Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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17.05.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Mai > 14.05.18-20.05.18


SALBEI  

Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter. Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Der Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweißhemmende Wirkung. Genauer betrachtet hat der Salbei so vielfältige Heilwirkungen, dass man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann.
Salbei ist eine  Pflanzengattung in der  Familie der  Lippenblütler. Sie ist fast weltweit auf allen Kontinenten außer Antarktika und Australien verbreitet. Mit 850 bis über 900 Arten ist es etwa die zwanzigste unter den artenreichsten Gattungen der bedecktsamigen Pflanzen. Viele Arten werden seit dem Altertum als  Heilpflanzen genutzt, darunter der für Küche und Medizin wichtige Echte Salbei. Die Sorten einiger Arten werden als  Zierpflanzen verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Halsschmerzen, Schwitzen
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Diabetes (unterstützend in leichten Fällen), Durchfall, Eitrige Geschwüre, Ekzeme, Erkältungen, Erysipel, Fußschweiß, Gürtelrose, Gallenschwäche, Gedächtnisschwäche, Gesichtsrose, Gicht, Haarausfall, Hauterkrankungen, Heiserkeit, Hemmt die Milchsekretion, Hitzewallungen, Husten, Insektenstiche, Kehlkopfkatarrh, Keuchhusten, Leberschwäche, Lungenschwäche, Magenbeschwerden, Mandelentzündungen,  Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Mundschleimhautentzündungen, Nachtschweiß, Nervenschwäche, Rachenentzündungen,  Raucherhusten,  Rheuma, Schlecht heilende Wunden, Schmerzhaft geschwollene Brüste, Starkes Schwitzen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Weißfluss, Wunden, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen
wissenschaftlicher Name:
Salvia officinalis
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Sage
volkstümliche Namen:
Altweiberschmecken, Edelsalbei, Echter Salbei, Gar-ten-Salbei, Gschmackblatteln, Königssalbei, Kreuzsalbei, Muskatellerkraut, Sälvel, Salf, Salfat, Salser, Scharleikraut, Selve, Zaffe, Zuffen, Zupfblatteln
falsche Schreibweisen:
Saibei
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, d-Kampfer, Salviol, Salven, Betulin, Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure, Zineol, Flavonoide, Fumarsäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Östrogenartige Stoffe, Oleanol-säure, Pinen, Sabinol, Salizylsäure, Saponine, Terpineol, Thujon, Thymol, Zink, Vitamine
Sammelzeit:
Mai oder September (vor oder nach der Blüte)

Anwendung
Salviaarten werden vielseitig genutzt. Durch den hohen Anteil  ätherischer Öle in diversen Salbeiarten gibt es unterschiedliche Verwendungen. Heilend wirken neben den ätherischen Ölen auch die Gerbstoffe. Der Gattungsname Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare für heilen und deutet auf die Heilkraft verschiedener Salbeiarten oder als Salbei bezeichneter Arten hin. In der  traditionellen chinesischen Medizin werden beispielsweise Salvia aerea, Salvia chinensis, Salvia kiangsiensis, Salvia plectranthoides, Salvia trijuga, Salvia umbratica verwendet. Der Echte Salbei war bereits im Altertum bekannt und wurde im  Mittelalter von Mönchen über die Alpen gebracht. Dieser wird vielseitig genutzt, einerseits als  Küchengewürz und andererseits in der Heilkunde. Die Blätter und Blüten werden roh oder gegart gegessen. Die sehr aromatischen Blätter werden zum Würzen von gekochten Speisen verwendet. Die Blätter wirken verdauungsfördernd und werden daher bei schweren, fettigen Speisen verwendet. Die Salbeiblätter verleihen herzhaften Gerichten einen wurstähnlichen Geschmack. Die jungen, frischen Laubblätter und Blüten können roh, überbrüht oder eingelegt gegessen werden. Über Salate gestreut ergänzen sie ihn mit Farbe und Duft. Auch alkoholische Zubereitungsformen sind seit dem Mittelalter bekannt. Aus den frischen oder getrockneten Blättern brüht man Kräutertee auf. Aus den oberirdischen Pflanzenteilen wird ein ätherisches Öl, das  Salbeiöl, gewonnen. Das Salbeiöl wird beispielsweise verwendet um Eiscreme, Süßigkeiten und Gebäck zu aromatisieren. Wenn man die Blattoberseite über die Zähne und das Zahnfleisch reibt, sind sie optimal gereinigt; wobei die Sorten mit purpurfarbenen Laubblättern bessere Ergebnisse bringen, da diese Blätter zäher sind. Das ätherische Salbeiöl wird auch in der Parfümherstellung verwendet, und in Haarwaschmitteln soll es besonders gut für dunkles Haar sein. Pflanzenteile des Echten Salbeis werden als „Kompostaktivator", meist gemeinsam mit Pflanzenteilen anderer Pflanzenarten, verwendet, damit die bakterielle Aktivität erhöht wird, um den Kompostiervorgang zu beschleunigen. Es wird behauptet, lebende oder getrocknete Pflanzen würden Insekten vertreiben. Das ist auch der Grund, warum man manchmal Echten Salbei zwischen Kohl und Möhren pflanzt. Früher wurde der Echte Salbei in Räumen verteilt, oder es wurde damit geräuchert, um sie zu desinfizieren. Als Räuchermittel wurden dabei vor allem die getrockneten Salbeiblätter verwendet. Es gibt einige Sorten, auch mit unterschiedlichen Blattfarben, die neben dem Einsatz als Gewürz- und Heilpflanze auch als Zierpflanze verwendet wer-den. Die Unterarten  Lavendelblättriger Salbei und Küchensalbei werden etwa gleich vielseitig genutzt.
Die bekanntesten Einsatzgebiete des Salbeis beruhen auf seiner schweißhemmenden Wirkung und den Heilkräften bei Halsschmerzen. Doch der Salbei kann viel mehr. Man kann ihn bei fast alle Erkrankungen einsetzen, sagt zumindest der Volksmund.
Innerlich als Tee
Als Tee kann man den Salbei gegen Halsentzündungen aller Art trinken. Er hilft auch bei Husten, Kehlkopfentzündungen und andere Erkältungserscheinungen. Man kann den Salbeitee auch in Fällen von Keuchhusten und Raucherhusten trinken.  
Er stärkt die Funktion der Lungen. Sänger und Sprecher können den Salbeitee bei Heiserkeit und Kehlkopfentzündung anwenden.
Der Salbeitee hilft auch bei der Verdauung, er stärkt den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an. Er fördert den Stoffwechsel und hilft auch dabei Übergewicht abzubauen.
Bei zu starkem Schwitzen hemmt Salbeitee die Schweißbildung. Diese Fähigkeit kann man beispielsweise in der Pubertät nutzen, oder auch während der Wechseljahre, wenn man durch die Hormonumstellung zu Hitzewallungen und Schweißattacken neigt. Auch Nachtschweiß kann man mit Salbeitee lindern. Da der Salbei östrogenartige Substanzen enthält, hilft er bei allerlei Wechseljahresbeschwerden und auch Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren.
Bei stillenden Müttern bremst Salbeitee die Milchproduktion, was vor allem in der Abstillphase sehr nützlich sein kann und Milchstau verhindern hilft.
Zusammen mit Schafgarbe und Birkenblättern kann man Salbeitee bei Diabetes trinken. Man kann damit zwar keine schweren Fälle heilen, aber man kann die sonstige Behandlung und Diät unterstützen.
Äußerlich als Tee
Den Salbei kann man äußerlich als Waschung, für Spülungen und für Bäder anwenden. Er hilft in dieser Form gegen schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Geschwüre. Die Wirkung von Insektenstichen kann gemildert werden. Auch die Schwitzneigung kann man durch Salbeiwaschungen oder Bäder bremsen, beispielsweise bei Fußschweiß. Spülungen mit Salbeitee helfen bei Weißfluss. Bei Entzündungen der Mundschleimhaut und Zahnfleischentzündungen kann man den Mund mit Salbeitee ausspülen.
Ätherisches Öl - innerlich
Das ätherische Öl des Salbeis kann in niedriger Dosis innerlich eingenommen werden, wenn man über hochqualitatives Salbeiöl verfügt. Es wirkt kräftigend, appetitanregend und krampflösend. Bakterien werden abgetötet und Entzündungen gebremst. Auch als ätherisches Öl hemmt der Salbei die übermäßige Schweißbildung. Bei Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Salbeiöl inhalieren.
Ätherisches Öl - äußerlich
Äußerlich wirkt das ätherische Salbeiöl bei verdünnter Anwendung wundheilend und adstringierend. Es lindert rheumatische Schmerzen.
Achtung! Das ätherische Salbeiöl kann bei entsprechend empfindlichen Menschen epileptische Anfälle auslösen!
Andere Anwendungen
Gekaute Salbeiblätter helfen bei Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Wenn keine Zahnpasta verfügbar ist, kann man durch Salbeikauen auch die Zähne reinigen.

Pflanzenbeschreibung
Der Salbei kommt ursprünglich aus Gebirgen in Südeuropa. Er gedeiht jedoch auch in warmen Gegenden Mitteleuropas sehr gut. Er ist ein ausdauernder Halbstrauch, dessen untere Stängel verholzen. Die länglichen, schmalen Blät-ter stehen gegenständig und sind weich und filzig. Im Frühling sind die Blätter grau-grün, im Herbst bis zum Frühjahr sind sie eher silbrig. Ab Mitte Mai oder Juni blüht der Salbei. An den Spitzen der Stängel stehen die hellvioletten Lippenblüten in Quirlen. Meistens gruppieren sich sechs bis zehn Blüten zu einem Quirl. Der Geruch des Salbeis ist herb und kampferartig. Der Geschmack ist leicht bitter, adstringierend und auch kampferartig.
Erscheinungsbild und Blätter
Die Salbeiarten sind selten ein-, manchmal zweijährige bis meist ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher. Die Pflanzen duften oft aromatisch. Oft befinden sich an oberirdischen Pflanzenteilen einfache Haare und/oder Drüsenhaar. Die meist selbständig aufrechten  Sprossachsen sind meist vierkantig.
Die meist gegenständig angeordneten  Laubblätter sind in einen sehr kurzen bis langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind einfach mit glatten bis gekerbten oder gezähnten Blattrand oder tief gelappt bis fiederschnittig. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Es liegt  Fiedernervatur vor.
Blütenstände, Blüten und Blütenökologie
Die Blüten stehen seitenständig, selten einzeln, sondern meist zu wenigen bis vielen meist in  Scheinquirlen zusammen, die in traubigen, ährigen oder rispigen Gesamtblütenständen mehr oder dicht bis weit auseinander übereinander stehen können. Die früh vergänglichen oder haltbaren Tragblätter unterscheiden sich je nach Art mehr oder weniger deutlich von den Laubblättern und können sehr dekorativ sein. Die  Deckblätter sind meist winzig bis kaum erkennbar. Es sind nur kurze bis kaum erkennbare Blütenstiele vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen bis purpurfarbenen Kelchblätter sind röhren-, trichter- bis glockenförmig verwachsen. Der Kelchschlund kann innen behaart sein. Die Kelchröhren enden zweilippig, wobei die Oberlippen einfach, zwei- oder dreizähnig und die Unterlippen immer zweizähnig enden. Die 10- bis 15-nervigen Kelche vergrößern sich mehr oder weniger stark bei einigen Arten bis zur Fruchtreife.
Die fünf  Kronblätter sind zu zygomorphen Blütenkronen verwachsen, die primär den familientypischen zweilippigen Aufbau der „Lippenblüten" aufweisen, aber die Unterlippe ist bei vielen Arten reduziert. Wenn die Unterlippe voll ausgebildet ist, dann ist sie ausgebreitet dreilappig, wobei der mittlere Lappen am breitesten und konkav ist und die seitlichen Lappen ausgebreitet oder zurückgebogen sind. Die ganzrandige oder zweispaltige Oberlippe ist gefaltet, gerade oder sichelförmig. Die fünf Kronblätter sind röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gerade, horizontal, nach oben gebogen oder oben geweitet und kann innen Haare besitzen. In der Kronröhre können kleine Schuppen (Squamula), zwei bis vier Papillae oder ein Haarkranz oberhalb des Fruchtknotens vorhanden sein.  Die Farben der Blütenkronblätter reichen von Weiß bis Gelb sowie von Rot über Rosafarben bis Violett und Blau. Rotblühende Arten ohne Gelenkmechanismus sind üblicherweise vogelbestäubt, je nach geografischer Verbreitung zum Beispiel in Südamerika von Kolibris. Blau- und violettblühende Arten mit Gelenkmechanismus sind meist bienen- oder hummelbestäubt. Übergänge und Ausnahmen sind jedoch möglich. Zwei der vier Staubblätter sind zu sehr kleinen Staminodien reduziert; manchmal fehlen Staminodien. Der Aufbau der Staubblätter weicht stark von dem aller anderen Gattungen der Familie  Lamiaceae. Die zwei freien,  fertilen Staubblätter besitzen kurze, horizontale oder aufrechte Staubfäden. Bei vielen Arten, vor allem bei den von  Bienen und Hummeln bestäubten, haben die Staubblätter ein Gelenk ausgebildet, das den Pollen auf den Insektenkörper platziert. Dabei bleibt im Wachstum die primäre Spitze des Filaments dünn und wird von umliegendem Gewebe umwachsen, sodass sich eine sekundäre Filamentspitze bildet. Das Konnektiv wächst aus und trennt die beiden Theken räumlich. Die jeweils untere der Theken ist oftmals kleiner bis zu einer sterilen Platte reduziert, sodass der Pollen nur noch von den Theken am Blüteneingang gebildet wird. Bei vogelbestäubten Arten ist dieses Gelenk meist nicht (mehr) vorhanden. Die sekundäre Filamentspitze ist teilweise reduziert und das Gelenk somit destabilisiert oder die Filament-Konnektivverbindung ist nicht mehr so gestaltet, dass eine Drehung möglich ist. Der Diskus ist im vorderen Bereich leicht verdickt oder ringförmig. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen  Fruchtknoten verwachsen; er ist durch falsche Scheidewände in vier Kammern gegliedert. Der lange, dünne Griffel ist zweigabelig und endet im Querschnitt abgeflachten oder stielrunden, im Umriss pfriemlichen, linealischen oder kreisförmigen Lappen; sie können beide gleich sein oder der vordere ist länger und der hintere kann reduziert sein.
Früchte
Die Klausenfrüchte zerfallen in vier glatte, kahle, ellipsoide bis mehr oder weniger kugelige, länglich-eiförmige oder dreikantige, oft braune, einsamige Teilfrüchte mit oder ohne Nerven auf der Oberfläche, die meist bei Feuchtigkeit schleimig sind.




WALDERDBEERE

Die Walderdbeere, auch Monatserdbeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Erdbeeren innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Walderdbeere dient dem Menschen schon lange als Nahrung, wie auch die botanische Artbezeichnung ausdrückt. Sie wird außerdem als Heilpflanze verwendet und wurde in der mittelalterlichen Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet. Als weiterer Trivialname ist „Buscherdbeere" belegt.  
Die Wald-Erdbeere ist keine Wildform der  Gartenerdbeere.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blasen- und Nierengrieß, Durchfall
wissenschaftlicher Name:
Fragaria vesca
englischer Name:
Strawberry
Sammelzeit:
Mai bis August

Anwendung
Pflanzenheilkundliche
Verwendung
Aufgrund des Gerbstoffgehaltes werden Erdbeerblätter als Heilmittel bei Durchfall verwendet. Die jüngeren Erdbeerblätter werden auch als Ersatz für Schwarzen Tee verwendet. Zur Teebereitung werden fein geschnittene und getrocknete Blätter mit kochendem Wasser übergossen und nach einigen Minuten abgeseiht. Bei Durchfall wurde das mehrmaltägliche Trinken dieses Tees empfohlen. In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Arzneimittel Codex 2008 sind Erdbeerblätter als Fragariae folium monographiert. Das Bundesgesundheitsamt beurteilt die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wie folgt: „Da die Wirksamkeit bei den beanspruchten Anwendungsgebieten nicht ausreichend belegt ist, kann eine therapeutische Anwendung nicht befürwortet werden. Gegen eine Anwendung als Fülldroge in Teemischungen bestehen keine Einwände. Die Anwendung von Erdbeerblättern als Teedroge ist im Übrigen dem Lebensmittelbereich zuzuordnen."
Carl von Linné, der berühmte schwedische Botaniker, der im 18. Jahrhundert lebte, soll sich durch eine Kur mit Erdbeerblättertee und frischen Walderdbeeren von der Gicht befreit haben.
Verwendung als Nahrungsmittel
„Die Köch seind der Erdbeeren auch gewar worden, machen gute Müßlein darauß", schrieb Hieronymus Bock über die Walderdbeere. Aus  archäologi-schen Funden weiß man, dass Walderdbeeren schon lange zu den von Menschen gesammelten Früchten gehören. In der  Antikewurden sie von römischen Dichtern gepriesen.  Ovid, Plinius und Vergil haben dieser Pflanzenart bereits Zeilen gewidmet. Im Mittelalterwurden Walderdbeeren ab dem  14. Jahrhundertgroßflächig angebaut, ohne jedoch die Fruchtgröße merklich steigern zu können. Die Entdeckung der großfrüchtigeren  Chile-Erdbeere und die darauffolgende Kreuzung mit der amerikanischen  Scharlacherdbeere führten dazu, dass die Walderdbeere seit dem  18. Jahrhundert fast nicht mehr kultiviert wurde. Später züchtete man wieder mit der Walderdbeere, wodurch als Kulturform der Walderdbeere die Monatserdbeere entstand. Mit Walderdbeeren werden auch heute noch gelegentlich  Konfitüren und Marmeladen aromatisiert. Die grünen Kernchen der Früchte enthalten einen Bitterstoff, der erst nach ein paar Minuten beim Kochen zum Vorschein kommt. Konfitüre ausschließlich aus Walderdbeeren kann dadurch bitter schmecken.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Die Walderdbeere ist eine wintergrüne, mehrjährige  krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von meist 5 bis 25 Zentimetern und ist damit im Wuchs kleiner als die Gartenerdbeere. Die Laubblätter stehen in einer  grundständigen Rosette zusammen.
Generative Merkmale
Die Blüten erscheinen in den Monaten April bis Juni, und im Laufe des Sommers reifen sie heran. Bei ausreichend starkem Sonneneinfall tragen einzelne Pflanzen auch bis zum Winterfrost Blüten und Früchte. Die Stängel tragen jeweils nur wenige Blüten. Die zwittrigen Blüten sind  radiärsymmetrisch und fünfzählig. Jeweils fünf kleine Außen kelchblätter umgeben eine Blüte. Ein zweiter, alternierender Kreis wird von den eigentlichen Kelchblättern gebildet. Die Blüte hat fünf weiße Kronblätter. Es sind etwa 20 gelbe  Staubblätter vorhanden. Die Fruchtblätter haben eine gelbgrüne Farbe. Die Blüten sind vorweiblich, womit eine  Selbstbestäubung verhindert wird.


BACHBLÜTEN
Ich denke ständig an die Vergangenheit (16 Honeysuckle)
-
Diese Menschen denken ständig an das Vergangene  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte gehen die Gedanken nicht mehr so oft bis kaum mehr in die
 Vergangenheit   


BACHBLÜTEN
Ich bin nicht belastbar, weil ich total erschöpft bin (17 Hornbeam)
-
Diese Menschen sind nicht oder gar nicht belastbar, da sie komplett erschöpft sing
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden sie wieder belastbar, da sie nicht mehr erschöpft sind


ERNÄHRUNG
Eiweißquellen pflanzlichen Ursprungs
Besonders eiweißreich sind Hülsenfrüchte und deren Produkte wie Tofu, Tempeh, Lopino, Miso und Sojasauce. Weizengluten oder auch Seitan genannt, ist ebenfalls ein pflanzliches Eiweißprodukt, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut und auch Vollkornweizen oder aus Dinkel hergestellt wird.


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