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Mauerraute
Die Mauerraute ist ein immergrüner Farn, der gerne in den Fugen alter Mauern wächst. Dieser Farn ist kein naher Verwandter der Weinraute, lediglich die rautenförmige Blattform ähnelt, daher auch der Name. Die Mauerraute wurde als Zauberpflanze und als Heilpflanze genutzt.
Die Mauerraute oder der Mauer-Streifenfarn ist eine Pflanze aus der Familie der Streifenfarngewächse, die als Kulturfolger häufig in den Ritzen und Mörtelfugen alter Mauern wächst.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Adstringenz, Schleimlöser
Heilwirkung: adstringierend, augenwirksam, harntreibend, menstruationsfördernd, schleimlösend, steinlösend
Anwendungsbereiche: Augenkrankheiten, Husten, Menstruationsbeschwerden, Rachitis, Schwellungen
wissenschaftlicher Name: Asplenium ruta-muraria
Pflanzenfamilie: Streifenfarngewächse = Aspleniaceae
englischer Name: Wall rue
volkstümlicher Name: Mauer-Streifenfarn, Mauerraute, Stoanneidkraut
Verwendete Pflanzenteile: Farnwedel
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Tannine
Sammelzeit: Das ganze Jahr
Kontraindikation: Schwangerschaft, Stillzeit
 
Anwendung
Es gibt einige Anwendungen in der Volksheilkunde in der modernen Pflanzenheilkunde spielt die Mauerraute keine Rolle.
Tee
1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Löst den Schleim und hilft gegen Husten, Menstruationsprobleme und Rachitis.
Mundspülung
Den Tee zum Gurgeln und Mundspülen hilft gegen Entzündungen und kleine Verletzungen im Mundraum.
Haarmittel
Farn in Wein gekocht soll als Haarspülung den Haarwuchs anregen.
Augentropfen
Eine Zubereitung mit Wasser (Rezept noch nicht bekannt) hilft gegen Augenkrankheiten. Auf selbstgemachte Augentropfen sollte man wegen Infektionsgefahr verzichten.
Öl
Zerkleinerte Farnblätter in Kamillenöl eingelegt, ergibt ein Einreibeöl bei  Schwellungen.

Geschichtliches
Wurde in einigen Gegenden von Österreich als magisches Kraut in Form einer täglichen Maulgabe dem Vieh ins Futter gegeben, um das Vieh vor dem Vermeiden (Böser Blick) zu schützen, daher auch der Name Stoanneidkraut.
 
Pflanzenbeschreibung
Es handelt sich um kleine immergrüne Farne mit 3–10(–15) cm langen Blättern. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und im Umriss unregelmäßig dreieckig bis oval. Die namensgebenden Fiedern sind dabei rautenförmig, am Grund keilig verschmälert und vorne gekerbt bis eingeschnitten und etwa 2 bis 3mm lang. Die Blattstiele sind ebenso wie die Oberseite der Blattspreite grün. Sind die Sori reif, so bedecken sie die ganze Unterseite der Fiederchen, diese ist dann braun. Sporenreife ist von Juli bis Oktober.
Die Mauerraute ist auf der Nordhalbkugel heimisch. Sie wächst bevorzugt in Fels und Mauerritzen. Die mehrjährige Pflanze wächst sehr langsam und wird bis zu 15 cm hoch. Die gefiederten Blätter mit rautenförmigen Fiedern werden 4-15 lang. An den Blättern bilden sich die Sporen, die zwischen August und Oktober reifen.
 
Anbautipps
Die Mauerraute ist recht schwierig in der Anzucht. Ein Stück des Blattes mit den reifen Sporen in einen Topf mit sterilisierter Erde geben. Den Topf immer feucht halten. Die Sporen brauchen etwa 2-3 Monate bei 15°C um zu "keimen". Sobald die Pflanzen ein paar cm groß sind an die gewünschte Stelle pflanzen, am besten in eine Mauerspalte mit genug altem feuchten Mörtel.
 
Sammeltipps
Die Farnwedel können jederzeit geerntet werden. An einem luftigen Ort trocknen.

Yohimbe
Der Yohimbe ist ein im tropischen Westafrika (Kamerun, Kongogebiet) beheimateter, immergrüner Baum aus der Familie der Rötegewächse. Er wird bis zu 30 Meter hoch.
Der Yohimbe (Corynanthe johimbe; Syn.: Pausinystalia johimbe) ist ein im tropischen Zentralafrika, Kamerun, Gabun und Kongogebiet, bis Nigeria, beheimateter Baum aus der Familie der Rötegewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blutdruck senkend, Potenz steigernd
wissenschaftlicher Name: Pausinystalla yohimba
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
 
Anwendung
Ethnomedizinische Verwendung
Die indigene Bevölkerung Westafrikas setzen Auszüge der Yohimberinde seit langem als Aphrodisiakum und Potenzmittel ein. Einerseits soll es den Geschlechtstrieb verstärken, andererseits gegen organisch verursachte Erektionsstörungen wirken. Die Massai benutzen Yohimbe bei ihren Initiationsriten. Dabei werden Yohimbe-Rinde und Wurzelstücke einer Acokanthera-Art in frischem Rinderblut gekocht. Nach der Einnahme kommt es zu epilepsieartigen Starrkrämpfen. Zudem durchleben die Konsumenten grauenvolle Horrorvisionen und Angstzustände, was gelegentlich zu Selbstverletzungen, Amokläufen und Todesfällen führt.
Verwendung in der westlichen Medizin
Yohimberinde wird als Ausgangsstoff für die industrielle Gewinnung des Arzneistoffes Yohimbin verwen-det. Yohimbinhaltige Tabletten werden zur Behandlung von Erektionsstörungen verwendet, bis in die 1980er Jahre wurde auch Bluthochdruck mit Yohimbin behandelt. Die für den Inhaltsstoff Yohimbin festgestellten Effekte auf die Potenz sind jedoch nicht für die Anwendung von Yohimberinde bzw. deren Zubereitungen beschrieben worden und können somit nicht übertragen werden. Yohimberinde ist als lose Teedroge in Apothe-ken erhältlich. Die früher in Deutschland käuflichen Fertigarzneimittelmit Extrakten der Yohimberinde zur Potenzsteigerung hingegen gibt es nicht mehr im Markt; die Kommission E hat für Yohimberinde eine Negativ-monografie ausgestellt aufgrund der unzureichend belegten Wirksamkeit und des nicht abschätzbaren Nutzen-Risiko-Verhältnisses. In den USA sind pharmazeutische Extrakte aus der Yohimberinde, auch in Kombination mit anderen Pflanzenauszügen, frei verkäuflich und werden in Health Food Stores angeboten.
 
Beschreibung
Pausinystalia johimbe wächst als immergrüner Baum und wird selten mehr als 30 Meter hoch. Der Stammdurchmesser erreicht etwa 50–60 Zentimeter. Brettwurzeln werden keine gebildet, aber der Stamm ist an der Basis geriffelt. Die relativ glatte Borke ist feinrissig bis leicht furchig und bräunlich.
Die einfachen, kurz gestielten und kahlen, ledrigen Laubblätter sind zu dreien in Wirteln angeordnet. Der sehr kurze Blattstiel ist bis 5–8 Millimeter lang. Die ganzrandigen Blätter sind verkehrt-eiförmig, -eilanzettlich oder spatelförmig, an der Spitze sind sie rundspitzig bis bespitzt, spitz. Sie sind 13–47 Zentimeter lang und 5–18 Zentimeter breit, die Blattbasis ist keil- bis leicht herzförmig. Die Nebenblätter sind abfallend.
Es werden end- oder achselständige, größere und kahle Rispen mit einem dreirippigen Stiel gebildet. Die meist fast sitzenden Blüten sind in kompakten Gruppen am Ende der Seitenäste angeordnet. Die zwittrigen und duftenden, sehr kleinen Blüten sind meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Sie sind erst weiß dann gelb und zuletzt rötlich bis violett. Der kleine, behaarte Kelch ist kurz becherförmig mit minimalen Zähnchen oder Läppchen. Die Krone ist verwachsen, mit einer innen haarigen, basal verengten und oberseits becherförmig aufgeweiteten, etwa 2–3 Millimeter langen Kronröhre, die kurzen, gezähnten Kronlappen sind aufrecht, mit einem langen, 2–2,5 Zentimeter langen und linealischen, fädigen Anhängsel. Die Staubblätter sind sitzend, unten in der Kronröhre angeheftet. Der zwei- bis dreikammerige Fruchtknoten ist unterständig mit kurzem, eingeschlossenen Griffel mit einer zweilappigen Narbe. Es ist ein kleiner Diskus vorhanden.
Es werden kleine, vielsamige, etwa bis 16 Millimeter lange, verkehrt-eiförmige bis längliche, septizide, braune Kapselfrüchte gebildet, die sich vierteilig öffnen. Die kleinen, etwa 8–12 Millimeter langen, flachen und einseitig geflügelten Samen besitzen einen dünnen, häutigen Flügel.

Bachblüten
Alles muss immer, wie aus dem Ei gepellt aussehen (Crab Apple)
Bei diesen Menschen muss alles immer, wie aus dem Ei gepellt aussehen
Mit der Bachblüte können sie das ablegen und es sieht nicht immer aus wie aus dem Ei gepellt
Bachblüten
Oft aus gefühlsarmen Elternhaus stammend als Kind gefühlsmäßig unterernährt (Heather)
Diese Menschen sind gefühlsmäßig sehr unterernährt, da sie zu oft aus gefühlsarmen Elternhäusern stammen
Mit der Blüte können sie das Gefühlsarmut, langsam abbauen
Sekundäre Pflanzenstoffe
Die sekundäre Pflanzenstoffe kommen, wie der Name uns schon sagt, in den pflanzlichen Lebensmitteln vor: wie in Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüssen, Vollkornprodukten sowie in fermentierten Lebensmitteln (z.B. Sauerkraut) vor.
Die Gruppe der sekundäre Pflanzenstoffe ist sehr gleichmäßig aufgebaut (homogen). Man kennt rund 100.000 verschiedene Pflanzenstoffe, wobei 5.000 bis 10.000 in der menschlichen Nahrung vorkommen. Anhand ihrer chemischen Struktur und ihrer funktionellen Eigenschaften werden sie in verschiedenen Gruppen eingeteilt.  Es sind die Carotinoide, Glucosinolate, Phytoöstrogene, Phytosterine, Polyphenole, Protease-Inhibitoren, Saponine, Sulfine, Terpene, Flavonoide und vieles mehr.
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