Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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14.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 08.04.19-14.04.19


GIERSCH

Den meisten Gartenbesitzern gilt der Giersch, auch Dreiblatt genannt, als lästiges Unkraut, das so hartnäckig ist, dass man es nie wieder los wird. Dabei war Giersch früher in der Volksheilkunde sehr geschätzt um Gicht und Rheuma zu behandeln. Man kann den Giersch jedoch als Wildgemüse essen und dann ist man mitunter froh, soviel von ihm zu haben. Außerdem hat der Giersch Heilkräfte und kann die Harnorgane und den Stoffwechsel fördern.
Gewöhnlicher Giersch ist eine  Pflanzenart aus der Gattung Aegopodium in der Familie der  Doldenblütler. Sie ist die einzige in Europa vorkommende Aegopodium-Art. Der botanische Gattungsname Aegopodium leitet sich von griechisch αγειος = aigeos (für „von Ziegen") und griechisch πούς-ποδός = pous-podos für Fuß ab und bezieht sich auf die Gestalt der Blätter, die an einen Ziegenfuß erinnern. Das Artepiheton podagraria weist darauf hin, dass diese Pflanzenart seit Jahrhunderten in der Volksmedizin zur Linderung der Schmerzen bei Rheumatismus und Gicht (Podagra) Verwendung fand. Giersch gilt bei Gärtnern als lästiges Unkraut; er wuchert und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Andererseits ist Giersch ein wohlschmeckendes Wildgemüse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Gicht, Rheuma
Heilwirkung: abführend, antirheumatisch, beruhigend, entwässernd, entzündungshemmend, harnsäurelösend, harntreibend, verdauungsanregend
Anwendungsbereiche:  Blasenentzündung, Durchfall, Gicht, Hämorrhoiden, Ischias, Rheuma, Skorbut, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Wunden
wissenschaftlicher Name: Aegopodium podagraria
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Bishop Weed, Ground Elder
volkstümlicher Name: Dreiblatt, Erdholler, Giersch, Geißfuß, Hinfuss, Podagariakraut, Podagrakraut, Podagriarkraut, Zaun-Giersch, Zaungiersch, Zipperleinskraut
Falsche Schreibweisen: Girsch
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Chlorogensäure, Cumarine, Flavonolglykoside, Harz, Hyperosid, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Kalium, Phenolcarbonsäuren, Polyine, Vitamin C
Sammelzeit: April bis Juli

Anwendung
Im Mittelalter, aber auch in neuerer Zeit wurde Giersch als Gemüse wie auch als Heilpflanze angebaut.
Traditionelle Heilpflanze
Der Trivialname Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf hin, dass Giersch als ein Mittel gegen  Gicht galt. Er soll auch bei Rheuma und Arthritis, krampflösend, entgiftend und blutreinigend wirken. Da keine Belege für die genannten  Indikationen gefunden wurden, wird der Giersch in neuen Arzneibüchern nicht mehr aufgeführt.
Ernährung
Roh erinnert Giersch in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersiliegemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango, gekocht hingegen an Spinat. Da Giersch im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten über viele Monate zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er beispielsweise während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr. Die jungen, grünen Blätter enthalten (je 100 g) etwa: 200mg Vitamin C, 5mg Carotin, 130mg Calcium, 5mg Magnesium, 3mg  Eisen und 2mg  Kupfer. Giersch kann als  Salat oder Gemüse zubereitet werden. Als Salat eignen sich vor allem die jungen, kaum entfalteten Blätter. Rohe Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Nach der Blüte wird der Geschmack kräftiger und eine leicht abführende Wirkung kann eintreten. Durch das Entfernen der Blüten kann dies teilweise verhindert werden. Ältere Blätter eignen sich als Tee oder zum Kochen bzw. Dünsten. Die bitteren Stiele sind zäh und sollten entfernt werden. Beim Sammeln ist eine Verwechslung mit ungenießbaren und giftigen Arten, wie  Gefleckter Schierling oder Breitblättriger Merk, zu vermeiden. Giersch lässt sich gut am dreikantigen Blattstiel erkennen, wobei eine Kante abgerundet und die gegenüberliegende Seite konkav eingezogen ist.
Tee
2 Esslöffel auf 250ml Wasser. Kraut mit dem heißen Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und ab-seihen. Der Tee aus dem getrockneten Kraut hilft bei Gicht und Rheuma. Für eine Frühjahrskur kann man statt dem getrockneten Kraut die frischen Triebe in gleicher Menge nutzen.
Umschläge
Das frische zerquetschte Kraut wird als Umschlag auf die betroffene Körperstelle bei Gicht und Rheuma aufgebracht. Praktisch ist das zerquetschte Kraut bei Wanderungen bei Insektenstiche.
Badezusatz
Zubereitung wie der Tee. Als Sitz-Bad gegen Hämorrhoiden.
Frische Triebe
Als Salat oder Spinat als Entschlackungskur im Frühling.
Frischsaft
Eine 10tägige Frühjahrskur. Aus den frischen Trieben Saft pressen und 1:5 mit Mineralwasser oder Buttermilch verdünnen. Am ersten Tag 1 Esslöffel, am zweiten 2 Esslöffel usw... Soll den Stoffwechsel anregen, entschlacken und entgiften. Vorsicht: Zuviel Frischsaft ergibt einen Durchfall.
Homöopathie
Verarbeitet wird die frische blühende Pflanze. Gegen Rheuma und Gicht.

Geschichtliches
Als Wildgemüse dürfte Giersch schon in der Steinzeit gegessen worden sein. Der Name (Aegopodium) leitet sich aus den griechischen Wörtern für Ziege und Füßchen her, wegen der einem Ziegenfuß ähnelden Kronblätter. Nach der mittelalterlichen Signaturenlehre ist Giersch deshalb für die Behandlung von Gicht in Füßen geeignet. Der Giersch wurde im Frühling als Salat oder Spinat als Frühlingskur genutzt. Der Giersch war als Bestandteil von Suppen bei einigen Königshäusern eine geschätzte Delikatesse. In der modernen Pflanzenheilkunde spielt der Giersch keine Rolle mehr bei der Behandlung von Gicht und Rheuma, da man keine Inhaltsstoffe (außer entwässerndes Kalium) finden konnten, die die Wirkung aus der Signaturenlehre erklärt.

Pflanzenbeschreibung
Der Giersch ist in ganz Europa heimisch. Er wächst bevorzugt in Auwäldern, Hecken und in Gärten. Die aus-dauernde Staude wird zwischen 30 und 90 Zentimeter hoch. Der Stängel ist hohl und kantig. Die Blätter sind doppelt dreizähnig. Die Dolden mit weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blütendolde ist 15-25 strahlig. Aus den Giersch-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. Die eiförmige und glatte Früchte sind etwa 3-4 mm lang. Die weißen Wurzeln sind leicht giftig (Falcarindiol) und auch aus kleinen Wurzelstücken kann eine neue Pflanze wachsen. Die Wurzeln bilden weite Ausläufer, die für eine schnelle und sichere Verbreitung sorgen.
Vegetative Merkmale
Der Giersch wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimeter. Da der Giersch aus einem stark wuchernden  Rhizom entspringt, können die  Ausläufer Kolonien bilden. Der kahle  Stängel ist kennzeichnend kantig-gefurcht. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist  doppelt dreizählig oder zweifach gefiedert. Die Fiederblätter sind eiförmig-länglich und besitzen einen gesägten Rand. Die Fiedern 1. Ordnung sind oft nur zweispaltig.  
Generative Merkmale
Der doppeldoldige Blütenstand ist flach und 12- bis 25-strahlig. Es fehlen sowohl Hüllblätter als auch die Hüllchenblätter. Die unscheinbaren, weißen Blüten sind zwittrig und fünfzählig. Die Blütezeit reicht meist von Juni bis Juli. Die ungeflügelte kümmelähnliche, zweiteilige  Spaltfrucht, auch Doppelachäne genannt, ist bei einer Länge von 3 bis 4 Millimeter eiförmig.

Anbautipps
Den Anbau im eigenen Garten sollte man sich sehr gut überlegen. Bei ungünstigem Wind oder fehlender Rhizomsperre (gegen die Wurzeln) ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Nachbar auch Giersch in seinem Garten hat. Will man den Giersch wieder loswerden, hilft meist nur wegziehen. Der Giersch-Anbau hingegen ist einfach: Einfach den Samen (im noch kalten Frühling) oder die Wurzelstücke (jederzeit) in den Boden geben und den Boden feucht halten. Der Standort sollte schattig oder halbschattig sein. Am besten in großen Töpfen aufziehen und verhindern, dass der Samen reif wird und sich im Garten verteilt.

Sammeltipps
Die aromatischen und leicht bitteren frischen Triebe und jungen Blätter im Frühling ernten, diese wie Spinat oder Salat zubereiten. Die älteren Blätter eignen sich als Petersilienersatz in Suppen, Gemüsegerichten und Aufläufen. Die reifen Samen eignen sich als Gewürz. Zum Trocknen sammelt man das Kraut kurz vor der Blüte und hängt die Pflanze gebündelt an einem schattigen und luftigen Ort auf. Das getrocknete Kraut in Stoff- oder Papier-Beuteln lagern.



KUCKUCKS-LICIHTNELKE

Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine rosarot blühende Nelke mit zerzaust aussehenden Blüten. Sie wächst an feuchten Stellen in Mooren, Wiesen und Sümpfen. Da immer mehr Flächen trockengelegt werden, wird die Kuckucks-Lichtnelke in der Natur immer seltener, wird dafür immer öfter als Pflanze an Gartenteichen kultiviert. Oft findet sich an der Kuckucks-Lichtnelke, ein schleimiges Gebilde, die Kuckucksspucke. Als Heilpflanze wird sie nur selten eingesetzt, z.B. gegen Grützbeutel.
Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine  Pflanzenart in der  Familie der  Nelkevgewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Grützbeutel
Heilwirkung: antibakteriell, antimikrobiell, immunmodulierend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Atherom, Grützbeutel, Weichteiltumor, Blüten-Essenz: fördert Fluss der Lebensenergie, gibt Kraft, gegen Vergiftungen
wissenschaftlicher Name: Lychnis flos-cuculi, Silene flos-cuculi
Pflanzenfamilie: Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name: Ragged Robin, Cuckoo Flower, Thunder Flower
volkstümlicher Name: Kuckucks-Lichtnelke, Kuckuck-Lichtnelke
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Blüten
Inhaltsstoffe: Saponine
Sammelzeit: Frühling, Spätherbst

Anwendung
Früher hatte die Kuckucks-Lichtnelke eine geringe Bedeutung in der Volksmedizin. Heute wird sie als  Zierpflanze in Gärten oder an Gartenteichen verwendet.
Volksheilkunde
Leider konnten wir noch nicht die genaue Anwendungsform der Volksheilkunde in Erfahrung bringen. Bei anderen Lichtnelken wird der gemörserte Samen als Breiumschlag eingesetzt.
Blüten-Essenz
Eine Blüten-Essenz aus den frischen Blüten: Herstellung der Bachblüten. Fördert Fluss der Lebensenergie, gibt Kraft und befreit von Vergiftungen und Blockaden.

Geschichtliches
Der Name Kuckucks-Lichtnelke dürfte von der Kuckucksspucke kommen, die sich oft an der Pflanze findet. Kuckuck hat weniger mit dem Vogel zu tun, es war früher ein anderes Wort, wenn man nicht Teufel oder Hexe sagen wollte. Der richtige Name für die Pflanze ist also eher Teufels-Lichtnelke oder Hexen-Lichtnelke. Die Pflanze selbst wurde auch mit Teufel, Kobolden, bösen Geistern und Dämonen in Verbindung gebracht. Trotzdem ist in einigen Gegenden die Kuckucks-Lichtnelke ein magischer Hinweisgeber wer als künftiger Partner in Frage kommt. Als Heilpflanze spielt die Kuckucks-Lichtnelke nur in Notzeiten eine Rolle, wenn sonst keine Heilpflanze vorhanden ist. Teilweise wurde die Wurzel als Seifenersatz genutzt.

Pflanzenbeschreibung
Die Kuckucks-Lichtnelke ist in Europa und Teilen von Asien heimisch. Sie wurde im 19. Jahrhundert nach Nordamerika gebracht und verbreitet sich auch dort. Sie wächst bevorzugt an feuchten Standorten wie Moore, Sümpfe und Feuchtwiesen und zeigt einen hohen Grundwasserspiegel an. Die einjährige Pflanze wird zwischen 30 und 80 Zentimeter hoch. Die Blätter sind unten spatenförmig und nach oben lanzettenartig. Die rosaroten Blüten mit 5 Kronblättern erscheinen zwischen April und Juli. Die Blüten sind vierfach gespalten und haben einen Durchmesser von etwa 3 - 4 cm. Aus den Kuckucks-Lichtnelke-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. An der Kuckucks-Lichtnelke findet sich oft ein schleimiges Gebilde, der sogenannten Kuckucksspucke, ein Schaumnest der Schaumzikade.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 90 cm erreicht. Es werden Blattrosetten, kurze Stängel ohne Blüten und hohe, aufrechte, blühende Stängel ausgebildet. Die gestielten Grundblätter sind am Rand gewimpert und spatelartig geformt. Die oberen gegenständigen Stängelblätter sind lanzettlich geformt.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Es wird ein lockerer, trugdoldiger Blütenstand ausgebildet. Die Blüten sind überwiegend zwittrig, doch kommen auch rein weibliche und rein männliche Pflanzenexemplare vor. Die  Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und besitzen einen Durchmesser von etwa 4 Zentimetern. Die fünf Kelchblätter sind zu einer 6 bis 10 Millimeter langen, zehnnervigen, unbehaarten Kelchröhre verwachsen. Die fünf Kronblätter sind 15 bis 25 mm lang und vierfach (selten nur zweifach) tief geschlitzt, dabei bilden sie eine Nebenkrone aus. Die meisten Pflanzenexemplare blühen zwar rot, aber es kommen auch weiße Exemplare vor. Es sind fünf Griffel vorhanden.
Frucht und Samen
Die Kapselfrucht ist bei einem Durchmesser von bis zu 8 Millimetern kugelig und öffnet sich oben mit fünf Zähnen; dort entlässt sie die Samen. Die dunkel-braunen, nierenförmigen, etwa 1 Millimeter großen Samen besitzen eine Oberfläche, die dicht mit winzigen Spitzen besetzt ist.  Fruchtreife erfolgt von Juli bis Oktober.

Anbautipps
Im frühen Frühling direkt ins Freiland aussäen. Oder im Frühling bestehende Pflanzengruppe teilen. Der Boden sollte tiefgründig, lehmig, humusreich und immer feucht sein. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Die Kapseln mit dem Samen im Herbst sammeln, ausschütteln und nachtrocknen. Für die Herstellung von Blüten-Essenzen sollen die Blüten nicht berührt werden. Dazu kann man ein Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und so geschützt die Blüten vorsichtig abzupfen.



BACHBLÜTEN
Man bewertet Einzelheiten über und verliert dabei den roten Faden aus den Augen (10 Crab Apple)
- Diese Menschen bewerten diverse Einzelheiten über und verlieren ihren roten Faden dabei aus den Augen
- Mit der dementsprechender Bachblüte bewerten sie nicht mehr über und behalten den roten Faden vor Augen

BACHBLÜTEN
Man meldet in jeder Situation seine Zweifel an (12 Gentian)
- Diese Menschen melden egal in jeder Situation ihren Zweifel an
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie ihren Zweifel zurücksetzen


ERNÄHRUNG
Primäre Inhaltsstoffe
- Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette
- Sekundäre Inhaltsstoffe
- Bitterstoffe
- Gerbstoffe/Tannine
- Alkaloide
- Chlorophyll
- Ätherische Öle
- Flavonoide
- Glykoside
- Schleimstoffe


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