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Judendorn
Die Chinesische Jujube, auch Chinesische Dattel (oder Kumul-Dattel), Rote Dattel oder Azufaifa genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzdorngewächse. Sie stammt aus Nord- und Nordostchina und wird heute weltweit kultiviert. Sie bringt kleine, ovale und essbare Früchte hervor.
Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Husten, beruhigend
wissenschaftlicher Name: Zizyphus jujuba
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Nutzung
In China wurden sie bereits im Shennong ben cao jing unter dem Namen Zao als wichtige Arzneidroge beschrieben. Dort, und davon abgeleitet in der weiteren Tradition, wurde den Jujubefrüchten zugeschrieben, dass sie die Verdauung kräftigen, nach überstandener Krankheit die Gesundheit festigen und bei regelmäßiger Einnahme lebensverlängernd wirken. In der koreanischen Küche werden die Früchte Daechu genannt und für Tees und für die Hühnersuppe Samgyetang verwendet. In der taiwanischen Küche werden die Früchte ebenso für Suppen und Tees verwendet. Bereits in der Antike gelangte die Jujube ins Mittelmeergebiet. Plinius berichtete über sie: „Gleichfalls fremd sind die Brustbeeren und die Tuberes, welche beide erst kürzlich, diese aus Afrika, jene aus Syrien nach Italien gekommen sind. Sextius Papinius, den ich als Consul gekannt habe, brachte sie zuerst zu uns in den letzten Lebensjahren des Kaisers Augustus und ließ sie im Lager auspflan-zen. Sie gleichen mehr den Beeren als den Äpfeln, dienen aber den Wällen zur gro-ßen Zierde, denn sie reichen jetzt schon bis an die Dächer.
Die positive Wirkung der Jujubenfrüchte auf die Brust und auf die Lungen wurde erstmals von Gargilius Martialis beschrieben und später von arabischen Autoren bestätigt. Im 16. Jahrhundert waren die Früchte in Mitteleuropa bekannt als „Brustbeerlein“ (Hieronymus Bock) oder „Rot-Brust-Beerlin“ (Clusius und Dodoens). Bei Krünitz sind ausführliche Informationen über rote, schwarze und weiße Brustbeeren zu finden. Heute gilt die Jujube im Mittelmeergebiet, Südosteuropa und Kleinasien als eingebürgert, in Mitteleuropa gedeiht sie nur in Gebieten mit Weinbauklima, ihre Früchte reifen dort nur in Jahren mit vielen warmen Sommertagen. Besonders bekannt für die Ernte von "Brustbeeren" (ital. = giuggiole) ist das oberitalienische Städtchen Arquà Petrarca bei Padua, in dem einmal jährlich im Herbst die "Festa delle Giuggiole" stattfindet. Dort werden verschiedene Produkte aus den Früchten hergestellt, wie etwa Schnäpse und Konfitüren. In getrockneter Form dienen die Früchte als Brusttee bei Erkältungen; aus diesem Grunde sind sie bei Apothekern häufig auch als Brustbeere bekannt.
Beschreibung
Die Chinesische Jujube ist ein Baum oder seltener ein Strauch, der Wuchshö-hen bis zu 10 Meter erreicht. Er ist lang und kurz bedornt oder ohne Dornen und lang verzweigt. Die Borke ist braun bis grau-braun. Die Rinde junger, biegbarer Zweige ist purpurnrot oder auch schon grau-braun und weich. Die Nebenblätter sind zu zwei Dornen umgebildet oder fehlen ganz. Lange Dornen sind gerade und bis zu 3 Zentimeter lang. Kurze Dornen entwickeln sich an älteren Zweigen und sind umgebogen. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli, die Fruchtreife von August bis Oktober.
Blätter
Die wechselständigen Laubblätter sind 1 bis 6 Millimeter lang gestielt, an Jungtrie-ben auch bis zu 1 Zentimeter lang. Sie sind obseits kahl und unterseits spärlich behaart. Die eiförmigen bis eilanzettlichen, elliptischen oder rundlichen Blattspreiten sind hellgrün und oberseits dunkelgrün. Sie sind zwischen 3 und 7 Zentimeter lang und 1,5 bis 4 Zentimeter breit und 3-nervig, papierartig mit leicht ungleicher, abge-rundet bis stumpfer Basis. Der Blattrand ist fein gezähnt und die Spitze abgerundet bis stumpf, seltener spitz oder bespitzt.
Blütenstände und Blüten
Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit bis acht in achselständigen, kurz gestielten zymösen Blütenständen. Die Blütenstiele sind zwischen 2 und 3 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig, kahl und von gelb-grüner Farbe. Der Diskus ist dick, fleischig und fünflappig. Die Kelchblätter sind breieiförmigen sowie mittig, adaxial gekielt und rundspitzig. Die spatel- und kapuzenförmigen, schmalen Kronblätter sind alternierend zu den Kelchblättern angeordnet und etwa so lang wie die Staubblätter die am Rand des Diskuses sitzen. Der Fruchtknoten ist halboberständig und leicht in den Diskus eingesenkt. Der zweiästige Griffel ist bis etwa zur Hälfte gespalten.
Früchte und Samen
Es werden rote bis rot-purpurne Steinfrüchte gebildet. Sie sind länglich bis schmal-eiförmig und zwischen 2 und 3,5 Zentimeter lang sowie 1,5 bis 2 Zentimeter im Durchmesser. Das Mesokarp ist fleischig und dick. Es schmeckt mildsüß oder leicht säuerlich. Der hellbraune, runzlige Stein ist an beiden Enden spitzig bis abgerundet. Er enthält zwei Kammern und ist ein- oder zweisamig. Die orange-braunen Samen sind abgeflacht-elliptisch und etwa 1 Millimeter lang und 0,8 Millimeter breit.

Kawa-Kawa
Kava (Piper methysticum), auch Kava-Kava (Kawa-Kawa) oder Rauschpfeffer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pfeffer in der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Aus Pflanzenbestandteilen (meist getrocknet und pulverisiert) wird ein traditionelles Getränk des westpazifischen Raumes hergestellt, das vor allem als Zeremonialgetränkbei religiösen und kulturellen Anlässen konsumiert wird.
Steckbrief
Heilwirkung: Hautpilze, Schlaflosigkeit, Wechseljahrsbeschwerden, beruhigend, krampflösend, tonisierend
wissenschaftlicher Name: Piper methysticum
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Zubereitung und Anwendung
Kava wird traditionell auf verschiedene Arten in vielen Kulturen des westpazifischen Raumes konsumiert, so zum Beispiel in Polynesien, Vanuatu, Melanesien und Teilen von Micronesien und Australien, wird jedoch auch in vielen westlichen Kulturen als Medizin oder als Genussmittel konsumiert.
Traditionelle Anwendung und Zubereitung
Traditionell werden frische oder getrocknete Bestandteile der Kava-Wurzel mit Wasser aufgegossen. Meist wird zur Gewinnung der Wurzelstock des Rauschpfef-fers („Piperis methystici rhizoma“) zu einem feinen Pulver zerrieben oder in einem Mörser zerstoßen; manchmal werden auch Pflanzenteile gekaut und in ein Gefäß gespuckt. Wird die ganze Pflanze bei der Herstellung verwendet und ge-knetet, enthält das Kava-Getränk später auch ein speichelflussförderndes Enzym. In manchen Kulturen wird es hingegen auch frisch gekaut, welches einen stärkeren Effekt hervorruft. Frisches Kava gilt gegenüber getrocknetem, industrieverarbeitetem Kava als potenter. Die Potenz hängt von Sorte und Kultivation ab. Es wird sowohl mit heißem als auch kaltem Wasser konsumiert. Oft wird Kava aus halbierten Kokosnussschalen getrunken. Der Geschmack ist leicht scharf; das eigentliche Aroma hängt stark davon ab, ob zur Herstellung frische oder getrocknete Pflanzen verwendet wurden. Die Farbe ist grau bis grünlich.
In den traditionellen Gesellschaften Polynesiens, Mikronesiens und auch Melanesiens war und ist der Konsum von Kava in der Regel reine Männersache, auch wenn es in touristisch gut erschlossenen Gebieten auf Tahiti, Fidschi oder Guam auch bei rein folkloristischen Anlässen männlichen wie weiblichen Gästen angeboten wird.
Auf Hawaii wurden rund 30 verschiedene Kavasorten für medizinische, religiöse, politische, kulturelle und soziale Zwecke von allen sozialen Klassen genutzt – sowohl von Männern als auch von Frauen. Kava hatte dort eine ähnliche Rolle wie Bier als Feierabendgetränk zum Entspannen und Lockern von Muskeln. Auch unruhigen Kleinkindern wurde Kava verabreicht, um sie zu beruhigen und besser schlafen zu lassen.
Auf vielen austronesischen Inseln war das gemeinschaftliche Kavatrinken eine ur-sprünglich sehr intime und religiöse Zeremonie.
Auf Nauru wurde sie als Initiationsritual für junge Männer genutzt. Auch heute noch spielt das Kava-Ritual auf Nauru eine wichtige, meist festliche Rolle.
Auf Vanuatu wird Kava nachts an einem Ort namens „nakamal“ („Ort des Friedens“) getrunken. Männer trinken Kava dort aus Muscheln oder leeren Kokosschalen; Frauen war der Genuss von Kava ursprünglich verboten. In der traditionellen Medizin wird eine andere Kavasorte gegen Fieber, Asthma und Schmerzen aller Art verabreicht.
Auf Pohnpei, einer mikronesischen Insel, wird Kava unter dem Namen Sakau aus Kokosnussschalen konsumiert. Vor allem im zeremoniellen und rituellen Bereich ist die Pflanze bedeutend. Neben der Konsumption stellt auch die Produktion des Extraktes eine wichtige soziale Handlung dar. Davon abgesehen findet man auf Pohnpei zahlreiche öffentliche Sakau-Bars.
Moderne Anwendung
Heutzutage wird es auch über das Ursprungsgebiet von Kava hinaus konsumiert – als Medizin oder als Genussmittel. So finden sich zum Beispiel Kava-Bars in vielen US-Staaten. Hierbei werden üblicherweise weiterhin nur Produkte konsumiert, die aus der Wurzel gewonnen werden – so zum Beispiel Wurzelpulver oder Extrakte. Es wird sowohl mit Wasser aufgegossen oder mit Milch o. Ä. konsumiert. Oft wird Lecithin hinzugefügt, um eine bessere Auflösung der Kavapyrone in Wasser zu erreichen.
Es wird auch als Softdrink vertrieben, so in Rzo in Hawaii (ausgesprochen „rizzo“) oder Bula in den USA. Das mit seiner beruhigenden Wirkung beworben Getränk „Lava Cola“ (auch genannt Kava Cola) ist seit 2009 im pazifischen Vanuatu und anderen Ländern erhältlich.
Kava ist in vielen Ländern in pharmazeutischen Erzeugnissen erhältlich und wird als Medikament genutzt. In Deutschland wurde Kava-Wurzelstockextrakt bis 2002 zur Behandlung von leichten allgemeinen Angstzuständen eingesetzt. Handelsnamen waren Antares, Neuronika, Kava-ratiopharm, Kavosporal forte oder Kavatino.
Pflanzenbeschreibung
Die Kava ist mit dem Schwarzen Pfeffer verwandt und ähnelt diesem sowohl im Habitus als auch im pfefferartigen Geschmack.
Die Kava erreicht als immergrüner Strauch Wuchshöhen bis etwa drei Meter. Sie hat herzförmige, bis 20 Zentimeter große Blätter und wurmförmige Blütenstände. Die Pflanze bildet nur selten weibliche Blüten; diese bleiben auch bei HandBestäubung durch den Menschen steril. Die Pflanze wird ungeschlechtlich vermehrt.

Bachblüten
Ich fühle mich überarbeitet (Vervain)
- Diese Menschen fühlen sich schlicht weg überarbeitet
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das überarbeitet sein ablegen
Bachblüten
Ich bin anderen gegenüber sehr kritisch (Vine)
- Diese Menschen sind gegenüber ihren Mitmenschen sehr kritisch
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das kritische allmählich abstreifen
Zucker und Salz in Maßen! (Regel 6)
Zucker, Süßigkeiten, süßes Gebäck und gesüßtes liefern überwiegend „leere Kalorien“, d.h., sie enthalten einerseits leicht resorbierbare Kohlenhydrate, unter Umständen im Verbund mit reichlich Fettkalorien, dagegen andererseits oft nur geringe Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen oder Faserstoffen.
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