Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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15.11.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > November > 12.11.18-18.11.18


STECHAPFEL
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Der Stechapfel ist eine markant aussehende Pflanze mit schönen Trichterblüten und stacheligen Fruchtkapseln. Man findet ihn vereinzelt auf Brachland oder an Wegrändern. Als giftiges Nachtschattengewächs ist der Stechapfel stark giftig, hat aber auch erhebliche Heilkräfte, die früher gegen Asthma und Nervosität genutzt wurden. Heutzutage wird der Stechapfel nicht mehr medizinisch genutzt, weil die Giftigkeit letztlich größer als seine Heilkraft ist. Nur in der Homöopathie wird der Stechapfel noch gelegentlich verwendet, weil er in homöopathischer Potenzierung ungefährlich ist.
Die Stechäpfel sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse. Die weltweit etwa 9 bis 13 Arten sind alle stark giftig.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Asthma (früher)
Heilwirkung: beruhigend, hustenstillend, krampflösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Früher: Keuchhusten, Krampfhusten, Nervosität, Neuralgien, Rheuma (äußerlich), Homöopathie (D4 bis D6): Augenentzündungen, Infektionskrankheiten, Keuchhusten, Krampfhusten, Nervosität, Neuralgien
wissenschaftlicher Name: Datura stramonium
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse - Solanaceae
englischer Name: Datura, jimsonweed, thorn-apple
andere Namen: Asthmakraut, Donnerkugel, Dornapfel, Dornkraut, Hexenkraut, Igelskolben, Krötenmelde, Liebeszwinger, Rauchapfelkraut, Rauhapfel, Schlafkraut, Stachelnuss, Teufelsapfel, Tollkörner, Tollkraut, Zigeunerapfel
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Alkaloide: Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin

Anwendung
Alle Datura-Arten sind Giftpflanzen. Sie enthalten Alkaloide, im Wesentlichen Hyoscyamin (Atropin) und Scopolamin. Der (weiße) Stechapfel wird zur Gewinnung der Alkaloide benutzt. Er wird selten als Krampflöser bei Asthma bronchiale und Keuchhusten oder als auswurfförderndes Mittel bei Bronchitis eingesetzt, wobei bei der Anwendung stets zu beachten ist, dass die wissenschaftliche Medizin bei diesen Erkrankungen wirksamere und sicherere Medikamente zur Verfügung stellt. Im Bundesanzeiger vom 1. Februar 1990 veröffentlichte die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes eine (Negativ-)Monographie über Stramoniumblätter und Stramoniumsamen. Darin wird geurteilt, dass eine therapeutische Anwendung dieser Drogen nicht zu vertreten sei.
Achtung! Stark giftig. Stechapfel nur homöopathisch anwenden.
Früher wurde der Stechapfel als Tinktur gegen Asthma und Nervosität verwendet. Gegen Asthma wurden auch Asthma-Zigaretten angeboten. Deren Rauch sollte die Atmung erleichtern. Äußerlich wurden Stechapfelblätter, die mit heißem Wasser aufgeweicht wurden, auf schmerzhaft entzündete Gelenke gelegt, z.B. bei Rheuma. Auch Stechapfeltinktur wurde gegen rheumatische Beschwerden eingerieben. Inzwischen wird der Stechapfel jedoch nicht mehr in der Pflanzenheilkunde angewendet, weil er zu giftig ist.
Homöopathie
Das homöopathische Mittel Datura wird bevorzugt in den Potenzen D4 bis D6 angewendet. Man gibt es bei besonders starker Unruhe, aber auch, wie früher die Tinktur, bei Asthma, Keuchhusten und neuralgischen Erkrankungen.

Wirkung
Der Konsum des Stechapfels kann zu sehr ausgeprägten und kaum zu bewältigenden, echten Halluzinationen typischerweise bedrohlicher Natur führen (Horrortrip). Viele Konsumenten berichten, dass die Wirkung verglichen mit anderen Drogen äußerst unangenehm sei. Sie kann bei hohen Dosierungen mehrere Tage anhalten. Durch Bewusstseinstrübung und Kontrollverlust besteht dabei ein hohes Unfallrisiko. Die therapeutische Breite der Datura ist äußerst schmal und Wirkstoffgehalt und Zusammensetzung schwanken sehr stark. Die Konzentration kann je nach Standort zwischen 0,2 % und 0,4 % und darüber liegen, und auch innerhalb einer einzelnen Pflanze noch stark schwanken. Dies macht eine genaue Dosierung auf Anhieb unmöglich. Ein Herantasten an die vorab gewünschte Dosierung wird dadurch erschwert, dass man sich durch die (echt) halluzinogene Wirkung seines Zustandes selbst nicht bewusst ist. Aufgrund der hohen Toxizität der Stoffe treten bereits bei niedriger Dosierung starke Vergiftungserscheinungen auf, deren man sich selbst ebenfalls nicht bewusst wird. Höhere Dosierungen enden nicht selten tödlich. Die Pflanze ist in allen Teilen stark giftig, vor allem durch die Alkaloide Scopolamin und Hyoscyamin (vgl. Tollkirsche). Bei der Isolierung von (S)-Hyoscyamin aus der Pflanze bildet sich durch Racemisierung Atropin. Die letale Dosis liegt bei Scopolamin bei 50 mg, bereits niedrigere Dosen können den Tod durch Atemlähmung herbeiführen. Bei Kindern können schon 4 bis 5 g der Blütenblätter zum Tode führen.  Vergiftungssymptome und mögliche Folgen: rasender Puls, Hautrötung, Pupillenerweiterung, Muskelzuckungen, trockener Mund, Durst, Unruhe, Rede-drang, Schluck- und Sprachstörungen, Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen, Verwirrtheit, Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Herzrhythmusstörungen und komatöse Zustände, Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung. Die Wirkstoffe des Stechapfels erleichtern die Atmung bei Asthma, weil sie die Bronchien er-weitern. Außerdem hat der Stechapfel eine beruhigende Wirkung, weswegen er früher gegen Nervosität verwendet wurde. Ferner wirkt der Stechapfel stark schmerzstillend.
Giftwirkung
Obwohl der Stechapfel sehr giftig ist, kommt es nur selten zu unbeabsichtigten Vergiftungen. Das Aussehen des Stechapfels verlockt nicht zum "Naschen". Falls es dennoch zu einer Vergiftung kommt, verläuft diese meist milder als bei Vergiftungen durch die Tollkirsche. Es kommt zu Halskratzen, Mundtrockenheit, Sehstörungen und Unruhe. In schweren Fällen kann es auch zu Lähmungen, Sinnestäuschungen und Halluzinationen kommen. In sehr schweren Fällen kann eine Stechapfelvergiftung auch zum Tode führen. Bei Missbrauch des Stechapfels kann es zu Abhängigkeit kommen. Bei Hautkontakt kann es bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen kommen. Bei einer Stechapfel-Vergiftung kann man starken schwarzen Kaffee oder starken Eichenrinde-Tee als Gegenmittel trinken. Natürlich sollte man auch dringend einen Arzt aufsuchen.

Magische Anwendung
Da der Stechapfel ursprünglich in Amerika heimisch ist, wurde er dort auch zuerst für magische Zwecke ver-wendet, lange bevor der Stechapfel in Europa auftauchte. Für die Azteken war der Stechapfel eine heilige Pflanze. Sobald der Stechapfel in Europa heimisch wurde, nutzte man ihn auch hier für magische Zwecke. Eine beliebte magische Anwendung ist die Auflösung von Flüchen. Bestehende Flüche sollen mithilfe des Stechapfels rückgängig gemacht werden. Dazu werden Pflanzenteile im Haus des Fluchopfers ausgestreut.
Der Stechapfel soll auch vor bösen Geistern und Schlaflosigkeit schützen.

Geschichtliches
Wahrscheinlich kam der Stechapfel erst im 16. Jahrhundert über das südliche Russland nach Europa. Daher war er im klassischen Altertum nicht bekannt und wurde darum auch damals nicht als Heilpflanze verwendet.
Nach seiner Einführung in Europa wurde der Stechapfel vor allem als Hausmittel und für magische Zwecke verwendet. Erst im 18. Jahrhundert wurde er erstmals von Ärzten offiziell als Medikament verwendet. Der Wiener Arzt von Stoerck machte den Stechapfel als Medikament bekannt. In der Folgezeit wurden Stechapfel-Tinktur oder -Extrakt gegen Asthma, krampfartigen Husten und nervöse Unruhe verabreicht. Asthma-Zigaretten aus den Blättern sollten die Atmung bei Asthma erleichtern. Sie wurden noch weit ins 20. Jahrhundert hinein gerne geraucht.

Pflanzenbeschreibung
Stechapfel kommt ursprünglich aus Mexiko, aber er ist inzwischen auch in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf trockenen aber nährstoffreichen Böden und an sonnigen oder halbschattigen Stellen. Daher findet man ihn manchmal auf Schuttplätzen, im Brachland und an Wegrändern. Die einjährige Pflanze wird bis über 100 Zentimeter hoch, sofern der Standort günstig ist. In den Boden ragt eine lange Pfahlwurzel. Die kahlen Stängel verzweigen sich gabelästig. Die grünen Blätter sind eiförmig, laufen vorne spitz zu und bestehen aus mehreren spitzen Lappen. Ihr Rand ist grob gezähnt oder buchtig. Die weißen bis leicht violetten Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober in den Achseln der Stängel. Sie sind trichterförmig, haben fünf Zipfel und öffnen sich erst gegen Abend. Sie werden bis zu 8 cm lang. Ihr Duft ist schwer und süßlich. Die Blätter und Stängel hingegen riechen eher unangenehm; ihr Duft erinnert ein wenig an Kichererbsen. Aus den Stechapfel-Blüten entwickeln sich stachelige Samenkapseln. Diesen Samenkapseln verdank der Stechapfel seinen Namen. Die Samenkapseln sind zunächst grün und fleischig. Sie stehen in den Stängelachseln senkrecht nach oben. Die Kapseln werden bis zu 4 cm lang. Im Reifezustand werden die Samenkapseln braun und trocken. Sie öffnen sich, sodass man die zahlreichen kleinen, schwarzen Samen sehen kann, die sich in den vier Kammern der Kapsel befinden.
Vegetative Merkmale
Stechapfel-Arten sind einjährige oder kurzlebige ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von meist 0,5 bis 1,2 (0,2 bis 2)m erreichen. Die oberirdischen Pflanzenteile können unbehaart, behaart oder flaumig sein, wobei die Trichome in vielen verschiedenen Typen, beispielsweise aufrecht, niederliegend, nach oben oder unten gewandt, konisch, einfach, drüsig oder nicht-drüsig, vorkommen können. Oftmals ist die Behaarung an jungen Pflanzenteilen dicht bis sehr dicht, während sie an älteren Pflanzenteilen nachlässt oder so-gar ganz verschwindet. Die sich dichotom verzweigenden Sprossachsen sind meist massiv, nur bei der Art Datura ceratocaula sind sie hohl. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blatt-stiele sind meist 5 bis 10 (2 bis 16) cm lang. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von meist 8 bis 18 (5 bis 30) cm eiförmig bis eiförmig-lanzettlich mit meist ungleichmäßig bis fast gleichmäßig gestalteter Spreitenbasis und zugespitztem oberen Ende. Der Blattrand ist ganzrandig, zurückgebogen, stark oder auch leicht wellenförmig gezähnt bis gelappt.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen in den Verzweigungen der Sprossachsen aufrecht oder schräg an, mit Längen von meist 7 bis 15 (5 bis 25) mm, relativ kurzen Blütenstielen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der zylindrische Kelch ist 2,5 bis 14 (16) mm lang und besitzt meist fünf, selten auch drei bis sechs Kelchlappen oder Kelchzähne, die dreieckig, gleich oder ungleich geformt und zugespitzt bis spitz sind. Die Länge der Kelchlappen oder -zähne liegt meist bei 6 bis 12 mm, kann aber auch 13 bis 35 mm betragen, gelegentlich ist die Trennung der Kelchzähne nicht klar auszumachen. Eine Art, Datura ceratocaula, besitzt einen auf einer Seite gespaltenen Kelch, so dass dieser einem einzelnen Hochblatt ähnelt. Nach der Blühphase fällt der Kelch ab, so dass nur an der Basis ein kreisförmiger Rest bestehen bleibt. Die sich in den Abendstunden öffnende Blütenkrone ist grob trichter- oder trompetenförmig, in Ausnahmefällen auch doppelt oder dreifach gefüllt. Sie ist einheitlich weiß, lavendelfarbig oder violett gefärbt. Je nach Art sind die Kron-blätter 4 bis 6 (9,5) cm oder (8) 15 bis 21 cm lang. Der Rand der Kronblätter ist fünflappig. Bei einigen Arten treten sekundäre Kronlappen auf, sodass die Blüten einen zehnlappigen Eindruck machen. Die Staub-blätter befinden sich für gewöhnlich in der Krone, die Staubfäden sind in der unteren Hälfte der Krone fixiert. Nur dort sind die Staubfäden mit Trichomen besetzt. Die linear-elliptischen Antheren kommen artabhängig in zwei verschiedenen Größen vor, zum einen 2 bis 5 mm, zum anderen 5 bis 12 (15) mm. Entlang der Aufplatzlinie der Antheren sind sehr lange fadenförmige Trichome zu finden. Der Fruchtknoten ist konisch geformt, zum Teil unterständig, durch die Ausbildung eines falschen Septums in der unteren Hälfte oft vierkammrig. Oft ist der Fruchtknoten mit unterschiedlich vielen kleinen, fleischigen Stacheln versehen, die sich gelegentlich in der Frucht vergrößern und versteifen. Die Narbe ist zweilappig, feucht und warzig. Außer bei der Art Datura ceratocaula, die nicht aufspringende, weiche Beeren ausbildet, sind die Früchte aller Stechapfel-Arten eiförmige, elliptische oder kugelförmige vierkammrige Kapselfrüchte, die aufrecht oder zurückgebogen an der Pflanze stehen. Die Kapselfrüchte springen an zwei, selten an vier Klappen auf, die manchmal unregelmäßig angeordnet sind. Das Perikarp der Früchte ist meist schwach flaumartig behaart und mit bis zu 200 gleichförmigen, schlanken, mit bis zu 50 verschiedenartig geformten scharfen Stacheln, mit schwach behaarten Borsten oder zahlreichen stumpfen Höckerchen besetzt. Die Länge der Stacheln variiert zwischen 0,5 und 3,2 cm. In allen Arten steht der Frucht entgegengesetzt der kreisförmige, zurückgebogene Überrest des Kelches. In den Früchten befinden sich (25) 150 bis 300 (500) scheiben- bis nierenförmige Samen, mit einer Länge von meist 4 bis 5 (2,5 bis 6) mm. Sie sind schwarz, gelb oder braun, teilweise mit weißen oder gelblichen Elaiosomen versehen.
Verwandte Arten
Der heimische Stechapfel hat weltweit zahlreiche Verwandte.
Indischer Stechapfel (Datura metel)
In Indien und anderen asiatischen Ländern gedeiht der indische Stechapfel. Die Pflanzen werden häufig größer als die des europäischen Stechapfels. Die Blätter sind nicht gelappt und gezähnt, sondern haben eine rundliche Eiform mit einer Spitze am Ende. Die Blüten werden sehr schön und dekorativ.
Nickender Stechapfel (Datura innoxia)
Der nickende Stechapfel (auch: Großblütiger Stechapfel) stammt ursprünglich aus Mittelamerika, kommt im Mittelmeerraum und auf den kanarischen Inseln jedoch häufig verwildert vor. Er wird häufig größer als der europäische Stechapfel. Auch seine weißen oder leicht violetten Blüten werden etwas größer (bis zu 20 cm lang). Anders als beim europäischen Stechapfel stehen die Kapselfrüchte nicht nach oben, sondern hängen nach unten, als würden sie nicken.

Anbautipps
Der Anbau des Stechapfels ist relativ einfach. Er braucht nährstoffreiche Böden und einen mindestens halbsonnigen Standort. Man kann die Samen in kleinen Anzuchttöpfen vorkultivieren, bevor man die jungen Pflanzen im späten Frühjahr ins Freiland auspflanzt. Der Abstand zwischen zwei Pflanzen sollte mindestens 70 cm betragen. Die Stechapfelpflanzen wachsen schnell, wenn sie sich am Standort wohlfühlen. In Gärten mit Kindern sollte wegen der Giftigkeit kein Stechapfel angepflanzt werden.

Sammeltipps
Wegen der Giftigkeit des Stechapfels sollte man keine seiner Teile für die medizinische Anwendung ernten oder sammeln.



STEINKLEE


Der anmutige Honigklee, auch Steinklee genannt, schwingt sich leicht, wie eine Feder, über den steinigen Boden, auf dem er gerne wächst. Er ist ein wunderbares Heilmittel für das Blutgefäßsystem und den Lymphfluss. Selbst gegen Migräne hat er eine hilfreiche Wirkung.
Steinklee, auch Honigklee genannt, ist eine Pflanzengattung, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler gehört. Die etwa 20 Arten sind in Eurasien verbreitet.

Steckbrief
Heilwirkung: Blutergüsse, Blutfluss fördernd, chronische Bronchitis, Drüsenschwellungen, Furunkel, Gallen- und Magenbeschwerden, Gefäßwände heilend, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Kopfschmerzen, Krampfadern, Migräne, Milchknoten, Ödeme, Offene Beine, Quetschungen, Rheumatische Schmerzen, Venenentzündungen, Verbesserung der Lymphzirkulation, Wundheilung
wissenschaftlicher Name: Melilotus officinalis
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Melilot
volkstümliche Namen: Bärenklee, Mottenklee, Melilotenklee, Goldklee, Schotenklee, Mottenkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Glykoside, Melilotin, Cumarin, Flavonoide, Melilotsäure, Benzoesäure, Schleim, Cholin
Sammelzeit: Mai bis August

Anwendung
Drei Arten sind landwirtschaftlich bedeutsam: Weißer, Gelber und Indischer Steinklee. Im Feld dient Steinklee als Weidepflanze, besonders auch als Bienenweide und zur Gründüngung. Aus geschnittenem Steinklee wird Heu oder Silage bereitet. Durch das beim Trocknen der Pflanzen freiwerdende Cumarin bekommt das Heu den typischen Heugeruch, beziehungsweise es duftet nach Waldmeister. Verdorbenes Heu und schlecht konserviertes Silofutter hingegen enthalten Dicumarol, ein Abbauprodukt des Cumarins; Dicumarol ist giftig für das Vieh und führt zu äußeren und inneren Blutungen. Der Echte oder Gelbe Steinklee bevorzugt steinige Standorte. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile vom Echten Steinklee, aber auch das Kraut vom Hohen Steinklee, der auf eher feuchten Plätzen (Wiesen) zu finden ist.
Honigklee wird vor allem äußerlich in Form von Auflagen, Kräuterkissen, Salben und Pflastern gegen Schwellungen, Entzündungen und Wunden eingesetzt. Innerlich als Tee oder Tinktur nimmt man ihn gegen Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Migräne und zur Verbesserung der Lymphzirkulation.

Pflanzenbeschreibung
Steinklee-Arten sind ein- bis zweijährige krautige Pflanzen. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die unpaarig gefiederte Blattspreite enthält nur drei Fiederblättchen. Die Ränder der Fiederblättchen sind gezähnt. Die Nebenblätter sind mit dem Blattstiel verwachsen. Die Blüten stehen in achselständigen, unverzweigten, traubigen Blütenständen zusammen. Es sind nur winzige Tragblätter vorhanden. Die gestielten, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die mehr oder weniger ungleichen Kelchzähne sind deutlich kürzer als die Kronröhre. Die fünf gelben oder weißen Kronblät-ter stehen in der typischen Form der Schmetterlingsblütezusammen. Das aus zwei Kronblättern verwachse-ne Schiffchen ist kürzer als die beiden Flügel. Neun der zehn fertilen Staubblätter sind untereinander röhrig verwachsen mit gleichgestaltigen Staubbeuteln. Es ist nur ein oberständiges Fruchtblatt vorhanden mit ein bis fünf Samenanlagen. Der Griffel ist dünn. Die Bestäubung erfolgt durch Hymenoptera, hauptsächlich durch Bienen (Entomophilie). Die kleine Hülsenfrucht ist etwa so lang wie der Kelch und enthält ein bis vier Samen. Als Diaspore (Verbreitungseinheit) dient die Frucht oder der Same.
Der zweijährige Honigklee wird normalerweise einen Meter hoch, wenn er sich besonders wohlfühlt jedoch auch bis zu zwei Meter. Er liebt trockene, steinige Böden und wächst daher an Wegrändern, auf Schutthalden und in Steinbrüchen. Das Besondere am Honigklee ist, wie leicht er sich über die Erde erhebt und zart luftig den Raum ergreift, ohne ihn auszufüllen. Die dreizählig befiederten Blätter stehen wechselständig. An diesen Blättern kann man erkennen, dass es sich um eine Kleeart handelt. Die gelben Blüten sind zu langen Trauben angeordnet. Sie duften süß, nach dem reichlichen Nektar, mit dem sie gefüllt sind. Doch erst nach der Ernte, beim Trocknen, entfaltet der Honigklee seinen ganz starken Duft. Denn erst dann wird das Cumarin frei. So ist es auch beim Waldmeister, der erst nach dem Verwelken beginnt zu duften. Es gibt übrigens auch einen weißen Honigklee, der außer der Blütenfarbe genau so aussieht, wie der gelbe Honigklee und auch so duftet, weil er genau so viel Cumarin enthält. Doch er hat weniger Flavonoide als der gelbe Honigklee, darum wird er in der Heilkunde nicht verwendet.


BACHBLÜTEN
Ich strebe nach Harmonie, um anderen nicht weh zu tun (4 Centaury)
- Diese Menschen streben nach Harmonie, um ihre Mitmenschen nicht weh zu tun
- Mit der dementsprechender Bachblüte streben sie kaum nach Harmonie, egal ob sie anderen einmal wehtun


BACHBLÜTEN
Du bist unsicher, hast kein Vertrauen in das eigene Wissen (5 Cerato)
- Diese Menschen können sehr unsicher sein, in Bezug auf das Vertrauen in das eigene Wissen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie diese Unsicherheit überwinden und haben wieder das Vertrauen auf das eigene Wissen


ERNÄHRUNG
Schmackhaft und schonend zubereiten
Garen sie die jeweiligen Speisen bei möglichst niedrigen Temperaturen, so kurz wie möglich, mit wenig Wasser und wenig Fett - das erhält den natürlichen Geschmack, schont die Nährstoffe und verhindert die Bildung schädlicher Verbindungen.


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