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17.07.2020

tägliche News > Juli > 13.07.20 - 19.07.20
Augentrost
Der Gemeine Augentrost ist im mitteleuropäischen und im asiatischen Raum beheimatet. Man findet ihn auf Wiesen, an Berghängen oder am Waldrand. Die Pflanze ist halbschmarotzend – sie entzieht ihrem benachbarten Graswirt mit ihren Saugwurzeln die Nährstoffe, was bewirkt, dass die Pflanzen um sie nicht gut gedeihen. Sie kann aber auch ohne Wirtspflanze auskommen. Der Name „Euphrasia“ leitet sich vom griechischen Wort „Freude“ ab.
  
Steckbrief
Heilwirkung: Augenringe, Bindehautentzündungen, Gerstenkorn, Lidrandentzündung, Überanstrengung der Augen, Heuschnupfen, Schnupfen, Husten, Grippe, Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Belegte Zunge, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit
wissenschaftlicher Name: Euphrasia officinalis
Pflanzenfamilie: Braunwurzgewächse = Scropholariaceae
englischer Name: Eyebright
volkstümliche Namen: Augendank, Lichtkraut, Weihbrunnkessel
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Glykosid Rhynanthin, ätherisches Öl, fettes Öl, Harz, Bitterstoffe, Zucker, Salze, Euphratansäure, aromatische Substanzen
Sammelzeit: Juli bis Oktober
 
Anwendung
Der Gemeine Augentrost wurde früher medizinisch und wird heute noch in der Alternativmedizin verwendet. Mit Kompressen aus einer Abkochung des Augentrostes kann man entzündliche Augenkrankheiten behandeln, z.B. Bindehautentzündung. Innerlich als Tee eignet sich Augentrost auch gegen Schnupfen, Kopfschmerzen, Völlegefühl und die anderen Einsatzzwecke, die nichts mit den Augen zu tun haben.
Hilfe bei Augenleiden
Der Augentrost wird, wie der Name schon sagt, traditionell bei Augenleiden eingesetzt. Seit dem Mittelalter wurde die Pflanze dafür geschätzt. Sie verschafft Linderung bei Gerstenkörnern, leichten Bindehautentzündungen, geschwollenen, müden oder brennenden Augen,... Dafür soll er weit besser sein als z.B. die Kamille. Aus hygienischen Gründen gilt aber die Waschung mit Augentrost-Tee im Augenbereich als bedenklich. Die Kommission E hat ausschließlich hygienische Bedenken bei der äußerlichen Anwendung von Augentrost, die Wirkung bei Infektionen der Augen wurde ansonsten positiv beurteilt.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Augentrost beruhigt und kräftigt die Schleimhäute. Er wird deshalb gerne dort eingesetzt, wo Schleimhäute angegriffen sind, z.B. bei Schnupfen, Nebenhöh-lenentzündungen,... Die traditionelle Volksmedizin verwendet Augentrost auch bei Hauterkrankungen, Erkältungen, Husten, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit oder Kopfweh. Die Anwendungen beruhen hauptsächlich auf schon Jahr-hunderte weitergegebene und bestätigte Erfahrungswerte. Wissenschaftliche Studien über den Augentrost gibt es jedoch leider nur sehr wenige.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Augentrost wächst in Mitteleuropa auf Wiesen, an trockenen Ufern und in lichten Wäldern. Die Pflanze ist einjährig und wird etwa 15 cm hoch. Im oberen Bereich verästelt sich die Pflanze. Die Blätter des Augentrostes wachsen gegenständig und sind eiförmig gezähnt. Seine Blüten erinnern ein wenig an Augen, was im Rahmen der alten Signaturenlehre ursprünglich den Bezug zu Augenproblemen aufgezeigt hat und auch bei der Namensgebung beteiligt war. Die Farben der Blüten sind weiß, violett und gelb gemustert. Der Augentrost ist ein Halbschmarotzer, denn er hat Saugwurzeln, die aus den Gräsern der Umgebung Mineralien saugen. Die Euphrasia-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die Euphrasia-Arten sind Halbschmarotzer, die mit Hilfe von Saugwurzeln dem Xylem der Wirtswurzeln Wasser und Nährsalze entziehen. Sie können im Gegensatz zu anderen Halbschmarotzern auch leben, ohne zu parasitieren. Die Samen keimen nur im chemischen Einflussbereich des Wirts.

Buchweizen
Der Buchweizen kann als Körnerfrucht, als Zwischenfruchtfutterpflanze oder im Rahmen einer Gründüngung angebaut werden. Seine Eignung für den Zwischenfruchtbau ergibt sich aus der sehr schnellen Jugendentwicklung mit der intensiven, bis zum ersten Frost anhaltenden Bodenbedeckung und Unkrautunterdrückung. Die Körnerproduktion von Buchweizen erscheint auf den ersten Blick sehr interessant, doch sind einerseits die Kornerträge im Vergleich zu Getreide relativ gering andererseits die Schwierigkeiten in der Verarbeitung (Schälprobleme!) noch nicht gelöst.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: CVI (chronisch venöse Insuffizienz), Venenschwäche, Zöliakie (Diät-Nahrung)
Heilwirkung: Pflanzenheilkunde: antihämorrhagisch, antioxidativ, blutzuckersenkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, gefäßstärkend, gefäßverbessernd, ödemprotektiv, schleimlösend, Volksheilkunde: stärkend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Arterioskleroseprophylaxe, Durchblutungsstörungen, Kapillarbrüchigkeit, Krampfadern, Ödeme, Radikalenfänger, Venenschwäche, Zellschutz, Volksheilkunde:  Bluthochdruck, Erfrierungen, Stärkung, Schlafmittel, Homöopathie: Ekzem, Hauterkrankungen, Juckreiz, Kopfschmerzen, Lebererkrankungen, Lichtempfindlichkeit, Pruritus, Wasserablagerungen, TCM: Durchfall mit  Schleim, Entzündungen, Gesichtsröte, Hautunreinheiten, Unruhe
wissenschaftlicher Name: Fagopyrum esculentum Moench
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name: Buckwheat
volkstümlicher Name: Blenden, Bokert, Brein, Buchweizen, Echter Buchweizen, Gricken, Heidenkorn, Heiden, Heidensterz, Heidekorn, Tater, Sarazenenkorn, Schwarz-Plent, Schwarzes Welschkorn, Schwarzpolenta, Türkischer Weizen
Verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut, Samen
Inhaltsstoffe: Eiweiß, Fagopyrin, Flavonoidglykoside, Fett, Gerbstoffe, Hyperosid, Kaffeesäuren, Minerale, Naphthodianthron, Phenolcarbonsäuren, Quercitrin, Rutin, Salicylsäure, Tryptophan, Vitamine
Sammelzeit: Kraut: Juni-August, Samen: September-November
Nebenwirkungen: selten Kopfschmerzen
Kontraindikation: nicht bekannt
 
Anwendung
Das Fagopyrin hat eine ähnliche Wirkung wie das Hypericin des Johanniskrautes, Wirkstoffe die die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern. Zum Glück kommt Fagopyrin nicht in den Samen vor und auch nicht im normalen Teeaufguss. Es gibt in der Apotheke Fertigarzneimittel mit garantiertem Rutingehalt.
Tee
1 Esslöffel Buchweizenkraut auf 250 ml Wasser. Das Kraut mit dem kochenden Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Eine 4-8 wöchige Kur mit 2-3 Tassen täglich getrunken, stärkt Venen und Kapillargefäße, fördert die Durchblutung und hilft gegen Krampfadern. Die ersten positiven Wirkungen sind nach den ersten 2 Wochen zu bemerken.
Homöopathie
Wird aus dem frischen Kraut gewonnen und meist in D4 - D6 eingesetzt. Fagopyrum (HAB) Hilft gegen Haut- und Leberkrankheiten.
TCM
Buchweizenbrei stärkt und hilft gegen schleimigen Durchfall, unreine Haut, Unruhe, ...
Nutzung der Ackerpflanze
Wegen des fehlenden Glutens ist reiner Buchweizen einerseits zum Brotbacken ungeeignet, andererseits aber zur Ernährung von Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet. Buchweizen wird hauptsächlich in Naturkostläden als ganzes geschältes Korn, in Form von Grütze, Flocken oder Mehl angeboten.
Vor allem die russische und polnische Küche kennt Buchweizenbrei, der in diesen Ländern sehr beliebt ist. In der norditalienischen und der Bündner Küche findet Buchweizenmehl als grano saraceno für Pizzoccheri und Polenta Verwendung. Auch die Französische Küche verwendet Buchweizenmehl (unter dem Namen blé noir, „schwarzer Weizen“, resp. sarrasin) für Pfannkuchen, so genannte Galettes. In den Niederlanden werden etwa münzgroße aber relativ dicke süße Pfannküchlein, sogenannte Poffertjes, mit einem 1:1-Anteil Weizenmehl und Buchwei-zenmehl gebacken.
  
Geschichtliches & Entwicklung
Der Echte Buchweizen ist eine alte Nutzpflanze. Er stammt ursprünglich aus Zen-tral- bis Ostasien. In Mitteleuropa ist er selten auch verwildert an Wegen und Waldrändern sowie in Schutt- und Unkrautfluren anzutreffen. Die Bestände stammen meist aus Anbau oder Aussaat (z. B. als Wild- oder Bienenfutter) und über-dauern oft nur einige Jahre. Der echte Buchweizen bevorzugt lockere, sandige Böden, die basenarm und mäßig sauer sind. Er ist eine wärmeliebende Pflanze, die bereits bei niedrigen Plusgraden Kälteschäden davonträgt.
Der Echte Buchweizen wurde wahrscheinlich zuerst in China kultiviert. Archäologisch nachgewiesen sind Buchweizenkörner auch aus skythischen Siedlungen des 7. bis 4. Jahrhunderts vor Christus nördlich des Schwarzen Meeres. In Mitteleuropa erfolgte die Ausbreitung während des späten Mittelalters von Osten nach Westen, Buchweizenpollen und -körner lassen sich frühestens ab dem 12. Jahrhundert nachweisen. In Deutschland stammen die ersten schriftlichen Erwähnungen des Buchweizens aus dem Leinetal (1380) und aus Nürnberg (1396). Ab dem 16. Jahrhundert wurde er dann in ganz Europa in Gebieten angebaut, in denen Klima und Boden eine andere Nutzung erschwerten.
Der Schwerpunkt des Anbaus von Buchweizen lag in Mitteleuropa im 17. und 18. Jahrhundert. Vor allem seit im 18. Jahrhundert der Anbau der Kartoffel stark zunahm, die ebenfalls auf relativ schlechten Böden noch gut gedeiht, ging die Bedeutung des Buchweizens als Nahrungslieferant deutlich zurück. Mitte des 20. Jahrhunderts war der Buchweizenanbau in Deutschland völlig bedeutungslos geworden, weil der Einsatz von Kunstdünger den Anbau von ertragreicheren Feldfrüchten auch auf ärmeren Böden ermöglichte. In den letzten Jahrzehnten wird Buchweizen aufgrund geänderter Nahrungsgewohnheiten jedoch wieder als Nischenprodukt angepflanzt.
Weltweit ist Buchweizen heute von untergeordneter Bedeutung. Laut FAO wurden 2014 weltweit 2,057 Mio. t Buchweizen geerntet. Die größten Anbauländer sind China (0,7 Mio. t), Russland (etwa 0,7 Mio. t) und die Ukraine (0,2 Mio. t). In Deutschland wird er (in kleinen Mengen) noch in der Lüneburger Heide, in Schleswig-Holstein, Westfalen, am Niederrhein, in der Eifel, im Hunsrück, in Oberfranken und in einigen Alpentälern angebaut.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Echte Buchweizen ist eine einjährige krautige Pflanze, die als Wildpflanze Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht, unter günstigen Bedingungen (Ackeranbau) auch bis zu 1,2 Meter. Der aufrechte Stängel ist wenig verzweigt und bei der Fruchtreif
Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die unteren Laubblätter sind deutlich gestielt, die oberen sitzen fast dem Stängel an. Typisch für die Knöterichgewächse ist die kurze, tütenartige Hülle (Ochrea), die an der Ansatzstelle des Blattstiels den Stängel umhüllt. Die Blattspreite ist dreieckig spießförmig, herz- bis pfeilförmig, mit einer Länge bis zu 8 Zentimetern meistens etwas länger oder gleich lang als breit und stets zugespitzt.
In den Blätterachseln entspringen die Blütenstandsschäfte, über denen die kur-zen, traubigen bis schirmrispigen Blütenstände stehen. Die zwittrigen Blüten sind nur etwa 3 Millimeter lang. Die Blütenhülle bestehen aus meist fünf, selten auch nur vier 3 bis 4 mm langen, weißen, rosafarbenen bis rötlichen Blütenhüllblättern.
Als Frucht wird pro Blüte ein dreikantiges Nüsschen gebildet. Die Nüsschen sind 4 bis 6 Millimeter lang und etwa 3 Millimeter dick mit ganzrandigen, scharfen, ungezähnten Kanten und glatten Flächen. Die Frucht ist ungeflügelt und besitzt eine derbe Schale, die etwa 30% des Gewichts ausmacht und vor der Nutzung als Nahrungsmittel entfernt werden muss. Die Tausendkornmasse beträgt bei Feldanbau etwa 16g.
 
Anbautipps
Buchweizen ist pflegeleicht. Ende April bis Mai an einen sonnigen Standort aussä-en. Mag eher sandige, saure kalkarme Böden. Bei großer Trockenheit gießen. Wächst nicht im Schatten. Verträgt keinen Frost.
 
Sammeltipps
In der freien Natur wird man nur selten über ausgewilderte Exemplare stolpern, daher die Pflanze anbauen und ernten. Das ganze oberirdische Kraut zu Beginn der Blütezeit ernten, an schattigem und luftigem Ort trocknen. Der höchste Rutingehalt ist in den Blättern. Es kann allergische Hautreaktionen bei Berührung mit frischen Pflanzenteilen geben. Bei dem Einatmen von Staub getrockneter Pflanzen kann es zu Asthmaanfällen und Nasenschleimhautentzündung kommen. Die Samen sind etwas schwierig zu ernten, da immer nur ein paar Samen reif werden. Entweder vor Ort vorsichtig aus der Pflanze schütteln oder aus der geernteten Pflanze klopfen. Das getrocknete Kraut und die Samen dunkel lagern.

Bachblüte
Ich bin ein skeptischer Mensch (12 Gentian)
-        Diesen Menschen können sehr skeptisch sein  
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das misstrauische abstellen
Bachblüte
Man hat nicht mehr die Kraft, noch einen Anlauf zu versuchen (13 Gorse)
-        Diese Menschen haben kaum mehr die Kraft, noch einen Anlauf zu versuchen
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte bekommen sie wieder die Kraft, noch einen Anlauf zu versuchen
Einteilung der Vitamine
Vitamine unterteilt amn nach ihrer Löslichkeit.
Fettlösliche Vitamine: A, D, E, K. nur mit Fett verwertbar.
Wasserlösliche Vitamine: C, B1, B2, B6, B12, Biotin, Niacin, Folsäure, Panthotensäure, H. Leicht auslaugbar.
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