Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

14.03.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > März > 13.03.17-19.03.17


Alant  
   
Der ursprünglich aus Asien stammende Alant gehörte früher in jeden Bauerngarten. Heute ist er jedoch nur noch in den Bauerngärten im Gebirge verbreitet und ansonsten weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei ist er eine vielseitige Heilpflanze. In Thüringen wird er noch im großen Stil angebaut. Echter Alant ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie wird bereits seit der Antike als Heil- und Gewürzpflanze verwendet.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Husten, Asthma
Heilwirkung:
auswurffördernd, antibakteriell, antimykotisch, antiseptisch, blutreinigend, entzündungshemmend, galletreibend, harntreibend, hustendämpfend, karminativ, krampflösend, leberanrengend, menstruationsregelnd,
schleimlösend, schweißtreibend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, wurmtreibend
Anwendungsbereiche:
Angina, Appetitlosigkeit, Atemnot, Blähungen, Blutarmut, Brechmittel (in größeren Dosen), Bronchitis, Brustschmerzen, Chronische Bronchitis, Darmentzündung, Durchfall, Ekzeme, Flechten, Gallebeschwerden, Gelbsucht (alte Anwendung), Geschwüre, Juckreiz, Harnverhalten, Hauterkrankungen, Hautjucken, Hautunreinheiten, Keuchhusten, Krämpfe, Krätze (früher), Lungenentzündung (begleitend), Lungenleiden, Magenschwäche, Mandelentzündung, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Reizhusten, Rippenfellentzündung, Schlecht heilende Wunden, Tuberkulose (früher), Verdauungsschwäche, Verschleimung, Wechseljahrsbeschwerden, Würmer, Wunden,
Zuckerersatz (Herstellung von Diabetikernährmitteln), Homöopathisch:
Lungenschwäche, Menstruationsbeschwerden, Reizhusten
wissenschaftlicher Name:
Inula helenium, Helenium grandiflorium, Aster helenium
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Elecampane
andere Namen:
Alantkraut, Alantwurzel, Aletwürze, Altkraut, Altwurz, Brustalant, Dammkraut, Darmwurz, Donarvarwurzel, Donnerkraut, Echter Alant, Edelherzwurz, Edelwurz, Galantwurzel, Glockenwurz, Gottesauge, Grosser Heinrich, Heilwurz, Helenenkraut, Hexenschusskraut, Krätzenwurz, Odinskopf, Oltwurz, Schlangenkraut, Schlangenwurz, Ulenkwurz, Weidenalant
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe:
Inulin, ätherisches Öl, Alantsäure, Kampfer (Alantkampfer), Helenin, Sesquiterpenlactone, Alantolacton, Harze, Azulen, Pektin, Wachs, Bitterstoff, Triterpene, Polyacetylene, Sterole, Beta-Sitosterol
Sammelzeit:
März bis Mitte April, September bis November

Anwendung

Alant kann man wahlweise als Tee, Tinktur, Kräuterwein oder Salbe anwenden. In der heutigen Kräuterheilkunde spielt der Alant jedoch eine eher geringe Rolle. Die häufigste Art, Alant anzuwenden ist der Tee.
Tee

Für einen Alanttee übergießt man 1TL Alantwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn 10 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Alanttee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man 1-3 Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach 6 Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder 6 Wochen lang Alanttee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Alantwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Teemischung gegen Husten

Alant eignet sich auch gut als Bestandteil von Mischtees, beispielsweise als Hustentee. Hier eine Beispiel-Teemischung gegen Husten oder Bronchitis:
40g Alantwurzeln, 20g Spitzwegerichblätter, 20g Süßholzwurzeln, 20g Lungenkraut
Tinktur

Um eine Alanttinktur selbst herzustellen, übergießt man Alantwurzeln in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für ein bis 6 Wochen ziehen.
Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man 1-3x täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Alantwein

Alantwein wurde im Mittelalter als Allheilmittel verwendet. Um einen Alantwein herzustellen, übergießt man Alantwurzeln in einem großen Schraubdeckelglas mit Weißwein, bis alle Pflanzenteile mehr als bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für ein bis 6 Wochen ziehen. Man braucht etwa 50g Wurzeln für einen Liter Wein. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von diesem Alantwein trinkt man täglich ein bis drei Schnapsgläschen voll.
Wurzel kauen

Schon Plinius der Ältere empfahl im Altertum das Kauen der Alantwurzel. Diese Anwendung soll: die Verdauung anregen; die Stimmung verbessern; den Geschmacksinn verfeinern. Die Volksheilkunde empfiehlt auch heute noch das Kauen der Alantwurzeln, besonders vor den Mahlzeiten, um den Appetit anzuregen. Am besten kaut man die gereinigten frischen Wurzeln, denn in ihnen sind die Wirkstoffe noch besonders reichlich vorhanden.
Salbe

Traditionell wird eine Alantsalbe aus frischen Alantwurzeln und mit Schweineschmalz hergestellt. Dazu werden die gereinigten, frischen Alantwurzeln fein geschnitten, gekocht und dabei zerstoßen bis ein Brei entsteht. Dieser Brei wird mit Schweineschmalz vermischt und anschließend durch ein Tuch geseiht. Dann füllt man die Salbe in einen Tiegel und lässt sie abkühlen. Alternativ könnte man den frischen, gekochten Pflanzenbrei auch mit einer Bienenwachs-Öl-Salbe vermischen, wenn man kein Schweineschmalz verwenden will.
Wer nur getrocknete Alantwurzeln hat, kann eine Tinktur und einen Ölauszug damit herstellen und eine Lanolin-Creme damit herstellen. Alantsalbe kann man verwenden, um Ekzeme oder andere Hauterkrankungen damit einzureiben. Oder man macht einen Salbenumschlag, indem man die Salbe dick auf die erkrankte Haut streicht und ein Stück Stoff zum Schutz darüberlegt und fixiert.
Waschungen

Für Waschungen bei Hauterkrankungen, wie beispielsweise Ekzeme, Geschwüre oder Pickel, bereitet man eine Abkochung aus den Alantwurzeln. Dann wäscht man die betroffenen Hautstellen damit mehrmals täglich.
Umschläge

Intensiver ist die Anwendung als Umschlag. Auch hierzu wird eine Alantabkochung  zubereitet. Ein Stück Baumwollstoff wird in den Alanttee eingetaucht und ausgedrückt, damit es nicht mehr tropft. Dann wird es auf die zu behandelnde Hautstelle gelegt und mit einem Wolltuch oder Plastikfolie fixiert. Der Umschlag sollte eine Stunde bis über Nacht einwirken, bevor er entfernt wird.
Blätter auflegen

In der Volksheilkunde werden im Frühsommer die frischen Blätter auf Wunden oder chronische Hautentzündungen gelegt und fixiert. Die Entzündungen sollen dadurch eingedämmt und die Wundheilung gefördert werden.
Räuchermittel

Räuchern mit Alant soll die Zimmerluft verbessern. Aufgrund der Wirkung des Alants ist des denkbar, dass die Raumluft durch das Räuchern leicht desinfiziert wird und die Atemwege etwas freier werden. Die Wurzelstücke wurden auf die Glut der offenen Kamine gelegt. Heutzutage kann man zerkleinerte Alantwurzeln auf spezielle Räucherglühkohlen legen, um mit Alant zu räuchern.
Färbemittel

Mit Alantwurzel wurde früher blau gefärbt. Dazu wird Alantwurzel in Urin gebeizt und zusammen mit Heidelbeeren und Pottasche als Färbemittel verwendet.
Alant in der Küche

Früher war Alant ein beliebtes Gewürz in der Küche. Im alten Rom wurde er sogar für unentbehrlich gehalten. Vor allem Süßspeisen wurden gerne mit Alantwurzeln gewürzt. Kandiert waren Alantwurzeln eine beliebte Leckerei. Heutzutage findet man den Alant bestenfalls noch hin und wieder als Likör.
Solch einen Likör kann man auch selbst herstellen. Das geht ganz ähnlich wie die Herstellung einer Tinktur, jedoch gibt man auch braunen Zucker in den Tinkturansatz, etwa genau so viel wie Kräuter. Das in den Alantwurzeln reichlich enthaltene Inulin wird industriell extrahiert und in Diabetiker-Nahrungs-mitteln verarbeitet. Da spezielle Diabetes-Nahrungsmittel im Rückgang begriffen sind, wird auch die Verwendung des Inulins für diesen Zweck seltener.

Wirkung

Die Wirkstoffkombination des Alants wirkt in mehrfacher Hinsicht gegen Husten und andere Erkrankungen der unteren Atemwege. Vor allem durch die ätherischen Öle wirkt der Alant schleimlösend und befreit die Atemwege. Das Abhusten des Schleims wird erleichtert. Hustenreiz wird gedämpft und Verkrampfungen beim Husten werden gemildert. Außerdem wirkt der Alant entzündungshemmend und antibakteriell, was bei der Ausheilung des Hustens bzw. der Bronchitis hilft. Diese Wirkungen machen den Alant auch zu einem guten Wundheilmittel, denn auch hier braucht man entzündungshemmende und antiseptische Wirkung. Ferner hat der Alant ausgeprägte Wirkungen auf die Verdauung und den Stoffwechsel, sodass er sich auch gut als Heilpflanze für die verschiedenen Arten von Verdauungserkrankungen eignet.
Gewürz

Alant wird heute nur noch selten in der Küche eingesetzt. Die Wurzel des Alant fand seit der Antike aufgrund ihres bitteren, harzigen Geschmacks zum Teil Verwendung als Gewürz für Süßspeisen und Magenbitter. Horaz be-schreibt in seiner achten Satire ein Gericht aus gekochten Alantwurzeln und weißen Rübchen. Plinius der Ältere legte seinen Lesern nahe, Alantwurzeln zu kauen, um den Geschmackssinn zu verfeinern, die Verdauung anzuregen und die Stimmung zu heben.
Die Rezeptsammlung De re coquinaria aus dem 4. Jahrhundert, die auf den römischen Feinschmecker und Koch Apicius zurückgehen  soll, zählt Alant sogar zu den Gewürzen, die in einem römischen Haushalt vorhanden sein müssen, „auf dass es beim Würzen an nichts fehle“. In dem Edikt des Diokletian war der Preis von Alant auf 5 Denare für ein Pfund festgesetzt. Aus dem Jahr 329 nach Chr. ist belegt, dass 1000 Denare pro Pfund gezahlt wurden. Kandierter Alant galt lange Zeit als Leckerbissen. Da viele Menschen auf Alant mit Allergien reagieren, findet Alant fast nur noch in Likören Verwendung. Aufgrund ihrer schleimlösenden Wirkung ist die Alant-Wurzel auch Bestandteil von manchen Hustensäften.

Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von großen Mengen Alant kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie: Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Lähmungen. Die Schleimhäute können bei äußerlicher Anwendung eventuell durch die im Alant enthaltenen Sesquiterpenlactone gereizt werden. Auch Allergien treten relativ häufig auf, sowohl bei innerlicher als auch bei äußerlicher Anwendung.

Anwendungsgebiete

Alantwurzeln können innerlich und äußerlich angewendet werden. Frische Alantblätter werden vorwiegend äußerlich verwendet.
Innerlich

Alant kann man innerlich, als Tee oder Tinktur vor allem gegen Husten und andere Erkrankungen der Atemwege einsetzen. Er hilft gegen das ganze Spektrum der Erkrankungen, die mit Husten einher gehen, also sowohl gegen den normalen Erkältungshusten, als auch gegen die Bronchitis, sowohl akut als auch chronisch. Auch gegen Keuchhusten, Lungenentzündung und Tuberkulose wurde der Alant traditionell eingesetzt. Heutzutage sollte man den Alant bei diesen gefährlichen Erkrankungen höchstens begleitend zur schulmedizinischen Behandlung anwenden. Außerdem hilft Alant gegen verschiedene Erkrankungen der Verdauungsorgane, beispielsweise bei Magenbeschwerden, Blähungen oder Gallenschwäche. Dieser Anwendungsbereich galt im Altertum als Hauptanwendung für den Alant, heutzutage treten Verdauungsbeschwerden gegenüber der Husten-Anwendung jedoch deutlich in den Hintergrund.
Äußerlich

Äußerlich kann man Alant-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man die verschiedensten Hautentzündungen lindern, beispielsweise Ekzeme, Geschwüre oder schlecht heilende Wunden.

Magische Anwendung

Der Alant wurde sowohl von Hexen als auch von der Normalbevölkerung als Mittel angewendet, um Dämonen abzuwehren. Im christlichen Kontext war Alant ein Bestandteil des Weihebuschs, der am 15. August zu Maria Himmelfahrt gebunden und geweiht wurde. Dieser Weihebusch sollte, im Stall aufgehängt, das Vieh schützen, und im Haus die Familie vor Schaden bewahren. Auch als Räuchermittel wurde der Alant gerne benutzt, um vor Dämonen zu schützen, beispielsweise in der Steiermark. Als Amulett getragen, sollte die Alantwurzel davor schützen, verhext zu werden.

Geschichtliches

Der Alant wurde schon in der Antike als Heilpflanze und Gewürz verwendet.
Schon auf Papyrus-Aufzeichnungen im alten Ägypten findet der Alant Erwähnung. Der Pflanzenname "helenium" erinnert an zwei antike Legenden. Die schöne Helena soll ihre Hände mit Alantblüten gefüllt haben, bevor sie von Paris nach Troja entführt wurde. Eine andere Legende erzählt davon, dass die Alantpflanze dort wuchs, wo Helenas Tränen auf den Boden fielen. Der Name "helenium" bezieht sich aber vielleicht auch auf die minoische Pflanzengöttin Helene. Die antiken Heilkundigen Dioskurides und Theophrast empfehlen den Alant bei Husten, Magenschwäche und bei Krämpfen, also ganz ähnlichen Einsatzgebieten wie auch heutzutage. Als Gewürz wurde der Alant damals bevorzugt in Süßspeisen verwendet. Auch im Mittelalter war der Alant eine beliebte Heilpflanze und wurde nicht nur bei Husten, sondern auch gegen alle Arten von anderen Erkrankungen quasi als Allheilmittel verwendet, unter anderem gegen Seuchen wie die Pest. Dazu benutzte man den Alant als Wein. Sowohl der englische Arzt Nicolas Culpeper (17. Jahrhundert) als auch Carl von Linné berichten von dieser ausgeprägten Anwendung des Alants. Auch äußerlich wurde der Alant schon damals gegen verschiedene Hautkrankheiten eingesetzt, beispielsweise als Salbe. In manchen Gegenden wurden Alantblätter auch geraucht, um gegen Husten zu helfen. In China wurde der Alant unter dem Namen Hsün Fu Hua gegen Stauungen aller Art und gegen Verschleimung eingesetzt. Äußerlich wurde der Alant in China als Salbe gegen Knochenbrüche und Muskelrisse verwendet.

Pflanzenbeschreibung

Alant ist eine bis zu zwei Meter hohe mehrjährige krautige Pflanze mit auffälligen gelben Blütenköpfen. Er blüht von Juli bis September. Die bis zu 50cm langen Blätter sind auf der Unterseite mit Filzhaaren besetzt. Der starke Wurzelstock hat einen aromatischen Geruch. Er enthält viel Inulin, ein dem Fruchtzucker ähnliches Kohlenhydrat. Alant ist ursprünglich in Zentral- und Kleinasien heimisch. Daher war er auch schon in der Antike bekannt. Auch in Spanien ist der Alant schon lange heimisch. Inzwischen wird er auch in Deutschland, Österreich, in den Niederlanden und auf dem Balkan angebaut. Er wächst bevorzugt auf halbschattigen Standorten mit ausreichender Feuchtigkeit. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 50cm und 2m hoch. Die lange Wurzel ist teilweise knollig verdickt und wächst vor allem im ersten Vegetationsjahr heran. Sie ist außen braun und innen weißlich. Der Geruch der Wurzel ist aromatisch, der Geschmack außer-em bitter. In getrocknetem Zustand erinnert der Geruch an Veilchen. Zuerst wächst eine Blattrosette heran, mit teilweise gigantischen Blättern, die bis zu 50cm lang werden. Die Blätter haben auf der Oberseite kurze Haare und auf der Unterseite einen gräulichen Filz. Später, oft erst im zweiten Jahr, wächst der Stängel, an dem die langen Blätter wechselständig entspringen. Diese Blätter sind länglich und vorne spitz, am Stängel herzförmig eingekerbt. Ihr Rand ist leicht gezähnt. Aus den Blattachseln wachsen die Blütenstängel, die ein bis mehrere gelbe Korbblüten tragen. Je mehr Platz die einzelne Pflanze hat, desto breiter ist sie verzweigt und desto mehr Blüten trägt sie. Die Blütezeit ist Juni bis September. Einzelne Blüten werden bis zu 7cm groß. Sowohl die Körbchen im Innern als auch die äußeren Zungenblüten sind warm-gelb in Richtung orange.

Anbautipps

Alant eignet sich sehr gut, um im Garten angebaut zu werden. Er ist dort nicht nur eine wertvolle Heilpflanze, sondern auch eine prachtvolle Solitärpflanze, die in ihrem Blütejahr alle Blicke auf sich lenkt. Am liebsten mag der Alant sandigen, tiefgründigen Boden, der nicht zu stark gedüngt sein sollte. Sonnige Standorte werden vom Alant bevorzugt, aber auch Halbschatten wird akzeptiert. Man kann den Alant aus Samen anziehen oder fertige Pflanzen im Spezialhandel beziehen. Damit der Alant gut gedeiht, braucht er immer eine ausreichende Wasserversorgung. In trockenen Zeiten muss er also regelmäßig gegossen werden.

Sammeltipps

Für die Ernte eignen sich am besten die Wurzelstöcke der 2 bis 3 jährigen Pflanzen. Sie werden bevorzugt im Spätherbst zwischen November und Mitte Dezember ausgegraben, weil dann der Wirkstoffgehalt am höchsten ist. Wenn man einen Teil der Wurzel im Boden lässt, können wieder neue Pflanzen daraus wachsen. Zum Trocknen werden die Wurzeln abgebürstet, zügig gewaschen und der Länge nach aufgeschnitten. Dann fädelt man sie auf einen Faden und hängt sie an einem warmen aber schattigen Ort zum Trocknen auf.


Bergamotte  

Der Bergamottbaum ist ein Zitrusbaum, der in subtropischen Gegenden angebaut wird. Das ätherische Öl wird aus der Schale der Bergamottefrucht gewonnen. Es ist Bestandteil zahlreicher Parfüms, hat aber auch vielfältige Heilwirkungen, da es Krankheitserreger abtötet und gleichzeitig entspannend wirkt. Man kann Bergamotteöl in der Duftlampe verdampfen, in Massageöle oder Cremes einarbeiten oder Bädern zugeben. Als Bergamotte bezeichnet man eine Gruppe aus der Gattung der Zitruspflanzen, die als Hybride aus Süßer Limette und Bitterorange oder aus Zitronatzitrone und Bitterorange entstanden sein könnten. Beschrieben wurde die Pflanze erstmals in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Frucht wird nicht als Obst verwendet, sondern hauptsächlich wegen der enthaltenen ätherischen Öle angebaut, die in der Bergamotteschale enthalten sind. Das auch als grünes Gold bezeichnete Bergamottöl spielt vor allem in der Parfümindustrie eine Rolle, wird aber auch zum Parfümieren von Tees verwendet. Neben den Zitrusfrüchten gibt es auch noch eine viel ältere gleichnamige Gruppe von Birnen, nach denen die Zitrusfrüchte wegen ihrer ähnlichen Form benannt wurden.

Steckbrief

Heilwirkung: Eigenschaften:
angstlösend, antiseptisch, antiviral, beruhigend, entspannend, krampflösend, tonisierend, Atemwege: Fieber, Schüttelfrost, Grippe, Hals-Rachen-Entzündungen, Halsschmerzen, Verdauungssystem: Appetitlosigkeit, Blähungen, Darmkolik, Stoffwechsel: Abmagerung, Magersucht, Alterserscheinungen, Erschöpfung (Körperliche), Erschöpfung (Nervliche), Frühjahrsmüdigkeit, Harnorgane: Blasenentzündung, Blasenleiden (Allgemein), Blasenschwäche, Harnentleerung (schmerzhafte), Frauenheilkunde: Menstruationsbeschwerden, Scheidenentzündung, Nervensystem: Nervenschwäche, Nervosität, Schlaflosigkeit, Depressionen, Einschlafstörungen, Bewegungsapparat: Verrenkungen, Verstauchungen, Haut: Eitrige Wunden, Ekzeme, Herpes, Mundbläschen
wissenschaftlicher Name:
Citrus aurantium ssp. bergamia
Pflanzenfamilie:
Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name:
Bitter Orange
Verwendete Pflanzenteile:
Öl
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Linalylacetat, Limonen, Terpineol, Bergapten, Bisabolen, Nerol

Pflanzenbeschreibung

Die Bergamotte-Sorten erreichen Wuchshöhen von etwa 4 Metern und besitzen unregelmäßigen Astwuchs, wobei die Äste nur selten von Dornen besetzt sind. Im Unterschied zur Zitrone sind die Rinde der Zweige und die Laubblätter beim Austrieb nicht rötlich gefärbt. Die immergrünen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Zumeist ist der Blattstiel auffallend geflügelt. Die Blattspreite ist dunkelgrün, länglich und glatt. Die Blütezeit konzentriert sich auf eine bestimmte Periode im Frühjahr, auch fruchtet die Bergamotte nicht über das gesamte Jahr verteilt. Die Blüten sind reinweiß. Die Frucht ist rundlich bis leicht birnenförmig, oft leicht gerippt und am Ende mit einer kleinen Ausstülpung versehen, an der der Griffel häufig bis zur Reifezeit haften bleibt. Sie hat ein Gewicht von 100 bis 200 Gramm und ist bei der Ernte – die erst spät von November bis März stattfindet – zitronengelb. Einige Selektionen erbringen aber auch schwerere Früchte. Die Früchte haben einen Durchmesser von fünf bis sieben Zentimetern. Die äußere Schale ist glatt bis leicht angeraut, sie haftet fest an der Frucht. Das grünliche Frucht-fleisch ist in zahlreiche Segmente unterteilt, es hat einen sehr sauren und leicht bitteren Geschmack. Die Früchte bilden nur wenige, manchmal auch gar keine Samen, welche meist nur einen Embryo mit weißen oder hellgrünen Keimblättern enthalten. Es werden drei Sorten unterschieden: 'Castagnaro', 'Femminello' und 'Fantastico'. Castagnaro ist die älteste Sorte, die zwischen sehr ertragreichen und ertragslosen Jahren alterniert. 'Fantastico' produziert besonders viel ätherisches Öl, jedoch gilt das ätherische Öl von 'Femminello' als das von der höchsten Qualität.



BACHBLÜTEN
Man tritt gedanklich ergebnislos auf der Stelle, fühlt sich wie ein Hamster im Tretrad (35 White Chestnut)

- Diese Menschen sind gedanklich auf einer Stelle und fühlen sich wie ein Hamster in einem Tretrad
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie sich gedanklich hocharbeiten, so dass sie nicht mehr gedanklich und
 
ergebnislos auf der Stellen treten und sie kommen aus dem Hamsterrad heraus

BACHBLÜTEN
Oft: nicht ausgelebte kreative Begabungen, künstlerisch begabte Menschen in trockenen Brotberufen (9 Clematis)

- Diese Menschen leben nicht ihre kreative, künstlerische Begabungen aus und haben eher einen trockenen Brotgerufen
- Mit der dementsprechenden Bachblüten können und lernen diese Menschen ihre kreative und künstlerische
 
Begabungen einzusetzen und womöglich können sie ihre trockenen Brotberufen hinter sich lassen

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü