Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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15.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 15.04.19-21.04.19


PFEILKRESSE

Von weitem könnte man die Pfeilkresse für eine der zahlreichen weißen Doldenblütler halten. Doch sobald man näherkommt, kann man deutlich erkennen, dass diese Pflanze zur Familie der Kreuzblütler gehört. Schon der Geruch erinnert an Senf, Kresse oder Kohlpflanzen und auch das Erscheinungsbild zeigt die Verwandtschaft. Als Heilpflanze ist die Pfeilkresse nicht gerade berühmt, aber ähnlich wie der Senf hat sie scharf-würzige Samen, die man als Gewürz, zur Anregung der Verdauung und als Senfpflaster nutzen kann. Die jungen Blätter kann man im Salat essen. Da sie viel Vitamin C enthalten, können sie Frühjahrsmüdigkeit lindern.
Die (Gewöhnliche) Pfeilkresse, auch Herzkresse oder Türkische Kresse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kressen in der Familie der Kreuzblütengewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Vitamin C Mangel
Heilwirkung: anregend, erwärmend
Anwendungsbereiche: Blähungen, Frühjahrsmüdigkeit, Lebensmittelvergiftung, Meteorismus, Rheuma, Skorbut, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Cardaria draba
Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse = Brassicaceae
englischer Name: Hoary cress
volkstümlicher Name: Herzkresse, Türkische Kresse
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Triebe, Samen
Inhaltsstoffe: Senföl
Sammelzeit: Blätter: April bis Juni, Samen: Juli bis September

Anwendung
Die Samen der Pfeilkresse schmecken wegen der  Senföle scharf und wurden früher anstelle des  Pfeffers als Würze verwendet. Als Wurzelkriechpionier und Rohbodensiedler wird die Pfeilkresse gelegentlich zur Befestigung von neuangelegten Böschungsbereichen gesät. Pfeilkresse wird normalerweise nicht als Heilpflanze verwendet. Man kann sie jedoch als Kresseersatz im Salat oder als Senfersatz in anderen Gerichten einsetzen und dadurch auch in den Genuss einer gewissen Heilwirkung kommen.
Wildsalat
Wenn man der jungen Pfeilkresse auf der Suche nach Wildsalat begegnet, ist sie eine angenehm würzige Bereicherung des Salates. Da die Blätter viel Vitamin C enthalten, helfen sie bei Vitamin C Mangel und Frühjahrmüdigkeit. Mit ihrer Schärfe regen sie zudem Verdauung und Stoffwechsel an. Man sollte die Blätter und jungen Triebe jedoch nur in kleineren Mengen als Teil eines Salates verwenden, weil die Inhaltsstoffe der Blätter nicht ausreichend bekannt sind.
Samen als Würze
Die Samen wurden früher als Pfefferersatz zum Würzen der Speisen verwendet. Man kann die Samen ähnlich wie Senfsamen einsetzen. Die scharfen Senföle stärken die Verdauung und helfen so auch gegen Blähungen. Auch der Stoffwechsel wird belebt.
Samen äußerlich als Umschlag
Als Ersatz für Senfsamen könnte man auch aus den Samen der Pfeilkresse Senfpflaster und Umschläge machen, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern. Diese Art der Anwendung ist jedoch nicht üblich. Normalerweise dürften echte Senfsamen auch leichter verfügbar sein als die Samen der Pfeilkresse.

Geschichtliches
Früher, als Pfeffer noch ein teures Luxusgut war, wurden die Samen der Pfeilkresse gerne als Pfefferersatz zum Würzen verwendet. Auch als Heilmittel bei Fischvergiftung wurde die Pfeilkresse früher wohl verwendet. Dieser Einsatz mag sich durch die scharfen Senföle erklären, die die Bildung der Verdauungssäfte anregen. Im Allgemeinen wird die Pfeilkresse heutzutage als Unkraut betrachtet.

Pflanzenbeschreibung
Die Pfeilkresse ist in Europa und im westlichen Asien heimisch. Sie wächst bevorzugt an Wegrändern, auf Bahndämmen und an anderen Ruderalstellen. Sie liebt kalkhaltige, trockene Böden, die etwas steinig sind. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die länglichen, stängelumfassenden Blätter sind pfeil- oder herzförmig, was der Pflanze wohl ihre Namen eingebracht hat. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie stehen in dichten Scheindolden. Aus den Pfeilkresse-Blüten entwickeln sich bis zum Spätsommer die Samen. Die Samen wachsen in kleinen Schötchen heran.
Vegetative Merkmale
Die Pfeilkresse wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 cm. Sie besitzt eine Pfahlwurzel und ein ausgedehntes, weit verzweigtes System von  Rhizomen, die an den Knoten Knospen entwickeln, aus denen zahlreiche herdenbildende Luftsprosse treiben. Die Stängel sind meist aufrecht, kräftig, am Grund mehr oder weniger dicht und anliegend grauhaarig, oberwärts kahl und im Blütenstandsbereich verzweigt. Die  Grundblätter sind kurz gestielt, 1,5 bis 10 cm lang sowie 1 bis 4 cm breit, verkehrt-eiförmig, spatelig oder eiförmig, buchtig gelappt, unregelmäßig gezähnt bis ganzrandig und ebenfalls mehr oder weniger dicht grauhaarig. Sie sind zur Blütezeit meist vertrocknet. Die wechselständigen Stängelblätter sind zahlreich wechselständig, sitzend, stängelumfassend mit herz- oder pfeilförmigem Grund, 1 bis 9 (bis 15) cm lang sowie 0,5 bis 2 (bis 5) cm breit und behaart oder kahl. Sie besitzen eine lineal-längliche, lanzettliche, eiförmige oder verkehrt-eiförmige  Form.
Generative Merkmale
Der  schirmtraubige Blütenstand bildet einen mehr oder weniger kompakten, auf der Oberseite abgeflachten Schirm. Die zwittrigen, vierzähligen Blüten sind wohlriechend. Die vier  Kelchblätter sind länglich, 1,5 bis 2,5 mm lang, kahl und haben eine weißen Rand. Die vier Kronblätter sind weiß, 2 bis 4 mm lang, verkehrt-eiförmig und haben einen 1 bis 1,7 mm langen Nagel. Die sechs  Staub-blätterhaben vier seitständige und zwei mittelständige Nektardrüsen. Der  Griffel hat eine Länge von 0,8 bis 1,6 mm und bleibt an der Frucht erhalten. Die 2,5 bis 3,5 mm langen und 3 bis 5 mm breiten Früchte öffnen sich bei Reife nicht. Sie sind abgeflacht, herzförmig bis fast nierenförmig, an der Spitze stumpf oder spitzlich und ohne Ausrandung, am Rand ungeflügelt. Die Klappen sind dünn, netznervig, glatt und kahl. Jedes Fruchtfach enthält meist nur einen Samen. Die rotbraunen Samen sind eiförmig mit einer Länge von 1,5 bis 2 mm.

Anbautipps
Normalerweise wird die Pfeilkresse nicht angebaut, sondern eher als Unkraut ausgerissen. Wenn man sie dennoch anbauen will, kann man sie am besten aussäen. Sie mag kalkhaltigen Boden und einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Wenn sie sich an einer Stelle wohlfühlt, neigt sie dazu, sich stark zu vermehren.

Sammeltipps
Die Blätter und jungen Triebe kann man zwischen April und Juni sammeln. Dabei sollte man darauf achten, dass man sie nicht direkt vom Straßenrand pflückt, sondern besser etwas abseits vielbefahrener Straßen. Die Blätter der Pfeilkresse werden nicht getrocknet, sondern frisch als Salatgewürz verwendet. Im Spätsommer und frühen Herbst kann man die Samen aus den Schoten pulen und trocknen lassen. Diese Samen kann man ähnlich wie Senfsamen als Gewürz verwenden.




SANDSEGGE


Die Sand-Segge ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seggen innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse. Wie das  Artepitheton (lat. arena = Sand) schon verrät, gedeiht sie vor allem auf  Küsten- und  Binnendünen in  Europa.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blasenschwäche, Bronchitis, Darmkoliken, Gicht, Hautunreinheiten, Lungenleiden, Rheuma, blutreinigend
wissenschaftlicher Name:
Carex arenaria
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock
Sammelzeit:
Frühjahr

Anwendung
In seltenen Fällen wird die Sand-Segge zur Dünenfestigung eingesetzt. Das Rhizom der Sandsegge wurde früher als blutreinigendes, harn- und schweißtreibendes Mittel verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Die Sandsegge ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 30 Zentimetern. Im Schatten wachsende Pflanzen können zuweilen 1 Meter hoch werden. Sie bildet lange, meterweit meist schnurgeradeaus kriechende  Ausläufer. Mit Hilfe ihres Rhizoms kann sie 0,5 bis 4 Meter weit wandern; die älteren Rhizomabschnitte sterben dabei ab. Die im Durchmesser 2 bis 3 Millimeter messenden Rhizome tragen braune, sich faserig auflösende Niederblätter. Die aufrechten Stängel sind scharf dreikantig und oben rau. Schattenformen wachsen dagegen oft bogig überhängend. Die starren, rinnigen und 2 bis 4 Millimeter breiten  Laubblätter wachsen steif aufrecht. Die Blattscheiden sind braun.
Generative Merkmale
Der  ährige  Blütenstand ist 2 bis 5 Zentimeter lang und enthält 5 bis 15  Ährchen. Die  Blüten eingeschlechtig. Die unteren Ährchen tragen weibliche Blüten; die mittleren am Grunde weibliche und an der Spitze männliche Blüten; die oberen Blüten sind rein männlich. Bei Schattenformen sind die unteren Ährchen oft auseinandergezogen, sonst dicht stehend. Die zugespitzten und gelblichen Spelzen sind schmal und eiförmig-lanzettlich. Die männlichen Blüten besitzen drei  Staubblätter. Die weiblichen Blüten sind mit einem  zweinarbigen Fruchtknoten ausgestattet. Die plankonvexen und an den Rändern breit geflügelten Fruchtschläuche sind bei einer Länge von 4 bis 5 Millimetern sowie einer Breite von 1,8 bis 2 Millimetern etwas länger als die Spelzen. Sie sind zweizähnig geschnäbelt. Reife Ähren werden braun. Die  Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni.



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ERNÄHRUNG
Kochen mit Kräutern
Kräuter sorgen für Frische, Geschmack und Abwechslung in der Küche. Jedes besitzt ein typisches Aroma.
Kräuter und Gewürze sind die Seele der Kochkunst. Mit Bedacht eingesetzt, machen sie ein Alltagsgericht zu einer wahren Gaumenfreude. Wichtig beim Kochen ist die Frische.


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