Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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15.08.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 14.08.17-20.08.17


GOTTESGNADENKRAUT

Das Gottesgnadenkraut mit seinen hübschen weißen Blüten findet man kaum noch wildwachsend in der freien Natur. Es ist sehr selten geworden. Selten geworden ist auch seine Anwendung in der Heilpflanzenkunde, denn trotz seines vielversprechenden Namens ist das Gottesgnadenkraut leider giftig. Für die traditionellen Anwendungsgebiete, wie beispielsweise Verstopfung und Herzschwäche, kennt man inzwischen andere Heilpflanzen, die weniger gefährlich sind. Nur in der Homöopathie wird das Gottesgnadenkraut unter dem Namen "Gratiola" weiterhin angewendet, denn durch die Potenzierung verliert sich die Giftigkeit der Pflanze.
Das Gottes-Gnadenkraut, kurz auch Gnadenkraut, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der  Wegerichgewächse. Sie ist von Europabis  Zentralasien verbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden.
Heilwirkung:
abführend, harntreibend, herzstärkend, menstruationsfördernd
Anwendungsbereiche:
Früher: Gallebeschwerden, Geschwüre, Herzschwäche, Leberbeschwerden, Ödeme, Schlecht heilende Wunden, Tumore, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Wassersucht, Würmer, Homöopathisch (D3 - D12): Darmentzündung, Darmkrämpfe, Gastritis, Hautausschläge, Juckreiz, Leberschwäche, Kopfschmerzen, Magenschleimhautentzündung, Magenschwäche, Reizbarkeit, Rheuma, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name:
Gratiola officinalis
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse - Plantaginaceae (früher: Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae)
englischer Name:
Common Hedgehyssop
andere Namen:
Allerheiligenkraut, Erdgalle, Fischkraut, Gallenkraut, Gichtkraut, Gradeze, Heckenysop, Laxierkraut, Magenkraut, Nieskraut, Purgierkraut, Speikräuterl, Wilder Aurin
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Glykoside: Cucurbitacin, Gratiotoxin, Gratiosid, Gratiogenin, Gratiogeninmonoglucosid; Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Wenn man den Namen Gottesgnadenkraut hört, erhofft man sich eine Heilpflanze mit vielfältigen, gar wundersamen Heilwirkungen. Früher mag man das beim Gottesgnadenkraut auch so gesehen haben, aber der moderne Heilpflanzenfreund ist eher enttäuscht, wenn er hört, dass die Pflanze so giftig ist, dass man sie überhaupt nicht als Heilpflanze nutzen sollte. Selbst äußerlich sollte man auf die Anwendung des Gottesgnadenkrautes verzichten, denn sie wirkt stark hautreizend. Einige der Inhaltsstoffe des Gottesgnadenkrautes sind jedoch sehr vielversprechend. Sie werden daher wissenschaftlich untersucht, ob sie gegen Krebs und andere schwere Erkrankungen helfen können. Im Erfolgsfall wird es vielleicht künftig Medikamente geben, die Einzelwirkstoffe des Gottesgnadenkrautes enthalten, ohne die Giftwirkung der ganzen Pflanze. Übrigens werden auch andere Heilpflanzen im Volksmund als "Gottesgnadenkraut" bezeichnet, beispielsweise das  Tausendgüldenkraut. Die beiden Pflanzen haben jedoch nichts miteinander zu tun.
Homöopathische Anwendung
Wegen der Giftigkeit kann man das Gottesgnadenkraut nur homöopathisch verwenden. In der Homöopathie trägt es den Namen "Gratiola". Am besten nimmt man die Potenzen D3 bis D12. Manche verwenden auch die Potenz D2.
Als Dosierung eignet sich: 3 bis 5 mal täglich 5-10 Tropfen oder Globuli. Gratiola hilft bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden. Man kann es auch bei Juckreiz, Hautausschlägen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Rheuma versuchen.

Giftwirkung
Das Gottesgnadenkraut hat eine starke Giftwirkung. Für die Giftwirkung sind vermutlich vor allem die Substanzen Cucurbitacin und Gratiotoxin verantwortlich. Bei leichten und mittelschweren Vergiftungen kommt es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen, Bauchkrämpfen, brennendem Harndrang. Wenn die Vergiftung schwerer ist, kommt es auch zu blutigen Durchfällen, Nierenschäden, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen, Atemproblemen, Sehstörungen und Farbveränderungen beim Sehen. In sehr schweren Fällen kommt es zum Kollaps und Tod, vermutlich durch Atemlähmung.
Erste Hilfe
Bei Vergiftungen mit Gottesgnadenkraut sollte man sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme hilft zuerst Erbrechen auslösen und dann die Einnahme von pulverisierten Kohletabletten. Zusätzlich soll viel warmer Tee getrunken werden. Falls es im Krankenhaus zu einer Atemlähmung kommt, wird künstlich beatmet.

Magische Anwendung
Mit dem Gottesgnadenkraut wurde früher ein spezielles Ritual durchgeführt, damit es gegen böse Geister und bösartige Geschwüre helfen können sollte. Am 15. August (Maria Himmelfahrt) wurde das Kraut betenderweise gepflückt und dann unter das Altartuch der Kirche gelegt. Sobald der Priester nicht-sahnend darüber seine Messe gelesen hatte, konnte man das Kraut entfernen und für magische und Heilzwecke nutzen.

Geschichtliches
Im Altertum war das Gottesgnadenkraut eher unbekannt, vermutlich weil es keine typische Mittelmeerpflanze ist. Im späten Mittelalter wurde das Gottesgnaden-Kraut gerne gegen epileptische Anfälle und Tobsucht angewendet. Die Volksmedizin in Mitteleuropa schätzte das Gottesgnadenkraut sehr; so sehr, dass es seinen Namen mit dem besonderen Gottesbezug bekam. Es wurde bei zahlreiche Verdauungsbeschwerden und gegen Herzschwäche verwendet. Sicherlich war es durchaus wirksam, aber oft kam es wegen seiner Giftigkeit schon bei vernünftiger Dosierung zu heftigen Nebenwirkungen. Weil es zu Blutungen im weiblichen Genitalbereich führt, wurde es auch für Abtreibungen verwendet, sicherlich relativ häufig mit Todesfolge. Äußerlich wurde das Gottesgnadenkraut gegen Geschwüre, vor allem im Fußbereich, angewendet. Es sollte sogar bösartige Geschwüre (z.B. Hautkrebs) heilen. Diese Anwendung mag durchaus funktioniert haben, weil die Hautreizung zu einer verstärkten Durchblutung führt, was oftmals einen Heilungsprozess auslöst.

Pflanzenbeschreibung
Das Gottes-Gnadenkraut wächst als ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 40, bisweilen 60 Zentimetern. Sie bildet kurze  Ausläufer. Die aufrechte  Stängel ist unten rund und oben fast vierkantig. Die oberirdischen Pflanzenteile sind scheinbar kahl. Die kreuzgegenständigen und stängelumfassenden Laubblätter sind schmal lanzettlich, spitz und ganzrandig oder entfernt gesägt. Die hellgrünen Blattspreiten erscheinen durch eingesenkte Drüsenhaare punktiert. Die Blütezeit des Gottes-Gnadenkrautes reicht von Juli bis August. Die lang gestielten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Die blassrosafarbenen bis weißen, zuweilen rötlich geäderten  Kronblätter werden 10 bis 18 Millimeter lang und sind röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gelb und innen bärtig. Die Oberlippe ist behaart. Die braune  Kapselfrucht ist 5 Millimeter lang, tropfenförmig, kugelig und springt vierkappig auf. Die Samen sind etwa 6 bis 8 Millimeter lang. Die Samenschale ist netzartig.
Gottesgnadenkraut ist in Mittel- und Osteuropa heimisch, kommt aber inzwischen nur noch selten vor. Es wächst bevorzugt an feuchten Standorten, wie beispielsweise Gräben, Ufern, Moorwiesen und dergleichen. Außerdem sollte der Boden am besten zuvor aufgerissen worden sein, beispielsweise durch scharrende Tiere. Weil solche Stellen immer weniger werden, und wenn sie vorkommen, häufig schnell von anderen Pflanzenarten besetzt werden, ist das Gottesgnadenkraut zur bedrohten Art geworden. Man darf das Gottesgnadenkraut daher auch nicht in der Natur sammeln, weil es eine geschützte Pflanze ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst einen vierkantigen Stängel aus, an dem lanzettliche schmale Blätter kreuzgegenständig wachsen. Die Blätter sind an ihren Rändern fein gesägt. Ab Juni bis August wachsen aus den Blattachseln weiße Blüten, die an relativ langen Stängeln sitzen. Die Blüten haben Röhrenform und sind innen gelblich. Aus dem Innern ziehen sich dünne, dunkle Linien bis in den weißen Bereich der Blütenblätter. Wegen der Form der Blüten wurde das Gottesgnadenkraut früher zur Familie der Rachenblütler gezählt. Doch diese Familie wurde in Braunwurzgewächse umbenannt und zahlreiche Pflanzenarten wurden anderen Pflanzen-Familien zugeordnet, als eine genetische Zuordnung möglich wurde. Daher gehört das Gottesgnadenkraut jetzt zu den Wegerichgewächsen und ist verwandt mit dem Fingerhut, aber auch mit dem Spitzwegerich, was erstaunlich scheint. Aus den Gottesgnadenkraut-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Früchte. Die Früchte sind kleine Kapseln mit jeweils zwei Fächern, in denen viele Samen zu finden sind.

Anbautipps
Wenn man das Gottesgnadenkraut anpflanzen will, braucht man ein sehr feuchtes Stückchen Erde. Außerdem braucht das Gottesgnadenkraut viel Sonne. Am einfachsten ist es, fertige Pflanzen einzupflanzen. Wenn sie sich wohlfühlen, vermehren sie sich durch Wurzelausläufer von selbst. Man kann das Gottesgnadenkraut auch aus Samen anziehen, aber die Erfolgschancen hierbei sind geringer als bei der Verwendung fertiger Pflanzen.

Sammeltipps
Da das Gottesgnadenkraut nicht nur stark giftig, sondern auch geschützt ist, sollte man es nicht sammeln.


ROSSMINZE


Die Rossminze ist eine alte wild wachsende Minz-Sorte, die über 1 Meter groß wird. Man findet sie in Europa an nassen Standorten (Feuchtwiesen, Gräben, Ufern). Ihr Geruch wird von einigen Leuten bei der frischen Rossminze als unangenehm und modrig empfunden. Die Rossminze wird in der Volksheilkunde bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Kopfschmerzen eingesetzt.
Die Rossminze aus der  Gattung der  Minzen gehört zur  Familieder  Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
Heilwirkung:
kühlend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche:
Insektenstiche, Neuralgien,  Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
wissenschaftlicher Name:
Mentha incana, Mentha longifolia, Mentha sylvestris
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Horse Mint, Long-leaved Mint
volkstümlicher Name:
Langblättrige Minze, Rossminze, Ross-Minze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Carvon, Flavonoide, Limonen, Linalool, Myc-ren, Piperitonoxid, Sabinen
Sammelzeit:
Juni - September

Anwendung
Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
2 Teelöffel getrockneter Rossminzen-Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hier hilft der Tee bei Magen-Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen.
Frischblatt-Umschlag
Der kühlende und lokal betäubende Brei aus frischen zerquetschten saftigen Rossminze-Blättern hilft gegen Insektenstiche.
Öl-Einreibung
Einreibungen mit dem Öl helfen bei Neuralgien.

Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. Die Rossminze wird in der asiatischen vor allem in der indischen und asiatischen Küche genutzt. Das Rossminzenöl wird in der Süßwaren-Industrie gerne als Ersatz für das Pfefferminzöl genommen.

Pflanzenbeschreibung
Es ist eine schnellwachsende, ausdauernde krautige Pflanze mit kräftigem Geschmack. Die Pflanzen erreichen normalerweise Wuchshöhen von etwa 50 Zentimetern, können aber unter günstigen Umständen deutlich größer werden, bis weit über 1 Meter. Am besten kann man die Rossminze an ihren länglich ovalen und kurz aber zottig behaarten Blättern erkennen. Die Blätter werden zwischen 4 und 9 Zentimeter lang und zwischen 1 und 2 Zentimeter breit. Genau wie der Stängel sind sie kurz und weich, weiß-, grau- oder grün-zottig. Am Rande sind die Blätter mit nach vorne gerichteten Zähnen gezähnt. Die Blätter sitzen oder haben nur einen sehr kurzen Blattstiel. Die Blüten sind rosarot, in manchen Fällen auch weißlich oder malvenfarbig. In der Höhe des Blütenstandes verzweigt sich der Stängel rispig. An den Rispenästen sitzen dann die vielblütigen  Scheinquirlen und bilden dichte  Scheinähren. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die Rossminze ist ungiftig und essbar, ihr Geschmack gilt jedoch als unangenehm.
Die Rossminze ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf nassen Böden. Die winterharte und mehrjährige Rossminze wird 40 bis 130 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. Die graugrünen Blätter sind spitz und gezähnt. Die rosa bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Aus den Rossminze-Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen. Vom Aussehen her kann man die Rossminze leicht mit der Grünen Minze verwechseln. Die Spearmint riecht jedoch angenehm minzig, wie das gleichnamige Kaugummi, was bei der eher unangenehm riechenden Rossminze nicht der Fall ist.

Anbautipps
Vermehrung durch Wurzelteilung. Die Rossminze mag feuchte und stickstoff-reiche Böden. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Frische Blätter können ständig geerntet werden. Die Stängel mit den Blättern werden kurz vor der Blüte geerntet. Am besten an einem sonnigen Tag am späten Vormittag sammeln. Zum Trocknen: Die Rossminzestängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die Rossminze-Blätter in geschlossenen Behältern lagern.



BACHBLÜTEN
Grundlose Gefühle von Angst und Gefahr (2 Aspen)
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Diese Menschen haben grundlose Gefühle wie Angst und dass Gefahren vorliegen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Gefühle besiegen


BACHBLÜTEN
In Extremfällen versucht man sogar, die gute Stimmung und den Optimismus anderer herunterzuziehen (38 Willow)
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Diese Menschen ziehen auch im Extremfällen andere die gute Stimmung und den Optimismus herunter
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen die solche Situationen beherrschen und
 ziehen andere nicht herunter


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