Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

16.08.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > August > 12.08.19-18.08.19


EUCALYPTUS

Der kräftig riechende Eukalyptus ist geradezu der Inbegriff der Erkältungsdüfte. Daher ist er auch die bekannteste Heilpflanze Australiens. Dabei stammt der medizinische Eukalyptus-Baum eigentlich von der Insel Tasmaien und ist heutzutage in den meisten warmen Ländern verbreitet. Das ätherische Öl des Eukalyptus findet man in zahlreichen Erkältungsmitteln, seien es Bäder, Inhalationsmittel oder Einreibemittel. Man kann die Eukalyptus-Blätter auch als Tee trinken oder äußerlich anwenden.
Die Eukalypten, auch Blaugummibäume genannt, sind eine artenreiche Pflanzengattung in der Familie der Myrtengewächse. Die über 600 Arten sind in  Australien und  Indonesien heimisch.

Steckbrief
Heilwirkung:
Achtung! Das ätherische Öl nicht überdosieren! Nicht bei Kindern im Gesicht anwenden!
Haupt-Anwendungen:
Bronchitis, Erkältungen, Husten
Heilwirkung:
anregend, antibakteriell, antiviral, auswurffördernd, blutzuckersenkend, bronchienerweiternd, desinfizierend, desodorierend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, erfrischend, fiebersenkend, fungizid, harntreibend, krampflösend, pilzhemmend, regenerierend, schleimbildungshemmend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Akne, Angina, Arthrose, Asthma, Blasenentzündung, Diabetes, Fieber, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Gicht, Grippe, Gürtelrose, Herpes, Insektenstiche, Rachenentzündung, Mandelentzündung, Migräne, Muskelkater, Muskelschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nervenschmerzen, Neuralgien, Nierenentzündung, Rheumatismus, Schlecht heilende Wunden, Schnupfen, Seitenstrangangina, Sinusitis, Tuberkulose (unterstützend), Verdauungsschwäche (nicht bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt),
Zahnfleischentzündung
Homöopathische Anwendung:
D2 bis D12: Atemwegserkrankungen, Blasenentzündungen, Nierenentzün-dungen
wissenschaftlicher Name: Eucalyptus globulus
Pflanzenfamilie: Myrtengewächse = Myrtaceae
englischer Name:
Eucalyptus
volkstümliche Namen:
Fieberbaum, Fieberheilbaum, Blaugummibaum
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: u.a. Cineol, Pinen, Cymen, Limonen, Geraniol; Gerbstoffe, Bitterstoffe, Euglobale, Flavonoide, Harze, Triterpene, Proanthocyanidine, Phenolcarbonsäuren
Sammelzeit:
Sommer bis Herbst

Anwendung
Von den über 600 Eukalyptus-Arten wird hauptsächlich die Art "Eucalyptus globulus" als Heilpflanze eingesetzt. Die Eukalyptus-Art "Eucalyptus citriodora" wird wegen seines frischen, zitronigen Duftes gerne für die Behandlung von Kindern verwendet, weil es milder als der klassische Eukalyputs ist. Meistens wird das ätherische Öl des Eukalyptus für die Behandlung verwendet, vor allem in zahlreichen Fertigpräparaten wie Einreibemittel, Bäderzusätze und dergleichen. Man kann den Eukalyptus aber auch als Tee einsetzen. Eukalypten dienen sowohl zur Gewinnung stark riechender ätherischer Öle als auch zur Holzgewinnung. Sie sind die Futterpflanzen des Koalas und einiger anderer Beuteltiere, für die meisten anderen Tier- und Pflanzenarten sind sie dagegen giftig und nutzlos. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die Giftstoffe nicht mehr so konzentriert sind wie in den jungen Trieben und Blättern.
Ätherisches Eukalyptusöl
Das ätherische Öl wird mittels  Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige gewonnen. Allerdings finden sich über 50 Eukalyptusarten, aus denen man ätherisches Öl gewinnt, die sich alle in ihrer chemischen Zusammensetzung und physiologischen Wirkung unterscheiden. Welche Eukalyptusart sich im Fläschchen befindet, darüber gibt der botanische Name Auskunft. Unter dem Namen des bekanntesten Vertreters  Blauer Eukalyptus finden sich auch Vermischungen mit anderen Eukalyptussorten, da nach dem Europäischen  Arzneibuch verschiedene Arten zur Gewinnung des Eukalyptusöles herangezogen werden dürfen. Auch wird Eukalyptus globulus rektifiziert, das heißt es wird mittels einer Nachdestillation der Anteil der stark reizenden Inhaltsstoffe abgesenkt. Aus diesem Grund sollte der Gehalt des Cineols in Prozent auf dem äthe-rischen Ölfläschchen stehen. Die unterschiedlichen Eukalyptusarten eignen sich durch ihre Inhaltsstoffe nicht für Kinder unter sechs Jahren oder für die meisten Tiere. In großen Mengen sind sie auch für erwachsene Menschen giftig.  Eukalyptusöl findet eine Anwendung in der Bienenpflege als Wirkstoff gegen Milbenbefall.
Tee
Als Tee wird der Eukalyptus eher selten eingesetzt. Der Tee hat jedoch gegenüber dem ätherischen Öl mehrere Vorteile. Zum Einen ist er milder als das ätherische Öl und kann daher auch innerlich eingesetzt werden. Außerdem kommt man nur beim Tee in den Genuss der zusätzlichen Wirkstoffe des Eukalyptus, die nicht im ätherischen Öl enthalten sind, beispielsweise Gerbstoffe, Bitterstoffe usw. Für den Eukalyptus-Tee werden die getrockneten, älteren Blätter des Eukalyptus-Baumes verwendet.
Anleitung:
Brühen Sie einen Tee auf mit einem Teelöffel Eukalyptus-Blätter pro Tasse. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen. Filtern Sie den Tee anschließend ab. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken. Bei akuten Erkrankungen sollte man 3 bis 5 Tassen täglich trinken, sofern man den Tee verträgt.
Tee, innerlich
Einen solchen Eukalyptus-Tee kann man natürlich gegen Erkältung trinken, insbesondere, wenn man auch unter Husten leidet. Auch bei Halsschmerzen oder Nebenhöhlenentzündung kann Eukalyptus-Tee helfen. Mit dem Tee kann man auch gurgeln, um Halsschmerzen, Mandelentzündung oder auch Seitenstrangangina zu behandeln. Als Tee kann man die Heilkräfte des Eukalyptus auch für völlig andere Krankheiten nutzen, beispielsweise für Verdauungsschwäche. Auch gegen Blasenentzündung kann man Eukalyptus-Tee trinken, denn der Eukalyptus desinfiziert die Harnwege. Sogar bei Nierenbeckenentzündung kann man daher den Eukalyptus-Tee einsetzen. Weil Eukalyptus leicht blutzuckersenkend wirkt, kann man ihn auch unterstützend bei Diabetes trinken. Bei schweren Diabetes-Fällen kann er natürlich die blutzuckersenkenden Medikamente oder gar Insulin nicht ersetzen. In Kombination mit regelmäßiger Bewegung kann man aber eventuell die Dosis der Medikamente herabsetzen, natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Tee, äußerlich
Den Eukalyptustee kann man nicht nur trinken, sondern auch äußerlich für Waschungen, Umschläge, Inhalationen oder Bäder einsetzen. Hierbei werden die desinfizierenden, entzündungshemmenden, antibakteriellen und regenerierenden Eigenschaften des Eukalyptus genutzt. Als Umschlag oder Waschung kann man den Eukalyptus für schlecht heilende Wunden, Akne, Geschwüre, Gürtelrose, Gelenkschmerzen und ähnliche Beschwerden anwenden. Bäder kann man für großflächige Hautprobleme durchführen. Auch bei Gelenkerkrankungen, wie beispielsweise Rheuma, können Eukalyptus-Bäder helfen. Ein Vollbad mit Eukalyptus wirkt belebend und anregend. Dafür braucht man natürlich eine größere Menge Eukalyptus-Tee. Etwa ein bis zwei Liter starker Tee reichen aus. Mehr Informationen über die verschiedenen äußerlichen Anwendungen finden Sie weiter unten.
Ätherisches Öl
Meistens wird der Eukalyptus als ätherisches Öl eingesetzt. Das ätherische Eukalyptus-Öl ist ausgesprochen intensiv und die Eukalyptus-Blätter halten sehr viel davon. Aus 100 kg Eukalyptusblättern kann man etwa 2 Liter ätherisches Öl herstellen. Das ätherische Eukalyptusöl ist zu intensiv, um es innerlich anzuwenden. Aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, es äußerlich zu nutzen.
Inhalation / Dampfbad
Inhalationen mit Eukalyptus eignen sich zur Behandlung von normalen Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen, Husten und Bronchitis. Für die Atemwegsbehandlungen kann man einen Inhalator verwenden, mit Eukalyptus-Öl oder einer Ölmischung aus verschiedenen ätherischen Ölen. Oder man macht ein einfaches Dampfbad. Dazu braucht man, außer Eukalyptus, nur eine hitzefeste Schüssel und ein großes Handtuch.
So funktioniert das Dampfbad:
Legen Sie ein großes Handtuch, eine hitzefeste Schüssel und Eukalyptus-Blätter oder ätherisches Eukalyptus-Öl bereit. Geben Sie eine kleine Handvoll Eukalyptus-Blätter in die Schüssel oder halten Sie das ätherische Öl bereit. Bringen Sie Wasser zum kochen. Stellen Sie die Schüssel auf einen Tisch auf eine hitzefeste Unterlage, z.B. ein Holzbrett. Gießen Sie das kochende Wasser über die Kräuter in die Schüssel. Oder geben Sie 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl in das heiße Wasser. Setzen Sie sich an den Tisch und beugen Sie sich über die Schüssel. Bedecken Sie Kopf und Oberkörper mit dem Handtuch, damit der Dampf sich darunter sammeln kann. Nähern Sie sich dem heißen Wasser so dicht, wie Sie die Temperatur gerade noch aushalten. Atmen Sie ruhig und tief. Der Dampf und die Kräuter-Wirkstoffe dringen in die Atemwege vor und helfen dort gegen Entzündungen und Infektionen. Die Atemwege werden befreit. Auch Entzündungen der Haut, z.B. Akne, werden gelindert.
Ölmischung
Um ätherisches Eukalyptus-Öl direkt auf die Haut aufzutragen, kann man es mit einem guten Pflanzenöl vermischen. Dazu vermischt man 10 ml gutes Pflanzenöl mit 10-20 Tropfen ätherischem Eukalyptus-Öl. Mit dieser Mischung kann man die Haut einreiben, wenn man unter Gürtelrose leidet. Das Eukalyptus-Öl wirkt schmerzlindernd und bekämpft die Viren.
Salbe
Zahlreiche verschiedene Eukalyptus-Salben kann man im Handel kaufen. Es gibt stark riechende Fett-Salben zum Einreiben von Brust und Rücken. Es gibt auch mildere Nasensalben, die bei Schnupfen die Atmung erleichtern. Auch viele Rheuma-Salben enthalten Eukalyptus. Man kann eine Eukalyptus-Salbe auch selbst herstellen. Dazu braucht man ätherisches Eukalyptus-Öl, Bienenwachs und ein gutes Pflanzenöl.
So stellen Sie eine Eukalyptus-Salbe her:
Zutaten: 30ml gutes Pflanzenöl, 2g Bienenwachs, 20-50 Tr ätherisches Eukalyptus-Öl
Anleitung: Stellen Sie die Zutaten bereit. Geben Sie die Zutaten außer dem ätherischen Öl in ein hitzefestes Glas. Stellen das Glas in ein heißes Wasserbad. Warten Sie bis das Bienenwachs geschmolzen sind. Nehmen Sie das Glas dann aus dem Wasserbad. Dann wird es Zeit für das ätherischen Öl. Tropfen Sie die ätherischen Öle in die Salbe und schwenke sie, damit sich das ätherische Öl damit vermischt. Gießen Sie die Salbe in einen Salbentiegel. Nach ein paar Stunden wird die Salbe fest. Beschriften Sie den Salbentiegel mit Inhalt und Datum.
Die Eukalyptus-Salbe kann man benutzen, um damit Brust und Rücken einzureiben, wenn man unter starkem Husten leidet. Sie eignet sich auch für Einreibungen gegen Rheuma, Arthrose und Muskelkater. Wenn man die Salbe mild zubereitet, also nur mit etwa 5 Tropfen Eukalyptus-Öl, dann kann man sie auch als Nasensalbe einsetzen. Man sollte aber nur den äußeren Rand der Nase damit einreiben. Dadurch kann die Atmung wieder freier werden. Zusammen mit Melissen-Öl kann man die Eukalyptus-Salbe auch bei Herpes verwen-den.
Umschläge
Für einen Umschlag taucht man ein Tuch in starken Eukalyptus-Tee, wringt es aus, legt es auf die zu behan-delnde Hautstelle. Man kann auch ein feuchtes Tuch mit wenigen Tropfen Eukalyptus-Öl beträufeln und auf die Haut legen. Der Vorteil eines Eukalyptus-Tees gegenüber dem ätherischen Öl ist, dass der Tee auch noch Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harze usw. enthält, die die heilsame Wirkung unterstützen. Um die Kleidung zu schützen, kann man den feuchten Umschlag mit einem Wolltuch oder einer Plastikfolie bedecken. Lassen Sie den Umschlag mindestens eine Stunde bis 12 Stunden einwirken.
Bäder
Bäder mit Eukalyptus helfen gegen Erkältungen, wirken anregend, lindern Gelenkbeschwerden und wirken gegen großflächige, entzündliche Hautprobleme. Eukalyptus-Bäder kann man mit starkem Eukalyptus-Tee, ätherischem Eukalyptus-Öl oder fertigen Bademischungen zubereiten. Für ein Eukalyptus-Vollbad nimmt man ein bis zwei Liter starken Eukalyptus-Tee, etwa 5-10 Tropfen ätherisches Öl oder die vom Hersteller empfohlene Menge fertige Bademischung. Für Teilbäder braucht man entsprechend weniger Eukalyptus. Ein Vollbad sollte nicht länger als 20 Minuten dauern, weil es sonst den Kreislauf zu sehr belastet. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass Eukalyptus zunächst eine kühlende Wirkung hat. Wer vorher schon friert, könnte auf ein Eukalyptusbad schlecht reagieren.
Duftlampe
Eukalyptusöl in der Duftlampe kann die Raumluft desinfizieren und erfrischen. Bakterien werden durch Eukalyptusöl in der Luft abgetötet. Für die Anwendung in der Duftlampe gibt man 2 bis 3 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl in eine mit Wasser gefüllte Duftlampe. Dann erhitzt man die Duftlampe und lässt das Eukalyptusöl verdampfen. Eukalyptus in der Duftlampe vertreibt auch Insekten und hilft somit bei der Verhinderung von Mückenstichen.
Haushalt
Wegen der desinfizierenden Wirkung kann man Eukalyptus-Öl auch im Haushalt einsetzen. Man kann eine Emulsion mit Eukalyptus-Öl und Wasser zur Entfernung von Staubmilben aus Textilien verwenden.

Nebenwirkungen - Gegenanzeigen
Weil der Eukalyptus, und insbesondere sein ätherisches Öl, sehr intensiv wirkt, hat er naturgemäß auch eini-ge Nebenwirkungen und Kontraindikationen.
Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern verwenden! Die ätherischen Öle des Eukalyptus reizen die zarten Schleimhäute zu stark.
In schlimmen Fällen kann es zum Glottiskrampf mit Erstickungsgefahr kommen! Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Eukalyptus. Solch eine Allergie kann auch infolge einer intensiven Eukalyptusbehandlung entstehen. Innerlich darf man Eukalyptus nicht anwenden bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen, Gallebeschwerden oder Leber-Erkrankungen. Eukalyptus-Öl ist zudem sehr leicht brennbar, wie alle ätherischen Öle. Auch die Blätter brennen leicht, wegen ihres hohen Gehaltes an ätherischen Ölen.
Nebenwirkungen
Bei der innerlichen Anwendung von Eukalyptus kann es bei hoher Dosierung oder empfindlichen Menschen zu einigen Nebenwirkungen kommen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Äußerlich angewendet kann es bei in-tensiver Eukalyptus-Anwendung zu Hautreizungen kommen.
Wechselwirkung
Eukalyptus kann die Wirkung von manchen anderen Arzneimitteln abschwächen oder verkürzen, wobei mir nicht bekannt ist, welche Arzneimittel davon betroffen sind. Daher im Zweifelsfall Beipackzettel der verwendeten Medikamente genau lesen. Behandlungen mit klassischer Homöopathie in Hochpotenzen kann durch intensive ätherische Öle gestört werden, z.B. Minze. Diese störende Wirkung kann prinzipiell auch durch Eu-kalyptuspräparate hervorgerufen werden.

Magische Anwendung
Viele magische Anwendungen des Eukalyptus bedienen sich der Heilwirkung des ätherischen Eukalyptus-Öles und sind somit eher volkstümliche Anwendungen der Heilpflanze als klassische Magie. Man kann sich beispielsweise Heilpuppen herstellen und mit Eukalyptusblättern ausstopfen und mit sich herumtragen, um die Gesundheit zu erhalten. Das ätherische Eukalyptus-Öl in den Blättern kann tatsächlich gegen Erkältungen helfen und wirkt in Form einer Duft-Puppe (ähnlich wie Duftkissen) möglicherweise vorbeugend. Ähnlich wirken andere volkstümliche Anwendungen des Eukalyptus: Ein Eukalyptuszweig wird über dem Krankenbett aufgehängt. Unters Kopfkissen gelegt, sollen Eukalyptusfrüchte gegen Erkältungen vorbeugen. Aus den grünen, also unreifen, Früchten des Eukalyptus kann man eine Kette auffädeln. Diese Kette kann man gegen Halsschmerzen einsetzen.
Volksglauben in der Heimat des Eukalyptus
Da der Eukalyptus in Australien und Ozeanien heimisch ist, haben sich dort auch die meisten Gebräuche rund um den Eukalyptus entwickelt. Dort glauben viele Menschen, dass Eukalyptus-Zweige vor Blitzschlag schützen können. Auch das Vieh soll durch Eukalyptus von Krankheit und Schadzauber geschützt werden.
Wer sich einen Eukalyptuszweig an den Hut steckt, hofft, dass er dadurch Glück hat.

Geschichte
Erst als Australien von den Europäern entdeckt wurde, etwa um 1770, lernte die Welt den Eukalyptusbaum kennen. Weil der schnellwachsende Eukalyptusbaum sehr viel Wasser braucht, wurde er in vielen warmen Ländern bevorzugt in Sumpfgebieten angepflanzt. So wurden zahlreiche Sümpfe trockengelegt. Das hatte zur Folge, dass sich die Malaria-übertragende Anopholes-Mücke nicht mehr vermehren konnte. Die Krankheit Malaria wurde zurückgedrängt. Deshalb wird der Eukalyptus auch vielerorts als "Fieberbaum" bezeichnet. Heutzutage findet man den Eukalyptus-Baum in den meisten Ländern, deren Klima warm genug für ihn ist, beispielsweise im Mittelmeerraum, auf kanarischen Inseln, in den Tropen und Subtropen.

Pflanzenbeschreibung
Von der Gattung Eucalyptus gibt es mindestens 600 Arten. Als Heilpflanze wird vor allem die Art Eucalyptus globulus verwendet. Diese Eukalyptus-Art stammt ursprünglich aus Tasmanien und dem südlichen Australien. Heutzutage findet man ihn auch in den Mittelmeerländern und vielen anderen subtropischen Gegenden. Der Eukalyptusbaum wird bis zu 70 Meter hoch, in Einzelfällen sogar noch höher. Er hat eine glatte, grau-weiße Rinde, die stellenweise abschilfert. Das Holz des Eukalyptusbaums ist ausgesprochen hart. Daher wird es auch gerne für besonders belastete Aufgaben eingesetzt, wie beispielsweise Schiffsmasten, Eisenbahnschwellen, Strommasten. Der Eukalyptusbaum hat zwei verschiedene Arten von Blättern. Junge Blätter sind eiförmig oder breit-lanzettlich und stehen gegenständig an jungen Zweigen. Dabei umfassen sie den Stängel. Die folgenden Blätter sind bläulich, länglich und sichelförmig. Sie stehen wechselständig an den Stängeln und hängen an kurzen Stielen. Diese älteren Blätter sind dick und lederartig und voller ätherischer Öle. Daher werden auch diese älteren Blätter für die Heilanwendung und Gewinnung des ätherischen Öls geerntet. Die Blüten bestehen aus zahlreichen weißlichen Fäden, die kreisförmig bis kugelförmig angeordnet sind. Aus diesen Blüten entwickeln sich kegelförmige Kapseln, die blaugrün sind und von einer silbergrauen Schicht überzogen werden. Diese Kapseln sehen hübsch aus und werden daher gerne für Trockengestecke verwendet.

Habitus

Die meisten Eukalyptusarten sind relativ schnellwüchsige, hohe, immergrüne Bäume und Sträucher (beispielsweise Eucalyptus vernicosa aus dem westlichen Tasmanien). Der  Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans) gilt als der Laubbaum mit der größten Wuchshöhe; ein Exemplar dieser Art wurde mit einer Wuchshöhe von 97 m und einem Stammumfang von bis zu 20 Metern auf  Tasmanien gemessen.
Borke und Rinde
Das Erscheinungsbild der  Rinde von Eukalyptusbäumen ändert sich im Laufe des Alters. Wie andere Bäume auch setzen Eukalyptusarten jährlich eine neue Schicht  Borke an und erweitern so ihren Stammesumfang. Bei manchen Arten stirbt die äußerste Schicht ab, und löst sich darauf in langen Streifen oder in unterschiedlich großen „Flocken" vom Baum. Bei vielen Arten kann die tote Rinde jedoch einfach am Baum verbleiben. Durch die Witterungseinflüsse bekommt diese Rinde ihr typisches, alterndes Aussehen. Viele andere Arten sind auch als sogenannte halfbarks und blackbutts bekannt, was darauf anspielt, dass bei diesen Arten die abgestorbene Borke nur im unteren Bereich des Stammes oder als große, schwarze Ansammlung direkt am Fuß des Baumes behalten wird. Die glatte, obere und jüngere Rinde der halfbarks und die Rinde anderer glattrindiger Eukalyptusarten können bemerkenswerte und höchst interessante Farben annehmen.
Blätter
Die Jugendblätter und die Blätter an älteren Bäumen unterscheiden sich bei den meisten Arten deutlich. Zum Beispiel sind die Jugendblätter gegenständig - die adulten Blätter wechselständig und oft sind die adulten Blätter sichelförmig oder herz-eiförmig. Meist sind die Blätter ledrig. Die  Blattspreite ist oft um 90° gedreht, um weniger Angriffsfläche für die hohe Einstrahlung zu bieten.
Blütenstände, Blüten und Früchte
Die doldigen und oft zusammengesetzten Blütenstände enthalten oft viele Blüten. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen  Blüten sind vierzählig. Während des Knospenstadiums ist die Blüte von einer Kapsel, „Operculum" genannt, umgeben, welche meist aus den weniger auffälligen (meist 2 × 4)  Blütenhüllblättern besteht. Statt auffälliger Blütenhüllblätter enthalten die Blüten eine große Anzahl (20 bis 150) an langen Staubblättern, welche in ihrer Farbe je nach Art weiß, rot, oder gelb sein können. Manchmal ist nur ein Teil der Staubblätter fertil. Die Blüte ist also nicht mit den Blütenhüllblättern, sondern mit den Staubgefäßen geschmückt, dies kommt bei unterschiedlichen Blütenpflanzentaxa vor. Wenn die Blüte sich öffnet, werden die Staubgefäße erweitert und das Operculum wird abgesprengt. Der Name des Eukalyptus leitet sich vom Operculum und dessen Funktion ab. Zwei bis sieben Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen oder unterständigen Fruchtknoten und einem gemeinsamen Stempel verwachsen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Vögel. Die Fruchtstände sehen oft zapfenartig aus. Die holzigen, trockenen Kapselfrüchte, in englischer Sprache auch gumnuts genannt, sind meistens kegelförmig und besitzen an ihren Enden ventilartige Öffnungen, die geöffnet den eigentlichen Samen freigeben.
Zitroneneukalyptus
Eine weitere als Heilpflanze verwendete Art ist der Zitroneneukalyptus. Der Zitroneneukalyptus-Baum wird mit maximal 50 Metern Höhe etwas kleiner als der normale Eukalyptusbaum. Er stammt ursprünglich aus Nord-West-Australien. Sein ätherisches Öl ist sanfter als das normale Eukalyptusöl und riecht zitronig. Aufgrund seiner Milde kann man es eher für Kinder einsetzen als das normale Eukalyptusöl.
Verwechslungsmöglichkeiten
Wegen der zahlreichen Eukalyptus-Arten gibt es jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten. Außerhalb von Australien ist jedoch vor allem der normale Eukalyptus-Baum verbreitet. Als Zierpflanze in Gärten findet man jedoch auch entferntere Verwandte des Eukalyptus-Baums, beispielsweise Bäume der Gattung Corymbia. Diese Zierbäume haben sehr hübsche rote Blüten, deren Form an die Blüten des Eukalyptus erinnert.

Sammeltipps
In Mitteleuropa wird man kaum wild wachsende Eukalyptusbäume finden. Wer jedoch ein kräftig gedeihendes Exemplar in seinem Wintergarten besitzt, kann die älteren Blätter im Sommer bis Herbst sammeln und trocknen lassen. Auch die Blätter von Eukalyptus-Bäumen im Mittelmeerraum und anderen warmen Ländern werden im Sommer bis Herbst geerntet. Wichtig ist, dass man nicht die stängelumfassenden jüngeren Blätter erntet, denn diese haben noch nicht genug Wirkstoffe angesammelt.




HASELWURZ
tt

Die Haselwurz ist eine alte Heilpflanze, die heutzutage fast in Vergessenheit geraten ist. Wegen ihrer Giftwirkung wird die Haselwurz heutzutage praktisch nicht mehr als Heilpflanze verwendet. Früher hat sie jedoch eine bedeutsame Rolle in der Heilkunde gespielt. Schon im Altertum war sie für ihre Wirkungen bekannt und wurde bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt.
Die Gewöhnliche Haselwurz ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Osterluzeigewächse gehört. Sie gedeiht in Wäldern in weiten Gebieten Eurasiens.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden. Brechmittel, Hitzewallungen, Ischias, Menstruationsfördernd, Verstopfung, Wassersucht, kalte Hände, Ödeme. Als homöopathisches Mittel: Erkältungen, Husten, Magen-Darm-Beschwerden, nervöse Erschöpfung
wissenschaftlicher Name: Asarum europaeum
Pflanzenfamilie: Osterluzeigewächse = Aristolochiaceae
volkstümliche Namen: Hasenpappel, Hexenrauch, Aser, Brechhaselkraut, Drüsenkraut, Hasel-Mönch, Haselmünch, Haselmusch, Hasenohr, Hasenpappel, Hasenpfeffer, Haselwort, Hasewurz, Hasselkräut, Hauswurzel, Kampferwurzel, Leberkraut, Mausöhrlein, Mausohren, Natterwurz, Neidkraut, Nierenkraut, Pfefferblätter, Scheibelkraut, Schlangenwurzel, Speiblätter, Spitze Haselwörz, Teufelsklaue, Vogelskappe, Weihrauchkraut, Wilder Nardus, Wilder Pfeffer
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Asaron (giftig)
Sammelzeit: August

Anwendung
Blätter und Wurzeln der Haselwurz schmecken nach Pfeffer, das Rhizom enthält kampferartige, ätherische Substanzen, die schleimhautreizend, brech- und niesreizanregend wirken und innere Blutungen auslösen können (Gastroenteritis). Bis ins 18. Jahrhundert wurden die getrockneten Rhizome als Brechmittel verwandt. Später gehörten sie in pulverisierter Form zum variablen Zutatenkreis des Schneeberger Schnupftabaks. Die Droge wird im August gesammelt. Von der Nutzung des Rhizoms in der Pharmazie wird heute abgeraten, da dessen Inhaltsstoffe zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.

Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden.

Wegen ihrer Giftigkeit wird die Haselwurz heutzutage nicht mehr als Heilpflanze verwendet. Man kann sie jedoch als homöopathisches Mittel benutzen, und zwar ab der Potenz D3. Als homöopathisches Mittel kann man die Haselwurz unter dem Namen Asarum gegen Erkältung, Husten und Magen-Darmbeschwerden einsetzen. Auch bei Reizmagen kann sie manchmal hilfreich sein.

Giftwirkung
Die Giftwirkung der Haselwurz kann ganz erheblich sein. Es kommt zu: Mundbrennen, Betäubung der Mundschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Gebärmutterblutungen. In sehr seltenen Fällen kann es zu Atemlähmung und Tod kommen.

Pflanzenbeschreibung
Die Gewöhnliche Haselwurz wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von nur 5 bis 10 Zentimetern. Sie bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Die oberirdischen Pflanzenteile sind behaart. Alle Pflanzenteile riechen intensiv, das Rhizom riecht pfefferartig. Die Sprossachse ist kriechend, mit zwei bis drei bräunlichgrünen Niederblättern. Die zwei immergrünen, lang gestielten Laubblätter besitzen eine einfache, rundliche bis nierenförmige oder herzförmige Blattspreite, die auf der Oberseite meist glänzend, während die Unterseite meist behaart ist. Die einzeln unmittelbar in Bodennähe stehenden Blüten sind krugförmig und braunrot mit drei Zipfeln. Die Blütenhülle besteht aus drei verwachsenen, braun-purpurnen Blütenhüllblättern. Sie riechen intensiv nach Pfeffer. Sie besitzt zwölf, in zwei Kreisen gegliederte Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die protogynen (vorweiblichen) Blüten bestäuben sich oft selbst. Es kommt aber auch Fremdbestäubung vor, sie erfolgt durch Insekten. Die sechs Griffel sind zu einer dicken Griffelsäule verwachsen, die an ihrer Spitze eine sechsstrahlige Narbe trägt. Die Narbe reift vor den Staubblättern, die in der noch nicht völlig geöffneten Blüte weit nach unten gebogen sind und fast den Blütenboden berühren. In diesem Stadium steht die Narbe frei da. Zunächst richten sich die Staubblätter des inneren Kreises auf und schmiegen sich dicht an die Narbe stets zwischen je zwei Lappen an, wobei leicht Selbstbestäubung eintreten kann. Später biegen sich auch die äußeren kleinen Staubblätter auf und fügen sich unterhalb der Narbenlappen zwischen die größeren Staubblätter ein. Die jetzt erreichte männliche Phase der Blüte bewirkt deren volle Öffnung und ihre Perigonzipfel neigen sich nach außen. Die Blüten täu-schen gewisse Merkmale von Pilzen vor und locken Pilzmücken an, die für die Bestäubung sorgen (Blüten-ökologisch werden sie deshalb „Fliegen-Täuschblumen“ genannt). Die Blütezeit reicht von März bis Mai. Die sechsklappigen Kapselfrüchte reifen im Juni und streuen im Juli bis August die Samen aus. Die Samen tragen Elaiosomen und werden von Ameisen verbreitet. Die Haselwurz ist in Europa heimisch, kommt aber inzwischen nur noch selten vor, außer in Österreich. Sie wächst in schattigen Laubwäldern, bevorzugt an kalkreichen, feuchten Stellen. Obwohl die Haselwurz mit der Osterluzei verwandt ist, sieht sie ganz anders aus. Die Haselwurz ist eine ausdauernde immergrüne Pflanze. Mit maximal 10 Zentimetern bleibt sie ziemlich klein. Unterirdisch wächst ein Rhizom, das stark nach Pfeffer riecht. Aus diesem Rhizom treiben im Frühjahr neue Blätter. Die Blätter sind nierenförmig und treten meistens in Zweiergruppen auf. Aus den bodennahen Blattachseln sprießen zwischen April und Mai kleine dunkelrote Blüten. Die Blüten sind glockenförmig Ab Juni reifen die kapselförmigen Früchte. Die in der Kapsel enthaltenen Samen werden von Ameisen verteilt.


BACHBLÜTEN
Man ist gesellig, um seine innere Nöte in erfreulicher Gesellschaft zu vergessen (1 Agrimony)
- Diese Menschen sind sehr gesellig, um ihre Nöten in guter Gesellschaft zu vergessen  
- Mit der dementsprechender Bachblüte bleiben sie gesellig, jedoch versuchen sie ihre inneren Nöten zu verarbeiten


BACHBLÜTEN
Man kann gefühlsmäßig nicht in andere Menschen hineinversetzen, da die eigenen Gefühle blockiert sind (3 Beech)
- Diese Menschen können sie gefühlsmäßig nicht in ihre Mitmenschen sich hineinversetzen, da ihre eigenen Gefühle blockiert sind
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie ihre Gefühle wieder freien Lauf lassen  


ERNÄHRUNG
Speiseöl
Die Pflanzenwelt ist reich an ölhaltigen Samen, Saaten, Kernen, Keimen und Früchten.
Eine der ältesten Ölquellen sind die Früchte des Ölbaums.
Geschmack, Aroma und Farbe eines Öls werden bei Pflanzen durch die Pflanzenart und das Herstellungsverfahren bestimmt.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü