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Stevia
Stevia rebaudiana (syn. Eupatorium rebaudianum), auch Süßkraut, Süßblatt, Honigkresse oder Honigkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Stevien (Stevia) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Pflanze wird schon seit Jahrhunderten wegen ihrer starken Süßkraft als Süßstoff Stevia verwendet. Im November 2011 wurden die hauptsächlich aus Steviosid bestehenden Steviolglycoside durch die Europäische Kommission formell als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Zuvor wurde im April 2010 von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eine positive Bewertung zur Sicherheit von Steviolglycosiden veröffentlicht, welcher ein gemeinsamer Antrag von Morita Kagaku Kogyo Co. (Japan), Cargill Incorporated (USA) und der European Stevia Association (EUSTAS, Spanien) vorausgegangen war.
Stevia ist in Südamerika heimisch. Seine Blätter haben eine sehr starke Süßkraft ohne die von Zucker bekannten Kalorien zu haben. In der EU und in den USA ist Stevia als Zuckerersatz verboten, angeblich weil es noch nicht gründlich genug untersucht ist. Im eigenen Garten kann man jedoch Stevia-Pflanzen anziehen.
Stevia ist ein aus der Pflanze Stevia rebaudiana (Süßkraut, auch Honigkraut) gewonnenes Stoffgemisch, das als Süßstoff verwendet wird. Es besteht hauptsächlich aus Steviolglycosiden, wie dem Diterpenglycosid Steviosid (ungefähr 10% der Trockenmasse der Blätter), Rebaudiosid A (2 bis 4 %) und sieben bis zehn weiteren Steviolglycosiden. Die Anteile der enthaltenen Steviolglycoside unterscheiden sich nach Anbaugebiet und Pflanzensorte. Weitere Anteilsabweichungen entstehen, da Hersteller von Tafelsüße auf Steviolglycosid-Basis meist den Rebaudiosid-A-Anteil wegen des zuckerähnlichen Geschmacks erhöhen. Dem lakritzartigen Geschmack der Pflanze wird bei der Herstellung des Süßstoffgemisches durch Isolierung der süßenden Bestandteile und anschließende Komposition entgegengewirkt. Steviaprodukte können – als reines Rebaudiosid A – eine bis zu 450-fache Süßkraft von Zucker haben, sind nicht kariogen und für Diabetiker geeignet. Steviolglycoside sind als E 960 in der EU seit dem 2. Dezember 2011 als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Ein Jahr vor der Zulassung konnte aus Studien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für Stevia weder eine Genotoxizität noch eine krebserregende Wirkung nachgewiesen werden. Auch negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsorgane des Menschen konnten nicht festgestellt werden, was die Voraussetzung zur EU-Zulassung war. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag der Morita Kagaku Kōgyō K.K. (Japan), der CargillIncorporated (USA) und der EUSTAS (European Stevia Association, Spanien).
Stevia (Stevia rebaudiana), das auch Süßkraut oder Honigkraut bekannt sich, hat in sich in den letzten Jahren zu einer echten Berühmtheit entwickelt. Als Alternative zu Zucker findet die Pflanze mittlerweile in vielen Haushalten Verwendung, gerade auch bei Menschen, die Zucker nur schlecht verwerten können. Doch nicht nur in der Küche wird Stevia benutzt, sondern auch als Heilkraut.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bluthochdruck, Diabetes, Gicht, Herzschwäche, Infektionen, Sodbrennen, Zuckerersatz, Übergewicht
wissenschaftlicher Name: Stevia rebaudiana
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
  
Verwendung
Stevia ist eine seit Jahrhunderten bekannte Pflanzenart, die auch als ein natürlicher Süßstoff bezeichnet werden kann. Ihre Inhaltsstoffe, häufig auch Stevioside genannt, werden vor allem in Asien als Zuckerersatz zum Süßen von Tees und Nahrungsmitteln verwendet. So produzierte Korea schon 1973 Stevia für den japanischen Markt, wo der Süßstoff der Stevia-Pflanze inzwischen 40% des Zuckerersatzstoffmarktes ausmacht.
Im Vergleich zum Rübenzucker sind Stevia-Blätter 30-mal, und der darin enthaltene süßende Stoff, Steviosid, ist in reiner Form sogar 150- bis 300-mal süßer. Dabei enthält das Blatt nur ein 300stel des physiologischen Brennwerts der süßkraftäquivalenten Menge von Haushaltszucker. Der Vorteil von Stevia gegenüber dem Süßstoff Aspartam ist, dass er auch ausreichend temperaturstabil ist und daher auch zum Backen und Kochen verwendet werden kann. In getrocknetem Zustand können die Blätter über Jahre aufbewahrt werden.
Zulassung als Lebensmittel in Europa
Nachdem ein Expertengremium der UN im Juni 2008 Süßstoff aus Stevia gesundheitliche Unbedenklichkeit attestiert hat, wurden in der Schweiz erste Einzelanträge zur Verwendung von Süßstoff-Zusatz aus Stevia bewilligt. So wurde Stevia in der Schweiz für einzelne Produkte wie Schokolade oder Eistee bewilligt. Des Weiteren ist Stevia (flüssig, Tabs, Pulver) in der Schweiz mittlerweile auch in Apotheken und Drogerien, seit März 2010 selbst in einigen Supermärkten erhältlich.
In der EU ist der aus den Steviablättern gewonnene Süßstoff ab dem 2. Dezember 2011 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Frankreich hatte bereits zuvor als erster EU-Staat per Dekret eine vorläufige Zulassung für Süßstoffe aus der Pflanze Stevia rebaudiana ausgesprochen. Die EU-Zulassung sieht für die verschiedenen Lebensmittel und Getränke Höchstwerte an Steviosid vor. Vor der Zulassung bestand bereits ein reger Internethandel mit Steviapräparaten, wobei diese, um das Verbot bzw. die Strafbarkeit zu umgehen, z. B. (wegen ihrer gleichzeitigen AntiKaries-Wirkung) als Zahnpflegemittel deklariert wurden.
Medizinische Bedeutung
Inhaltsstoffe
Man stellte in den Blättern der Stevia rebaudiana über 100 pflanzliche Wirkstoffe fest. Diese gehören vor allem zu den Gruppen der Terpene und Flavonoide. Die Bestandteile, die für die Süße der Stevia verantwortlich sind, wurden 1931 dokumentiert. Dabei handelt es sich um acht bis dahin unbekannte Glycoside. Der Gehalt an Steviosid in der frischen Pflanze liegt zwischen 3,7 und 4,8%. In getrocknetem Zustand enthalten die Blätter durchschnittlich 7% Steviosid, wobei die Werte je nach Jahr und Kulturmethode zwischen 2 und 22% schwanken. Neben Steviosid ist in getrockneten Blättern auch das besser wasserlösliche und um etwa 30 % süßere Rebaudiosid A mit 1,5 bis 4 und teils bis 10 % enthalten. Des Weiteren sind noch 1 bis 2% Rebaudiosid C und 0,2 bis 0,7 % Dulcosid enthalten.
Stevia als Heilkraut
Stevia ist der Urbevölkerung Südamerikas schon lange Zeit als Heilkraut bekannt. Dort wurde es bei verschiedenen Beschwerden wie Bluthochdruck, Sodbrennen oder Übergewicht eingesetzt. Hierzu gibt es einige wissenschaftliche Studien, die sich mit diesen Beschwerden auseinandersetzten.
Stevia verfügt über zahlreiche medizinisch nützlichen Eigenschaften. In wissenschaftlichen bzw. klinischen Studien wurde das Kraut auf seine heilkundliche Eignung untersucht und bewertet. Heute lassen sich die Heilwirkungen des Stevias wie folgt zusammenfassen: antioxidativ, antibakteriell, pilzhemmend, krebshemmend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend
Die in Südamerika und teilweise Asien häufig in der Volksmedizin eingesetzte Heilpflanze, soll vor vor allem bei der Behandlung chronischer Erkrankungen nützlich sein. Stevia steht dabei im besonderen Fokus bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und chronischen Nierenerkrankungen zu helfen. Hierzu sind jedoch noch weitere medizinische Studien notwendig, um die genauen Stoffwechselprozesse der zahlreichen Inhaltsstoffe nachvollziehen zu können.
Im Bezug auf die antibakteriellen Eigenschaften von Stevia rebaudiana konnte in Laborversuchen festgestellt werden, dass das Kraut u.a. Staphylokokken sowie so genannte coliforme Keime im Wachstum hemmen kann.
Stevia findet unter anderem auch in der Zahnmedizin bzw. in der naturheilkundlichen Zahnpflege Anwendung. Das Kraut soll sich u.a. für Beschwerden wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) oder Karies helfen. Ebenfalls soll es helfen, lästigen Zahnbelag los zu werden. Verantwortlich ist hier der Stoff Steviosid, der auch einen großen Anteil an der Süße hat. Einige Hersteller bieten hierfür bereits Zahnpasten und andere Zahnpflegeprodukte auf Basis von Stevia an.
Nebenwirkungen
In der Vergangenheit gab es Bedenken, dass Stevia erbgutschädigende, mutagene und teilweise krebsstimulierende Eigenschaften aufweise. Hierzu gibt es jedoch mehrere Studien, die dies widerlegen konnten. Relativ gesichert ist, dass Stevia bei häufiger Anwendung das Hungergefühl positiv beeinflussen kann, wodurch häufiger Heißhungerattacken auftreten können.
Stevia und dessen Verwendung
Das im Stevia enthaltende Steviosid ist für den süßlichen Geschmack verantwortlich. Neben zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten in der Küche, wird es in der Volksmedizin auch als Heilkraut genutzt.
Stevia als Küchen- und Würzkraut
Steviablätter schmecken sehr süß. Die Süßkraft gegenüber handelsüblichen Zucker bei gleicher Menge beträgt etwa das 30-fache. Folglich sollte es nicht überdosiert werden, da es sonst einen eher süßlich-bitteren Geschmack entfaltet. Gegenüber Zucker ist der Verzehr von Stevia nahezu kalorienarm, weswegen es auch auf vielen Diätplänen vorzufinden ist.
Stevia wird meistens für Süßspeisen aller Art sowie zur Süßung von Getränken verwendet. In der EU wurde Stevia als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Als Zutat erkennt man Stevia meist als E 960. Traditionell wird es für die Süßung von Matetee verwendet. Da der Süßstoff hitzestabil ist, kann er auch zum Backen und Kochen verwendet werden. Die Blätter sollten am besten mit einem Mörser oder mit einer Kräuterhacke zerkleinert werden, um sie besser portionierbar zu machen.
Besonders wertvoll ist Stevia, neben dem aztekischen Süßkraut, für Menschen, die Schwierigkeiten haben richtigen Zucker zu verwerten (z.B. Diabetiker). Es gibt mittlerweile eine Reihe unterschiedlicher Ersatzprodukte, die allein mit Stevia gesüßt sind.
Traditionelle Überlieferungen
Von den Guaraní und aus brasilianischen und paraguayischen Traditionen wird überliefert, dass Stevia auch als Arznei verwendbar sei. Stevia soll herzstärkend wirken, außerdem gegen Übergewicht, Bluthochdruck und Sodbrennen wirksam sein. Untersuchungen zur Wirkung von Steviaextrakten auf die Sterilität bei der Ratte zeigten keine einheitlichen Ergebnisse. Erste Hinweise stammen aus den 1960er Jahren. Die Wirkung von Stevia auf die Fertilität (Fruchtbarkeit) gilt daher als wissenschaftlich nicht erwiesen und wird kontrovers diskutiert.
Positive Eigenschaften
In Studien konnten blutdrucksenkende, blutzuckersenkende, antimikrobielle und gefäßerweiternde Eigenschaften beobachtet werden. In Japan und Südamerika wurden keine negativen Wirkungen beobachtet. Stevia ist auch für Diabetiker geeignet und erhöht nicht den Blutzuckerspiegel. Sie hat eine plaquehemmende Wirkung und ist darum vorbeugend gegen Karies und damit zahnfreundlich. Es wurde keine Abhängigkeit beobachtet.
 
Herkunft und Geschichte
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Paraguay in Südamerika. Seit Jahrhunderten wird Stevia rebaudiana schon von der indigenen Bevölkerung Brasiliens und Paraguays als Süßstoff und Medizin verwendet. Die Guaraní-Indianer nennen es ka'a he'ẽ (Süßkraut) und nutzen es, um ihren Mate zu süßen. Die Europäer lernten Stevia rebaudiana im 16. Jahrhundert kennen, als die spanischen Konquistadoren darüber berichteten, dass die südamerikanische Bevölkerung die Blätter einer Pflanze benutze, um Kräutertee zu süßen. Wissenschaftlich untersucht wurde die Pflanze erstmals um 1888 durch den aus dem Tessin nach Paraguay ausgewanderten Botaniker Moisés Santiago Bertoni, der 1899 auch die erste Beschreibung verfasste.
 
Beschreibung
Stevia rebaudiana ist eine mehrjährige, wärmeliebende, krautige Pflanze, die aus den Subtropen stammt, nicht frosthart ist und deshalb meist als einjährige Pflanze kultiviert wird. Sie wächst 70 bis 100 cm hoch und besitzt 2 bis 3 cm lange Laubblätter. Die Blätter sind gegenständig. Stevia ist eine Kurztagspflanze. Sie blüht weiß, die Blütenkörbchen sind zu Trugdolden zusammengefasst und endständig. Die windbestäubte Stevia rebaudiana ist selbststeril. Die Keimquote der Samen liegt selbst bei frischen Samen nur bei etwa 13 bis 15 Prozent. Stevia rebaudiana keimt nur aus Saatgut, welches nicht älter als ein halbes Jahr ist.
Herkunft und Vorkommen von Stevia
Stevia hat seinen Ursprung in Südamerika, wo sie den Ureinwohnern in Paraguay wohl bekannt war. Dort wird die Pflanze im Übrigen „caa-hee“ (Honigblatt) genannt. Im Zuge der spanischen Eroberungen wurde das Kraut entdeckt und schließlich nach Europa gebracht.
Im natürlichen Verbreitungsgebiet wächst die Steviapflanze vor allem auf tonig bis schluffigen Böden in eher warm-feuchten Lagen. Wild kann sie heute vor allem in Argentinien, Brasilien und Paraguay gefunden werden.
Heute wird Stevia auf vielen Kontinenten erfolgreich kultiviert. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage, finden sich typische Anbaugebiete in vielen Ländern Südamerikas, in Afrika (u.a. Äthiopien) sowie in Asien (z.B. Indien, China, Korea).
Systematik von Stevia rebaudiana
Stevia (Stevia rebaudiana) gehört zur Familie der Korbblütler und damit Vertreter einer sehr kräuterreichen Familie. Zu dieser Familie gehört u.a. der Löwenzahn, die echte Kamille oder dem Olivenkraut. Die Pflanze gehört in der engeren Zuordnung zur Gattung der Stevien, die zwischen dem südlichen Nordamerika über Zentralamerika bis nach Südamerika beheimatet sind. MIt mehr als 250 Arten ist diese Gattung sehr artenreich.
Merkmale von Stevia
Stevia ist eine im ursprünglichen Herkunftsgebiet mehrjähige und frostmeidende Pflanze. Das Kraut erreicht Wuchshöhen zwischen 60 und 100 cm, wobei sie bei uns meistens kleiner wird. Stevia hat flachgründige, kaum verzweigte Wurzeln mit einem nur spärlichen Feinwurzelsystem. Das Kraut ist ein typischer Flachwurzler.
Die auch als Honigkraut bezeichnete Pflanze trägt lange, gezackte, hell- bis dunkelgrüne und durchaus große Blätter (bis zu 5 cm Durchmesser), die sich gegenständig gegenüber stehen. Die Blätter enthalten zahlreiche Drüsen, die den begehrten Süßstoff beinhalten und mit der Zeit nach Außen abgeben. Der Stängel bzw. die Sproßachse der Pflanze ist meist leicht verholzt.
Die Blüten der Pflanze sind cremig weiß und unscheinbar. Die Blütenstände sind endständig, d.h. dass die Steviablüten sich am oberen Ende der Sproßachse befinden. Jeder Blütenkorb kann bis zu 150 Einzelblüten enthalten. Die Pflanze ist ein Windbestäuber.
Nach der Blütezeit, die meist zwischen Juni und September zu erwarten ist, entwickeln sich aus den Blüten typische Achänenfrüchte, die die dunkelbraunen bis fast schwarzen Samen enthalten.

Rainfarn t
Im Spätsommer fällt der Rainfarn mit seinen dunkelgelben, knopfartigen Blüten auf. An Wegrändern ist er häufig die letzte Blütenzierde des Sommerhalbjahrs. Der Duft des Rainfarns ist kräftig würzig, aber an ihm scheiden sich die Geister, denn manche Menschen riechen ihn gern und andere meiden diesen Geruch. Da manche Rainfarne giftig sind, wird er heutzutage kaum noch als Heilpflanze verwendet. Früher war er ein beliebtes Wurmmittel und wurde auch zur Stärkung der Verdauung eingesetzt.
Der Rainfarn, auch Wurmkraut genannt, ist eine in Mitteleuropa häufige Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler, deren Blütenkörbchen randliche Zungenblüten auffälligerweise fehlen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! aufgrund der möglichen Giftigkeit nur verdünnt, in Fertigpräparaten oder äußerlich anwenden! anregend, harntreibend, krampflösend, tonisierend, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Verdauungsfördernd, Magenkrämpfe, Eingeweidewürmer, Hämorrhoiden, Rheuma, Gicht, Menstruationsfördernd, Quetschungen, Verstauchung, Rheuma (äußerlich), Krampfadern, Furunkel, Hautreizungen, Insekten abwehrend,
wissenschaftlicher Name: Tanacetum vulgare, Chrysanthemum vulgare
englischer Name: Tansy
andere Namen: Gülden Knöpfle, Michelkraut, Rehfarn, Revierblume, Tannkraut, Westenknöpf, Wurmkraut, Wurmsamen
falsche Schreibweisen: Reinfarn
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Inhaltsstoffe: Pyrethrin, Thujon, Bitterstoff, Gerbstoff, Kampfer, Bittere Glykoside, Phytosterole, Parthenolid
Sammelzeit: Juli und August
 
Anwendung
Achtung! Da der Rainfarn   manchmal giftig ist, sollte man ihn besser nicht oder nur in geringer Dosis   in-nerlich einsetzen. Vom Rainfarn gibt es offenbar verschiedene Unterarten, von denen einige stark giftig sind. Sogar Todesfälle sind bekannt geworden. Es ist also Glücksache, ob man an einen ungiftigen oder einen giftigen Rainfarn gerät. Daher ist Vorsicht angeraten. Auch die Haut kann gereizt und   allergisch auf den Rainfarn reagieren.
Früher: Wurmmittel
Früher wurde der Rainfarn vor allem als Mittel gegen Würmer verwendet. Er treibt angeblich Madenwürmer und Spulwürmer aus. Da es heutzutage aber zuverlässigere und vor allem ungefährlichere Mittel gegen Würmer gibt, sollte man den Rainfarn nicht für diesen Zweck einsetzen.
Äußerlich
Äußerlich kann man den Rainfarn gegen stumpfe Verletzungen, wie Verzerrungen oder Quetschungen anwenden. Auch gegen Gelenkschmerzen soll der Rainfarn helfen. Dazu wendet man die Blüten oder das blü-hende Kraut des Rainfarns als Breiumschlag an.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
In den antiken Schriften ist der Rainfarn nicht zu finden. Die erste schriftliche Überlieferung findet sich im Capitulare Karls des Großen. Rainfarn wurde früher bei Wurmerkrankungen eingesetzt, allerdings rufen größere Mengen als 1 bis 3 Gramm Rainfarn Vergiftungserscheinungen hervor, so dass man heute im Falle von Wurmerkrankungen auf andere, wirkungsvollere und harmlosere Mittel zurückgreift. Verbreitet war auch seine Verwendung gegen Ungeziefer. Eine Waschung sollte Flöhe und Kopfläuse vertreiben. In der Tierheilkunde wird der Tee Kälbern und Kühen bei Durchfall verabreicht. Als Breiumschlag soll Rainfarn bei Quetschungen, Rheuma und Krampfadern helfen. Das Laub kann Hautreizungen verursachen. Rainfarnöl ist ein starkes Gift, dessen innere Anwendungen nicht unbedenklich sind, weil sie zu Allergien und Ver-giftungen führen können. Eine neuere Studie zeigt, dass Extrakte aus dem Rainfarn in der Lage sind in vitro Herpesviren zu hemmen.
Lausbekämpfung
Früher wurden lausbefallene Haare mehrmals mit einen Tee aus dem Rainfarn gewaschen, um die Läuse zu töten. Man kann wohl nicht davon ausgehen, dass diese Behandlungsform die Läuse zuverlässig bekämpft, obwohl der Rainfarn bestimmt eine gewisse Wirkung gegen Läuse und Flöhe hat. Bei Lausbefall reicht eine gewisse Wirkung jedoch nicht aus, denn man braucht eine zuverlässige und absolute Wirkung. Daher sollte man bei Lausbefall die vom Arzt verschriebenen Mittel verwenden.
Insektenabwehr
Insekten mögen offenbar den Geruch des Rainfarn nicht und halten sich daher von ihm fern. Man kann getrocknete Blätter und Blüten des Rainfarns ausstreuen, um Insekten zu vertreiben.
Verwendung als Duftpflanze
Die stark duftenden Blätter sowie die Blüten des Rainfarns, die insektenabweisende Wirkstoffe enthalten, wurden früher ausgestreut, um Ungeziefer fernzuhalten. Im kolonialen Nordamerika wurde Rainfarn in Särge gelegt und Leichentücher wurden mit Rainfarnextrakt getränkt. Rainfarn wurde auch angepflanzt, um den Kartoffelkäfer zu vertreiben. Nach einer Studie wurde dadurch der Kartoffelkäferbfall um 60–100% reduziert. Getrockneter Rainfarn wird in der Imkerei als Rauchmittel verwendet.
Rainfarn als Färbepflanze
Der Rainfarn wird auch als Färbepflanze verwendet. Die Blütenköpfe des Rainfarns ergeben zusammen mit dem Beizmittel Alaun einen dunkelgelben Farbton. Für die Beize werden 12 bis 20 g Alaun auf 100 g Wolle genommen. Dunkelgrün wird die Färbung mit einer Alaunvorbeize, Eisensulfat-Nachbeize und Ammoniak-Entwicklungsbad. Man braucht etwa 400 g frische Blüten für 100 g Wolle.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Rainfarn ist eine stark wuchernde, ausdauernde krautige Pflanze. Er erreicht eine Höhe von 60-130 cm. Er bildet ein Rhizom. Die wechselständigen, dunkelgrünen, länglichen, gefiederten Laubblätter duften stark. Die unteren Laubblätter sind gestielt, die oberen sitzend. Die ganze Pflanze enthält stark riechende ätherische Öle und Bitterstoffe, die die Einstellung zum Rainfarn zur Geschmackssache machen: Manche Menschen mögen dessen Geruch, andere fühlen sich davon abgestoßen. Er trägt von Juni bis September in doldenrispigen Gesamtblütenständen leuchtendgelbe, körbchenförmige Teilblütenstände. Insgesamt sehen die Blütenkörbchen wie Gülden Knöpfle oder Westenknöpfe aus (so lauten volkstümliche Namen); Kinder verwenden sie als Spielgeld. Die glatten Hüllblätter sind 4 mm lang und 2 mm breit. Es sind kei-ne Spreublätter vorhanden. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 1 cm, eine Höhe von 5 bis 6 mm auf und enthalten etwa 100 zwittrige Röhrenblüten. Die gelben Röhrenblüten sind bis zu 2,3 mm lang. Zungenblüten fehlen. Die glatten, fünfrippigen, etwa 1 mm langen Achänen besitzen meist keinen Pappus oder höchstens einen krönchenförmigen Saum.
Der Rainfarn ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an Wegrändern, Wiesen, Waldrändern, Schuttplätzen und lichten Gebüschen. Häufig kommt er zusammen mit Beifuß vor, denn beide lieben ähnliche Bedingungen. Der mehrjährige Rainfarn wird bis zu 1,50 Meter hoch, meistens ist er jedoch zwischen 50 Zentimetern und einem Meter groß. Aus dem Wurzelstock sprießen im Frühjahr meist mehrere Stängel. Diese Stängel verzweigen sich im Allgemeinen erst im oberen Bereich. Die Blätter stehen wechselständig am Stängel. Sie sind einfach- bis doppelt fiederschnittig und am Rand gezähnt. Die Blattwedel erinnern ein wenig an die Blätter vom Wurmfarn, was bestimmt ein Grund für den Namen des Rainfarns ist. Zwischen Juni und September blüht der Rainfarn. Seine gelben Blüten wachsen in Rispen in Doldenform. Sie sehen aus wie kleine, gelbe Knöpfe, denn sie bestehen ausschließlich aus Röhrenblüten. Die strahlenartigen Zungenblüten fehlen dem Rainfarn. Der Rainfarn hat einen kräftigen Geruch, den manche Menschen mögen und andere als abstoßend empfinden.

Bachblüten
Plötzliche unkontrollierbare Wutausbrüche, besonders bei Kindern: sie werfen sich auf die Erde, schlagen mit dem Kopf an die Wand (Cherry Plum)
Besonders bei Kinder zu beobachten, dass sie plötzliche unkontrollierbare Wutausbrüche haben, z.B. sie werden sich auf die Erde oder schlagen mit dem Kopf an die Wand
Mit der Blüte können diese Kinder ihre Wutausbrüche unter Kontrolle bringen
Bachblüten
Ich werde ungeduldig, wenn andere nicht auf mich eingehen (Chicory)
Diese Menschen werden leicht ungeduldig, wenn ihre Mitmenschen nicht auf sie eingehen
Sie können hier ihre Ungeduld wieder auf ein Minimum herunterfahren
Ohne Frühstück
So ein Essrhythmus hat meist zur Folge, dass die gesamte Ernährung eher unausgewogen ist. Dies wiederum kann dazu führen, dass das Gewicht langsam ansteigt.
Ein guter Start in den Tag beginnt mit einem ausgewogenen Frühstück. Denn morgens braucht man Energie für den kommenden Tag! Das hält den Blutzuckerspiegel stabil und beugt Müdigkeit, schlechte Laune und den Heißhunger vor.
Es lohnt sich also, dies Gewohnheit (wieder) zu (be)leben!      
Für den Energieverbrauch des Körpers über den Tag macht es keinen Unterschied, ob man frühstückt oder nicht.
Studien beweisen, dass es keinen Unterschied für die Gewichtszu- oder abnahme macht, ob man frühstückt oder nicht.
Morgens viel zu frühstücken, ohne das man hungrig ist, bringt dem Körper keine Vorteile. Die Hauptmahlzeit des Tages sollte am Mittag zu sich genommen werden.
Niemand muss frühstücken. Wer morgens gerne isst, sollte auf gesunde Lebensmittel zurückgreifen und nicht zu fett- oder zuckerhaltige Mahlzeiten zu sich nehmen.
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