Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

16.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > September > 11.09.17-17.09.17


KOPFSALAT  

Der Salat ist den meisten von uns wohlbekannt, als Hauptzutat für frische Salate, die entweder als vitaminreiche Beilage oder sogar als Hauptmahlzeit genossen werden. Außer seiner gesundheitsfördernden Eigenschaft als Nahrungsmittel ist der Salat aber auch eine Heilpflanze. Er wirkt beruhigend und krampflösend und kann daher bei Krampfhusten, Krämpfe der Verdauungsorgane und krampfartige Beschwerden des Kreislaufs angewandt werden. Sogar bei Schlaflosigkeit und Nervosität soll er helfen. Um in den Genuss dieser Heilwirkungen zu kommen, kann man einfach der Salatmahlzeit genussvoll zusprechen.
Kopfsalat, in  Österreich auch Häuptlsalat genannt, ist eine Sortengruppe des  Gartensalats. Die  Sprossachse ist stark gestaucht, so dass die Blätter einen dichten, rundlichen „Kopf" bilden. Verzehrt werden beim Kopfsalat die Blätter meist roh.

Steckbrief
Heilwirkung:
beruhigend, gefäßkrampflösend, harntreibend, krampflösend, Husten, Asthma, Krampfhusten, Blähungen, Verstopfung, Blutzucker senkend, Hoher Blutdruck, Muttermilch fördernd, Krämpfe, Nervosität, Schlaflosigkeit
wissenschaftlicher Name:
Lactuca sativa
englischer Name:
Lettuce
volkstümliche Namen:
Garten-Salat, Lattich, Grüner Salat, Kopfsalat
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
Bitterstoff, Vitamine, Gerbstoff, Gerbsäure, Glutaminsäure, Lactupikrin, Oxalsäure, Taraxasterol, Tryptophan
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Verwendung
Kopfsalat wird meistens roh als  Salat verzehrt, seltener als gekochtes Gemüse.

Geschichte
Der Kopfsalat soll vom wilden Lattich, einer Steppenpflanze, die in weiten Teilen Südeuropas und Vorderasiens vorkommt, abstammen. Im Altertum fand man ihn bereits im alten  Ägypten und  Griechenland, später auch bei den Römern. In Mitteleuropa fand er sich ab dem 8. Jahrhundert unter Karl dem Großen wieder. Im Mittelalter wird der Gartensalat als lactuca erwähnt, seine Form und die Verwendung sind aber unklar. In einem der ersten bebilderten Kräuterbücher der Renaissance unterscheidet  Leonhart Fuchs drei Salat-Typen, darunter einen Kopfsalat. Eine der ersten Abbildungen des Kopfsalats findet sich 1586 (gedruckt erst 1626) bei Joachim Camerarius. Bedingt durch die große Nachfrage am Hof von  Ludwig XIV. wurde der Kopfsalat nicht nur im Freiland, sondern auch geschützt angebaut. Besonders im nördlichen Europa und in Nordamerika wurde Kopfsalat angebaut, während im Mittelmeerraum Bindesalat und Sorten der Latin-Gruppe bevorzugt wurden. 1866 beschrieb  Friedrich Alefeld 65 Salat-Sorten, davon 44 Kopfsalate. Körber-Grohne geht für 1995 noch von 30 in Deutschland erhältlichen Kopfsalat-Sorten aus. In Österreich fand man Laibacher Eissalat um die Jahrhundertwende vom 19./20. Jahrhundert als mit krausigen Blättern, der noch vor dem  Ersten Weltkrieg nach  Graz fand. Durch Züchtungen dieses Eissalates entstand ein leicht süßlicher Krauthäuptel. Dieser wurde 1950 in das österreichische Zuchtbuch eingetragen. Als seltene landwirtschaftliche Kulturpflanze wurde der Grazer Krauthäuptelsalat in das Register der Traditionellen Lebensmittel eingetragen.

Beschreibung
Die generellen Eigenschaften des Kopfsalats gleichen denen der anderen Gartensalate: es sind ein- bis  zweijährige Pflanzen mit langer Pfahlwurzel, die zunächst eine grundständige Blatt-Rosette bilden, später erscheint der verzweigte Blütenstand mit zahlreichen gelben Blüten. Bei der Sortengruppe des Kopfsalats ist die Sprossachse stark gestaucht, so dass die stängelumfassenden Blätter dicht beieinander sitzen, sich überlappen und einen geschlossenen Kopf bilden. Die Form ist etwas abgeflacht, die äußeren Blätter sind nach außen gebogen. Die Blätter sind meist breiter als lang, runzlig, die Oberfläche ist weich und fühlt sich leicht ölig an. Die meisten Sorten besitzen grüne Blätter, es gibt aber auch rötliche und gelbliche. Zur Blütezeit verlängert sich die Sprossachse stark. Es gibt Sorten, die unter Langtagbedingungen schnell Blüten bilden; andere behalten auch im Sommer ihre geschlossene Form bei.



HOLUNDER

Der Holunderbusch wächst besonders gerne in der Nähe von Behausungen, daher ist es meistens recht einfach, ihn zu finden. Von Mai bis Ende Juni entfaltet er seine weißen Blüten-Dolden, die weithin duften. Als Tee werden seine Blüten gerne für Schwitzkuren bei Fieber und Erkältung eingesetzt. Die schwarzen Holunderbeeren sind sehr Vitamin C haltig und können als Saft, Mus oder Marmelade eingenommen werden. Im Volksglauben hausen die guten Hausgeister in Holunder-Bäumen, daher überlegt sich der abergläubische Landbewohner ganz genau, ob er einen Holunder fällen soll oder nicht. Da der Holunder innerhalb weniger Jahre sehr groß werden kann (bis zu 7m Höhe und sehr breit), nimmt er im Garten oft sehr viel Platz ein, darum kommt man um das Fällen eines Holunders manchmal kaum herum, vor allem wenn mehrere Holunder im Garten wachsen.
Die Holunder bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Moschuskrautgewächse. Die Gattung enthält weltweit etwas über zehn Arten, von denen drei in Mitteleuropaheimisch sind. Am bekanntesten von diesen drei Arten ist der Schwarze Holunder, der im heutigen Sprachgebrauch meist verkürzt als „Holunder“, in Norddeutschland oft auch als „Fliederbeerbusch“ und in Altbayern und Österreich als „Holler“ oder in der Schweiz und im Schwäbischen als „Holder“ bezeichnet wird. Daneben gibt es den ebenfalls strauchförmigen Roten Holunder und den staudenförmigen Zwerg-Holunder. Die Arten wachsen im gemäßigten bis subtropischen Klima und in höheren Lagen von tropischen Gebirgen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältungen
Heilwirkung: anregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Abszesse, Akne, Angina pectoris, Arteriosklerose, Arthritis, Asthma, Atemwegserkrankungen, Augenentzündung, Bindehautentzündung, Blähungen, Blasenentzündung, Bronchitis, Cellulite, Diabetes, Ekzeme, Erkältung, Erschöpfung, Erysipel, Falten, Fieber, Furunkel, Fußschweiß, Gelenkentzündung, Geschwollene Füße, Gicht, Grippe, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Halsschmerzen, Harndrang, Hautentzündungen, Hautpflege, Heiserkeit, Herpes, Heuschnupfen, Hexenschuss, Husten, Insektenstiche, Ischias, Juckreiz, Kehlkopfentzündung, Kniegelenksentzündung, Knieschmerzen, Knochenschwäche, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Leberschwäche, Luftröhrenkatarrh, Magen-Darm-Entzündung, Migräne, Milchbildung, Müdigkeit, Nebenhöhlenentzündung, Nervosität, Neuralgien, Nierenschwäche, Ödeme, Ohrenschmerzen, Orangenhaut, Osteoporose, Quetschung, Prellung, Rheuma, Schlafstörungen, Schmerzen, Schnupfen, Schweißfüße, Sommersprossen, Sonnenbrand, Überanstrengte Augen, Übergewicht, Verbrennungen, Verstauchung, Verstopfung, Wassersucht, Wunden, Zahnschmerzen, Zellulite
wissenschaftlicher Name: Sambucus nigra
Pflanzenfamilie: Geißblattgewächse = Caprifoliaceae
englischer Name: Elder
volkstümliche Namen: Alhorn, Backholder, Betschel, Eiderbaum, Elder, Eller, Ellhorn, Flieder, Hölder, Holder, Holderbusch, Hollerbusch, Holler, Hollunder, Huskolder, Keilken, Kelkenbusch, Kischke, Schwarzholder
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Beeren Achtung! Das Grüne der Pflanze ist giftig
Inhaltsstoffe: Glycoside, ätherisches Öl, Flavonoide, Cholin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure, Vitamin C
Sammelzeit: Blüten: Juni und Juli, Beeren: September und Oktober

Anwendung
Blüten
Bei Erkältungskrankheiten und Fieber kann man die Holunderblüten als Tee trinken und sich danach zum Schwitzen ins Bett legen. Auch zur Stärkung des Immunsystems eignet sich ein Holunderblüten-Tee. Aufgrund der harntreibenden und blutreinigenden Wirkung, ist Holunderblüten-Tee auch bei Krankheiten wie z.B. Rheuma und Hautunreinheiten geeignet. Allerdings ist die Wirkung hier nicht medizinisch nachgewiesen. Die entgiftenden Eigenschaften der Holunderblüten unterstützen Schlankheitskuren. Äußerlich kann man Holunderblüten-Tee zur Hautpflege einsetzen. Leichte Verbrennungen und Hautentzündungen können gelindert werden.
Beeren
Da die Beeren viel Vitamin-C enthalten, sind sie, als Saft getrunken, geeignet die Abwehrkräfte im Winter zu steigern, sodass es gar nicht erst zu Erkältungen kommt. Der Beerensaft wirkt auch leicht abführend.
Blätter und Rinde
Eine stärkere abführende Wirkung wird den Blättern und der Rinde zugesprochen. Diese sind jedoch leicht giftig, sodass man besser auf andere abführende Mittel zurückgreifen sollte. Die Blätter haben auch eine heilende Wirkung auf die Haut. Man kann sie als Salbe bei Quetschungen, Verstauchungen und Hautwunden einsetzen. Auch als Breiumschlag kann man die Blätter anwenden.
Heilwirkung
Peter Kurz, Michael Machatschek & Bernhard Igelhauser bezeichnen den Holunder mit Blick auf die dem Holunder im Volks- und Aberglauben der Landbevölkerung zugeschriebenen Heilwirkungen als „Apotheke des Einödbauern“. Insbesondere der „berühmte Fliedertee wurde Grundbestandteil der sogenannten Bauernapotheke“. Vor diesem Hintergrund werden folgende Praktiken genannt: Das Behängen des Holunderbusches mit „Hautlappen, Eiter, Nägeln und Zähnen kranker Menschen“ galt als Maßnahme, durch die „unbändige Wuchskraft“ des Holunders das Böse zu verbrauchen. Das Umschlingen des Holunders galt jungen Bäuerinnen als Mittel gegen Kinderlosigkeit. Zahnschmerzen sollten durch das Beißen auf einen Holunderzweig auf denselben übertragen werden und somit von den Schmerzen befreien. Als mit bestimmten Zeitpunkten und Orten verknüpfte Heilwirkungen sind zu nennen: Der Verzehr einer in Butter gebratenen Holunderdolde um 12 Uhr mittags am Johannistag unter der Feueresse, dem Sitz der Hausgeister, galt als Maßnahme, um ein Jahr lang Fieber abzuwehren. Die Wirkung des Holundertees als wirksames Mittel bei Halsschmerzen war an die Ernte der Blüten vor Sonnenaufgang geknüpft. Drei vor Sonnenaufgang abgebrochene Holundersprossen galten als Mittel bei Rinderflechte. Zur Heilwirkung des Holunders jenseits abergläubi-scher Vorstellungen siehe: Schwarzer Holunder als Heilmittel.

Geschichte
Der Holunder spielte schon vor Jahrtausenden eine wichtige Rolle in der Heilkunde. Schon Hippokrates aus Griechenland, der 460-377 v. Chr. lebte pries die Heilkraft des Holunders. Er nannte ihn gar einen Medizinschrank. Gegen Verstopfung, Wassersucht und Frauenbeschwerden wurde der Holunder von Hippokrates empfohlen, Anwendungen, die auch heute noch für den Holunder typisch sind. Auch Theophrastus von Eresos, Plinius der Ältere und Dioskurides beschrieben und würdigten den Holunder. Nördlich der Alpen galt der Holunder den Kelten und Germanen als heiliger Baum, der die Göttin verkörperte. Im Holunder sollten die guten Hausgeister wohnen und das Haus und seine Bewohner vor Schaden bewahren. Daher sollte man den Holunder auch weder beschneiden noch fällen, denn durch die Entfernung des Holunders beraubte man die guten Hausgeister ihrer Wohnstätte. Wenn sich das Fällen eines Holunders nicht vermeiden ließ, musste man ihn mit folgenden Worten um Verzeihung bitten: "Frau Ellhorn, gib mir von deinem Holz, so will ich dir auch von meinem geben, wenn es wächst im Walde." Nur Witwen und Waisen waren angeblich in der Lage, ungestraft Holunderholz zu schneiden, denn sie waren sowieso schon vom Tod gezeichnet. Außer zu Heilzwecken wurde der Holunder auch zu zahlreichen magischen Zwecken verwendet. Daher erstaunt es kaum, dass der Holunder im Rahmen der Christianisierung etwas in Verruf geriet. Aus dem heiligen Baum wurde plötzlich ein Baum des Teufels. So schrieb auch Hildegard von Bingen, dass der Holunder kaum zur Anwendung beim Menschen tauge. Andere Heilkundige des Mittelalters und der Neuzeit ließen sich von theologischen Vorbehalten weniger abschrecken und empfahlen den Holunder aufgrund seiner vielfältigen Heilfähigkeiten. Zu ihnen gehört Thomas von Aquin, Otto Brunfels, Hieronymus Bock, Paracelsus und Leonhart Fuchs (alle zwischen 1200 und 1600 n. Chr.). Leonhart Fuchs schreibt unter anderem: "Die jungen Dolden und Bletter gleich wie andere Kreüter gesotten, und in der Speiß genossen, treiben aus den Rotz, Pituitam genannt, und die Gallen. Die Wurzel in Wein gesotten, und in der Speiss genossen, ist den Wassersüchtigen seer gut, dan sie treibt gewaltig das Wasser aus dem Leib. Auch Sebastian Kneipp, Maria Treben und andere Kräuterkundige der Neuzeit schätzen den Holunder sehr.

Magische Verwendung
Der Holunder war früher der Frau Holle geweiht, die ein Aspekt der heidnischen Göttin ist. Manche sagen auch, der Name "Holunder" hätte seinen Ursprung bei der Frau Holle, aber Linguisten widersprechen dieser Vorstellung. Frau Holle ist den Meisten aus dem gleichnamigen Märchen bekannt. Das gepeinigte Mädchen springt in einen Brunnen und findet dort eine blühende Landschaft, wo sie auf Frau Holle trifft. Das Mädchen hilft Frau Holle bei der Arbeit und wird dafür reich belohnt. In diesem Märchen lernt man Frau Holle als freundliche, ältere Frau kennen, die den Menschen auf der Erde den Schnee bringt. Einerseits ist Frau Holle die freundliche, holde Göttin, sie steht aber auch für den Winter und den Schnee. Unter diesem Aspekt wird Frau Holle auch manchmal Perchtha genannt, das ist sozusagen die Wintergöttin. Bei so viel göttlicher Nähe wundert es nicht, dass der Holunder auch viel für magische Zwecke eingesetzt wurde. In Österreich und Süddeutschland wurden Hautkrankheiten des Viehs durch einen Sympathiezauber mit Holunder behandelt. Dazu wurden bei Sonnenuntergang drei Triebe des Holunders abgebrochen. Dabei rief man den Namen des kranken Tiers. Die Holundertriebe hängte man in den Kamin und ließ sie verdorren. Sobald die Triebe verdorrt waren, sollte auch die Hautkrankheit geheilt sein. An die Zweige des Holunders wurden früher eitrige Wundverbände gehängt, in der Hoffnung, dass der Holunder die Krankheit in die Unterwelt ableiten würde. Junge Mädchen schüttelten am 3. Juli, dem Thomas-Tag, einen Holunderbusch während des Abendläutens kräftig durch. Die Richtung aus der der nächste Hund bellte, sei auch die Richtung aus der der spätere Ehemann des Mädchens kommen würde. In Schweden heißt es, dass man den Elfenkönig und sein Gefolge sehen kann, wenn man sich bei Sonnenuntergang in der Mittsommernacht unter einen Holunderbaum setzt.
In Nordeuropa wurden Verstorbene noch vor gar nicht allzu langer Zeit auf Holunderzweige gebettet.

Pflanzenbeschreibung
Holunder-Arten sind meist verholzende Pflanzen und wachsen als Halbsträucher, Sträucher oder kleine Bäume. Sie erreichen meist Wuchshöhen zwischen 1 und 15 Meter und sind oft sommergrün. Die gegenständigen Laubblätter sind unpaarig gefiedert und bestehen aus drei bis neun elliptischen, meist gesägten Fiederblättchen. Manchmal kann man an den basalen Fiederpaaren Ansätze zu sekundärer Fiederung erkennen. Die Nebenblätter sind groß bis unauffällig oder fehlen, manchmal sind sie zu Drüsen oder einem Haarsaum reduziert. In endständigen, schirmtraubigen oder rispigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind drei- bis fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die drei bis fünf winzigen Kelchblätter sind zu einer kurzen Röhre verwachsen. Die drei bis fünf meist weißen Kronblätter sind kurz verwachsen. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden, die in der Basis der Krone inseriert sind. Die Staubbeutel sind länglich. Drei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem drei- bis fünfkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtblatt ist nur eine Samenanlage vorhanden. Der sehr kurze Griffel endet in drei bis fünf kopfigen Narben. Die beerenähnlichen Steinfrüchte können bei Reife schwarz, blau oder rot sein und enthalten drei bis fünf Samen. Die Samen besitzen eine häutige Testa. Rinde und Mark enthalten Calciumoxalat-Kristalle. Der schwarze Holunder ist in Mitteleuropa heimisch. Er ist eine häufige Pflanze. Der Holunder ist ein Strauch oder Baum, der ca. 7 m hoch werden kann und häufig sehr buschig und breit ist. Sehr gerne wächst der Holunder in der Nähe von Häusern. Oft schmiegt er sich richtiggehend an die Häuser an. Die Rinde der Stämme und Äste ist warzig und riecht leicht unangenehm. Die Zweige sind hohl und enthalten ein weiches Mark. Daher sind Holunderzweige auch zum Bauen von einfachen Flöten beliebt. Die Blätter sind unpaarig gefiedert. Zwischen Mai und Juli blühen die großen weiß-gelblichen Blüten in Trugdolden. Sie duften fruchtig-würzig mit dem unverwechselbaren Holunder-Aroma. Im Spätsommer bis Herbst reifen die Blüten zu schwarzen Beeren heran.
Achtung! Roh sind die Beeren leicht giftig. Auch die Blätter, Zweige und Rinde sind leicht giftig.

Anbau
Normalerweise braucht man den Holunder nicht gezielt anbauen, weil er sich in Gärten häufig von selber ansiedelt. Früher war man sogar der Meinung, dass man den Holunder nicht anpflanzen sollte, sondern dass man ihm die Chance geben sollte, sich seinen Platz selbst zu suchen. Doch was tut man, wenn in der heimischen Gegend nicht so viele wilde Holunder-Bäume wachsen, dass ihre Abkömmlinge von selbst in den eigenen Garten kommen? Dann spricht aus heutiger Sicht nichts gegen den gezielten Holunder-Anbau. Die Pflege bestehender Holunder-Bäume ist einfach, doch ihre Anzucht ist relativ kompliziert. Holunder liebt die Nähe zu menschlichen Siedlungen, das vereinfacht den Anbau im Garten. Der Holunder toleriert die meisten Boden-Arten, am liebsten ist ihm jedoch ein lehmiger Boden, aber auch auf sehr kalkreichem Boden gedeiht der Holunder. Ein sonniger Standort wird vom Holunder bevorzugt, auch die Früchte profitieren vom Sonnenlicht, aber man kann den Holunder auch an halbschattigen Standorten pflanzen. Da der Holunder bis zu 7 Meter hoch und sehr breit werden kann, sollte man ihm einen Platz geben, an dem er sich ausbreiten kann. Im Umkreis des Holunders haben die meisten anderen Pflanzen Probleme zu gedeihen. Daher sollte man den Holunder nicht direkt am Gemüsebeet anbauen.
Anzucht
Der Holunder kann aus Samen angezogen werden. Holunder-Samen sind Kaltkeimer, daher brauchen sie eine Kälteperiode, um zu keimen. Am besten sät man die Holunder-Samen gleich nach der Reifung, also im frühen Herbst. Zur Ansaat eignet sich beispielsweise ein kaltes Frühbeet. Wenn man den Holunder erst im Frühjahr säen will, sollte man die Anzuchtkästen zunächst zwei Monate warm stellen, bei etwa 20°C, und anschließend zwei Monate kalten stellen, unter 0°C. Danach stellt man die Holunder-Anzuchtkästen in die normale Sommer-Wärme. Sobald die Samen gekeimt haben und klei-ne Pflänzchen herangewachsen sind, kann man sie in größere Töpfe vereinzeln. Mit etwa 20 bis 50 cm Größe kann man die jungen Holunder-Pflanzen dann ins Freiland an ihren endgültigen Standort pflanzen. Wenn die Pflanzen im Verlauf des Sommers nicht groß genug werden, überwintert man sie im Anzuchtgefäß an geschützter Stelle und pflanzt sie erst im nächsten Sommer aus.
Stecklinge
Anstelle der Ansaat kann man Holunder auch durch Stecklinge vermehren. Dazu schneidet man im Hochsommer Triebe bis in den halb-verholzten Bereich, etwa 10cm lang. Die Blätter des Triebes kürzt man etwa auf die Hälfte, damit sie nicht so viel Nahrung brauchen. Dann stellt man den abgeschnittenen Trieb bzw. die Triebe in ein Wasserglas und stellt es an einen warmen, hellen Platz. Sobald die Triebe gut durchwurzelt sind, kann man sie in Töpfe pflanzen. Alternativ steckt man den abgeschnittenen Trieb in feuchte Erde und hüllt den Trieb samt Töpfchen in eine Plastikhülle, damit der Steckling in hoher Luftfeuchtigkeit gedeihen kann.
Pflege
Ein Holunder-Baum braucht kaum Pflege. Beschneiden der Äste verträgt der Holunder meistens problemlos, ist aber für das normale Gedeihen der Pflanze nicht notwendig. Man sollte jedoch nicht zu viel auf einmal schneiden, sonst bilden sich senkrechte Wassertriebe, die in Höhe schnellen. Wenn man den Holunder fällt, treibt der Stumpf meistens wieder neue Triebe aus. Nach wenigen Jahren ist ein neuer Baum herangewachsen.  


Sammelhinweise
Die Sammelzeiten für die verschiedenen Teile des Holunders sind unterschiedlich:
Blüten: Mitte Mai bis Juli
Beeren: August bis Oktober
Blätter: Mai bis Juni
Rinde: Februar bis März und Oktober bis November
Wurzel: Februar bis März und Oktober bis November
Blüten

Die Blüten sammelt man in den ganzen Dolden. Diese Dolden legt man auf eine saubere Unterlage in einem zum Trocknen geeigneten Behälter, beispielsweise in eine Pappkiste. Zum Trocknen stellt man die Blüten an einen luftigen, schattigen Platz. Die Doldenform sorgt dafür, dass die Blüten ziemlich locker liegen und dadurch gut trocknen können. Sobald die Blüten getrocknet sind, rebelt man sie von den Doldenstengeln ab und bewahrt sie trocken und lichtgeschützt auf.
Beeren
Die Früchte der Holunderbeeren reifen nicht zur gleichen Zeit, daher gibt es an vielen Dolden reife und unreife Beeren. In diesem Fall erntet man entweder nur einen Teil der Dolde oder man entfernt nach dem Sammeln die unreifen Beeren. Die Färbkraft des Beerensaftes ist so stark, dass sich die Finger verfärben. Daher sollte man auch auf seine Kleidung achten. Die Beeren müssen sehr bald nach der Ernte verarbeitet werden, weil sie zum Schimmeln neigen. Meistens werden die Beeren zu Saft, Marmelade oder anderen feuchten Zubereitungen verarbeitet. Mit einem Dörrgerät kann man sie jedoch auch trocknen. Alternativ zum Dörrgerät kann man die Beeren auch im Backofen trocknen. Dieser sollte dazu aber maximal 40°C heiß sein. Die Backofentür lässt man offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Blätter
Die Blätter werden gesammelt, solange sie in gutem, makellosen Zustand sind. Dann verwendet man sie entweder frisch für Salben oder man trocknet sie. Man legt sie auf eine saubere Unterlage in einem zum Trocknen geeigneten Behälter, beispielsweise in eine Pappkiste. Zum Trocknen stellt man die Blätter dann an einen luftigen, schattigen Platz. Sobald die Blätter getrocknet sind bewahrt man sie trocken und lichtgeschützt auf.
Rinde
Die Rinde wird von den jungen aber schon verholzten Zweigen geschabt. Die Legende besagt, dass Rinde, die man von oben nach unten schabt, als Abführ-mittel dient und Rinde, die man von unten nach oben schabt, als Brechmittel dient. Nach der Ernte wird die Rinde möglichst zügig getrocknet. Wenn es warm und trocken ist, kann man sie einfach im Zimmer oder an einem luftigen, schattigen Ort trocknen. Bei feuchtem, kühlen Wetter kann man die Rinde auch im Dörrgerät oder Backofen bei bis zu 40°C trocknen.
Wurzel
Die Wurzel wird im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr geerntet. Wenn man von einem kräftigen Baum nur wenige, kleine Wurzelstücke erntet, verkraftet der Baum die Prozedur meistens problemlos. Die Wurzel wird zunächst trocken saubergerieben und dann mit kaltem Wasser gereinigt. Anschließend schneidet man sie in Stücke und trocknet sie an einem warmen Platz, im Dörrgerät oder im Backofen bei bis zu 40°C.



BACHBLÜTEN
Man reißt in Gesellschaft unwillkürlich das Gespräch an sich und lenkt es auf die eigene Person (14 Heather)
-
Diese Menschen reißen unwillkürlich das laufende Gespräch an sich und lenken unbewusst dies auf die
 eigene Person
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen sie dass sie nicht das Gespräch an sich reißen und auch nicht
 auf die eigene Person zu lenken


BACHBLÜTEN
Man tritt leicht weg, Ohnmachtsneigung (9 Clematis)
-
Diese Menschen haben leider eine Neigung Ohnmächtig zu werden oder treten leicht weg
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Ohnmachtsneigung in den Griff zu bekommen


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü