Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

17.02.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Februar > 12.02.18-18.02.18


GELBER ENZIAN

Der Enzian ist eine typische Gebirgspflanze, die inzwischen recht selten geworden ist und daher auch unter Naturschutz steht. Die Wurzel des Enzians kann man jedoch in Apotheken und Kräuterhandlungen beziehen. Sie wirkt vorwiegend aufgrund ihrer starken Bitterstoffe. So ist die Hauptwirkung der Enzianwurzel denn auch die Anregung der Verdauung, was eine typische Wirkung von bitteren Substanzen ist. Als Nebenwirkung ist der Enzian jedoch auch kräftigend und stärkt das Kreislaufsystem. Bei zu hohem Blutdruck und auch in der Schwangerschaft sollte man jedoch von der Verwendung des Enzians absehen.
Der Gelbe Enzian ist eine Pflanzenart aus der Gattung Enziane innerhalb der Familie der Enziangewächse. Er ist in den Gebirgen Europas und der Türkei weitverbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung: antibakteriell, menstruationsfördernd, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blutarmut, Fieber, Herzbeschwerden, Kalte Füße, Kalte Hände, Krampfadern, Magenbeschwerden, Müdigkeit, Ohnmacht, Rekonvaleszenz, Rheuma, Schnupfen, Schwindel, Sodbrennen, Untergewicht, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Gentiana lutea
Pflanzenfamilie: Enziangewächse = Gentianaceae
englischer Name: Gentian
volkstümlicher Name: Anzianwurzel, Bergfieberwurzel, Bitterwurzel, Butterwurz, Darmwurzen, Gelbsuchtwurzen, Halunkenwurz, Istrianswurzel, Jänzene, Jäuse, Sauwurz, Zergang, Zinzalwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Gentianose, Gentiopikrin, Inulin, Schleim, Zink
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! März, April, August, September

Anwendung
Verwendet werden die unterirdischen Pflanzenteile. Als Droge Enzianwurzel, Gentianae radix, dienen die getrockneten, zerkleinerten, unterirdischen Pflanzenteile. Sie sind reich an Zuckern (z. B. Gentiobiose) und Bitterstoffen (Gentianopicrin und Amarogentin). Die Bitterstoffe dienen eigentlich als Schutz vor Tierfraß. Arzneilich wird die Droge als Bittermittel, z. B. als appetitanregender Magenbitter, Aperitif und für Schnaps verwendet (z. B. Enzian und Suze). Der Gelbe Enzian wird auch als Fiebermittel benutzt; die Wirksamkeit bei Fieber konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Es wird ein bitteres und verdauungsanregendes Tonikum gewonnen. Er wird eingesetzt gegen Müdigkeit, Untergewicht, Blutarmut und Appetitmangel in der Rekonvaleszenz. In der Volksmedizin findet er Anwendung gegen Fieber, Gicht, Hypochondrie, Malaria und Darmparasiten. Zur Herstellung des Enzianschnapses wird vor allem Gentiana lutea verwendet und gezielt angebaut, seltener die anderen hochwüchsigen Arten, zum Beispiel Gentiana punctata, da sie von allen Enzianarten den stärksten Gehalt an Bitterstoffen hat. Ein Extrakt schmeckt noch in einer wässrigen Verdünnung von ca. 1:20.000 deutlich bitter.
Die Hauptwirkung des gelben Enzians beruht auf den Bitterstoffen, die die Wurzeln enthalten. Sie machen die Enzianwurzel zu einem starken Magenmittel, das die Verdauung fördert. Man kann den Enzian als Tee trinken oder als Tinktur einnehmen.
Tee
Die getrockneten Stücke der Wurzel kann man als Aufguss zubereiten. Dazu übergießt man einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Oder man bereitet den Enziantee als Kaltauszug zu. Dazu übergießt man einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit kaltem Wasser und lässt es sieben bis acht Stunden ziehen. Danach abseihen und behutsam auf Trinkwärme erhitzen.
Tinktur
Für die Tinktur übergießt man die kleingeschnittenen Enzianwurzeln mit Doppelkorn oder Weingeist und lässt den Ansatz in einem verschlossenen Glas zwei bis sechs Wochen ziehen. Danach abseihen und dreimal täglich vor den Mahlzeiten zehn bis zwanzig Tropfen einnehmen.
Verdauung
Die Verdauung ist das Haupteinsatzgebiet des Enzians. Durch die Bitterstoffe wird die Bildung der Magensäfte angeregt. Der Appetit wird angeregt und Sodbrennen wird gemildert. Enzian wirkt außerdem leicht abführend und kann dadurch Verstopfung beheben.
Andere Einsatzgebiete
Außer zur Stärkung der Verdauung setzt die Volksheilkunde den Enzian auch zur Vorbeugung gegen Erkältungen ein. Er fördert zudem die Menstruation. Früher wurde Enzian auch bei Ohnmachtsanfälle und kalte Hände und Füße verwendet.
Achtung! Den Enzian sollte man nicht bei bestehendem Bluthochdruck ein-setzen. Auch in der ersten Phase der Schwangerschaft sollte man auf den Enzian verzichten.

Geschichtliches
Der Enzian wurde aufgrund seiner intensiven Bitterstoffe schon frühzeitig als Heilpflanze geschätzt. Sein Name geht auf den illyrischen König Gentis des Altertums zurück, der heilkundig war und den Enzian gegen die Pest einsetzte.
Über alle Jahrhunderte hinweg wurde der Enzian häufig verwendet, vor allem bei Verdauungsbeschwerden, aber auch gegen allgemeine Schwäche und Blutarmut. Auch Kräuterpfarrer Kneipp schätzte den Enzian sehr und empfahl, ihn im Garten anzubauen, um seine Heilkraft immer zur Verfügung zu haben.

Pflanzenbeschreibung
Der gelbe Enzian ist eine typische Gebirgspflanze und wächst daher auf den bergen der Alpen. Er kommt auch auf den höchsten Bergen des Schwarzwalds und der Vogesen vor. Da der gelbe Enzian auf Kuhweiden eher ungeliebt ist und früher im großen Stil zur Gewinnung als Medizinalpflanze und für Kräuterbitter eingesetzt wurde, wurde er immer seltener bis er so selten war, dass er unter Naturschutz gestellt werden musste. Inzwischen haben sich die Bestände durch den Schutz wieder erholt. Der Enzian ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu sechzig Jahre alt werden kann. Er wächst allerdings auch recht langsam und blüht meistens erst nach zehn Jahren. Die dicke, ästige Wurzel wird bis zu einen Meter lang. Besonders massive Exemplare können bis zu vier Kilo wiegen. Außen sind die Wurzeln braun und innen gelb. Die Wurzeln des giftigen, weißen Germers, dessen Blätter denen des Enzian ähneln, sind deutlich kürzer und innen weiß. Das ermöglicht eine Unterscheidung der beiden Wurzeln. Sobald der Frühling weit genug fortgeschritten ist, dass der Schnee dauerhaft schmilzt, wachsen aus der Wurzel bodennahe Blätter. Die Blätter sind groß und spitz eiförmig. Sie haben mehrere ausgeprägte Nerven, die bogenförmig verlaufen. Wenn sich der Stängel nach oben streckt, wachsen die Blätter in Etagen gekreuzt gegenständig. Diese Blätter sind nach unten gebogen, sodass sie fast wie Schalen wirken. Ab Juni bis Anfang August blüht der Enzian mit gelben Blüten, die oberhalb der Blätteretagen in dichten Quirlen wachsen. Die Blüten sind fünfzählig und radförmig. Aus den Blüten entwickeln sich dicke aufrecht stehende Schoten, die kleine Samen enthalten. Der blaue Enzian, über den Lieder gesungen werden, ist übrigens ein naher Verwandter der gleichen Gattung. Er hat ähnliche Inhaltsstoffe, ist jedoch weniger heilkräftig.
Vegetative Merkmale
Der Gelbe Enzian ist eine graugrüne, kräftige, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern erreicht. Dieser Rhizomgeophyt blüht erstmals mit zehn Jahren, kann aber 40 bis 60 Jahre alt werden. Als Überdauerungsorgan wird ein kräftiges, bis armdickes Rhizom gebildet. Die Hauptwurzel besitzt an älteren Pflanzen Längen bis zu 1 Meter und Durchmesser von 3 bis 5 Zentimeter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind durch Haare (Trichome) etwas glänzend. Anfangs wird eine grundständige Blattrosette gebildet. Die kreuzgegenständig angeordneten Laubblätter sind einfach, bis zu 30 Zentimeter lang, bis 15 Zentimeter breit, im oberen Bereich ungestielt und im unteren Bereich kurz gestielt. Die Blattspreiten sind eiförmig bis elliptisch mit fünf bis sieben kräftigen, bogenförmigen Nerven.
Generative Merkmale
In den Achseln der Hochblätter stehen drei bis zehn Blüten in trugdoldigen Teilblütenständen zusammen. Der Blütenstiel ist relativ lang. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blüten sind im Vergleich zu anderen Enzianarten sehr einfach gebaut. Die fünf häutigen Kelchblätter sind blass-gelb. Die fünf Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen und goldgelb. Die Staubblätter sind fast so lang wie die Kronblätter mit großen Staubbeuteln. Auf dem oberständigen Fruchtknoten sitzt ein kurzer Griffel, der in einer zweiteiligen Narbe endet. Die bis gut 1,3 Meter hohen, steifen Fruchtstände mit oben bis zu 150 aufwärts gerichteten zweispaltigen Fruchtkapseln in bis zu 6 "Etagen" ragen als Wintersteher oft über die Schneedecke hinaus. Die knapp 6 Zentimeter lange, fachspaltige, windstreuende Kapselfrucht enthält bis zu 100, bräunliche, abgeflachte, elliptische bis rundliche, schmal häutig geflügelte Samen. Die schmalen Flügel umringen den Samen median. Die Samen sind etwa 0,5 mm dick, ca. 3–4 mm lang und 2,5–3 mm breit (mit Flügeln), die Flügel sind nur etwa 0,5 mm breit. Die geflügelten Samen breiten sich als Gleitflieger und Adhäsionshafter aus. Jede Pflanze erzeugt etwa 10.000 Samen. Fruchtreife ist von September bis Oktober. Die Samen sind Licht- und Kältekeimer. Die Tausendkornmasse beträgt ca. 1,0–1,3g.

Anbautipps
Man kann den Enzian relativ gut im Garten anbauen, obwohl er normalerweise nur im Gebirge heimisch ist. Am liebsten gedeiht er auf Kalkböden, Granit oder Gneiss, man kann aber auch normale Gartenerde für ihn verwenden. Da ein aus Samen gezogener Enzian meistens zehn Jahre lang braucht, bis er das erste Mal blüht, ist es einfacher, wenn man ihn als fertige Pflanze oder Wurzelstock kauft und im Garten einpflanzt. In tiefgründiger Erde kann die Wurzel des Enzians besonders groß werden. Da der Enzian unter Naturschutz steht, darf man ihn auf keinen Fall in der Natur ausgraben, um ihn anschließend einzupflanzen.

Sammeltipps
Wild wachsender Enzian darf nicht gesammelt werden, weil der Enzian geschützt ist. Nur Enzian aus dem eigenen Garten darf geerntet werden. Dazu wartet man, bis die Enzianpflanze groß und kräftig ist. Das kann etliche Jahre in Anspruch nehmen, etwa zehn Jahre alleine bis zur ersten Blüte. Die Wurzel wird im Herbst nach der Blüte oder im Frühjahr vor dem Austrieb der neuen Blätter geerntet. Die Wurzel in tiefgründiger Erde kann bis zu vier Kilo schwer werden. In manchen Fällen wird sie bis zu einen Meter lang. Nach der Ernte schneidet man die Wurzel längs durch und hängt sie auf einen Faden gefädelt an einem trockenen, warmen Ort zum Trocknen auf. Als Alternative zum Trocknen kann man die frische Enzianwurzel auch verwenden, um eine Tinktur darauf anzusetzen.



HAFERWURZ

Die violett blühende Haferwurz ist Heilpflanze, Gemüse und Zierpflanze in einem. Dennoch ist sie fast vergessen worden. Erst die Rückbesinnung auf alte Gemüsearten hat ihr wieder zu einiger Bekanntheit verholfen. Dabei war sie früher ein beliebtes Wurzelgemüse, geschätzt für ihren Geschmack, der an Austern erinnert. Doch sie wurde nach und nach von der Schwarzwurzel verdrängt. Die Heilkräfte der Haferwurz sind noch unbekannter als ihr Nährwert. Der Kenner weiß jedoch, dass er beim Essen der Haferwurz auch seiner Gesundheit eine Freude macht.
Die Haferwurzel, auch Purpur-Bocksbart, Habermark oder Austernpflanze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Bocksbärte innerhalb der Familie der Korbblütler. Die Nutzpflanze Haferwurzel kommt ursprünglich aus dem  Mittelmeerraum, wo sie seit der  Antike als  Gemüse verwendet wurde.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Nährend bei Diabetes
Heilwirkung:
abführend, blutreinigend, harntreibend, krampflösend, lindernd
Anwendungsbereiche:
Arteriosklerose, Blasenerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Gallenerkrankungen, Leberschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name:
Tragopogon porrifolius
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Common Salsify, Oyster Plant
volkstümlicher Name:
Austernpflanze, Bocksbart, Hafermaukel, Haferwurzel, Habermark, Lauchblättriger Bocksbart, Markwurz, Milchwurz, Purpur-Bocksbart, Weißwurzel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Triebe, Blüte
Inhaltsstoffe:
Inulin, Schleim, Vitamine
Sammelzeit:
Frühjahr (Triebe, Blüten), Herbst (Wurzeln)

Anwendung
Die Haferwurzel wird vorwiegend als  Wurzelgemüse verwendet, aber auch die Blätter lassen sich als  Salat oder Spinat zubereiten. Die süßlich schmeckende, milchsafthaltige „Wurzel", deren Geschmack an  Austern erinnert, ist sehr nahrhaft, was auch ein alemannisches Sprichwort besagt: „Habermark macht d’ Bube stark". Die Pfahlwurzeln werden im Herbst des ersten Jahres geerntet. Sie können über den Winter eingemietet werden.
Die Haferwurz wird als Heilpflanze hauptsächlich dadurch angewendet, dass man sie isst. Tees und ähnliches aus der Haferwurz sind eher nicht üblich, obwohl man bestimmt einen Tee aus dem Kraut oder aus der Wurzel versuchen kann. Der wichtige Inhaltsstoff Inulin ist eine Art Stärkeersatz, der den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Daher eignet sich die Haferwurz besonders zur Ernährung von Diabetikern. Die ganze Pflanze gilt außerdem als harntreibend, krampflösend und durch den Schleim allgemein lindernd. Ihre traditionellen Anwendungsgebiete wie beispielsweise bei Leberschwäche, Bluthochdruck oder Arteriosklerose beruhen auf der Erfahrungsheilkunde und sind nicht durch medizinische Studien belegt.
Haferwurz in der Küche
Von der Haferwurz kann man fast alle Teile essen.
Wurzel
Wie der Name der Haferwurz schon sagt, geht es bei der Haferwurz vor allem um die Wurzel. Man kann die längliche Wurzel kochen wie Schwarzwurzel, also beispielsweise in leicht gesalzenem Wasser. Entweder kocht man die gewaschenen Wurzeln im Ganzen oder in kleine Scheiben geschnitten. Die Garzeit beträgt etwa 15 Minuten, es geht also schneller als bei Karotten. Alternativ kann man die Haferwurz auch im Backofen garen. Ihr Geschmack erinnert an Austern, was ihr auch den Nahem Austernpflanze eingebracht hat. Man kann die gegarte Haferwurz als Gemüse essen, mit Sauce, Sättigungsbeilage und Fleisch oder Fisch (auf Wunsch). Sie eignet sich auch für Suppen, entweder gemischt mit anderen Gemüsearten oder als reine Cremesuppe. Man kann die junge Wurzel auch roh reiben oder raffeln, um sie als Salat zu essen. Der Phantasie bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt.
Hinweis! Im Innern der Wurzel befindet sich ein Milchsaft. Wenn man die Wurzel schält, tritt dieser Saft aus und kann sich verfärben. Daher bereitet man die Wurzel besser nur gewaschen zu und lässt sie ungeschält.
Junge Triebe
Die neuen Triebe, die im Frühjahr sprießen, kann man roh oder gekocht als Gemüse und Salat zubereiten.
Blütenstängel
Die Stängel der Blüten kann man kochen wie Spargel und entsprechend einsetzen, also beispielsweise mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln.
Blüten
Die Blüten können roh als Zierde im Salat gegessen werden.
Sprossen aus den Samen
Aus den Samen kann man Sprossen ziehen, die sich zum Verzehr im Salat eignen.

Geschichtliches
Die Haferwurz wurde im Mittelmeerraum schon in der Antike als Gemüse angebaut und auch medizinisch eingesetzt. Der berühmte Heilkundige Dioskurides erwähnte sie im 1. Jahrhundert nach Chr. Er empfahl sie vor allem zur Stärkung von Leber und Galle. Auch Plinius beschrieb die Haferwurz. Schon einige Jahrhunderte früher erwähnte sie der Grieche Theophrastos. Irgendwann kam die Haferwurz auch nach Mitteleuropa. Auch hier wurde sie als Gemüse und Heilpflanze verwendet. Unter anderem schrieben Albertus Magnus im 13. Jahrhundert und Hieronymus Bock im 16. Jahrhundert und über die Haferwurz und ihre Anwendung. Doch allmählich verlor die Haferwurz an Bedeutung. Zwar wurde sie in Deutschland noch in geringen Mengen im 20. Jahrhundert angebaut, aber sie geriet nach und nach in Vergessenheit. Die Schwarzwurzel verdrängte die Haferwurz schließlich fast ganz, wenngleich auch die Schwarzwurzel nur eine geringe Bedeutung in der Küche hat. Dank Biobewegung besinnen sich viele Menschen wieder auf die alten Gemüsearten zurück. Daher wird auch die Haferwurz wieder bekannter.

Pflanzenbeschreibung
Die Haferwurz kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie ist aber auch in Mitteleuropa heimisch geworden, nachdem sie hier erst einmal eingeführt wurde. Die violette Haferwurz ist eng mit dem hiesigen Wiesen-Bocksbart verwandt, der gelb blüht. Die Haferwurz wächst bevorzugt in sandigen, lockeren, tiefgründigen Böden und braucht viele Nährstoffe. Zum optimalen Gedeihen braucht die Haferwurz volle Sonne. Die zweijährige Pflanze wird im zweiten Jahr bis zu 120 Zentimeter hoch. Im ersten Frühjahr treibt die Wurzel zunächst schmale Blätter in einer Rosette aus. Erst im zweiten Jahr erscheint im Mai der Blütenstängel und etwas später zwischen Mai und August die Blüte. Die großen, violetten Blüten öffnen sich nur morgens und schließen sich mittags schon wieder. Nach wenigen Tagen sind sie verblüht. Dann schließt sich die Hülle der Blüte wie eine Art langer, schmaler Schnabel. Aus diesem Schnabel bildet sich nach einer Weile der Fruchtstand, der an die Pusteblumen vom Löwenzahn erinnert, aber deutlich größer und leicht bräunlich sind. Die lange Pfahlwurzel wird bis zu 30 cm lang. Sie ist innen weiß und außen gelblich.
Vegetative Merkmale
Die Haferwurzel ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimetern erreicht. Sie bildet bis zu 30 Zentimeter lange Pfahlwurzeln.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht Juni und Juli. Die  Stängel tragen meist mehrere  Blütenkörbe. Die Korbstiele sind bei den Korb zu stark verdickt. Die Hüllblätter überragen die Zungenblüten meist. Die Zungenblüten sind trüb-purpurfarben bis purpurlila. Die  Achänen sind inklusive Schnabel 40 bis 55 Millimeter lang.

Anbautipps
Für den Anbau der Haferwurz sollte man einen sonnigen Standort wählen und den Boden gut auflockern. Am besten sät man die Haferwurz früh im Jahr an Ort und Stelle. Sobald die kleinen Pflänzchen sprießen, werden sie auf etwa 15 cm vereinzelt.

Erntetipps
Wenn man die Wurzeln der Haferwurz verwenden will, sollte man sie im Herbst des ersten Jahres ernten. Im zweiten Jahr, nach der Blüte, wird die Wurzel holzig und eignet sich nicht mehr für die Küche. Die Wurzel wird ausgegraben und kann auf Wunsch im Winter im Keller eingelagert werden. Die Blätter, Stängel und Blüten kann man abschneiden, wenn sie gewachsen sind und möglichst frisch verwenden.



BACHBLÜTEN
Liebe, die in Bedingungen geknüpft ist: „Ich liebe dich, wenn …" (8 Chicory)
-
Diese Menschen vergeben ihre Liebe nur mit Bedingungen, wie z.B. „Ich liebe dich, wenn …"
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Haltung allmählich ablegen  


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich unterlegen (19 Larch)
- Diese Menschen fühlen sich in  vielen Situationen unterlegen, ohne es wirklich zu sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte kommen sie hier heraus


ERNÄHRUNG
Süßes, Knabbereien, alkoholische Getränke
Es handelt sich hier um „Genussmittel". Wer gelegentlich ein wenig davon genießt, darf das ohne schlechtes Gewissen machen. Wer aber diese Ebene der Ernährungspyramide weglässt, hat nichts zu befürchten – wir brauchen nichts davon.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü