Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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15.01.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Jänner > 15.01.18-21.01.18

SANDRAK   

Der
Sandarakbaum, auch Gliederzypresse oder Berberthuja genannt, ist die einzige Pflanzenart der Gattung Tetraclinis; sie gehört zur Unterfamilie Cupressoideae in der  Familie der Zypressengewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
Früher Klebstoff für Pflaster
wissenschaftlicher Name:
Tetraclinis articulata
Verwendete Pflanzenteile:
Harz

Nutzung

Aus Pflanzenteilen von Tetraclinis articulata wird Sandarak zum Räuchern gewonnen. Das Holz wird als Brennholz verwendet und Essaouira in Marokko ist für Kunsthandwerk aus dem Holz des Sandarakbaumes bekannt. Aus den Wurzelknollen gemessertes  Furnier wird als „Thuya Maser" gehandelt.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Bei etraclinis articulata handelt es sich um eine strauch- oder baumförmige, langsam wachsende verholzende Pflanze, die Wuchshöhen von 6 bis 8 (selten bis zu 15) Metern und einen Stammdurchmesser von 40 Zentimetern erreicht. Die schuppenförmigen  Blätter sind 1 bis 5 mm lang.
Generative Merkmale
Die Gliederzypresse ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Die  Zapfen sind 10 bis 15mm lang. Sie sind anfangs grün und werden beim Reifen braun. Von der Bestäubung bis zum reifen Samen dauert es etwa acht Monate. Die 5 bis 7 mm langen und 2mm breiten Samen besitzen einen papierartigen Flügel an jeder Seite.




TEUFELSKRALLE

Die Teufelskralle ist in Afrika heimisch und hat Früchte, die wie Krallen aussehen, was ihr auch den Namen eingebracht hat. Verwendet werden jedoch nicht die Früchte, sondern die Speicherwurzeln. Die Teufelskralle wirkt stark entzündungshemmend, abschwellend und leicht schmerzstillend. Daher eignet sie sich besonders zur Behandlung von Arthrose und anderen Gelenkschmerzen.
Die Afrikanische Teufelskralle, auch kurz Teufelskralle oder Trampelklette genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Sesamgewächse. Sie gedeiht in den Savannen Namibias, Botswanas, Simbabwe und Südafrikas und als Heilpflanze bekannt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Arthrose
Heilwirkung: abschwellend, blutverdünnend, entzündungshemmend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche: Gallenbeschwerden, Leberschwäche, Nierenschwäche, Wechseljahresbeschwerden, Eisprung fördernd, Arthrose, Gelenkbeschwerden, Ischias, Hexenschuss, Rückenschmerzen, Sehnenentzündungen, Ekzeme, Schuppenflechte, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose
wissenschaftlicher Name: Harpagophytum procumbens
Pflanzenfamilie: Sesamgewächse = Pedaliaceae
englischer Name: Dewil's Claw
volkstümliche Namen: Trampelklette
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelknollen
Inhaltsstoffe: Iridoidglykoside, Harpagid, Harpagosid, Procumbid, Phytosterine, Beta-Sitosterol, Glutamin-Säure, Histidin, Kaempferol, Selenium, Sterol, Ursol-Säure

Anwendung
Die Teufelskralle wird für medizinische Zwecke genutzt. Insbesondere kann sie für eine unterstützende Therapie bei Arthrose und anderweitiger Mobilitätseinschränkung eingesetzt werden. Daneben ist die Afrikanische Teufelskralle durch die enthaltenen vielen Bitterstoffeappetit- und verdauungsanregend. Der Bitterwert liegt bei ca. 6.000, zum Vergleich: Enzian hat einen Wert von mindestens 10.000. Die 1978 gegründete Kommission E hat die bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungswerte zusammengetragen und überprüft. Beim Ergebnis wird zwischen gesicherter Wirkung (wissenschaftlicher Nachweisbarkeit) und aus volksmedizinischen Erfahrungen hergeleiteten Wirkungshinweisen unterschieden. Klinische Studien zeigten einen deutlichen Nutzen bei der Behandlung von Schmerzen durch Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Teufelskralle kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder in Fertigpräparaten anwenden. Die häufigste Art, Teufelskralle anzuwenden ist wahrscheinlich die Kapselform, denn weil die Teufelskralle ziemlich bitter schmeckt, wird sie von vielen nicht so gern als Tee getrunken. Teufelskralle-Kapseln bekommt man fast überall, sowohl in der Apotheke als auch im Lebensmitteldiscounter.
Tee
Für einen Teufelskralletee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Teufelskralle mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn fünf Stunden lang ziehen.
Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließen kann man wieder sechs Wochen lang Teufelskralletee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Wirksamkeit der Teufelskralle bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. Die Teufelskralle eignet sich auch für Teemischungen, wo ihr bitterer Geschmack durch die Kombination mit anderen Kräutern gemildert wird und auch kaum unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können, weil sie in Mischtees naturgemäß sehr niedrig dosiert ist.
Tinktur
Um eine Teufelskralletinktur selbst herzustellen, übergießt man Teufelskrallewurzeln in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Teufelskralle kann man innerlich, als Tee, Tinktur oder Fertigpräparat gegen Arthrose einsetzen. Außerdem hilft Teufelskralle bei andere Arten von Gelenkbeschwerden, auch die des rheumatischen Formenkreises. Dort wo die Teufelskralle wächst, wird sie auch bei Verdauungsbeschwerden, Probleme des Leber-Galle-Trakts und Beschwerden der Harnorgane verwendet. Die Teufelskrallenwurzel wirkt auch blutverdünnend, was vor allem bei älteren Patienten mit Arteriosklerose durchaus wünschenswert ist, im Falle von Blutungen aber auch gefährlich werden kann.
Achtung! Die Teufelskralle sollte in der Schwangerschaft nur mit Rücksprache des Arztes angewandt werden. Außerdem sollte die Förderung der Blutungsneigung bei längerer oder hochdosierter Anwendung der Teufelskralle berücksichtigt werden.
Äußerlich
Äußerlich kann man Teufelskralletee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Auch Teufelskrallesalben sind gebräuchlich. Mit dieser Art der Anwendung kann man chronische Hautprobleme, wie beispielsweise Ekzeme oder Schuppenflechte lindern. Teufelskralle kann man auch bei schlecht heilende Wunden versuchen.

Pflanzenbeschreibung
Die Teufelskralle ist in Südafrika und Namibia heimisch. Sie wächst bevorzugt auf sandigem Boden in heißem Klima. Leider lässt sie sich nur schwer vom Menschen kultivieren vor allem nicht in anderen Klimazonen. Die dicke Hauptwurzel bildet mehrere Wurzelausläufer, an denen sich knollige Sekundärwurzeln bilden. Diese Sekundärknollen enthalten besonders viele Wirkstoffe und sind die Teile der Teufelskralle, die medizinisch verwendet werden. Da die Teufelskralle aufgrund der Kultivierungsschwierigkeiten vorwiegend wild geerntet wird und knapp geworden ist, wird häufig auch die weniger wirksame Hauptwurzel geerntet, was verhindert, dass die betreffende Teufelskralle weiterwachsen kann. Daher ist die Teufelskralle aufgrund ihrer Beliebtheit bedroht. Auf einigen Farmen wird jedoch versucht, sie anzubauen, um ihrer Gefährdung entgegen zu wirken. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter lang. Während der Regenzeit treibt die Wurzel zunächst beblätterte Triebe aus, die auf dem Boden liegen. Die Blätter sind tief gelappt. Anschließend erscheinen die großen, rötlichen Blüten, die aus den Blattachseln wachsen. Aus den Teufelskralleblüten entwickeln sich die krallenartigen Früchte, die sehr bizarr aussehen und der Teufelskralle den Namen gaben. Diese Krallenfrüchte hängen sich wie Kletten an das Fußfell mancher Tiere, die dadurch für die Verbreitung der Teufelskralle sorgen. In Europa gibt es übrigens zwei Pflanzenarten, die auch den Namen "Teufelskralle" tragen, aber gar nichts mit der afrikanischen Teufelskralle zu tun haben. Die europäischen Teufelskrallen gehören zur Familie der Glockenblumengewächse, sehen aber anders aus, denn ihre Blüten bestehen aus rund gebogenen Blütenblättern, die Köpfchen bilden.
Vegetative Merkmale
Harpagophytum procumbens wächst als ausdauernde, krautige Pflanze. Sie entwickelt 1,5 bis 2 Meter lange, am Boden kriechende Stängel, die radial aus ihrer bis etwa einen Meter tiefen Pfahlwurzel (Hauptwurzel; Mother) entspringen. Die sekundären, bräunlichen Wurzelknollen (Sekundärwurzeln; Babys) sind bis 25 Zentimeter lang und bis 6 Zentimeter im Durchmesser und befinden sich bis zu einem Meter tief. Die meist gegenständig angeordneten, teils aufrechten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache, dunkelgrüne Blattspreite ist bei einer Länge von bis etwa 6,5 Zentimetern sowie einer Breite von 3 bis 4 Zentimetern eiförmig und fiederlappig bis –teiligen, manchmal auch grob-gekerbt. Die Ränder sind ganz und wellig, teils hochgebogen, die Spreite ist teils eingefaltet bis rinnenförmig oder gerafft. Der Spreitengrund ist gestutzt bis stumpf, die Lappen sind abgerundet. Die Blätter sind dicht mit Drüsenhaaren bedeckt, unterseits dichter.
Generative Merkmale
Die Farbe der auffallenden, einzeln erscheinenden, kurz (einen Tag) aufblühenden, Blüten sind kurz gestielt. Die zwittrigen Blüten mit einer Länge von bis 6,5 Zentimetern sowie einem Durchmesser von etwa 4 Zentimetern relativ großen, glockenförmig, fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der fünflappige, grüne Kelch ist bis etwa 1 Zentimeter lang. Die Farben der fünf Kron-blätter reichen von hellrosafarben bis purpurrot oder rötlich, im Schlund sind sie weiß-gelblich und teils auch rötlich gestreift. Die lange Kronröhre ist bis etwa 1,3 Zentimeter breit und außen gelblich, rötlich. Den Trivialnamen Teufelskralle verdankt diese Pflanzenart ihren verholzenden, anfänglich hellgrünen, dann purpurfarbenen, zuletzt beige-braunen, bis 15 Zentimeter großen Früchten mit mehreren (etwa 10 bis 16), etwa 3 bis 9 Zentimeter langen und 7 bis 10 Millimeter breiten, leicht elastischen, hakenarmigen Auswüchsen. Durch die spitzigen Haken bleiben die Schließfrüchte an vorbeiziehenden Tieren hängen und stellen so die Ausbreitung der Pflanzenart über die Epichorie sicher. Sie werden später meist zertrampelt und setzen so die Samen frei (Trampelklette). Die zweikammerige, holzige Kapselfrucht ist ellipsoid und 4,5 bis 7 Zentimeter lang und 2 bis 3 Zentimeter breit. Es sind etwa 20 bis 70 schwarzbraune, kantige, rau texturierte Samen in den zwei Kammern enthalten, sie sind jeweils vierreihig angeordnet. Die Samen sind 6 bis 8,5 Millimeter lang und 3 bis 5 Millimeter breit. Die Tausendkornmasse beträgt etwa 12 bis 14 Gramm.


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