Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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14.12.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Dezember > 10.12.18-16.12.18

BENZOE

Der Benzoebaum enthält in seinem Stamm ein wohlriechendes Harz. Aus dem Harz kann man ein ätherisches Öl gewinnen. Das man in Cremes einarbeiten oder in der Duftlampe verdampfen lassen kann. Man kann auch eine Tinktur mit dem Harz ansetzen oder das Harz zum Räuchern verwenden. Das Benzoeharz hilft gegen Probleme des Atmungsapparates. Es beruhigt, entkrampft und löst den Schleim. Äußerlich angewandt hilft Benzoe gegen entzündliche Hautprobleme. Da der Duftstoff als sehr wohlriechend empfunden wird und menschlichen Pheromonen ähnelt, wird er auch gerne in Parfums verwendet.
Als Benzoe oder Benzoeharz bezeichnet man das Harz verschiedener Storaxbäume. Zu unterscheiden sind in der Hauptsache die Arten Siam-Benzoe und Sumatra-Benzoe, sowie Styrax paralleloneurus die zu den Storaxbaumgewächsen zählen. Die wildwachsenden immergrünen Bäume werden in Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha geerntet, während Sumatra-Benzoe und Styrax paralleloneurus ein regional begrenztes Produkt darstellen. Vom Benzoeharz zu unterscheiden ist das Styraxharz des verwandten Storaxbaums oder von Amberbäumen. Andere sind die Sumatra-Arten Styrax ridleyanus und Styrax subpaniculatus, sowie Styrax serrulatus aus Indien und Malaysia und die Südamerikanischen-Arten Styrax camporum und Styrax ferrugineus, Styrax argenteus und Styrax warscewiczii (deren Harz wird hier „estoraque“ oder „beijoeiro“ genannt), sowie Styrax tessmannii, Styrax pearcei.

Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, krampflösend, schleimlösend, Husten, Asthma, Menstruationsfördernd, Hautprobleme, Hautentzündungen
wissenschaftlicher Name: Styrax tonkinensis
Pflanzenfamilie: Storaxbaumgewächse = Styracaceae
englischer Name: Storax
volkstümliche Namen: Storaxbaum
Verwendete Pflanzenteile: Harz
Inhaltsstoffe: Harz, Ätherische Öle, Benzoesäure, Vanillin

Anwendung
Das wohlriechende Benzoeharz wird in der Regel in seiner Harzform angeboten und kann hervorragend verräuchert werden. In Indien ist Benzoe ein Bestandteil von Tempel-Weihrauch-Mischungen. In der russisch-orthodoxen Kirche ist es (und nicht das Harz des eigentlichen Weihrauchbaumes) der Hauptbestandteil des Kirchen-Weihrauchs. Das Räucherwerk Papier d’Arménie verströmt einen intensiven Benzoeduft. Benzoe wird auch zur Parfümherstellung verwendet; es eignet sich besonders für orientalische und warme Duftkompositionen, zugleich dient es als Fixateur. In der römisch-katholischen Kirche ist das Harz ein Bestandteil des Balsamöls. Dieses Öl wird bei der Spendung des Sakraments der Krankensalbung eingesetzt. Benzoe ist auch Bestandteil des Armenischen Papiers. Benzoesäure ist ein Konservierungsstoff in der Lebensmittelindustrie. In Italien verwendet man Benzoe zur Herstellung von Orzata-Sirup. Im Musikinstrumentenbau (z. B. Geigenbau) ist Benzoe ein Bestandteil des Geigenlackes.

Pflanzenbeschreibung
Der Geruch des leicht rötlichen Siam-Benzoe ist haftend, intensiv balsamisch, leicht schokoladig und erinnert durchaus an Vanille. Das dunkelgelbe Sumatra-Benzoe wirkt wärmer, deutlich cremiger und süßer. Die den Geruch bestimmenden Hauptinhaltsstoffe sind Benzoesäure-, Zimtsäure-Ester und Vanillin. Im Sumatra-Benzoe sind es Coniferylzinnamat, Benzaldehyd und geringe Mengen Styren und im Siam-Benzoe Coniferylbenzoat, Benzoesäure und Zinnamylbenzoeat.



ESTRAGON

Der Estragon ist als Küchengewürz wohlbekannt, und wird vor allem in der französischen und italienischen Küche gern verwendet. Sein Einsatz als Gewürz ist jedoch nicht nur wegen seines Geschmacks sinnvoll, sondern auch, weil er die Verdauungsorgane stärkt und dadurch bei der Verdauung von schweren Speisen hilft. Dass der Estragon jedoch auch noch andere Heilwirkungen hat, ist nur wenigen bekannt. Als Heilpflanze wird er eher selten eingesetzt.
Estrago, veraltet auch Dragon bzw. Dragun genannt, ist eine  Pflanzenart in der Familie der Korbblütler und ist relativ nahe mit dem Wermut verwandt. Handelsüblicher frischer oder getrockneter Estragon stammt aus  landwirtschaftlichem Anbau, der am deutschen und österreichischen Markt vorrangig aus den Balkanländern und den  Niederlanden kommt.

Steckbrief
Heilwirkung:
beruhigend, harntreibend, schmerzstillend, Husten, Fieber, Rekonvaleszenz, Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenschwäche, Übelkeit, Schluckauf, Würmer, Gallenschwäche, Nieren anregend, Ödeme, Stoffwechsel fördernd, Rheuma, Gicht, Vitamin C Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Zahnschmerzen, Menstruationsfördernd, Wechseljahresbeschwerden, Muskelkrämpfe
wissenschaftlicher Name:
Artemisia dracunculus
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Tarragon
volkstümliche Namen:
Bertram, Biertram, Drabenkraut, Drachantkraut, Dragon, Dragonellikraut, Dragunwermut, Drakonkraut, Eierkraut, Escadron, Kaisersalat, Schlangenkraut, Trabenkraut, Trachant
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Asparagin, Beta-Sitosterol, Carvon, Cumarine, Estragol, Eugenol, Gerbstoff, Glutaminsäure, Kalium, Kampfer, Jod, Limonen, Menthol, Phenol, Phytosterole, Salizylsäure, Thujon, Umbelliferon, Vitamin C, Zink
Sammelzeit:
Mai bis Juli

Anwendung
Nutzung

Traditionell verwendet man die jungen Triebe oder die Blätter, die mehrmals im Jahr geerntet werden können, zum  Würzen. Die Blätter haben ein leichtes  Anis Da der Gehalt an würzenden  ätherischen Ölen kurz vor der Blüte am höchsten ist, werden die 20 bis 30 Zentimeter langen Triebspitzen zu diesem Zeitpunkt abgeschnitten. Die häufig angebaute  Samen produzierende  Varietät „Russischer Estragon" überlebt bis −10 °C. Der  infertile „Französische Estragon" oder als  Synonym „Deutscher Estragon" genannt, muss  vegetativ vermehrt werden und ist frostempfindlich. Meist wird der „Russische Estragon" in den Gärtnereien angebaut. Er besitzt wegen des geringeren Gehalts an ätherischem Öl jedoch kaum Estragon-Aroma. Auch eine phytochemische Charakterisierung zeigt deutliche Unterschiede im  Flavonoid-Fingerprint. Estragon wird zur Aromatisierung von Essig und Senf, zum Würzen von eingelegten  Gurken, von  Geflügel,  Reis oder gekochtem  Fisch sowie bei der Saucen- und Marinadenherstellung (z. B. Sauce béarnaise), außerdem zum Würzen von Salat,  Quark,  Kräuterbutter und Suppen verwendet. Neben Petersilie, Schnittlauch und Kerbel gehört Estragon zu der klassischen französischen Kräutermischung Fines herbes.  In  Georgien ist  Tarchuna, eine Estragonlimonade ein verbreitetes Erfrischungsgetränk.
Der Estragon ist vorwiegend als Küchengewürz bekannt, aber er hat auch mehrere Heilwirkungen. Die Schulmedizin verwendet den Estragon jedoch kaum, weil sie Angst vor dem Stoff Estragol hat, der im Estragon enthalten ist. Die Volksheilkunde verwendet den Estragon jedoch gerne, vor allem die französische.
Verdauungstonikum
Der Haupteinsatzbereich des Estragons ist die Stärkung der Verdauungsorgane. Mit seinen Bitterstoff regt der Estragon die Bildung der Magensäfte an. Daher wird er gerne als Gewürz von schweren Speisen verwendet. Die ätherischen Öle des Estragons helfen gegen Blähungen. Dazu kann man einen Tee aus dem Estragon trinken. Auch wenn nach längerer Krankheit der Appetit verlorengegangen ist, kann Estragon-Tee helfen. Auch gegen Schluckauf soll der Estragon helfen, wenn man die frischen Blätter kaut. Selbst gegen Wurmbefall soll der Estragon helfen können, wenn man reichlich Estragon-Tee trinkt.
Stoffwechsel anregend
Als Tee getrunken kann der Estragon auch die Tätigkeit der Nieren fördern und den Stoffwechsel anregen. Dadurch hilft er auch gegen rheumatische Erkrankungen und Gicht. Wasseransammlungen im Körper werden ausgeschwemmt.
Frauenbeschwerden
Durch die Phytosterole, die im Estragon enthalten sind, wirkt der Estragon regelnd auf den Menstruationszyklus und kann verspätete Monatsblutungen auslösen.
Daher darf der Estragon nicht in der Schwangerschaft angewendet werden!
In den Wechseljahren leistet der Estragon jedoch wertvolle Dienste bei der Linderung von Wechseljahresbeschwerden.
Weitere Einsatzgebiete
Außer den genannten Bereichen hilft der Estragon auch gegen Husten und kann bei Erkältungen gegen Fieber verwendet werden. Durch seinen Vitamin-C-Gehalt kann man ihn gegen Vitamin-C-Mangel und Frühjahrsmüdigkeit einsetzen. Da der Estragon beruhigend wirkt, kann er auch gegen nervöse Unruhe und Schlafbeschwerden helfen.
Äußerlich
Gegen Zahnschmerzen und rheumatische Gelenkschmerzen kann man Breiumschläge aus den frischen Estragon-Blättern zubereiten und auflegen.
Küchengewürz
Seine wichtigste Rolle spielt der Estragon in der Küche, vor allem der französischen und der des Mittelmeerraumes. Da der Estragon ein sehr starkes Aroma hat, sollte man ihn nur sparsam einsetzen, sonst würde er zu dominant und könnte alles andere übertönen. In der französischen Küche gehört der Estragon zu den sogenannten "fines herbes": Petersilie, Kerbel, Schnittlauch und Estragon. Der Estragon-Essig ist legendär, auch in Mayonnaisen und Kräuterbutter wird der Estragon gerne eingearbeitet. Man kann Salatsaucen mit dem Estragon würzen, kräftige Saucen und Gemüse- und Fleischgerichte. Traditionell wird Estragon auch zum Würzen von eingelegten Gurken und Kürbissen verwendet.

Geschichtliches
Ursprünglich stammt der Estragon wohl aus dem fernen Osten. Im alten China wurde er schon zwischen 1.000 und 2.000 vor Chr. als Gewürz erwähnt. In Südeuropa kommt er auch schon seit langer Zeit wild vor. Die Römer benutzen ihn aber anscheinend nicht. Die Araber benutzten ihn jedoch gerne als Gewürz. Sie nannten ihn "tarhun", was auf seiner späteren Reise nach Europa zu "dragon" wurde. In Italien wird der Estragon erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. In Mitteleuropa tauchte der Estragon erst im 16. Jahrhundert auf. Tabernaemontanus (gest. 1590) erwähnt ihn unter dem Namen "Drakonkraut". Aus dem "drakon" wurde in Frankreich "Estragon", was sich dann auch in Deutschland als Name eingebürgert hat.

Pflanzenbeschreibung
Estragon ist eine mehrjährige  krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 60 bis 150 Zentimeter erreicht. Die zahlreichen, schwach behaarten, lineal-lanzettlichen Blätter sind ungestielt, ganzrandig oder schwach gesägt und 2–10 Zentimeter lang. Der selten blühende Estragon hat gelbe kleine Blütenköpfchen, die in Rispen stehen. Diese sind 2–3 Millimeter groß und armblütig. Die äußeren Hüllblätter sind größtenteils grün, länglich-elliptisch, die inneren sind eiförmig und breit hautrandig. Die Randblüten sind weiblich, die Scheibenblüten zwittrig. Die Blütenkrone ist gelblich.
Der Estragon ist in Südeuropa und Asien heimisch. Auch in Russland wächst eine Unterart des Estragons, die jedoch weniger aromatisch ist. Er ist ein naher Verwandter von Beifuß und Wermut und gehört zur gleichen Gattung namens "Artemisia". Als Korbblütler ist er entfernt verwandt mit Ringelblume, Kamille und Löwenzahn, sieht jedoch mit seinen kleinen Blüten vom Erscheinungsbild her ganz anders aus. In Mitteleuropa wird der Estragon in Gärten angebaut, vor allem in Frankreich, wo er sehr beliebt ist, im Gegensatz zu Deutschland, wo er eher ein Schattendasein fristet. Der Estragon mag warme, sonnige Standorte und gedeiht nicht an feuchten oder kalten Plätzen. Er wird im Normalfall bis zu 1,20 hoch, kann an besonders guten Standorten aber auch deutlich über 2 m hoch werden. Die mehrjährige Staude treibt im Frühjahr mehrere kraftvolle Triebe aus dem Boden, sobald es etwas wärmer geworden ist. Dann wachsen schnell mitteldicke Stängel in die Höhe, an denen längliche, schmale Blätter sprießen. Zwischen Mai und Juli blüht der Estragon mit kleinen grünlichen, kugelförmigen Blüten. Er wird dabei noch einmal deutlich höher als vor der Blütezeit.

Anbautipps
Der Estragon braucht einen warmen, sonnigen Standort, der nährstoffreich und ausreichend bewässert, aber nicht feucht sein sollte. Wenn er sich an einem Standort wohl fühlt, braucht er eine Menge Platz, mindestens einen Quadratmeter Fläche und bis zu zwei Meter Höhe. Man kann den Estragon durch Teilung des Wurzelstocks, Ableger oder durch Aussaat vermehren. Bei der Aussaat, sät man die Samen im Frühjahr in Töpfe in Aussaaterde an. Sobald die Pflänzchen groß genug sind, setzt man sie ins Freiland. Im ersten Jahr sollte man rund um die junge Estragon-Pflanze gut jäten, damit sie nicht von Unkraut überwuchert wird. Denn zuerst ist junger Estragon noch klein und kraftlos. Er wird dann von Jahr zu Jahr kräftiger und wächst zu einer riesigen Staude heran. Wenn er erstmal groß wird, sollte man ihm eine Stütze bieten und an einen oder mehrere Stöcke binden, damit er im Wind nicht umfällt. Im Frühjahr schneidet man die trockenen, alten Stängel bis auf 15 cm zurück, am besten kurz bevor er neu aus dem Boden austreibt.

Sammeltipps
Als Salatgewürz kann man die Zweige und Blätter des Estragons schon im Frühjahr ernten und benutzen. Je mehr er sich der Blüte nähert, desto kräftiger wird jedoch sein Aroma. Für den Wintervorrat sollte man also bis zum Beginn der Blüte warten. Man kann die Stängel dann abschneiden und zu Sträußen binden und an einem trockenen Ort aufhängen und trocknen lassen. Sobald er trocken ist, nimmt man ihn ab und zerrebelt die Blätter mit den Händen. Die trockenen Blätter bewahrt man am besten in einem dunklen Glas auf, damit das Aroma nicht verfliegt.



BACHBLÜTEN
Man neigt dazu, sich zu überarbeiten, ist dann innerlich niedergeschlagen und verzagt (22 Oak)
- Diese Menschen neigen dazu, sich zu überarbeiten und sind innerlich niedergeschlagen und verzagt
- Mit der dementsprechender Bachblüte neigen sie nicht mehr dazu sich zu überarbeiten und sind auch nicht mehr niedergeschlagen und verzagt

BACHBLÜTEN
Erschöpfung nach langanhaltender Überforderung oder langer körperlicher Krankheit (23 Olive)
- Diese Menschen leiden unter einer Erschöpfung nach langanhaltender Überforderung oder langer körperlichen Krankheit
- Mit der dementsprechender Bachblüte sind sie kaum oder nicht mehr erschöpft


Polysaccharide
NICHT VERWERTBARE POLYSACCHARIDE
Zellulose (Baumwolle und Holz bestehen aus überwiegend aus Zellulose)
- aufgebaut aus parallel angeordnet, sehr langen Glucoseketten
- ist Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellmembran (Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kleie,...)
Pektine
- aufgebaut aus verschiedenen Einfachzuckern
- in unreifen Früchten, Kernen, Schalen von Äpfeln
- sind in heißem Wasser löslich und bilden beim abkühlen Gelee - - > Anwendung als Geliermittel


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