Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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14.03.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > März > 11.03.19-17.03.19


GRAUER ALPENDOST

Der graue Alpendost ist eine Staudenpflanze, die in und um die Alpen und Pyrenäen in der subalpinen Zone vorkommt. Die Blätter erinnern an  Huflattich-Blätter und die Blüten an den  Wasserdost. Der graue Alpendost wurde früher oft wie  Huflattich oder  Pestwurz eingesetzt. In manchen Gegenden haben diese Pflanzen den gleichen Namen, z.B. Rosslattich oder Huatplotschen. Der graue Alpendost hat eine Unterart den Pyrenäen-Alpendost und es gibt noch ähnlich aussehende Alpendostsorten mit gleicher Wirkung. Wegen der leberschädigenden Inhaltstoffe sollte man aber auf die innerliche Anwendung aller Alpendost-Arten verzichten.
Der Graue Alpendost ist eine Pflanzenart aus der  Familie der  Korbblütler. Darüber hinaus sind oder waren, zum Teil auch nur regional, folgende Trivialnamen gebräuchlich: Alpenpestkraut, Großer Berglattich (Schlesien), Scheiskraut (Schweiz), Schieskraut (Schweiz) und Rosslattich (Schlesien).

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung: hustenstillend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Brustfellentzündung, Hautgeschwüre, Husten, Reizhusten, Raucherhusten, Homöopathie: Einsatzgebiet leider noch nicht bekannt.
wissenschaftlicher Name: Adenostyles albifrons, Adenostyles alliariae
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Grey adenostyl
volkstümlicher Name: Geöhrter Alpendost, Gouan Kerner, Grauer Alpen-dost, Huatplotschen, Rosslattich, Scheißblattln
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe: Hepatotoxine, Senecionine, Seneciphylline, Spartioidine
Sammelzeit: Frühling bis Frühsommer
Nebenwirkungen: Leberschäden, Hautreizungen
Kontraindikation: Schwangerschaft, Stillzeit, Lebererkrankungen

Anwendung
Wird in vielen alten Rezepturen der Alpenregion wie Huflattich eingesetzt. Auf die innerliche Anwendung sollte wegen der hohen leberschädlichen Giftwirkung verzichtet werden. Manche Erkrankung oder Vergiftung, die dem Huflattich zugeordnet wurde, geht auf den Alpendost zurück.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und in kleinen Schlückchen trinken. (Wegen möglicher Leberschäden nicht anwenden!)
Bäder/Umschläge
Bäder oder Umschläge mit dem Tee oder frischen Blättern sollen bei Hautkrankheiten helfen.
Räuchermittel
Zerkleinerte Wurzeln oder Blätter werden als Räuchermittel bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.
Homöopathie
Mittel wird von einigen Heilern selbst hergestellt, Einsatzgebiet leider noch nicht bekannt.

Geschichtliches
Im Alpenraum gerne wie Huflattich oder Pestwurz eingesetzt, man machte damals keinen großen Unterschied solange die Blätter ähnlich aussahen und in etwa die gleiche Wirkung hatten. Auch als Toilettenpapier (Scheißblattln) am Wegesrand wurden die Blätter genutzt. Heute für einige Vergiftungsfälle mit Leberschäden bekannt, wird daher nur noch in Ziergärten oder als Nektarquelle für die Hummeln (z.B. Ackerhummel) angebaut.

Pflanzenbeschreibung
Der Graue Alpendost ist im Alpenraum heimisch. Sie wächst bevorzugt zwischen 900 und 2200 Metern Höhe in krautreichen Bergwäldern und Hochstaudenfluren. Die mehrjährige Hochstaude wird zwischen 30 und 170 Zentimeter hoch. Die Blätter sind herzförmig und können bis zu 50 Zentimeter Durchmesser haben. Die Blattunterseite hat eine graufilzige Behaarung, die abwischbar ist. Die rosaroten bis purpurnen Blüten erscheinen zwischen Juli und Oktober. Die vielen röhrenförmigen Einzelblüten sind zu Trugdolden vereinigt. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spät-Herbst die Samen.
Vegetative Merkmale
Der Graue Alpendost wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 150 Zentimetern. Der Stängel ist im oberen Bereich behaart und in der unteren Hälfte kahl. Die Grundblätter sind bis zu 50 Zentimeter groß, lang gestielt, unregelmäßig grob gezähnt, unterseits filzig und herzförmig eingebuchtet. Im Unterschied zum Grünen Alpendost sind die oberen Stängelblätter meist sitzend und am Grunde geöhrt.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis August. In einem  doldenrispigen Gesamtblütenstand sind die  Körbchen zu-sammengefasst. Die Körbchen enthalten nur drei bis zehn  Blüten. Die rote Blütenkrone ist 7 bis 8 Millimeter lang, ihre Zipfel nehmen etwa ein Drittel bis ein Viertel der Länge des ganzen Saums ein. Die  Achänen sind 3 bis 6 Millimeter lang. Der Pappus ist 4 bis 5 Millimeter lang.

Anbautipps
Es gibt die Pflanze zeitweise preiswert im Wildpflanzenversand. Der Graue Alpendost mag nährstoffreiche und feuchte Böden. Der Standort sollte halbschattig sein. In Höhen unter 1000 m wächst der Graue Alpendost oft nicht zufriedenstellend.

Sammeltipps
Frische Blätter ernten, größere vor dem Trocknen zerkleinern. Die Blätter gründlich an einem luftigen Ort im Schatten trocknen. Verschlossen aufbewahren.




MEISTERWURZ

Im späten Mittelalter galt die Meisterwurz als Allheilmittel, wie man unschwer am Namen erkennen kann. Sie war hochverehrt und wurde nicht nur für medizinische Zwecke, sondern auch als Zauberwurzel eingesetzt. Später geriet die Meisterwurz in Vergessenheit, möglicherweise, weil man sie so leicht mit anderen Doldenblütlern verwechseln kann. Erst als Hildegard von Bingen und ihre Kräutermedizin wiederentdeckt wurde, stieg auch wieder das Interesse an der Meisterwurz, die von Hildegard möglicherweise sehr geschätzt wurde.
Meisterwurz, auch Kaiserwurz und Ostruz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Haarstrang. Sie ist vor allem im  Alpenraumverbreitet und als  Heilpflanze bekannt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, blähungswidrig, harntreibend,  schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Abszesse, Asthma, Blähungen, Bluthochdruck, Bronchitis, Erkältungen, Epilepsie, Fieber, Gallenprobleme, Gebärmutterkrämpfe, Geschwüre,  Gicht, Grippe, Heuschnupfen, Leberschwäche, Magenprobleme, Ödeme, Rheuma, Wassersucht, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Zahnfleischbluten, Zahnschmerzen, Zungenlähmung
wissenschaftlicher Name: Peucedanum ostruthium (oder Imperatoria struthium)
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Masterwort
volkstümlicher Name: Anstrenze, Beizenkraut, Beizichrut, Bergwurz, Durstwurz, Haarstrang, Haischwurz, Horstminze, Kaiserwurzel, Magisterwurz, Ostrutwurz, Rauschwurz, Sirenenwurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Wurzelstock
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Gummi, Harz, Imperatorin, Kumarine, Furocumarine, Ostin, Ostruthin, Ostrutol, Oxipeucedanin, Peucedanin, Stärke
Sammelzeit: März bis April, September bis Oktober

Anwendung
Meisterwurz wird traditionell als Heilpflanze verwendet - war in der Antike aber offenbar unbekannt.  Hildegard von Bingen kannte zwar eine Heilpflanze, die sie Astrencia nennt, dabei könnte es sich aber ebenso gut um die Große Sterndolde handeln. Im 16. Jahrhundert zumindest wurde die Meisterwurz Astrenz genannt, wohingegen die Große Sterndolde Schwartz Astrenz genannt wurde. Klar ist, dass  Conrad Gessner 1560 den Anbau des Meisterwurzes empfiehlt, und sich die Meisterwurz bis in das 19. Jahrhundert vielfach in Gärten findet. Der „Wurzelstock" enthält zwischen 0,18 und 0,78% (in Extremfällen bis 1,4%)  Ätherische Öle, der größte Teil davon (etwa 35,2%) ist  Sabinen. Weitere Bestandteile sind 1,3% Oxypeucedanin (C 13H 12O 2), 0,5% Ostruthin (C 18H 20O 8), 0,3% Ostruthol (C 24H 24O 8) und 0,1% Osthol (C 12H 18O 2). Ostruthin ist ein  Kuma-rin für das 2003 eine inhibierende Aktivität gegen verschiedene  Mykobakterien nachgewiesen wurde. Aus den Wurzeln wurden Pillen, Pulver, Dekokte, Aufgüsse oder Salben gefertigt, die als Universalmittel bei Bronchialkatarrh,  Asthma,  Delirium tremens,  Epilepsie, ansteckenden Krankheiten,  Dermatophytosen, zur Wundbehandlung, bei Magenbeschwerden, als Gegengift, bei Wassersucht oder Zahnschmerz verwendet wurden. Meisterwurz war auch Bestandteil des Spiritus carminativus Sylvii. Auch im  Orvietan war sie enthalten, einem aus vierundfünfzig verschiedenen Kräutern zusammengesetzten Allheilmittel. Aus ihr wird besonders in Gebirgsgegenden Schnaps und auch Kräuterkäse hergestellt. In Tirol wurde zur Weihnachtszeit die Stube mit der „Wurzel" ausgeräuchert. Die „Wurzel" diente zum ‚Vertreiben von  Hexen‘.
Die Meisterwurz kann man ähnlich einsetzen wie die Engelwurz (Angelika). Man kann einen Tee kochen oder sie als Tinktur verwenden. Auch einen Wein kann man mit der Meisterwurz aufkochen und ihn dann bei verdorbenen Magen einnehmen.
Tee
Für einen Meisterwurz-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Meisterwurz mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. An-schließend abseihen und den Meisterwurztee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Meisterwurztee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Meisterwurzwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Meisterwurztinktur selbst herzustellen, übergießt man Meisterwurz in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Die Tinktur wird zur Stärkung der Verdauung verwendet und bei Erkältungskrankheiten. Wenn Beschwerden durch die Wechseljahre besonders frühzeitig einsetzen, kann Meisterwurztinktur sie lindern. Die Meisterwurztinktur kann man auch verwenden, um bei Zahnfleischbluten das Zahnfleisch abzutupfen. Auch für die anderen Anwendungsgebiete der Meisterwurz kann man die Tinktur innerlich oder äußerlich anwenden.
Dampfbad
Bei Husten und Bronchitis kann man ein Dampfbad mit der Meisterwurz durchführen. Dazu gibt man ein bis zwei Esslöffel fein geschnittene Wurzelstücke der Meisterwurz in eine hitzefeste Schüssel und übergießt sie mit etwa 1 Liter kochendem Wasser. Die Schüssel stellt man auf einen Tisch. Dann beugt man sich über die dampfende Schüssel und zieht ein großes Handtuch über Kopf und Oberkörper, damit der Dampf erhalten bleibt. Der heiße Dampf wird 10 bis 15 Minuten lang inhaliert. Anschließend trocknet man sich gründlich ab.
Breiumschlag mit Wurzelbrei
Mit Meisterwurz-Pulver kann man einen Breiumschlag zubereiten. Dazu gibt man etwas warmes Wasser zu dem Meisterwurzpulver und macht daraus einen Brei. Diesen Brei gibt man auf schlecht heilende Wunden, Geschwüre oder Abszesse. Dann legt man eine Kompresse auf den Brei und fixiert den Breiumschlag mit einer Mullbinde oder Pflaster.

Wirkung
Dank der ätherischen Öle wirkt die Meisterwurz schleimlösend und erleichtert die Atmung. Die antibakterielle Wirkung hilft dabei, bakterielle Bronchitis abzuheilen. Die gleiche Wirkungsweise hilft auch bei schlecht heilenden Wunden, Entzündungen und anderen bakteriellen Infektionen. Unter anderem durch die Bitterstoffe und die ätherischen Öle wird die Verdauung angeregt und die Gallensaftproduktion gefördert. Blähungen werden gelindert.
Nebenwirkungen
Aufgrund der Furocumarine kann der Hautkontakt mit der Meisterwurz bei empfindlichen Menschen hautreizend wirken. Daher sind auch allergische Reaktionen nicht ausgeschlossen.

Magische Anwendung
Das Räuchern mit der Wurzel sollte Hexen vertreiben. In Tirol wurde zu diesem Zweck traditionell in der Weihnachtszeit mit der Meisterwurzel geräuchert. Wenn man die Wurzel mit sich trägt, soll das Kraft verleihen. Sowohl die Körperkraft als auch die Willenskraft sollen gestärkt werden. Kühe und Pferde fütterte man unter anderem mit der Meisterwurz, um sie zu beruhigen.

Geschichtliches
In der Heilkunde der Antike war die Meisterwurz unbekannt, wahrscheinlich, weil sie eine Alpenpflanze ist und nicht in den Mittelmeerländern heimisch ist.
Ob Hildegard von Bingen die Meisterwurz kannte, ist heute umstritten. Möglicherweise ist mit der Pflanze, die sie als Astrencia kannte, nicht die Meisterwurz, sondern die Große Sterndolde gemeint. Ab spätestens 1560 ist die Meisterwurz jedoch als Heilpflanze bekannt und wird sehr geschätzt. Man verwendete sie seit damals bis ins 19. Jahrhundert in vielerlei Anwendungen, unter anderem auch als Teil von Universalheimitteln, z.B. im Orvietan, einer späten Abwandlung des Theriaks. Beliebt waren Salben, Tinkturen, Pulver, Pillen, Abkochungen und Tees aus der Meisterwurz. Am Namen Meisterwurz kann man auch erkennen, wie sehr die Pflanze einst geschätzt wurde. Für einige Jahrhunderte galt sie sogar als Allheilmittel. Weil sie jahrhundertelang auch gerne in Gärten angebaut wurde, gibt es auch im Mittelgebirge oder Flachland manchmal wild wachsende Exemplare der Meisterwurz. Diese entkamen vor geraumer Zeit den Gärten der Anwohner.

Pflanzenbeschreibung
Die Meisterwurz wächst in den Alpen, Pyrenäen und anderen Gebirgen Mitteleuropas. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler und ähnelt der Engelwurz. In der Antike am Mittelmeer war die Meisterwurz gänzlich unbekannt, das deutet darauf hin, dass sie dort nie wuchs. In Mitteleuropa hat sie sich hingegen stark verbreitet, wohl weil sie im Mittelalter in vielen Gärten angebaut wurde und dann verwildert ist. Sie bevorzugt Bachufer und feuchte Wiesen über 1.000 Höhenmetern, um zu wachsen. Auch an Stellen, wo der Schnee im Frühling noch lange liegen bleibt, gedeiht die Meisterwurz gut. Besonders häufig findet man die Meisterwurz auf den sogenannten Hochstaudenfluren. Die Meisterwurz wird bis zu 90 cm hoch. Sie hat eirunde, dreilappige Blätter, die an der Spitze eingekerbt sind. Ihre Blüten sind flache, weiße oder zartrosa Dolden, die im Juli bis August aufblühen.
Achtung! Bei Menschen mit empfindlicher Haut, kann der Kontakt mit der Meisterwurz Wiesendermatitis auslösen.
Vegetative Merkmale
Der Meisterwurz ist eine  ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Meisterwurz strömt einen starken würzigen Geruch nach Möhren und Sellerie aus. Der „Wurzelstock" ist dick spindelförmig, braun und milchend. Er treibt unterirdische Ausläuferaus. Die Sprossachsesteht aufrecht, ist stielrund und gerillt. Im Inneren ist sie röhrig-hohl und an der Außenseite kahl, außer unter den Dolden, wo sie rauflaumig behaart ist. Die Laubblätter sind grasgrün und kahl oder an der Blattunterseite, besonders an den Blattrippen, borstig-flaumig behaart und am Rand borstig bewimpert. Das Laubblatt ist bis zu 30 Zentimeter lang und bis zu 34 Zentimeter breit. Die unteren, basalen Laubblätter sind häufig fast doppelt dreizählig. Die Abschnitte erster Ordnung sind gestielt und tief (fast bis zum Grund) dreiteilig. Die Lappen sind elliptisch bis lanzettlich, zugespitzt und zwischen 5 und 10 Zentimeter lang sowie 4 bis 7 Zentimeter breit. Der Spreitenrand ist ungleich doppelt gesägt mit derber Stachelspitze an den Zähnen. Die oberen Laubblätter sind in der Regel nur einfach dreischnittig, auf großen, aufgeblasenen, fast häutigen  Scheiden sitzend.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Blütenstände sind große, flache bis zu 50-strahlige Dolden. Die Strahlen sind dünn, kantig, ungleich lang und innerseits fein rauflaumig behaart. Die Döldchen sind reichblütig. Die Blütenstiele sind sehr dünn, fast glatt und deutlich länger als die Früchte. Hüllblätter fehlen oder sind zuweilen einblättrig vorhanden. Die wenigen Hüllchenblätter sind borstlich, krautig und fast glatt. Die  Blütezeit erstreckt sich von Juni-Juli bis August. Die Blüten sind zwittrig. Der  Kelchsaum ist verwischt. Die  Kronblätter sind weiß oder rötlich, etwa 1 bis 1,5 Millimeter lang und zwischen 0,75 und 1 Millimeter breit. Sie sind fast glatt, sehr schwach oder stumpf  papillös, breit verkehrt-eiförmig und am Grunde leicht genagelt. Die Spitze ist ausgerandet und mit einem eingeschlagenen, spitzen Läppchen versehen. Der  Fruchtkno-ten ist oberständig und kegelförmig gewölbt, der Griffel ist zwischen 1 und 1,5 Millimeter lang. Die  Narbe ist kopfig. Die  Spaltfrucht, Doppel achäne genannt, ist weiß-gelblich mit bräunlicher Scheibe, fast kreisrund, zwischen 4 und 5 Millimeter lang und ebenso breit. Die Spitze ist etwas ausgerandet und stark zusammen-gedrückt. Die drei Rückenrippen der Teilfrüchte sind im Querschnitt dreikantig vorspringend, und stumpflich durch große Buchten voneinander getrennt. Die dünnen Randflügel sind sehr breit, fast so breit wie der Gehäusedurchmesser an der breitesten Stelle. Das Gewebe der Fruchtwand ist teilweise fein getüpfelt, aber  parenchymatisch und kaum wesentlich verdickt.

Anbautipps
Da die Meisterwurz eine Gebirgspflanze ist, gedeiht sie nicht immer an besonders warmen Standorten in der Ebene. In kühleren Gegenden oder im Mittelgebirge sind die Chancen besser, dass sich die Meisterwurz wohl fühlt. Die Meisterwurz braucht einen feuchten möglichst humosen Standort in der Sonne oder im Halbschatten. Am einfachsten ist die Vermehrung durch Teilung der Wurzelstöcke im Herbst. Man kann im Handel auch fertige Pflanzen kaufen. Die Anzucht mit Samen ist mühsam, weil die Meisterwurz ein Kaltkeimer ist und die Samen daher eine Kältephase brauchen, bevor sie keimen. Aber selbst mit ausreichend Kälte keimen sie nur zögernd.

Sammeltipps
Achtung!
In manchen Gegenden ist die Meisterwurz geschützt und darf nicht geerntet werden.
Da die Meisterwurz sehr leicht mit anderen Doldenblütlern, unter anderem dem hochgiftigen Schierling, verwechselt werden kann, sollte man sie nur sammeln, wenn man sich mit der Bestimmung absolut sicher ist. Die ganze Pflanze und vor allem der Wurzelstock riechen stark würzig und aromatisch. Der Duft liegt zwischen Engelwurz und Sellerie. Im Vergleich dazu riecht der Schierling eher nach Mäuseharn! Im späten Herbst oder zeitigen Frühjahr kann man den Wurzelstock ausgraben. Teile davon belässt man am besten in der Erde, damit die Pflanze später wieder neu austreiben kann. Nach der Ernte werden die Wurzelteile gewaschen, geschnitten und an einem trockenen und schattigen Ort getrocknet.



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ERNÄHRUNG
Körperliche Folgen
Mit Übergewicht gehen meist charakteristische Stoffwechselstörungen und Krankheiten einher. In vielen Untersuchungen wurde eindeutig ein Zusammenhang von Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Typ 2 und Arthrose belegt.


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