Krampfhusten, Nervosität, Neuralgien
wissenschaftlicher Name: Datura stramonium
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse - Solanaceae
englischer Name: Datura, jimsonweed, thorn-apple
andere Namen: Asthmakraut, Donnerkugel, Dornapfel, Dornkraut, Hexenkraut, Igelskolben, Krötenmelde, Liebeszwinger, Rauchapfelkraut, Rauhapfel, Schlafkraut, Stachelnuss, Teufelsapfel, Tollkörner, Tollkraut, Zigeunerapfel
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Alkaloide: Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin

Anwendung
Alle Datura-Arten sind Giftpflanzen. Sie enthalten Alkaloide, im Wesentlichen Hyoscyamin (Atropin) und Scopolamin. Der (weiße) Stechapfel wird zur Gewinnung der Alkaloide benutzt. Er wird selten als Krampflöser bei Asthma bronchiale und Keuchhusten oder als auswurfförderndes Mittel bei Bronchitis eingesetzt, wobei bei der Anwendung stets zu beachten ist, dass die wissenschaftliche Medizin bei diesen Erkrankungen wirksamere und sicherere Medikamente zur Verfügung stellt. Im Bundesanzeiger vom 1. Februar 1990 veröffentlichte die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes eine (Negativ-)Monographie über Stramoniumblätter und Stramoniumsamen. Darin wird geurteilt, dass eine therapeutische Anwendung dieser Drogen nicht zu vertreten sei.
Achtung! Stark giftig. Stechapfel nur homöopathisch anwenden.
Früher wurde der Stechapfel als Tinktur gegen Asthma und Nervosität verwendet. Gegen Asthma wurden auch Asthma-Zigaretten angeboten. Deren Rauch sollte die Atmung erleichtern. Äußerlich wurden Stechapfelblätter, die mit heißem Wasser aufgeweicht wurden, auf schmerzhaft entzündete Gelenke gelegt, z.B. bei Rheuma. Auch Stechapfeltinktur wurde gegen rheumatische Beschwerden eingerieben. Inzwischen wird der Stechapfel jedoch nicht mehr in der Pflanzenheilkunde angewendet, weil er zu giftig ist.
Homöopathie
Das homöopathische Mittel Datura wird bevorzugt in den Potenzen D4 bis D6 angewendet. Man gibt es bei besonders starker Unruhe, aber auch, wie früher die Tinktur, bei Asthma, Keuchhusten und neuralgischen Erkrankungen.

Wirkung
Der Konsum des Stechapfels kann zu sehr ausgeprägten und kaum zu bewältigenden, echten Halluzinationen typischerweise bedrohlicher Natur führen (Horrortrip). Viele Konsumenten berichten, dass die Wirkung verglichen mit anderen Drogen äußerst unangenehm sei. Sie kann bei hohen Dosierungen mehrere Tage anhalten. Durch Bewusstseinstrübung und Kontrollverlust besteht dabei ein hohes Unfallrisiko. Die therapeutische Breite der Datura ist äußerst schmal und Wirkstoffgehalt und Zusammensetzung schwanken sehr stark. Die Konzentration kann je nach Standort zwischen 0,2 % und 0,4 % und darüber liegen, und auch innerhalb einer einzelnen Pflanze noch stark schwanken. Dies macht eine genaue Dosierung auf Anhieb unmöglich. Ein Herantasten an die vorab gewünschte Dosierung wird dadurch erschwert, dass man sich durch die (echt) halluzinogene Wirkung seines Zustandes selbst nicht bewusst ist. Aufgrund der hohen Toxizität der Stoffe treten bereits bei niedriger Dosierung starke Vergiftungserscheinungen auf, deren man sich selbst ebenfalls nicht bewusst wird. Höhere Dosierungen enden nicht selten tödlich. Die Pflanze ist in allen Teilen stark giftig, vor allem durch die Alkaloide Scopolamin und Hyoscyamin (vgl. Tollkirsche). Bei der Isolierung von (S)-Hyoscyamin aus der Pflanze bildet sich durch Racemisierung Atropin. Die letale Dosis liegt bei Scopolamin bei 50 mg, bereits niedrigere Dosen können den Tod durch Atemlähmung herbeiführen. Bei Kindern können schon 4 bis 5 g der Blütenblätter zum Tode führen.  Vergiftungssymptome und mögliche Folgen: rasender Puls, Hautrötung, Pupillenerweiterung, Muskelzuckungen, trockener Mund, Durst, Unruhe, Rededrang, Schluck- und Sprachstörungen, Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen, Verwirrtheit, Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Herzrhythmusstörungen und komatöse Zustände, Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung. Die Wirkstoffe des Stechapfels erleichtern die Atmung bei Asthma, weil sie die Bronchien erweitern. Außerdem hat der Stechapfel eine beruhigende Wirkung, weswegen er früher gegen Nervosität verwendet wurde. Ferner wirkt der Stechapfel stark schmerzstillend.
Giftwirkung
Obwohl der Stechapfel sehr giftig ist, kommt es nur selten zu unbeabsichtigten Vergiftungen. Das Aussehen des Stechapfels verlockt nicht zum "Naschen". Falls es dennoch zu einer Vergiftung kommt, verläuft diese meist milder als bei Vergiftungen durch die Tollkirsche. Es kommt zu Halskratzen, Mundtrockenheit, Sehstörungen und Unruhe. In schweren Fällen kann es auch zu Lähmungen, Sinnestäuschungen und Halluzinationen kommen. In sehr schweren Fällen kann eine Stechapfelvergiftung auch zum Tode führen. Bei Missbrauch des Stechapfels kann es zu Abhängigkeit kommen. Bei Hautkontakt kann es bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen kommen. Bei einer Stechapfel-Vergiftung kann man starken schwarzen Kaffee oder starken Eichenrinde-Tee als Gegenmittel trinken. Natürlich sollte man auch dringend einen Arzt aufsuchen.

Magische Anwendung
Da der Stechapfel ursprünglich in Amerika heimisch ist, wurde er dort auch zuerst für magische Zwecke verwendet, lange bevor der Stechapfel in Europa auftauchte. Für die Azteken war der Stechapfel eine heilige Pflanze. Sobald der Stechapfel in Europa heimisch wurde, nutzte man ihn auch hier für magische Zwecke. Eine beliebte magische Anwendung ist die Auflösung von Flüchen. Bestehende Flüche sollen mithilfe des Stechapfels rückgängig gemacht werden. Dazu werden Pflanzenteile im Haus des Fluchopfers ausgestreut.
Der Stechapfel soll auch vor bösen Geistern und Schlaflosigkeit schützen.

Geschichtliches
Wahrscheinlich kam der Stechapfel erst im 16. Jahrhundert über das südliche Russland nach Europa. Daher war er im klassischen Altertum nicht bekannt und wurde darum auch damals nicht als Heilpflanze verwendet.
Nach seiner Einführung in Europa wurde der Stechapfel vor allem als Hausmittel und für magische Zwecke verwendet. Erst im 18. Jahrhundert wurde er erstmals von Ärzten offiziell als Medikament verwendet. Der Wiener Arzt von Stoerck machte den Stechapfel als Medikament bekannt. In der Folgezeit wurden Stechapfel-Tinktur oder -Extrakt gegen Asthma, krampfartigen Husten und nervöse Unruhe verabreicht. Asthma-Zigaretten aus den Blättern sollten die Atmung bei Asthma erleichtern. Sie wurden noch weit ins 20. Jahrhundert hinein gerne geraucht.

Pflanzenbeschreibung
Stechapfel kommt ursprünglich aus Mexiko, aber er ist inzwischen auch in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf trockenen aber nährstoffreichen Böden und an sonnigen oder halbschattigen Stellen. Daher findet man ihn manchmal auf Schuttplätzen, im Brachland und an Wegrändern. Die einjährige Pflanze wird bis über 100 Zentimeter hoch, sofern der Standort günstig ist. In den Boden ragt eine lange Pfahlwurzel. Die kahlen Stängel verzweigen sich gabelästig. Die grünen Blätter sind eiförmig, laufen vorne spitz zu und bestehen aus mehreren spitzen Lappen. Ihr Rand ist grob gezähnt oder buchtig. Die weißen bis leicht violetten Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober in den Achseln der Stängel. Sie sind trichterförmig, haben fünf Zipfel und öffnen sich erst gegen Abend. Sie werden bis zu 8 cm lang. Ihr Duft ist schwer und süßlich. Die Blätter und Stängel hingegen riechen eher unangenehm; ihr Duft erinnert ein wenig an Kichererbsen. Aus den Stechapfel-Blüten entwickeln sich stachelige Samenkapseln. Diesen Samenkapseln verdank der Stechapfel seinen Namen. Die Samenkapseln sind zunächst grün und fleischig. Sie stehen in den Stängelachseln senkrecht nach oben. Die Kapseln werden bis zu 4 cm lang. Im Reifezustand werden die Samenkapseln braun und trocken. Sie öffnen sich, sodass man die zahlreichen kleinen, schwarzen Samen sehen kann, die sich in den vier Kammern der Kapsel befinden.
Vegetative Merkmale
Stechapfel-Arten sind einjährige oder kurzlebige ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von meist 0,5 bis 1,2 (0,2 bis 2) m erreichen. Die oberirdischen Pflanzenteile können unbehaart, behaart oder flaumig sein, wobei die Trichome in vielen verschiedenen Typen, beispielsweise aufrecht, niederliegend, nach oben oder unten gewandt, konisch, einfach, drüsig oder nicht-drüsig, vorkommen können. Oftmals ist die Behaarung an jungen Pflanzenteilen dicht bis sehr dicht, während sie an älteren Pflanzenteilen nachlässt oder sogar ganz verschwindet. Die sich dichotom verzweigenden Sprossachsen sind meist massiv, nur bei der Art Datura ceratocaula sind sie hohl. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattstiele sind meist 5 bis 10 (2 bis 16) cm lang. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von meist 8 bis 18 (5 bis 30) cm eiförmig bis eiförmig-lanzettlich mit meist ungleichmäßig bis fast gleichmäßig gestalteter Spreitenbasis und zugespitztem oberen Ende. Der Blattrand ist ganzrandig, zurückgebogen, stark oder auch leicht wellenförmig gezähnt bis gelappt.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen in den Verzweigungen der Sprossachsen aufrecht oder schräg an, mit Längen von meist 7 bis 15 (5 bis 25) mm, relativ kurzen Blütenstielen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der zylindrische Kelch ist 2,5 bis 14 (16) mm lang und besitzt meist fünf, selten auch drei bis sechs Kelchlappen oder Kelchzähne, die dreieckig, gleich oder ungleich geformt und zugespitzt bis spitz sind. Die Länge der Kelchlappen oder -zähne liegt meist bei 6 bis 12 mm, kann aber auch 13 bis 35 mm betragen, gelegentlich ist die Trennung der Kelchzähne nicht klar auszumachen. Eine Art, Datura ceratocaula, besitzt einen auf einer Seite gespaltenen Kelch, so dass dieser einem einzelnen Hochblatt ähnelt. Nach der Blühphase fällt der Kelch ab, so dass nur an der Basis ein kreisförmiger Rest bestehen bleibt. Die sich in den Abendstunden öffnende Blütenkrone ist grob trichter- oder trompetenförmig, in Ausnahmefällen auch doppelt oder dreifach gefüllt. Sie ist einheitlich weiß, lavendelfarbig oder violett gefärbt. Je nach Art sind die Kronblätter 4 bis 6 (9,5) cm oder (8) 15 bis 21 cm lang. Der Rand der Kronblätter ist fünflappig. Bei einigen Arten treten sekundäre Kronlappen auf, sodass die Blüten einen zehnlappigen Eindruck machen. Die Staubblätter befinden sich für gewöhnlich in der Krone, die Staubfäden sind in der unteren Hälfte der Krone fixiert. Nur dort sind die Staubfäden mit Trichomen besetzt. Die linear-elliptischen Antheren kommen artabhängig in zwei verschiedenen Größen vor, zum einen 2 bis 5 mm, zum anderen 5 bis 12 (15) mm. Entlang der Aufplatzlinie der Antheren sind sehr lange fadenförmige Trichome zu finden. Der Fruchtknoten ist konisch geformt, zum Teil unterständig, durch die Ausbildung eines falschen Septums in der unteren Hälfte oft vierkammrig. Oft ist der Fruchtknoten mit unterschiedlich vielen kleinen, fleischigen Stacheln versehen, die sich gelegentlich in der Frucht vergrößern und versteifen. Die Narbe ist zweilappig, feucht und warzig. Außer bei der Art Datura ceratocaula, die nicht aufspringende, weiche Beeren ausbildet, sind die Früchte aller Stechapfel-Arten eiförmige, elliptische oder kugelförmige vierkammrige Kapselfrüchte, die aufrecht oder zurückgebogen an der Pflanze stehen. Die Kapselfrüchte springen an zwei, selten an vier Klappen auf, die manchmal unregelmäßig angeordnet sind. Das Perikarp der Früchte ist meist schwach flaumartig behaart und mit bis zu 200 gleichförmigen, schlanken, mit bis zu 50 verschiedenartig geformten scharfen Stacheln, mit schwach behaarten Borsten oder zahlreichen stumpfen Höckerchen besetzt. Die Länge der Stacheln variiert zwischen 0,5 und 3,2 cm. In allen Arten steht der Frucht entgegengesetzt der kreisförmige, zurückgebogene Überrest des Kelches. In den Früchten befinden sich (25) 150 bis 300 (500) scheiben- bis nierenförmige Samen, mit einer Länge von meist 4 bis 5 (2,5 bis 6) mm. Sie sind schwarz, gelb oder braun, teilweise mit weißen oder gelblichen Elaiosomen versehen.
Verwandte Arten
Der heimische Stechapfel hat weltweit zahlreiche Verwandte.
Indischer Stechapfel (Datura metel)
In Indien und anderen asiatischen Ländern gedeiht der indische Stechapfel. Die Pflanzen werden häufig größer als die des europäischen Stechapfels. Die Blätter sind nicht gelappt und gezähnt, sondern haben eine rundliche Eiform mit einer Spitze am Ende. Die Blüten werden sehr schön und dekorativ.
Nickender Stechapfel (Datura innoxia)
Der nickende Stechapfel (auch: Großblütiger Stechapfel) stammt ursprünglich aus Mittelamerika, kommt im Mittelmeerraum und auf den kanarischen Inseln jedoch häufig verwildert vor. Er wird häufig größer als der europäische Stechapfel. Auch seine weißen oder leicht violetten Blüten werden etwas größer (bis zu 20 cm lang). Anders als beim europäischen Stechapfel stehen die Kapselfrüchte nicht nach oben, sondern hängen nach unten, als würden sie nicken.

Anbautipps
Der Anbau des Stechapfels ist relativ einfach. Er braucht nährstoffreiche Böden und einen mindestens halbsonnigen Standort. Man kann die Samen in kleinen Anzuchttöpfen vorkultivieren, bevor man die jungen Pflanzen im späten Frühjahr ins Freiland auspflanzt. Der Abstand zwischen zwei Pflanzen sollte mindestens 70cm betragen. Die Stechapfelpflanzen wachsen schnell, wenn sie sich am Standort wohlfühlen. In Gärten mit Kindern sollte wegen der Giftigkeit kein Stechapfel angepflanzt werden.

Sammeltipps
Wegen der Giftigkeit des Stechapfels sollte man keine seiner Teile für die medizinische Anwendung ernten oder sammeln.


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ERNÄHRUNG
Gemüse und Obst – nimm 5 am Tag (Regel 3)
Genießen sie 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch nur kurz gegart oder auch 1 Portion als Saft – idealerweise zu jeder Hauptmahlzeit auch als Zwischenmahlzeit. Damit werden sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffe (z.B. Cartinoide, Flavonoide) versorgt.


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