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17.04.2020

tägliche News > April > 13.04.20 - 19.04.20
Thymian
Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion. Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer lässt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten. Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stängel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Povencalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen. Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane. Er wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Eigenschaften: anregend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend, Atemwege: Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Reizhusten, Krampfhusten, Asthma, Erkältung, Halsentzündung, Heiserkeit, Kehlkopfkatarrh,  Luftröhrenkatarrh, Zahnfleischentzündung, Verdauungssystem: Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Blähungen, Magenbeschwerden, Durchfall, Mundgeruch, Leberschwäche, Stoffwechsel: Rheuma, Gicht, Harnapparat: Nierenentzündung, Blasenentzündung, Blasenschwäche, Frauenheilkunde: Menstruationsfördernd, Menstruationsstörungen, Unterleibskrankheiten, Periodenkrämpfe, Eisprung fördernd, Geburtserleichternd, Wechseljahresbeschwerden, Nervensystem: Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Alpträume, Epilepsie, Kater, Bewegungsapparat: Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen, Haut: Schwer heilende Wunden, Entzündete Wunden, Ekzeme, Schnittwunden, Pickel, Furunkel, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose
wissenschaftlicher Name: Thymus vulgaris
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Thyme
volkstümliche Namen: Chölm, Demut, Echter Thymian, Garten-Thymian, Immenkraut, Kunerle, Römischer Quendel, Spanisches Kudelkraut, Welscher Quendel, Zimis
Falsche Schreibweisen: Tymian
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, u.a. Thymol, Kampfer, Carvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpinen, Bitterstoff, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin, Salicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Zink
Sammelzeit: April bis Oktober
 
Anwendung
Sehr lecker schmeckt Thymian als Gewürz in der mediterranen Küche. Dort trägt er unauffällig zur Gesundheit bei. Er ist aber auch eine vielseitige Heilpflanze, die fast gegen das komplette Spektrum üblicher Beschwerden helfen kann.
Atmungsorgane
Der wichtigste Einsatzbereich des Thymians sind Erkrankungen der Atmungsorgane. Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Thymian Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. Die krampflösende Eigenschaft hilft bei Spasmen beim Husten, was den Thymian auch gut gegen Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. Außerdem löst der Thymian den Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann. Bei Husten oder anderen Problemen der Atmungsorgane kann man den Thymian als Tee oder Tinktur einnehmen.
Verdauungssystem
Durch seine ätherischen Öle und die Bitterstoffe hat der Thymian eine günstige Wirkung auf die Verdauungsorgane. Man kann ihn zur Stärkung der Verdauungsvorgänge als Gewürz oder als Tee einnehmen. Thymian hilft auch gegen Blähungen und Sodbrennen. Außerdem kann man ihn gegen Leberschwäche einsetzen.
Frauenheilkunde
Vor allem die Volksheilkunde betrachtet den Thymian als ein Frauenkraut. Durch seine krampflösende Fähigkeiten kann der Thymian Menstruationskrämpfe lindern. Er kann auch die Menstruation fördern und den Zyklus regulieren. Thymian regt außerdem den Eisprung an. Da er außerdem östrogenartige Substanzen enthält, ist der Thymian eine hilfreiche Pflanze gegen Wechseljahresbeschwerden. Die Geburt kann durch Thymian erleichtert werden.
         Achtung! Thymian   sollte nicht in großen Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden.
Nervensystem  
Auf das Nervensystem hat der Thymian eine beruhigende Wirkung. Man kann ihn bei Einschlafstörungen und Alpträume als Tee trinken. Früher wurde er sogar bei Epilepsie verwendet. Auch gegen Katzenjammer nach ausgedehnten Trinkgelagen soll er helfen. Vor einer Weile wurde sogar eine Wirkung des Thymians gegen Lepra entdeckt.
Tee
Einen Thymiantee bereitet man folgendermaßen: Man übergießt einen Teelöffel Thymiankraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Tee fünf Minuten ziehen. Man kann den Tee mit Honig süßen, um die Wirkung noch zu verstärken. Diesen Tee trinkt man in kleinen Schlucken und lässt auch den Dampf des Tees auf sich wirken.
Äußerlich - Bewegungsapparat
Bei Verletzungen des Bewegungsapparates, wie Verstauchungen, Quetschungen usw. kann man Einreibungen mit Thymiantinktur durchführen. Auch bei rheumatische Gelenkschmerzen helfen Thymian-Tinktur-Einreibungen.
Äußerlich - Hautprobleme
Äußerlich kann man bei Hautprobleme in Thymian-Aufgüssen baden, Kompressen auflegen oder das ätherische Öl verdünnt oder unverdünnt einsetzen. Thymian hilft gegen schlecht heilende und entzündete Wunden und Ekzeme. Auch bei frische Wunden und Schnittverletzungen kann man den Thymian einsetzen. Außerdem hilft Thymian gegen unreine Haut, Pickel und Furunkel. Thymiantee oder -tinktur kann man auch zum Spülen bei Entzündungen im Mundraum verwenden.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl des Thymians setzt sich aus unterschiedlichen Substanzen zusammen, beispielsweise das hochwirksame Thymol und das mildere Linalool. Je nach Standort und Sorte ist die Zusammensetzung der ätherischen Öle unterschiedlich. In der Duftlampe eignet sich Thymian zur Raumreinigung und zur Befreiung der Atemwege. Verdünnt in Öl (1:100) kann man das ätherische Öl für Einreibungen verwenden.
Dampfbad
Als Dampfbad desinfiziert er die Atmungsorgane und erleichtert die Atmung. Auch bei Hautunreinheiten hilft so ein Dampfbad
 
Geschichtliches
Der Name "Thymian" kommt möglicherweise vom altägyptischen Wort "Tham", das eine stark duftende Pflanze bezeichnete, die zur Einbalsamierung verwendet wurde. In Griechenland wurde aus "Tham" das Wort "Tymon" und später in Rom der Name "Thymus". Schon Plinius Secundus beschrieb den Thymian als Heilpflanze. Im 11. Jahrhundert wurde der Thymian von Benediktinermönchen nach Mitteleuropa gebracht und dort in den Klostergärten angebaut. Von dort aus gelangte der Thymian in die Bauerngärten. Hildegard von Bingen und Albertus Magnus empfahlen den Thymian als wertvolle Heilpflanze.

Pflanzenbeschreibung
Thymian ist eine kleiner mehrjähriger Halbstrauch, aus der Familie der Lippen-blütler, der ursprünglich in den Mittelmeerländern heimisch ist. Bis zu 50 cm wird der Thymian hoch und wenn er genügend Platz hat, kann er nach ein paar Jahren etwa einen halben Quadratmeter Fläche beanspruchen. Die Stängel verholzen im Laufe eines Jahres. An den Stängeln wachsen kleine ovale, dunkelgrüne Blätter, die stark duften. Die Blätter von winterharten Sorten bleiben das ganze Jahr über grün, können also auch im Winter noch für den direkten Bedarf geerntet werden. Die Blüten des Thymians sind klein und hellrosa. Sie wachsen in Kugeln oder Ähren an den Spitzen der Stängel.

Anbautipps
Ursprünglich war der Thymian nicht frosthart, aber inzwischen gibt es Sorten, z.B. "Deutscher Winter", die den Winter in Mitteleuropa problemlos überstehen und sogar immergrün sind. Die winterharten Sorten gedeihen gut in Gärten, bevorzugt auf magerem Boden bei voller Sonne. Auch in Töpfen und Schalen kann man den Thymian anpflanzen, dann darf man ihn aber nicht zu sehr austrocknen lassen, im Gegensatz zum Anbau im Freiland, wo ihm Trockenheit meistens nicht viel ausmacht. Man kann den Thymian ansäen oder fertige Pflanzen kaufen und in den Garten pflanzen. Wenn man den Thymian selbst ansät, dann sät man ihn am besten im zeitigen Frühjahr in Töpfen an. Als Erde nimmt man Anzuchterde vermischt mit etwas Sand. Die Samen werden auf die angefeuchtete Erde gesät und mit etwa zwei Zentimeter Erde bedeckt. Die Deckerde gut anfeuchten, aber nicht durchnässen. Während der Keimdauer muss die Erde immer leicht feucht gehalten werden. Nach etwa zehn Tagen bis drei Wochen keimen die kleinen Thymian-pflanzen. Die jungen Thymianpflanzen brauchen möglichst viel Licht und wollen ins Freie, sobald der Frühling es zulässt. Wenn die Thymianpflanzen etwa zehn Zentimeter groß sind, kann man sie ins Freiland pflanzen oder in größere Töpfe umtopfen. Im ersten Jahr ist der Thymian noch recht zart und sollte nur vorsichtig beerntet werden. Erst ab dem zweiten Jahr gewinnt er Thymian deutlich an Kraft und Größe.
 
Sammeltipps
Den Thymian erntet man vor, während oder nach der Blütezeit und bindet ihn zu kleinen Sträußen. Diese Sträuße hängt man an einen schattigen, aber zugigen und warmen Ort, damit sie schnell trocknen können. Sobald die Blätter trocken sind, kann man sie von den Stängeln abrebeln. Die Aufbewahrung sollte trocken und möglichst kühl und lichtgeschützt erfolgen.

Wirbeldost
Der Wirbeldost ist ein rosa blühender Lippenblütler mit schwachem aromatischem Duft. Die Blätter eignen sich für Tees und Salate, die eine schwache Verdauung und empfindlichen Magen stärken. Auch bei Bienen und Schmetterlingen ist der Wirbeldost beliebt, daher ist diese anspruchslose sonnenliebende Pflanze gut für den Naturgarten geeignet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: adstringierend, appetitfördernd, herzwirksam, magenstärkend, schleimlösend, schweißtreibend, windtreibend
Anwendungsbereiche: Blähungen, Herz, Magen, Verdauung
wissenschaftlicher Name: Clinopodium vulgare, Satureja vulgaris
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Common Savory, Wild Basil
volkstümlicher Name: Borsten-Bergminze, Borstige Bergminze, Gemeine Kölme, Wirbeldost
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Betulin, Caryophyllene, Germacren
Sammelzeit: April-Juli

Anwendung
Gewürz
Die frischen oder getrockneten Blätter können als Gewürz Speisen zugegeben werden, hilft bei der Verdauung. Die frischen Blätter können Salaten beigegeben werden.
Tee
1 Teelöffel mit 250ml kochendem Wasser übergießen, abdecken und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Stärkt die Verdauung.
Medizinische Verwendung
Der Wirbeldost wird in der Volksmedizin als stopfendes, herzstärkendes, wind- und schweißtreibendes, schleimlösendes Mittel eingesetzt. In der bulgarischen Volksmedizin wurde der Wirbeldost zur Wundheilung verwendet. Opalchenova und Opreshkova untersuchten seine antibakteriellen Wirkungen. Ein anderes bulgarisches Team, Dzhambazov, Daskalova, Monteva und Popov untersuchte die Wirkungen eines Clinopodium vulgare-Extraktes zur Hemmung des Tumorwachstums. Junge Triebe vom Wirbeldost enthalten Betulin. Betulin ist antientzündlich, antibakteriell, antiviral, hepatoprotektiv und antitumoral. Damit wird der Wirbeldost zu einer interessanten Heilpflanze.
Weitere Verwendungen
Die frischen oder getrockneten Blätter können als Gewürz Speisen zugegeben werden, sie helfen bei der Verdauung. Die frischen Blätter können Salaten beigefügt werden. Außerdem kann das Kraut als Teerersatz und zur Gewinnung von gelben und braunen Farbstoffen verwendet werden.

Geschichtliches
Wurde vor allem als Gewürz und zum Aromatisieren von Tees oder als Tee-Ersatz genutzt. Die Blätter dienten als gelb-brauner Farbstoff. Wird heute in Natur- und Wildgärten als Nektarquelle für Schmetterlinge und Bienen angebaut.

Pflanzenbeschreibung
Der Wirbeldost ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an sonnigen Stellen, Wegrändern, Gebüschsäumen und Waldlichtungen. Die mehrjährige behaarte Pflanze wird zwischen 40 und 80 Zentimeter hoch. Die gegenständigen Blätter sind oval bis länglich und bis 5 cm lang. Die rosaroten bis dunkelrosa-roten Lippenblüten erscheinen zwischen Juli und September. Die Blüten sind etwa 2cm groß und befinden sich an dichten Scheinquirlen. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in Nüßchen.
Verwechslungsmöglichkeit
Nichtblühende Pflanzen ähneln dem Oregano. Im Unterschied zum Oregano sind beim Wirbeldost die Laubblätter auf der Unterseite nicht punktiert.

Anbautipps
Im Frühling aussäen und nur ganz leicht mit Erde bedecken. Der Standort sollte sonnig sein und keine Staunässe haben. Der Wirbeldost verbreitet sich über den ausläuferartigen Wurzelstock von selbst weiter.

Sammeltipps
Die frischen Blätter für Salate. Kraut mit den Blätter für Tees an einem luftigen Ort im Bündel trocknen. Die getrockneten Blätter vom Kraut abstreifen.

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