Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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16.03.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > März > 13.03.17-19.03.17


Meisterwurz      

Meisterwurz ist eine Pflanzenart aus der Gattung Haarstrang. Sie ist vor allem im Alpenraum verbreitet und als Heilpflanze bekannt. Im späten Mittelalter galt die Meisterwurz als Allheilmittel, wie man unschwer am Namen erkennen kann. Sie war hochverehrt und wurde nicht nur für medizinische Zwecke, sondern auch als Zauberwurzel eingesetzt. Später geriet die Meisterwurz in Ver-gessenheit, möglicherweise, weil man sie so leicht mit anderen Doldenblütlern verwechseln kann. Erst als Hildegard von Bingen und ihre Kräutermedizin wiederentdeckt wurde, stieg auch wieder das Interesse an der Meisterwurz, die von Hildegard möglicherweise sehr geschätzt wurde.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung:
antibakteriell, beruhigend, blähungswidrig, harntreibend, schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Abszesse, Asthma, Blähungen, Bluthochdruck, Bronchitis, Erkältungen, Epilepsie, Fieber, Gallenprobleme, Gebärmutterkrämpfe, Geschwüre, Gicht, Grippe, Heuschnupfen, Leberschwäche, Magenprobleme,
Ödeme, Rheuma, Wassersucht, Wechseljahrsbeschwerden, Wunden, Zahnfleischbluten, Zahnschmerzen, Zungenlähmung
wissenschaftlicher Name:
Peucedanum ostruthium (oder Imperatoria stru-thium)
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Masterwort
volkstümlicher Name:
Anstrenze, Beizenkraut, Beizichrut, Bergwurz, Durstwurz, Haarstrang, Haischwurz, Horstminze, Kaiserwurzel, Magisterwurz, Ostrutwurz, Rauschwurz, Sirenenwurzel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Gummi, Harz, Imperatorin, Kumarine, Furocumarine, Ostin, Ostruthin, Ostrutol, Oxipeucedanin, Peucedanin, Stärke
Sammelzeit
: März bis April, September bis Oktober

Anwendung

Meisterwurz wird traditionell als Heilpflanze verwendet - war in der Antike aber offenbar unbekannt. Hildegard von Bingen kannte zwar eine Heilpflanze, die sie Astrencia nennt, dabei könnte es sich aber ebenso gut um die Große Sterndolde handeln. Im 16. Jahrhundert zumindest wurde der Meisterwurz Astrenz genannt, wohingegen die Große Sterndolde Schwartz Astrenz genannt wurde. Klar ist, dass Conrad Gesner 1560 den Anbau des Meisterwurzes empfiehlt, und sich die Meisterwurz bis in das 19. Jahrhundert vielfach in Gärten findet. Ostruthin ist ein Kumarin für das 2003 eine inhibierende Aktivität gegen verschiedene Mykobakterien nachgewiesen wurde. Aus den Wurzeln wurden Pillen, Pulver, Dekokte, Aufgüsse oder Salben gefertigt, die als Universalmittel bei Bronchialkatarrh, Asthma, Delirium tremens, ansteckenden Krankheiten, Epilepsie, zur Wundbehandlung, bei Magenbeschwerden, als Gegengift, bei Wassersucht oder Zahnschmerz verwendet wurden. Meisterwurz war auch Bestandteil des Spiritus carminativus Sylvii. Auch im Orvietan war sie enthalten, einem aus vierundfünfzig verschiedenen Kräutern zusammengesetzten Allheilmittel. Aus ihr wird besonders in Gebirgsgegenden Schnaps und auch Kräuterkäse hergestellt. In Tirol wurde zur Weihnachtszeit die Stube mit der „Wurzel“ ausgeräuchert. Die „Wurzel“ diente zum ‚Vertreiben von Hexen‘. Die Meisterwurz kann man ähnlich einsetzen wie die Engelwurz (Angelika). Man kann einen Tee kochen oder sie als Tinktur verwenden. Auch einen Wein kann man mit der Meisterwurz aufkochen und ihn dann gegen verdorbenen Magen einnehmen.
Tee

Für einen Meisterwurztee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Meisterwurz mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Meisterwurztee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Meisterwurztee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Meisterwurzwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur

Um eine Meisterwurz-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Meisterwurz in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man 1-3x täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Die Tinktur wird zur Stärkung der Verdauung verwendet und bei Erkältungskrankheiten. Wenn Beschwerden durch die Wechseljahre besonders frühzeitig einsetzen, kann Meisterwurztinktur sie lindern. Die Meisterwurztinktur kann man auch verwenden, um bei Zahnfleischbluten das Zahnfleisch abzutupfen. Auch für die anderen Anwendungsgebiete der Meisterwurz kann man die Tinktur innerlich oder äußerlich anwenden.
Dampfbad

Bei Husten und Bronchitis kann man ein Dampfbad mit der Meisterwurz durchführen. Dazu gibt man ein bis zwei Esslöffel fein geschnittene Wurzelstücke der Meisterwurz in eine hitzefeste Schüssel und übergießt sie mit etwa 1 Liter kochendem Wasser. Die Schüssel stellt man auf einen Tisch. Dann beugt man sich über die dampfende Schüssel und zieht ein großes Handtuch über Kopf und Oberkörper, damit der Dampf erhalten bleibt. Der heiße Dampf wird 10-15 Minuten lang inhaliert. Anschließend trocknet man sich gründlich ab.
Breiumschlag mit Wurzelbrei

Mit Meisterwurzpulver kann man einen Breiumschlag zubereiten. Dazu gibt man etwas warmes Wasser zu dem Meisterwurzpulver und macht daraus einen Brei. Diesen Brei gibt man auf schlecht heilende Wunden, Geschwüre oder Abszesse. Dann legt man eine Kompresse auf den Brei und fixiert den Breiumschlag mit einer Mullbinde oder Pflaster.

Wirkung

Dank der ätherischen Öle wirkt die Meisterwurz schleimlösend und erleichtert die Atmung. Die antibakterielle Wirkung hilft dabei, bakterielle Bronchitis abzuheilen. Die gleiche Wirkungsweise hilft auch bei schlecht heilenden Wunden, Entzündungen und anderen bakteriellen Infektionen. Unter anderem durch die Bitterstoffe und die ätherischen Öle wird die Verdauung angeregt und die Gallensaftproduktion gefördert. Blähungen werden gelindert.
Nebenwirkungen

Aufgrund der Furocumarine kann der Hautkontakt mit der Meisterwurz bei empfindlichen Menschen hautreizend wirken. Daher sind auch allergische Reaktionen nicht ausgeschlossen.

Magische Anwendung

Das Räuchern mit der Wurzel sollte Hexen vertreiben. In Tirol wurde zu diesem Zweck traditionell in der Weihnachtszeit mit der Meisterwurzel geräuchert. Wenn man die Wurzel mit sich trägt, soll das Kraft verleihen. Sowohl die Körperkraft als auch die Willenskraft sollen gestärkt werden. Kühe und Pferde fütterte man unter anderem mit der Meisterwurz, um sie zu beruhigen.

Geschichtliches

In der Heilkunde der Antike war die Meisterwurz unbekannt, wahrscheinlich, weil sie eine Alpenpflanze ist und nicht in den Mittelmeerländern heimisch ist.
Ob Hildegard von Bingen die Meisterwurz kannte, ist heute umstritten. Möglicherweise ist mit der Pflanze, die sie als Astrencia kannte, nicht die Meisterwurz, sondern die Große Sterndolde gemeint. Ab spätestens 1560 ist die Meisterwurz jedoch als Heilpflanze bekannt und wird sehr geschätzt. Man verwendete sie seit damals bis ins 19. Jahrhundert in vielerlei Anwendungen, unter anderem auch als Teil von Universalheilmitteln, z.B. im Orvietan, einer späten Abwandlung des Theriaks. Beliebt waren Salben, Tinkturen, Pulver, Pillen, Abkochungen und Tees aus der Meisterwurz. Am Namen Meisterwurz kann man auch erkennen, wie sehr die Pflanze einst geschätzt wurde. Für einige Jahrhunderte galt sie sogar als Allheilmittel. Weil sie jahrhundertelang auch gerne in Gärten angebaut wurde, gibt es auch im Mittelgebirge oder Flachland manchmal wild wachsende Exemplare der Meisterwurz. Diese entkamen vor geraumer Zeit den Gärten der Anwohner.

Pflanzenbeschreibung

Vegetative Merkmale

Der Meisterwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Meisterwurz strömt einen starken würzigen Geruch nach Möhren und Sellerie aus. Der „Wurzelstock“ ist dick spindelförmig, braun und milchend. Er treibt unterirdische Ausläufer aus. Die Sprossachse steht aufrecht, ist stielrund und gerillt. Im Inneren ist sie röhrig-hohl und an der Außenseite kahl, außer unter den Dolden, wo sie rauflaumig behaart ist. Die Laubblätter sind grasgrün und kahl oder an der Blattunterseite, besonders an den Blattrippen, borstig-flaumig behaart und am Rand borstig bewimpert. Das Laubblatt ist bis zu 30 Zentimeter lang und bis zu 34 Zentimeter breit. Die unteren, basalen Laubblätter sind häufig fast doppelt dreizählig. Die Abschnitte erster Ordnung sind gestielt und tief (fast bis zum Grund) dreiteilig. Die Lappen sind elliptisch bis lanzettlich, zugespitzt und zwischen 5 und 10 Zentimeter lang sowie 4 bis 7 Zentimeter breit. Der Spreitenrand ist ungleich doppelt gesägt mit derber Stachelspitze an den Zähnen. Die oberen Laubblätter sind in der Regel nur einfach dreischnittig, auf großen, aufgeblasenen, fast häutigen Scheiden sitzend.
Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Blütenstände sind große, flache bis zu 50-strahlige Dolden. Die Strahlen sind dünn, kantig, ungleich lang und innerseits fein rauflaumig behaart. Die Döldchen sind reichblütig. Die Blütenstiele sind sehr dünn, fast glatt und deutlich länger als die Früchte. Hüllblätter fehlen oder sind zuweilen einblättrig vorhanden. Die wenigen Hüllenblätter sind borstlich, krautig und fast glatt. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni-Juli bis August. Die Blüten sind zwittrig. Der Kelchsaum ist verwischt. Die Kronblätter sind weiß oder rötlich, etwa 1 bis 1,5 Millimeter lang und zwischen 0,75 und 1 Millimeter breit. Sie sind fast glatt, sehr schwach oder stumpf pa
pillös, breit verkehrt-eiförmig und am Grunde leicht genagelt. Die Spitze ist ausgerandet und mit einem eingeschlagenen, spitzen Läppchen versehen. Der Fruchtknoten ist oberständig und kegelförmig gewölbt, der Griffel ist zwischen 1 und 1,5 Millimeter lang. Die Narbe ist kopfig. Die Spaltfrucht, Doppelachäne genannt, ist weiß-gelblich mit bräunlicher Scheibe, fast kreisrund, zwischen 4 und 5 Millimeter lang und ebenso breit. Die Spitze ist etwas ausgerandet und stark zusammengedrückt. Die drei Rückenrippen der Teilfrüchte sind im Querschnitt dreikantig vorspringend, und stumpflich durch große Buchten voneinander getrennt. Die dünnen Randflügel sind sehr breit, fast so breit wie der Gehäusedurchmesser an der breitesten Stelle. Das Gewebe der Fruchtwand ist teilweise fein getüpfelt, aber parenchymatisch und kaum wesentlich verdickt.
Achtung!
Bei Menschen mit empfindlicher Haut, kann der Kontakt mit der Meisterwurz Wiesendermatitis auslösen.

Anbautipps

Da die Meisterwurz eine Gebirgspflanze ist, gedeiht sie nicht immer an besonders warmen Standorten in der Ebene. In kühleren Gegenden oder im Mittelgebirge sind die Chancen besser, dass sich die Meisterwurz wohl fühlt.
Die Meisterwurz braucht einen feuchten möglichst humosen Standort in der Sonne oder im Halbschatten. Am einfachsten ist die Vermehrung durch Teilung der Wurzelstöcke im Herbst. Man kann im Handel auch fertige Pflanzen kaufen. Die Anzucht mit Samen ist mühsam, weil die Meisterwurz ein Kaltkeimer ist und die Samen daher eine Kältephase brauchen, bevor sie keimen. Aber selbst mit ausreichend Kälte keimen sie nur zögernd.

Sammeltipps

Achtung!
In manchen Gegenden ist die Meisterwurz geschützt und darf nicht geerntet werden.
Da die Meisterwurz sehr leicht mit anderen Doldenblütlern, unter anderem dem hochgiftigen Schierling, verwechselt werden kann, sollte man sie nur sammeln, wenn man sich mit der Bestimmung absolut sicher ist. Die ganze Pflanze und vor allem der Wurzelstock riechen stark würzig und aromatisch. Der Duft liegt zwischen Engelwurz und Sellerie. Im Vergleich dazu riecht der Schierling eher nach Mäuseharn! Im späten Herbst oder zeitigen Frühjahr kann man den Wurzelstock ausgraben. Teile davon belässt man am besten in der Erde, damit die Pflanze später wieder neu austreiben kann. Nach der Ernte werden die Wurzelteile gewaschen, geschnitten und an einem trockenen und schattigen Ort getrocknet.


Katechu   

Catechu  ist ein Extrakt aus Akazien verschiedentlich als Lebensmittelzusatzstoff verwendet, adstringierend, Tannin und Farbstoff
. Es wird aus verschiedenen Arten von Akazien extrahiert, aber vor allem Senegalia catechu, indem man das Holz in Wasser kocht und das daraus resultierende Gebräu verdampft. Als adstringierend ist es seit der Antike in der Ayurveda-Medizin sowie in atemfrischenden Gewürzmischungen verwendet worden - zum Beispiel in Frankreich und Italien wird es in einigen Lakritze- Pastillen verwendet . Es ist auch ein wichtiger Bestandteil in südasiatischen Kochen Paan Mischungen wie fertige Paan Masala und gutka. Die Catechu-Mischung ist hoch in natürlichen pflanzlichen Tanninen (die für ihre adstringierende Wirkung) und kann für die Bräunung von Tierhäuten verwendet werden. Die frühe Forschung von Sir Humphry Davy im frühen 19. Jahrhundert zeigte zuerst die Verwendung von Catechu beim Bräunen über teurere und traditionelle Eichextrakte. Unter dem Namen cutch ist es einen braunen Farbstoff für ver-wendet Gerben und Färben und zur Konservierung von Fischernetzen und Segel. Cutch wird färben Wolle , Seide und Baumwolle eine gelblich-braun. Cutch gibt grau-braun mit einem eisernen Beiz und Oliv-Braun mit einem Kupfer- Beizmittel. Black Catechu wurde vor kurzem auch von Blavod Drinks Ltd. benutzt, um ihre Wodka schwarz zu färben. Weißer Schnitt, auch bekannt als Gambier, Gambeer oder Gambir, der aus Uncaria Gambir extrahiert wird hat die gleichen Verwendungen .

Steckbrief

Heilwirkung:
Durchfall, Halsentzündung, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name:
Acacia catechu
Verwendete Pflanzenteile:
Kernholz


BACHBLÜTEN
Ich bin resigniert (37 Wild Rose)

- Diese Menschen sind entmutigt und können sich nicht mehr aufraffen um weiter zu machen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen wieder Mut schöpfen und lassen sich nicht mehr so
 
leicht entmutigen und können sich wieder aufraffen

BACHBLÜTEN
Man hat zeitweilig zu viele Aufgaben übernommen, kann nun nichts mehr schlucken (11 Elm)

- Diese Menschen haben zeitweilig viel zu viele Aufgaben übernommen, die sie einfach nicht schaffen und können von
 
diesen Sachen nichts mehr schlucken
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lässt sie nein sagen und übernehmen nur mehr so viel die sie auch bewältigen
 
können

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