Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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15.07.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juli > 10.07.17-16.07.17


PREISELBEERE

Die herben Preiselbeeren kennt fast jeder als würzig-süße Beigabe zu Wild-fleisch oder gebackenem Camembert. Roh mag kaum jemand die Preiselbeere essen, weil sie leicht bitter und zusammenziehend schmeckt. Diese herben Eigenschaften sind es jedoch, die die roten Beeren und auch die Blätter des kleinen Strauches zu einer wertvollen Heilpflanze machen. Die Preiselbeerpflanze hilft, ähnlich wie die pflanzliche Schwester die Bärentraube vor allem gegen Blasenentzündungen und andere Erkrankungen des Harnapparates.
Die Preiselbeere, veraltet Preißelbeere, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung der  Heidelbeeren. Sie ist in  Eurasien und  Nordamerika weit verbreitet. Viele volkstümliche Namen belegen ihre weite Verbreitung und Nutzung in Mitteleuropa, wie in Nordwest-Deutschland Kronsbeere, in West- (Tirol, Salzburg) und Südost-Österreich Grante, in Südost-Deutschland Moosbeere, auch Riffelbeere, Grestling oder im Niederdeutschen "Mehlbeer". In der Ostschweiz und Vorarlberg wird die Preiselbeere auch als Fuchsbeerebezeichnet. Die sogenannte „Kulturpreiselbeere" hingegen ist keine Preiselbeere, sondern die Großfrüchtige Moosbeere, auch Cranberry genannt, mit anderer, am Boden kriechender Wuchsform und deutlich anderem Geschmack.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Blasenentzündung
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Bettnässen, Blasenkrampf, Blasensteine, Durchfall, Erhöhter Cholesterinspiegel, Erkältung, Fieber,  Gicht, Harn-wegsinfekte, Husten,  Kopfschmerzen, Nierenbeckenentzündung, Rheuma, Vitamin C Mangel
wissenschaftlicher Name:
Vaccinium vitis Idaea
Pflanzenfamilie:
Heidekrautgewächse = Ericaceae
englischer Name:
lingonberry, cowberry, foxberry
volkstümliche Namen:
Baroken, Bernitschke, Bickelbeere, Bockskraut, Boiwacken, Bowken, Breinsschnetzen, Breuchelbeere, Brezelbeere, Buchsbeere, Budlergreifeln, rote Bulgrafen, Duttenbeere, Fuchsbeere, Gichtbeinchen, Gickelbeer, Grandelbeere, Grange, Granten, Graubeere, Grestling, Gruse, Kadelbeere, Kastenbeere, Klosterbeere, Klunderbeere, Klusterbeere, Kranichbeere, Krestling, Kronsbeere, Mehlbeere, Moosbeere, Prauselbeere, Rote Welpen, Sauerbeere, Schmalzbeer, Speckbeere, Spreisselbeere, Steinbeere, Winteräpfelchen, Winterkirsche, Zwangerl, Zwengerling
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Blätter
Inhaltsstoffe:
Arbutin, Anthocyan, Gerbstoff, Gerbsäure, Vitamin A, Vitamin C
Sammelzeit:
Juli bis September

Anwendung
Bei den Preiselbeeren kann man sowohl die Blätter als auch die Beeren medizinisch nutzen.
Blätter
Die Blätter der Preiselbeere enthalten ähnliche Wirkstoffe wie Bärentraubenblätter, vor allem das Arbutin und die Gerbsäure. Bei den Preiselbeeren sind sie jedoch in geringerer Menge enthalten. Daher schmecken Preiselbeerblätter milder als Bärentraubenblätter. Sie wirken jedoch vergleichbar gut wie letztere. Früher waren Preiselbeerblätter in den Apotheken offizinell, das heißt, sie mussten in jeder Apotheke vorgehalten werden. Heutzutage gelten Preiselbeerblätter bestenfalls als schwacher Ersatz für Bärentraubenblätter. In erster Linie werden Preiselbeereblätter gegen Harnwegsinfekte angewendet, also bei Blasenentzündung und Nierenbeckenentzündung. Die Wirkstoffe der Preiselbeerblätter verhindern die Einnistung der Bakterien in der Schleimhaut von Niere und Blase. Man kann Preiselbeerblätter-Tee auch gegen Rheuma und Gicht einsetzen.
Preiselbeerblätter-Tee
Getrocknete Preiselbeerblätter werden als Tee zubereitet. Für einen Preiselbeerblättertee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Preiselbeerblätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Preiselbeerblättertee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Preiselbeerblätterwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Mischtee
Man kann Preiselbeerblätter auch mit anderen Heilpflanzen zu einem Blasentee mischen. Geeignete Kräuter für einen Blasentee sind beispielsweise: Goldrute, Hauhechel, Birke, Kamille
Beeren
Die Beeren des Preiselbeerstrauchs kann man in vielfältiger Weise einsetzen. Roh sind sie nicht besonders wohlschmeckend, sondern eher herb und zusam-menziehend. Man kann sie eher in gekochter Form einsetzen, als Kompott, Marmelade oder Saft.
Preiselbeersaft
Preiselbeersaft enthält viele Vitamine, beispielsweise Vitamin A, B und C. Man kann Preiselbeersaft daher als Vitaminspender einsetzen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit von Preiselbeersaft ist die Vorbeugung von Harnwegsinfekten. Bei dieser Anwendungsmöglichkeit kommt die Verwandtschaft von Preiselbeeren und den amerikanischen Cranberries zum Tragen. Cranberries wurden in den letzten Jahren gründlich erforscht. Wenn man regelmäßig Cranberry-Saft trinkt, können sich Bakterien nicht in der Blasenschleimhaut einnisten und vermehren. Diese Wirkung kann man auch von Preiselbeersaft erhoffen.
Preiselbeergeist
Für Preiselbeergeist werden 250 Gramm frische Preiselbeeren in ein Liter Korn angesetzt. Diesen Ansatz lässt man 4 Wochen ziehen. Dann filtert man ihn ab und kann ihn teelöffelweise einnehmen. Preiselbeergeist soll bei Durchfall helfen.
Preiselbeermarmelade
Am beliebtesten ist die Preiselbeere als Marmelade. In dieser Form wird die Preiselbeere gerne zu Wildgerichten oder gebratenem Käse gegessen. Preiselbeermarmelade kann man bestimmt nicht als Medizin betrachten, aber wahrscheinlich hat sie dennoch eine leicht vorbeugende Wirkung gegen Harnwegsinfekte. Außerdem fördert Preiselbeermarmelade den Appetit.
Getrocknete Preiselbeeren
Getrocknet schmecken Preiselbeeren etwas besser als frisch. Sie sind dann zwar immer noch herb, aber nicht mehr so ausgeprägt. Man kann die getrock-neten Preiselbeeren essen wie Rosinen.

Geschichtliches
Früher wurden Preiselbeerblätter und auch die Beeren relativ häufig gegen Blasenentzündungen verwendet. In Apotheken waren die Blätter sogar offizinell. Inzwischen sind die herberen Bärentraubenblätter und die amerikanischen Cranberryfrüchte jedoch beliebter als die Preiselbeere geworden.

Pflanzenbeschreibung
Der kleine Strauch der Preiselbeere ist in Europa vor allem in kühlen und kar-gen Gegenden verbreitet. Er wächst gerne in trockenen Wäldern, vor allem unter Kiefern. Man findet ihn auch in Hochmooren, insbesondere im Gebirge.
Häufig findet man Preiselbeeren in der Nähe von Heidelbeeren, mit denen sie auch verwandt sind. Preiselbeersträucher werden bis zu 40cm hoch, bleiben aber meistens unter 20cm Höhe. Ihre eiförmigen Blätter sind immergrün und dunkelgrün glänzend. Am Rand sind die Blätter nach unten etwas eingerollt. Zwischen Mai und Juni blüht die Preiselbeere mit weißen, manchmal rosafarbenen Blüten. Die Blüten stehen im oberen Bereich der Pflanze in einer Traube. Aus den Blüten entwickeln sich bis Juli oder August glänzende Beeren, die zunächst weiß und später leuchtend rot sind. Manchmal kann man die Beeren auch noch im September oder Oktober finden, wenn das Wetter milde ist.
Erscheinungsbild und Laubblatt
Die Preiselbeere wächst als immergrüner, kompakter, aufrechter bis kriechender  Zwergstrauch und erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimeter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind flaumig behaart. Die wechselständig und zweizeilig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der flaumig behaarte Blattstiel ist etwa einen Millimeter lang. Die einfache, ledrige Blattspreite ist mit einer Länge von 0,7 bis 2 cm und einer Breite von vier bis acht Millimeter elliptisch oder verkehrt-eiförmig mit keilförmigen Spreitengrund. Die glänzend dunkelgrüne Blattober-seite ist kahl oder am Hauptnerv flaumig behaart. Die Blattunterseite ist angedrückt drüsig behaart. Die fünf oder sechs Paar Seitennerven sind fein und unauffällig auf beiden Blattseiten. Der wellig-gekerbt Blattrand ist zurück-gebogen.
Blütenstand und Blüte
In endständigen, 1 bis 1,5 cm langen, flaumig behaarten, traubigen Blütenständen stehen zwei bis acht Blüten zusammen. Die schnell vergänglichen, flaumig behaarten Tragblätter sind mit einer Länge von etwa einem Millimeter breit eiförmig und es sind auch Deckblätter vorhanden. Ab Ende Mai bis Anfang August öffnen sich anfänglich dunkelroten Blütenknospen. Der Blütenbecher ist kahl. Die Blüten sind vierzählig, bei den meisten anderen Vaccinium-Arten fünfzählig. Die zwittrigen,  radiärsymmetrischen  Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind mit einer Länge von etwa einem Millimeter breit dreieckig. Die vier weißen, gelegentlich schwach rötlichen, etwa fünf Millimeter langen Kronblätter sind glockenförmig verwach-sen. Die geraden Kronzipfel sind mit einer Länge von 2 bis 2,5 mm dreieckig-eiförmig. Die flaumig behaarten Staubfäden sind etwa 0,5 mm lang und die Staubbeutel sind etwa 1,5 mm lang.
Frucht
Fünf bis sechs Wochen nach der  Befruchtung reifen ab Ende August bis Anfang September die zunächst weißen, später leuchtend roten  Beeren. Kultursorten reifen unter guten Bedingungen auch noch ein zweites Mal im September und Oktober. Unter günstigen klimatischen Bedingungen (Niederlande) sind schon ab Ende Juni reife Preiselbeeren zu finden. Die vierkammerigen Beeren besitzen einen Durchmesser von fünf bis zehn Millimeter und einen säuerlichen oder etwas bitteren Geschmack.

Anbautipps
Preiselbeersträucher brauchen einen sauren Boden und Halbschatten. Sie vertragen starke Winterkälte. Im Herbst kann man Preiselbeeren säen. Der Samen muss sich für mindestens drei Monate im Kalten befinden, denn es ist ein Kaltkeimer. Meist werden Preiselbeeren jedoch durch Stecklinge vermehrt.

Sammeltipps
Die Preiselbeerblätter kann man zwischen Mai und August sammeln und dann trocknen. Die Blätter werden im Halbschatten möglichst zügig getrocknet. Für die Beeren muss man mindestens bis Juli warten. Die Beeren müssen kräftig rot sein, erst dann sind sie reif. Je nach Wärme des Sommers ist das zwischen Juli und September, manchmal sogar noch Anfang Oktober, der Fall.




AKELEI t


Die Akelei ist vielen als verspielte Gartenpflanze bekannt, sie wächst aber auch wild in Waldlichtungen, vor allem in Süddeutschland. Als Heilpflanze ist sie weitgehend unbekannt. Das liegt wohl einerseits daran, dass die Akelei leicht giftig ist, andererseits aber auch daran, dass ihre Heilwirkungen nicht besonders ausgeprägt sind. Man sollte die Akelei jedoch nicht völlig als Heilpflanze vergessen, denn sie stellt eine schöne Ergänzung zu anderen Heilkräutern dar.
Die Akeleien bilden eine  Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse. Die 70 bis 75 Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Sorten einiger Aquilegia-Arten werden als Zierpflanzen verwendet.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend, Appetitlosigkeit,  Gicht, Rheuma, Skorbut, Nervenreizung, Hautunreinheiten, Ekzeme, Geschwüre, Fisteln, Parasiten, Läuse
wissenschaftlicher Name:
Aquilegia vulgaris
Pflanzenfamilie:
Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Columbine
volkstümliche Namen:
Gewöhnliche Akelei, Gemeine Akelei, Wald-Akelei
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel, Samen
Inhaltsstoffe:
Blausäure, Blausäureglykosid, Linolsäure, Myristinsäure, Magnoflorin
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Da die Akelei leicht giftig ist und ihre Heilwirkungen von anderen Pflanzen noch besser übernommen werden können, wird sie kaum in der Heilkunde eingesetzt. Aber sie hat allerlei Fähigkeiten und sollte nicht ganz in Vergessenheit geraten.
Erhitzen oder Trocknen
Das leichte Gift der Akelei verliert sich durch Erhitzen oder Trocknung der Pflanze. Man kann sie also unbesorgt in Teemischungen aus getrockneten Kräutern oder äußerlich verwenden.
Teemischungen
Als Tee getrunken hilft die Akelei gegen Verdauungsbeschwerden und wirkt blutreinigend. Sie regt den Stoffwechsel an und hilft dadurch gegen Rheuma und Gicht.
Äußerlich
Als Waschung oder Umschlag äußerlich angewandt hilft die Akelei bei ver-schiedene Hautprobleme.
Samen gegen Läuse
Die Samen kann man gegen Läuse versuchen, wenn keine anderen Läuse-mittel verfügbar sind. Getrocknete und zerstampfte Samen kann man bei Hautparasiten anwenden.

Pflanzenbeschreibung
Die Akelei ist in Mitteleuropa heimisch. In Süddeutschland ist sie sogar recht verbreitet. Sie wächst bevorzugt an freien Stellen im Wald und in lichten Gebüschen. Sie mag sandige Böden, die gut drainiert sind. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Sie treibt im zeitigen Frühjahr aus einem mehrköpfigen Wurzelstock. Ihre Blätter sind dreizählig gezähnt und gefiedert. Ab April bis Juli zeigen sich die violetten oder blauen Blüten, die an fröhliche Elfen erinnern. Die Blüten haben hinten Sporen und die Blütenblätter sehen aus, wie von einem verspielten Modeschöpfer erdacht. Zwischen Juli und August reifen die Samen, die sich freigiebig im Garten verteilen und im nächsten Jahr oft für viele neue Akeleien sorgt.
Vegetative Merkmale
Akelei-Arten sind  mehrjährige (meist drei- bis fünfjährige) bis ausdauernde  krautige Pflanzen. Das reich verzweigte Wurzelsystem bildet schlanke, leicht verholzende Rhizome mit bleibender Pfahlwurzel als Überdauerungsorgan. Mit der Zeit erweitert sich die Pflanze um die Hypokotyl-Region oberhalb des Wurzelhalses in Form einer verdickten  Sprossbasis oder Kormus, der an oder unterhalb der Bodenoberfläche bleibt. Diese Struktur hilft der  Sprossachse bei der Überwinterung. Mit beständigem Wachstum über mehrere Saisonen hinweg, bilden sich neben der primären Blattkrone Seitenknospen, die neue Wachstumsachsen formen. An einer Pflanze stehen mehrere aufrechte, meist verzweigte  Stängel zusammen.
Die Sämlinge besitzen zwei Keimblätter (Kotyledonen). Die Laubblätter stehen in grundständigen Blattrosetten zusammen. Zusätzlich sind etwas kleinere Blätter wechselständig und spiralig am Stängel verteilt. Diese können jedoch als Anpassung an trockenere Habitate oder Hochgebirgsstandorte auch ganz fehlen. Die Laubblätter sind in einen langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die ein- bis dreifach dreiteilig gefiederten Blattspreiten bestehen aus gelappten bis geteilten Fieder blättchen. Der Rand der Fiederblättchen ist gekerbt.
Generative Merkmale
Blütendiagramm der Gattung Aquilegia. Zwei Innovationen der Gattung sowie naher verwandter der Hahnenfußgewächse sind durch die fünforganigen Blüten gegeben. Dabei sind die Entwicklung von Staminodien sowie der Nektarsporne evolutionsgeschichtlich neuere Entwicklungen. Mit dem Übergang zum Blühen transformiert sich das apikale Meristem zu einem Blütenstand. Die Blüten stehen endständig, manchmal einzeln, aber meist in zwei bis zehn zymösen oder doldigen monochasialen oder dichasilen Blütenständen zusammen, mit laubblattähnlichen  Hochblättern. Die zwittrigen, radiäsrymmetischen  Blüten besitzen fünf Blattorgane und sind auch in fünfwirtligen Blüten geordnet. Im ersten Wirtel stehen die  kronblattartigen Kelchblätter (Sepalen), die beim Anlocken von Bestäubern eine hervorstehende Funktion besitzen. Im zweiten Wirtel sind die durch einen rückwärts gerichteten Nektarsporn stark differenzierten Kronblätter angeordnet, die im Sporn  Nektarien enthalten. Die Länge dieser Sporne variiert enorm von 9 bis 15 Zentimeter bei Aquilegia longissima und der spornlosen Aquilegia ecalcarata. Die Arten variieren aber auch in der Länge der Kronblattspreite und der Kurvatur des Sporns. Die Farben der  Blütenhüllblätter reichen von weiß bis blau und gelb bis rot. Die fünf freien, kurz genagelten  Kelchblätter sind ausgebreitet und 0,7 bis 5,1 Zentimeter lang. Die fünf mehr oder weniger aufrechten, freien Kronblätter sind mit weniger als 30 Millimeter meist kürzer als die Kelchblätter.
Die vielen Staubblätter sind in zehn  Orthostichen zu je vier bis neun Wirteln angeordnet. Die der ersten Blüte folgenden Blüten haben dabei jeweils allmählich abnehmende Zahlen von Staubblattwirteln. Am apikalen Ende jeder Orthostiche findet sich ein neuartiges Blütenorgan, die etwa sieben schuppen-förmigen, häutigen  Staminodien. Diese sterilen, abgeplatteten Organe finden sich in allen Blüten ungeachtet ihrer Staubblattzahl. Die Staminodien bestehen aus einem zentralen Filament mit seitlicher Lamina und sind typischerweise farblos. Die ökologische Funktion dieser Organe wird nach wie vor diskutiert, aber es ist offensichtlich, dass sie auch dann noch an der Blüte verbleiben, wenn die anderen Blütenorgane abgefallen sind; sie bleiben als umschließender Kranz am Fruchtblatt. Eine Hypothese ist, dass diese Organe mit Mischungen aus Verteidigungssubstanzen gegen Herbivoren ausgestattet sind, um im frühen Stadium der Fruchtbildung einen Schutz zu bieten. Alle Aqulegia-Arten mit Ausnahme von Aquilegia jonesii besitzen solche Staminodien. Es befinden sich vier bis sechs freie Fruchtblätter im Zentrum der Blüte. Der Griffel ist etwa halb so lang wie der Fruchtknoten.
An den bei einer Länge von 3 bis 26 Millimeter schmalen, zylindrischen  Balgfrüchten ist der Griffel deutlich erkennbar. Jede Balgfrucht enthält 10 bis 36 Samen. Die schwarzen, glatten Samen sind schmal und verkehrt-eiförmig.


BACHBLÜTEN
Man unternimmt keinerlei Anstrengungen mehr, in seinem Leben etwas zum Positiven zu verändern (37 Wild Rose)
-
Diese Menschen unternehmen keinerlei Anstrengungen, in ihren Leben etwas zum Positiven zu ändern
- Mit der dementsprechenden Bachblüte bemühen sich diese Mensch in ihrem Leben etwas Positives zu
 erreichen


BACHBLÜTEN
Man ist gereizt und nervös, geht auf dem Zahnfleisch, wenn die Dinge nicht so vorankommen, wie man möchte (31 Vervain)
-
Diese Menschen sind sehr gereizt und übermäßig nervös, gehen fast schon auf dem Zahnfleisch, wenn die
 Dinge nicht so vorankommt, wie sie meinen  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie es hinnehmen ohne gereizt und nervös zu werden


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