Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

16.07.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juli > 10.07.17-16.07.17


ROCKENBOLLE

Die Rockenbolle ist eine Unterart des Knoblauchs, die auf ihrem geringelten Blütenstängel anstelle einer Blüte eine Brutknolle mit winzigen Knoblauch-zehen trägt. Diese besondere Knoblauchart ist relativ unbekannt und entsprechend selten. Durch den bekannten englischen Buch-Autor für Selbstversorger John Seymour ist sie jedoch wieder in das Bewusstsein der Menschen gelangt, der er beschreibt sie in seinem Buch "Selbstversorung aus dem Garten" als sehr nützliche Gemüsepflanze. Außer ein wohlschmeckendes Gemüse ist die Rockenbolle jedoch auch eine kräftige Heilpflanze, die ähnliche Heilwirkungen wie der normale Knoblauch aufweist. So verbessert der regelmäßige Genuss der Rockenbolle das Blutgefäß-System und kann dadurch Bluthochdruck und anderen Erkrankungen von Herz und Kreislauf vorbeugen.
Allium sativum var. ophioscorodon, umgangssprachlich Rockenbolle, Schlangen-Knoblauch, gehört zu den Zwiebel- und Knollenpflanzen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Arteriosklerose
Heilwirkung:
antibakteriell, desinfizierend, krampflösend, sekretionssteigernd
Anwendungsbereiche:
Bluthochdruck, Resistenzsteigerung, Immunsystem stärkend, Infektionen, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Herzschwäche
wissenschaftlicher Name:
Alli
um sativum var. ophioscorodon
Pflanzenfamilie:
Zwiebelgewächse = Alliaceae
volkstümlicher Name:  Schlangenknoblauch, Rocambole
Verwendete Pflanzenteile:
Brutknollen, Knollen
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Allicin,
Sammelzeit:
Sommer, Herbst

Anwendung
Die Rockenbolle wird durch Essen der rohen Zehen medizinisch angewendet. Man kann sowohl die kleinen Brutzehen als auch die Zehen aus dem Boden essen. Man kann sie im Salat, auf Brot, in Quarkaufstrichen, als Kräuterbutter und zahlreichen anderen Variationen essen. Bei den Möglichkeiten kann man sich einfach an den Rezepten für normalen  Knoblauch orientieren, denn die Rockenbolle kann man genauso anwenden. Bei regelmäßigen Mahlzeiten mit Rockenbolle werden die Blutgefäße elastischer und Arteriosklerose geht zurück und wird vorgebeugt. Außerdem stärkt die Rockenbolle die Verdauung.
Der Appetit wird gesteigert, Blähungen werden gelindert und der Verdauungs-prozess gefördert. Ein zusätzlicher Effekt ist, dass das Immunsystem gestärkt wird, was die Abwehr gegen die meisten Krankheiten verbessert.
Äußerlich
Äußerlich kann man aufgeschnittene Rockenbolle-Zehen in Scheiben gegen Warzen verwenden. Mit einem Pflaster klebt man einzelne Scheiben auf die Stelle mit der Warze und lässt sie über Nacht einwirken. Solch ein Pflaster muss man mehrmals hintereinander anwenden, bevor es Wirkung zeigt.

Pflanzenbeschreibung
Die Rockenbolle ist im Mittelmeerraum und in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst nicht wild, sondern ist eine Kulturpflanze, wenn auch eine sehr seltene. Rockenbolle wächst bevorzugt an sonnigen Plätzen. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Knolle zunächst schmale, lanzettliche Blätter aus, die denen des normalen Knoblauchs sehr ähneln. Ab Ende Juni wächst der geringelte Blütenstängel. Anstelle von Blüten wächst auf dem Blütenstängel eine Brutknolle mit winzigen Knoblauchzehen.
Wuchs
Die Pflanzen werden 45 bis 60 Zentimeter hoch.
Blätter
Allium sativum var. ophioscorodon ist sommergrün. Die Blätter sind einfach und grundständig. Sie sind lineal, ganzrandig und parallelnervig.
Blüten und Früchte
Von Juni bis August trägt Allium sativum var. ophioscorodon grünliche, in Dolden angeordnete Blüten. Die Pflanzen bilden fachspaltige Kapseln.




BEIFUSS

Der Beifuß wächst an vielen Wegrändern und Geröllplätzen und wird meistens gar nicht als wertvolle Heilpflanze wahrgenommen, obwohl er sich bis zu 2 m emporreckt. Seine dunkle Blattfarbe und unauffälligen Blüten führen zu dieser allgmeinen Ignoranz. Wenn man diese wärmeverbreitende Heilpflanze jedoch erstmal kennengelernt hat, möchte man sie nicht mehr missen. In früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Er wurde gegen zahl-reiche Frauenbeschwerden und Verdauungsprobleme eingesetzt und sollte außerdem auf magische Weise stärken und schützen.
Der Beifuß oder Gemeine Beifuß, auch Gewürzbeifuß oder Gewöhnlicher Bei-fuß genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia in der Familie der Korbblütler. Weitere deutsche Trivialnamen sind Besenkraut, Fliegenkraut, Gänsekraut, Johannesgürtelkraut, Jungfernkraut, Sonnenwendkraut, Weiberkraut, Wilder Wermut oder Wisch. Vom Beifuß gibt es eine europäische und eine asiatische Varietät, die sich geringfügig in der Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden. Die Pollen des Beifußes sind ein häufiger und bekannter Auslöser allergischer Reaktionen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Appetitlosigkeit
Heilwirkung: antibakteriell, antimykotisch, appetitanregend, beruhigend, durchblutungsfördernd, galletreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, stärkend, verdauungsfördernd, wehenfördernd
Anwendungsbereiche: Blähungen, Blasenentzündung, Chronische Eierstockentzündung, Durchblutungsstörungen, Durchfall (chronisch), Frauenheilkunde, Gallenschwäche, Gebärmutterkrämpfe, Geburt, Hämorrhoiden, Kalte Füße, Kalte Hände, Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Muskelkater, Müde Beine,  Nervenanspannung,  Neuralgien, Periodenschmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit, Unruhe, Verdauungsschwäche, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Artemisia vulgaris
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Mugwort
volkstümlicher Name: Beinweichkraut, Besenkraut, Bibiskraut, Buckell, Dianakraut, Fliegenkraut, Jungfernkraut, Gänsekraut, Gemeiner Beifuß, Gewürzbeifuß, Gürtelkraut, Johannisgürtelkraut, Jungfernkraut, Machtwurz, Mugwurz, Sonnwendgürtel, Sonnenwendkraut, Stabkraut, Thorwurz, Weiberkraut, Werzwisch, Wilder Wermut, Wisch
Verwendete Pflanzenteile: das ganze Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, z.B. Sesquiterpenlactone, Flavonolglykoside, Inulin, Vitamine, äther. Öl mit: Cineol, Kampfer, Thujon
Sammelzeit: Kraut: Juli / September, Wurzel: Spätherbst

Anwendung
Die Erntezeit reicht von Juli bis Oktober. Solange die Blütenkörbchen noch geschlossen sind, schneidet man die oberen Triebspitzen ab. Sobald sich diese öffnen, werden die Blätter bitter und eignen sich nicht mehr zum Würzen. Die Erntezeit für die Wurzel ist der Spätherbst. Beifuß gehört zu den traditionellen Grutbier-Kräutern und wird als Gewürzpflanze zu fetten, schweren Fleischgerichten benutzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung. Durch Wasserdampfestillation wird aus den getrockneten Pflanzen Parfümöl („Essence d’Armoise“) gewonnen.
Beifuß wird auch phytotherapeutisch eingesetzt. Einige Inhaltsstoffe (beispielsweise Thujon) sind giftig und machen längere Anwendungen oder hohe Gaben bedenklich. Wegen der Giftigkeit seiner ätherischen Öle wird vor der Verwendung des Beifuß in der Aromatherapie gewarnt. Die Droge nennt man Artemisiae herba oder Herba Artemisiae, es sind die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten Stängelspitzen mit den Blütenkörbchen. In der traditionellen chinesischen Medizin findet er Verwendung in der Moxa-Therapie.
Obwohl das Beifußkraut ein breites Anwendungsspektrum hat, sind seine Heilwirkungen fast in Vergessenheit geraten. Wie der Name schon andeutet, wirkt er lindernd bei Beinen und Füßen, die von langen Wanderungen müde sind und weh tun. Dazu kann man ein Öl mit dem Beifußkraut ansetzen, mit dem man bei Bedarf Füße und Beine einreibt. Solch ein Öl kann auch bei Rheumatismus lindernd wirken. Da er entspannend auf das Nervensystem wirkt, kann man ihn auch bei Nervosität und Schlafstörungen einsetzen, z.B. als Tee vor dem Schlafengehen oder indem man Blüten und Blätter in ein Kissen einnäht und mit ins Bett nimmt. Zusammen mit Baldrianblüten und Lavendel hat solch ein Kissen einen beruhigenden Wohlgeruch.
Frauenbeschwerden
In der Frauenheilkunde wirkt Beifußtee vor allem durch seine erhitzenden und anregenden Eigenschaften. Er wirkt menstruationsfördend bei schwacher Periode (Achtung! In der Früh-Schwangerschaft nicht verwenden, da er Fehlgeburten auslösen kann). Da er auch entkrampfend wirkt, hilft er auch gut bei schmerzhafter Periode. Mit seinen wärmebildenden Eigenschaften wirkt er gut bei Unterleibs- und Blasenkatarrhen, chronischen Eierstocksentzündungen und Ausfluss. Um ihn hier zur vollen Wirkung zu bringen, lässt er sich am besten als warmes Fußbad einsetzen. Als wäre das alles noch nicht genug, wirkt er außerdem anregend auf die Verdauung, d.h. er fördert die Bildung von Verdauungssäften. Im Gegensatz zu anderen verdauungsfördernden Kräutern hilft er nicht nur Magen und Darm, sondern er unterstützt auch die Bauchspeicheldrüse bei ihrer Arbeit. Daher kann er bei leichter Bauchspeicheldrüsenfunktionsschwäche eingesetzt werden.
Achtung! Den Beifuß darf man nicht überdosieren und nicht bei Fieber und Früh-Schwangerschaft einsetzen. Bei manchen Menschen kann der Beifuß allergische Reaktionen oder Asthma-Anfälle auslösen. Besonders sensible Menschen empfinden den Beifuß als sehr intensiv und können ihn nur selten und in kleinsten Mengen anwenden.
Beifuß-Tee
Der Beifuß wird als normaler Aufguss zubereitet und nur kurz ziehen gelassen.
Dazu übergießt man einen TL Beifuß-Blätter mit 1/4 l kochendem Wasser. Diesen Tee lässt man etwa 2-3 Minuten ziehen. Dann seiht man ihn ab. Den fertigen Tee trinkt man in kleinen Schlucken, am besten ungesüßt. Vom Beifuß-Tee trinkt man je nach Bedarf 1 bis 3 Tassen täglich. Da der Beifuß eine stark wirkende Heilpflanze ist, sollte man ihn nicht zu lange regelmäßig trinken. Nach maximal 6 Wochen Dauergebrauch sollte man mindestens eine 3 wöchige Pause einlegen.
Beifuß in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
Beifuß-Blätter werden in der chinesischen Medizin zur Moxibustion verwendet.
Dazu werden Beifußblätter zu kleinen Kegeln gerollt. Diese Beifuß-Kegel werden angezündet, sodass sie glimmen und sich erhitzen. Die glimmenden Moxa-Kegel werden auf die Haut an bestimmte Akupunkturpunkte gelegt. Dort erzeugen sie Hitze und wirken auf die Akupunkturpunkte ein. Bevor es auf der Haut zu heiß wird, werden die Moxakegel wieder entfernt. Sicherheitsheitshal-ber werden von einigen Behandlern Scheiben aus Ingwer oder Knoblauch unter die Moxakegel gelegt, damit es nicht zu Verbrennungen kommt. Bei einer relativ modernen japanischen Form der Moxa-Behandlung werden die Moxa-Kegel auf spezielle Akupunkturnadeln gesteckt. Mit diesen erhitzten Akupunkturnadeln wird die Wirkung der Akupunkturbehandlung intensiviert.
Beifuß in der Küche
Die Blätter des Beifußes sind ein hilfreiches Gewürz bei fetten Mahlzeiten aller Art. Der sanft bittere Geschmack des Beifußes fördert den Appetit und die Verdauungsvorgänge. Die Magensäfte fließen reichlich genug und der Gallensaft zur Fettverdauung wird ausgeschüttet. So können fette und schwere Speisen optimal verdaut werden. Insbesondere bei Gänsebraten ist der Beifuß sehr beliebt und wird traditionell gerne verwendet. Aber der Beifuß passt auch sehr gut zu Suppen, beispielsweise Gemüsesuppe, Bohnensuppe oder Kartoffelsuppe. Auch deftige Gerichte mit Fleisch, Fisch, Käse oder Pilzen profitieren vom Beifuß, sei es direkt als Gewürz bei Fleisch oder in Form einer beglei-tenden Sauce, die mit Beifuß gewürzt wurde.

Magische Anwendung
Der germanische Gott Thor besaß einen Gürtel aus Beifuß, genannt Megingjardr, der seine Kräfte verstärken sollte. Auch sterbliche Menschen sollten durch Beifuß-Gürtel gestärkt werden. Solch ein Gürtel muss zur Sommersonnenwende (21.6.) geflochten werden, um seine volle Kraft entfalten zu können. Häufig wurde solch ein Sonnenwendgürtel am Schluss des Sonnenwendfestes im Feuer verbrannt. Dadurch sollte alles Schlechte verbrannt werden. Die Wurzel des Beifußes wurde als Amulett getragen, um die Kraft zu verstärken. An Maria Himmelfahrt wurden in Süddeutschland die Ställe mit Beifuß geräuchert, um das Vieh gesund zu erhalten. Schon seit dem Altertum wird der Beifuß auch gegen müde Füße und Beine verwendet, vor allem bei langen Wanderungen. Dazu bindet man sich den Beifuß ans Bein oder legt ihn in die Schuhe. Diese Wirkung ist es auch, die dem Beifuß seinen deutschen Namen verliehen hat. Ein mit Beifuß gefülltes Kissen soll zu Wahrträumen verhelfen. Selbst bei Astralreisen soll Beifuß Unterstützung bieten. Als Räuchermittel soll Beifuß bei Weissagungen helfen. Mit Beifuß-Tee wurden Kristallkugeln und andere magische Gerätschaften gereinigt. In Form von Tee, Räucherungen oder aufgehängten Sträußen galt der Beifuß in vielen Ge-genden der Welt als Schutzmittel gegen Krankheiten, wilde Tiere oder schädliche magische Einflüsse. Im chinesichen I-Ging werden Beifuß-Stängel verwendet, um das aktuelle Hexagramm für das jeweilige Orakel zu ermitteln.

Geschichtliches
Der Beifuß wird schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze eingesetzt. Früher galt er als besonders wirksame Heilpflanze und wurde zeitweise sogar als Mutter aller Heilpflanzen betrachtet. Im alten Ägypten war der Beifuß der Isis geweiht und wurde als Ritualpflanze bei Umzügen verwendet. In Persien wurde er um 400 v. Chr. von der Königin Artemisia verwendet. Diese Königin ist eine von zwei möglichen Namengeberinnen des Beifußes (Artemisia vulgaris). Auch die Göttin Artemis kommt als Namensgeberin des Beifußes in Frage. Der Beifuß war ihr geweiht. Im Altertum, insbesondere in Griechenland wurde der Beifuß vor allem zur Unterstützung bei Geburten verwendet, weil er wehen-fördernd wirkt und die Geburt erleichtert. Die Römer nannten den Beifuß Diania. Er war der Götting Diana geweiht und wurde wie bei den Griechen zur Geburtsförderung verwendet. Der Beifuß wird in der Antike von vielen Kräuterkundigen als Frauenheilmittel empfohlen, beispielsweise von Dioskuri-des, Galen, Hippokrates und Plinius. Auch im Mittelalter war der Beifuß eine äußerst beliebte Frauenheilpflanze. Er wurde unter anderem von Hildegard von Bingen, Paracelsus, Tabernaemontanus, Culpeper und Leonhart Fuchs empfohlen.
Leonhart Fuchs schreibt in seinem Buch "Kreutterbuch" über den Beyfuß:
"Diese Kreuter gesotten seind seer dienstlich den weiberen zu dampff oder schweyßbädern, dann sie bzingen inen ihre krankheyt, treiben aus das bürdlin und die todten frucht. Sie eröffnen auch die verschlossene muter, brechen und zermalen den stein, und bzingen wider den verstandenen harn."
Die mittelalterlichen Kräuterkundigen verwendeten den Beifuß nicht nur als Frauenpflanze, sondern auch gegen Epilepsie. Im Rahmen der Christianisierung wurde der Beifuß in den Kräuterstrauß aufgenommen, der Maria geweiht war und zu Maria Himmelfahrt gesegnet wird. Heutzutage führt der Beifuß ein Schattendasein als Unkraut. In der offiziellen Phytotherapie wird er nicht verwendet, weil sein bitterer Bruder, der Wermut, stärkere Wirkungen hat. Doch ist es gerade die milde Bitterwirkung, die den Beifuß zu einer wertvollen Heilpflanze macht.

Pflanzenbeschreibung
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 60 Zentimeter bis zu 2 Meter. Die meist aufrechten Stängel sind höchstens spärlich behaart. Die fiederteiligen Laubblätter sind derb, meist 2,5 bis 5 (selten bis zu 10) Zentimeter lang und 2 bis 3 Zentimeter breit. Die Blattoberseite ist grün, die Unterseite auf Grund von Behaarung grau-weißlich. In endständigen, rispigen Blütenständen stehen viele körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die unscheinbaren, weißlich-grauen, gelblichen oder rotbraunen Blütenkörbchen weisen eine Höhe von 2,5 bis 3,8 Millimeter und einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimeter auf. Die Blütenkörbchen enthalten nur fertile, radiäsymmetirsche Röhrenblüten, außen sieben bis zehn weibliche und innen (selten fünf bis) acht bis 20 zwittrige. Die eiförmigen Hüllblätter sind filzig behaart. Die gelblichen bis rötlich-braunen Röhrenblüten sind 1 bis 3 Millimeter lang. Die glatten, dunkelbraunen bis schwarzen, ellipsoiden Achänen sind 0,5-1mm lang und 0,1-0,3mm breit. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September. Die Fruchtreife beginnt ab September.
Der Beifuß ist in Europa, Asien und Nordamerika heimisch. Er gedeiht auf kargen Böden und wächst häufig an Wegrändern, Bahndämmen, Böschungen und anderen verwilderten Stellen. Der Beifuß ist eine mehrjährige Pflanze, die meistens von Jahr zu Jahr größer wird. Er wird bis zu 2 m hoch und hat einen harten Stängel mit vielen Seitenausläufern. Der Stängel ist meistens braun bis rötlich. Seine doppelt gefiederten Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite weißlich und filzig. Die unauffälligen Blüten sind klein und grau-gelb. Überhaupt ist die ganze Pflanze trotz ihrer Größe sehr unauffällig. Dabei war das Beifußkraut früher eine der wichtigsten und heiligsten Heilpflanzen. Der Beifuß ähnelt auch seinem Bruder, dem Wermut, ist aber lange nicht so bitter.
Andere Beifuß-Arten
Der einjährige Beifuß aus China, ein naher Verwandter des europäischen Beifußes, hilft selbst in schweren Fällen gegen Malaria. Die Beifuß-Ambrosie ist eine entfernte Verwandte des Beifußes. Sie ist ein gefürchteter Allergie-Auslöser. Beifuß-Ambrosie kann sogar die generelle Neigung zu Allergien akti-vieren.

Sammeltipps
Das blühende Beifuß-Kraut wird zwischen Juli und September eine gute Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Die Beifußpflanze kann man anschließend kopfüber an einer trockenen, geschützten Stelle zum Trocknen aufhängen. Nach dem Trocknen entfernt man die Blätter, Blüten und dünnen Stängel vom Hauptstamm und bewahrt sie kühl und trocken auf. Im Herbst kann man auch die Wurzel des Beifußes ernten. Man trocknet die kleingeschnittene Wurzel an einem warmen, luftigen Platz oder im Backofen bei unter 50°C.

Anbautipps
Der Beifuß ist sehr anspruchslos. Er kommt auch mit steinigen und trockenen Böden relativ gut klar. In vielen Gärten siedelt er sich von selber an, wenn ihm die dortigen Bedingungen zusagen. Da der Beifuß als Unkraut gilt, findet man kaum Beifuß-Pflanzen im Handel. Man kann jedoch kleine Beifuß-Pflanzen in der Natur ausgraben und im eigenen Garten anpflanzen. Dabei sollte man jedoch beachten, ob der Besitzer des Grundstücks, dem man den Beifuß entnimmt, damit einverstanden ist. Man kann auch Stecklinge vom Beifuß machen oder Teile der Wurzel ausgraben und im Garten einpflanzen. Falls man Samen erhält, kann man diese im Frühling oder Herbst ansäen.



BACHBLÜTEN
Ich bin schwermütig (38 Willow)
-
Diese Menschen sind schwermütig und vielleicht auch noch depressiv
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen aus dieser Schwermütigkeit herauskommen


BACHBLÜTEN
Man diskutiert nicht, weil man sowieso immer recht hat (32 Vine)
-
Diese Menschen diskutieren mit ihren Mitmenschen nicht mehr, das sie in ihren Augen sowieso immer recht
 haben     
- Mit der dementsprechenden Bachblüte kommen diese Menschen von diesem Standpunkt herunter und
 fangen mit ihren Mitmenschen zu diskutieren an


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü