Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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14.11.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > November > 13.11.17-19.11.17


POLEIMINZE t

Die scharf und würzig schmeckende Poleiminze mit ihren violetten Blüten sieht der normalen Pfefferminze sehr ähnlich, ist jedoch kleiner. Der Geruch ist angenehm, manchmal auch scharf minzig. Die Poleiminze enthält ein Gift, das Pulegon. Daher ist diese Minze nur mit Vorsicht für innerliche Zwecke einsetzbar. Die Poleiminze kommt zwar fast in ganz Europa vor, ist aber sehr selten geworden, daher ist sie in einigen Ländern geschützt und steht auf der roten Liste.
Die Poleiminze, auch Polei oder Flohkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Minzen innerhalb der  Familie der Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Menstruationsstörungen, Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, gebärmutteranregend, schweißbildend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Blähungen, Erkältungen, Fieber, Flatulenz, Galle, Insekten, Koliken, Leber, Leibschmerzen, Mäuse, Menstruationsstörungen, Neuralgien, Ratten, Schmerzen, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name:
Mentha gibraltaica, Mentha hirtiflora, Mentha pulegium
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Penny royal
volkstümlicher Name:
Flohkraut, Hirschminze, Polei, Poleiminze, Poleyminze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öl, Diosmin, Flavonglykoside, Gerbstoffe, Hesperidin, Isomenthon, Menthon, Neoisomenthylacetat, Piperiton, Pulegon
Kontraindikation:
Kinder, Leberkrankheiten, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen:
Bei hoher Dosierung: Vergiftungen z.B. mit Erbrechen und Atemlähmung, bei Dauergebrauch: Leberschäden


Giftigkeit und Verwendung

Die Poleiminze gilt in allen Pflanzenteilen als wenig giftig bis giftig. Hauptwirkstoffe sind das in ihr mit 1 bis 2 % enthaltene ätherische Öl, das zu 80 bis 94%  Pulegon enthält neben Piperiton,  Limonen und anderen Bestandteilen. Vergiftungserscheinungen sind Würgen, Erbrechen, Blutdrucksteigerung, zentrale, narkoseartige Lähmung, nach größeren Dosen Tod durch Atemlähmung. Vergiftungen wurden nach dem Gebrauch der Droge als Abortivum bekannt. Für die Giftwirkung dürfte das  Pulegon verantwortlich sein. Das ätherische Öl zeigt eine gewisse insektizide Wirkung und soll Flöhe vertreiben können. Als Abwehrmittel gegen Insekten, insbesondere gegen Flöhe, genießt die Poleiminze einen besonderen Ruf. Das  Artepitheton pulegium ist vom lateinischen Wort pulex für Floh abgeleitet. Heutzutage wird die Poleiminze nur noch wenig in der Küche verwendet, weil sie einen sehr strengen Geschmack hat. Ein  Tee, aus ihren Blättern zubereitet, soll verdauungsfördernd wirken. Auch als Mundwasser zum Gurgeln kann er verwendet werden. Die Poleiminze enthält das Gift  Pulegon, weshalb diese Minzenart nur mit Vorsicht für innerliche Zwecke einsetzbar ist.
Verwendung als Heilpflanze
Als Droge dient das Poleiminzenkraut. Wirkstoffe sind: Das  ätherische Öl mit 15 bis 90% Pulegon als Hauptbestandteil, neben Menthon und Piperiton Menthol, Lamiaceen-Gerbstoffe und Flavonoide.
Anwendungen: Poleiminzenkraut wurde früher in der Volksheilkunde vor allem bei Verdauungsbeschwerdenmit  Blähungen und  Koliken, Leber- und  Gallenbeschwerden und beim Ausbleiben der Monatsblutung verwendet. Da inzwischen leberschädigende Wirkungen aufgrund des Pulegongehalts bekannt wurden, wird heute von dem Gebrauch der Droge als Tee abgeraten (vor allem in der Schwangerschaft), lediglich die Anwendung als Gewürz ist vertretbar. Vergiftungserscheinungen mit tödlichem Ausgang wurden nach Anwendung des ätherischen Öls als Abtreibungsmittelwiederholt beschrieben. In der Antike wurde das Mittel als Methode zur Empfängnisverhütung und Abtreibung eingesetzt.

Anwendung
Die giftige Poleiminze sollte nur äußerlich eingesetzt werden. Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
8 Teelöffel getrockneter Wasserminzenblätter mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.
Schädlingsbekämpfung
Mit dem Öl und dem Kraut, kann man Insekten, Mäuse und Ratten vertreiben.
Homöopathie
Die ganze blühende Pflanze wird verarbeitet und als Mentha pulegium bei Beschwerden im Verdauungstrakt eingesetzt.

Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. Wird in Spanien und Marokko angebaut. Es wird Poleiöl (Poleiminzöl) aus dem frischen Kraut hergestellt.

Pflanzenbeschreibung
Die Poleiminze ist in Südeuropa heimisch. Sie ist von Westeuropa bis nach Vorderasien zu finden. Sie wächst bevorzugt auf feuchten und nährstoffreichen Böden, z.B. an Ufern von Flüssen, Teichen und Seen. Die mehrjährige eher kriechende Minze wird zwischen 5 und 40 Zentimeter hoch. Die schmalen Blätter sind eiförmig und bis zu 3 cm lang. Die violetten Blüten erscheinen an achselständigen Scheinquirlen zwischen Juli und September. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Poleiminze ist eine  ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Sie besitzt unter- und oberirdische Ausläufer, die kahl bis kurz verstreut behaart sind. Sie ist häufig rot überlaufen. Die Pflanzenteile riechen scharf aromatisch. Der niederliegende bis aufsteigende und verzweigte  Stängel ist fast kahl. Die gegenständig am Stängel angeordneten  Laubblätter sind kurz gestielt. Die einfache Blattspreite ist 0,8 bis 3 Zentimeter lang und 0,3 bis 1 Zentimeter breit, eiförmig bis schmal elliptisch und am Grund verschmälert. Die hellgrüne, einfache Blattspreite ist von einem oder zwei bis drei Paaren bogiger Fiedernerven durchzogen und an der Unterseite behaart. Der Blattrand ist undeutlich gezähnt bis annähernd ganzrandig.
Blütenstand, Blüte und Frucht
Die Blütezeit reicht Mai bis September. Viele Blüten stehen in 5 bis 15 Scheinquirlen, die deutlich voneinander getrennt und 10 bis 15 Millimeter breit sind. Die Tragblätter der Scheinquirle sind den Stängelblättern ähnlich und knapp doppelt so lang wie die Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die 2,5 bis 3 Millimeter langen  Kelchblättersind röhrig verwachsen und schwach zweilippig (darin unterscheidet sich diese Art von allen anderen Mentha-Sippen, bei denen der Kelch in mehr oder weniger gleichen fünf Kelchzähnen endet) mit zehn Nerven. Außen ist der Kelch dicht und kurz behaart und zur Fruchtreife durch einen Haarkranz verschlossen. Die ungleichen Kelchzähne sind ein Drittel bis ein Fünftel so lang wie die Kelchröhre und mit Wimpern versehen. Der obere Zahn ist größer als die anderen. Die rosafarbene und selten weiße Krone ist 4,5 bis 7 Millimeter lang und endet in etwa gleich langen, verkehrt-eiförmigen Kronzipfeln. Die Kronröhre hat innen einen leichten Haarkranz. Die vier fertilen  Staubbeutel sind 0,4 Millimeter lang. Die Klausen sind 0,7 bis 0,8 Millimeter lang, glatt und hellbraun.

Anbautipps
Vermehrung durch Wurzelteilung. Die Poleiminze mag feuchte Böden. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Frische Poleiblätter können ständig geerntet werden. Zum Trocknen: Die Stängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die Blätter in geschlossenen Behältern lagern.




GIFTEFEU ttt

Der Giftefeu ist eine stark hautreizende Pflanze, die in Nordamerika wächst. Mit dem echten Efeu hat der Giftefeu nur den Namen und das Ranken gemeinsam, aber sie sind nicht verwandt. Schon kleine Kinder lernen in den USA, sich vom Giftefeu fernzuhalten, denn die dadurch verursachten Hautreizungen können im Extremfall bis zum Tod führen. Der Giftefeu ist auch ein belliebtes Motiv in Geschichten und Filmen. Stark verdünnt kann man den Giftefeu gegen Neuralgien einsetzen und auch die Homöopathie verwendet ihn gern.
Der Eichenblättrige Giftsumach ist eine Pflanzenart aus der Gattung Toxicodendron in der Familie der Sumachgewächse. Sie stammt aus Nordamerika. Ein Pflanzeninhaltsstoff ist Urushiol, das bei Berührung der Pflanze in den allermeisten Fällen einen juckenden Ausschlag verursacht.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Stark Verdünnt: Hexenschuss, Ischias, Neuralgien, Rheuma,  Homöopathisch ab D2: Ekzeme, Hautentzündungen
wissenschaftlicher Name: Toxicodendron radicans, Rhus radicans
englischer Name: Poison Ivy
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Urushiol

Anwendung
Achtung! Stark giftig. Giftsumach kann zu starken Hautreizungen führen, die tagelang stark jucken und schmerzen. In Extremfällen kann es zu Blutvergiftungen kommen. Innerlich eingenommen kann es zu blutigen Durchfällen bis hin zum Tod führen. Giftefeu nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Madaus zufolge wirkt schon die Ausdünstung des weißen, an der Luft sich schwarz färbenden Milchsaftes auf die Hautgefäße. So soll eine Gruppe Soldaten, die um ein Feuer aus den Zweigen lagerten, Hautbeschwerden gehabt haben. Häuser, wo der Strauch wuchs, galten als verhext, weil die Bewohner Rheuma bekamen. J. White beschrieb im New York medical journal 1873 eingehend die Grade der Hautreizung, vom Erythem mit etwas papulovesikulösem Ekzem bis hin zum heiß und rot geschwollenen Erysipel mit nässenden, krustigen Bläschen, die heftig jucken und brennen, dazu Fieber und Prostration. Andere beschrieben teils ähnliche Erscheinungen nach Einnahme. Allerdings seien nicht alle Menschen empfindlich. Hasen, die in strengen Wintern am Strauch nagten, stürben sofort, Pferde und Rinder aber nicht, und für die Haut von Kaltblütern sei er unschädlich. In die Heilkunde kam die Pflanze 1788 durch Dufresnoy als Mittel gegen Flechten. Alderson, Horsfield u. a. rühmten sie bei Lähmungen, besonders rheumatischer Natur, was viele Autoren bestätigten. Dazu kam der Einsatz bei Augenleiden, besonders wenn diese mit „skrofulös-herpetischen“ Gesichtsausschlägen verbunden waren. Heute findet der Eichenblättrige Giftsumach in der Medizin keine Verwendung mehr. Homöopathenverwenden Rhus tox bei Gelenk- und Rückenschmerzen, die zu ständiger Unruhe zwingen, auch bei Erkältungen, seltener bei Hautjucken, z. B. Herpes genitalis, mit Besserung durch Hitze. Es wird aus frischen, beblätterten, jungen Trieben gewonnen. Eine orale Überdosierung wäre am ehesten durch Niedrigpotenzen und häufige Wiederholungen bedingt.

Pflanzenbeschreibung
Diese variable Art wächst entweder als Strauch bis zu einer Wuchshöhe von etwa 1 Meter oder als Kletterpflanze mit Luftwurzeln. Die kletternde Form kann botanisch als Varietät Toxicodendron pubescens var. radicans oder manchmal als eigene Art Toxicodendron radicansangesehen werden. Diese ist auch unter dem nordamerikanischen Trivialnamen Poison Ivy (direkt übersetzt „Giftefeu“) bekannt. Die Bezeichnung „Efeu“ ist irreführend, da der Giftsumach trotz äußerlicher Ähnlichkeit, aber völlig anderer Laubblätter mit dem Gemeinen Efeu nicht verwandt ist. Der Eichenblättrige Giftsumach wächst als sommer-grüner Halbstrauch. Die großen Äste sind relativ dünn und biegsam. Alle Teile der Pflanze führen einen gelblich weißen Milchsaft, der sich an der Luft rasch schwarz färbt, mit penetrantem, übelkeiterregendem Geruch. Diese Schwarzfärbung bietet eine Möglichkeit, diese Pflanzenart zu identifizieren. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 8 bis 14 Zentimeter lang. Die dreiteilig gefiedrige Blattspreite ist flaumig behaart mit gezähnten Rand. Die Laubblätter können im Frühjahr purpurfarben sein, im Sommer grün glänzend und im Herbst leuchtend rot. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Der lockere, rispige Blütenstand ist seitenständig. Die eingeschlechtigen Blüten sind weiß bis grün mit roter Mitte. Die erbsengroße kugelige, gelbliche Steinfrucht ist 4 bis 8 Millimeter groß.
Der Giftefeu wächst in Nordamerika und ist eine rankende Pflanze. Seine Blätter wachsen in charakteristischen Dreiergruppen, auf die schon kleine Kinder aufmerksam gemacht werden. Der Giftefeu wird auch rankender Giftsumach genannt. Der eigentliche Giftsumach ist jedoch die Gichteiche, eine Verwandte des Giftefeus, der auch Kontaktekzeme verursacht.


BACHBLÜTEN
Kann sich zwischen zwei Möglichkeiten nicht entscheiden, hin- und hergerissen (28 Scleranthus)
-
Diese Menschen können sich kaum bis gar nicht zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden und sind hin- und
 hergerissen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Entschlussfreudigkeit festigen und sind nicht mehr
 hin- und hergerissen


BACHBLÜTEN
Unentschlossen aus inneren Ruhelosigkeit (28 Scleranthus)
-
Diese Menschen sind unentschlossen da sie eine innere Ruhelosigkeit haben
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Ruhelosigkeit allmählich ablegen


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