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16.03.2020

tägliche News > März > 16.03.20 - 22.03.20
Asiatische Kermesbeere t
Die Asiatische Kermesbeere ist eine 1 bis 1,5 Meter hohe Pflanze, mit dunkel-roten bis schwarzen Beeren. Die aus Asien kommende Pflanze ist bei uns immer öfter als Zierpflanze zu sehen, teilweise findet man sogar ausgewilderte Exemplare in der freien Natur. In ihrer Heimat werden ganz junge Pflanzentriebe als Gemüse oder Salat gegessen und als Heilpflanze genutzt. Alle Pflanzenteile sind giftig, am giftigsten ist die rübenartige Wurzel. Die jungen Blätter und Triebe enthalten fast kein Gift, je älter die Blätter und Stängel werden, desto giftiger werden diese. Bei den Beeren nimmt mit zunehmenden Reifegrad die Giftigkeit des Fruchtfleisches ab, die Samen allerdings bleiben giftig. Es gibt eine giftigere Schwester ähnlicher Wirkung aus Nordamerika: Amerikanische Kermesbeere.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: antiviral, entzündungshemmend, harntreibend, immunstärkend,
schleimlösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: TCM: Bakterieninfektionen, Blähungen, Furunkel, Husten, Karbunkel, Nierenentzündungen, Ödeme, Pilzinfektionen, Tumore, Wunden
wissenschaftlicher Name: Phytolacca acinosa
Pflanzenfamilie: Kermesbeerengewächse = Phytolaccaceae
englischer Name: Indian poke, Indian pokeweed
volkstümlicher Name: Asiatische Kermesbeere, Shang Lu
Verwendete Pflanzenteile: Beeren, Blätter, junge Triebe, Wurzel
Inhaltsstoffe: Alpha-Spinasterol, Cyanfarbstoffe, Enzyme, fettes Öl, Gamma-Aminobuttersäure, Gerbstoffe, Harze, Histamin, Lectine, Lignane, Phytolaccage-nin, Phytolaccanin, Phytolaccatoxin, Phytolaccosaponin, Phytolaccoside, Phytolaccoside, Pokeweed-Mitogene, Saponinglykoside, Triterpensaponine
Sammelzeit: Junge Triebe: Frühling, Blätter: Sommer, Beeren: Herbst, Wurzel: Herbst
Kontraindikation: Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen: Vergiftungserscheinungen
Anwendung
Die innerliche Anwendung ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden, da je nach Alter der Pflanzenteile die giftigen Inhaltsstoffe stark schwanken können. Daher sollte man auf den innerlichen Einsatz älterer Pflanzenteile oder der Samen verzichten. Die asiatische Kermesbeere ist weniger giftig als die amerikanische Schwester.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 5 Mi-nuten ziehen lassen, abseihen. Hilft innerlich gegen Rheuma und äußerlich bei Hautkrankheiten.
Gemüse
Die frischen Triebe und jungen zarten Blätter können als Gemüse gekocht werden. 15 Minuten kochen, Wasser wegschütten und noch nochmal mit frischem Wasser 15 Minuten kochen. Wirkt blutreinigend und harntreibend.
Wurzel
Abkochungen, Extrakte und Tinkturen, die aus der Kermeswurzel hergestellt wurden, wirken immunsystemstärkend und werden innerlich gegen Immunschwäche, äußerlich gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. (Mittel nicht selbst herstellen!)
Homöopathie
Aus der frischen Wurzel wird ein Mittel hergestellt (Phytolacca D1-D4) und bei An-gina, Brustdrüsenentzündung, Grippaler Infekt, ... eingesetzt.
Geschichtliches
Verwendung als Heilpflanze vor etwa 2000 Jahren schriftlich festgehalten. Es wurde und wird vor allem die Wurzel "Shang Lu" genutzt. Aus der Wurzel wurde auch ein Gebräu zur Geister- und Dämonenbeschwörung hergestellt. Die Samen und Wurzelabkochungen werden zur Schneckenbekämpfung eingesetzt. Heute in der Medizin zum Behandeln von Immunschwächekrankheiten und Tumoren im Test.
Pflanzenbeschreibung
Die Indische Kermesbeere wächst als buschige, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von über 1 Meter. Aus einer rübenartig verdickten Wurzelknolle geht eine hellgrüne bis violette Sprossachse hervor, welche sich stark verzweigt. Die grünen, länglich-ovalen Laubblätter sind bis zu 26cm lang. Während der Blütezeit zwischen Juni und August erscheinen in endständigen, traubigen Blütenständen die kleinen, weißlichen Blüten. Die Berenfrüchte sind gekammert und rötlich purpurviolett bis schwarz gefärbt. Blüten- und Fruchtstand stehen aufrecht. Die Asiatische Kermesbeere ist in Mittel- und Süd-Asien heimisch. Die Pflanze ist in Europa ausgewildert zu finden. Sie wächst bevorzugt an sonnigen Standorten. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 1 und 1,5 Meter hoch. Die Wurzel ist rübenförmig und giftig. Die Blätter sind eiförmig. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Mai und August in Trauben. Aus den Blüten ent-wickeln sich von Juni bis Oktober die dunkelroten bis schwarzen flachen Früchte. Die Blüten- und Fruchtstände sind aufrecht.
Anbautipps
Aussaat im Frühling, Vermehrung durch Wurzelteilung ist möglich. Die Kermesbeere braucht lockeren, feuchten aber durchlässigen Boden. Die Pflanze braucht einen sonnigen Standort und Winterschutz. In kalten Gegenden besser im großen Topf kultivieren.
Sammeltipps
Junge Triebe im Frühling ernten und nur gekocht als Gemüse nutzen. Blätter im Sommer ernten und trocknen. Sowohl die Früchte als auch die Wurzeln im Herbst ernten. Früchte und Wurzeln zügig trocknen. Beeren und vor allem Wurzelsaft können die Haut stark reizen, bei dem Wurzelsaft bis zur Blasenbildung. Keinen Saft an die Schleimhäute oder Augen bringen. Diese Eigenschaft wird bei der Bekämpfung von Schnecken genutzt.

Bittersüßer Nachtschatten tt
Der Bittersüße Nachtschatten ist ein giftiger Halbstrauch, der in Europa, Nord-amerika und Asien zu finden ist. Auch als Zierpflanze findet sie sich in Gärten. Die Blüten sind violett und die reifen Beeren sind rot. Die Pflanze wird von Heilkundigen schon seit tausenden von Jahren eingesetzt, auch die Homöopathie nutzt den Bittersüßen Nachtschatten. Man selbst sollte auf die innere Anwen-dung dieser giftigen Pflanze verzichten.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hauterkrankungen, Gicht, Husten, Rheuma
Heilwirkung: Pflanzenheilkunde: adstringierend, antiallergisch, antimikrobiell,
antimykotisch, antirheumatisch, auswurffördernd, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, fiebersenkend, gewebeverdichtend, harntreibend, kortisonähnlich, kühlend, narkotisierend, schleimhautreizend, schleimlösend, schmerzstillend, Homöopathie: abwehrstärkend, auswurffördernd, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Abführmittel, Asthma, Brechmittel, Cellulite, Cellulitis, Colitis ulcerosa, Dermatitis, Dickdarmentzündung, Drüsen-schwellung, Ekzem, Entgiftung, Fieber, Gelbsucht, Gerstenkorn, Geschwulst, Geschwüre, Gicht, Hautauschläge, Hauterkrankungen, Hautjucken, Husten, Keuchhusten, Krebs, Neurodermitis Rheuma, Schmerzen, Schuppenflechte, Syphilis, Übelkeit, Warzen, Homöopathie: Blasenentzündung, Entgiftung, Gastroenteritis, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Muskelschmerzen, Nesselsucht, Rheumatismus, Schnupfen
wissenschaftlicher Name: Solanum dulcamara L.
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name: Bitter Nightshade, Bittersweet, Bittersweet Nightshade, Woody Nightshade
volkstümlicher Name: Alfenkraut, Alpranke, Bittersüßer Nachtschatten, Hirschkraut, Mäuseholz, Natterholz, Pißranken, Rote Hundsbeere, Seidelbeere, Teufelsklatten
Verwendete Pflanzenteile: Beeren, Blätter, Stängel, Wurzelrinde
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Atropin, Bitterstoffe, Campesterol, Cycloartenol, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Solacein, Solamarin, Solanein, Solanin, Solasodin, Steroidalkaloidglykoside, Stigmasterol, Tomatidenol
Sammelzeit: März-Mai, September-November
Nebenwirkungen: Lähmungen, Schwindel
Kontraindikation: Schwangere und Stillende
Anwendung
Wichtig: Innere Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht!
Für die innere Anwendung gibt es fertige Mittel, die eine bestimmte Menge an Wirkstoffen enthalten.
Tee
1TL mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Diesen Blutreinigungstee in kleinen Mengen über den Tag verteilt trinken. Die Dosis darf nicht gesteigert werden. Hilft bei Hautkrankheiten, Dickdarmentzündung, Husten, Rheuma, Gelbsucht, Übelkeit ...
Umschläge
Den Tee herstellen, Tuch tränken und auf die betroffene Stelle legen. Hilft bei Hautauschläge, Rheuma, Cellulite, Cellulitis ...
Waschungen
Mit dem Tee kann man auch Waschungen durchführen. Hilft bei Hautausschläge, Rheuma, Cellulite, Cellulitis ...
Salbe
Aus den Blättern kann eine Salbe bei Ekzeme hergestellt werden.
Beeren-Brei
Beeren zerquetschen und mit dreifacher Menge gekautem Brot zu einem Brei vermischen. Dieser Brei hilft gegen Gerstenkörner, wenn man den Brei etwa 30 Minuten auf das betroffene Augenlid gibt.
Homöopathie
Für das Mittel werden die jungen Triebe und Blätter vor der Blüte geerntet. Wird als Dulcamara D4 und C6 eingesetzt, z.B. bei Halsentzündung und Schnupfen, die durch Kälte und Nässe entstanden sind.
Geschichtliches
Seit der Zeit der Römer dürfte der Einsatz des Bittersüßen Nachtschattens zu Heilzwecken bekannt sein. Im Mittelalter war es vor allem ein Mittel gegen Gicht und Hautkrankheiten. Noch heute finden sich Pflanzen in der Nähe von Burgen, alten Mauern und verfallenen Gebäuden. In der Magie werden die Bittersüß-Zweige in das Schlafzimmer gehängt um Alpträume zu vertreiben. Es hilft auch gegen Schlafwandeln. Dazu werden Zweige unter die Matratze gelegt. Dem Vieh band man einen Kranz aus Bittersüßen Nachtschatten bei Atemprobleme um. Aus der Pflanze wurde auch ein Liebesmittel hergestellt. Pfarrer Kneipp nutzte den Bittersüßen Nachtschatten zur Entgiftung. Der Bittersüße Nachtschatten wird heute erfolgreich bei Hauterkrankungen wie Dermatitis, Ekzem und Neurodermitis eingesetzt.
Pflanzenbeschreibung
Bittersüßer Nachtschatten ist in Europa und Asien heimisch. Alle Pflanzenteile sind giftig. Er wächst bevorzugt in Auenwäldern, Gebüschen, Hecken und Geröllhalden. Der mehrjährige Halbstrauch wird bis zwischen 30 und 200 Zentimeter hoch. Der Bittersüßer Nachtschatten ist winterhart. Die lanzettlichen Blätter können am Grund 1-2 Lappen haben. Die violetten Blüten erscheinen zwischen Juni und August und haben einen Durchmesser von 1 cm. Aus den Blüten entwickeln sich von August bis Oktober die roten, eiförmigen, glänzenden Beeren. Die unreifen grünen Beeren sind sehr giftig, mit zunehmender Reife werden die Gifte abgebaut, nur die ganz reifen Beeren sind nahezu ungiftig, sollten trotzdem nicht gegessen werden.
Anbautipps
Im Frühling aussäen oder im Sommer durch Stecklinge vermehren. Feuchter Lehmboden. Halbschatten. Im Frühjahr zurückschneiden. Die Pflanze sollte für Kinder unerreichbar angebaut werden.
Sammeltipps
Geerntet wird von mindestens 2 Jahre alten Pflanzen. Stängel im Frühjahr (vor dem Blattaustrieb) oder Spätherbst (nachdem die Blätter abgefallen sind) sammeln, luftig und schattig trocknen. Wurzeln im Herbst ernten, gründlich waschen, schälen. Wurzelrinde luftig und schattig trocknen. Die giftigen Pflanzenteil gut beschriftet und sicher aufbewahren.

Bachblüten
Man empfindet seine Lage als ausweglos und weiß nicht mehr weiter (30 Sweet Chestnut)
-        - Diese Menschen empfinden ihre Lage als ausweglos und wissen oft nicht mehr weiter
-        - Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Ausweglosigkeit allmählich lösen
Bachblüten
Ich bin ein eigensinniger Mensch (31 Vervain)
-        - Diese Menschen können sehr eigensinnig sein
-        - Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese eigensinnige Art ablegen
Ursachen und Auslöser von Ess-Störungen
Ausgangspunkt für eine Ess-Störungen ist meist ein Unzufriedenheit der Jugendlichen – „ich muss aufpassen, was ich esse“, „ich bin ganz schön fett“. Selbstbewusste Kinder und Jugendliche belassen es dabei – bei anderen setzen sich diese Vorstellungen im Kopf fest und es entsteht die Idee, etwas dagegen tun zu müssen.
Die Entstehung von Ess-Störungen ist wie ein Mosaik. Viele Faktoren müssen zur gleichen Zeit zusammentreffen: Biologische persönliche, familiäre und Gesellschaftliche Faktoren spielen dabei eine Rolle.
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