Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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17.02.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Februar > 11.02.19-17.02.19


ROSSKASTANIE

Die Rosskastanie ist ein großer Baum, der in Parks und an Straßen wächst und dort angesichts seiner Größe eine dominierende Rolle spielt. Kinder kennen die Standorte von Kastanien meistens sehr gut, denn dort finden sie im Herbst die rotbraun glänzenden Kastanien, die sich herrlich glatt anfühlen und gut als Bastelmaterial zu verwenden sind. Rosskastanien haben auch vielfältige Heilwirkungen, von denen die herausragendste die Wirkung auf das Gefäßsystem ist. Daher eignet sich die Rosskastanie innerlich und äußerlich gegen Krampfadern, Hämorrhoiden, geschwollene Füße und auch gegen Arteriosklerose.
Die Rosskastanie wurde vom "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2008 gekürt.
Die Kastanie wird geehrt, weil sie seit Jahrhunderten eine wichtige Heilpflanze ist, deren Wirkstoffe inzwischen gut untersucht worden sind. Die Samen der Roßkastanie helfen vor allem gegen Venenerkrankungen, wie Krampfadern, weil ihre Wirkstoffe die Wände der Venen abdichten. Auch ihre Wirkung gegen Wadenkrämpfe und schwere Beine ist wichtig, weil diese Gesundheitsbeschwerden sehr verbreitet sind.
Die Rosskastanien sind eine Pflanzengattung in der Familie der  Seifenbaumgewächse. Die etwa zwölf Arten sind auf der Nordhalbkugel in Nordamerika und Eurasien heimisch. In Europa wird die Gewöhnliche Rosskastanie verbreitet als Park- und Alleebaum angepflanzt. Eine teilweise Namensübereinstimmung mit der Edelkastanie beruht auf einer oberflächlichen Ähnlichkeit der Früchte, nicht auf Verwandtschaft; beide gehören unterschiedlichen Familien an.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Krampfadern
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Augenringe, Fieber, Erkältung, Keuchhusten, Ödeme, Kreislauf stärkend, Arteriosklerose, Diabetes (unterstützend), Durchfall, Magenkrämpfe, Leberschwäche, Rheuma, Gicht,  Ischias, Nervenschmerzen, Ausfluss, Frostbeulen, Hautprobleme, Ekzeme, Geschwüre, Wunden, Lupus erythematodes, Venenerkrankungen, Venenentzündung, Offene Beine, Hämorrhoiden, Wadenkrämpfe, Schwere Beine, Geschwollene Beine
wissenschaftlicher Name:
Aesculus hippocastanum
Pflanzenfamilie:
Seifenbaumgewächse = Sapindaceae
englischer Name:
Chestnut
volkstümliche Namen:
Kastanie, Drusenkesten, Gichtbaum, Kestenbaum, Pferdekastanie, Saukesten, Zierkestenbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Rinde, Blüten, Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Aesculin, aescin, Alantoin, Angelinsäure, Bitterstoff, Kampferöl, Cholin, Cyanidin, Farbstoff, Flavone, Flavonglykoside, Fraxin, Gerbstoff, Gerb-säure, Cumarine, Linolensäure, Saponine
Sammelzeit:
Rinde: März, Blüten: Mai, Samen: September und Oktober

Anwendung
Die meisten Aesculusarten sind schnellwüchsige, dekorativ belaubte, mittelgroße bis große Bäume (nur wenige Arten sind strauchartig) mit auffallenden Blütenständen mit zahlreichen oft farbigen Blüten. Verschiedene Arten und ihre Sorten werden daher fast weltweit häufig als Park-, Allee- und  Straßenbäume angepflanzt. Alle Teile der Rosskastanien sind schwach giftig. Die bei der Einnahme von Pflanzenteilen auftretenden Verdauungsstörungen werden vermutlich von den Saponinen und dem Glucosid Aesculin verursacht. Möglicherweise tragen auch  Alkaloide dazu bei. Pferde können nach dem Konsum von Kastanien Koordinationsstörungen erleiden, während Hirsche und andere Säugetiere die enthaltenen Stoffe im Verdauungstrakt neutralisieren können. Gegessen wurden die Kastanien von den Menschen auf den japanischen Inseln während der Jōmon-Zeit, nachdem die unverträglichen Stoffe durch Kochen und Wässern ausgelaugt worden waren. Amerikanische Indianer zerdrückten Kastanien und gaben den Brei in ruhende Gewässer, um dort lebende Fische zu betäuben oder zu töten.
Von der Rosskastanie kann man fast alle Pflanzenteile in der Pflanzenheilkunde einsetzen. Ihr bekanntestes Einsatzgebiet ist die Stärkung der Venen und dadurch ihre Wirksamkeit gegen Krampfadern und Hämorrhoiden. Durch den hohen Saponingehalt sollte man die Teile der Rosskastanie nicht in unmäßigen Mengen einnehmen, sondern immer wohl dosieren.
Früchte/Samen
Die rotbraunen Samen enthalten als wichtigsten wirksamen Stoff sehr viel Saponin. Aber auch Gerbstoffe, Gerbsäuren und einige besondere Wirkstoffe sind in den Samen der Rosskastanie enthalten. Man kann die getrockneten und geschnittenen Samen als Tee oder Tinktur einnehmen und zur Stärkung der Blutgefäße anwenden. Rosskastanien-Tinktur und Tee helfen nicht nur bei Venenschwäche, sondern können auch die Arterien stärken und von Ablagerungen befreien. Außerdem werden die feinen Kapillaren angeregt, mehr Gewebsflüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe aufzunehmen und zum Herzen zu transportieren, was beispielsweise geschwollene Knöchel abschwellen lässt. Zusätzlich zur Einnahme werden Rosskastaniensamen oft zu Salben und Cremes verarbeitet, mit denen man die Unterschenkel gegen Krampfadern und Schwellungen einreiben kann. Außer der Wirkung auf die Blutgefäße wirken Rosskastaniensamen stärkend und auswurffördernd, was sie zu einem Mittel gegen Husten macht. Die Samen wirken außerdem schmerzstillend, weshalb man sie bei rheumatische und neuralgische Schmerzen verwenden kann. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Katarrhe der Verdauungsorgane und Durchfall. Hierfür kann man außer Tees und Tinkturen auch zweimal täglich eine Messerspitze mit dem geschälten, getrockneten und gepulverten Samen einnehmen.
Blüten
Die Blüten der Rosskastanie kann man ähnlich einsetzen wie die Samen. Ein Tee der Blüten wirkt auch besonders gut bei Husten. Mit den Blüten kann man auch eine Tinktur ansetzen, die als Einreibung bei rheumatische Schmerzen hilfreich sein kann.
Blätter
Die Blätter kann man als Tee trinken und bei Fieber und Keuchhusten einsetzen. Sie wirken außerdem stärkend, durchblutungsfördernd und entwässernd.
Rinde
Die Rinde wirkt, innerlich eingenommen, entzündungshemmend, zusammenziehend, harntreibend, fiebersenkend, schmerzlindernd, gefäßzusammenziehend und stärkend. Man kann sie also bei fieberhaften Erkäl-tungen und Entzündungen des Verdauungstraktes einnehmen. Äußerlich als Waschung, Bad oder Creme wirkt die Rinde einerseits, wie die anderen Teile der Rosskastanie, gegen Venenprobleme, andererseits aber auch hautheilend gegen Ekzeme, Geschwüre und andere Hautprobleme. Sogar gegen Lupus erythematodes setzt die Volksheilkunde Waschungen mit einer Rindenabkochung ein. Die Rin-de enthält das Glykosid Aesculin, das fluoreszierend ist. Wenn man einen Kaltauszug mit der Rinde junger Kastanienzweige macht, kann man sehen, wie die Flüssigkeit leuchtet. Das Aesculin bindet ultraviolettes Licht und wird daher als Sonnen-schutzmittel eingesetzt. Außerdem wirkt es durchblutungsfördernd und Stoffwechsel anregend.
Rosskastanien in der Küche
Die Rosskastanien gelten als nicht essbar, was aber nur teilweise stimmt. Durch ihren hohen Saponingehalt (8% bis 25%) sind sie der Gesundheit in größeren Mengen nicht zuträglich, aber man kann die Saponine ausschwemmen und dann kann man die Rosskastaniensamen essen. Dazu röstet man die Samen bei niedr-iger Hitze leicht an, schält sie und schneidet sie in dünne Scheiben. Diese Scheiben werden mehrere Tage lang gewässert in immer wieder erneuertem Wasser (oder in einen sauberen Bach gehängt = traditionelle Methode der nordamerikanischen Indianer). Anschließend kann man die Früchte kochen und essen. Sie enthalten etwa 10% Eiweiß, 5% Fett und 35% Stärke.
Rosskastanien im Haushalt
Wenn man kleingeschnittene Rosskastanien mit kochendem Wasser übergießt, wird das Wasser seifig. Dieses Wasser kann man zum Waschen des Körpers und von Kleidungsstücken benutzen.

Geschichte
Nachdem die Eiszeit die Rosskastanie aus Mitteleuropa verdrängt hatte, kam sie erst vor einigen hundert Jahren mit den Osmanen wieder nach Mittel- und Westeuropa. Die Osmanen führten Kastanien als Pferdefutter mit sich und hin und wieder fiel eine zu Boden und entwickelte sich zu einem Baum. Die zufällig ausgesäten Bäume gefielen offenbar vielen Menschen, denn im Laufe der Zeit wurde die groß wachsende Rosskastanie zu einem beliebten Baum in großen Parks und als dominante Begrünung in Städten. Im Jahr 1576 wurde die Rosskastanie erstmals offiziell in Wiener Gärten angepflanzt. Carolus Clusius, der kaiserliche Direktor der botanischen Gärten in Wien setzte sich für diese Anpflanzungen ein. Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. liebte die wuchtige Kastanie so sehr, dass er sie überall anpflanzen ließ, vor allem als Allee und in seinen Schlossgärten. Diese Mode setzte sich fort und daher findet man auch noch heutzutage überall zahlreiche Kastanienbäume. Besonders gerne wurden Kastanien auch über den Gewölbekellern von Bierbrauereien angepflanzt, weil ihre Wurzeln nicht sehr tief reichen und die üppigen Kronen reichlich kühlen Schatten spenden. Dadurch wurden die Bierkeller zusätzlich kühl gehalten, was der Bierqualität zugute kam. So kommt es, dass der typische Baum in Biergärten die Kastanie ist. In der Volksheilkunde wurde die heilkräftige Wirkung der Rosskastanie schon früh erkannt. In großen Kräuterbüchern trat die Rosskastanie jedoch erst im 16. Jahrhundert auf, beispielsweise bei Pietro Andrea Mattioli (1554) und Adam Lonitzer (1557). Heutzutage werden zahlreiche Venensalben mit Rosskastanienextrakten zur Behandlung gegen Krampf-adern im Handel angeboten. Als Baum war die Rosskastanie im Jahr 2005 der Baum des Jahres. Im Jahr 2008 ist die Rosskastanie die Arzneipflanze des Jahres.

Pflanzenbeschreibung
Der Rosskastanienbaum kommt ursprünglich aus Indien, Zentralasien und Südosteuropa. Da er aber nicht nur schön aussieht, vor allem in der Blütezeit, sondern auch schmutzige Luft und Abgase gut verträgt, hat er sich als Stadtbaum in Europa stark verbreitet. Der Baum wird bis zu 30m hoch. Er hat große Blätter, die aus sieben Teilen fingerartig zusammengesetzt sind. Im Mai blüht die Rosskastanie mit beeindruckend prächtigen Blüten. Sie stehen wie dicke Kerzen aufrecht auf den Zweigen und bestehen aus vielen Teilblüten. Im Herbst wachsen daraus die Kastanienfrüchte, die in einer stacheligen grünen Schale sitzen. Die Früchte (Samen) sind etwa drei bis fünf Zentimeter groß und rundlich. Sie haben eine glänzende rotbraune Farbe. Sie fühlen sich angenehm glatt an. Diese Samen werden von Kindern sehr gerne zum Basteln benutzt, was dazu führt, dass die Rosskastanie den meisten Menschen schon in früher Kindheit bekannt wird.
Erscheinungsbild und Blätter
Die Rosskastanienarten sind sommergrüne  Bäume oder  Sträucher. Sie zählen zu den  Flachwurzlern. Die Winterknospen sind groß, häufig harzreich und bestehen aus mehreren Paaren von imbricaten Schuppen. Die Außenseite der Schuppen ist kahl oder leicht behaart. Die gegenständig an den Zweigen angeordne-ten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blatt-spreiten sind  fingerförmig gefiedert und bestehen aus fünf bis elf  Fiederblättern. Die Fiederblätter haben einen gesägten bis gezähnten  Blattrand.
Blütenstände und Blüten
Die Blütenstände sind zylindrische bis konische  Thyrsen mit einfachen Seitenzweigen. Tragblätter fehlen. Die meist großen und auffälligen  Blüten sind vier- oder fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die Kelchblätter sind verwachsen und bilden eine röhren- bis glockenförmige Kelchröhre. Die  Kronblätter sind häufig ungleich. Sie sind genagelt, die Platte ist verkehrt-eiförmig, lanzettlich oder spatelförmig. Der  Fruchtknotensteht nicht auf einem Gynophor, der Griffel ist lang und schlank, die Narbe zusammengedrückt kugelig, manchmal leicht gelappt.
Früchte und Samen
Die kugeligen bis birnenförmigen Kapselfrüchte enthalten häufig nur einen  Samen. Das  Perikarp ist meist glatt, seltener runzelig oder stachelig, letzteres bei der  Gewöhnlichen Rosskastanie. Die Samen sind wie die Kapselfrucht kugelig bis birnenförmig, und 2 bis 7 cm groß. Die Samenschale ist braun, der Nabel ( Hilum) ist groß, blass und nimmt ein Drittel bis zur Hälfte des Samens ein.




SCHLEIFENBLUME


Die Schleifenblumen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse. Zu ihr gehören mehrere Arten, die beliebte Zierpflanzen für Steingärten sind. Der Verbreitungsschwerpunkt der etwa 30 Arten umfassenden Gattung liegt im  Mittelmeerraum.

Steckbrief
Heilwirkung:
Appetitlosigkeit, Gallenschwäche
wissenschaftlicher Name:
Iberis amara
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut

Beschreibung

Die Schleifenblumen sind einjährige bis ausdauernde  krautige Pflanzen oder  Zwergsträucher. Sie sind kahl oder besitzen unverzweigte Haare. Ihre Laubblätter sind oft etwas fleischig. Die Blüten sind meist in gestauchten, doldenähnlichen,  traubigen Blütenständen angeordnet, die sich erst zur Fruchtzeit verlängern. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die  Kelchblätter sind fast aufrecht. Von den vier weißen, rosafarbenen oder violetten, verkehrteiförmigen  Kronblättern sind die beiden von der Blütenstandsachse abgewandten oft deutlich vergrößert. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Die Antheren sind länglich bis eiförmig. Der  Griffel ist etwa so lang wie der  Fruchtknoten. Die  Schötchen sind eiförmig, rundlich oder verkehrtherzförmig und an der Spitze meist ausgerandet; die Fruchtklappen sind gekielt oder geflügelt. Pro Frucht werden zwei meist geflügelte Samen gebildet.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mich verkrampft (18 Impatiens)
- Diese Menschen fühlen sich sehr oft verkrampft
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die Verkrampftheit allmählich lösen


BACHBLÜTEN
Alles Neue, entmutigt mich (19 Larch)
- Diese Menschen entmutigen sehr leicht, bei allem Neuen
- Mit der dementsprechender Bachblüte Lassen sie nicht mehr so leicht entmutigen, bei neuen Sachen  


ERNÄHRUNG
Biologische Wertigkeit von Eiweiß
Die Qualität von Eiweiß wird durch seine Aminosäure-Zusammensetzung bestimmt. Die „biologische Wertigkeit" eines Proteins gibt an, wie gut es für den Körper nutzbar ist. Das heißt, in welchen Ausmaß das aufgenommene Protein mit seiner Aminosäuren für die Synthese von körpereigenen Eiweiß genutzt werden kann. Das Hühnerei dient als Referenzwert von 100. Tierische Proteine haben im Durchschnitt höhere biologische Wertigkeit, als pflanzliche.


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