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Gewürzumach
Der Gerber-Sumach, auch Gewürz-Sumach, Sizilianischer Sumach oder Färberbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sumach innerhalb der Familie der Sumachgewächse.
Steckbrief
Heilwirkung: Bettnässen, Magen- Darmbeschwerden, Reizblase
wissenschaftlicher Name: Rhus aromatica
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelrinde
Nutzung
Gerber-Sumach roús hatte spätestens im 3. Jahrhundert v. Chr. in der gesamten griechischen Küche der Ägäisregion seinen Platz als ein beliebtes Gewürz gefunden und musste aus Syrien importiert werden, obwohl die Bäume in der gesamten Mittelmeerwelt wuchsen. Solon schrieb ein Gedicht über seine kulinarischen Fre-unde Sumach und Silphion (von dem nur nicht miteinander verbundene Fragmente erhalten sind) über das Leben im Luxus. Spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. war Sumach in Athens Küche in Gebrauch. Die Blätter dienten zum Gerben von Leder und als Haarfärbemittel. Mit der Rinde wurde Wolle gefärbt. Bis heute sind die getrockneten, gemahlenen Steinfrüchte, Sumak genannt (vermutlich von aramäisch summaq für dunkelrot), als säuerliches Gewürz vor allem in der türkischen, arabischen, kurdischen und persischen Küche beliebt. Zu qualitativ hochwertigem „Sumak“ wird kein Salz hinzugefügt, vor allem werden die Steinfrüchte nicht zer-mahlen, Bitterstoffe würden sonst freigesetzt. Es wird nur die dünne Schicht Fruchtfleisch abgeschabt und anschließend getrocknet, beispielsweise unter starker Sonneneinstrahlung. Natürlich ist dieser viel teurer und aus diesem Grund selten im Handel erhältlich. Meist bekommt man nur den (durch die Kerne) dunklen Sumak, dabei hat die eigentliche Reinform eine hellrote Farbe. Salz wird in erster Linie von den Händlern zur schnelleren Trocknung (Entzug von Wasser) und zur Steigerung des Gewichtes beigemischt. In der Reinform ist das Gewürz durchaus ergiebig.
Er wird meist großzügig über Salate, Fleischgerichte (beispielsweise Lahmacun) und Reisgerichte gestreut oder wie schon im antiken Rom zu einem intensiv roten Sud verkocht, der – mit Tamarindevergleichbar – Gerichten zugegeben wird. Zudem ist er Bestandteil von Gewürzmischungen wie dem Zatar. Eine eng verwandte Art diente den Ureinwohnern Nordamerikas als Grundlage für ein saures Getränk. Der sauer-adstringierende Geschmack der Früchte beruht auf verschiedenen Fruchtsäuren wie Äpfel-, Zitronen-, Bernstein-, Malein-, Fumar- und Ascorbinsäure, Tanninen und ätherischen Ölen. Die Farbe geht auf Anthocyan-Pigmente zurück.
Beschreibung
Der Gerber-Sumach wächst als Strauch oder kleinerer Baum. Die Laubblätter sind gefiedert. Der Gerber-Sumach ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die traubigen Blütenstände enthalten viele Blüten. Die kleinen Steinfrüchte verfärben sich bei Reife tief violettrot.

Hoodia
Hoodia gordonii ist eine sukkulente Pflanze aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse. Die Art ist international durch eine Werbekampagne bekannt geworden, die der Pflanze eine appetithemmende Wirkung nachgesagt hat.
Von allen Seiten hört und liest man in letzter Zeit von Hoodia, angepriesen als sensationelles Schlankheitsmittel. Hoodia ist eine südafrikanische, stachelige Pflanze, die aussieht wie ein Kaktus. Sie ist jedoch kein Kaktus, sondern gehört zur Familie der Seidenpflanzengewächse. In ihrer südafrikanischen Wüstenheimat wird sie von wandernden Wüstenbewohnern gegessen, um den Hunger auf der kargen Wanderschaft zu dämpfen. In reichen Industrieländern wird versucht, mithilfe der Hoodia den Verlockungen des reich gefüllten Kühlschranks zu widerstehen, und das Hungergefühl bei Diäten zu dämpfen. Ob das in der erhofften sensationellen Weise gelingt, ist fraglich. Die Hoodia-Pflanze wird in ihrer Heimat durch den Schlankheitswahn der übergewichtigen Abendländer bedroht, denn sie lässt sich kaum kultivieren und wird daher in der Wildnis geerntet, obwohl sie seit 2004 unter strengem Artenschutz steht.
Steckbrief
Haupt -Anwendungen: Übergewicht
Heilwirkung: appetitsenkend
Anwendungsbereiche: Heißhunger, Fettsucht, Diabetes, Husten, Erkältung
wissenschaftlicher Name: Hoodia gordonii
Pflanzenfamilie: Seidenpflanzengewächse = Asclepiadoideae
englischer Name: Hoodia
volkstümlicher Name: !khowab, Kowa, Aasblume
Verwendete Pflanzenteile: Stängel
Inhaltsstoffe: Steroidglykosid, Pregnanglycosid P57, Herzglykoside
Anwendung
Hoodia gaukelt dem Gehirn einen hohen Blutzuckerspiegel vor, sodass Hunger und Appetit gelindert werden. Dadurch kann Hoodia theoretisch bei Übergewicht und Diabetes helfen. Hoodia wird als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Nicht bei allen angebotenen Produkten ist jedoch klar, ob es sich bei den Inhaltstoffen tatsächlich um Bestandteile der Hoodia handelt, oder ob es eine Fälschung ist. Selbst wenn das Produkt echt ist, ist es fraglich, ob die Einnahme empfohlen werden kann. Einerseits weiß man nicht, wie Hoodia wirkt. Ob es für Abendländer gesundheitsfördernd ist, Hoodia über einen längeren Zeitraum bei Übergewicht einzunehmen, ist bisher unbekannt. Der schwerwiegendere Grund, der gegen die Einnahme von Hoodia-Produkten spricht, ist jedoch eine Sache des Naturschutzes. Man sollte Hoodia-Produkte nur aus vertrauenswürdiger Quelle beziehen und anwenden.
Traditionelle Anwendung
Die Buschmänner in Afrika nehmen Hoodiatriebe und entfernen die Stacheln und Schale. Dann wird dreimal täglich ein etwa daumenlanges Stück gekaut. Diese Anwendung soll nicht nur Hunger und Durst lindern, sondern auch bei Husten helfen.
Traditionelle Nutzung
Die Khoisan im südlichen Afrika nennen die Pflanze „Kowa“. Sie nutzten Hoodia gordonii wegen ihrer hungerstillenden Wirkung. In Notzeiten und während langer Jagdausflüge, auf denen die Jäger das erlegte Wild nicht selbst verzehrten, sondern traditionsgemäß in ihr Dorf zurückbrachten, sollen die Khoisan Hunger und Durst tagelang mit den leicht bitteren Sproßstücken der Hoodia gestillt haben.
Geschichtliches
Seit langer Zeit wird die Hoodia von den Buschmännern (Khoi-San) der südafrikanischen Wüstengebiete als Verpflegung auf Jagdausflügen verwendet. Anstelle von nahrhaftem und schweren Proviant essen die Buschmänner unterwegs kleine Stücke der Pflanzenstängel, von denen sie zuvor die Dornen entfernen. Mithilfe der Hoodiastängel konnten die Buschmänner ihren Hunger und Durst unterdrücken, bis sie wieder zuhause waren, um ihren Hunger mit echter Nahrung zu stillen. Die Buschmänner verwenden die Hoodia auch bei Erkältungskrankheiten. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die appetithemmende Wirkung der Hoodia unter Soldaten bekannt, die in der Wüste Dienst taten. Seit 1996 wird die Wirkungsweise der Hoodia von Wissenschaftlern untersucht, um Medikamente gegen Übergewicht daraus herzustellen. In den nächsten Jahren gingen die Vermarktungsrechte an der Hoodia und ihren Wirkstoffen von einer Pharmfirma zur nächsten, die mit diesem sensationellen Appetitzügler umfangreiche Geschäfte machen wollten. Den Buschmännern gelang es, mithilfe von Terre des Hommes, einen geringen Anteil an den Gewinnen durch Hoodia-Medikamente einzuklagen. Dies gilt als historischer Triumpf einer eingeborenen Minderheit im Kampf bei Ausbeutung ihrer Naturschätze. Seit 2004 steht die Hoodia international unter Naturschutz. Bei verwendeten Pflan-zen muss nachgewiesen werden, dass sie naturverträglich geerntet wurden. Oft werden diese Nachweise jedoch gefälscht. Inzwischen wird auch versucht, die Hoodia anzubauen. Dies gelingt teilweise recht gut, jedoch ist fraglich, ob die kultivierten Pflanzen genauso gut wirken wie die natürlich gewachsenen.
Pflanzenbeschreibung
Hoodia gordonii ist eine mehrjährige, dornige und blattlose Sukkulente, aber kein Kaktus. Unter idealen Bedingungen können alte Exemplare - bis zu 15 Jahre in der Wildnis - einen Meter groß werden, in der Regel sind sie aber deutlich kleiner. Zu Beginn wird nur ein Stamm gebildet, in der Folge können aber bis zu 50 Äste, die sich am Boden verzweigen, gebildet werden. Die zylindrischen Äste haben einen Durchmesser von bis zu 5 cm. Im August und September werden terminal, oder nahezu terminal, sehr kurz gestielte Blütenstände gebildet, die aus 1-4 Blüten be-stehen. Die fünflappigen Blüten, mit einem Durchmesser von 75 mm, erinnern an Petunien. Die Blüten riechen nach verwesendem Fleisch und werden hauptsächlich von Fliegen bestäubt. Die ersten Blüten werden nach ungefähr 5 Jahren gebildet. Die bis zu 250 mm langen Kapselfrüchte werden im Oktober und November gebildet und die Samen werden durch den Wind verbreitet.
Die Hoodia ist im südlichen Afrika heimisch. Man findet sie in Südafrika, Namibia, Angola, Botswana. Sie wächst bevorzugt in trockenem Wüstenboden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die stachelige Sukkulente ist immergrün, hat aber, ähnlich wie Kakteen, keine normalen Blätter, sondern walzenartige, aufrechte Blätter mit Dornen. Die großen Blüten sind rötlich, gelblich oder fleischfarben. Sie riechen nach Aas, sodass Fliegen von ihnen angezogen werden. Aus den Blüten entwickeln sich längliche Samenkapseln, die ein wenig an Ziegenhörner erinnern. Diese Samenkapseln enthalten seidig behaarte Samen, die der Pflanzenfamilie den Namen gegeben haben. Die Schwalbenwurz ist die einzige mitteleuropäische Verwandte aus der Familie der Seidenpflanzen. Außer den seidig behaarten Samen in Kapseln haben die beiden Pflanzenarten jedoch kaum Gemeinsamkeiten.

Bachblüten
Ich bin mir selbst streng (Rock Water)
- Diese Menschen können und sind sehr streng
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Strenge allmählich abstreifen
Bachblüten
Ich fühle mich zerrissen (Scleranthus)
- Diese Menschen fühlen sich zerrissen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das Gefühl des zerrissen sein überwinden
Weniger Fett und fettreicher Lebensmittel, auf die Fettqualität kommt es an! (Regel 5)
Wie sie wissen, haben Nahrungsfette nicht nur die Funktion als Energielieferanten, sondern auch als Bausubstrate für den Aufbau vorrangig aller biologischen Membranen – den Fettsäuren. Ein zu viel an Fett kann das Übergewicht fördern und die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und weiteren Erkrankungen mit beeinflussen.
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